Beiträge von snowcat

    us de hütige nzz. wie allerdings eine zusammenarbeit aussehen soll, ist mir ein rätsel. realistisch gesehen gibts doch nur 2 szenarien: ist-zustand oder fusion.

    sie wänd doch tatsächli nur no 1 saisoncharte verchaufe! an mushu... :floet: im ernst: was de canepa seit, hat natürlich was: «Wenn man es rein rational anschaut, ohne Emotionen, dann könnte eine Zusammenarbeit aus wirtschaftlichen Gründen einen Sinn ergeben.»

    s'problem isch, dass es susch gfühlti 318 gründ gege e fusion git, aber de einti grund geld viel meh gwicht hät...

    mit eim einzige satz s'pack us niederhasli sehr treffend analysiert, herrlich!: «Bloss weil GC in den letzten Wochen ein paar Spiele gewonnen hat, hocken die jetzt plötzlich wieder auf dem hohen Ross», meint ein Kenner dieser Vorgänge.

    GC lässt Gespräche mit dem FCZ platzen

    Stadtzürcher Fussballvereine brüten über einer engeren Zusammenarbeit - bis hin zur Fusion

    Schlechte Finanzlage, drohende Defizite und der Neubau des Stadions Hardturm weichen die Fronten auf beiden Seiten auf.

    Felix E. Müller

    Die Sitzung war auf Dienstag um 7 Uhr 15 angesetzt. Ort: Städtisches Verwaltungszentrum Werdstrasse. Teilnehmer: die Spitzen der beiden Zürcher Vereine GC und FCZ sowie Vertreter der Stadt Zürich. Traktandum: Unterzeichnung eines «letter of intent» über die offizielle Aufnahme von Verhandlungen über eine Zusammenarbeit der beiden Grossklubs.

    Nur: Die Sitzung fand nie statt. Sie wurde in letzter Minute abgesagt, weil es sich die Vertreter der Grasshoppers in letzter Sekunde anders überlegt hatten. «Bloss weil GC in den letzten Wochen ein paar Spiele gewonnen hat, hocken die jetzt plötzlich wieder auf dem hohen Ross», meint ein Kenner dieser Vorgänge. «Doch mit ein paar gewonnenen Spielen löst keiner der beiden Klubs seine strukturellen Probleme.»

    Strukturelle Probleme umschreibt mit schönen Worten eine simple Tatsache: Beide Klubs haben zu wenig Geld. Im Moment ist dies im Fall des FCZ offensichtlicher: Nicht weniger als 8,6 Millionen Franken Verlust machte der Klub im Geschäftsjahr 2010. FCZ-Präsident Ancillo Canepa und der Vorstand reagierten darauf, indem sie für die neue Saison das Budget auf rund 20 Millionen senkten. Doch auch damit lebt der Verein über die Verhältnisse. Der «Sonntags-Blick» meldete vor einer Woche: «Um die kurzfristige Liquidität zu sichern, hat der FCZ bereits Transferrechte einzelner Talente an eine englische Investmentfirma verkauft.» Der Nennwert der Aktie wurde von 10 Franken auf 1 Franken 40 heruntergesetzt. Jetzt läuft eine Erhöhung des Aktienkapitals von 1,4 Millionen auf 4,2 Millionen Franken.

    Teurer GC-Campus
    Das ist jedoch nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Dringend benötigt der Verein bessere Trainingsbedingungen. Eine grosse Juniorenbewegung, eine wachsende Frauensektion beanspruchen die sportliche Infrastruktur über Gebühr. Doch die Pläne für einen Trainings-Campus Heerenschürli in Zürich Schwamendingen mussten mittlerweile wegen fehlender Mittel auf Eis gelegt werden; auch eine Finanzierung durch Bankkredite erwies sich als unmöglich. Jetzt liegt ein Gesuch auf dem Tisch der Stadt Zürich, das Projekt mithilfe der öffentlichen Hand zu stemmen. Zu alldem kommen enttäuschende sportliche Leistungen der 1. Mannschaft, was zusätzliche Unruhe in den Verein bringt.

