jetzt chunts sicher guet! ![]()
Beiträge von snowcat
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Zitat von LarryAlles anzeigen
FCZ und Urs Meier: Weitere Annäherung
(pb.)
In 20 Tagen nimmt der FC Zürich das Training nach der Weihnachtspause wieder auf, die Mannschaft trifft sich am 3. Januar auf der Allmend Brunau erstmals im neuen Jahr. Fünf Wochen später dann folgt mit dem Heimspiel gegen Lausanne der Start in die Rückrunde der Super League (Spielplan unten). Welcher Trainer die auf dem zweitletzten Platz liegenden Zürcher in den Kampf gegen den Abstieg führen wird, ist auch drei Wochen nach der Entlassung von Rolf Fringer noch nicht bekannt.
Im Verlauf dieser Woche verdichteten sich die Anzeichen weiter, dass Interimstrainer Urs Meier (51) aussichtsreichster Kandidat auf Fringers Nachfolge ist. Meier tauschte sich intensiv mit Präsident Ancillo Canepa aus, letztmals gestern Freitagnachmittag. Die Gespräche sollen sehr konstruktiv verlaufen sein, in entscheidenden Punkten soll weitgehende Übereinstimmung erreicht worden sein: In der Winterpause werden keine Transfers getätigt, dafür hoffnungsvolle Nachwuchsspieler wie Leandro Di Gregorio und Fabio Schmid aus der U-21 in die erste Mannschaft integriert – dies auch aus Spargründen, weil das Budget von über 20 auf rund 17 Millionen Franken reduziert wird. Die definitive Entscheidung der Trainerfrage wird der FCZ nächste Woche publik machen.
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--------------------------------------------Hm....keine Transfers.......wenn das nur gut kommt!
wenn ein club an dem punkt angelangt ist, an dem der fcz jetzt ist, braucht es vor allem eines: frisches blut. jemanden unbelastetes von aussen. jemanden der aufräumt, verkrustete strukturen bricht, neuen wind und motivation reinbringt. darum: keinen neuen trainer zu holen ist ein klarer fehlentscheid, budget hin oder her! keinen neuen sportchef zu holen, bzw. den bickel assi zum sportchef zu machen, wäre genauso ein fehlentscheid. sportlich wären 2 routiniers dringend nötig. um das budget nicht zu belasten müsste man halt 2-3 (ausländische) spieler abgeben. und sei es nur auf leihbasis. anderes dürfte auch kaum möglich sein, niemand kauft im moment unsere ausländer...ausserdem: wäre meier ein alphatier, trainersau, typischer 1. mannschaft trainer, wäre er nicht mit über 50 jahren immer noch in den uxx mannschaften trainer. und dann sollte man sich auch bewusst sein, dass man sich mit einem budget von 17 millionen um lichtjahre hinter basel, sion und yb befindet. auch niederhasli verfügt über ein (deutlich) höheres budget. luzern dürfte etwa im selben bereich zu hause sein. st. gallen nicht allzu weit weg. anders gesagt: alles was über den 5. platz hinausgeht ist zugabe und geschenkt...auch wenn der präsi (wieder einmal) den championsleague titel als saisonziel verkündet!
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hett no 2 tix vorig, für je 66.-, fürs hose konzert am 18.12. in basel. villicht hät jo öpper kollege in basel...:-)) falls bedarf, pn a mich. danke.
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nzz heute:
Die Jammer-Liga
Der NHL-Lockout dauert nach dem Verhandlungsdebakel an
cf. · Und wieder ging eine Verhandlungsrunde ergebnislos zu Ende: Nach dreitägigen Verhandlungen in New York würgte die NHL die aufkeimende Hoffnung auf ein Ende des Lockouts ab, indem sie das neueste Angebot der Spielergewerkschaft als untauglich abschmetterte. Statt mitten im Winter Eishockey zu spielen, streiten sich die NHL-Parteien also weiterhin um Fragen, die nur Millionäre und Milliardäre interessieren können: wie lange ein neuer Gesamtarbeitsvertrag (8 oder 10 Jahre) gültig ist, wie lange Mehrjahresverträge mit Spielern längstens dauern sollen (5 oder 10 Jahre) und ob geltende Verträge über 100 Millionen Dollar allenfalls um ein paar wenige Prozente gekürzt werden - das alles lässt vorab die amerikanische Öffentlichkeit zusehends kalt. Die NHL, das steht fest nach diesem neuerlichen Verhandlungsdebakel, präsentiert sich als Jammer-Liga. Die einzige nordamerikanische Profi-Liga, die schon einmal eine ganze Saison ausfallen liess (2004/05), spielt erneut mit dem Feuer.
