Beiträge von snowcat

    Zitat von Larry


    ist doch alles in ordnung. die mannschaft hat frei und davide macht mit dem trainer laufeinheiten. er muss ja fit sein! kann sämi eigentlich auch anderes als die spieler rennen lassen? wie wärs mal mit taktischulung, huere siech namal! den spielern mal den plan auf dem feld erklären! also der plan der über die totale fitness hinaus geht. DAS haben mittlerweile der hinterste und letzte, selbst unter den zuschauern, begriffen!

    Ob Chiumiento schon in Luzern sein Comeback gibt, hängt von der körper­lichen Verfassung ab. Heute hat die Mannschaft frei, für ihn hingegen ist eine Laufeinheit angesetzt. Mit dem Trainer. Hyypiä sagt: «Davide muss sehr fit sein, um uns helfen zu ­können.»


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    Zitat von Blackstar


    Zumal er kaum der Retter sein wird. Seine Leistungen in der Vorrunde waren sehr mittelmässig. Es zeigt wohl nur die Hilflosigkeit..


    fussball künstler sind in der regel sensibel und brauchen ein besonderes vertrauen/umfeld um zu funktionieren. chiumiento und schönbi in der form der vorrunde 2014/2015 könnten genau die flügelzange sein welche jede gegnerische verteidigung in angst versetzt und welche ausserdem kalaschnikow und etoundi mit guten bällen füttern. aber unser trainer mit seiner planlos-rennen-bis-zum-lungenriss/atemstillstand-rumpel-taktik bringt es garantiert fertig auch aus diesen 2 überdurchschnittlichen technikern stolperis zu machen!


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    Zitat von Larry

    Wenn wir damit Canepa loswerden bin ich sofort dabei!

    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!


    neu anfangen kann man auch in der nla. das zeigt uns ja eindrücklich das team aus niederhasli seit ca. 10 jahren. 2 jahre zwischen abstieg und mittelfeld, dann wieder 2 jahre - entgegen allen prognosen und zur überraschung der eigenen fans - vorne dabei. und in diesen 10 jahren mind. 15 präsi-sportchef-vorstand und trainerwechsel!


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    Zitat von Der Weise

    Ich meine genau das was Du ansprichst, die Taktik und Spielweise auf dem Feld selbst bestimmen. Und vielleicht mal als Mannschaft beim Präsi vorsprechen.


    hast du nicht eine etwas gar verklärt-romantische vorstellung von einem fussballprofi? wenn sie mir als fussballprofi einen dilletanten trainer hinstellen, dann mache ich das mal eine weile mit. wenn ich dann noch merke, dass der sportchef die genau gleiche pfeiffe ist und der präsi nicht gewillt ist etwas zu ändern, mache oder provoziere ich zumindest meinen abgang. wenn ich allerdings herzblut für meinen verein habe, mache ich es wie da costa, das ergebnis ist geschichte...


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    Zitat von Der Weise

    Es gibt nur eine Lösung; die Spieler müssen die Sache selbst in die Hand nehmen.


    leichter gesagt als getan. ein spieler kann sich mit einsatz total, guter fitness und der exakten umsetzung der taktischen vorgabe des trainers profilieren. da die taktische vorgabe und der plan des spiels aber bei sämi schlicht nicht vorhanden sind...

    also, was sollen die spieler in die hand nehmen? sollen sie die taktik oder die mannschaftsaufstellung selber bestimmen? die auswechslungen selber vornehmen? bei canepa vorsprechen und einen sportchef und rechten trainer fordern? am einsatz und der körperlichen fitness fehlt es nämlich tatsächlich nicht.

    oder was meinst du genau?


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    Zitat von snowcat

    so wie dieser leserschreiber im blick, sehe ich das auch:

    "Hyypiä ist ein Flop mit Ansage. Ein teurer noch dazu."

    ausser der hoffnung spricht nichts dafür, dass es anders kommt mit sami. und das er es mit den jungen nicht kann, passt ja haargenau ins profil des gesuchten trainers...


    oben mein posting vom 20. august 2015. diese worte haben nicht nur nichts an bedeutung verloren, sondern bestätigen sich mit jedem zusätzlichen spiel unter sämi mehr und mehr...

    unten aus einem artikel aus der nzz vom 27.9.2014, das problem heute: der experte fehlt dem club immer noch, mittlerweile aber noch vieles andere mehr, weil eben dieser experte fehlt...!

