Beiträge von snowcat

    frau pumuckl hat in der wirtschaft immerhin einen ziemlich beachtlichen leistungsausweis, allerdings (so viel ich weiss) nur in einer firma. ob diese referenz auch im fussball was taugt kann ich nicht beurteilen. aber dieser satz spricht wenigstens für eine gewisse sozialkompetenz:

    40 Jahre sind die beiden verheiratet. Er: «Sie ist ein Glücksfall für mich und den FCZ. In meinen Augen ist die Stimmung mit ihr eher besser geworden.» Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle bestätigen die präsidiale Einschätzung.

    schwierig wird es wenn der neue ceo kommt. eine frau wie canepa lässt nicht einfach mitten in der arbeit los...schau'n mer mal! :wink:

    Zitat von larlf

    s'wichtigste (für mich) us dem Interview: http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball…/story/18491828

    Wäre es nicht erfolgversprechender und wirtschaftlich vernünftiger, wenn es in der Stadt Zürich nur noch einen grossen Fussballclub gäbe? Wann fusionieren der FCZ und GC?
    Wenn wir in Zürich ein richtiges Fussballstadion hätten, dann würden es der FCZ und GC gemeinsam managen und betreiben, Schulter an Schulter. Ich bin überzeugt, dass wir einen 30 bis 50-prozentigen Zuwachs bei den Zuschauern hätten, dazu kämen die Einnahmen aus Catering und Restaurationsbereich. Das Einnahmepotenzial für die beiden Clubs wäre beträchtlich.

    Und wie stellen Sie sich zu einer Fusion mit GC?
    Diese ist aus heutiger Sicht nicht realisierbar. Die Clubs haben verschiedene Geschichten, unterschiedliche Kulturen und Traditionen. Ich beschäftige mich im Moment mit ganz anderen Fragen.


    aber du weisch wie schnell "aus heutiger Sicht" und "im Moment" makulatur isch i de hütige ziit? das cha sich mängisch um tage handle... :sad:

    Zitat von Mushu

    Und dann noch der Fanbereich gleich neben unserem Family-Corner; da wurde es mir gleich nochmals grottenschlecht; dermassen peinlich und unausstehlich diese Fanbögli ...


    noch was: du willst ja unbedingt mit diesen peinlichen und unausstehlichen fanböggli auf die selbe tribüne sitzen und den selben verein anfeuern...im familycorner warst du ihnen immerhin physisch schon mal sehr nahe! freu dich doch! :rofl:

    Zitat von Mushu

    Gut ist definitiv anders. Und warm haben auch.

    Was da technisch geboten wurde, war eigentlich bis zum Schluss einer nationalen Spitzenliga nicht würdig...


    technisch war's nicht so schlecht, vor allem vom zürcher stadtclub. schau dir mal bundesligaspiele an. und zwar nicht nur die spitzenpartien. du wirst überrascht sein, wie schlecht da technisch teilweise gespielt wird. einfach mit einiges höherer intensität. obwohl die bundesliga (zurecht) als eine der besten ligen der welt gilt.

    p.s. rikan wird immer besser! war stark die letzten spiele.

    der fcz wäre gestern nicht der unverdiente sieger gewesen.

    aber was soll’s, letztes jahr um die selbe zeit hatte zürich 16 und niederhasli 37 punkte. dieses jahr stehts "nur" noch 22:30. auch auf den 1. basel hat der z "nur" 11 punkte rückstand. und das alles trotz eines komplett missglückten 2. drittels der vorrunde. und im halbfinale des cups steht zürich ja auch noch. :cool:

    untenstehenden artikel aus der heutigen nzz habe ich bewusst im bob hartley fred gepostet.

    warum? darum:

    einige wenige schreiberlinge in diesem forum haben während nicht weniger jahre auf das komplett fehlende sportliche konzept und das nicht berücksichtigen der eigenen junioren aufmerksam gemacht. aber dank dem vielen geld konnten etliche fehlentscheide kaschiert bzw. korrigiert werden und es wurden trotz aller managementfehler und fehlender weitsicht trotzdem beachtliche erfolge erreicht. dafür mussten sich die kritischen schreiberlinge sinngemäss als unwissende, schwarzmalende und nie zufriedene dauerpessimisten bezeichnen lassen. obwohl der zsc eigentlich nichts weiter war als eine überdimensionale geldvernichtungsmaschine, welche junioren zwar brav (und teuer) ausbildete, diese aber vorzugsweise an andere clubs abgab. kritik war also durchaus berechtigt.

    es brauchte schon einen bob hartley, der das oben beschriebene und schon lange vorhandene riesige vorhande potential sehr schnell erkannt hat und im eiltempo sofort korrigierte bzw. zu korrigieren versuchte.

    wirklich hoch anzurechnen ist dem jetzigen vorstand, dass der von hartley vorgezeigte weg konsequent umgesetzt wird. mit dem lohn der höchsten auszeichnung die einer sportorganisation widerfahren kann: der zsc ist mittlerweile die erste adresse im schweizer eishockey! und das gilt von der tiefsten juniorenstufe bis hin zum ausländischen profi eishockeyspieler!

    wird sich an der lions struktur und dem eingeschlagenen weg nichts ändern in nächster zeit, gilt das durchaus für die nächsten jahre. somit hat der zsc - erstmals seit menschengedenken - etwas nachhaltiges erschaffen! und das war genau dass, was ich mir anno 1997 erhofft hatte bei der bekanntgabe der lions gründung. dauerte allerdings etwas länger als damals vermutet…

    us de hütige nzz:

    Talentschmiede der Nation

    Lange haben die ZSC Lions zu wenig auf den Nachwuchs gesetzt. Seit sie ihre Scheu vor der Jugend abgelegt haben, gewinnen sie an Ausstrahlung - und sind erst noch erfolgreich. Von Ulrich Pickel

    Vor zwanzig Jahren kannte der ZSC den Begriff Nachwuchsförderung nur vom Hörensagen. Der Klub brauchte alle Mittel, um das nackte Überleben in der Nationalliga A zu sichern. Als selbst dies aus eigener Kraft nicht mehr möglich war, wurden 1997 mit der GC-Eishockeysektion die ZSC Lions gegründet. Die neue Organisation hat sich von Anfang an die Entwicklung der Jugend auf die Fahnen geschrieben. Neben dem Erfolg in der NLA ist der Nachwuchs das Kernanliegen des Präsidenten und Mehrheitsaktionärs Walter Frey. Doch bis die Geschäftsführer, Sportchefs und Trainer des Autoimporteurs in ihrer Personalpolitik einmal den Mut fanden, auch wirklich auf die eigene Jugend zu setzen, vergingen etliche Jahre. In dieser Zeit war vom Nachwuchs zwar stets die Rede, im Hallenstadion aber wurde er kaum je sichtbar. Erst drei magere Play-offs, 2009 bis 2011, und somit eine für die ambitionierten Zürcher unerträglich lange Zeit, in der sie immer im Viertelfinal ausgeschieden waren, brachten das längst fällige Umdenken.

