Beiträge von snowcat

    war das so? hab das spiel nicht gesehen...

    aus watson:

    Trotz des wahrscheinlich irregulären Tores verdienten sich die Basler den Sieg mit einer aufopferungsvollen Leistung.

    das steht noch in 20 minuten:

    Der nunmehr erstmals in dieser Saison besiegte FCZ enttäuschte nach vier Unentschieden in Serie keineswegs. Das Defensivspiel war abermals der Trumpf des Teams von Trainer Uli Forte.


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    1:1 würe ja noch gehen; aber Rüegg/Isländer war inetwa 1:1, aber Winter/Voser war eine "nun stärken wir die Defensive"-Lösung. Warum auch immer ...


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    die trainerfrage wird im fcz forum intensiv diskutiert. ich stehe irgendwo zwischen pro und contra forte. alles ist nicht schlecht. aber eben: eine wirkliche entwicklung in der mannschaft ist nicht festzustellen. und die mannschaftsaufstellungen und einwechslungen lösen jeweils mehr erstaunen als irgend etwas anderes aus.

    sicher ist forte der um welten bessere trainer als der lustige finne, aber ebenso sicher auch der schlechtere als zb der murat aus niederhasli.

    warum canepa schon zu saisonanfang mit ihm verlängert hat, bleibt sein geheimnis.

    https://www.fczforum.ch/forum/topic16994-4935.html


    Der König aus dem Tal der Beschränkten! Nichts und niemand kann ihm was, dies wird auch dieses Mal nicht anders sein.


    so wird es sein!

    er hat ein komplett übersteigertes ego, ein seltsames verhältnis zu wahrheit, viel geld und somit viele anwälte und auch unendlich zeit. er kann klagen, gegenklagen, verdrehen, verhindern und verzögern bis am schluss nur noch die kleinigkeit der einfachen körperverletzung übrig bleibt. und die wird mit busse und bedingtem bestraft.

    auch wenn der fussballverband ihn von ämtern und stadien fernhalten will, wird er klagen etcetera pepe...selbst die uefa wurde ihm nicht meister!

    Zitat von Ecksen

    Man stelle sich vor, die Aktion wäre von einem Fan durchgeführt worden - der würde ziemlich happig sanktioniert werden.
    Mal schauen wie Constantin nun davon kommt. Stadion- und sogar Rayonverbot wären verglichen zur gangart mit den Sanktionen gegenüber Fans mehr als angebracht.

    es bleibt spannend


    so erginge es einem fan (ausser in basel, die waren intelligent genug das konkordat abzulehnen):

    gemass art. 2 abs. 1 lit a des hooligankonkordats KANN eine einfache körperverletzung mit rayonverbot sanktioniert werden. stadionverbote sind sache der clubs, können von den zuständigen behörden aber empfohlen werden.

    es braucht dazu keine anklage, bildaufnahmen oder zeugenaussagen reichen.

    trotzdem und auf deutsch: es wird genau KEINE konsequenzen haben für cc. eine anzeige wegen einfacher körperverletzung von fringer. gibt für cc eine lächerliche busse, mehr nicht. und wenn man seinen langen atem vor gericht kennt, dauert es jahre bis auch dieses urteil umgesetzt wird!


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    Zitat von Mushu

    Lügner!
    Du forderst "Augen zu und vergessen". Schliesslich ist das Führungskultur und man mag CC. Es braucht auch keine neuen Vorschriften und Gesetze. Es genügt vollumfänglich, wenn man die bestehenden Gesetze nicht anwendet ...

    [emoji12]


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    nein! ich fordere das alles! für den ausraster eines einzelnen soll JEDER sion fan büssen! das ganze wallis, ach was, eigentlich jeder fussballfan/zuschauer!

    ich liebe kollektivstrafen und bin konkordatsüchtig! weil sie nötig und gerecht sind und vor allem zum ziel führen!

    :geil: :geil: :geil:


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    us de nzz am sunntig:

    Die Kundschaft murrt

    In den letzten Wochen kam es in Deutschland in Bezug auf verschiedene Entwicklungen im Fussball wiederholt zu Unmutsbekundungen von Fans. Beim Eröffnungsspiel zur neuen Bundesligasaison in der Münchner Allianz-Arena zwischen Bayern und Leverkusen artikulierte das Publikum, was es stört: «Aufweichung von 50+1», «Sportgerichtsbarkeit», «Halbzeitshows» oder «Auslandvermarktung» lauteten die Stichworte auf den Transparenten in der nicht gerade als besonders kritisch geltenden Bayern-Kurve. Die Unzufriedenheit mit der Führung der Liga, den Klub-Vorständen und dem Verband DFB war konzertiert mit ähnlichen Aktionen in anderen Stadien.

    Die Kritik des Publikums richtet sich gegen Massnahmen von Klubs und Liga, um den Abstand zur wirtschaftlich stärkeren Konkurrenz in Paris, Manchester, London, Barcelona oder Madrid nicht grösser werden zu lassen.

    So kommt unter dem Stichwort «Auslandvermarktung» Missfallen an den Expansionsplänen nach Asien oder in die USA zum Ausdruck. Bayern München absolviert in der Sommerpause beispielsweise eine kräftezehrende Chinareise, der DFB-Präsident Grindel musste unlängst dementieren, dass der Pokal-Final künftig in Schanghai ausgetragen wird.

