Beiträge von snowcat

    us de nzz am sunntig:

    GC ist mehr als Fussball

    Mit dem Umzug in den Campus nach Niederhasli sind die Grasshoppers ein Landklub geworden. Was wäre, wenn der Klub den frustrierenden Kampf um den Standort Zürich einfach aufgäbe?,fragt Richard Reich

    Er müsse noch nach Schaffhausen telefonieren, verkündet Richi Bauer nach dem Training im Unterleibchen, «vielleicht verkaufen sie schon Billette fürs erste Doppelspiel!» Grosses Gewieher in Kabine unter uns GC-Senioren «50+». Denn worauf unser Kamerad Bauer, der Alt-Profi aus grossen Zeiten (Meister 1978, Europacup-Halbfinal), anspielt, ist: Der Rekordmeister GC werde seine Heimspiele womöglich bald irgendwo sonst in der Schweiz bestreiten, nachdem man in Zürich offensichtlich keinen Fuss mehr auf den Boden bekommt. Und keinen Ball ins Tor.

    Schaffhausen? Warum eigentlich nicht. Ende Januar haben die Klubführungen von GC und dem FC Schaffhausen eine enge Zusammenarbeit mit Spielertausch usw. beschlossen nächsten Samstag wird feierlich das fabrikneue Schaffhauser Stadion eröffnet, in das doppelt so viele Zuschauer (8200) passen, wie wir sie normalerweise im Letzigrund zusammenbekommen. Vom HB bis nach Schaffhausen-Herblingen sind es mit den ÖV nur 52 Minuten – was genau hält uns eigentlich im unwirtlichen Zürich, wo der Grasshopper-Club heute vielen Leuten bestenfalls egal ist? Wo das neue Stadion statt beim Hardturm in den Sternen steht? Und der zumindest zahlenmässig übermächtige Stadtrivale zum Halali auf unsere letzten Anhänger bläst?

    Schön übersichtliche Welt

    Die Vorstellung, dass GC eines Tages «Grasshopper-Club Schaffhausen» heissen könnte, mag auf den ersten Blick wie ein Witz wirken. Wem immer man von der Idee erzählt, die Reaktion ist stets die gleiche: belustigtes Auflachen, Kopfschütteln. Das grosse GC irgendwo draussen in der Provinz – unvorstellbar! Dabei ist genau das ja längst Realität.

    Als ich Ende der 1960er Jahre GC-Junior wurde, war die Welt schön übersichtlich: Wie ich kamen praktisch alle, die im Hardturm anzutreffen waren, von der rechten See- oder Flussseite. Wer im Verein etwas zu sagen hatte, war tendenziell bürgerlich und fast ausnahmslos reformiert. Überhaupt glich das GC-Selbstverständnis demjenigen des im Klub omnipräsenten Wirtschaftsfreisinns: elitär, staatstragend. Insofern ist es kein Zufall, dass der Niedergang der GC-Fussballsektion ungefähr zur selben Zeit begann wie die Umwälzungen in der politischen Landschaft. «GC ist ein Globalisierungsverlierer», hat ein alter GC-Kumpel das Problem umschrieben. Wie kein anderer leide unser Verein darunter, dass in den grossen Zürcher und Schweizer Firmen praktisch keine Zürcher oder schweizerischen Patrons mehr sässen mit Solo-Verfügungsgewalt über früher fast unbeschränkte Budgets.

    Die Folgen sind bekannt: kein eigenes Stadion, massiver Prestigeverlust, permanente Balanceakte am Rande des finanziellen Kollapses und damit die latente Gefahr, eines nicht allzu fernen Tages einen ähnlichen Absturz zu erleben wie die bürgerlichen Traditionsvereine Servette und Xamax.

