Beiträge von snowcat

    Zitat von Mushu


    Ich erwarte - wenn überhaupt - höchstens 18 Punkte.

    Was ich aber hoffe, ist, dass sie diese bekommen. Dann hoffe ich, dass Lausanne und GC so weiter machen wie bis gestern. Und dann hoffe ich, dass sich GC ins B verabschiedet (und dort bis zur Auflösung bleibt).

    Bin immer noch überzeugt, dass mit "1 Stadt, 1 Verein" die Perspektiven mittelfristig besser werden, und langfristig sogar gut sind!

    das wäre natürlich musik... :geil:

    und die leidige fusionsfrage wäre auch gelöst!

    gruess roli c

    dabei geht aber vergessen, dass sion in den nächsten tagen/wochen noch punkte zurück erhalten wird. ich erwarte, dass sion 24 punkte bekommt und somit bereits jetzt wieder auf platz 5 wäre, 1 punkt hinter dem vierten...

    gruess roli c.

    Zitat von sloggi

    und hoffentlich geben die restlichen spiele etwas mehr her.

    das habe ich gestern auch gedacht!

    ein neutraler, unwissender zuschauer, hätte hinter diesem spiel nie und nimmer einen final vermutet und sich ziemlich sicher gelangweilt!

    gruess roli c.

    Zitat von larlf

    ja genau und wieso söll de fcz meh fanpotential ha als gc?


    vielleicht weil sich der fcz nie um den nachnamen, den sozialen status, die nationalität, die schulbildung, die sexuelle gesinnung etc. seiner mitglieder gekümmert hat und darum beim normalen volk in der stadt zürich halt immer noch mehr verankert ist, als der verein der noblen herren vom zürichberg? :nixwiss:

    gruess roli c.

    Zitat von Simms

    Wo um alles in der Welt ist denn dieses grosse Fanpotential? Man wurde dreimal in 4 Jahren Meister und hat in der dritten Meistersaison einen Schnitt von nicht einmal 10'000 Zuschauern? Mehr Erfolg als in den Jahren 06-09 kann der FCZ ja nicht mehr haben, trotzdem schien dieses Potential nicht an die Spiele gekommen zu sein.... :floet:

    Ich denke, du überschätzt das Potential von Zürich ein bisschen. Es scheint einfach nicht allzu viele Leute in Zürich zu geben, welche gerne an Fussballspiele gehen...


    wo habe ich von grossem fanpotential gesprochen? ich sage nur: bedeutend grösser als jenes von niederhasli.

    gruess roli c.

    Zitat von Simms

    Also neutraler Xamaxfan will ich einfach mal einwerfen, dass beide Teams im Erfolgsfall um die 10'000 Zuschauer im Schnitt gehabt haben (GC zwischen 7500 und 8500, FCZ zwischen 10'000 und 12'000), im Misserfolgsfall haben beide deutlich weniger (GC aktuell etwa 5000-6000, Zürich in den 90ern z.T sogar unter 4'000). Die Unterschiede sind nicht allzu gross, auch wenn man sich das heute schlecht vorstellen kann.

    Oder glaubst du, wenn der FCZ 4-5 Jahre kein Erfolg mehr hätte, sogar gegen den Abstieg spielen müsste, kämen weiterhin 10'000? Dann würde der Schnitt wohl auch ziemlich schnell wieder Richtung 6-8000 sinken.


    nein, das glaube ich nicht, aber behaupte es auch nirgends. ich sage nur, dass beim fcz grundsätzlich einiges mehr fanpotential vorhanden ist, als bei unseren freunden aus niederhasli. der fcz kann darum auch einiges mobilisieren/bewegen. anders gesagt: bei gcn ist so eine entwicklung - auch im erfolgsfall - nicht vorstellbar, weil das fanfundament schlicht und einfach fehlt.

    gruess roli c.

