Beiträge von Zesi 05

    Zitat von Joey_88

    Tja das kommt dann halt noch dazu....bärtschi stellt sich jetz aber schon gar blöd an sorry...

    Ich meine es übrigens nicht mal als Entschuldigung für den Zett. Es waren einfach drei Strafen gegen Zett nichts (Siegenthaler, Bärtschi) bis fast nichts (Bärtschi) sowie zwei Strafen gegen Rappi (zum 1-1 und gerade die Strafe anschliessend) und weil sie dann merken, dass es eine sehr strenge Strafe war, kompensieren sie 30 Sekunden später. Das ist einfach eine unglaublich schlechte Schiedsrichter-Leistung.

    «Mittendrin sein, nicht nur dirigieren»

    Marc Crawford, Ihnen steht mit den ZSC Lions ein «Wochenende der Extreme» bevor. Sie spielen gegen den Letzten und den Ersten der Tabelle.
    Marc Crawford: Im Moment kümmern wir uns nur um das erste Spiel, und das ist gegen die Lakers. Das hat mit Respekt vor dem Gegner zu tun. Und wir haben in den letzten zwei Spielen nicht gut genug gespielt, um zu gewinnen.

    Am Dienstag in Biel waren Sie wütend.
    Ja, das war ich. Ich weiss, dass nicht jeder Spieler immer auf dem allerhöchsten Level sein kann. Dies ist aber keine Entschuldigung, wenn du nicht hart genug arbeitest. Und es ist so, dass wir im Moment ein paar Spieler haben, die nicht hart genug arbeiten, um erfolgreich zu sein. Wenn andere Teams uns dank härterer Arbeit besiegen, rege ich mich auf. Diesen Faktor kannst du kontrollieren.

    Ihr Captain Mathias Seger forderte die Mitspieler bereits im Spiel zuvor, dem 1:2 in Davos, heraus und bemängelte die Arbeitsethik des Teams.
    Du spielst genauso wenig «einfach so» schlecht, wie du «einfach so» gut spielst. Das hat beides mit Arbeit zu tun. Die nötige Konstanz in unser Spiel zu bringen, sollte nicht so schwierig sein, wie es derzeit erscheint. Wir haben in allen Spielen brillante Momente, versuchen aber, uns bloss auf diese zu verlassen. Wir wollen das nun korrigieren.

    «Fast alle spielen dasselbe System, ausser Del Curto»

    Das Davos-Spiel war aber nicht schlecht.
    Nein, es war sogar exzellent. Aber deine Reaktion muss unabhängig von Sieg oder Niederlage immer dieselbe sein: Was kann ich verbessern? Und im Moment sehe ich sehr vieles.

    Nach dem ersten Duell mit Davos vor fünf Wochen im Hallenstadion lobten Sie HCD-Trainer Del Curto und dessen einmaligen Eishockey-Stil …
    Die Art, wie Davos spielt, ist anders, als jene aller anderen Teams in dieser Liga, vielleicht mit Ausnahme des EHC Biel, der vieles ähnlich macht. Die läuferischen Fähigkeiten und die Arbeitseinstellung sind nur das Eine. Die Taktik, die Davos benutzt, bedingt ein Eishockey, das nicht einfach zu spielen ist. Aussergewöhnlich ist, wie Arno es schafft, sein Team regelmässig in der Nähe jenes Top-Levels spielen zu lassen, das es in seinem System bezüglich Einsatz und Ausführung braucht. Wenn du als Gegner nicht bereit bist für dieses Spiel, kann Davos dich ganz schlecht aussehen lassen. Ich respektiere vor allem, dass Arno nicht jenes Grundsystem spielen lässt, das die meisten benützen.

    Das wäre?
    Abwartend, verteidigend, vor allem auf die Defensive basierend. Arno hingegen will jener sein, der das Tempo bestimmt und viele einmalige Elemente ins Spiel bringt. Für mich ist Davos diese Saison bislang das mit Abstand beste Team, was Ausführung und Leistung angeht. Gegen den HCD zu spielen ist eine Challenge, weil er kaum schlechte Abende einzieht.

    Die NLA wird generell als sehr attraktive Liga angesehen.
    Zu Recht.

    Dennoch ist in der europäischen Champions League die Schweizer Bilanz ernüchternd.
    Was uns angeht: Wir hatten viel zu viele Verletzte unter den wichtigen Spielern zu beklagen. Dann fehlte uns in einem entscheidenden Spiel auch noch Ryan Shannon, weil dessen Ehefrau ein Kind gebar. Das sind Dinge, die du nicht beeinflussen kannst. Unser Goalie Lukas Flüeler verpasste ebenfalls vier Spiele. Und du brauchst deine Nummer 1, wenn du auf diesem Level Grosses erreichen willst.

