Beiträge von Sbornaja

    Hättet ihr Formenton engagiert?

    Damn ist das schwierig .............

    Ich - tendenziell eher nein.

    Als ZSC eher nicht, als HCAP oder HC Ajoie schon.

    Was hat zBsp. Ambri zu verlieren? Der Typ ist auf dem Eis sackstark, Top 5 Ausländer in der Schweiz und ist massiv besser als andere bereits entlassene Ausländer bei Ambri.

    Dies macht das Team somit stärker.
    Bis eine Verurteilung kommt ist mindestens Sommer wenn nicht erst sogar 2024 und dann kann Ambri, bei einem erwarteten Schuldspruch immer noch die Reissleine ziehen mit der Begründung: Formenton hat uns doch nicht alles erzählt, de frächi Cheib...

    Als ZSC, SCB, HCD oder EVZ kannst du dir das jedoch nicht leisten. Dies würde ewig hängen bleiben und hätte sicher auch zukünftig negative Auswirkungen.

    So denke ich mal.

    Wurde der NZZ-Magazin-Formenton Bericht schon gepostet?

    Hier zwei Berichte einmal über Formenton und einer über Kanada Hockey:

    Einer der kontroversesten Transfers in der Geschichte des Schweizer Eishockeys

    Ambri-Piotta hat einen Kanadier verpflichtet, der womöglich an einem sexuellen Übergriff beteiligt war. In der NHL ist Alex Formenton momentan nicht mehr erwünscht.

    Nicola Berger 25.12.2022, 09.00 Uhr

    Wie hoch ist die Unschuldsvermutung zu gewichten? Ambris Alex Formenton im Match gegen Zug. (20. 12. 2022)

    Wie hoch ist die Unschuldsvermutung zu gewichten? Ambris Alex Formenton im Match gegen Zug. (20. 12. 2022)
    Alessandro Crinari

    In der Nacht auf den 19. Juni 2018 sollen Spieler der kanadischen U-20-Nationalmannschaft gegenüber einer jungen Frau sexuell übergriffig geworden sein. Passiert ist das mutmassliche Delikt im Nachgang einer Gala von Hockey Canada im Delta Armouries Hotel in London, Ontario. Die Geschehnisse jener Nacht beschäftigen bis heute die Behörden. Eine erste Untersuchung war eingestellt worden, nachdem die Parteien einen Vergleich geschlossen hatten.


    Immer wieder entsteht das Bild, das Hantieren mit Schweigegeld sei bei Hockey Canada gängige Praxis. Seit 1989 hat der skandalumwitterte kanadische Eishockeyverband 8,9 Millionen Dollar ausgegeben, um 21 Fälle von sexueller Gewalt aussergerichtlich zu regeln (siehe Text unten).


    Im kanadischen London jedoch hat die lokale Polizei den Fall inzwischen neu aufgerollt. Sie besitzt offenbar genug belastendes Material, um eine Klage gegen fünf Männer möglich zu machen. Der «Globe and Mail» berichtet, dass im Oktober einem Gericht eine 94 Seiten umfassende Untersuchungsakte vorgelegt worden sei.


    Bis dato gibt es kein Prozessdatum und erst recht keine Verurteilung. Dennoch stellen sich Fragen. Welche Signale sendet ein Klub aus, der einem unter Tatverdacht stehenden Spieler eine Plattform bietet, einen Vertrag? Fühlt sich ein Opfer so ernst genommen? Und bestätigt sich wieder einmal der Eindruck, dass bei Profisportlern über besonders vieles hinweggesehen wird?

    Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Frage lautet, wie hoch sie zu gewichten ist. Im HC Ambri-Piotta wurde die Frage eindeutig beantwortet. Am 14. Dezember hat Ambri, der Zehntplatzierte der National League, bis zum Saisonende Alex Formenton engagiert. Im Communiqué schrieb der Klub, er «freue sich, die Verpflichtung bekanntzugeben». 

    Ottawa bot ihm keinen Vertrag mehr

    Formenton ist einer der Verdächtigen jener Nacht von 2018. Er hat sich bis heute nicht öffentlich zum Fall geäussert. Der 23-Jährige ist einer der talentiertesten Spieler seines Jahrgangs, in der letzten Saison war er Stammkraft bei den Ottawa Senators in der NHL. Er würde, ginge es nur ums Sportliche, auch in diesem Winter in der besten Liga der Welt spielen. Doch Ottawa hat ihm keinen neuen Vertrag angeboten. Das würde sich wohl frühestens ändern, wenn Formenton freigesprochen werden sollte.


    Ambri hatte weniger Hemmungen. In der Medienmitteilung schrieb der Klub: «Nach ­Gesprächen mit dem Spieler, der während der von der Polizei, der NHL und dem kanadischen Eishockeyverband durchgeführten Ermittlungen mit allen Behörden uneingeschränkt kooperiert hat, sowie seinen Anwälten ist der HCAP der Ansicht, dass es keinen Grund gibt, die Unschuldsvermutung gegen ihn nicht gelten zu lassen. Sollten die neuen Ermittlungen der kanadischen Polizei Elemente zutage fördern, die heute noch nicht bekannt sind, behalten sich der Club und der Spieler das Recht vor, ihre vertraglichen Beziehungen neu zu bewerten. Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen werden der Spieler und der Club keine weiteren Erklärungen zum genannten Vorfall abgeben.»