    Im Misserfolg definierten sich die Lions neu: Mehr Junge und nicht nur teure Einkäufe, heisst seither die Devise - und der Lohn liess nicht lange auf sich warten. Der Meistertitel 2012 wäre ohne Luca Cunti, Ronalds Kenins und Reto Schäppi kaum möglich gewesen. Sie alle kamen aus dem eigenen Nachwuchs und übernahmen so schnell Verantwortung, dass sowohl die Gegner wie auch die Fans vor Verblüffung regelmässig ins Staunen gerieten. Heute sind sie unentbehrliche Teile eines Kaders, in dem 14 Spieler und damit rund die Hälfte bei den eigenen Junioren und im Farmteam GCK Lions ausgebildet wurden. «Wir haben zu lange gewartet», gibt der CEO Peter Zahner zu, der seit 2008 im Amt ist.

    Dafür holen die Zürcher nun umso stärker nach, was sie zuvor versäumt haben. Allein in der laufenden Saison haben mit Melvin Nyffeler, Mike Künzle und Sven Senteler wieder drei Neulinge etliche Akzente setzen können (siehe nebenstehenden Artikel). Und das Talentreservoir droht nicht auszutrocknen. Es ist das bei weitem umfangreichste des Landes. Die Lions-Organisation besteht aus insgesamt 39 Teams mit fast 900 Spielern. Grösse geht mit Erfolg einher: Auf der höchsten Juniorenstufe, Elite A, haben die Zürcher seit 2007 mit einer Ausnahme jedes Jahr den Titel gewonnen. Elf im Vollpensum angestellte Trainer und dazu etliche mit Teilzeitpensen kümmern sich um die Junioren. So viel Aufwand geht ins Geld, doch das ist vor allem dank Freys Grosszügigkeit vorhanden. Die Brutto-Budgets betragen für die Nachwuchs-AG jährlich rund 3,2 Millionen Franken und für die GCK Lions rund 3 Millionen, hinzu kommen noch 19 Millionen für die ZSC Lions.

    Längst strahlt die Qualitätsarbeit der Zürcher auch in die ganze Liga aus. Zwischen Genf und Davos stehen 29 bei den Lions ausgebildete Spieler unter Vertrag, darunter Leonardo Genoni (HCD), Matthias Bieber, Eric Blum (beide Kloten), Lukas Meili (Biel) oder Tim Ramholt (Zug). Im WM-Silberteam von Stockholm waren mit Reto Berra, Blum, Bieber, Cunti und Morris Trachsler fünf Spieler, die das Einmaleins in Zürich lernten.

    In Zürich war es der Trainer Bob Hartley, der eine Saison lang demonstrierte, wie viel drinliegt, wenn man mit den Jungen etwas anzufangen weiss. Mit bis dahin nie gekannter Konsequenz setzte er den neuen Kurs des Klubs um - bis zum Titelgewinn 2012. Freilich hatte er mit Cunti, Kenins und Schäppi auch gleich drei neue Ausnahmekönner zur Verfügung, wie sie nicht jedes Jahr auftauchen. Nun führt der 52-jährige Kanadier Marc Crawford in seiner zweiten Saison die Arbeit Hartleys weiter. Crawford ist nicht weniger fordernd und versteht in Sachen taktischer Disziplin ebenfalls keinen Spass, hat aber weniger missionarischen Eifer und Verbissenheit.

    Und er hat das Spiel der Lions auf eine neue, höhere Stufe gestellt, die sie zum meistgenannten Meisterschafts-Favoriten macht. Dem ehemaligen Goalie Hartley ging es vor allem darum, Gegentore zu verhindern. Das druckvolle, tempo- und variantenreiche Eishockey, das die ZSC Lions unter dem ehemaligen Stürmer Crawford in dieser Saison manchmal geradezu zelebrieren, ist so attraktiv anzusehen wie selten zuvor und gleichzeitig defensiv so solid wie unter Hartley. Crawford gibt den Jungen wichtige Rollen, so zum Beispiel auch in Unterzahl. «Ich habe aber auch keine Hemmungen, sie pausieren zu lassen, wenn sie nicht tun, was sie müssen», stellt er klar und ergänzt: «Ein junger Spieler darf Fehler machen. Erst wenn er die gleichen Fehler immer wieder macht, wird es problematisch.» Anders als Hartley stellt Crawford sich und sein Wirken weniger ins Zentrum. Mindestens so wichtig wie seine Rolle als Chef, der Taktik, Aufstellung und Coaching bestimmt, sind ihm die Routiniers in der Kabine, die den Jungen den Weg in die Zukunft vorleben sollen.

    Dieses Credo impfte er den Spielern seit seinem Amtsantritt im letzten Sommer ein, als er sagte: «Richtig gute Mannschaften funktionieren fast aus sich selber heraus.» Die ZSC Lions sind hier schon ziemlich weit gekommen: Die Teamleader gehen überzeugend voran, die Jungen ziehen voll Eifer mit. Was jetzt noch fehlt, ist die Nagelprobe. Sie wird am 11. März kommen. Dann beginnen die Play-offs.