    Überrascht Sie nicht, dass kein NLA-Team unter den letzten Acht steht?

    Nein. Für mich ist das eine Timing-Frage. Wenn das Turnier zwei Wochen später begonnen hätte, wären die Schweizer ebenfalls besser vorbereitet gewesen. Ich bin sicher, dass nächste Saison die NLA-Teams besser abschneiden werden. Die Tschechen zum Beispiel bereiten sich schon im Juli vor, wir hingegen bestritten unser erstes Spiel nach nur einer Woche Vorbereitung. Das ist entscheidend.

    In Zürich und in Davos haben die Eishockeyfans etwas gemeinsam. Sie sind erfolgsverwöhnt, die beiden Teams haben zehn der letzten 15 Titel unter sich aufgeteilt. Also wird mehr erwartet: Erfolgreiches und attraktives Eishockey. Wie schwierig ist es, beides abzuliefern?
    Es ist machbar. Ich denke, die Leute kommen nicht nur ins Stadion, um unterhalten zu werden. Sondern auch um ein Team zu sehen, das hart arbeitet und damit die Community der Fans repräsentiert. Ich denke, dass das in einer Region wie Davos besonders ausgeprägt sein muss. Selbst in einer Stadt wie Zürich wollen die Leute nicht nur Skills sehen. Ein Grossteil von Attraktivität in unserem Sport sind Entschlossenheit, Extra-Effort und eine «Ich-gebe-niemals-auf»-Attitüde.

    «Interessant kann Taktik sein, aber nicht aufregend»

    Die Attraktivitätsfrage wurde besonders heftig an den Olympischen Spielen in Sotschi diskutiert. Kanada spielte in den letzten beiden Partien derart perfekt, dass für viele jegliche Attraktivität abhanden ging. Wie sahen Sie das?
    Es gab fast keine Fehler mehr. Und Torchancen sind halt oft Produkte von Fehlern. Wenn du diese limitierst, siehst du nur noch Taktik. Taktik kann interessant sein, aber nicht aufregend.

    War die des «Trainers Traum», Kanadas All-Star-Team zu einer Einheit zu formen, die den «Team-first»-Gedanken perfektioniert?
    Nicht wirklich. Mir gefällt die Vorstellung besser, ein Team zu übernehmen, das überhaupt nicht «scharf» ist und dann damit eines zu schlagen, das eben schon «scharf» ist.

    Kanadas Leistungen in Sotschi gegen die USA und Schweden: Haben wir den Peak im Eishockey damit erreicht?
    Nein, wir sind nicht einmal in die Nähe gekommen. Es wird möglich sein, die besten Momente Kanadas in Sotschi zu nehmen und diese noch konstanter wiederzugeben. Also 60 Minuten lang in einem Spiel. Und dann das Ganze nochmals in mehreren Spielen hintereinander.

    Wir sprachen vor der Saison über die neu veränderte Spielfläche, die grössere Offensivzone. Sie baten damals um zwei Monate «Bedenkzeit». Bitteschön …
    Ich denke, die Offensive hat wirklich profitiert vom noch grösserem Raum. Ich sehe viel mehr Szenen als vorher, die ihren Ursprung in der hohen Offensivzone haben. Mehr Tore werden von dort aus vielleicht nicht geschossen, aber Treffer haben oft ihren Ursprung in dieser Zone. Für mich ist diese Änderung eine gute Addition.

    HCD-Trainer Del Curto meint, dass noch kein NLA-Team wirklich alle möglichen Vorteile ausgenutzt hat. Einverstanden?
    Ja. Ich denke, alle Teams haben zwar schon Vorteile genutzt, aber keines wirklich in entscheidendem Ausmass.

    Wie gut hat Ihr Team sich angepasst?
    Ich würde die Note «genügend» geben. Sicher nicht «6 plus».

    Sie arbeiten in Ihrer dritten Saison als Trainer in Zürich. Wissen Sie, wann zuletzt ein ZSC-Trainer ein viertes Jahr hintereinander im Amt war?
    Nein.