    So mutet es ironisch an, wenn die allerletzte finanzielle Grosstat der alten Garde zürcherischer GC-Patrone (Fritz Gerber, Rainer E. Gut, Uli Albers) dazu geführt hat, dass man die GC-Fussballsektion heute ehrlicherweise GCN nennen müsste: «Grasshopper-Club Niederhasli». Was seinerzeit als Coup von weltstädtischem Format gedacht war, nach dem Vorbild etwa vieler Londoner Top-Klubs, deren Trainingszentren ebenfalls ausserhalb der Metropole liegen, hat nach dem Verschwinden des Hardturms als Homebase dazu geführt, dass GC mit jedem Tag mehr zum Landklub wird. Nicht nur wir GC-Senioren, sondern sämtliche GC-Mannschaften mit Ausnahme des Fanionteams treffen sich für Heimspiele und Trainings in Niederhasli, es sei denn, sie müssen wie die GC-Juniorinnen aus Platzgründen nach Oberglatt ausweichen. Und nicht nur bei uns Senioren, sondern quer durch die Altersstufen hat das zur Folge, dass es im GC-Fussball immer weniger Stadtzürcher gibt, stattdessen laufend mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in der Region Dielsdorf/Flughafen wohnen oder in andern nördlichen Zürcher Bezirken, wenn nicht gleich im Schaffhausischen, womit wir wieder bei Richard Bauers Gedankenspiel angelangt wären. Was, wenn aus GC-Fussball ein Grasshopper-Club Schaffhausen würde? Was wäre, wenn GC den frustrierenden Kampf um den Standort Zürich freiwillig ganz aufgäbe und die permanent verpuffende Energie verwenden würde, um sich neu zu erfinden? Ob nun in Schaffhausen oder halt allenfalls in Winterthur, Uster oder Zug? Der Grasshopper-Club ist und war schon immer grösser als Zürich. Wenn sich am Samstag der GC-Zentralvorstand um Präsident Andres Iten zur jährlichen Retraite getroffen hat, so repräsentierte das Gremium elf Sportarten, zwölf Sektionen, rund 5000 Mitglieder aus der ganzen Schweiz und darüber hinaus. Ein Potenzial, mit dem, wie Andres Iten oder auch der oberste «Fussballer» Stephan Anliker ohne weiteres zugeben, bisher zu wenig angefangen wurde; zum Beispiel erhält ein Mitglied der Tennis-, Ruder- oder Curlingsektion kurioserweise nicht den mindesten Rabatt, wenn es ein Heimspiel anschauen möchte.

    Ein kühner Akt
    Auch darüber hinaus könnte es für Anliker & Co. von Interesse sein, auf der Suche nach der Zukunft einen Blick in die Vereinsgeschichte zu werfen. Man kann dort sehen, dass Fusionen wie bei GC-Eishockey oder GC-Handball zu einer schleichenden Selbstauflösung führen, zu einer fahrlässigen Aufgabe des USP, des international immer noch geachteten Brands «Grasshopper-Club». Er beschert dem Verein nach wie vor, wie die Präsidenten von GC-Landhockey (Retus Gieret) und GC-Rugby (Josh Bjornson) erzählen, einen kontinuierlichen Zufluss neuer Spieler und Mitglieder aus dem Reservoir von Expats, die aus beruflichen Gründen in den Grossraum Zürich ziehen. Oder man kann anhand der jungen Story von GC-Unihockey um den Präsidenten Dario Pasquariello sehen, wie ein kühner Akt, in diesem Fall eine Neugründung aus den Beständen dreier mehr oder minder dem Untergang geweihter Konkurrenten, eine ansteckend fröhliche Erfolgsgeschichte werden kann.

    Was die Fussballer betrifft, so muss sich die Kühnheit nicht unbedingt in einem Umzug nach Schaffhausen manifestieren. «GC gehört zu Zürich. Das ist einfach so», sagen Anliker und die meisten Exponenten. Das ist aber noch kein Plan. Genauso wenig wie das seit Jahren repetierte Credo, dass die Zukunft darin liege, in Niederhasli unter Hochdruck neue Talente auszubilden, die dann in Zürich auf der grossen Bühne des zukünftigen Stadions Furore machen und so das Geld reinbringen, das GC braucht, um zu überleben.

    Nach den Gesetzen des Fussballgeschäfts mag das seine Logik haben. Aber als Zukunftsvision ist es einfach nur deprimierend.

    Richard Reich ist Autor und Mitglied der GC-Fussballsektion.


    Ich in voll bei Dir Mushu


    ich auch! :nick: :nick: :nick:

    das problem in niederhasli liegt doch vor allem hier:

    GC sieht sich immer noch als Klub wirtschaftlich erfolgreicher Menschen, die ihren sozialen Status auf den Sport übertragen wollen.

