INTERVIEW MIT LUCA MAGGI
Club,
25. Oktober 2023, mfr
Luca, herzlich willkommen beim FCZ. Was verbindet Dich ganz grundsätzlich mit dem Stadtclub?
Der FCZ ist ein ständiger Wegbegleiter für mich. Am 21. Oktober 1999 besuchte ich als Neunjähriger mein erstes FCZ-Spiel. Es war ein UEFA-Cup-Spiel gegen Newcastle United. Der FCZ, die Fans und die hohen Flutlichtmasten des alten Letzigrund-Stadions zogen mich sofort in ihren Bann. Es ist schon fast schicksalhaft, dass mein erster Einsatz als Sicherheitsverantwortlicher am letzten Samstag in Bern auf den 21. Oktober 2023 fiel.
Du hast beim FC Zürich die wichtige Stelle als Sicherheitsverantwortlicher angetreten. Was motiviert Dich an dieser Arbeit?
Wir haben in Zürich eine grossartige Fankultur. Der Letzigrund hat sich in den letzten 10 Jahren zum grössten und vielfältigsten Treffpunkt Zürichs entwickelt. Auch bei den Auswärtsspielen wird der FCZ jeweils von mehreren tausend Fans begleitet. Zugleich ist der öffentliche Fokus auf das, was auf und ausserhalb der Tribünen passiert enorm. Es wird eine spannende Aufgabe im Dreieck zwischen Verein, Behörden und Fans.
Was sind Deine konkreten Aufgaben als Sicherheitsverantwortlicher?
Zu den Hauptaufgaben gehört von Vereinsseite dazu beizutragen, dass die Sicherheitsvorgaben von Liga und Behörden umgesetzt werden können. Dazu gehören auch Fragen der Spielorganisation bei Heimspielen wie auch die Begleitung zu den Auswärtsspielen im In- und Ausland. Ein weiterer wichtiger Teil meiner Aufgabe ist der regelmässige Kontakt und Austausch mit Behörden, Fans und Liga. Mein Ziel ist es, diese Aufgaben als offene und nahbare Person auszuführen.
Du bist von Beruf Jurist und bist auch in der Politik im Zürcher Gemeinderat vertreten. Inwiefern hilft Dir dies bei der Ausübung Deiner neuen Aufgabe als Sicherheitsverantwortlicher des FCZ?
Ich bin überzeugt, dass dies für meine Arbeit beim Stadtclub hilfreich ist. Mein Vorgänger Kaspar Meng, welcher die Aufgabe hervorragend ausgeführt hat, ist ebenfalls Jurist. Es ist wichtig, sämtliche gesetzlichen Grundlagen gut zu kennen. Gerade weil Sicherheitsfragen auch politisch aufgeladen sein können. Durch meine Arbeit im Gemeinderat kenne ich die Personen und Abläufe bei den Stadtbehörden bereits gut. Zudem kann ich als Sicherheitsverantwortlicher in einem Themenbereich Verantwortung übernehmen, in welchem ich auch politisch aktiv bin. Dazu sind nicht alle PolitikerInnen bereit.