    Zitat von larlf

    wo isch de blablabla tröim wieter Chnopf?
    Jede Klub hät zuesätzlichi neui jungi Fans, sobald Erfolg da isch zudem gits au no s'sogenannte Event Publikum, wo de Rest vom Stadion uffüllt, soferns dänn mal irgendwänn es Stadion geh sött in Züri....

    ich wiederhole mich jetzt zum x-ten mal. aber insektengehirne arbeiten scheinbar etwas langsamer...:

    diesen stamm an eventpublikum, immer neuen jungen fans etc., hatte gcn noch nie. ausser bei einem cl match. auch im guten alten hardturm, als tabellenleader mit topmannschaft, also in zeiten mitte der 80-er bis ende der 90-er jahre spielte gcn gegen bellinzona vor 4000 zuschauern. und wieso das plötzlich ändern soll, soll mir mal einer erklären! :nixwiss:

    gcn ist wahrscheinlich auch das einzige traditionsteam der ch, welches es fertig gebracht hat, cupfinals vor praktisch leeren rängen auszutragen! und viel mehr (fussball-)event als cupfinal geht nun wirklich fast nicht...

    gruess roli c.

    zürich-yb. wieder eines dieser unentschieden, die niemandem was nützen. aber immerhin in einem kurzweiligen, sehr unterhaltsamen spiel.

    dieser fussball, mit der offensiven ausrichtung von fringer... :floet:

    gruss roli c.

    Zitat von Mushu


    Man könnte es fast glauben, wenn da nicht auch noch VP wäre.

    Aber weisst du was? Ich hoffe auch, dass sich da zwei Liebende gefunden haben. Und die bisherigen Interviews sind durchaus unterhaltsam und nicht unsympathisch.

    Und dass er bereits Chick pusht, finde ich eigentlich gut. Den musst du schicken, oder auf ihn bauen. Ich würde auch auf seine Fähigkeiten bauen.

    fairerweise muss man aber schon sagen, dass unser favorit vp, ausser einem aufstieg und cupfinal mit dem nobody bellinzona, nichts gewonnen hat.

    aus der heutigen nzz am sonntag:

    gruess roli c.

    Der menschliche, verletzliche Trainer

    Der FC Zürich will sich an Bewährtem festhalten. Also wird der 55-jährige Rolf Fringer neuer Cheftrainer. Von Peter B. Birrer

    Bei den Zürchern ist die Zeit des Höhenflugs. Über 60 Trainer aus dem In- und Ausland sollen sich beim Klub beworben haben, darunter «viele renommierte Namen aus der Bundesliga», wie der euphorisierte FCZ-Präsident Ancillo Canepa sagt. Das Selbstverständnis des Klubs bläht sich auf, auch wenn's im Moment nicht gut läuft. Canepa hält derweil die angeworfene PR-Maschine warm und freut sich öffentlich über Spekulationen in den Medien. Der Grund: «Sie halfen uns in den Vertragsverhandlungen.» Hauptsache, die ganze Welt hat nur eine Adresse im Kopf: den Letzigrund, den FC Zürich.

    Die Präsentation des künftigen FCZ-Trainers Rolf Fringer verläuft nach bekanntem Muster. Es wird der Eindruck vermittelt, als habe eine Familie zueinandergefunden, als kehre ein verlorener Sohn zurück und als scheine nur noch die Sonne. Was früher war, ist ausradiert. Der FCZ-Trainer ist kein FCZ-Urgestein, kein Unverbrauchter, kein «Eigener» mehr wie Urs Fischer. Der FCZ fährt auch nicht auf der Risiko-Schiene wie der FC Basel, der 2009 den jungen Thorsten Fink ausgegraben hatte und 2011 dessen Assistenten Heiko Vogel zum Cheftrainer beförderte. Der FCZ will keinen Jungen und wenig Risiko. Nein, der FCZ hält sich an Bewährtem fest, am 55-jährigen Rolf Fringer.

    Meistertitel 1993 und 1998

    Der Adliswiler ist ein bekanntes Gesicht, das im Schweizer Fussball schon manches Jahr mitgeprägt hat. Er führte den FC Aarau 1993 und GC 1998 zu Meistertiteln. Er schuf sich einen grundsoliden, ehrlichen Ruf, auch wenn er immer wieder Abstürze zu bewältigen hatte und nie mehr dort anknüpfte, wo er einmal als Jungtrainer gewesen war. Es gibt seit 1998 keine Titel und auch keine Finals mehr mit Fringer. Oft wurden Konfliktlinien öffentlich, oft endeten die Perioden mit einem Filmriss. In Stuttgart (1995/96) führte die Fehde mit dem Klubpräsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder zur Trennung. Die Zeit mit dem Schweizer Nationalteam begann mit dem 31. August 1996 und der 0:1-Niederlage in Baku gegen Aserbeidschan denkbar unglücklich, wovon sich Fringer nicht mehr erholte. Im Team breitete sich Fäulnis aus, Fringer zerrieb sich an Spielern wie Ciriaco Sforza. Im Grasshopper-Club fand der Trainer Ende der neunziger Jahre letztlich den Dreh nicht, wie man neben dem Manager Erich Vogel länger überlebt. In fast jeder Aufarbeitung schwingt irgendwann der Zusatz mit: Fringer, das Opfer.