    Aber es sind nicht nur «Pausenshows» von Popstars wie Anastacia oder Helene Fischer, die dem Publikum sauer aufstossen. Auch die Verteilung der Anstosszeiten auf vier Tage als Konzession für die wachsenden Einnahmen von den Bezahl-TV-Stationen sorgen für Unmut. Dazu kommen wenig konsistente Strafen wegen Vergehen in den Kurven oder das ungeschickte Verhalten in der Aufarbeitung der Vergabe für die WM 2006, die den Ärger des deutschen Fussballpublikums über die Funktionäre und Manager anheizen.

    In welche Richtung es künftig gehen soll, ist auch unter den Vereinen umstritten. So wird unter den Klubs der drei deutschen Profi-Ligen seit längerem über die Abschaffung der erwähnten 50+1-Regel debattiert. Sie verhindert, dass ein einzelner Investor einen Klub ganz übernimmt und die Mitglieder das Mitspracherecht verlieren. Verhältnisse wie in Frankreich oder England, wo ausländische Investoren Klubs übernommen haben, widersprechen dem, was man in Deutschland unter einem Verein versteht.

    Faktisch ist die 50+1-Regel jedoch bereits mit Ausnahmeregelungen für Klubs wie Leverkusen, Wolfsburg oder Hoffenheim ausgehebelt worden. Hannovers Präsident und Geldgeber Martin Kind hat nun auch für sich eine Ausnahme beantragt, um unabhängig von den Mitgliedern den Kurs zu diktieren.

    Der FC St.Pauli gilt als Gegenmodell zu Kommerz, Gewinnmaximierung oder Transferwahnsinn. Sportlich mässig erfolgreich, pflegt der Zweitligaklub sorgsam sein Image als «Kultverein», bei dem «alles etwas anders ist» als im normalen Profibetrieb. Schon in den Achtzigerjahren begann der Kiezklub am Hamburger Millerntor, Themen wie Fanbetreuung, Anti-Rassismus oder Mitbestimmung des Anhangs auf die Agenda zu setzen. Kulturschaffende, Hausbesetzer oder linke Polit-Aktivisten aus dem benachbarten Schanzenviertel entdeckten den Verein und umgekehrt. Das legendäre Totenkopf-Logo stammt aus der Fan-Szene, erst kürzlich hat der Klub die Rechte daran gekauft. Das alte Stadion wurde umgebaut und bietet fast 30000 Zuschauern Platz. Im Liga-Komitee vertritt St.Pauli mit dem erfahrenen Andreas Rettig die Interessen der kleineren Klubs. Stephan Ramming


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    us de nzz am sunntig:

    «Stoppschild für den Kommerz»

    Sinkt der Fussball wegen explodierender Transfersummen in der Gunst des Publikums? Andreas Rettig, Geschäftsführer beim FC St.Pauli, kritisiert die Gier der Spieler, beklagt den Verlust von Emotionen und mahnt zu mehr Mitbestimmung von Klub-Mitgliedern und Fans. Interview: Christine Steffen

    NZZ am Sonntag: Es wird im Zusammenhang mit Fussball und Transfersummen oft von Wahnsinn gesprochen. Ist wahnsinnig, was sich abspielt?

    Andreas Rettig: Ich würde es eher irrational nennen.

    Sind 222 Millionen für Neymar denn tatsächlich irrational? Es kann ja sein, dass sich der Transfer wirtschaftlich rechnet.

    Ich möchte gar nicht allein über Neymar reden, sondern über das ganze Transfer­gebaren. Ich störe mich nicht in erster Linie an der Höhe des Betrags, die natürlich aus meiner Sicht durch nichts zu rechtfertigen ist. Für mich ist gravierender, dass Verträge nichts mehr wert sind.

    Sie denken zum Beispiel an Ousmane ­Dembélé, der bei Dortmund streikt, um den Abgang nach Barcelona zu erzwingen.

    Genau. Das ist ein Angriff auf die Moral und auf Werte. Es setzt sich der Eindruck fest, dass sich mit Geld alles regeln lässt. Für mich ist das Signal verheerend, dass einer mit Geldscheinen wedelt und ein Vertrag nichtig wird. Dembélé spielt in Dortmund in einem der grössten Stadien Europas. Der BVB ist in der Champions League, einen höheren Wettbewerb gibt es nicht. Er verdient einige Millionen im Jahr. Da muss man mir erklären, warum ein 19-Jähriger seinen Vertrag nicht erfüllen will. Es gibt nur einen Begriff dafür: Gier. Da fehlt mir jedes Verständnis. Aber die Probleme beginnen viel früher, wenn so viel Geld im Spiel ist.

    Wo denn?

    Wir machen beim FC St.Pauli die Erfahrung, dass wir keine Chance mehr haben, einen talentierten 14-Jährigen in die Profimannschaft zu bringen. Er wird uns bereits in diesem Alter weggekauft. Wir haben keine Möglichkeit mehr, Substanz aufzubauen. So fehlen uns zum einen die Identifikationsfiguren und zum anderen auch mögliche Transfererlöse. Die Topklubs sind nicht nur auf höchster Ebene aktiv, sondern schon auf der Nachwuchsebene wird jedes Talent weggeholt.

    Es ist zwar bei Fussballfans ein Unbehagen feststellbar, wenn es um hohe Transfer­summen oder eine überrissene Kommerzialisierung geht. Trotzdem ist nicht ersichtlich, dass sich die Fans abwenden.

