
grock, einer der besten clowns ever!
gruess roli c.

grock, einer der besten clowns ever!
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Zitat von LarryObenuse gsi de Johnny!
Ich glaub de Fischer chan nach dem Spiel nöd eifach wieder de Flopelli bringe.
Geil au wie d'Medie Druck mached, geschter de Salzgeber, hüt d' Ziitige
de guatelli hät mer irgendwänn, also nöd vor dem match, au nöd vor eme andere match, aber ebe glich z'spat und au ohni alkohol im usgang gseh...!!! ![]()
die gschicht stinkt so öppis vo zum himmel! da hät mer es bizz naghulfe und öppis mit suspendierig ghandet, wo bi käm andere spieler es thema gsi wär! so hättmer de leoni chöne bringe ohni s'gsicht z'verlüre, natürli i de hoffnig dass das passiert, was ebe passiert isch: de leoni macht en riesematch!
de zweck heiligt d'mittel, mier sölls rächt si! ![]()
gruess roli c.
Zitat von LarryFCZ mit em Leoni im Goal:
mit guatelli hätte der fcz heute 3:1 verloren, ein riesenmatch von johnny! diese leistung kann weder canapé noch fischer einfach übergehen.
und ja noch was: chermiti wird immer besser! :razz:
gruess roli c.
Zitat von ZüriBuebNaja, das isch übertriebe, das körsch doch in Dütschland au jedi Rundi, wänn de erscht platziert ide Rückrundi günnt! 06 isch de FCZ 3 Runde vor Schluss 8 Pünkt hinedrii gsi und er hät au na ufgholt. Au das Jahr gits na e Diräktbegägnig.
edit: Von 5 Saisonniederlagen wieder 3 gegen Basel, es ist schon unsäglich!
und einmal mehr ein weiteres kapitel fürs buch "absolut unnötige niederlagen"... ![]()
gruess roli c.
sion de challandes entlah...
![]()
gruess roli c.
Zitat von Draftübrigens: Isch de Match nöd übertreit worde, dass kei Kommentär zu dem Spiel nahzläse sind?
da no en (fach-)kommentar, nzz am sunntig, (bemerkig über de zürcher ahang findi no cool):
Noch sechsmal schlafen, dann ist Play-off
Die ZSC Lions gewinnen in Langnau nach dem Penaltyschiessen 4:3
Selten ist die Überlänge der Qualifikation derart offensichtlich wie in den letzten Runden. Es warten Spieler und Fans.
Daniel Germann, Langnau i. E.
Die Stadionsprecherin der SCL Tigers fasste am Rande des letzten Qualifikationsspiels in der Ilfis-Halle gegen die ZSC Lions die Gedanken in Worte, welche die Spieler auf dem Eis und das Publikum auf den Tribünen umtreiben: Sie informierte in den beiden Drittelspausen eingehend und umfassend über die Aktivitäten, die in Langnau für die bevorstehenden Play-offs geplant sind. Mittlerweile hat auch der letzte Emmentaler begriffen, dass in diesem Frühling auch die Tigers erstmals zum erlauchten Kreis der acht Titelaspiranten gehören. Die Vorfreude ist greifbar. Der Geschäftsführer Ruedi Zesiger versucht mit innovativen Ideen die Spielerprämien zu refinanzieren, mit denen im Emmental niemand gerechnet hat und die deshalb in keinem Etat vorgesehen sind. Für 100 Franken konnte jedermann seinen Namen auf den Play-off-Dresses verewigen lassen. Die Aktion, sagt Zesiger, sei ein voller Erfolg. Konkrete Zahlen folgen.
Langnau, so viel ist klar, ist im Play-off-Fieber. Ob der Gegner ab nächsten Samstag nun Bern oder doch eher Zug heisst, ist weiterhin ungeklärt und im Prinzip auch nebensächlich. Die Ilfis-Halle wird so oder so ausverkauft sein. Entsprechend wenig vermögen die letzten Qualifikationsrunden die Seelen noch zu erwärmen. Das Spiel gegen die ZSC Lions hatte ausschliesslich Vollzugscharakter und war gemessen daran mit 5417 Zuschauer noch überraschend gut besetzt. Dazu beigetragen hat auch der Zürcher Anhang, der offensichtlich standfester ist als das Team auf dem Eis. Das Transparent «50 Spiele sind 6 zu viel», das in einem raren Konsens zum gemeinsamen Mantra der Fans in allen Nationalliga-A-Stadien geworden ist, begleitete die Lions-Fans bis ins Emmental. Nie war es aktueller als in diesen Tagen.