    1974 Stu Robertson …
    (lacht) Wirklich? In dem Fall bin ich ja auf einem Höhenflug.

    Wie viel vom Marc Crawford, der 2012 in die Schweiz kam, steckt noch in Ihnen?
    Natürlich habe ich mich verändert. Du willst dich ja als Person und als Trainer weiterentwickeln. Das wird sich nie ändern. Es erfreut mich, beim Aufschwung des Schweizer Eishockeys mittendrin zu sein, zu sehen, wie immer jüngere Spieler in die Liga kommen. Das ist etwas Positives.

    Wie sehr sind Sie Schweizer geworden?
    Gute Frage. (überlegt) Mein Bewusstsein, was hier für die Fans im Eishockey, aber auch für die Leute generell wirklich wichtig ist, wurde natürlich grösser. Darum kann ich sagen, dass ich rund 25 Prozent «schweizerischer» bin als noch vor drei Jahren. Ich werde mich aber nie verändern, wenn es darum geht, wer ich bin.

    Wer sind Sie?
    Ein passionierter Mensch, der an aufregendes Eishockey und an Effort glaubt und alles daran setzt, von jedem das Beste herauszuholen, inklusive mir selbst, und das jeden Tag. Dieser Teil von mir hat aber nicht in erster Linie mit meiner Herkunft zu tun, sondern mit meiner Erziehung. Mein Vater ist 87. Er hat bis vor sechs oder sieben Jahren noch gearbeitet. Das ist typisch für meine Familie und Vorfahren. Ich denke, dass auch ich diesen Typ Charakter habe. Ich mag es zu arbeiten, liebe es, Teil eines Teams zu sein. Ich würde es vermissen, wenn ich das nicht mehr tun könnte. Ich sehe mich in den nächsten Jahren nicht als jemand, der Tempo zurücknimmt.

    «Mit vielem kam ich ungeschoren davon»

    Sie begannen schon sehr früh mit Coaching. Erkennen Sie noch den jungen Marc Crawford in Ihnen, der mit 34 bereits Stanley-Cup-Sieger wurde?
    Ich hatte und habe endlose Energie und konnte mir nie vorstellen, etwas anderes zu tun. Das gilt auch heute noch. Ich will immer noch ein aktiver Trainer sein. Darum bin ich froh, dass ich mit sehr guten «Schlittschuh-Beinen» gesegnet bin. Nicht dass ich mit den Jungs noch in einem Spiel mitspielen könnte. Aber sie erlauben mir, zumindest im Training auf dem Eis mitzuhalten. Viele Coaches dirigieren heute nur noch. Ich aber will lieber mittendrin sein im Training. Natürlich lernt man als Spieler auch durch Repetieren. Aber für mich ist diese Nähe auf dem Eis, das direkte Zeigen dessen, was ich will, auch sehr wichtig.

    Kerry Fraser, eine Schiedsrichter-Legende, hat Ihnen in seiner Biografie ein kurzes Kapitel gewidmet. Nie in seiner 37 Jahre langen NHL-Karriere habe ihn ein Trainer derart aggressiv beschimpft wie der junge Marc Crawford.
    (lacht) Er war sehr, sehr, sehr nachsichtig mit mir. Ich kam damals mit vielen, vielen Dingen ungeschoren davon. Ich weiss auch nicht, warum. Vielleich mag mich jemand dort oben.

    Quelle: Südostschweiz Ausgabe Graubünden

    Bin sehr gespannt auf die Partie. Eigentlich ist es ja wiederum keine äusserst attraktive Aufgabe für die Mannschaft. Aber nach den letzten zwei Spielen müssen sie ja eine Reaktion zeigen. Die Kritik werden die Spieler durchaus mitgekriegt haben.

    Wir haben seit Ewigkeiten nicht mehr drei Spiele in Folge verloren. Mal schauen ob das morgen auch so bleibt.

    Zitat von ZSColin

    Wie bereits einmal geschrieben, der grosse Frust der physisch anwesenden Fans kann ich nur zu gut nachvollziehen.


    Hahaha... "Simms" war übrigens in Biel auch physisch anwesend! :wink:

    Zitat von ZSColin


    Und, ganz wichtig: Wer live in den Stadien regelmässig Hockey schauen geht zahlt heute einen nicht zu unterschätzenden Preis dafür!
    Das einzige was hier auf dem Board zu Friktionen führt, sind die unterschiedlichen Meinungen, wie man dieser Situation (es ist keine Krise!) begegnen könnte. - That's all. Und all die Stänkerer von früher sind hier gar nicht mehr vertreten - oder nur noch ganz, ganz selten.