    Nur vor einem Jahr steckten die Grasshoppers in der gleichen Situation. Ohne die reglementarische Zurückstufung von Xamax Neuenburg und Sion wäre der Abstieg in die Challenge League Tatsache geworden. Finanziell gelang es dem vorübergehend als Sanierer geholten Urs Linsi vor zwei Jahren, mit dem neu gebildeten Owners Club wenigstens eine solide Kapitalbasis bis 2014 zu formieren. Doch dann folgte die desaströse letzte Saison, die den Rekordmeister viel Goodwill kostete. Es erwies sich etwa als unmöglich, einen neuen Leibchensponsor zu finden. Schliesslich sprangen zwei Mitglieder des Owners Club mit je 500 000 Franken in die Bresche.

    Doch auch mit all diesen Massnahmen steht das gegenwärtige Budget von 17 Millionen auf wackeligen Füssen. Der Jahresabschluss 11/12 per Ende Juni 2012 weist einen Verlust von rund 500 000 Franken aus, trotz ausserordentlichen Transfererlösen von 2,3 Millionen. Gegenüber dem geplanten «Nullergebnis» ohne Transfer-Erträge stellt dieses Ergebnis eine Verschlechterung von 2,8 Millionen dar. Somit beginnt die Rechnung der neuen Saison mit einem Verlustvortrag von einer halben Million. Dazu hat die Anbindung des Spielers Veroljub Salatic grössere, nicht budgetierte Kostenfolgen. Und auch die gegenwärtige Siegesserie ist aus finanzieller Hinsicht nicht ohne Wermutstropfen, weil die Siegesprämien viel höher sind als erwartet.

    Auch bei GC lasten strukturelle Probleme schwer auf dem Verein, insbesondere der Campus in Niederhasli. Dieser verschlingt 2,5 Millionen pro Jahr, einen substanziellen Teil des regulären Budgets. Deshalb sind die Hoppers momentan nicht einmal mehr in der Lage, den dringend nötigen Ersatz eines Kunstrasenfelds im Betrag von 350 000 Franken zu finanzieren. So hat auch dieser Spitzenverein bei der Stadt angeklopft mit der Bitte um Unterstützung. Übrigens nicht zum ersten Mal: Die Stadt besitzt heute bereits zwei Fussballfelder des GC-Campus.

    Das momentane sportliche Hoch bei den Grasshoppers sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aussichten für die Zeit nach 2014 umwölkt sind. Einige der Owners werden dannzumal abspringen, Nachfolger müssen zuerst gefunden werden. Zwar hat der neue Präsident André Dosé einen schönen Anreiz, um neue Mittel aufzustöbern. Er erhält nämlich vertraglich eine fixe Provision auf alle Sponsorgelder, die er generiert. Aber ob dies genügt, um den künftigen Finanzbedarf des Vereins zu stillen, ist fraglich. Zudem: Wenn intern bereits von möglichen Einnahmen aus der Champions League gesprochen wird, verlässt man den Bereich seriöser Finanzplanung definitiv.

    Wen überrascht es da, dass beide Vereine immer wieder bei der Stadt auf der Matte stehen mit der Bitte um Unterstützung. Diese anerkennt zwar die positive Rolle der Fussballvereine gerade in der Nachwuchsförderung, tendiert aber zu einer Gesamtschau, weil sie genug hat von punktuellen Hilfsmassnahmen. Deshalb begrüsst und befördert sie die Annäherung der beiden Klubs. Von deren Wohlergehen ist sie schliesslich direkt betroffen, weil dies Einfluss hat auf die Pläne für ein neues Fussballstadion im Hardturm.