So müssen mangels Spannung Nebenschauplätze zur Belebung von Spannung und Interesse herhalten: Etwa das erste Duell zwischen Vater und Sohn Gustafsson, die sich bis zum gestrigen Abend noch nie in einem Spiel gegenübergestanden haben. Oder die Spekulation über die Verletzung von Mathias Seger, die den Nationalverteidiger schon im ersten Drittel zur Aufgabe zwang. «Nicht schlimm», sagte Seger und wollte partout nicht preisgeben, welcher Art die Blessur ist. Auch das gehört zur (Vor-)Play-off-Zeit.
Ach ja: Die Lions gewannen den unterhaltsamen Match, der allerdings von zahllosen Fehlern geprägt war, nach einem 3:3 nach 65 Minuten im Penaltyschiessen. Gustafsson junior scheiterte mit seinem Penalty unter anderen und verdarb damit die Dramaturgie des Abends. Wirklich gekümmert hat es aber wohl weder ihn noch den treuen Langnauer Anhang, der sein Team trotzdem feierte. Noch sechsmal schlafen, dann ist Play-off. Endlich.
Zitat von Draftbin nöd am Match gsi, aber das wo ich de Zämmefassig gseh han, mues ich eimal meh fröge, wie lang mer dem Hampelmaa im Goal zuelueged. Unfassbar so öppis.
ich chamer schlicht nöd vorstelle, dass de fischer am guatelli festhaltet, will er ihn so guet finded!
aber bim fcz törfsch als spieler nöd emal an en transfer denke, ohni dass grad i de u-21 mannschaft landisch...i dere beziehig hät de canepa no einiges zum lerne!
gruess roli c.
Zitat von MushuEntlich einmal ein guter Beitrag (auch) über das Thema "Subventionen von Sportvereinen".
wirklich ein guter artikel.
wer aber sagt was kultur und damit subventionswürdig ist? ich persönlich finde fussball oder eishockey wesentlich subventionswürdiger als eine marthalersche inszenierung im schiffbau!
die infrastruktur muss den clubs aber so günstig wie möglich zur verfügung gestellt werden und im catering und stadionmarketing müssen sie partizipieren.
gruess roli c.
Bin zurück in der Realität nach meinem Premier League Abstecher in Manchester. Habe den FCZ Match in Bern nur via I-Phone verfolgen können. Aber was man so hört ist die ganze Abwehr wieder nur ein Hühnerhaufen und Guatelli ist wieder Guatelli...
Schade!
Gruess Roli C.
Zitat von snowcatich ha de fred no nie gläse, bis ich am sunntig de nzz artikel postet han.
und ebe will ich dich persönlich känne, tue ich dich doch gärn e chli plage! das rechtfertigt dänn doch wieder s'eine oder s'ander bier :razz:
wobi ich würkli nöd navollzieh chan, was en geischtig gsunde mensch a dere sportart cha begeischtere...es git sowieso nur ein football star, de hät emal 3 touchdowns i eim match gmacht: al bundy!!!
gruess roli c.
es waren sogar 4 touchdowns!!!
http://www.selfmadehifi.de/tv/bundy.htm
gruess roli c.
Zitat von LarryWieso läsed ihr dänn im NFL Fred (und gänd au no Kommentär ab) wäns oi nöd interessiert? :roll:
So wie de Saft amigs im NHL Fred :roll:
Wänn ich oi ja nöd all persönlich würd känne..... :roll: :razz:
ich ha de fred no nie gläse, bis ich am sunntig de nzz artikel postet han.
und ebe will ich dich persönlich känne, tue ich dich doch gärn e chli plage! das rechtfertigt dänn doch wieder s'eine oder s'ander bier :razz: ![]()
wobi ich würkli nöd navollzieh chan, was en geischtig gsunde mensch a dere sportart cha begeischtere...es git sowieso nur ein football star, de hät emal 3 touchdowns i eim match gmacht: al bundy!!! ![]()
gruess roli c.
Zitat von larlflieber 100 x 2-3 sekunde wos jedesmal chönt en touchdown geh, als z.bsp. en lausige fuessball match mit 90min lang gegurke zwüsched de beide strafrühm...
sogar das legendäre 1:0 vo dütschland gege östrich am 25.6.1982 in gijon a de fuessball wm isch spannender gsi als alles wo ich bisher vo american football gseh han! und det händs de ball nach em 1:0 nur no rückwärts gspillt! und zwar beidi mannschafte! het also durchus jedesmal chöne es eigegoal geh... ![]()
gruess roli c.