    Gegen einen Investor, der «nicht zu den Werten von GC» passen sollte, könnte sich der Zentralvorstand wehren.

    solange die sich in niederhasli, auch gedanklich, nicht von der rekordmeister- und nobelclubscheisse verabschieden und endlich akzeptieren, dass sie nur noch ein hundskomuner fussballclub sind, wird sich das momentane szenario alle 1-3 jahre wiederholen. nobelclub werden sie nie mehr und rekordmeister werden sie noch knapp 10 jahre sein...vielleicht kapieren es die letzten auch dann!

    aber wie gesagt, uns solls recht sein... :floet:

    http://www.watson.ch/Sport/Fussball…hallenge-League


    Solider Auftritt beim Krisenclub Wil und locker 4-0 gewonnen. Schön haben einige Junge wie Kryezu, Stettler oder Kempter wieder eine Chance bekommen, dem einen oder anderen Routinier tut das nur gut.


    wil ist sicher kein gradmesser im moment. trotzdem 3 punkte die gut tun und doch ziemlich souverän eingefahren wurden. und das forte den jungen eine chance gab (geben musste, bei den vielen verletzten...), war das weitere positive an diesem abend.

    Zitat von ZüriBueb

    Denke nicht dass GC mit dabbur noch absteigt. Nur weil der FCZ so doof war, heisst das nicht, dass es neu jeden treffen kann. Es wird eher Vaduz sein.

    Allerdings muss man sich schon fragen, wieso in Luzern so viel möglich ist und in Zürich nur so wenig.


    luzern hat etwas gemacht, was nur noch wenige clubs machen, in der schweiz sowieso nicht...sie haben nämlich auf der trainer position auf kontinuität gesetzt und babbel auch in der niederlagenserie der letzten rückrunde nicht entlassen. sämtliche studien, vor allem aus deutschland, zeigen klar auf, dass sich das am ende in der regel auszahlt! es mussten einige spieler, wie ua. puljic, über die klinge springen und nicht der trainer! hätte der fcz letzten august 2-3 spieler, anstatt meier entlassen, der fcz wäre nicht abgestiegen. gut, beim fcz kam erschwerend dazu, dass die nachfolgewahl von meier die wahrscheinlich schlechteste aller möglichen war!

    ich gebe es zu, ich hätte babbel letzte rückrunde entlassen. hat aber weniger mit der niederlagenserie, als viel mehr damit zu tun, dass ich babbel nie einen wirklich guten trainer gefunden habe. sollte er mit luzern weiterhin erfolg haben, muss ich wohl meine meinung über ihn revidieren!

    kontinuierliches arbeiten, bedeutet nachhaltiges arbeiten. der grösste fehler den gc jetzt machen könnte, wäre tami zu entlassen. die probleme in niederhasli liegen am wenigsten auf der trainerposition!


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    Ist schon spannend, der erste Hänger in dieser Saison und schon gibt's die ersten Szenarien welche nach Weltuntergang hindeuten.

    nein, nein... :wink:

    solche spiele wie gestern hatten wir einige in der vorrunde. aber dort nutzte der fcz die torchancen und kaschierte so einige mankos und gewann dementsprechend am schluss trotzdem locker. das alleine macht mir auch keine angst, aber in anbetracht auf fortes bisherigen leistungsausweis und seine fehler gestern muss die frage erlaubt sein, ob es sich wirklich nur um einen hänger handelt oder ob es der anfang vom typischen forte ende ist...

    zuerst das positive: noch sind es 9 punkte.

    die frage die sich stellt: ist das jetzt eine minikrise, die jede mannschaft während einer saison mal erfasst oder ist es bereits der anfang von fortes 2. jahr, welches ja äusserst selten erfolgreich ist? gestern machte der coach jedenfalls wirklich eklatante fehler, beginnend bei der startaufstellung bis hin zu den viel zu späten einwechslungen.

    das hat sogar mushu gemerkt, welcher mich gestern während 90 minuten auf der tribune nervte. und er hat nun wirklich keine ahnung von fussball! :rofl: :rofl: :rofl:

    Zitat von schalamütss

    Stephan Anliker:«GC hat kein Konzept! GC hat gar nichts!»

    keine wirklich neue erkenntnis! ist doch schon so, seit beim nobelclub der geldhahn zugedreht wurde...und eine änderung diesbezüglich ist auch nicht wirklich in sicht!

    aber wer, wenn nicht ein präsi, hat es mit schlauen strategischen entscheiden und der installierung von fähigem personal denn in der hand die situation zu ändern? wohl kaum der platzwart...womit wir bei der präsi frage wären!

    andererseits hat es keiner der gefühlten 25 präsidenten seit 2000 geschafft, diesen zustand während mehr als einer saison zu durchbrechen.