    Zitat von Larry

    Jetzt gsehts aber ganz guet us.....Cupfinal, wär wieder mal Ziit! :cool:


    oh ja! aber: wieso spielt zürich nicht immer so? wir hätten wesentlich mehr punkte in der meisterschaft! gut, im cup wären wir auch nicht viel weiter... :razz:

    us de hütige nzz:

    Ein Trainer unter Schutz

    Scheitert Urs Meier im FC Zürich, hat die Idee der Neuausrichtung versagt. Von Flurin Clalüna

    Draussen im kalten Winterregen steht dieses Stadion, das dem FC Zürich langsam unheimlich wird, weil er dort nicht gewinnen kann, seit Mitte Juli nicht mehr, kein einziges Spiel. Urs Meier, 52, der FCZ-Trainer, sitzt neben dem Letzigrund in einem Restaurant. «Ciao Capitano» wird er begrüsst. Die Anrede passt: Kapitän Meier muss achtgeben, dass er nicht die Kontrolle über sein Schiff verliert, das am Tabellenende gestrandet ist, im 9. Rang, dem zweitletzten.

    Meier betritt den Saal, und man kann nicht behaupten, er fülle ihn mit seiner Präsenz; Meier ist klein, man kann ihn leicht übersehen, er ist niemand, nach dem man sich umdreht. Dass er früher als Kanzleisekretär gearbeitet hat, passt irgendwie zu ihm. Aber man sollte sich davor hüten, von seiner unauffälligen Erscheinung auf ihn und seine Arbeit zu schliessen. Man sieht es ihm nicht sofort an, aber Meier hat eine ungewöhnliche Aura. Vielleicht würde man ihn nicht charismatisch nennen, aber man merkt, dass er Menschen für sich einnehmen kann, wenn ihm diese vertrauen. Es ist ihm oft passiert, unterschätzt zu werden, schon früher als Fussballer. Und es ist auch heute nicht anders, aber jetzt spielt er manchmal damit und gibt sich unbedeutender, als er eigentlich ist. Das gibt er offen zu.

    Vor knapp einem Jahr hat ihn der FCZ zum Cheftrainer ernannt: Ein oft Verkannter bekam endlich die Chance auf höchstem Niveau, zwanzig Trainer-Jahre hat er dafür gebraucht. Meistens stand er früher irgendwo auf provinziellen Fussballplätzen, in Altstetten, Solothurn oder Baden. Im Oktober hat er vom Verband einen Wimpel zu seinem 20-Jahre-Jubiläum als Coach bekommen, und er sagt: «Das bedeutet mir viel. Ich habe im Fussball fast alles erlebt, Gutes und Schlechtes.» Gerade steht es wieder einmal nicht so gut.

    Eigentlich ist Meier ein ideales Krisenopfer. Er hat keine grosse Lobby im Schweizer Fussball, er hatte nie eine, er stand am Rand und musste sich immer wieder in Erinnerung rufen, obwohl er als Spieler und Assistenztrainer mit GC Meister geworden war. Beim FCZ hat er nur einen auf sechs Monate kündbaren Vertrag bekommen, bei einer Entlassung gäbe es kaum finanzielle Folgeschäden. Meier ist einer, über den man sich erst kürzlich wieder in einem Privatradio lustig gemacht hat, er hat oft zerzauste Haare, die Lesebrille schiebt er immer weit nach vorne auf die Nase wie ein Professor. Manchmal wirkt er etwas überdreht und täppisch, aber wer weiss, ob nicht auch das gespielt ist. Vor allem aber hat der FCZ unter Meier in dieser Saison nur einen Punkt mehr gewonnen als zum gleichen Zeitpunkt unter Rolf Fringer, den man vor einem Jahr mehr davongejagt als entlassen hat. Es wäre leicht, nun auch Meier zu beurlauben, und vermutlich gäbe es in der Öffentlichkeit nicht einmal einen Aufschrei.

    Aber heute ist vieles anders als damals mit Fringer. Meier hat den Vorteil, dass er in der letzten Saison als Interimstrainer einen Europacup-Platz erreicht hat. Er arbeitet im neunten Jahr im FCZ, meistens im Nachwuchs, er brauchte diese Zeit, um die Verantwortlichen für sich zu gewinnen. «Ich musste gegen Vorurteile kämpfen und sie von mir überzeugen.» Er mag es nicht, wenn es im Beruf menschelt; zuverlässig zu arbeiten, findet er ehrlicher, als sich auf Freundschaften zu verlassen. Früher hat der FCZ oft über Beziehungen und Sympathien funktioniert - nicht immer zum Guten. Meier sagt: «Ich wahre immer Abstand, ich lasse es nie zu freundschaftlich oder familiär werden.» Acht Jahre hat er gebraucht, dann belohnte ihn der FCZ mit dem Cheftrainer-Job. In einem anderen Klub wäre ihm das nie gelungen, «keine Chance», sagt er. Meier begeistert die Leute nicht sofort von sich, er ist ein schlechter Selbstverkäufer, «kein Egomane», wie der FCZ-Präsident Ancillo Canepa sagt, der Meier nur lobt. Aber so hatte Canepa über alle früheren Trainer gesprochen, manchmal hatte er sich in seiner Menschenkenntnis getäuscht. Meier aber ist sich sicher: Canepas Vertrauen ist echt.

    Auch der technische Direktor Marco Bernet sagt: «Auf der Richter-Skala steht Meier bei 1. Und 1 bedeutet, dass sein Arbeitsplatz so wenig gefährdet ist, wie es überhaupt möglich ist.» Weshalb ist das so? Meier sagt: «In dieser schwierigen Phase kommen jetzt auch andere Werte zum Tragen: meine Arbeit, meine Loyalität, meine Ehrlichkeit. Man wird nach vier erfolglosen Monaten nicht einfach sagen: Jetzt ist der Meier halt ein schlechter Trainer. Man muss schon sehen, was ich in den letzten Jahren alles für den FCZ geleistet habe.» Doch das haben andere auch, Urs Fischer zum Beispiel, drei Jahrzehnte lang; sie haben ihn vor der Entlassung nicht retten können.

    Existenzangst hat Meier nicht, obwohl er finanziell nicht unabhängig ist. Als Trainer verdient er erstmals viel Geld, vermutlich gleich viel wie damals Urs Fischer, 250 000 Franken. Meiers Unabhängigkeit ist seine Uneitelkeit: Er ist für sein Leben gern Fussballtrainer, er könnte auch Junioren trainieren. Und sollte es nun wirklich schiefgehen, kann er sich vorstellen, «wieder in der FCZ-Ausbildung zu arbeiten, kein Problem». Aber so weit wird es in der nächsten Zeit vermutlich nicht kommen.