Zitat von LarryWar gute Unterhaltung!
gueti unterhaltig???
ha glueged geschter bzw. has probiert...nach öppe 10x 2-3 sekündige spillzüg und jedesmal anere unterbrechig dezwüsched hani bereits entnervt afah ufgeh! ha dänn umezäppt, aber immer wänni wieder im super bowl glandet bin, händs entweder unterbroche gha oder die übliche 2 sekunde gspillt oder sie sind ufenand uegumpet, öppe so, wie wänn de george clooney wörsch ufs feld lege und dänn 10 schwöschtere wörsch us em chefig lah!
aber ganz ufgäh hani wos uf de bühne es paar wiss agleiti bimbos mit sunnebrülle vorgfüehrt händ, wo dä schlechtischte song bracht händ wo ich i de letschte 40 jahr ghört han!
gruess roli c.
mir geht zwar die für die zuschauer langweiligste sportart aller zeiten mehr als nur am arsch vorbei, aber diesen artikel in der NZZ am sonntag, habe ich trotzdem genüsslich gelesen... :razz:
gruess roli c.
Eine Stadt im Super-Dilemma
Pittsburgh streitet vor der Super Bowl über Ben Roethlisberger. Von Christoph Fisch
Durch Pittsburgh fliessen nicht ein Fluss, sondern mit Allegheny und Monongahela River deren zwei. 446 Brücken sorgen dafür, dass die Stadtteile miteinander verbunden bleiben. City of Bridges wird Pittsburgh deshalb auch genannt.
Seit letztem Frühling verläuft eine weitere Trennlinie durch Pittsburgh. Keine geografische, sondern entlang der Geschlechtergrenzen. Verantwortlich ist Ben Roethlisberger, Quarterback der Pittsburgh Steelers. Er hatte der Football-verrückten Stadt 2006 und 2009 zwei Super-Bowl-Titel beschert und war so in den Rang eines Stadtheiligen aufgestiegen; die Pittsburgher verdrückten fortan Roethlisburger, rissen sich um Jerseys mit der Nummer 7 oder schrien, falls weiblichen Geschlechts, aus vollen Kehlen «I love Big Ben» während eines Steelers-Spiels.
Sperre und Exil
Von diesem Hype ist nicht viel übrig geblieben. Denn Roethlisberger ist zu oft aus der Rolle des Role Models gefallen, die einem Sportstar mit 100-Millionen-Dollar-Vertrag in den USA zukommt. Die Überheblichkeit, sich für unverwundbar zu halten und ohne Helm mit einem schweren Motorrad zu verunfallen, wurde dem Brocken von Mann (1,96 m / 110 kg) anno 2006 noch als Jugendsünde durchgelassen. Nicht zwei weitere Fehltritte: 2009 und 2010 wurde er von Frauen der Vergewaltigung bezichtigt. Vor allem der zweite Vorfall in Georgia im letzten Frühling in einer schmuddeligen Bar mit noch schmuddeligeren Hinterzimmern wirbelte viel Staub auf. Die polizeilichen Ermittlungen wurden eingestellt, eine Anklage nie erhoben - doch die Öffentlichkeit fragte sich: Was hat ein Superstar in einer solchen Bar verloren? Wieso liess das mutmassliche Opfer, eine 20-jährige Studentin, die Klage fallen? Wieso trat ein Polizist im Zuge der Ermittlungen zurück?
Nachdem der Fall für die Justiz abgeschlossen war, wollte die National Football League nicht einfach zur Tagesordnung übergehen: Sie sperrte Roethlisberger für sechs Spiele, reduzierte die Sanktion um ein Drittel, nachdem Roethlisberger in Therapie gegangen war. Die Strafe durch die Liga war insofern relevant, als Sperren im US-Sport weiter reichende Konsequenzen haben als im hiesigen Sport: Kein Lohn, kein Kontakt zum Team und den Trainern. Wer den Schaden hat, braucht bekanntlich auch für den Spott nicht zu sorgen. In Pittsburgh füllte er zwei Flüsse.
Roethlisberger flüchtete ins Exil, trainierte in Kalifornien an einer Highschool mit einem Privatcoach. Nach seiner Rückkehr übernahm er wieder die Spielführung bei den Steelers. Seine spielerischen Werte seither sind eindrücklich, es gibt keinen Football-Beobachter in den USA, der die achte Super-Qualifikation der Steelers nicht vor allem der Leistung Roethlisbergers zuschreibt. Es gibt aber auch keinen Football-Beobachter, der nicht im gleichen Atemzug darauf hinweist, dass «ihm sehr nahestehende Frauen» ihre liebe Mühe mit diesem Mann hätten.
