Es ist ein Grossanlass in der Schweiz. Für mich auch überraschend, dass es soo gross ist und so viele Leute die Spiele sehen wollen.
Aber auch hier: Erfreulich für die Organisatoren und die Beteiligten. Kein Grund, irgend etwas schlechtzureden.
so ist es! es ist aber auch kein grund etwas besserzureden, vor allem nicht das sportliche.
ich mag den hype und die resonanz den frauen (und den organisatoren) ehrlich gönnen. sei es vor ort oder im tv. der triste ligaalltag vor 200 zuschauern holt sie schnell genug wieder ein.
dieses turnier ist wirklich top organisiert, in jeder beziehung. fanmärsche (auch mit tausenden beteiligten), sind tatsächlich auch solche und keine saubannerzüge. stimmung in der fanmeile top und friedlich, in den vollen stadien ebenso. ich war selber schon in der europaallee während einem spiel. es stehen zwar bei jedem eingang 3-4 bis auf die zähne bewaffnete polizisten rum, aber nicht wegen fanrandalen, sondern wegen möglich attentaten. es sind auch die selben sperren aufgestellt wie an weihnachtsmärkten mittlerweile üblich.
auch sind die frauen auf dem platz immer noch bedeutend fairer und weniger wehleidig unterwegs, als ihre männlichen kollegen. trotzdem ist ein spiel der besten männer mit einem spiel der besten frauen kaum zu vergleichen, beinahe eine andere sportart. der sportliche wert des frauenfussballs zeigt sich dann sehr deutlich, wenn eine an der em teilnehmende, und nun im viertelfinal stehende, nationalmannschaft gegen 14- und 15-jährige buben (sicher, einige davon körperlich schon fast männer) im vorfeld 1:7 verliert.
als jahrzentelanger männerfussball konsument, kann ich mich trotz aller oben genannten vorteilen, nicht wirklich für frauenfussball erwärmen. einfach darum, weil mich der gezeigte sport zu wenig überzeugen kann.