    Das stimmt (Preis), aber das gilt ja vor allem für die Heimspiele (Saisonkarte) und die waren ja bis auf zwei Spiele in Ordnung bis sogar sehr gut. Und ja, Edgar geistert halt immernoch in den Köpfen von allen "Optimisten" in diesem Forum rum! :wink:

    PS: Ich glaube Fribourg in den Playoffs wäre gar nicht so schlecht. 9/10 der Mannschaft hat noch eine offene Rechnung mit den Fondue-Fressern und dies wäre vielleicht gerade der Motivationsschub, den wir in einem 1/4-Finale brauchen könnten. Wenn unsere Mannschaft die volle Leistung abrufen kann, dann haut sie Fribourg aus den Playoffs.

    Zitat von Blackstar

    Ich glaube die Kritik ist berechtigt. Wir verspielen grade fahrlässig Platz 2-4. Und wir sollten wenn
    immer möglich den Fondue-Fressern ausweichen...

    Aber bin mir sehr bewusst, dass der aktuelle Formstand keinerlei Rückschlüsse auf die PO''s zulässt.
    Weder im Positiven noch im Negativen.

    Also wenn es das Ziel ist, den Fondue-Fressern auszuweichen, dann wäre es am besten wir würden aus den besten 4 fliegen. Denn auch wenn Fribourg am Kommen ist, werden sie es wohl trotzdem nicht unter die Top-4 schaffen.

    Also etwas Gutes hat jede Minikrise: Das ZSC-Forum wird lebendig! :applaus: In guten Zeiten habe ich immer das Gefühl, dass dieses Forum bald ausstirbt. Wenn wir aber eine Krise haben und sich jeder meldet, dann merkt man wie viele Leute auf diesem Forum sind. :wink:

    PS: Zudem habe ich heute meinen Rekord an Beiträgen pro Tag deutlich übertroffen. Und das bei durchschnittlich nur 0.07 Beiträgen pro Tag.
    :welle:

    Zitat von ZüriBueb

    So verwöhnt, dass es was aussergewöhnliches ist, wenn die Mannschaft in der Quali 90% der Spiele voll geht und den Sieg will? Disziplin zeigt, hungrig ist und das Powerplay weiterentwickelt? Ich glaube, die Einzigen, die verwöhnt sind, sind die Spieler!

    Also 90% der Spiele vollgas mit dem Quali-Modus geht nicht. Das erreicht nicht mal Biel oder Lausanne. Wenn wir 90% der Spiele vollgehen würden, dann hätten wir am Ende der Quali 45 Siege. Aber du hast absolut recht, ca. 25% ist definitiv zu wenig. Und man darf mit der Mannschaft insgesamt unzufrieden sein, das ist im Moment glaube ich so ziemlich jeder. Aber Larry hat schon recht, die Erwartungen der ZSC Fans waren nach der letzten Saison schon unglaublich hoch. Man konnte als Mannschaft gar nicht gewinnen, unmöglich. Ein Durchmarsch wäre lediglich als "hoffentli au mit dem Kader" bezeichnet worden.

    Mich würde mal von Hockeyexperten (nicht Fans wie ich einer bin) interessieren, ob man das Powerplay mit Training wirklich massiv verbessern kann. Wir hatten auch unter Hartley (trotz Monster-Trainings) ein schwaches Powerplay und ich habe das Gefühl, dass der ZSC seit ich Fan bin, nie über ein tolles Powerplay verfügt hat. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass 80% der Powerplays nicht zum Torerfolg führen, man im Sportaktuell bei den anderen Teams aber jeweils nur die 20% erfolgreichen Powerplays sieht.

    Zitat von Rangersfan

    Ich finde es gibt einen goldenen Mittelweg. Natuerlich muss man den Jungen eine Chance geben und regelmaessig Eigengewaechse einbauen. Aber ich glaube nicht dass es gut ist partout keine CH Spieler mehr von anderen Vereinen zu verpflichten und zu 100 % nur Spieler vom Farmteam einzubauen. Eine Mannschaft braucht auch einmal etwas andere Charaktere, Spieler die einem anderen Umfeld aufgewachsen sind und eine andere Philosophie bringen.

    Aber genau das machen wir ja, oder nicht? Wir haben in den letzten zwei Jahren mit Wick, Nilsson, Fritsche und Trachsler ja auch z.T. namhafte Spieler verpflichtet. Diese Saison ist, glaube ich, die erste Saison seit Beginn der Pyramide, in der wir keinen Schweizer im Sommer verpflichtet haben (abgesehen von Junioren).