Am deutlichsten zeigt sich dieses Unbehagen in Pittsburgh. Und eben entlang der Geschlechtergrenzen. Während die meisten Männer finden, es gelte nun hinter dem Team zu stehen, tun sich die Frauen schwer damit. Diese Ambivalenz geht sogar mitten durch Haushalte. In «Sports Illustrated» wird ein Steelers-Fan zitiert, der an Spieltagen am liebsten ein Big-Ben-Jersey überstreift, von seiner Frau dafür jedoch neuerdings schräg angeschaut wird, weil «Roethlisberger ein Schwein ist». Die «New York Times» hat sich vor Ort in einer Bar umgehört und stiess auf eine Gruppe weiblicher Steelers-Fans. «Es gibt keine grösseren Steelers-Fans als uns Frauen», sagte eine, «und damit meinen wir nicht ein Kaffeekränzchen, wo über die Looks der Spieler getratscht wird. Nein, wir debattieren über Spielsystem und Taktiken. Nur über Roethlisberger verlieren wir kein Wort mehr.»
Zu Stahl gegossene Meinungen
Nach einem Big-Ben-Jersey verlangt im ganzen Land kaum noch ein Fan. Der nationale Verkaufsschlager ist ausgerechnet das Leibchen seines Teamgefährten Troy Polamalu.
Roethlisberger hat sich lange nicht mehr zum Vorgefallenen und den Vorwürfen geäussert. «Mein Fokus gilt dem Titelgewinn», ist seine Floskel auf entsprechende Fragen. Er hat hoffentlich einen Plan B. Denn auch nach einem allfälligen weiteren Super-Bowl-Triumph heute Sonntag gegen die Green Bay Packers (00.30 Uhr MEZ) dürfte er in der Stadt auf Skepsis und Ablehnung stossen. Pittsburgh wird nämlich auch City of Steel genannt. Und zu Stahl gegossene Meinungen ändern sich nicht so schnell.
aus der heutigen NZZ am sonntag. dieser - gefühlte - 253. kurswechsel der letzten 10 jahre, dürfte das überleben des klubs in der nla garantieren.
gruess roli c.
Grasshoppers bald mit neuen Besitzern
Der Zentralvorstand überlässt die Aktienmehrheit einem «Owners Club». Von Flurin Clalüna
Die Grasshoppers stehen vor einem grundlegenden Kurswechsel in ihrer Klubpolitik. Dass GC neue Geldgeber sucht, ist schon lange bekannt. Sie sollen das jährlich wiederkehrende Defizit in Millionenhöhe ausgleichen. Neu ist aber, dass diese Financiers künftig nicht nur zahlen werden, sondern sich mit ihrem Engagement Einfluss erkaufen und die Macht bei den Grasshoppers übernehmen. Das haben Recherchen der «NZZ am Sonntag» ergeben.
Bis jetzt hatte der Zentralvorstand (ZV), das Machtzentrum des Grasshopper-Clubs, 100 Prozent der Aktien gehalten. Bald sollen 51 Prozent der Stimmen an die neuen Geldgeber übergehen. Das kommt einer kleinen Revolution im GC gleich: Seit die Investoren Fritz Gerber und Rainer E. Gut im Februar 2003 die Aktien nach ihrem 90-Millionen-Engagement an den Zentralvorstand zurückgegeben haben, lag die Macht immer in der Hand des ZV.
Planungssicherheit für drei Jahre
Nun werden die Geldgeber zu den neuen GC-Besitzern. Das erschliesst sich bereits aus ihrem Namen: Die Gruppe heisst «Owners Club». Bis jetzt war die Mitsprache von Geldgebern im GC meist nur auf Hinterzimmer-Absprachen beschränkt; neu soll sie institutionalisiert werden. Bevor die Grasshoppers am 10. März bei der Liga das Lizenz-Gesuch für die nächste Saison einreichen, soll der Machtwechsel vollzogen sein. Der Prozess muss also in hohem Tempo über die Bühne gehen; noch ist er nicht abgeschlossen, und noch immer kann er scheitern.
Geht der Plan aber auf, wird sich eine neue Führung aus diesem Investoren-Gremium bilden: Die Besitzer werden im Verwaltungsrat ihre eigenen Chefs bestimmen wollen - und das kann durchaus auch weiterhin der jetzige Präsident Urs Linsi sein. Denn es ist anzunehmen, dass die neuen Geldgeber ihm und seinen Ideen durchaus gewogen sind, sonst hätten sie sich kaum von Linsi und seiner Crew zum Mitmachen bewegen lassen. Linsi wird im Sommer als CEO zurücktreten, aber Verwaltungsratspräsident möchte er gerne bleiben. Vielleicht wird er künftig sogar selber Aktionär und damit Mitbesitzer der Grasshoppers.