Immerhin bleibt den in der Schweiz engagierten Lockout-Spielern ein lachendes Auge: Viele werden nämlich in der Meisterschaftspause nächste Woche zu Vergnügungstrips aufbrechen; der Bieler Tyler Seguin wird die Bars in Boston heimsuchen, das Ehepaar Brown sich in Paris mit kalifornischen Freunden vergnügen. Auch ein Spengler-Cup mit allen Lockout-Stars wird immer wahrscheinlicher. Ob Sidney Crosby, der sich mit Verve an den Verhandlungen in New York beteiligt hat, sich nun zu einem Europa-Engagement aufrafft, bleibt offen. Erst wird der Stanley-Cup- und Olympiasieger wohl den Frust verarbeiten müssen.
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Zitat von Larry
Roli, muesch jetzt eusem Greenkeeper öppe eis zahle?
De isch sicher im Höch, oder?
ich gsehn ihn am sunntig binere private vorwiehnachtsfiir, ich grüess en scho mal vo dier.de schaffed scho 20 jahr bi gc, de isch meh als d'helfti devo im höch gsi. so ganz neu isch es also nöd...abgseh devo isch er bis 25-i servette fan gsi...und wo de fcz während em letziumbau im hardturm gspillt hät, isch er oft im fcz libli umegloffe. er hätt während de fcz spiel de hardtrumrase betreut. aber die seged em generell symphatischer als de eigeni verein...spiller, vorstand, aber au d'fans...:razz:
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Zitat von larlf
en gc fred wär doch gar nöd lustig, würed ja eh nur 2-3 lüüt schriebe. drum lieber bitz da mitläse/kommentiere/provozierä: das macht doch d'rivaltität erst us. jetzt sowieso, wo de normalzuestand i de tabälle wieder hergstellt isch
wär ja langwielig, wänn jede für sich wür schriebä (das chan mer ja dänn au im fcz oder gc forum mache, wänn mer s'bedürfnis denah hät).
mit dir machts ja auch spass. aber wir haben hier 2 riesenvollpfosten, die ihren ganzen müll jeweils hier abladen. dabei weiss jeder, dass müll in die kehrichtverbrennungsanlage gehört! -
Zitat von LarryAlles anzeigen
Weisch no?
Aussenbahn
GC und die Schadenfreude
(wie)
Und dann jährt sich an diesem 6. Dezember ein weiteres Ereignis zum 20. Mal. Ganz so exakt wie beim Nein zum EWR lässt sich das zwar nicht sagen, trotzdem darf man davon ausgehen, dass sich auch in diesem Fall eine Mehrheit der Schweizer über das Resultat freute. Sicher jedenfalls, wer Fussball-, aber nicht GC-Fan war. Was damals für recht viele galt in der Schweiz. Denn die zwei Buchstaben standen für Geld und Macht und Siege in Serie und gaben ein wunderbares Feindbild ab.
Vielleicht muss man dabei gewesen sein, um das zu begreifen: Das Lieblingsteam eines damals Halbwüchsigen von 15 Jahren bestreitet ein Heimspiel, er ist vor Ort. Doch Gegner und Ergebnis könnten nicht unbedeutender sein, was nämlich hängen bleibt, ist einzig der nervöse Blick auf den Totomaten, das Fixieren von Spiel Nummer 2 an diesem Sonntagnachmittag: YB - GC im alten Wankdorf. Und wie die Tafel in der Schlussphase plötzlich auf 2 gedreht wird, auf 2:1 für YB. Der Pole Piotr Nowak traf in der 82. Minute, wird es später heissen. GC muss in die Auf-/Abstiegsrunde, und aus der Vergangenheit weiss der Teenager nur zu gut, wie sich das anfühlt.
Bei GC aber stellt er es sich noch eine Spur schlimmer vor, und das entschädigt für vieles. Es ist in dieser Saison ja ein grosses GC. Das GC mit Wunderstürmer Giovane Elber, der von der AC Milan kam, damals der beste Club der Welt. Das GC mit Spielern wie Brunner, Bickel oder Gren, mit Jungstars wie Sutter, Sforza oder Vega. Mit dem holländischen General Beenhakker an der Seitenlinie. Und keiner dieser Grössen erkannte drüben im Wankdorf, dass ihnen für die Finalrunde ein Unentschieden gereicht hätte. Stattdessen stürmt GC in den Abstiegskampf. Die Schadenfreude könnte kaum grösser sein. Ohne die Zürcher wird es ein schöner, meisterlicher Frühling.