    Ich glaube, wir dürfen nicht unterschätzen, dass es eine emotionale Entfremdung gibt. Das Problem ist, dass man diese nicht direkt messen kann. Man kann nur ­Einschaltquoten messen und Umsätze ­darstellen.

    Und die sind gut.

    Die sind gut. Aber man merkt, dass eine emotionale Entfremdung stattfindet. Es gibt ja Gründe, warum die Fans hier in Deutschland auf die Barrikaden gehen und dagegen protestieren, was derzeit mit dem Fussball passiert. Früher hat man sich zum Beispiel darauf gefreut, dass Bayern München gegen Real Madrid spielt, heute fällt einem vielleicht am Spieltag ein, dass Champions League ist, und man guckt einmal rein. Die Emotionalität bleibt auf der Strecke.

    Muss man die Pfiffe des ganzen Stadions gegen Helene Fischer im letzten Pokal-Final vor diesem Hintergrund sehen? Als Protest gegen die Kommerzialisierung des Fussballs?

    Helene Fischer war für mich nicht entscheidend und wohl auch nicht für den Fussballfan. Er hat sich zwar sehr lautstark gegen ihren Auftritt gewandt, aber die Eskalation stand am Ende einer Entwicklung. Das hat Frau Fischer leidvoll erfahren müssen.

    Welche Entwicklung meinen Sie?

    Für mich war viel schlimmer, was sich eine Woche vorher beim Spiel Bayern München gegen Freiburg abgespielt hat. Da gab es in der Pause eine Show von Anastacia. Es entstand die Situation, dass die Mannschaften draussen warten mussten, bis die Show vorbei war. Für Freiburg ging es in diesem Spiel noch um etwas. Dass ein Spiel wegen einer Sängerin verspätet angepfiffen wird, zeigt, dass die Prioritäten falsch sind. Dass die Pausen-Show im Vordergrund stand, war für mich ein Sinnbild für diese falsche Entwicklung.

    Die Fans empören sich über diese Zustände. Aber welche Rolle spielen sie im heutigen Fussball denn überhaupt noch?

    Ich finde, der Fan ist mehr als klatschendes Beiwerk im Stadion, das für Stimmung zuständig ist. Für mich ist der Fan einer, der mitbestimmt und Teilhaber ist. Die Manager im deutschen Fussball haben vor Jahren übrigens eine bemerkenswerte Entscheidung getroffen: Die Tickets müssen erschwinglich sein. Es hat einen Grund, warum in Deutschland die Stadien voll sind: Weil wir die niedrigsten Preise in Europa haben.

    In England ist man einen anderen Weg ­gegangen: Man hat bewusst die Preise deutlich angehoben, um die Klientel total auszuwechseln. Trotzdem sind die Stadien in England auch ausverkauft.

    Fragen Sie einmal herum, wie viele englische Fans nach Deutschland kommen, weil sie die Stimmung geniessen. Ich bin selber häufig in England, die Stimmung dort ist nicht vergleichbar mit jener in Deutschland. In England geht es seit drei, vier Jahren eher wieder darum, die Ticketpreise zu reduzieren. Zudem wird überlegt, die reinen Sitzplatzstadien wieder mit Stehplätzen auszustatten. Man hat erkannt, dass die Stimmung deutlich schlechter geworden ist, und versucht, dem entgegenzusteuern.

    Würden Sie sich als Fussballromantiker bezeichnen?

    Ich finde, «realistischer Nostalgiker» passt gut.

    Warum stört es Sie als realistischen Nostalgiker, wenn man den Fussball als Produkt bezeichnet, das boomt und viel Geld generiert?

    Weil ich es für einen Fehler halte, sich im Profifussball nach der Massgabe des Homo oeconomicus zu verhalten, alles nur rational und wirtschaftlich zu betrachten. Der Fussball ist mehr als ein Wirtschaftsunternehmen. Er ist Volkssport. Das heisst, jedermann hat Zugang dazu, jeder kann aktiv und passiv daran teilhaben. Wenn wir mit der fortschreitenden Kommerzialisierung dahin kommen, dass jemand zwei Decoder braucht, um die Bundesliga zu verfolgen, dann wird es Leute geben, die sich das nicht mehr leisten können. Das betrifft vor allem die ältere Generation, aber auch jüngere Leute, die in der Ausbildung sind.

    Warum ist das schlimm?

    Wir verlieren perspektivisch Gesellschaftsbereiche für den Fussball. Deswegen habe ich auch im Scherz gesagt, der Bezahl-Sender Sky wäre gut beraten, wenn er jeder kinderreichen Familie ein Gratis­abonnement gäbe.

    Wenn es sich die Leute hier nicht mehr leisten können, gucken dafür vielleicht Leute in China oder Indien, die sich ein Abo kaufen können, die Spiele.

    Das Problem liegt in der gesellschaftlichen Verankerung. Wenn wir davon ausgehen, dass der Fussball eine gesellschaftliche ­Verantwortung hat oder sogar ihr Kitt ist, dann bröckelt dieser Kitt in dem Moment, in dem keine Verbindung mehr besteht. Sie sprechen im Alltag in Ihrem Umfeld über Fussball, da nützt es Ihnen nichts, wenn die Leute in Indien über die Spiele reden. Die Leute in China und Indien sollen den Fussball übrigens auch schauen, das ist kein Problem.