    Folge neuer Strukturen

    Marco Bernet verlässt den FCZ

    Vor drei Wochen gab der FCZ bekannt, dass der Posten des sportlichen Direktors abgeschafft wird. Dessen bisheriger Inhaber, Marco Bernet, zieht nun die Konsequenzen. Jetzt fehlt dem Klub ein Experte.

    http://www.nzz.ch/sport/fussball…-fcz-1.18353337


    mein fazit:

    nach einer nacht drüber schlafen kann ich sagen, dass ich die schnauze gestrichen voll habe. und zwar von canepa!

    lange habe ich ihn verteidigt, war wahrscheinlich einer seiner letzten fürsprecher überhaupt. aber er hat zu viele fehler gemacht. zu viele gravierende! eben die absetzung von marco bernet und diverser anderer leute im verein. vor allem der verzicht auf einen sportchef ist ein in kurzer zeit nicht zu korrigierender fehler. mit einem halbwegs guten sportchef hätte der fcz das kader nie so aufgebläht und wär dadurch viel ausgeglichener gewesen. ein qualitativ schlechtes kader war es nämlich durchaus nicht! aber sportlich, wie auch menschlich, völlig falsch zusammengestellt! "probleme" die ein da costa angesprochen hat, wären intern und mit einer akzeptablen lösung am schluss diskutiert worden. da costa wäre noch unser goalie (ist auch anderen aufgefallen, das der endgültige fall des fcz mit der entlassung von piu begonnen hat? für mich kein zufall...), vielleicht wäre urs meier unter diesen genannten umständen sogar noch trainer. vielleicht auch nicht. ganz sicher wäre aber diese finnische karikatur eines trainers jetzt nicht an der seitenlinie hätte ein sportchef das sagen! wie sagte canepa zur trainerwahl? "ich wollte einen renommierten namen!" den hat er zweifellos erhalten, aber eben einen renommierten fussballer- und keinen renommierten trainernamen. mit dieser argumentation des renommierten namens hätte er auch gerhard schröder, heiner lauterbach oder heino engagieren können. als deutsche sind auch sie sicher irgendwie mit der bundesliga vertraut und verbunden, auch sie haben wahrscheinlich keine ahnung von taktik, keinen fussballerischen plan und auch sie haben renommierte namen. also exakt das selbe profil wie unser sämi!

    und dieser sämi war nun der berühmte fehler zu viel von canepa. der ebenso berühmte tropfen, der das fass zum überlaufen brachte. um sämis qualitäten als trainer einzuschätzen brauchts keine referenzen und zeugnisse. dazu reichen ein pc mit internetanschluss oder ein iphone, das programm google und maximum 4 minuten zeit. wer kompetentes personal entlässt und nicht ersetzt oder wie bei ursli meier personal entlässt und durch komplette inkompetenz ersetzt und diesem sogar noch eine carte blanche bezüglich personalentscheide erteilt hat in dieser funktion nichts, aber rein gar nichts (mehr) verloren!

    es dürften genügend leute im erweiterten umfeld des clubs sein, welche in der lage und auch willens wären, das amt des präsis zu übernehmen. das problem dabei: wer hat schon das geld oder vielmehr die lust den canepas die 90% aktien abzukaufen? dieses paket dürfte sich mittlerweile in einem mittleren, zweistelligen millionenbereich befinden. und sämi wird uns den gefallen von brighton sicher nicht tun und zurücktreten. er weiss natürlich auch, dass diese station seine allerletzte chance ist um im traineramt zu reussieren.

    der fcz befindet sich nun in dieser phase, in der vieles möglich ist. eine phase, in der man darum durchaus auch als dosenclub enden könnte. und dass wäre dann der definitive supergau. gleichbedeutend mit der auflösung des clubs oder einer fusion mit den insekten.

    die handschrift des trainers ist wirklich klar erkennbar! keine ordnung, keine taktik, kein spielaufbau. nicht mal kick n'rush! einfach nix. so spielt eine mannschaft, welche nur einen konditions- aber keinen taktiktrainer hat! komplett planlos...aber wie schon x mal erwähnt: sämi hält was er auf grund seiner bisherigen trainerleistungen versprochen hat: niederlagenserien...

    und der schachzug mit sadiku, wirklich genial! wen will man jetzt einwechseln, wenns vorne nicht läuft? gut, in der mitte und hinten lief auch nicht viel...

    aber he! fit sind sie. an jeder gymnaestrada würden sie einen vorderen platz belegen!

    mit diesem trainer gehts direkt in die challenge league. aber das dafür topfit!