Natürlich schlug das Imperium fürchterlich zurück. In der Abstiegsrunde schoss GC in 14 Spielen 42 Tore und schaffte den Ligaerhalt ohne grössere Probleme. 1995 und 1996 wurde GC Meister und erreichte als erste Schweizer Mannschaft die Champions League. Und der Verein des damals Schadenfreudigen verlor wieder so unerschütterlich jeden Match gegen die Grasshoppers wie vor dem 6. Dezember 1992.
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herrlich war's! ich sass damals auf der alten haupttribüne. hinter mir ein halbes dutzend rentner. das war damals das hauptpublikum, die südkurve hiess noch züri egge und der war zu dieser zeit gähnend leer. als die yb 2 angezeigt wurde, haben die rentner zu feiern begonnen, wie ich vorher und nachher nie mehr rentner habe feiern sehen. hätte man denen pyros in die hand gedrückt, sie hätten sie gezündet.zu schön war's den arroganten zürcher geldadel, nach den massiven investitionen in die mannschaft, in der abstiegsrunde zu sehen. mit der nominell wahrscheinlich besten gc mannschaft aller zeiten.
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Zitat von Simms
Die schottisch Liga isch ja sowieso scho am Ende. Sind no knapp under de beschte 30 im Uefa-Ranking, das heisst so um Länder wie Bulgarie ume. Celtic muess vermuetli öpe 4 qualirunde überstah, wenns jemals wieder id CL wend.
und trotzdem hat sich celtic für die cl 1/8 finals 2012/2013 qualifiziert!
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Zitat von Adm. Bööf
Wenn man jetzt eifach mal realistisch ist, kann die Zukunft von Ambühl nur der HCD (und leider nicht Zürich) sein.
1. er ist Davoser
2. er hat sämtliche Juniorenstufen mit dem HCD durchlaufen
3. er hat bewiesen, dass er auch ausserhalb von Davos erfolgreich sein kann
4. Davos ist im Umbruch, Rizzi, Von Arx etc. sind im Spätherbst ihrer Karriere. Hier bietet sich für ihn die Gelegenheit, also Davoser zur ultimativen HCD-Identifikationsfigur zu werden
5. wird er es sicher nochmals in NA probieren. Und wenn's nicht klappt, zum HCD zurückkehren (so ist ja auch seine Verpflichtung in Zürich zustande gekommen)
noch realisitscher scheint mir calgary zu sein.nach davos kann er immer, zum zsc auch. in calgary ist der trainer ein fürsprecher von ihm. diesen luxus geniesst selten bis nie ein schweizer in der nhl. diese chance MUSS er eigentlich nutzen. und für einen passablen 3.-4. linien-nhl spieler reicht sein können allemal. wenn ich so sehe, was in die schweiz kommt mit (angeblich) 200+ nhl spielen...
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Zitat von snowcat
was ich noch sagen wollte: neben weiler als trainer würde ich noch axel thoma als sportchef engagieren. er hat beim fcz die nachwuchs academy mitaufgebaut und leistet heute, mit äusserst beschränkten finanziellen mitteln, in wil hervorragende arbeit.
aber ebe, uf mich loset ja niemer...

ah, jetzt häts au press gmerkt... :razz: -
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Zitat von Larry
...Er habe die Spieler in den Tagen darauf aus dem Halbschlaf wecken müssen und ihnen erklärt, was er erwartet...
das finde ich dann doch ziemlich bedenklich...aber hauptsache die haare sind schön und die 400 ps laufen rund!Zitat von LarryAus dem Derby hat Chiumiento herausgelesen, dass es dem FCZ an spielerischer Qualität mangelt. Aber das Derby hat nichts an seiner Einschätzung geändert, dass dem Kader Persönlichkeiten und ältere Spieler fehlen, dass die Mischung nicht stimmt. Er wünscht sich drei, vier Leaderfiguren. Darunter versteht er nicht Spieler, die herumschreien, sondern den Ball fordern.
ist (fast) richtig. an spielersicher qualität mangelt es aber nicht. aber dass 2-3 routiniers fehlen, ist schon seit wochen offensichtlich. vor allem im zentralen mittelfeld.Zitat von LarryEntweder greift Canepa nach hinten rechts oder es geht ums nackte Überleben im Frühling.
viel wichtiger ist, dass nun auch neben dem rasen die richtige mischung wieder gefunden wird. sprich sportchef, trainer und vor allem vorstand und präsident. bleibt canepa präsi muss er endlich lernen, dass dieser job nicht der selbsbefriedigung und der selbstdarstellerei dient. und er muss auch lernen, die installierten leute in ruhe arbeiten zu lassen. nichts nervt mehr, als wenn der chef das gefühl hat, pausenlos reinreden zu müssen.etwas münz brauchts natürlich auch. aber die situation in welcher der fcz steckt, kann nicht einfach mit geld korrigiert werden. dieses system funktioniert beim zsc, aber eishockey ist auch nicht so kostenintensiv wie fussball.