    Wie konsumieren Sie Fussball? Gucken Sie Champions League?

    Ich gucke Champions League, wenn es gegen den Schluss zugeht. Oder wenn ein ganz besonderes Spiel in der Gruppenphase stattfindet. Ich war aber auch schon abends im Büro, und mir war gar nicht bewusst, dass Champions League war. Das ist ein alarmierendes Zeichen.

    Alarmierend wofür?

    Dass man sich bei den aufgeblähten Gruppenphasen einfach nicht mehr dafür interessiert. Das Gleiche gilt für die aufgestockte Euro und die WM: Das ist eine Farce. Man verliert den Überblick. Und am Ende bleiben die Emotionen auf der Strecke.

    Ihr früherer Trainer und jetziger Technischer Direktor Ewald Lienen hat sich ja auch über die Belastung der Spieler beklagt.

    Zu Recht. Diejenigen, die direkt betroffen sind, werden gar nicht gefragt: Die Spieler und die Fans. Die Spieler werden verheizt in immer mehr Partien, die Nationalspieler werden ausgepresst.

    In den letzten Wochen wurde in Deutschland viel über die sogenannte 50+1-Regel gesprochen. Sie verhindert, dass ein einzelner Investor die Aktienmehrheit in einem Klub hat. Was passiert, wenn die Regel fällt?

    Sie ist für mich das letzte Stoppschild für den Kommerz. Wenn die Investoren kommen, wird die Bundesliga-Tabelle zu einer «Forbes»-Tabelle. Dann geht es nur noch darum, wer den reichsten Oligarchen an Land zieht. Die erfolgreichsten Klubs der Welt sind alles mitgliedergeführte Vereine. Bayern München, Barcelona, Madrid. Wir haben mit der 50+1-Regel erreicht, dass wir zu den gesündesten Ligen der Welt gehören. Wir haben moderne, volle Stadien, wir sind Weltmeister geworden. Ich weiss nicht, warum man das infrage stellen soll, um mehr Kapital ins Land zu holen. Aber es gibt ein noch wichtigeres Problem, das vielen Leuten gar nicht bewusst ist.

    Welches?

    Was passiert mit dem Ehrenamt? Wenn der Profifussball derart privatisiert wird, hat das gravierende Auswirkungen. In der 1. und 2.Bundesliga haben wir 1,3 Millionen Mitglieder, diese zahlen einen Beitrag an ihren Klub, weil sie das Gefühl haben, es sei ihr Verein. Wenn ein Investor kommt, warum sollen sie sich dann noch ehrenamtlich engagieren? Ich glaube, wir stehen vor der spannenden Frage, was uns wichtiger ist: die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Geschäft oder die gesellschaftliche Verantwortung.

    Für Ihren Verein, St.Pauli, stellt sich die Frage nicht. Er besetzt erfolgreich eine Nische und verkörpert das Gegenmodell zum globalisierten, kommerzialisierten Fussball. Eigentlich profitieren Sie von der heutigen Entwicklung.

    Ganz klar. Wir spüren sehr grossen Zuspruch. Wir vom FC St.Pauli sind in der Vermarktung auf Rekordniveau, weil wir den Partnern und Sponsoren nicht den Einheitsbrei, das Durchgestylte anbieten. Die Leute merken und schätzen, dass es bei uns noch sehr ursprünglich zugeht. Bei uns gehört zum Beispiel das Stadion 15 Minuten vor dem Anpfiff den Fans zum Einsingen. Da gibt es keine Werbedurchsagen.

    St.Pauli gebärdet sich als Rebell, ist aber ­trotzdem Teil des Systems und in einem Wettbewerb. Wie geht das zusammen?

    Wir müssen einen Spagat zwischen der Kommerzialisierung und dem Bewahren unserer DNA hinkriegen. Das gelingt uns manchmal besser und manchmal schlechter. Sehen Sie: Den grössten Betrag, den Erlös für den Verkauf der Namensrechte für das Stadion, lassen wir liegen. Das ist ein Mitgliederbeschluss, der uns einen wirtschaftlichen Nachteil bringt gegenüber den anderen Klubs. Wir würden viele Millionen einnehmen können. Aber wir verzichten darauf, weil das Stadion schon immer Millerntor-Stadion heisst. Das ist ein Beispiel für viele Massnahmen, die beweisen, dass wir nicht nur reden.

    Zitat von ZSColin

    Um deine Frage zu beantworten: Nein.
    Er macht dann einen guten Job, wenn seine Linie Tore schiesst und wenige Gegentreffer kassiert.
    Was wiederum bedeuten KANN, dass er nicht gross auffallen wird.


    diese diskussion erinnert mich irgendwie an den ehemaligen hcd spieler josef marha. er war wirklich kein auffälliger spieler und auch kein mann der vielen scorer punkte. und trotzdem enorm wichtig im davoser kollektiv.

    ob sjögren allerdings eine vergleichbare rolle beim z spielt oder irgendwann spielen wird, kann ich nicht beurteilen. aber hoffen kann man ja... :razz:


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    Zitat von Gysino

    die werded beid nöd alt bim Z, würdi fascht no es wettli iigah.


    würde mittlerweile auch nicht (mehr) dagegen wetten. es scheint irgendwie nicht zu passen. warum auch immer...

    aber vielleicht mag ich wallson bzw. seine eishockeyphilosophie darum:

    Er sagt: «Als ich die Sowjetunion zum ersten Mal am TV in einem Länderspiel sah, war es um mich geschehen. Ich verliebte mich sofort. Bei den Partien gegen Schweden half ich immer den Sowjets, auch wenn das nicht überall gleich gut ankam.»

    ging mir genau gleich als ich die russen und ihr hockey ende der 70-er zum ersten mal bewusst wahr nahm. seither sympathisiere ich immer mit den russen, selbst während der zeit des kalten krieges...