    Er ging von 2000 bis 2003 zurück zum provinziellen FC Aarau und hatte danach kurze Abenteuer in Al Wahda (Vereinigte Arabische Emirate), Limassol und Saloniki. Von ihm wurden auch private Einschnitte und Rückschläge öffentlich, die ihm in seinem Beruf, in dem nach Stärke gelechzt wird, nicht immer zum Vorteil gereichten. Er redete auch offen darüber, wie er als Arbeitsloser stempelte. Das alles zementierte das Bild des menschlichen, verletzlichen Trainers, der immer wieder aufsteht und sich hochzukämpfen vermag. Fringer pflegt seit Jahren gewieft exzellente Verbindungen zu Entscheidungsträgern einflussreicher Medien. Solches ist in der Aussendarstellung nicht unwesentlich.

    Die letzten zwei Stationen waren St. Gallen (2006/2007) und Luzern (2008 bis 2011). Beide Klubs wollten mit ihm ins neue Stadion einziehen, beiderorts war der Beginn gut und das Ende unrühmlich. Dieter Froehlich, der frühere Präsident des FC St. Gallen, nähert sich dem «mea culpa», als er gebeten wird, die Zeit mit Fringer einzuordnen. Der Trainer sei einfach in eine Negativschlaufe geraten, aber weil St. Gallen danach mit dem Coach Balakow abgestiegen sei, «müssen wir uns fragen, ob das der richtige Entscheid gewesen ist», sagt Froehlich. Es war eine unruhige, unübersichtliche Zeit in St. Gallen, als das neue Stadion rief und zu viele mitredeten. Edgar Oehler, einer der Geldgeber, verhöhnte die Vereinsführung als «Trachtengruppe». In Luzern wuchs Fringer die umfangreiche Akte Yakin über den Kopf, obschon er im Gerangel gegen Yakin die Lokalpresse auf seiner Seite wusste. Der Spieler Hakan verselbständigte sich, der Trainer Murat rückte schon bald für Fringer nach. So wurde Fringer wieder Opfer - Yakin-Opfer.

    Fringer als Verkäufer

    Wegbegleiter sagen, dass Fringer ein talentierter Verkäufer sei - vor Sponsoren, vor dem Team, vor Medien. Er könne in einer Mannschaft gute Stimmungen erzeugen und motivieren, er habe eine offensive Ausrichtung und sei keiner, der sich an defensive Fussball-Taktiken klammere. Aber Fringer setze sich nicht akribisch mit einem Spieler auseinander, halte sich nicht lange mit den Problemen der Fussball-Sorgenkinder auf und leiste keine Überstunden. Wenn er im Klub in Schräglage gerate, schalte er schnell ihm gut gesinnte Medien ein, was noch mehr Gräben aufreisse und Präsidenten wie Walter Stierli (Luzern) auf die Palme bringe.

    Ursprünglich soll also die halbe Trainerwelt vom FC Zürich geträumt haben. Das vermittelt jedenfalls Canepa. Wer kommt, ist Fringer. Ihn hat der FCZ-Sportchef Fredy Bickel auf den Schild gehoben und mit Schützenhilfe der Medien intern durchgebracht. Die Bundesliga ist weit weg. «Ich habe keine Lust, mich in Zürich als Trainer zu bewerben. Ich habe mich auch nie in Zürich beworben. Ich habe mit niemandem in Zürich gesprochen, und ich habe die Nase voll von solchen Medien-Spielchen», sagt einer der Phantom-Kandidaten aus der Bundesliga. Nicht ganz alle wollen zum FCZ.

    Zitat von Mushu

    Geile Kommunikation bei GCN. Der Trainer -mit Vertrag bis Ende 12/13 - ist heute entlassen worden. Der Vollzug folgt aber erst in zwei Monaten. Fruchtbare Basis für eine fordernde Leistungskultur. Brillianter Start des Neuen!

    aus der heutigen nzz am sonntag.

    gruess roli c.