    Am 24. Oktober will das Hochbaudepartement das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs vorstellen. Dabei sind die Kosten ein wichtiges Thema. Ursprünglich plante die Bauherrin mit einem Betrag von 135 Millionen. Als das Sportamt aber dem Druck der FCZ-Fans nachgab und zwei getrennte Fankurven plante, schnellten die Kosten auf 150 Millionen hoch. Doch auch nach der zweiten Wettbewerbsrunde «verfehlte das Trio das Kostenziel wieder», schreibt die NZZ am 19. September. Wenn heute der Sprecher des Hochbaudepartements sagt, die 150 Millionen seien «kein Kostendach», sagt er im Kern, dass das Stadion noch teurer werden könnte.

    Eine Fusion der beiden Vereine zöge logischerweise den Verzicht auf eine der beiden Fankurven nach sich; die Kosten würden schlagartig um 15 Millionen sinken. Das dürfte die Chancen des Projekts in einer Volksabstimmung verbessern, zumal der städtische Haushalt jetzt in die roten Zahlen rutscht und deshalb der Kostenaspekt bei Abstimmungen wichtiger werden dürfte.

    Nüchterne Rechner im FCZ
    Im Stadthaus heisst es deshalb, beide Vereine sollten jenseits aller emotionalen Wallungen eine nüchterne Überlegung anstellen: Ist es möglich, in Zürich auf die Dauer zwei Spitzenklubs auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis zu führen? Die Frage stellen heisst sie verneinen. In den Führungsetagen beider Vereine gibt es Leute, die aus diesen Gründen einer engen Zusammenarbeit bis hin zu einer Fusion nicht mehr abgeneigt sind. Eine Machbarkeitsstudie des Beratungsunternehmens Deloitte soll eine Kosten-Nutzen-Analyse einer Fusion vornehmen.

    FCZ-Präsident Canepa hat der NZZ kürzlich gesagt: «Wenn man es rein rational anschaut, ohne Emotionen, dann könnte eine Zusammenarbeit aus wirtschaftlichen Gründen einen Sinn ergeben.» Canepa muss es wissen: Er hat im selben Interview enthüllt, dass er in den letzten sechs Jahren gegen zehn Millionen in den Klub versenkt hat. Auch jetzt ist er massgeblich an der laufenden Kapitalerhöhung beteiligt. Und im Verwaltungsrat sitzen etwa mit Gregor Greber und dem Sanierer Hans Ziegler Leute, die sicher eines können: nüchtern rechnen.

    Bei GC war es ähnlich. Der Verwaltungsrat hat den Auftrag erteilt, eine Fusion zu prüfen. Doch der Owners Club ist gespalten, auch wenn bis vor kurzem die Befürworter einer Annäherung eher das Übergewicht besassen. Mit der jüngsten Siegesserie hat sich das allerdings geändert. Nur so kann man das Fernbleiben von der Sitzung am vergangenen Dienstag interpretieren. Das letzte Wort ist damit aber sicher noch nicht gesprochen. Denn bei beiden Vereinen fehlt das Geld an allen Ecken und Enden. Und scheitert das neue Stadion an der Kostenfrage, dürfte die Stadt Zürich für längere Zeit fussballerisch gesehen kleine Bälle schieben.

    us de hütige nzz. schinbar tatsächlich e never ending story... :nixwiss:

    Neues Stadion im Hardturm

    Was lange währt, könnte auch scheitern

    Anfang 1999 lanciert der damalige Stadtpräsident Elmar Ledergerber den Plan, auf dem Hardturm-Areal ein Grossstadion für 30 000 Zuschauer, kombiniert mit einer kommerziellen Mantelnutzung, zu bauen. Drei Jahre später liegt ein originelles Projekt vor: Die Zürcher Architekten Meili und Peter planen einen fünfeckigen Bau. Am 7. September 2003 werden in einer Volksabstimmung der Gestaltungsplan sowie eine finanzielle Beteiligung der Stadt von 47 Millionen Franken bewilligt. Darauf eröffnen Anwohner einen gnadenlosen juristischen Abnützungskrieg gegen das Vorhaben, bis schliesslich Mitte 2009 die Landbesitzerin Credit Suisse und die Stadt klein beigeben und das Projekt beerdigen.