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    us de nzz am sunntig:

    Der Abenteurer

    ZSC-Trainer Hans Wallson schlägt im zweiten Jahr in Zürich Skepsis entgegen. Dass der Schwede der Aufgabe mit Gelassenheit begegnet, hat auch mit der Sowjetunion zu tun. Von Nicola Berger

    Als Hans Wallson im Frühjahr 2016 nach Zürich wechselte, war er der vielleicht gefragteste Trainer ausserhalb der NHL. Er konnte sich den Arbeitgeber aussuchen, denn er galt als Visionär, als eine Art Konzepttrainer, und auch als Erfolgsgarant – schliesslich hatte Wallson mit Skelleftea die schwedische Liga während Jahren dominiert. Das Rennen um den Coach machten die ZSC Lions, die Verpflichtung des zweifachen «Trainers des Jahres» in Schweden galt als Coup, doch ein einziges Jahr hat genügt, um die öffentliche Wahrnehmung zu verschieben. Wallson schlägt jetzt Skepsis entgegen, nach einer enttäuschenden Saison 2016/17, in welcher die ZSC Lions bereits im Play-off-Viertelfinal an Lugano scheiterten. Und ein bisschen standen auch diese unausgesprochenen Vorwürfe im Raum: Dass der Coach den ZSC nicht richtig hatte weiterentwickeln können, dass nie klar wurde, was er mit diesem Star-Ensemble eigentlich vorhatte, dass die Unterhaltung fehlte, dass die Mehrzahl der Talente stagnierte. Der Boulevard prognostizierte jüngst, Wallson werde als erster Trainer gehen müssen in diesem Herbst. Die Theorie erfreut sich gerade zunehmender Beliebtheit, denn Edgar Salis, der Sportchef, der Wallson und den Assistenztrainer Lars Johansson eingestellt hatte, wurde durch Sven Leuenberger ersetzt.

    Wallson ist sich bewusst, dass es mit seinem Kredit nicht mehr gleich weit her ist wie vor einem Jahr. Es ist der Mittwoch vor dem Saisonstart, eben hat der Schwede das Morgentraining des ZSC hinter sich gebracht und setzt sich auf die Tribüne des Hallenstadions. Er sagt: «Ich bin nicht besorgt. Die letzte Saison war ein Lernjahr. Wir mussten uns erst an die Liga gewöhnen, an die Kultur, an die Sprache, an die Medien. Jetzt sind wir bereit.»

    Wallson, 50, hat sein ganzes Leben in der Blase des Profi-Eishockeys verbracht. Aber Schweden hat er nur einmal verlassen. Er war sich gewohnt, auf Schwedisch zu coachen, und als er in Zürich an der Bande stand, hatte er manchmal zwar die richtigen Impulse, aber fand nicht immer sofort das englische Wort dafür. Zürich brachte viele Veränderungen, genau deshalb hatte Wallson den Schritt ja gewählt: um aus alten Mustern auszubrechen, um sich selber weiterzuentwickeln. Er ist ein belesener Mann, interessiert nicht nur am nächsten Bully, sondern auch am Weltgeschehen. Eine seiner grössten Inspirationen ist Olof Palme, der 1986 in Stockholm ermordete schwedische Ministerpräsident. Wallson sagt: «Er hatte eine natürliche Aura, die sich fast nicht beschreiben lässt.»

    Zürich begreift Wallson auch als Möglichkeit, den Horizont zu erweitern, als Abenteuer. Es ist nicht das Erste in seinem Leben. 1988 rief St.Petersburg, das damalige Leningrad, der Trainer Nikolaj Putschkow kannte den Stürmer Wallson und lotste ihn zu sich. Für Wallson ging mit dem Transfer ein Traum in Erfüllung. Er sagt: «Als ich die Sowjetunion zum ersten Mal am TV in einem Länderspiel sah, war es um mich geschehen. Ich verliebte mich sofort. Bei den Partien gegen Schweden half ich immer den Sowjets, auch wenn das nicht überall gleich gut ankam.» Wallson begeisterte sich für die Trainer-Ikone Tschessertow, er verschlang Bücher, und als das Angebot aus Leningrad kam, war es für ihn selbstverständlich, das Wagnis einzugehen. Vom Leben hinter dem Eisernen Vorhang bekam er wenig mit, aber in Sachen Eishockey wurde er geschult fürs Leben. Dreimal pro Tag wurde trainiert, Wallson sagt: «Essen, Trainieren, Schlafen. Etwas Anderes gab es nicht.» Die anfänglichen Berührungsängste mit der russischen Küche baute er schnell ab, denn er sagt: «Ich dachte erst, ich könne diese Dinge unmöglich essen. Aber der Körper braucht Energie, also schloss ich die Augen und ass. Ich habe ein paar Nächte auf der Toilette verbracht.»