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    In den letzten Monaten stellten wir fest, dass die Auseinandersetzungen vermehrt unabhängig von Spieltagen und teils mitten in der Stadt ausgetragen werden. Die brutale Aggression geht laut Cortesi vor allem von ein paar kleinen Gruppen aus, die in unterschiedlicher Zusammensetzung agieren.

    das zeigt, dass die neusten agressionen nur noch am rand mit fussball zu tun haben. also ein holligankonkordat 3 oder sonstige zusätzliche gesetze bringen genau gar nichts. vor allem ist es in den stadien so ruhig und friedlich wie schon seit jahren (jahrzehnten) nicht mehr. auch wenn zu befürchten ist, dass es in basel am 2. märz, in und ums stadion, wieder mal so richtig abgehen wird...

    wir erleben im moment das gesellschaftliche phänomen, dass gewalttaten zwar stark zurück gehen - auch unter jugendlichen - aber die gewalt dafür massiv brutaler wird. gegen das was vor dem heugümper lokal immer wieder passiert, wäre aber jeder fussball club der welt machtlos. das ist ausserhalb jeglichen einflussbereichs eines fussball clubs. ein zeichen setzen kann hier nur die justiz. vor allem im falle vom samstag wo man die täter hat. anstatt pausenlos bedingte strafen auszusprechen und/oder therapien anzuordnen, wäre es mal an der zeit diese herren mehrere jahre einzusperren. das bestehende gesetz lässt das klar zu, man muss es nur mal umsetzen...und würde wohl auf einige mögliche nachahmungstäter präventiv wirken.

    Zitat von ZSColin

    Und ohni din letschte Punkt uf dinere Lischte, chasch alli andere in Chübel rüehre! Let's face it.


    jein!

    nein, weil die beschriebene stimmung bereits im ersten heimspiel gegen winti, an einem montag abend, vor knapp 14000 zuschauern, deutlich spürbar war. aufbruchstimmung pur eben.

    ja, weil: logo, hätte der fcz 7 spiele verloren in der vorrunde und wäre jetzt abgeschlagen an dritter stelle, wäre alles anders. aber dann gäbe es die von larf/züri bueb hinterfragte/kritisierte jubelstimmung ja auch nicht... :wink:

    Zitat von ZüriBueb

    verstahne die ganz Jubelstimmig um de FCZ au nöd.


    ich schon!

    - die geilste saison seit jahren
    - viele zuschauer zu hause und auswärts
    - absolut friedliche stimmung an den spielen, auswärts und zu hause
    - eine mannschaft die sich in jedem spiel zerreisst, egal ob der gegner aus der challenge league, 1. liga oder aus europa kommt
    - oft attraktiver fussball
    - ein staff der zum ersten mal seit jahren nicht nur aus canepa besteht und sich in ihren individuellen stärken ideal ergänzt
    - und natürlich: eine vorrunde ohne eine einzige niederlage

    larfs zutiefst frustrierte worte kann ich ebenfalls sehr gut nachvollziehen. befinden sich doch die insekten auf der selben strasse, fahren aber genau in gegenrichtung zum stadtclub! in niederhasli ist der sportchef daran zu beweisen, dass er letztes jahr mehr glück als verstand hatte und vielleicht eben doch nicht der neue shootingstar der szene ist. und sollten die insekten absteigen dürfen sie nicht mit mehr zuschauern und positiver grundstimmmung wie beim fcz rechnen. im gegenteil, die hüpfer spielen im b vor keinen 3000 nasen. zu klein ist das interesse an diesem club aus niederhasli in der stadt zürich.


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    mal den umgekehrten weg... :razz:

    FCZ NEWS>Der 18-jährige Schweizer Nachwuchsinternationale Miro Muheim wechselt per sofort leihweise vom Chelsea FC zum FCZ.


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