    Zitat von Rangersfan

    Ob man Hartley als Hardliner bezeichnet oder nicht spielt doch keine Rolle. Fuer mich ist Hardliner nicht unbedingt ein Negativ. Wenn ein Coach der harte Arbeit fordert, lange und intensive Trainings leitet und Disciplin verlangt ein Hardliner ist, dann mag ich Hardliners.

    Ich habe ihn ja auch nicht negativ beschrieben. Im Gegenteil! Ich habe sogar gesagt, dass er dem ZSC viel gebracht hat. Ich glaube aber nicht, dass er diese Art bei uns lange hätte durchziehen können. Das zeigt ja gerade seine Vergangenheit. Er wurde zweimal eine Saison nach dem Erfolg (einmal Meistertitel, das andere Mal erste Playoff-Qualifikation seit Jahren) entlassen. Und dass, obwohl es in der NHL einfacher ist, die Spieler unter Druck zu setzen (siehe nächsten Punkt).

    Zitat von Rangersfan

    Natuerlich spricht niemand von Lohnkuerzungen, das waere absurd und illegal. Straftrainings? Vielleicht wuerde es nichts schaden mal einen freien Tag zu streichen und stattdessen ein intensives Training zu machen. Einen Spieler mal fuer ein paar Spiele auf die Tribuene schicken koennte man sicher auch in Betracht ziehen. Das sind Massnahmen die in Nordamerika auf jeder Stufe von High School/Junioren bis und mit der NHL haeufig angewandt werden.

    Genau, aber in der NHL geht das, weil es auf der ganzen Welt tausende von talentierten Spielern gibt, die nur so auf einen Platz in der NHL warten. In Nordamerika dreht sich alles um die NHL (schon bei den Junioren). Und wenn sich einer nicht zerreist, dann kommt der nächste. Dies ist einerseits problemlos möglich, weil die NHL sich einen Scheiss um (europäische) Spielverträge schert und andererseits gibt es keine Ausländerregelung. In der Schweiz gibt es hingegen kaum Ersatz. Das Reservoir an (guten) Schweizern ist sehr klein und Ausländer darfst du nur vier einsetzen. Als Trainer in der Schweiz bist du im Gegensatz zu den Trainern in der NHL wirklich krass am kürzeren Hebel. Ist einfach so.

    Zitat von Rangersfan

    Ich sehe das genau gleich wie Der Weise. Eine Mannschaft braucht von Zeit zu Zeit eine Blutauffrischung, sonst wird alles (in English sagt man stale). So wie Cunti, Trachsler, Bastl im Moment spielen bin ich nicht so sicher dass ein Pestoni in diesem Umfeld nicht gut genug sein wuerde. Das ist aber nicht einmal der Hauptgrund, wenn die einzigen Zuzuege nur Junge aus dem eigenen Farmteam sind wird alles zu sehr Routine und komfortabel.

    Wollt ihr mich eigentlich verarschen? Jahrelang wurde (vor allem auf diesem Forum) reklamiert, dass wir unsere jungen Talente nicht einbauen. Jetzt bauen wir jede Saison (erfolgreich) ein bis zwei Junge ein und jetzt ist das nicht mehr gut, weil es Routine gibt und zu komfortabel ist? Wir verpflichten ja trotzdem jedes Jahr 2-4 neue Spieler (nicht aus der Jugendabteilung), z.B. die Ausländer. In aller Regel sind das immernoch mehr, als wir Junge einbauen. Das sollte doch als Blutauffrischung dienen.

    Wenn wir nächsten Sommer 5 neue Spieler verpflichten, heisst es dann wieder, dass man mal endlich auf Konstanz setzen soll. Und wenn zwei Spieler davon noch durchschnittlich sind (was bei 5 Neuverpflichtungen gar nicht anders möglich ist), heisst es dann wieder, man soll doch lieber Spieler aus der Jugend einbauen, als Durchschnittspieler zu verpflichten. Ich werde einfach nicht schlau aus euch.

    Zitat von Rangersfan


    Es ist sehr unfair wie Bob Hartley charakterisiert wird. Bob Hartley ist in der NHL und Marc Crawford ist es nicht. Uebrigens, die Calgary Flames spielen ueber allen Erwartungen und sind die Ueberraschungsmannschaft der Saison. Man kann ihn auch nicht mit Mike Keenan vergleichen. Keenan war bekannt fuer seine Mind Games. Hartley ist ein ehrlicher, gerader Typ der in jedem Training von der ersten bis zur letzten Minute harte und disziplinierte Arbeit verlangt. Seine Trainings sind meistens laenger als geplant und er verlangt dass jeder Spieler konditionell topfit ist. Das passt nicht allen Spielern aber da wuerde ich die Spieler und nicht den Coach in die Verantwortung ziehen.