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nzz am sunntig:
s'beschte wo ich bis jetzt zu dem thema gläse han! es wär ja eigentlich so öppis vo eifach...

Aussenrist
Liverpooler Messe ohne Feuer
Vorletzte Woche spielte YB in der Europa League in Liverpool 2:2. Die Atmosphäre an der Anfield Road glich einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Wenn die dort im Chor «You'll never walk alone» singen, ist das wie ein abgewandeltes Vaterunser. 2500 Fans begleiteten YB. Die waren Weltklasse. Schon der friedliche Marsch zum Stadion vor dem Spiel hinterliess Eindruck. Aber der Höhepunkt der Fussball-Messe war das Transparent «In Memory of Hillsborough», das im YB-Sektor hochgehalten wurde und der vielen Liverpooler Opfer in der Stadionkatastrophe von Hillsborough 1989 (96 Tote, 766 Verletzte) gewidmet war. Dafür gab's im Stadion eine brandende Standing Ovation.
So war das in Liverpool. Die YB-Fans führten sich gut auf und zündeten auch keine Fackel, keine Petarde. Nichts. Die Fanarbeit Bern hatte zuvor im Fan-Guide auf «starke repressive Massnahmen seitens der Polizei bei Fehlverhalten» hingewiesen. Die britische Polizei gelte als «nicht besonders zimperlich». Die Order der Sicherheitskräfte spürten auch Schweizer Medienvertreter, die sich danach hinter dem Stadion in der Mixed Zone mit Direktbeteiligten unterhielten. Zone ist und bleibt Zone. Nicht überschreiten, please. Die gut bewachte Messe in der Kirche Anfield Road war trotzdem schön. Es geht gut ohne Feuer und Rauch, dachte man.
Sechs Tage später YB - Luzern im Berner Stade de Suisse. Vor dem Spiel brennen im YB-Sektor zig Fackeln ab. Das Stadion wird kurzzeitig eingenebelt. Das gehöre ganz einfach dazu, lassen Fan-Kreise wiederholt verlauten. Die eindrückliche Messe in Liverpool hat gezeigt, dass dem so nicht ist. (bir.)
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nzz am sunntig:
Fredy Bickels fliegender Wechsel von Zürich nach Bern
«Eigentlich wäre es jetzt an mir, Canepa zu helfen»
NZZ am Sonntag: Sie waren neun Jahre Sportchef beim FCZ. Aber als Sie am Mittwoch in Bern vorgestellt wurden, sprachen Sie vom «Nachhausekommen». Wie muss man das verstehen?
Fredy Bickel: Neben dem FC Zürich waren es immer die Young Boys, die in meinem Leben wichtig waren. Man hat mich zwar immer wieder auch in die Nähe zu GC gebracht, aber YB und der FCZ haben mich geprägt. In Bern gab man mir die erste Chance, etwas aufzubauen.
Sie sagten, Sie hätten in den letzten Jahren jeden Tag an YB gedacht. Viele FCZ-Anhänger haben Ihre Aussagen als stillos empfunden.
Wenn meine Worte wirklich so angekommen sind, dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Das tut mir leid. Ich wollte ausdrücken, dass mich meine Geschichte mit YB in den letzten Jahren nie ganz losgelassen hat. Ich konnte meinen Abschied 2002 aus Bern nie richtig verarbeiten, er hat mich immer geplagt, das war damals ein extremer Einschnitt in mein Privat- und Berufsleben. Aber eigentlich hoffe ich schon, dass der FCZ-Fan in diesen Jahren gespürt hat, dass ich immer mit Herz beim FCZ war. Wenn man mich nicht so wahrgenommen hätte, würde mich das enttäuschen.Am Schluss hatte man den Eindruck: Fredy Bickel flieht aus Zürich.