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    Zitat von Mushu

    Wir sind ein Underdog mit tiefem Budget!!! Nichts anderes.

    In nackten Zahlen sind wir mit dem Budget wahrscheinlich schon noch in der oberen Hälfte anzutreffen. Netto gesehen steht wohl der 1. Mannschaft aber real nicht so viel zur Verfügung.


    basel verfügt über 3-4x mehr budget. yb über das doppelte. dann dürften bereits der fcz, niederhasli und sion folgen. dahinter dann die clubs luzern, sg. dann der rest thun, vaduz, lugano.

    und diese reihenfolge dürfte sich auch kaum verschieben, wenn wir nur die ausgaben für die erste mannschaft anschauen.

    underdog sind wir nur sportlich und auch das nur dank eines komplett inkompetenten sportchefs.

    nochmals: gemessen am budget kann der sämische k(r)ampf- und rumpelfussball nicht der anspruch des fcz sein.


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    ich hab was "neues" von wo mushu (vermutlich) seine hoffnung nimmt:

    im sport aktuell wurde neben senderos auch über den hc lausanne trainer ehlers berichtet. sein erfolgsrezept, wörtlich zitiert:

    "ich denke wir haben einen weg gefunden um spiele zu gewinnen mit harter arbeit, disziplin und wir sind auch nicht sooo schlecht organisiert und guter stimmung in der mannschaft. und ich denke, der erfolg bis jetzt kommt von dem."

    der reporter: "solide defensive, schnelle konter. kampf einer für alle, alle für einen. das ist also das ehlersche eishockey!"

    das könnte für den fcz das rezept für eine ruhige rückrunde sein.

    und das dürfte auch der sämische fussball sein. zumindest denke ich, dass ihm dieser vorschwebt seinen interviews nach zu urteilen.

    aber grundsätzlich ist das schon eher das rezept von underdogs mit tiefem budget. beim fcz sollte es schon etwas mehr sein. aber wie erwähnt, im moment sind wir fcz-ler wahrscheinlich schon mit einer sorgenfreien rückrunde zufrieden. sprich einer ohne abstiegssorgen.


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    Zitat von larlf

    mal überrasche lah wie fit er isch + wieviel spielpraxis er hät, aber da er a d'em wett, muen er def. leistig bringe!


    ha jetzt grad im sport aktuell de bitrag über de senderos gseh. so fit wie im moment isch er wahrschinlich scho jahre nüme gsi. fählt "nume" no d'spielpraxis. und wenn er die chan hole ohni sich wieder ernsthaft z'verletze, chönt er durchus das fehlende glied/puzzlestei i de achse werde. vor allem mit dem trainer, wo ihn scho sit jugend jahre kännt und genau weiss wie er ihn neh muess und wenn und wie er ihn isetze muess.

    chan am mushu sin frust also durchus nahvollzieh! [emoji6] aber villicht erwiest sich euse argentinier ja als (eher unerwartete) glücksträffer, was au bim mushu de frust wieder relativiere dörfti! [emoji1]


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    Zitat von Mushu

    Ich kann hier von meiner Seite her nichts Neues beitragen.


    das kann ich eben auch nicht, solange der fcz serienmässig verliert und das zum teil sehr hoch. egal, ob das nun meisterschaft oder vorbereitungsspiele sind. unser trainer kennt nun mal nur eine bilanz als trainer: serienniederlagen...darum kann ich auch beim besten willen nicht in den selben (zweck-) optimismus wie du verfallen!

    Zitat von Mushu


    hm, wenn das dini antwort uf mini frag isch, muess ich aneh, dass du eigentlich au nöd gsesch warum en durchs band komplett erfolglose trainer plötzlich söll erfolg ha...und alles was du diesbezüglich verzellsch uf hoffnig ufbaut bzw. de wunsch de vater vo de gedanke isch!

    wär ja nur zu schön, wämer erfolglosi bruefslüt chönti erfolgrich schribe!