    Würdest du also sagen Hartley ist kein Hardliner? Ich habe nie gesagt, dass er ein Arschloch sei. Das glaube ich übrigens auch von Kossmann nicht. Ich glaube Kossmann ist sogar noch korrekter als Hartley. Aber auch er hat es geschafft, die Mannschaft gegen sich zu bringen.

    Und ja, du kannst die Spieler in Pflicht nehmen. Aber wie? Mit Straftraining? Mit Lohnkürzungen? Hat bis jetzt noch nie etwas gebracht. Bei keinem Sportclub auf der Welt. Wenn der ZSC meint, sie können Cunti, Wick oder Nilsson vergraulen --> Davos, Lugano, Bern, Genf, Kloten und Zug nehmen sie noch so gerne. Die Spieler sind in der Schweiz am längeren Hebel (dank der Ausländerregelung).

    Zitat von Der Weise

    Da muss ich dir widersprechen, Spieler die von GC nach oben geholt werden könne im optimalen Fall andere Junge Spieler verdrängen, und in der Hirarchie geht gar nix da sie vom kleinen Bruder kommen. Aber Typen wie Froidevaux oder Pestoni die durchaus Klasse haben und in ihren Teams auch Leader spielen könnten durchaus etwas bewirken!

    Jetzt einen Spieler von GC heraufholen würde nur dann Sinn machen, wenn man jemandem einen Denkzettel verpassen will (ob das was bringt bleibt jetzt mal dahin gestellt). Ich bleibe dabei, wir brauchen momentan keine neuen Spieler.

    Pestoni und Froidveaux sind Leader in ihren Teams, weil sie in diesen Teams eben zu den besten Spielern gehören. Das wären sie bei uns nicht mehr, folglich auch keine Leader mehr. Genauso wie es bei GC-Spielern der Fall ist. Du lieferst eigentlich meine Argumentation gegen Pestoni und Froidveaux, einfach für GC-Spieler! :wink:

    Nochmals, wenn du Konkurrenzkampf willst, dann müssen die Spieler welche man verpflichtet:
    1. Schweizer sein (Ausländer sind keine Konkurrenz für die Schweizer, da man nur 4 einsetzen darf)
    2. Besser oder gleich gut sein als: Wick, Nilsson, Cunti, Bärtschi, Blindebacher, Geering etc.

    Das findest du im Moment nicht und sowieso nicht während der Saison. Kein Team gibt zu diesem Zeitpunkt einen Spieler von diesem Format frei (übrigens auch Froidevaux und Pestoni würden von Lausanne, respektive Ambri nicht freigegeben werden).

    Zitat von Der Weise

    Ich meine bezüglich Aktivität an der Transferfront vor allem den Effekt die Hierarchien wieder mal etwas aufzumischeln. So einen Typ wie Froideveaux haette ich schon gern gesehen, oder einen Inti Pestoni z.B.

    Und genau das mit den "Hierarchien wieder mal etwas aufzumischeln" geht mit Spielern wie Froideveau und Pestoni eben nicht. Diese Spieler sind nicht so gut, dass sie in den ersten beiden Linien spielen würden. Also ändern sie nichts an der Hierarchie im Team. Und sowieso, als ob ein Cunti, Nilsson, Bärtschi, Bastl, Trachsler, Wick, Blindenbacher, etc. sich irgendetwas von Pestoni oder Froideveaux sagen lassen würden. Alle diese Spieler sind (mehrmals) Meister geworden. Wenn du die Herarchien aufmischen willst, dann brauchst du Spieler die mindestens so gut sind.

    Zitat von ZüriBueb

    Das stimmt schon. Ich würde mir von Crawford jedoch wünschen, dass er die Spieler in den Trainings wirklich an ihre Grenzen treibt, so dass jeder wieder das Gefühl hat, er könne in seiner Karriere noch mehr erreichen. Ich habe den Eindruck, dass die Spieler unterfordert und daher träge geworden sind. Sie wirken auch mental überhaupt nicht frisch. Man würde den Spielern einen Gefallen tun, wenn man sie richtig fordern würde, so dass sie auch jetzt, wo die Playoffs noch nicht laufen, jeden Tag Herausforderungen meistern müssen.