    Denn sollte Meier jetzt scheitern, scheiterte nicht nur ein Trainer, sondern es versagte eine Idee, der sich der Verein verschrieben hat: Canepa hat den Nachwuchstrainern das Vertrauen gegeben, ihre Philosophie soll langfristig umgesetzt werden, und Meier ist einer von ihnen. So wie es damals Fischer war, der aber trotzdem gehen musste, weil sich im FCZ-Verwaltungsrat Machtkämpfe abspielten. Die sind vorbei. Und deshalb sagt Bernet: «Meiers Schicksal ist auch mit meinem verknüpft.» Wenn Meier in der Krise ein Bauernopfer werden sollte, «dann hat unsere Idee versagt», und dann würde sich wohl auch Bernet wieder in den Nachwuchs zurückziehen. Dass Meier mehr für ein Konzept steht als für sich selber, ist heute sein grösster Schutz.

    Zitat von Mushu


    Ganz vieles ist eine Sache von Geld. Ein ein solch dünner Beutel, wie wir scheinbar haben, kann nur ganz kleine Sprünge machen ...


    scho so. trotzdem kann ich nicht verstehen, dass man einen stürmer holt, wenn man ein eklatantes verteidiger und zentrales mittelfeld problem hat! warum michael dingsdag bei uns überhaupt nie ein thema war, ist mir ein rätsel...der spielte schon in sion sehr stark.

    Da gebe ich dir recht; unserer Probleme beginnen bei der Nr. 1 und gehen dann durch (fast) die ganze Abwehrlinie; nach dieser Grossbaustelle kommt dann noch das zentrle Mittelfeld, wobei ich mir da nicht sicher bin, ob relativ viel Talent mit relativ wenig Vertrauen kaputt gemacht wird ...

    Dingsdag; da verweise ich auf den dünnen Beutel; der ist wohl bereits nicht mehr mit einem Preisschild angeschrieben, welches durch unser Beutel finanziert werden kann ...

    Zitat von gringo

    Neui Sportart: SK-Rampage?


    eine fettes sponsoring von red bull: aber ja doch! eine übernahme von red bull: aber nein doch! würde ziemlich sicher so ähnlich enden wie unten beschrieben. ist aber irgendwie die sympathischere variante als eine fusion mit den insekten und vielleicht auch die einzige wirkliche lösung...die folgen wären allerdings bei beiden varianten - ziemlich sicher - sehr ähnlich:

    p.s. immerhin wären die rot-weissen farben dem fcz nicht ganz unbekannt und auch nicht ganz neu...

    Zwei Fussballwelten in Salzburg

    Die unverkäufliche Seele

    Seit acht Jahren finanziert Red Bull seinen Salzburger Fussballverein, bis anhin mit begrenztem Erfolg. Abseits des Scheinwerferlichts kämpft ein Fanprojekt um den Sprung der alten Austria in den Profifussball. Es sind zwei Welten des Fussballs.

    Meret Baumann, Salzburg NZZ

    Das Flutlicht erlischt, und stattdessen blitzen bunte Scheinwerfer über den Rasen und die Tribünen der Red-Bull-Arena. Ohrenbetäubend hallen die üblichen Fussball-Songs aus den Lautsprechern und erzeugen ausgelassene Partystimmung, von der sich die Spieler von Red Bull Salzburg gerne anstecken lassen. Das Publikum feiert sie zu Recht – gleich 5:1 gewinnt die Mannschaft das Schlagerspiel der zweiten Bundesliga-Runde gegen den Meister Austria Wien und wird damit ihrer Favoritenrolle gerecht. Denn diese nimmt der Verein zu Beginn jeder Saison ein, seit der Getränkehersteller Red Bull ihn mit seinen Millionen unterstützt und zum Liga-Krösus gemacht hat. Das Budget der Salzburger beträgt mit rund 40 Millionen Euro knapp das Dreifache desjenigen des Titelverteidigers.

    Verein als Marketingvehikel
    David Rettenbacher steht an diesem Abend nicht hinter dem Goal im Stadion, für dessen Errichtung er einst gekämpft hatte. Er war sieben Jahre alt, als ihn sein Vater erstmals an ein Spiel mitnahm. Es war das Jahr 1988, und Austria Salzburg steigt Ende Saison wieder in die Bundesliga auf. David wird ein glühender Anhänger des Vereins, besucht Heim- und Auswärtsspiele und steht später als Mitglied einer Ultra-Fangruppierung in der Kurve. Er erlebt den Höhenflug der Austria, die 1994 im Uefa-Cup-Final gegen Inter Mailand spielt und drei Mal Meister wird. Salzburg ist das Mass aller Dinge in Österreichs Fussball, stets begleitet von einer heissblütigen Anhängerschaft. Doch bald geht es wirtschaftlich und sportlich bergab. Unzählige Male leidet David noch mit, aber niemals so wie am 18. September 2005. Auch damals ist Austria Wien zu Gast, für den harten Kern der Fans spielt der Fussball jedoch längst eine Nebenrolle. In Erinnerung an den 72. Geburtstag der 1933 gegründeten Austria verlassen etwa 1500 Fans in der 72. Minute das Stadion – viele für immer.

    Es ist der schlimmste Moment einer emotionalen Achterbahnfahrt, die David in den Wochen zuvor erlebt. Als bekannt wird, dass mit Red Bull ein finanzstarkes Unternehmen aus der Region als Hauptsponsor der vom Konkurs bedrohten Austria in den Fussball einsteigt, ist die Euphorie zunächst gross. Doch der Produzent von Energy-Drinks, der bisher nur in der Formel 1 und Extremsportarten in Erscheinung getreten ist, will den Verein nicht nur unterstützen. Er soll zu einem Marketingvehikel werden und den Fussball neu definieren. Dass damit die Namensänderung in Red Bull Salzburg verbunden ist, ist für die Fans hinnehmbar. Dies ist in Österreichs Liga seit Jahren Alltag. Der ÖFB untersagt zudem, dass als neues Gründungsdatum 2005 den Anfang einer neuen Ära kennzeichnet. Dafür müsste Salzburg in der tiefsten Liga beginnen. Das traditionelle Violett jedoch muss dem Rot-Weiss des Unternehmens ebenso weichen wie das alte Vereinswappen dessen Logo.