Nein, das ist nicht so. Mein Abschied fällt mir sogar schwer, obwohl es in den letzten Monaten nicht einfach für mich war, für den FCZ zu arbeiten. Wir haben ein gutes Klima im Büro, ich habe diese Mannschaft gern, arbeite gern mit dem Staff und habe ein gutes Verhältnis mit dem Präsidenten Ancillo Canepa. Das alles hinter sich zu lassen, ist nicht einfach.Warum gehen Sie dann weg vom FCZ?
Es gab Ende September die Zeitungsschlagzeile «Bickel vor dem Rauswurf». Daraufhin meldeten sich mehrere Vereine, und bei mir ist der Gedanke gereift, dass der Zeitpunkt kommt, sich mit dem Abschied zu befassen. Als man mich im FCZ-Verwaltungsrat anschliessend mehrfach dazu aufforderte, zurückzutreten, war mir klar: Jetzt gibt es keine Zukunft mehr. In einem solchen Umfeld kann ich nicht arbeiten.Canepa stand hinter Ihnen.
Ja, schon. Aber er wusste, dass man mich aus dem FCZ weghaben will.Weshalb wollten die Verwaltungsräte Gregor Greber, Hans Ziegler und George Tzionas, dass Sie zurücktreten?
Das hatte mit den sportlichen Leistungen der vergangenen Monate zu tun. Sie sahen in mir den Ursprung der Krise. Greber und Tzionas sagten, ich solle meinen Vertrag zurückgeben. So haben sie es ausgedrückt. Aber richtig begründet haben sie es nicht.Es ist ungewöhnlich, den Sportchef für die kurzfristigen Resultate verantwortlich zu machen. Hat man Ihnen nicht eher schlechte Transfers vorgeworfen?
Bezüglich der Transfers habe ich selten direkte Vorwürfe gehört, vieles ist mir hintenherum zugetragen worden. Meine Kritiker waren Leute, die auf allen Ebenen einen Neuanfang beim FCZ wollten. Ich kann nachvollziehen, dass es diese Meinung gibt. Aber ich teile sie nicht.Interessant ist, dass die Kritiker Greber und Ziegler aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden sind. Eigentlich haben Sie sich doch durchgesetzt.Durchgesetzt? Es war zu spät. Ich hatte bereits verloren. Diese Rücktritte spielten keine Rolle mehr, das ist ja das Verrückte an dieser Geschichte. Ich habe wochenlang Abschiedsgedanken mit mir herumgetragen, wehrte mich jedoch immer dagegen. Es ging auch nicht nur um YB. Aber dann kam der Moment, als sich der Gedanke nicht mehr vertreiben und der Prozess sich nicht mehr stoppen liess. Als ich mich entschied, den FCZ zu verlassen, gab es kein Zurück mehr.
Ist es naiv zu glauben, man hätte sich viel früher an einen Tisch setzen und alles ausdiskutieren müssen?
Klar hätte man das so machen können. Ich habe mich ja oft mit Canepa ausgetauscht. Er wusste, wie ich mich fühlte, und es gelang ihm immer wieder, mich emotional zurückzuholen. Er sagte immer: «Bleib ruhig, ich habe es im Griff, es kommt alles gut.»Er hatte recht: Die Mehrheit Ihrer Kritiker ist nicht mehr im Verwaltungsrat.
Ja, das stimmt. Aber nochmals: Ich konnte nicht mehr zurück.Hätten Sie nicht schon im Dezember 2011 beim FCZ aufhören müssen? Damals haben Sie nach langem Zögern Ihren Vertrag bis 2014 verlängert.
Es stimmt, dass ich damals Anzeichen spürte. Es war zwar ein schwieriges Jahr, doch ich bereue es nicht.Wie ist Ihre Beziehung zu Canepa?
Er ist sicher enttäuscht von mir. Und es tut mir leid, wie er jetzt kritisiert wird. Canepa verkörpert mit Leib und Seele den FCZ. Er will nur das Beste für den Verein. Ich hatte auch schon schwierige Zeiten, und da hat er mir geholfen. Eigentlich wäre es jetzt an mir, Canepa zu helfen und alles durchzustehen. Aber ich hatte nicht mehr die Kraft. Die letzten Wochen haben mich völlig zermürbt.Man kann Ihnen vorwerfen, dass Sie dem FCZ in einer sehr schwierigen Zeit den Rücken kehren.