    Die Stadt gibt darauf bekannt, nun eine reine Fussballarena ohne kommerzielle Mantelnutzung zu planen sowie eine grosse Überbauung mit Wohnungen und Bürogebäuden. Die Kosten für das Stadion werden mit 100 Millionen Franken beziffert. Am 12. Februar 2010 kauft die Stadt der CS das Grundstück für Stadion und Wohnüberbauung für 50 Millionen ab. Damit ist sie allein für das Vorhaben zuständig. Allerdings ist im Vertrag vorgesehen, dass die CS nach zehn Jahren das Land wieder zurückkaufen kann, falls bis dann kein Stadion steht.

    Im Sommer 2010 werden die Eckwerte des neuen Projekts präsentiert: Das Stadion kostet nun 128 Millionen, die Wohnüberbauung wird auf 85 Millionen veranschlagt. Doch die Kosten für das Stadion steigen weiter: auf 135 Millionen. Dann gibt das Sportamt dem Druck primär der FCZ-Fans nach und sieht entgegen der ursprünglichen Planung neu zwei getrennte Fankurven vor. Auch werden wieder Stehplätze geplant, was den Vorschriften für internationale Spiele widerspricht. Deshalb zieht die Fifa einen versprochenen Beitrag von 20 Millionen zurück. Der neue Hardturm erfordert nun 150 Millionen; zudem ist mit höheren Betriebs- und Sicherheitskosten zu rechnen, auch zulasten der Klubs.

    Am kommenden 24. Oktober wird das Siegerprojekt des Wettbewerbs vorgestellt. Es stammt vom Aargauer Büro Burkard Meyer. Offensichtlich gelingt es keinem Architekten, die geforderten 150 Millionen einzuhalten. Diese Kostenentwicklungen plus die stetig steigenden Betriebskosten dürften den Widerstand gegen das Vorhaben vergrössern. Dieses muss nun vom städtischen Parlament genehmigt werden, danach vom Volk. Sollten dann noch Rekurse eingehen, wird es zeitlich enorm knapp.

    Scheitert auch der zweite Versuch, im Hardturm eine Fussballarena zu bauen, dürfte der Standort ausgespielt haben. In den Schubladen der städtischen Ämter ruht für diesen Fall ein Plan B: der Umbau des Letzigrunds zu einem Fussballstadion. Felix E. Müller

    Zitat von Hübe

    Hehe, meine auch;-). Muss mir den Film unbedingt mal wieder reinziehen, zu geil!
    Diese bekackten Amateure ;)


    :rofl: :rofl: :rofl:
    das wort wird zwar im zusammenhang mit filmen etwas überstrapaziert, aber in diesem falle trifft's den nagel auf den kopf: ein geniestreich der coen brüder!

    Zitat von sloggi

    ich will gar nix behaupten, ich zähle nur die zuschauerzahlen der beiden vereine (in etwa im schnitt) zusammen, wovon, wie gesagt, nur eine minderheit stimmberechtigt ist. nix anderes! das ist derjenige teil der stimmberechtigten, der bei einem ja profitiert, der rest bezahlt nur. auch wenn wir nochmals das dreifache an sympathisanten dazuzählen, ist das immer noch eine deutliche minderheit.


    aber es ist ja nicht so, dass immer die selben 20'000 zuschauer anwesend sind. darum ist die zahl der regelmässigen, aber auch gelegentlichen bis seltenen in der stadt zürich stimmberechtigten matchbesucher, bedeutend höher, als von dir vermutet. im stadtzürcherischen fussballverband sind 56 mannschaften angeschlossen. wenn auch sicher die hälfte aus nationalitätsgründen nicht wahlberechtigt sind, so sind alleine aus diesem umfeld tausende von stimmen zu holen.

    in relation zum städtischen budget von mehreren milliarden jährlich, sind die 150 millionen verteilt auf mehrere jahre auch nicht sooooo viel. und die jährlichen aufwendungen für das stadion schon gar nicht. darum: gut verkauft, wird dieses stadion angenommen. auch die hallenstadion renovation wurde hauptsächlich wegen dem aushängeschild zsc angenommen. und ob dieser verein beliebter ist als die fussballclubs...bzw. der fussball?