    «Der Erfolg muss kurzfristig kommen»

    Der neue GC-Präsident André Dosé wäre nie bei einem erfolgreichen Klub eingestiegen. Ihn reizt es, die Grasshoppers mit mehr Geld neu aufzubauen. Ciriaco Sforza ist in der neuen Saison nicht mehr Trainer

    NZZ am Sonntag: Sie hatten bisher keine persönliche Beziehung zu GC, jetzt werden Sie Präsident. Woher kommt das plötzliche Interesse?
    André Dosé: GC ist ein Traditionsklub und immer noch ein sehr guter Brand. Es ist wichtig, dass es in der Schweiz wieder einen starken Grasshopper-Club gibt. Es ist meine Aufgabe, GC vorwärtszubringen.

    Aber bisher sind Sie nie mit GC in Zusammenhang gebracht worden.
    Das interpretieren Sie so, weil ich immer mit dem FC Basel in Verbindung gebracht werde. Es gibt Leute, die das jetzt kritisieren, aber ich würde diesen Hintergrund nicht überbewerten. Mein Heimatort ist Horgen, ich wohne im Fricktal, dort gibt es sehr viele GC-Fans.

    Sie hätten FCB-Präsident werden sollen.
    Ich war als Crossair-Chef Sponsor des FCB. Später gab es eine Anfrage, ob ich Präsident werden wolle. Aber das war schon nach der Gründung der Swiss. Da konnte ich nicht auch noch FCB-Präsident sein. Und es wäre auch nicht klug gewesen, denn die Swiss war ein Schweizer, kein Basler Projekt.

    Ihre fünf Vorgänger bei GC sind fast alle frustriert aus dem Amt geschieden. Wieso passiert Ihnen das nicht?
    Ich spüre die Solidarität des Owner Club, sonst wäre ich nicht angetreten. Ich habe es mir gut überlegt und mit vielen Leuten diskutiert, die viel Geld in den Klub investieren. Sie sind bereit, in der Zukunft noch etwas mehr zu geben. Auf diesem finanziellen Fundament kann man aufbauen. Geld ist nicht gleich Erfolg. Aber es ist ein wesentlicher Teil.

    Das Budget von heute 15, 16 Millionen Franken soll grösser werden?
    Wir müssen ganz klar mehr Mittel haben, das ist so.

    Investieren Sie persönlich Geld in GC?
    Dazu äussere ich mich nicht. Meine Hauptaufgabe ist, mich gewaltig hinter das Dossier Sponsoring zu klemmen, um neue Quellen zu erschliessen.

    Werden Sie Ihre Beziehungen im Airline-Business aktivieren?
    Die Fluggesellschaften in Europa kämpfen gegen sehr tiefe Margen, das wäre keine gute Idee.

    Ihre Airline-Beziehungen reichen bis in den arabischen Raum.
    Ich sage nur, ich werde alles anschauen. Aber machen wir uns keine Illusionen - ein Sponsor muss auch zu GC passen, und umgekehrt muss GC auch der Firma etwas bringen. Ich kenne das von der anderen Seite, die Swiss hat sich stark im Sport engagiert.

    Den Namen Gulf Air nehmen Sie also nicht in den Mund?
    Nein, das mache ich nicht.

    Sind Sie Mitglied im Owners Club, der jährlich vier Millionen Franken zahlt?
    Im Moment nicht. Aber es ist möglich, dass sich das ändert.

    Werden Sie wie Ihr Vorgänger Leutwiler auch Präsident des Owners Club?
    Nein, die Trennung muss klar sein. Es ist auch klar, wer der neue Präsident der Owners sein wird. Das werden wir später bekanntgeben.

    Werden Sie für Ihre Aufgabe bezahlt?
    Im Moment nicht, wir hatten noch gar keine Zeit, darüber zu sprechen.

    Dann können Sie sich Ihr Engagement auch finanziell leisten.
    Ja, sonst würde ich es nicht machen.

    Was kommt nun auf Sie zu?
    Ich werde bis Anfang nächster Saison stark operativ führen und GC sicher 50 Prozent meiner Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Auch wenn wir die richtigen Leute am richtigen Ort installiert haben, werde ich mich nicht zurücklehnen. Ich werde sie weiterhin kritisch hinterfragen.

    Wie haben Sie die letzten Jahre bei GC aus der Distanz mitverfolgt?
    Es gab unglaublich viele Wechsel bei den Präsidenten, den Sportchefs und den Trainern. Mit einer solchen Inkonstanz kann man keine Firma und auch keinen Sportklub führen. Seit 1999 war GC zweimal Meister und hat einmal einen Cup-Final verloren. Das ist für GC zu wenig. Da braucht es andere Ansprüche.