    Die Wochen in Leningrad sozialisierten ihn. Und sie erklären vermutlich, warum dem Coach das Verständnis dafür fehlt, wenn es Spielern an Einsatz und Fleiss mangelt. 2016 verordnete er den Stürmern Künzle und Pestoni ein wochenlanges Fitnessprogramm, weil er mit ihrer Kondition nicht zufrieden war. Losgelöst von diesem Fall sagt Wallson: «Als Eishockey-Profi hat man unglaublich viele Privilegien. Es sollte nicht zu viel verlangt sein, pro Tag fünf Stunden dafür zu investieren, seinen Job seriös erledigen zu können. Die Zuschauer bezahlen gutes Geld, um sich Tickets für unsere Spiele zu kaufen. Sie haben ein Mindestmass an Respekt verdient.»

    Der Grad an Selbstverantwortung unter den Eishockeyspielern ist in Schweden eher höher als in der Schweiz, auch damit tat Wallson sich im Vorjahr schwer, wenngleich er das nicht so formulieren würde. Er sagt nur: «Es gibt Dinge, die muss man hier direkter ansprechen als in Schweden.»

    Die Frage ist, wohin die Reise geht für Wallson und für den ZSC. Der Vertrag läuft zum Saisonende aus, um im Hallenstadion eine Zukunft zu haben, müsste Wallson wohl in den Play-off-Final einziehen. Was, wenn das nicht klappt, wenn die Liaison bleibt, was sie bisher war: ein Missverständnis? Man kann sich vorstellen, dass Hans Wallson dann das nächste Abenteuer wagt. Es heisst, die russische ­Küche habe Fortschritte gemacht.

    us de nzz am sunntig:

    Endspiel um neues Zürcher Fussballstadion

    Der Stadtrat soll nächste Woche über Baurechtsverträge und Gestaltungsplan befinden
    Andreas Schmid

    Vier Jahre sind vergangen, seit sich die Zürcher Stimmbevölkerung knapp gegen ein Projekt eines Fussballstadions auf dem Hardturmareal ausgesprochen hat. Nun nimmt die Stadt einen neuen Anlauf. Diesmal will sie kein Geld für das Stadion einschiessen; die Arena soll vor allem durch den Ertrag aus zwei Wohntürmen finanziert werden.

    Voraussichtlich nächste Woche befasst sich der Stadtrat mit dem Gestaltungsplan und den vier Baurechtsverträgen, auf deren Basis das rund 550 Millionen Franken teure Gesamtprojekt realisiert werden soll. Zwei Verein­barungen will die Stadt mit der Grossbank CS schliessen, die das Teilprojekt der beiden Türme mit gesamthaft rund 600 Wohnungen betraut, ein weiterer Baurechtsvertrag betrifft das Stadion, das die Firma HRS Investment erstellt, und eine dritte Partnerin wird die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich, die eine Siedlung mit 173 Wohnungen und einem Doppelkindergarten plant. Im Stadtrat dürfte dem Projekt kaum Widerstand erwachsen, denn das Finanz-, das Hochbau- sowie das Schul- und Sportdepartement begleiteten die Ausarbeitung eng. Frühestens im November 2018 soll in der Stadt Zürich über die Baurechtsverträge abgestimmt werden. «Das hängt aber auch davon ab, wie schnell das Geschäft im Parlament beraten wird», sagt Patrick Pons, der Kommunikationschef des Finanzdepartements.

    Skeptische Anwohner

    In den letzten Tagen und Wochen präsentierten die Investoren den Präsidenten der Gemeinderatsfraktionen und weiteren interessierten Politikern bauliche, planerische, betriebliche und finanzielle Details des Vorhabens. Informiert wurden auch betroffene Bewohner im Hardturmquartier und in Höngg, wo vor allem die Höhe der Wohntürme, die mit 137Metern den Prime Tower um 11 Meter überragen würden, zu reden gibt.

    Die Chefs der Gemeinderatsfraktionen beurteilen das Projekt mehrheitlich positiv, auch wenn sie – vor allem bezüglich Finanzierung – noch Fragen haben. Die SP werde genau prüfen, welches Rückfallrisiko auf die Stadt und somit die Steuerzahler falle, sollten Sanierungen des Stadions nötig werden oder die beiden Klubs FCZ und GC nicht erfolgreich wirtschaften, sagt Fraktionspräsident Davy Graf. Eine Betriebsgesellschaft aus den Vereinen soll das Stadion mit 18500 Plätzen führen; angedacht ist auch der Verkauf einer Volksaktie. «Wir wollen klären, ob das Quartier vom Stadion und den Wohnbauten profitiert und mit Leben gefüllt wird», betont Graf.

    Das Projekt sei durchdacht, es handle sich nun ums Spiel der letzten Chance, hält FDP-Fraktionspräsident Michael Schmid fest. «Die verschiedenen Interessen wurden berücksichtigt.» Der Auftrag des Gemeinderats nach dem gescheiterten letzten Anlauf, dass sich die Stadt nicht finanziell an Stadionbau und -betrieb beteilige, sei erfüllt, sagt Isabel Garcia, die Fraktionschefin der Grünliberalen. «Das scheint eine vernünftige Lösung.» Ähnlich beurteilt es Stadtratskandidatin Karin Rykart, die bis Ende August der Grünen-Fraktion vorstand: «Das geplante Stadion soll mit den beiden Türmen querfinanziert werden.» Die Höhe entspreche also etwa jener des Preises für die Arena, sagt Rykart. Weil die Türme schlank seien, werde der Schattenwurf diesmal ein weniger zentrales Thema sein. Andere Grüne wie Gemeinderat Markus Knauss positionieren sich gegen den Stadionbau und wollen sich für den Erhalt der Hardturm-Brache einsetzen.