    Der «Farbenstreit»
    Es ist dieser «Farbenstreit», der zum Bruch mit den Fans führt. Wochenlang führen sie Gespräche mit der neuen Vereinsführung, sammeln Tausende von Unterschriften, und es kommt europaweit zu Solidaritätsaktionen – auch in Schweizer Stadien. Das letzte Angebot Red Bulls aber ist für die Fans ein Hohn: ein violettes Ausrüsterlogo und violette Stulpen für den Goalie. Das ist nicht mehr ihr Verein, und Red Bull legt keinen Wert auf diese Fans. Das Unternehmen will den Fussball für neue Zielgruppen attraktiv machen, dafür trenne man sich von den «Krawallbrüdern», heisst es. Den in Fanklubs organisierten Anhängern wird nahegelegt, das Stadion künftig zu meiden.

    Diese Aufforderung hätte es nicht mehr gebraucht. Längst steht der Entschluss der Fans fest, Austria Salzburg neu zu gründen und in der tiefsten Liga anzutreten. Walter Windischbauer, der den Klub heute präsidiert, hatte seit Mitte der siebziger Jahre jedes Heimspiel der Austria besucht und tat dies auch in den ersten beiden Jahren nach dem Führungswechsel 2005. Die rot-weissen Trikots hielt er zu Beginn für ein Missverständnis der Marketing-Abteilung von Red Bull, das korrigiert werde. Doch die Stimmung fehlte, das Publikum änderte sich, und die Spiele wurden durch merkwürdige Aktionen als Event zelebriert. So wurden etwa die ersten Matches von zwei stadtbekannten Radiomoderatoren live im Stadion kommentiert, bis die Schiedsrichter dies untersagten. Zwar wird Red Bull Salzburg in der zweiten Saison nach dem Umbruch Meister. Seine Liebe jedoch war erkaltet, erzählt Windischbauer, dem Verein fehlte die Seele.

    Nicht ohne Stolz trägt er heute den violetten Austria-Pin am Revers. Der Klub hatte einen chaotischen Start. Am Anfang bildeten die besten Fussballer aus der alten Austria-Fan-Kurve die Mannschaft und die Capos den Vorstand. Mit den Regeln müssen sie sich erst vertraut machen. Erst am allerletzten Abend der Frist wird etwa eine notdürftige Spielerliste bei der Liga eingereicht. David erfährt erst drei Jahre später, dass auch er für die Mannschaft gemeldet war. Doch das Fanprojekt wird zum Erfolg. Vier Mal in Serie gewinnt die neue, alte Austria den Meistertitel in der jeweiligen Liga und spielt mittlerweile in der dritten Leistungsklasse. Zunächst finanziert aus Spendengeldern, Sammelaktionen und den Mitgliederbeiträgen, fliesst heute sogar mehr Geld von Sponsoren in die Vereinskasse als durch den Ticketverkauf.

    Die Austria kann auf durchschnittlich 1500 Fans zählen, was für die Regionalliga ein sensationeller Wert ist, wie Windischbauer betont. Üblich sind sonst ein paar Dutzend Zuschauer. Das überforderte die Kapazitäten vieler Vereine, und es kam auch zu Zwischenfällen, wie der Präsident einräumt. In den letzten Jahren sei es aber gelungen, das auch durch eine von Red Bull beeinflusste mediale Negativkampagne getrübte Image zu verbessern. Besonders stolz ist man auf das enge Verhältnis von Vereinsführung und Fans. David Rettenbacher etwa hilft überall dort aus, wo er gerade gebraucht wird, was auch einmal das Nachfüllen von WC-Rollen bedeuten kann.

    Das Ziel der Austria ist die Rückkehr in den bezahlten Fussball. Sportlich verpasste man den Aufstieg in die zweite Liga nur knapp – und scheiterte ausgerechnet am FC Liefering, dem Farmteam von Red Bull Salzburg. Inzwischen erfüllt der Klub auch viele der Auflagen für die Erteilung der Profilizenz wie fernsehtaugliches Flutlicht und computerisiertes Ticketing. Dennoch versprüht das Stadion, das im Wesentlichen aus einer grossen Tribüne vor der Kulisse der nahe gelegenen Salzburger Berge und einiger Einfamilienhäuser besteht, den Charme eines Provinzklubs. Nur wenige Kilometer von der Red-Bull-Arena entfernt feiert an diesem Abend zwei Stunden vor den Rivalen auch die Austria einen souveränen Sieg, trotz rekordhohen Temperaturen angefeuert von einem euphorischen Publikum. Mindestens die Hälfte der Tribüne nehmen hier die eingefleischten Fans ein, die meisten von ihnen gehören noch zu jenen, die einst bei der «alten» Austria in der Kurve standen.

    Red Bull Salzburgs Anhängerschaft ist volatiler. In der letzten Saison musste der Verein einen Zuschauerschwund von fast 20 Prozent hinnehmen, im Durchschnitt waren es pro Spiel 8000. Ist das Team erfolgreich, besuchen wie gegen Austria Wien 12 000 Personen das Stadion. Doch gegen einen unattraktiven Gegner oder nach einer Niederlagenserie sind es auch einmal nur 3000. Zu einem in der Stadt verankerten Herzensklub ist Red Bull Salzburg noch nicht geworden, der Jubel kippt hier rasch in Häme. «Wir müssen um jeden Fan kämpfen», sagt der Spieler Kevin Kampl dazu.

    Fokus Champions League . . .
    Lange hatte der Verein auch nichts dafür getan, um bei den Anhängern für grössere Identifikation zu sorgen. Teure Trainer und Spieler kamen und gingen. Doch inzwischen ist ein Umdenken erkennbar. Gegen Austria Wien standen vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs auf dem Feld, und der Trainer Roger Schmidt durfte seinen Job behalten, obwohl letzte Saison mit Rang 2 in der Meisterschaft, dem Cup-Out gegen den Drittligisten Pasching und vor allem der blamablen Niederlage gegen die Luxemburger Amateure aus Düdelingen in der Qualifikation zur Champions League alle Ziele verfehlt wurden.