    Zitat von sloggi

    ja, aber die sind nicht so viele. beide clubs hoch gerechnet 20000, und davon eine minderheit wahlberechtigt.


    du willst aber nicht allen ernstes behaupten, dass von 400'000 einwohnern nur 20'000 fussballbegeisterte bzw. mindestens sympathisanten dieses sports sind?

    in der stadt zürich sind 220'000 personen stimmberechtigt. wenn um die 40 prozent wählen gehen, sind das ca. 90'000 personen. es gilt also, 45'000 von diesen zu überzeguen. das ist durchaus machbar.

    Zitat von sloggi

    darum geht es nicht! es geht um die parteienlandschaft, die ein solches projekt unterstützen soll. und da gilt: ist rechts dafür, so ist links dagegen (und umgekehrt).


    die parteienlandschaft sieht das schon so. aber: da es in den parteien viele fussball fans hat, wird das parteidenken bzw. wahlempfehlungen von parteien nur eine marginale rolle spielen bei dieser abstimmung. die empfehlungen werden allenfalls noch von den nicht fussballinteressierten beachtet. die fussballfans wollen (endlich) ein richtiges fussballstadion in zürich. egal ob woz oder nzz leser!


    die links/rechts abstimmungsgewohnheiten kommen bei einem fussballstadion wohl nur bedingt zum tragen. ist fussball doch in erster linie emotion, egal in welcher politischen ecke man steht. und bei emotionsgesteuerten entscheiden ist man schneller bereit - gegen jede sonstige vernunft - einem riesenbetrag zuzustimmen. zudem wird das stadion für zwei clubs gebaut, welche - zumindest von der tradition her - genau die beiden politischen pole abdeckt. das zünglein an der waage dürften die nicht gross fussballinteressierten sein. diese gilt es im abstimmungskampf zu überzeugen. und es bleibt noch 1 ganzes jahr zeit!

    da no öppis schlaus us em fcz (us de hütige nzz):

    Aussenrist

    Respekt für den Referee

    Das letzte Wochenende war kein gutes für die Schweizer Schiedsrichter. Im Zürcher Derby und in der Partie der Young Boys gegen Basel irrten sich die Referees, beiden Heimteams wurde ein Penalty verwehrt. Daraufhin passierte, was immer passiert, wenn sich die Unfehlbaren fehlbar zeigen: Schlagzeilen, Wehklagen, Verschwörungstheorien.

    An der Medienkonferenz zwei Tage nach dem Derby gab der FCZ-Trainer Rolf Fringer Auskunft über den Gesundheitszustand von Amine Chermiti, der von GC-Goalie Bürki in der nicht geahndeten Penaltyszene angegangen worden war: Chermiti erlitt eine sechs Zentimeter lange Fleischwunde. Wer jetzt dachte, Fringer würde gegen den Schiedsrichter vom Leder ziehen, sah sich getäuscht. Er nahm den Arbiter im Gegenteil in Schutz und forderte generell mehr Respekt für die Unparteiischen. Er habe seinem Team gesagt, dass man nie wegen eines Fehlentscheids des Spielleiters verliere, sagte Fringer. Er forderte sogar explizit das Recht auf Fehler, denn «wer keine Fehler machen darf, dem passieren sie umso mehr». Und er erinnerte auch daran, wie oft die Spieler Fehler machen.

    Am Schluss sagte Fringer, der Sieg der Grasshoppers sei in Ordnung gegangen, er bilde den Vorsprung in der Entwicklung ab, den GC im Moment habe. Es waren angenehm leise Töne in einer Diskussion, die im Allgemeinen von lauter Empörung getragen wird.

    Zitat von Larry

    Da bin ich jetzt aber gespannt!

    Gut möglich dass es so kommt!


    die nachfolger, die ja scheinbar bereit stehen, müssten dann aber als investoren auftreten. alles andere wäre ein nullrundenspiel und würde den fcz dahin bringen, wo niederhasli die letzten 10 jahre war: präsidenten, trainer und strategien würden im halbjahresrhythmus wechseln!