    Höhe bringt Ertrag

    Gespalten sind die Meinungen auch in der Fraktion der Alter­nativen Liste. Befürworter sehen die Genossenschaftssiedlung als Chance, Opponenten zweifeln am Finanzierungsmodell und kritisieren die Dimension der Türme.

    «Die privaten Investoren brauchen jeden Meter an Höhe, um den nötigen Ertrag zu erwirtschaften», sagt dagegen Martin Götzl, der Chef der SVP-Fraktion. Diese Kröte müsse man schlucken, auch wenn sich die Anwohner an den Türmen störten. «Die Finanzierung ist dafür bemerkenswert.» Von einer Chance spricht auch CVP-Fraktionschefin Karin Weyermann. Ihr Fazit: «Es ist das, was wir brauchen.»

    Offen bleibt, ob dies auch die FCZ-Fans so sehen, die auf den Hardturm übersiedeln müssten, der bis zum Abbruch des alten Stadions Ende 2008 Territorium des Stadtrivalen GC war.


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    Zitat von ZüriBueb

    Aber unsere Defensive ist sehr gut, dies ist ein toller Fortschritt zu den letzten Jahren.


    viel besser als auch schon. stimmt.

    aber das 1:1 gestern war ein verteidigungsfehler der sorte "das lernt man schon bei den d junioren". ganz krass. ohne diesen fehler wären es 3 punkte geworden. wären es aber auch, wenn im sturm getroffen würde. dwamena und den neuen nigerianischien stürmer werden wir noch sehr gut brauchen.

    wieso ulli bei den einwechslungen defensive spieler rausnimmt und diese 1:1 nach position ersetzt, weiss wohl auch nur er selber. mindestens ein offensivspieler hätte reingehört. wir waren ja 40 minuten ein mann mehr...


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    es war "nur" das erste spiel! gleich die saison daraus zu analysieren ist doch etwas gewagt! :shock:

    us de nzz:

    Aber wer sich gegen die Mannschaft des landesweit berüchtigten Defensiv-Lehrmeisters Heinz Ehlers einen 0:3-Rückstand einhandelt und diesen noch in einen Sieg verwandeln kann, hat nicht alles falsch gemacht. Auf ihrer Reaktion nach dem 0:3 können die Zürcher aufbauen. Sie haben dazu bereits heute Samstag Gelegenheit im Derby gegen Kloten. Vielleicht klappt dann auch das mit der über 60 Minuten konstanten Leistung etwas besser.

    https://www.nzz.ch/sport/eishocke…nnen-ld.1315291


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    nzz am sunntig:

    Tage der Mega-Deals

    Dreistellige Millionensummen für Neymar und Mbappé: Es scheint, als erlebe der Fussball einen Exzess. Dabei war die Transferphase nicht aussergewöhnlich. Und die Preise steigen weiter. Von Sebastian Bräuer

    So schön kann Fussball sein: Kindheitswünsche werden Wirklichkeit. In der Region Paris träume praktisch jeder Bursche davon, das rot-blaue Trikot anziehen zu dürfen und im Parc des Princes aufzulaufen, sagte Kylian Mbappé an diesem Donnerstag. Gerade war sein Wechsel zu Paris
    St-Germain offiziell geworden. Er freue sich, sagte der 18-Jährige, und sei sehr stolz. So schön könnte Fussball sein. In Wirklichkeit lassen sich nur noch die hoffnungslosesten Naivlinge unter den Fussballfans ohne Einschränkung von Mbappés kitschiger Geschichte von der Erfüllung des Bubentraums begeistern. Sie müssen die juristischen und moralischen Debatten ausblenden, die vor dem Transfer standen, und den Taschenspielertrick, mit dem er erst möglich wurde.