Bereits sind über zehn Personen gefunden worden, die bereit sind, jährlich 250 000 Franken zu investieren. Die grosse Mehrheit dieser Geldgeber stammt aus dem Umfeld des Blue Label Club, einer GC-Gönnervereinigung, die vom Gartenbauunternehmer und GC-Verwaltungsrat Heinz Spross geführt wird. Spross stand lange ganz alleine im Regen, er hatte die Grasshoppers während dreier Jahre finanziell fast im Alleingang über Wasser gehalten. Nun deutet sich an, dass auch andere, namentlich nicht bekannte Personen aus dem GC-Umfeld das Portemonnaie öffnen, um dem Verein für drei Jahre Planungssicherheit zu ermöglichen. So soll vor allem verhindert werden, dass es wie zuletzt zu Notverkäufen junger Talente kommt und die Grasshoppers immerzu von der Hand in den Mund leben müssen.
Damit die neuen Besitzverhältnisse im GC greifen und der «Owners Club» installiert werden kann, braucht es mindestens 16 Geldgeber, die während dreier Jahre 250 000 Franken pro Jahr einschiessen. Ziel ist es, 20 bis 30 Investoren zu finden. Schon mit 16 Geldgebern stünden den Grasshoppers in jeder Saison 4 Millionen Franken zur Verfügung, um einen Teil des Defizits zu decken. Das genügt allerdings nicht, um sich die heutigen Ausgaben von rund 16 Millionen Franken auch weiterhin zu leisten.
Der GC-Präsident Urs Linsi ist deshalb entschlossen, die Kosten weiter zu senken. Auf der Einnahmenseite ist der Spielraum nur sehr gering. Der Bau des Trainingszentrums in Niederhasli wird heute selbst im GC sehr kritisch beurteilt. Es fällt in diesem Zusammenhang sogar das Wort «Eigentor», weil der Campus viel zu viel Geld verschlingt, rund 2,5 Millionen Franken pro Jahr. Auch hier wird der Sparhebel angesetzt; es gibt Planspiele, wonach die Stadt Zürich einen Teil des Campus übernehmen soll. Die grösste Sparwirkung verspricht sich Linsi allerdings bei den Miet- und Sicherheitskosten für das Letzigrundstadion. Für Linsi ist das zur Existenzfrage geworden; er behauptet, mit der jetzigen Belastung von rund 3 Millionen Franken pro Jahr sei GC nicht überlebensfähig, und macht die Stadionfrage zu einer Sache von Leben oder Tod für den Verein. Ob die Einsparungen von mehr als zwei Millionen Franken pro Jahr für die Grasshoppers im Exil von Aarau tatsächlich existenziell sind, ist schwierig zu beurteilen. Unterschätzen sollte man den Finanzfachmann Linsi allerdings nicht: Er hat bewiesen, dass er rechnen kann. Die Frage ist nur, was er alles in die Bilanz einfliessen lässt und ob er Werte wie den Identitätsverlust in einer fremden Stadt angemessen berücksichtigt. GC ist seit Jahren in seinem Selbstverständnis angeschlagen, viele Erschütterungen erträgt der Klub nicht mehr. Linsi wird dem «Owners Club» noch vor dem 10. März zwei Szenarien vorlegen: der Verbleib im Zürcher Letzigrund und eine Exil-Variante - vermutlich jene im Aarauer Brügglifeld.
Zehn Jahre im Exil
Linsi ist entschlossen, an der Idee festzuhalten, aus dem Letzigrund auszuziehen, wenn die Stadt Zürich GC nicht substanziell entgegenkommt. Aus dem anfänglichen Poker, aus Linsis Ärger und seinem Trotz gegenüber der Zürcher Politik ist eine Überzeugung geworden: Im lottrigen Aarauer Brügglifeld kann GC Geld sparen. Wohl frühestens in der Saison 2014/15 steht die neue Arena in Aarau im Gebiet Torfeld Süd unmittelbar beim Bahnhof bereit. Dort könnte sich GC so lange einmieten, bis irgendwann das neue Hardturmstadion in Zürich steht. Das würde bedeuten: Überzeugt Linsi die Mitglieder des «Owners Clubs» von seiner Exil-Idee, werden die Grasshoppers zehn Jahre in der Fremde spielen.