    Du musst den richtigen Weg finden. Sonst spielen die Spieler gegen dich wie in Fribourg gegen Kossmann. Wie schon gesagt, über eine kurze Zeit (eine Saison) geht das sicherlich, aber über eine lange Zeit musst du aufpassen.

    Zitat von ZüriBueb

    Bob Hartley hat dem ZSC in dieser Zeit sehr gut getan. Das bestreitet niemand. Aber Hardliner wie er nutzen sich sehr schnell ab. Auch er konnte in der NHL nie an die Erfolge anknüpfen. Auch er konnte nie einen Titel verteidigen. Und auch er wurde zweimal nach einer erfolgreichen Saison in der darauf folgenden Saison entlassen. Wir wissen nicht, wie wir unter ihm jetzt da stehen würde. Aber sein Palmares zeugt nicht gerade von Konstanz (wei bei fast allen Hardliner).

    Zitat von Der Weise

    Vielleicht würde mal etwas Aktivität an der Transferfront den einen oder anderen aus der Wohlfühlzone lotsen....

    Gibt jetzt wirklich gar keinen Grund einen Spieler zu verpflichten. Wir verfügen schon über ein grosses Kader und es ist vor allem gut genug. Den Konkurrenzkampf kannst du schlichtweg nicht erhöhen, da wir gar keine solch talentierte Spieler verpflichten können, welche den Leistungsträgern ernsthaft Konkurrenz machen können. Auf die Dauer muss der Trainer ja auf die talentiertesten Spieleren zurückgreifen. Du kannst ja einen Nilsson, Bärtschi, Cunti etc. nicht 10 Spiele auf der Tribüne lassen und dann in den Playoffs sagen, jetzt brauchen wir euch wieder, denn jetzt genügt Einsatz alleine nicht mehr. Und wenn du ein Zeichen setzen und gewisse "Leistungsträger" einfach 1-3 Spiele auf die Tribüne stecken willst, dann kannst du auch Spieler von GC nehmen.

    Mehr Konkurrenzkampf bewirkt nur etwas, wenn es auch wirklich Konkurrenz ist. Und deshalb können wir kaum einen Spieler (vor allem keine Schweizer) verpflichten. Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele einfach Rezepte bei jeder "Krise" gennant werden. Wieso das die Sportchefs und Trainer auf dieser Welt überhaupt in eine Krise kommen können, ist mir bei solch einfachen Rezepten immernoch ein Rätsel.

    Es ist ja so einfach:
    - Spieler verpflichten
    - Ausländer verpflichten
    - Auf die Tribüne stellen
    - Straftraining
    - Zu GC schicken
    - Leistungslöhne
    - Trainerwechsel

    ... nur die Sportchefs und Trainer verstehen es nicht. :roll:

    PS: Bin auch nicht zufrieden mit den Leistungen der Mannschaft. Überhaupt nicht! Hab mich gestern in Biel unglaublich geärgert. Aber es gibt für sowas einfach kein Patentrezept. Sonst wäre der SCB letztes Jahr nicht in die Playouts gekommen (trotz Straftraining, auf die Tribüne stellen, Trainerwechsel und einigen neuen Spielerverfplichtungen).

    Weltklasse! Im Viertefinal bekommen wir doch noch unser richtiges Cupspiel. Zudem stehen die Chance jetzt sogar sehr gut für den Einzug ins Halbfinale (welches übrigens sicher nicht im Hallenstadion stattfindet).

    Da muss man ja sogar an einem Montag ins Wallis. ;)

    Zitat von Larry

    Im Fussball ist das nicht besser.

    Der FC St. Gallen, der in der Meisterschaft einen Schnitt von 13'507 hat, brachte gestern gerade mal 6'825 Schnäuze zusammen.

    Ausser dem Cup Final interessiert das auch nicht wirklich und selbst der Final war in den letzten Jahren nicht ausverkauft.

    Man darf vor allem nicht vergessen, dass z.B. 2500 Zuschauer zwar bei den meisten/allen Clubs weniger sind, als sie in der Meisterschaft haben, aber da keine Saisonkartenbesitzer darunter sind, sind dies oftmals mehr zahlende Kunden als an einem Dienstag-Spiel. Auch gestern beim ZSC. Es kamen zwar nur 1'800 Zuschauer, aber dies sind mehr zahlende Kunden, als an vielen Dienstagabendspielen. Beim Spiel ZSC-Zug in der Meisterschaft hatten wir 7'800 Zuschauer. Das sind abzüglich Saisonkarten noch ca. 800 Zuschauer und davon sind immer auch noch einige Gratis-Billette (Züspa, Sponsoroen, Wettbewerbe, etc.).

