Zitat von Mushu
Statistik;
Punkte pro Spiel gemäss dir ...
Mehr als 1.58 ist erflolgreicher als die meisten hier genannten ...
wenn du die spiele MIT lewandowski weglässt, hatte er knapp 1 pünktchen pro spiel...
aus der nzz am sunntig:
Hyypiä in Leverkusen
Ohne den Co-Trainer gescheitert
Für seine Ruhe am Ball ist Sami Hyypiä als Innenverteidiger des FC Liverpool und in Leverkusen bewundert worden. Ruhe war es auch, was ihn in Leverkusen ausmachte, als er kurz nach dem Karrierenende ins Traineramt kam. Oft stand er an der Seitenlinie und blickte auf das Spiel, er liess es geschehen, griff kaum ein - wie eine Salzsäule, ein Monument seiner selbst.
Hyypiä war vieles, nur war er kein Coach. Keiner, der das Spiel der Mannschaft zu lenken vermochte. Er war ein Schweiger, kein Kommunikator, was vielleicht auch an seinen etwas limitierten Sprachkenntnissen lag. Letztlich wurde ihm dies in Leverkusen auch zum Verhängnis, als er nach nicht einmal einer Saison entlassen wurde. Hatte man nicht Grosses mit ihm vorgehabt? Ein Spieler mit so erfolgreicher Vergangenheit, ein Mann mit Renommee - er sollte dem Werksklub jenen Hauch von Glamour geben, der den Leverkusenern bis heute abgeht.
Dabei hatte es gar nicht schlecht begonnen. Die erste Saison wurde auf Platz drei abgeschlossen. Aber Hyypiä hatte da die Position des Cheftrainers nicht allein, ja genau genommen war er nicht einmal Trainer. Das war Sascha Lewandowski, mit dem er sich den Job teilte. Hyypiä hatte keine Lizenz, und so schickte Leverkusen die von Anfang an schiefe Konstruktion des Trainer-Doppels ins Rennen. Dass sie sich ein Jahr lang bewährte, lag nicht zuletzt an Lewandowski, der zuvor den Nachwuchs betreut hatte.
Es dauerte nicht lange, bis der Boulevard versuchte, die Partner gegeneinander auszuspielen. Lewandowski, ein Mann, der gut ohne Schlagzeilen auskommen kann, wurde klein gemacht, während die Ehrfurcht vor der imposanten Vita Hyypiäs wie ein Schutzschild für diesen wirkte. Der Finne sei «ganz der Chef», meldete «Bild», wogegen Lewandowski vom Massenblatt als «Chefchen» verlacht wurde.
Doch als Lewandowski, der Kampagne gegen ihn müde, sich auf die Position des Nachwuchstrainers zurückzog und Hyypiä allein liess, begann der Niedergang. Hatte die Doppelspitze noch eine erste erfolgreiche Saison abgeliefert, so folgte der freie Fall, den Hyypiä nicht zu stoppen vermochte. Die Entlassung, obwohl bedauert, da Hyypiä im Ruf steht, ein integrer Mann zu sein, war die Folge. Weil Lewandowski einsprang und Leverkusen schnell wieder auf Kurs brachte, musste die Geschichte um den Erfolgsanteil der Duo-Partner nachträglich neu geschrieben werden.