    Was sind das für Ansprüche?
    Ich möchte jetzt noch keine sportlichen Ziele setzen. Aber wir müssen Jahr für Jahr besser werden, auch bei den Junioren. Leistung allein genügt nicht, wir müssen auf allen Ebenen wieder eine Winner-Mentalität haben. Erfolgsdenken muss man eintrichtern.

    Viele Ihrer Vorgänger haben genau
    das Gleiche gesagt. Können Sie nachvollziehen, dass man skeptisch ist?

    Das verstehe ich sehr gut. Ich erwarte keine Vorschusslorbeeren.

    Der zurückgetretene Verwaltungsrat Alain Sutter hat gesagt, dass es unmöglich sei, GC als Ausbildungsverein zu führen. Sehen Sie das auch so?
    Ja, da hat er recht. Im Sport ist es anders als in der Wirtschaft, der Erfolg muss kurzfristig kommen.

    Dafür braucht es sportliche Kompetenz - einen Cheftrainer, einen Sportchef, jemanden im Verwaltungsrat. Woher holen Sie diese Kompetenz?
    Wir brauchen zusätzlich sportliche Kompetenz, das ist klar. Interne Lösungen sind denkbar, externe auch.

    Der technische Direktor Mathias Walther wäre eine interne Lösung.
    Das ist so, er war auch schon Sportchef. Er hat derzeit eine wichtige Rolle. Man muss sich das gut überlegen, wenn man ihn verpflanzt.

    Könnte Ihnen Ihre Vergangenheit in Zürich politisch zum Nachteil werden? Immerhin übernahm die Basler Crossair mit Ihnen die Swissair in Zürich.
    In Basel gab es damals Vorwürfe an mich, weil ich mein Büro nach Zürich verlegen musste. Den Hauptteil unserer Operationen mussten wir in Zürich erledigen. Das war nicht einfach.

    Sie waren Krisenmanager bei der Swiss, jetzt sind Sie es bei GC. Wo ist der Unterschied?
    Die Grösse spielt keine Rolle, die Probleme sind stets ähnlich, auch die Lösungen. Es geht immer um Menschen, die man neu motivieren muss.

    Liegt darin auch Ihr persönlicher Reiz, weil man im Sport Leistung nicht unbedingt mit Erfolg identifizieren kann?
    Vielleicht, ja. Aber es geht mir persönlich vor allem darum, etwas aufbauen und den Klub auf Kurs bringen zu können. Das ist der Reiz für mich. Ich hätte mich nie bei einem erfolgreichen Klub engagiert.

    Sie haben dem Trainer Ciriaco Sforza mitgeteilt, dass für ihn Ende Saison definitiv Schluss sein wird.
    Ja, das ist einer der Unterschiede zwischen Sport und Wirtschaft. Dieser Schnitt musste einfach gemacht werden, als Zeichen für den Neuanfang nach innen und nach aussen. Es gibt Erwartungen. Sie sind berechtigt.

    Interview: Stephan Ramming, Flurin Clalüna

    Zitat von Rangersfan

    Als alter FCZ Fan hoffe ich sehr dass es mit Fringer klappt und er den Club zum Erfolg zurueck fuehren kann.

    Ich habe nichts gegen Fringer, aber wie er angestellt wurde stoert mich. Wie bei Fischer war er von Anfang an erste Wahl und man hat keine andere Kandidaten beruecksichtigt. So macht man keine wichtigen Personalentscheide, weder beim FCZ und sicher nicht bei Ernst & Young.

    Von den 60 Bewerbungen hatte es sicher einige interessante dabei. Anstatt sich nur auf einen Kandidaten zu fixieren, haette man sicher etwa ein Dutzend dieser Kandidaten auch interviewen muessen. Vielleicht haette sicher einer dieser Kandidaten als bessere Variante empfohlen und vielleicht nicht, aber wenn man nur einen Mann beruecksichtigt weiss man das ja nicht.

    Ich haette mich vielleicht auch bewerben sollen, ich bin in der Stadt aufgewachsen und bin auch als Kind auf der Tartanbahn gesessen.

    alle zeitungen die ich gelesen habe, und nun selbst die renommierte nzz, schreiben dieses engagement schön.

    fassen wir das in den zeitungen gelesene zusammen:

    - 2 alte liebende haben nach jahrzehnten endlich zusammengefunden.
    - fringer war als junger trainer sehr erfolgreich, als mittelalterlicher nicht mehr. hatte sehr viel mit seiner privaten situation zu tun. scheidung, todesfälle etc.
    - in luzern leistete er während 2 jahren hervorragende arbeit und ist eigentlich nur einem grössenwahnsinnigen präsi zum opfer gefallen. wer mit dem luzerner gurkenkader zuerst nicht absteigt, später in den europacup kommt und nachher wintermeister wird, verdient ein denkmal vor dem kkl und nicht den blauen brief. der wintermeister hat in luzern einigen den blick für die realität getrübt.
    - fringer ist ein trainer voller tatendrang und immer noch jung genug um es allen zu beweisen. wahrscheinlich seine letzte chance auf höchstem schweizer fussball niveau.
    - canepa/bickel konnten kein weiteres experiment mit einem unverbrauchten trainer wagen. weder mit einem schweizer, noch einem deutschen. und alle andern ausser fringer sind vertraglich gebunden, zu teuer oder in völliger unkenntnis vom schweizer fussball.

    also irgendwie ist fringer's wahl nachvollziehbar. oder anders gefragt: wen hätte man sonst nehmen sollen?

    ha, es funktioniert!! man kann's schönschreiben und während dem schreiben beginnt man sogar daran zu glauben! :floet: :floet: :floet:

    gruess roli c.

    Zitat von Champs-de-Mars

    Weitere positive Aspekte:

    Frisst lohnmässig nicht zuviel Budget weg
    Wir haben ein neues Sujet für die Saisonkarte
    Canepa hat (noch) nicht gesagt, dass er sich noch nie so sicher war bei einer Trainer-Wahl
    Schällibaum, Schönenberger werden nicht FCZ Trainer
    Fringer ist einer aus der Kurve (Züri-Egge)
    Er bezieht bis Sommer noch Lohn von Luzern und arbeitet im Hintergrund trotzdem bereits fleissig für den FCZ


    noch was:

    - rhetorisch ist er relativ gut, wird jede niederlage und krisensituationen elegant schönreden und so für ein allgemeines wohlgefühl sorgen. bis canepa/bickel merken, dass man gar nicht mehr um den titel spielt, ist es schon märz.
    - auch andy egli wird nicht ääfceezztt trainer!!!

    gruess roli c.

    Zitat von Champs-de-Mars

    Hehe, wird wohl der Grund sein. Ich denke mal da liegen auch finanzielle Gründe vor. Fischer ist weiter zu bezahlen, so entstehen bis Sommer keine doppelten Kosten.

    Schade haben sich meine Hoffnungen zerschlagen. Aber ich habe eine solch mutlose Wahl fast befürchtet.

    aber immerhin kann der wintermeister der saison 2012/2013 jetzt nur noch fcz heissen! gut, am schluss wird man trotzdem nur 5. und basel meister, aber was soll's. eine halbe saison freude am fcz ist doch eine markante steigerung gegenüber der diesjährigen saison! :razz:

    gruess roli c.

    Zitat von Mushu

    FDP-Filz war auch der erste Gedanken. Und im Zusammenhang mit GC ist das ja auch nichts Neues.

    Real-Satiere ist das Tatsächlich. Und so wie es klingt, hat der gute Herr wieder einmal eine schöne Marionetten-Rolle von den grauen (FDP)Männern im Hintergrund erhalten.

    Meine schon lange schwellende Hoffnung auf ein definitives Gümper-Ende hat auf jeden Fall kräftigen Aufwind erhalten! Alles so brutal durchsichtig ...


    ich freue mich jetzt mal noch nicht zu früh. kann nämlich durchaus sein, dass der filz wieder mal geld locker macht. und zwar bedeutend mehr als die letzten 10 jahre. und selbst bei sportlich inkompetenter führung schiesst geld hat trotzdem immer wieder tore.

    gruess roli c.

    Zitat von Caro

    fringer wird im summer trainer :haare: :haare: :haare: :haare: :haare:

    verstehe ich auch nicht, ab sommer bis 2014. wieso erst ab sommer? vielleicht weil man weiss, dass er jeweils nach 9 monaten verbraucht ist? :nixwiss:

    gruess roli c.

    Zitat von Champs-de-Mars

    Ja super. Fischer ist auch bekennender FCZ-Fan, genützt hats trotzdem nichts. Mit Canepa haben wir schon einen FCZ-Fan als Präsidenten, das reicht vollkommen.

    Ich hoffe auf Petkovic und sonst einen Ausländer, der vielleicht in der 2. Buli schon seine Erfahrungen gemach hat. Oder einen Mann wie Franco Foda, dessen Vertrag in Graz nicht mehr verlängert wird.

    :applaus: :applaus: :applaus:

    gruess roli c.