    Zudem nehmen die Clubs noch einen ansprechenden Batzen mit den Prämien ein und für die Unterklassigen Klubs, die ja in den ersten beiden Runden super Zuschauerzahlen hatten, ist es sowieso eine zusätzliche Finanzspritze, die man gut gebrauchen kann. Sogar bei GC - ZSC (ein absolut unnötiges Cup-Spiel) kamen mit 500 Zuschauer rund 2-4 mal so viele Zuschauer wie an einem normalen Heimspiel. Und die Clubs werden solange diesen Wettbewerb spielen, wie er Geld bringt und wenn etwas Geld bringt (sie Champions League im Fussball) gewinnt er an Stellenwert. Und wenn man sieht, dass die Clubs den Wettbewerb ernst nehmen, weil er Geld bringt, dann werden auch die Leute mit der Zeit Gefallen daran finden.

    Ich bin da nicht so pessimistisch. Insbesondere da man gestern (und auch in der ersten Runde bei Rappi) gesehen hat, dass Überraschungen zwar sehr schwer sind im Eishockey, aber eben nicht per se ausgeschlossen. Es ist nicht wichtig, dass es dauernd Überraschungen gibt (wie z.B. im Österreichischen Fussball Cup), das bedeutet nämlich, dass er von den grossen Teams gar nicht ernst genommen wird. Damit aber die kleinen Teams (und vor allem deren Fans) hoffen können, muss es ab und zu eine Überraschungen geben und das ist gestern (zum Glück) passiert.

    Geben wir dem Cup Zeit, er ist ja für drei Jahre finanziell gesichert. Wenn mit den Jahren ein bisschen Cup-Atmosphäre aufkommt, wäre super, wenn nicht, dann können wir ja wieder nur eine (langweilige) Quali machen wie die letzten 40 Jahre. Verlieren kann dabei niemand.

    Zitat von ZüriBueb

    Das Problem ist, dass die Mannschaft keine gute Leistungen abrief. Man muss nicht immer perfekt spielen. Aber eine Mannschaft mit dieser Qualität muss gut spielen und schwierig zu schlagen sein.

    Das Problem ist, dass unsere Mannschaft gar nicht gut spielen und verlieren kann. Unsere Mannschaft hat eine solche Qualität, dass sie bei einer guten Leistung fast nicht verlieren kann, ausser gegen absolute Spitzenteams.

    Die Konsequenz daraus: Entweder gewinnen wir 45 von 50 Qualispielen den Cup und die CHL oder unsere Mannschaft gilt als lustlos, uninspiriert, unkonsequent, überheblich und faul. Das zieht sich sogar bis in die Playoffs durch. Da erwartet man gegen Genf im Halbfinal ein 4-0, denn nach jeder Niederlage war die Mannschaft lustlos, uninspiriert, unkonsequent, überheblich und faul.

    Unsere Mannschaft kann fast nicht das beste Eishockey spielen und trotzdem verlieren. Bedeutet dies nun, dass wir nur noch Siege erwarten können? Ich denke nein, denn keine und zwar wirklich keine Mannschaft kann in jedem Spiel das Maxium herausholen, auch nicht bei der Motivation und der Leistungsbereitschaft (Es wird ja oft gesagt: Verlieren kann man, aber die Leistungsbereitschaft muss einfach stimmen). Das geht menschlich schlicht weg nicht. Deshalb bin ich froh, wenn die Mannschaft bei den Heimspielen gut spielt, was sie bis jetzt mehrheitlich getan hat. Denn saisonübergreifend haben wird seit 13 Heimspielen (inkl. CHL 16) nicht mehr nach 60 Minuten verloren und davon 12 (ink. CHL: 14 Spiele) gewonnen.

    Natürlich darf man nach einer solchen Niederlage wie in Zug enttäuscht sein. Ich glaube das war so ziemlich jeder ZSC-Fan. Die Frage ist, was ich dadurch fordere. Einige fordern keine Linienumstellungen mehr, andere stellen den Trainer generell in Frage, andere die Ausländer und wiederum andere sprechen bereits vom Meisterblues. Und diese Forderungen sind Bullshit, nicht die Tatsache das die Kritiker im Forum enttäuscht sind, gegen das hat niemand etwas.

    Ich freue mich ab Siegen, ich bin enttäuscht ab Niederlagen, aber ich weiss das 100% Leistung(-sbereitschaft) nicht möglich ist im Sport und werfe dies deshalb das der Mannschaft auch nicht vor.