    Anwälte dürften gut mitverdienen
    Paris wollte Mbappé unbedingt, hatte jedoch schon die Rekordsumme von 222 Millionen Euro in den Brasilianer Neymar investiert und obendrein 16 Millionen für den Verteidiger Yuri Berchiche ausgegeben. Der Klub riskierte, zum wiederholten Mal die Vorschriften von Europas Fussballverband Uefa zum «Finanziellen Fairplay» (FFP) zu brechen, die ausgeglichene Einnahmen und Ausgaben vorschreiben. Andernfalls drohen Bussen oder Sperren. Paris musste 2014 eine Strafe zahlen. Also einigte sich Frankreichs Hauptstadt-Klub mit dem abgebenden Verein AS Monaco, Mbappé ein Jahr lang nur auszuleihen und erst 2018 für 180 Millionen Euro fest zu übernehmen. Die Kaufklausel wurde so verbindlich formuliert, dass Monaco nicht um sein Geld fürchten muss, aber dennoch so unpräzise, dass die Uefa den Betrag noch nicht in diesem Jahr anrechnet. Auch einige Anwälte
    dürften an dem Deal gut mitverdient haben. Es handelt sich um einen allzu offensichtlichen Versuch, die FFP-Regeln auszuhebeln.
    Am Freitag eröffnete die Uefa ein «förmliches Prüfverfahren» gegen Paris St-Germain. Dass der Klub mit all seinen Stars in der übernächsten
    Saison nicht in der Champions League antreten darf, scheint jedoch schwer vorstellbar. Es wäre eine Sanktion, mit der sich der Veranstalter
    selbst schaden würde. Bisher wurden wegen Verstössen gegen die Finanzregeln nur Klubs ohne ganz grosse Namen für je ein Jahr
    verbannt, Galatasaray und Malaga. Bleibt eine Überraschung in Form einer scharfen Strafe aus, lässt sich festhalten: Die
    FFP-Vorschriften sind wirkungslos, weil einfach zu umgehen. Und sinnlos, weil sie keine grössere Chancengleichheit herstellen. Denn das Gefälle zwischen grossen und kleinen Klubs entsteht bei den Einnahmen, bei Werbe- und TV-Umsätzen. Paris erklärte am Freitag,
    seine Einnahmen noch einmal um 20 bis 40 Prozent steigern zu können. Eine Ausgabenbeschränkung ändert an den Kräfteverhältnissen nichts. Und nicht einmal strengere Vorschriften für den Einstieg von Investoren wären ein Selbstläufer. Paris bekommt einen grossen Teil seines Geldes aus Katar von der staatlichen Tourismusbehörde. Die üppige Summe wird als Sponsoring deklariert. Es ist auch die Frage, ob eine Einschränkung überhaupt notwendig ist. Nüchtern betrachtet, ist in diesem Transfer-Sommer, der auch von Vertretern des Spitzenfussballs als wahnsinnig bezeichnet wird, gar nichts Aussergewöhnliches passiert. Mbappé ausgeklammert, gab nicht Paris, sondern Manchester City von Europas Spitzenklubs am meisten Geld für neue Spieler aus (siehe Grafik). Schon in den beiden Vorjahren stand der aus Abu Dhabi alimentierte Klub mit über 200 Millionen Euro an der Spitze der Transfer-Rangliste. Die Ausgaben des zehntspendabelsten Klubs
    sind mit knapp über 100 Millionen Euro seit 2015 konstant geblieben. Die Schere schliesst sich sogar ein wenig. Denn die Transferausgaben sämtlicher Vereine der fünf grössten europäischen Ligen steigen rasant. Seit 1995 beträgt der jährliche Zuwachs durchschnittlich 11 Prozent. Das ist eine logische Folge des global wachsenden Interesses am Fussball, von dem, ein cleveres Management vorausgesetzt, auch Teams aus
    den Mittelfeldern der Tabellen profitieren.

    Beckham wäre 176 Millionen wert
    Die Umsätze steigen überall, von den Fernsehgeldern in den Heimatländern bis zum Merchandising in China. Dadurch verschieben sich die Massstäbe. David Beckham wechselte 2003 für 37,5 Millionen Euro von Manchester nach Madrid. Das galt damals als Grosstransfer. Umgerechnet auf die Geldmenge, die mittlerweile im Fussball im Umlauf ist, wäre Beckham heute 176 Millionen Euro wert. Auch Zidane oder Ronaldo wären deutlich teurer. Dan Jones, Sportexperte bei der Beraterfirma Deloitte, wird seit Jahren gefragt, wann die Blase im Fussball platze. Er antwortet stets, dass er dieses Ereignis noch lange nicht kommen sehe. «Wir erwarten nicht, dass die Umsätze in absehbarer Zeit zurückgehen», sagte er diese Woche der britischen Zeitung
    «The Times». Angesichts dessen, so Jones, bewegten sich die Klubs bei den Transfers keineswegs über ihren Verhältnissen. Wer sich wünscht, dass kleinere Klubs wettbewerbsfähig bleiben, sollte am ehesten darauf setzen, dass die Grossen gelegentlich viel zu viel Geld für einzelne Spieler ausgeben. Am besten noch mehr als 222 Millionen Euro. Rentiert sich eine Investition nicht, tut das auch den Reichsten weh. Und es sorgt für mehr Umverteilung als jede Uefa-Vorschrift. Dreistellige Millionensummen für Neymar und Mbappé: Es scheint, als erlebe der Fussball einen Exzess. Dabei war die Transferphase nicht aussergewöhnlich. Und die Preise steigen weiter. Von Sebastian Bräuer
    PANORAMIC / IMAGO

    Zitat von Larry

    MLS ist ein wenig wie Bundesliga: Ein Spiel in einem ausverkauften Stadion mit Stimmung wirkt viel besser als ein Spiel in der CH vor leeren Rängen, was habe ich in D schon für langweilige Spiele Live gesehen....aber vom TV natürlich in der Zusammenfassung perfekt verkauft!


    bingo! die bundesliga erlebte den totalen aufschwung anfang der 90-er jahre mit der berichterstattung auf sat1/ran.

    aber die grottenschlechten spiele gibt es in jeder liga...


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    Zitat von Larry

    Agree!

    NHL vor NFL, aber dann kommt bei mir bereits MLS Soccer! :cool:


    und so sehen dass mittlerweile auch viele amis. vor wenigen jahren noch undenkbar. aber ich finde das natürlich der oberhammer! :geil:


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