    Nicht geändert haben sich allerdings die Ansprüche der Klubführung. Die vier seit 2005 gewonnenen Meistertitel reichen dem Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz nicht, sein deklariertes Ziel ist die Champions League. Daran ist der Verein, den Mateschitz einst innert Jahren unter den zehn besten Teams Europas sehen wollte, trotz enormem finanziellem Aufwand bisher jedes Mal gescheitert; so auch dieses Jahr. Die Erwartungen seien viel zu hoch gewesen, sagt Gerhard Öhlinger, der den Klub für die «Salzburger Nachrichten» beobachtet. Doch auch die Unstimmigkeiten zu Beginn der Red-Bull-Ära spielten eine Rolle. Mateschitz habe keine Erfahrung im Fussball gehabt und unterschätzt, welche Bedeutung die Tradition eines Vereins für die Identifikation von Spielern und Staff habe.

    . . . und Leipzig
    Das mag auch damit zu tun haben, dass das eigentliche Interesse des Red-Bull-Chefs eher bei der Formel 1 zu liegen scheint. Das Projekt Fussball will er aber noch nicht begraben, im Gegenteil. Auch da die Verdienstmöglichkeiten und die grenzüberschreitende Publizität im österreichischen Fussball beschränkt sind, setzt Red Bull vermehrt auf die deutsche Bundesliga. Das Unternehmen finanziert den Verein RB Leipzig, der sich offiziell Rasenballsport nennt, da die Bundesliga Namen zu Werbezwecken verbietet. Leipzig ist in die dritte Bundesliga aufgestiegen, erklärtes Ziel ist mittelfristig die erste Spielklasse. Öhlinger ist überzeugt, dass dieser Klub früher oder später der Mittelpunkt des Fussballprojekts von Red Bull sein wird und Salzburg dann als Ausbildungsverein dienen könnte.

    Auch dann wäre Red Bull Salzburg in der österreichischen Bundesliga, in der inzwischen von reichen Mäzenen unterstützte Dorfvereine und einige mit Geldsorgen kämpfende Traditionsklubs zahlenmässig dominieren, wohl noch das Team, das es zu schlagen gilt. Windischbauer hofft, dass irgendwann auch die Austria zu den Herausforderern zählen wird und es zu einem klassischen Derby kommt. Was das heissen könnte, hat das Spiel der Austria gegen den FC Liefering im Mai in der Red-Bull-Arena gezeigt. 10 000 Zuschauer verfolgten diesen Regionalliga-Match, eine grosse Mehrheit Fans von Austria Salzburg. Das zeigt Windischbauer, welches Potenzial das Projekt hat, das aus der Not seiner treusten Fans entstanden ist.

    Dietrich Mateschitz sagte jüngst in einem Interview mit einer deutschen Zeitung, Tradition sei kein Verdienst, alt würden die Dinge von allein. Er gibt jeweils auch zu verstehen, es gebe Vereine mit einer Zukunft und Vereine mit einer Vergangenheit. Das mag auf Red Bull Salzburg zutreffen. Die Austria, so scheint es, hat beides.

    us de hütige nzz:

    Poker um das Stadion

    GC, der FCZ und die Firma Halter wollen in Zürich ein Stadion bauen. Sie sind auf das Wohlwollen von Stadt und Credit Suisse angewiesen. Diese reagieren reserviert. Von Christine Steffen und Flurin Clalüna

    Ancillo Canepa sitzt in seinem Büro und stopft die Pfeife. Es ist der Tag nach der Niederlage gegen die Grasshoppers, und vielleicht würde sich der Präsident des FC Zürich gerne darüber Gedanken machen, wie er seine Mannschaft verstärken kann. Aber er tut, was ihn sein Jahren beschäftigt: weibeln für ein Stadionprojekt.

    Vor acht Jahren wurde Canepa Präsident im FCZ. «Damals hat man mir in aller Ernsthaftigkeit versprochen, dass wir 2008 ein neues Fussballstadion haben werden», sagt er. Seither sind zwei Projekte gescheitert: das Fünfeck mit Mantelnutzung der Credit Suisse am Widerstand der Anwohner und das von der Stadt finanzierte Stadion an der Urne. Jetzt zieht Canepa an seiner Pfeife und sagt: «Ich erwarte, dass alle Beteiligten unser Projekt unterstützen.» Kaum zwei Monate sind vergangen, seit die Stadtzürcher Bevölkerung Nein gesagt hat zu den 216 Millionen Franken, mit denen ein Stadion und Wohnungen auf dem Hardturmareal hätten gebaut werden sollen. Und schon kämpft Canepa wieder für ein Projekt. Das ist etwas irritierend, weil die beiden Klubs im Wahlkampf vermittelt hatten, dass bei einer Ablehnung der Vorlage Spitzenfussball in Zürich kaum eine Zukunft habe. Canepa sagt, dieses Risiko bestehe weiterhin - offensichtlich hat man sich aber sehr wohl Gedanken um einen Plan B gemacht.

    Namensrecht für die CS?

    Die neue Idee knüpft an das Modell einer privat finanzierten Arena mit Mantelnutzung an; im Unterschied zum Projekt der Credit Suisse sind Mantelnutzung und Sportstätte aber örtlich getrennt. Der Stadionbau soll aus den Erträgen aus Wohnungen und Büros auf dem Hardturmareal querfinanziert werden und auf einem Areal entstehen, das die Stadt im Baurecht zu einem symbolischen Zins abgibt. Als Vorbild dient das Stadion-Konstrukt in Luzern (siehe Text rechts).

    Im Boot mit dem FCZ und GC ist die Immobilienunternehmung Halter, die bereits in Luzern gebaut hat. Zurzeit werden zwei Standorte favorisiert (siehe Grafik); eine von den Initianten in Auftrag gegebene Studie hat jedoch 18 weitere mögliche Standorte in- und ausserhalb der Stadt eruiert - etwa auf dem Kasernenareal und der Allmend Brunau. Vorgesehen ist, dass die Stadt dem Konsortium das Land beim Hardturm für 50 Millionen Franken verkauft; zum Preis also, zu dem sie es 2010 von der CS erworben hat. Allerdings hat die CS bis 2035 ein Rückkaufsrecht zum gleichen Preis, falls auf dem Land kein Stadion entsteht - am Tag der verlorenen Abstimmung hat der Stadtrat André Odermatt darauf hingewiesen, dass der Hardturm für die Stadt als Stadion-Standort kein Thema mehr sei. Zudem handelte es sich bei den 50 Millionen um einen Vorzugspreis. Weil die Überbauung beim Hardturm den Bau des Stadion finanzieren soll, geht das Konsortium davon aus, dass die Credit Suisse das Projekt unterstützen wird (siehe Interview). Das ist eine gewagte Annahme. Eingehen mag die CS auf die Offensive nicht. «Wir prüfen zusammen mit der Stadt Zürich die Alternativen und besprechen das weitere Vorgehen» - den dürren Satz hat sie nach dem Nein zum Stadion am 22. September verlauten lassen, an ihm hält sie fest.