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    Zitat von siucs

    ich bin zuerversichtlich, dass mir wahre Zürcher am ZSC und am FCZ Freud werde ha.....


    ich überhaupt nicht! zumindest bezüglich fcz.

    die meisten testspiele (sehr) hoch verloren und 0 tore geschossen. klar, testspiele sind testspiele und je nach phase und trainigsintensität der trainigswochen auch nicht allzu aussagekräftig. ebenfalls stand nie die gewünschte/geplante formation auf dem feld.

    aber trotzdem macht mir unser äusserst kompetenter, mit langjähriger erfahrung und ebenso viel erfolg gesegneter trainer angst. in leverkusen, brighton und zürich hat er bisher hauptsächlich niederlagenserien vorzuweisen. jetzt in der winterpause setzte er diese serie nahtlos fort in den vorbereitungsspielen. und wieso soll das plötzlich ändern?

    ausser mushu, cillo und die hoffnung kann mir wahrscheinlich auch niemand diese frage beantworten. also mushu! :floet:

    Zitat von larlf

    80m pro jahr?
    nöd würklich, oder?


    momol, isch scho so, sind aber zum überwiegenden teil kantonale, nicht städtische subventionen.

    zum eishockey stadion:

    der stein des anstosses ist folgender (wenn ich es richtig mitbekommen habe):

    Der Stadtrat von Zürich will das private Vorhaben der ZSC Lions mit der Gewährung eines Baurechts, einem rückzahlungspflichtigen Darlehen von 120 Millionen Franken sowie einem jährlich wiederkehrenden Betriebsbeitrag von 2 Millionen Franken unterstützen. Die städtische Unterstützung bedingt die Zustimmung von Gemeinderat und Volk.

    die rückzahlrate ist in etwa in der höhe des jährlichen betriebsbeitrages durch die stadt. das kann man nun durchaus so interpretieren, dass sich die stadt das rückzahlungspflichtige darlehen also gleich selber zurückzahlt. also genug wasser auf die mühlen vieler politiker. und somit auch genug argumentation für eben diese politiker um auch diesem projekt zu einem nein an der urne zu verhelfen.

    rational gesehen kommt die stadt allerdings nie mehr so "günstig" zu einem prestigeobjekt wie diese eishalle. diese argumentation gilt allerdings auch für den zsc! ich sehe daher eigentlich eine win-win situation. aber eben...

    mushu wird mit seiner ansicht betreffend der stadien aber wahrscheinlich recht bekommen. leider! :neutral:

    us de letschte nzz am sunntig:

    Alles für das Spiel

    Wenn er redet, ist Auston Matthews weit weniger spektakulär, als wenn er Eishockey spielt. Das spricht allerdings nicht gegen den 18-Jährigen. Von Ulrich Pickel

    Das Mannschaftstraining ist beendet, die Spieler verschwinden in Richtung Garderobe. Ein paar absolvieren zusätzliche Übungen. Einer legt sich eine lange Reihe aus Pucks zurecht, dazwischen jeweils etwa 50 Zentimeter Abstand. Er nimmt einen Puck und dribbelt damit um die anderen herum wie in einem Slalom. Dies wiederholt er x-mal, das Tempo allmählich steigernd. Der Puck, den er führt, scheint am Stock zu kleben. Er verliert ihn nicht ein Mal.

    Nach den Slalomläufen steht Auston Matthews schwitzend und dampfend da und sagt: «Ich habe hier mit Marc Crawford einen Trainer, der die NHL kennt und genau weiss, was mich in Zukunft erwartet. Ich kann mich optimal auf die Zukunft vorbereiten.» So ist er immer, wenn er spricht: nüchtern, ganz auf die Arbeit bezogen. Matthews war ein gelehriger Schüler, als Medienexperten ihm im amerikanischen Nachwuchsprogramm den professionellen Umgang mit der Öffentlichkeit beibrachten. Wer einen US-Teenie mit übergrossem Ego erwartet, der das Herz auf der Zunge trägt, wird enttäuscht. Wenn man ihm sagt, dass er mit der Abgeklärtheit eines 30-Jährigen auftrete, gibt er zur Antwort: «Danke für das Kompliment, das ist sehr nett.»