    Zitat von Larry

    Fringer war bei jedem Spiel auf der Tribüne dabei, er konnte sich seine Meinung zum FCZ machen.

    Aber egal, ich fordere sicher nicht den Kopf von Fringer, der hat jetzt Zeit bis Ende Saison.

    Wenn er die nächste verbockt, ja dann....


    es sind schon noch ein paar welten dazwischen, ob du auf der tribüne oder bereits aktiv am schalthebel sitzt. auch ein paar welten sind es, ob man dir eine verteidigung und defensives mittelfeld wie dasjenige in niederhasli oder halt die aktuelle fcz mannschaft hinstellt. von mannschaften wie sion, yb und basel sprechen wir erst gar nicht.

    wie du richtig sagst, darf fringer kein thema sein und das sollte auch so bleiben, bis mindstens 3/4 der saison gespielt sind. und noch etwas: die erwartungshaltung sollte halt der realität angepasst werden, umgekehrt funktionierts relativ selten...

    Zitat von Larry

    Einen? :roll:


    ja einen. allenfalls noch einen zentralen mittelfeldspieler, wie champs-de-mars richtig erwähnt. mehr brauchts nicht. ausser natürlich die notwendige zeit, die nun mal jeder trainer der welt braucht. der fcz hat in den letzten 10 monaten 15 spieler abgegeben. und zwar alle goalgetter, assistgeber und sonstigen leistungsträger. aus finanziellen gründen wurden die abgänge aber nicht gleichwertig bzw. nur mit jungen talenten ersetzt. was erwartest du? dass der fcz nach 10 runden mit 30 punkten an der tabellenspitze steht? mit so einer jungen mannschaft gehts nur in kleinen schritten vorwärts. ausser die jungen sind so talentiert wie diejenigen im fc barcelona...aber wären sie dass, dann würden sie ja eben genau auch dort spielen!

    Zitat von Larry

    Heute ein sehr guter Artikel über Forte im Print Tagi, ein (wichtiger!) Ausschnitt:

    Als GC im April rief, war er bereit, um durchzustarten. Was ihn erwartete, traf ihn nicht unvorbereitet. Rund 20-mal hatte er die Mannschaft zuvor spielen sehen, im Stadion, am Fernsehen, oft dachte er sich: «Leck mich, was ist da los?» Gleich bei Arbeitsbeginn stellte er klar: «Wir brauchen eine Achse, welche die Mannschaft stabilisiert.»

    Von hinten nach vorne wurde aufgebaut: Stéphane Grichting und Milan Vilotic für die Abwehr, Veroljub Salatic fürs defensive, Shkelzen Gashi fürs offensive Mittelfeld und Nassim Ben Khalifa für den Angriff. Die Mannschaft brauchte wieder «Chefs», sagt Forte: «Spieler mit Topeinstellung, Herzblut, Vorbildfunktion, Spieler, die in den Wind hinaus stehen.»

    Fringer hatte diese Zeit auch, passiert ist nichts!

    Der mögliche Grund könnte die leere Kasse sein....


    hatte er eben nicht! aus mir immer noch unerklärlichen gründen, wurde fringer nicht direkt nach der fischer entlassung dessen nachfolger. forte wurde schon im april installiert, durfte die letzten 10 spiele der saison verlieren und (ohne konsequenzen) absteigen. in dieser zeit hat er aber schon den ganzen laden im campus ausgemistet und seine ideen installiert. es rumpelte recht in niederhasli diesen frühling. frag mal unseren kollegen den greenkeeper. dann hat man ihm mit salatic, velotic und grichting 3 spieler gekauft, welche jenseits der 500000.- lohngrenze liegen. etwas, was beim fcz, seit das cl geld aufgebraucht ist und seither europäische erfolge fehlen, nicht mehr drinliegt.

    wie sagte doch schon fussballphilosoph andy brehme in einem interview mitte der 90-er jahre:

    Hast du Scheiße am Fuß, hast du Scheiße am Fuß.

    ein treffenderes zitat zum gestrigen match gibts nicht. einen transfer muss der fcz aber unbedingt noch tätigen, soll es mittelfristig gut kommen: einen verteidiger wie tihinen. gestern war die verteidigung 21 jahre alt im schnitt. was dabei rauskommt, wenn man nur mit jungen spielen will, hat man in niederhasli die letzten 2 jahre gesehen...dafür ist selbst unser liga zu gut!