    Der GC-Präsident André Dosé lädt ins Restaurant «Heugümper». Er sagt: «Das Land beim Hardturm hat einen höheren Wert als 50 Millionen. Da braucht es ein Entgegenkommen der CS.» Er räumt ein, dass im Gegenzug wohl ein Entgegenkommen des Konsortiums gefragt sei, damit das Projekt für die CS attraktiver werde. Dass es dabei etwa um die Namensrechte für das Stadion gehen könnte, will er weder bestätigen noch ausschliessen.

    Man kann davon ausgehen, dass die Credit Suisse nicht zuletzt vom Tempo der Initianten überrascht wurde - wie auch die Stadt. Am 1. Oktober, neun Tage nach der verlorenen Abstimmung, hatte André Dosé vor den GC-Fans auf der Hardturm-Brache bereits angekündigt, es sei realistisch, dass man in vier, fünf Jahren ein privat finanziertes Stadion habe. Am 25. Oktober fanden sich um 7 Uhr die beiden Klubpräsidenten und eine Delegation der Firma Halter bei den Stadträten André Odermatt, Gerold Lauber und Daniel Leupi ein. Sie präsentierten ihren Vorschlag und gingen fünf Stunden später damit an die Öffentlichkeit. Der Finanzvorstand Daniel Leupi erklärt auf Anfrage, weder die Klubs noch die Halter AG hätten den Stadtrat vorher informiert.

    «Schnelle Antworten»

    Mit der raschen Bekanntgabe setzen die Initianten Druck auf. Für sie ist es unabdingbar, schnell Hoffnung auf einen Auszug aus dem Letzigrund zu schaffen, um das Umfeld von Geldgebern, Sponsoren und Fans im Fall von GC bei Laune zu halten. Dosé sagt: «Wir brauchen schnelle Antworten. Weder die Stadt noch die CS brauchen ein Jahr, um unseren Vorschlag abzuklären.» Das Konsortium forciert aber nicht nur das Tempo, sondern baut forsch auf ein Wohlwollen der anderen Parteien. Dosé erkennt sogar eine «Verpflichtung der Stadt, Hand zu bieten für eine Lösung». Diese leitet er aus dem knappen Abstimmungsresultat ab: «Wenn es bei einer Abstimmung fast 50:50 steht, ist ein gewisser Handlungsbedarf da. Ich sehe das weniger als Entgegenkommen der Stadt denn als Lösung, wie man das Bedürfnis von fast 50 Prozent der Stimmbürger befriedigen kann.» Und Canepa sagt: «Dieses Projekt zu torpedieren, wäre nur noch böswillig.» Den Profit für die Stadt sehen sie darin, dass diese auf dem Gebiet des Hardturm-Parkhauses die Sozialwohnungen bauen könnte, die bei der kombinierten Abstimmung im September angenommen wurden.

    Der Stadtrat lässt sich durch die entschiedenen Ansagen nicht aus der Reserve locken. Daniel Leupi lässt nüchtern verlauten: Der Stadtrat mache eine Auslegeordnung und prüfe alle denkbaren Varianten und privaten Initiativen. Er schreibt: «Nach zwei gescheiterten Projekten und insbesondere nach dem Nein der Stimmberechtigten ist ein Beitrag der Stadt - in welcher Form auch immer - höchstens in einem bescheidenen Rahmen denkbar.» Man kann sich auch fragen, warum die Stadt einer privaten Firma wie Halter Land zu einem Dumpingpreis überlassen soll - selbst wenn die lange Leidensgeschichte um ein Fussballstadion in Zürich als angenehme Begleiterscheinung gelöst würde.

    Die Dringlichkeit begründen die Präsidenten mit der Situation im Letzigrund. Dosé spricht davon, dass das wirtschaftliche Überleben der Klubs «schwer bis unmöglich» sei, bekämen sie kein Stadion. Kurzfristig möchten der FCZ und GC der Misere mit baulichen Massnahmen begegnen. Denkbar sei etwa, das Stadion mit Glas zu umhüllen. «Das gäbe Wetterschutz und wäre gut für die Stimmung und die Sicherheit, weil kein Pyro-Material mehr ins Stadion geworfen werden könnte», sagt Canepa. Zudem wünschten sich die Klubs eine Vergrösserung der Restaurationsmöglichkeiten von 329 auf 1000 Plätze.

    Längerfristig muss für die Klubs ein neues Stadion entstehen. Die Energie, mit der sie vorpreschen, spricht für ihre Not. Ihre Strategie hat überfallartigen Charakter. Entsprechend zurückhaltend präsentieren sich diejenigen, die grosszügig Hand bieten müssten für die vorgeschlagene Lösung. Ancillo Canepa sagt: «Das ist eine mehrfache Win-win-Situation.» Stadt und CS werden sich sehr genau überlegen, was sie zu gewinnen haben.

    Plan der Initianten

    «Kann es sich die CS wirklich erlauben, hier nicht mitzumachen?»

    NZZ am Sonntag: Das neue Stadionprojekt kam für viele überraschend schnell auf den Tisch. Wie lange existiert die Idee schon?

    Markus Mettler: Fünf Tage nach der Abstimmung sind wir auf die Präsidenten André Dosé und Ancillo Canepa zugegangen. Hinter dem Projekt steht eine längere Geschichte. Schon 2009, als sich die CS aus ihrem Stadionprojekt zurückzog, hatten wir eine ähnliche Idee. Sie sah ebenfalls vor, das Stadion und die Mantelnutzung zu trennen. Wir haben das Projekt damals auch der Stadt präsentiert, aber sie hatte die Absicht, das Stadion selber zu bauen. Heute glaube ich, dass unser Projekt die einzige Möglichkeit darstellt, ein privatwirtschaftlich finanziertes Stadion zu erstellen.