    Über Privates gibt Matthews so viel Auskunft wie nötig und so wenig wie möglich. Anfragen für Homestorys werden abschlägig beantwortet. Ein paar Dinge immerhin sind bekannt: dass er sich im Team mit den vielen Jungen wohl fühlt. Ebenso, dass der Strassenverkehr wegen der vielen Schilder und Ampeln viel komplizierter ist als zu Hause. Und wenn er in die Stadt geht, kann er dies in Ruhe tun. «Ich werde kaum erkannt auf der Strasse, das ist angenehm.»

    Matthews, am 17. September 18 Jahre alt geworden, stammt aus Arizona. In dieser Saison lebt er mit der Mutter ausserhalb von Zürich. Sie ist gebürtige Mexikanerin, der Vater Kalifornier. Er kommt pro Monat eine Woche in die Schweiz, am Anfang waren auch die beiden Schwestern länger zu Besuch. Es hat Versuche gegeben, die klassische Tellerwäscher-Story zu konstruieren mit der Mutter, die extra eine zweite Stelle angenommen habe, um das teure Hobby zu finanzieren. Doch Matthews sagt: «Es ist in den USA ganz normal, dass jemand zwei Jobs hat.» Er lebt in einer intakten Familie aus der amerikanischen Mittelklasse. Nicht mehr und nicht weniger.

    «Ich bin hier, um jeden Tag ein bisschen besser zu werden», sagt er oft. Er nimmt diese Worte, die wahrscheinlich jeder Sportler schon gesagt hat, sehr ernst. Denn er sagt auch: «Ich habe immer alles daran gesetzt, dass aus dem Eishockey eine Karriere wird.» Nur aus Spass und Zeitvertreib habe er nie gespielt. «Jedes Mal, wenn ich in der Garderobe bin, geht er entweder noch in den Kraftraum oder kommt von dort», sagt der Sportchef Edgar Salis. Und wen man auch sonst fragt bei den ZSC Lions, vom Trainer über die Mitspieler bis zum Betreuer, alle beschreiben ihn gleich: fleissig, bescheiden, ruhig. Es gab anfangs die leise Befürchtung, Matthews' Anwesenheit könnte intern für Unruhe sorgen, weil sich das ganze Interesse nur noch auf ihn richten würde. Das hat sich bis jetzt nicht bewahrheitet. Der Vater, so ist zu hören, erkundigt sich regelmässig, wie sich sein Sohn benehme. Im August, wenige Tage nach der Ankunft in der Schweiz, sagte er: «Es ist wichtig, dass Auston hier gut spielt. Genauso wichtig ist mir aber, dass er sich anständig aufführt.»

    Ron Wilson, Matthews' Trainer in der amerikanischen U?20, brachte es auf den Punkt, als er sagte: Die Fähigkeit, sich total auf seine Aufgabe zu konzentrieren und alles andere auszublenden, sei wahrscheinlich Matthews' grösstes Talent. Zusammen mit seiner Spielintelligenz, seinem Auge, seinen Händen, der Art, wie er schiesst, Pässe spielt und Scheiben ablenkt, ist dieser Musterschüler eine ziemlich reizvolle Mischung. Seine Saison in der Schweiz ist die erste als Profi und die letzte vor dem Sprung in die NHL. In 28 Meisterschaftsspielen hat der offensive Center und jüngste Ausländer, der bisher in der Nationalliga A spielte, 21 Tore geschossen - so hat noch nie ein Teenager reüssiert. Dass er im Juni als Nummer 1 gedraftet werden wird, bezweifelt kaum jemand. Die Idee, ihn in der offensiv ausgerichteten Schweizer Liga gegen Profis statt nochmals in Nordamerika gegen Junioren oder in einem College-Team spielen zu lassen, bevor es richtig losgeht, hat sich als gelungener Schachzug seiner Berater erwiesen. Neben den Eltern sind sie die wichtigsten Bezugspersonen.

    Wer Matthews nur über seine Statements definiert, könnte ihn auf den ersten Blick als wenig beeindruckende, leicht unfassbare Figur wahrnehmen. Doch allein dieser oberflächliche Eindruck würde ihm nicht gerecht. Mit seiner kontrollierten Aussendarstellung beweist er vielmehr, dass er begriffen hat, wie die Welt funktioniert, in der er lebt. Es ist nicht die gleiche Welt, in der sich die anderen Spieler der Nationalliga A befinden.