    Zitat von sloggi

    bin froh, dass du das 'nur' noch in anführungszeichen gesetzt hast. bin mir nicht so sicher, dass das durch geht.


    wäre die abstimmung nächste woche, würde der kredit wahrscheinlich nicht gesprochen. die befürworter (also die stadt, die fussballvereine und sehr viele einwohner der stadt, inkl. anwohner) haben jetzt aber 1 jahr zeit für eine solide abstimmungskampagne.

    und eine solche dürfte nur bei notorischen nein sagern, fussball hassern und solchen die nur noch die krawallproblematik hinter dem fussball sehen, nicht fruchten. selbst jene, welche die ganzen bau- und folgekosten eigentlich überhöht finden, können mit guten argumenten (und davon gibts genügend, ausser den kosten gibts wirklich keine gewichtigen argumente gegen DIESES projekt) zu einem "ja" überzeugt werden.

    wer weiss, vielleicht steht im stadtzürcherischen limmattal im jahre 2017 ein geiles fussballstadion und eine ebenso geile eishalle. wir sind jedenfalls viel näher dran als auch schon. und ich müsste mir dann tatsächlich eine fussball- UND eishockeysaisonkarte kaufen...:-))


    so greifbar nahe war zürich schon seit jahren nicht mehr an einem fussballstadion. es scheint tatsächlich so, dass "nur" noch die abstimmung am 23.9.2013 überstanden werden muss!

    Zitat von Caro

    mach ich au nöd. aber bim chermiti entscheidet en schiri halt zwangsläufig uf kein penalty, wänns für ihn nöd klar isch (us wellem grund au immer das geschter de fall gsi isch!!)


    ich schrieb mal vor ein paar monaten, dass ich bei chermitti selbst dann keinen penalty pfeiffen würde, wenn er nach einem foul mit zwei gebrochenen beinen auf dem rasen liegt. jetzt wars halt ein aufgeschlitzter oberschenkel. klar war das ein penalty und rote karte für den insekten goalie. dieser nicht gegebene penalty ist aber nicht der grund für die niederlage.

    ich glaube auch nicht (wie vielerorts zu lesen), dass der fcz ein problem in der offensive hat. chiumiento, gavranovic und drmic sind für ch verhältnisse sehr gute spieler. seit sie aber extrem in die verteidigungsarbeit eingebunden werden, erhält der fcz nur noch wenige tore, schiesst aber auch fast keine mehr und die stürmer setzen sich nur noch selten in szene.

    niederhasli war letztes jahr eine absolute gurkentruppe. seit aber kopfsalat als scheibenwischer und grichting/vilotic hinten komplett dicht machen, können sie im mittelfeld und vorne unbeschwert aufspielen. dem fcz fehlt genau so ein dreieck. ob die vorhandenen verteidiger zu so viel sicherheit und stellungsspiel trainiert werden können? jedenfalls die hauptaufgabe von fringer die nächsten monate. wahrlich keine leichte und sie braucht zeit, viel zeit! diese starke verteidigung und das momentane selbstvertrauen sind (sportlich) der einzige unterschied zwischen niederhasli und dem stadtclub. indivduell sind sie sonst nämlich nicht besser bis sogar schlechter besetzt als der fcz.

    Zitat von larlf

    ...aber statistisch gseh, händ ihr ja absolut nüt z'befürchte


    na ja, hüt werde mier trotz statistik hänge, bestefalls es unentschiede. s'pack hät en lauf und de stadtclub vo züri wird ersch i de rückrundi eso richtig zueschlah...