    Schon in der Volksabstimmung hatten die Befürworter den Eindruck erweckt: entweder dieses Stadion oder keines. Wenn Sie sagen, das sei die einzige Möglichkeit, wird man stutzig.

    Das ist mir klar. Natürlich kann man darauf hoffen, dass ein privater Investor kommt und für 100 Millionen Franken ein Stadion hinstellt. Auch die Klubs könnten das theoretisch tun, aber das ist aus finanziellen Gründen undenkbar. Oder ein Gönner wie Roman Abramowitsch könnte uneigennützig ein Stadion finanzieren. Daran kann man glauben. Aber es ist nicht realistisch. Auch die Finanzierung durch die öffentliche Hand ist gescheitert. Dann bleibt nicht mehr viel übrig - eigentlich nur noch unser Modell.

    Sie möchten das Hardturm-Areal für 50 Millionen Franken kaufen, obwohl das Land mehr wert ist.

    Natürlich ist das nicht der Marktpreis. Die 50 Millionen entsprechen jedoch exakt dem Preis, den die Stadt der CS 2010 für das Grundstück bezahlt hat, um darauf ein Stadion zu bauen. Da unsere Zielnutzung dieselbe bleibt - eine Sportstätte zu realisieren -, sind wir der Ansicht, dass der Fussball einen historisch legitimen Anspruch auf dieses Land erheben darf.

    Wie meinen Sie das?

    Unser Vorschlag an die Stadt und die CS ist: Verwendet die Grundstücke im Hardturm, die immer schon für den Fussball genutzt wurden, zur Finanzierung eines Stadions.

    Die CS hat ein Rückkaufsrecht auf das Hardturm-Areal, wenn dort kein Stadion entsteht. Weshalb soll sie es nicht selber nutzen?

    Die Frage ist: Ist die CS wirklich nicht bereit, im Sinne des Fussballs einer solchen Lösung zuzustimmen? Aufgrund ihrer historischen Tradition müsste sie dafür sein. Kann es sich die CS wirklich erlauben, hier nicht mitzumachen?

    Sie setzen die CS unter Druck.

    Ja, das ist so. Klar haben wir die CS auch etwas überrascht mit unserem Vorschlag, aber am Ende des Tages wird es auch für sie eine Win-win-Situation sein.

    Was ist der Gewinn für die CS?

    Sie kann ihr langfristiges Versprechen verwirklichen, ein Stadion für Zürich zu realisieren. Was es ihr wirtschaftlich bringt, wird sie sich überlegen müssen.

    Wie sieht jetzt Ihr Zeitplan aus?

    Sobald wir die Bewilligungen haben, sollen institutionelle Anleger eintreten - zum Beispiel auch die CS. Wir bieten eine marktadäquate Rendite. Das Einzige, das passieren kann, ist, dass die Stadt oder die CS sagen, sie wollten nicht mitmachen - aus einem Grund, den wir uns nicht vorstellen können.

    Was soll auf dem Areal gebaut werden?

    Wir wollen 600, 700 Wohnungen zu marktüblichen Preisen erstellen. Die Rendite kommt aus den Wohnungen und aus 14 000 m2 Bürofläche. Der Ertrag aus den Liegenschaften dient der Querfinanzierung des Stadions.

    Also tragen die Investoren das Stadion nur mit, um von anderen Liegenschaften zu profitieren.

    Das ist böse gesagt, aber die Wahrheit. Die Investoren haben ein Portfolio mit Wohnungen Büros, Gastroflächen und 2 Millionen Erträgen von den Klubs.

    Um noch einmal böse zu sein: Für Ihre Firma war es doch gut, dass das Stadion abgelehnt wurde.

    Der VR-Präsident Balz Halter ist eingefleischter GC-Fan. Nach der Abstimmung war er sehr enttäuscht. Doch dann haben wir gesagt: Wir gehen bewusst raus mit einem neuen Projekt. Interview: Flurin Clalüna, Christine Steffen

    Zitat von Larry

    Wills so schön gsi isch: Team 1977 wo im Halbfinale vom Meistercup gäge Liverpool gstande isch.

    Leider au uf dem Bild scho wieder eine wo nüme läbt, de Zappa :sad:


    im gegensatz zum vorherigen foto, ist auf diesem foto mein damaliger lieblingsspieler auch drauf: franco cucinotta (glaub ich wenigstens)! ich hatte damals das shirt mit seiner nr. 8...gäll benny, der in der unteren reihe, rechts aussen, oder?

    zur aktuellen situation: urs meier darf für mich kein thema sein! er bezahlt jetzt sein lehrgeld, ähnlich wie es urs fischer in seiner 2. trainer saison beim fcz getan hat. nun profitiert der fc thun von seiner gewonnenen erfahrung. da dieses jahr keine abstiegs- bzw. barragegefahr besteht muss unbedingt an urs meier festgehalten werden! kontinuität ist endlich mal gefragt. nicht üblich in der schweiz, aber dringend nötig! grosse ligen wie england oder deutschland beweisen, dass sich ein festhalten an einem (guten) trainer mittel- bzw, langfristig auszahlt!

    nebenbei: dortmund war im ersten jahr mit kloppo zwölfter...der rest ist bereits fussballgeschichte!

    nebenbei2: und ja, der fcz war im ersten favre jahr letzter nach der vorrunde...nur dank sven hotz, wurde favre nicht entlassen! auch hier ist der rest (schweizer) fussballgeschichte!

    Zitat von Larry

    Es isch kein Blödsinn:

    http://www.bilanz.ch/unternehmen/fc-zuerich-rauchende-koepfe

    "Im Meisterjahr 2009 verkaufte der FCZ an einem einzigen Wochenende Trikots, Bälle und Caps für 250 000 Franken, heute sind es an einem Wochenende 5000 Franken."

    ...und im Taliban sis Salär :spinneli:


    250000.- wird der fcz genau an dem wochenende nach gewinn des titels gemacht haben und sonst gar nie. und die 5000.- beziehen sich wahrscheinlich auf irgendein graues herbstwochenende im tristen fringer zeitalter. ist ja auch ein artikel von damals. die wahrheit dürfte wie immer in der mitte liegen. wobei die heutigen umsätze sicher näher an 5000.- denn an 250000.- sind.

    der taliban des jahres 1 in zürich war dieses salär locker wert. der heutige dürfte nach leistung gemessen, nicht mehr als fix 200000.- verdienen.