    Matthews weiss: Wenn sich nicht alles gegen ihn verschwört, wird er bald viele Millionen verdienen. Was immer er als potenzieller Nummer-1-Draft tut, wird genau beobachtet und kommentiert werden, in Nordamerika weit mehr als in der Schweiz. Matthews weiss auch, dass er mit seiner Ziehung höchste Erwartungen wird erfüllen müssen. Doch das scheint ihm nicht den Kopf verdreht zu haben. Er beeindruckt mit all dem, was er nicht sagt, weil es ihn in seiner Zielstrebigkeit nur ablenken könnte. Es ist deshalb unterhaltsamer, sich der Figur Matthews zu nähern, wenn man nicht nur den Weg über dessen Worte wählt. Man kann ihm einfach bei der Arbeit zuschauen. Als Spieler ist er überhaupt nicht unfassbar. Dafür immer wieder unfassbar gut.


    Das Wunderkind und der Autowäscher

    Risiko statt Tradition gewählt

    In der Erfolgsgeschichte Auston Matthews bei den ZSC Lions spielt der Agent Patrice Brisson eine entscheidende Rolle. Der Kanadier brachte die Idee eines Wechsels in die Schweiz bereits vor der U-18-WM im Frühjahr 2015 in Zug und Luzern erstmals vor, der Mittelsmann Doug Honegger stellte den ersten Kontakt zur ZSC-Organisation her. Brisson sagt: «Wir hatten für Auston die traditionellen Optionen: ein Jahr im College oder in der WHL. Aber Zürich war eine aufregende Möglichkeit. Nach einer Visite der Familie stand der Entscheid praktisch fest.»

    Brisson sagt das, und er fügt hinzu, in seinem Geschäft müsse man immer offen sein für neue Ideen, für das Unorthodoxe. Man könnte das leicht als PR-Geschwätz abtun, doch das wäre ungerecht. Der 51-Jährige redet aus eigener Erfahrung. Denn seine Lebensgeschichte liest sich wie eine Hollywoodfabel.

    In den 1980er Jahren hat Brisson einen Traum, er will es zum NHL-Profi bringen. Als rechter Flügelstürmer rasselt er bei den Montreal Canadiens jedoch gleich zweimal durch ein Probetraining, und im Sommer 1987 gesteht er sich sein Scheitern ein. Er zieht nach Kalifornien, wo sein Jugendfreund Luc Robitaille mit den Los Angeles Kings gerade die NHL aufmischt. Damit lässt er sich auf ein Abenteuer voller Hindernisse ein, denn als der Kanadier an der Westküste ankommt, spricht er kein Englisch. Begleitet er seine Freunde ins Kino, weiss er nicht, warum sie lachen, denn er versteht die Dialoge nicht. Um sich den Unterhalt zu finanzieren, beginnt er in einer Autowaschanlage zu arbeiten, zu fünf Dollar die Stunde. Nebenbei beobachtet er mit wachsender Faszination, wie aus der Traumfabrik Los Angeles nicht nur Filmhelden sondern auch Sportgrössen erwachsen, wie Personenkulte entstehen.

    Baseball-Profis eröffnen Autoausstellungen, eine Schuhfirma sponsert einen Basketballspieler. Das eröffnet Möglichkeiten. Brisson beginnt, seinen Freund Robitaille zu vermarkten, bald folgt Mario Lemieux, und ehe Brisson sich versieht, ist er Agent. Sein Aufstieg ist steil, er betreut heute unter anderen Sidney Crosby, Patrick Kane und John Tavares. «Sports Illustrated» zählt ihn zu den zehn einflussreichsten Persönlichkeiten der NHL. Dass auch Auston Matthews sich seiner Faszination nicht entziehen konnte, ist nachvollziehbar. Matthews stammt aus Scottsdale, Arizona, und US-Amerikaner lieben diese Urversion des amerikanischen Traums, wenn Tellerwäscher zu Millionären aufsteigen. Auch dann, wenn diese einst Autos schrubbten.Nicola Berger

    Zitat von Mushu

    Dieser Antwort sehe ich mit grosser Zuversicht entgegen ...
    [emoji3]


    das glaub ich dir! da kannst du dich aber bei cillo und nicht bei den bescheidenen trainerfähigkeiten von sämi bedanken...[emoji6]


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    Zitat von Mushu

    Können wir beim Japaner am Teppanaki besprechen; freue mich darauf.
    [emoji6]


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    bleibt nur noch die frage wer bezahlt...[emoji23]


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