Das kann man so auslegen. Aber ich kann es auch umdrehen. Auch der Verein hat mich in den letzten zwölf Monaten hängenlassen - zumindest ein Teil des Vereins. Canepa wollte das zwar nicht. Aber ein grosser Teil der Führungscrew hat mich mehr und mehr ins Abseits gestellt.Wie gross ist Ihr Anteil an der Krise, die der FC Zürich jetzt erlebt?
Ich habe mich von dieser Situation zerfleischen lassen. Alle diese Nebenschauplätze haben mich in den letzten Monaten zu weit von der Mannschaft entfernen lassen. Ich habe dadurch auch das Gespür für sie verloren. Das gilt auch für die Zusammenarbeit mit dem Trainer Rolf Fringer. Von allen Trainern, mit denen ich bisher zusammengearbeitet habe, konnte ich ihn am wenigsten unterstützen.In Ihrer Karriere als Sportchef haben Sie drei Trainer verpflichtet: Bernard Challandes, Urs Fischer und Rolf Fringer. Mit zwei von ihnen ist es schiefgegangen. Was sagt Ihnen das?
Mit Urs Fischer lief es bis zum Bruch ja sehr gut. Er war 2010 die richtige, logische Wahl. Fischer verdiente die Chance. Er ist und bleibt für mich ein guter Trainer. Ebenso Rolf Fringer. Er war einfach zum falschen Zeitpunkt beim FC Zürich.Interview: Flurin Clalüna
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nzz am sunntig:
Der FCZ und seine Kampfscheidungen
Lucien Favre
Er war der Trainer, der dem FCZ nach dunklen Jahren den Erfolg zurückbrachte. Doch als Lucien Favre den Verein 2007 wieder verliess, ging er im Streit. Ancillo Canepa warf ihm vor, beim Wechsel nach Berlin «brandschwarz gelogen» zu haben. Noch Jahre später schickten sie einander gehässige SMS. Der Verteidiger Steve von Bergen, der Assistenztrainer Harald Gämperle und später auch der Brasilianer Raffael folgten Favre. Über Gämperle hatte Canepa gesagt: «Er geht nur über meine Leiche.»Almen Abdi
15 Jahre hatte Almen Abdi für den FCZ gespielt. 2009 weigerte er sich, seinen auslaufenden Vertrag zu verlängern. Der Verein befürchtete, er werde ablösefrei wechseln. Und plötzlich spielte Abdi nicht mehr. Er und sein Berater warfen Canepa vor, dem Trainer Bernard Challandes befohlen zu haben, ihn auf die Bank setzen zu müssen. Abdis Vater warf dem FCZ Mobbing vor. Man beschuldigte sich gegenseitig der Lüge. Abdi sagte später: «Es war die schlimmste Zeit meines Lebens.»Urs Fischer
Es ist der Sündenfall des FC Zürich schlechthin: Mehr als dreissig Jahre hatte Urs Fischer beim FCZ verbracht. Als er 2010 Cheftrainer wurde, sagte Canepa: «Ich war mir in meiner Berufskarriere noch nie so sicher über einen Personalentscheid wie bei Fischer.» Nach seiner Entlassung in diesem März sagte Fischer: «Es ist viel Geschirr zerschlagen worden. Das lässt sich nicht mehr flicken.» Der FCZ hatte es fertiggebracht, sich mit einer seiner grössten Identifikationsfiguren zu überwerfen.Gregor Greber
Der Finanzexperte Gregor Greber kam im Sommer 2011 gemeinsam mit Hans Ziegler in den FCZ-Verwaltungsrat. Es war die Zeit, als der FCZ einen Verlust von 8,6 Millionen Franken ausweisen musste. Von Greber und Ziegler hatte sich der FCZ erhofft, sie würden Geld bringen. Beide sind nach einem verlorenen Machtkampf nicht mehr im Verein. Canepa sagte vor wenigen Tagen: «Ich bin enttäuscht von Gregor Greber. Er hat mein Vertrauen zutiefst missbraucht.»Rolf Fringer
Als Rolf Fringer im Frühling kam, war er der Wunschkandidat des FC Zürich - der einzige Trainer, mit dem man sich überhaupt unterhalten hatte. Canepa und Fringer tranken Cüpli und sprachen begeistert über den Fussball der sechziger Jahre. Hier wurde eine entstehende Männerfreundschaft zelebriert. Nur wenige Monate später ist das Verhältnis zerrüttet. Canepa sagte, Fringer sei wegen einer Aussage am Fernsehen «untragbar» geworden. Und Fringer weigerte sich bei seiner Entlassung, die fristlose Kündigung zu akzeptieren, die Canepa ausgesprochen hatte. (fcl.)