    Formenton hat seit seiner Ankunft im Tessin einige Interviews gegeben. Der RSI sagte er nach seinem Debüt, seinem ersten Pflichtspiel seit April: «Wenn die Herausforderungen so verrückt sind, muss man einfach versuchen, dem Gameplan treu zu bleiben. Das haben wir getan.» Es muss etwas Erleichterndes haben, in ungezwungener Atmosphäre wieder über eine Nebensache wie das Eishockey plaudern zu können. In seiner kanadischen Heimat wurde Formenton das, anders als bei Ambri, nicht mehr gewährt.


    Der Transfer hat in der Schweiz bisher ein überschaubares Echo ausgelöst, doch «Le Matin» schrieb, das hiesige Hockey habe «keine Moral mehr», die Unterschrift sei «eine Schande für das Schweizer Eishockey» und «ein Schlag ins Gesicht aller weiblichen Fans im Land».


    Anruf bei Paolo Duca, dem Sportchef von Ambri-Piotta. Duca, 41, ist ein ehemaliger Nationalspieler mit viel Erfahrung, er ist der Mann, der Formenton verpflichtet hat. Er wiederholt auf Anfrage die Position des Klubs: Es gelte die Unschuldsvermutung, Ambri habe den Fall intensiv geprüft, auch der Verwaltungsrat habe der Verpflichtung zugestimmt. Mehr gebe es nicht zu sagen, das Team habe den Zuzug wohlwollend aufgenommen. Der Captain Daniele Grassi sagte zu RSI: «Formenton hat viele Qualitäten. Wir wissen, was er kann, und das verheisst Gutes für die Zukunft.»


    Grassi und Duca scheinen Formenton als potenziellen Glücksgriff zu begreifen, sportlich, weil die Akquise eines Spielers von diesem Kaliber für Ambri im Jahr 2022 unter normalen Umständen nicht vorstellbar wäre, finanziell und auch was das Standing angeht. Wie immer in diesem Geschäft geht es nicht zuletzt um die Jobsicherheit von Entscheidungsträgern, um Resultatdruck und verkaufte Tickets.

    Busse wegen Bandencheck

    Ambri ist nicht der einzige Schweizer Klub, der sich in den letzten Wochen mit der Personalie Formenton beschäftigt hat. Das Meinungsspektrum bei den Entscheidungsträgern reicht von «wir hätten wahrscheinlich auch grünes Licht gegeben» bis zu «unter keinen Umständen hätten wir das gemacht, ich weiss nicht, was Ambri geritten hat». Ein Dritter findet: «Früher wäre ein Spieler mit einer solchen Geschichte in Russland gelandet, wo keine Fragen gestellt werden. Es ist erstaunlich, dass Ambri sich diesem Risiko aussetzt, dieser Fall ist wahnsinnig heikel, ich hätte mir da nicht die Finger verbrennen wollen.»


    Am Freitag erzielte Formenton beim 6:2-Sieg über die ZSC Lions sein erstes Saisontor, kurz darauf erhielt er eine Spieldauer-Disziplinarstrafe, einen Restausschluss. Er durfte für den Rest der Partie nicht mehr mittun und muss eine Busse von 510 Franken zahlen. Das Vergehen: Bandencheck.

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    Kanadas Eishockey-Verband versinkt in Skandalen

    Scott Smith trat im Oktober nach nur drei Monaten als CEO von Hockey Canada zurück.

    Scott Smith trat im Oktober nach nur drei Monaten als CEO von Hockey Canada zurück.

    Im Juli sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau: «Es ist für alle Menschen hart, Hockey Canada derzeit zu vertrauen oder diesem Verband irgendetwas zu glauben.» Deutlicher kann man sich kaum ausdrücken. Kanada, der Eishockey-Rekordweltmeister mit mehr als 500 000 lizenzierten Spielerinnen und Spielern, versinkt im Jahr 2022 in einem Sumpf von Skandalen.

    Es geht unter anderem um eine nicht zuletzt durch Mitgliederbeiträge finanzierte geheime Kasse, über die der Verband während Jahren sexuelle Übergriffe per aussergerichtlichen Vergleichen möglichst diskret aus der Welt zu schaffen versuchte. Allein 2022 hat Hockey Canada 2,9 Millionen kanadische Dollar für solche Zahlungen ausgegeben. Entscheidungsträger mussten daraufhin vor einem parlamentarischen Ausschuss aussagen.

    Im Oktober sah sich der erst im Juli eingesetzte CEO Scott Smith zum Rücktritt gezwungen, mit ihm ging der gesamte Vorstand. Der öffentliche Druck war zu gross geworden, auch Sponsoren äusserten ihren Unmut. Scotiabank hatte in einem ganzseitigem Inserat im «Globe and Mail» umfassende Veränderungen gefordert. Ein Vertreter des Ausrüstungsunternehmens Bauer sagte, die Gespräche mit den Verbandsvertretern seien enttäuschend verlaufen. Man habe den Eindruck, Hockey Canada gehe es um PR und nicht darum, die Kultur ernsthaft zu verbessern.

    Der Imageschaden für den Verband war gewaltig. Der neue Vorsitzende Hugh L. Fraser, ein ehemaliger Richter, sprach von einem «entmutigenden Jahr». Alle fragten sich «Wie konnte das nur passieren? So viele Anschuldigungen von sexueller Gewalt, Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Jetzt geht es darum, etwas zu verändern.» Die Skandale werden Hockey Canada noch lange beschäftigen. Zeiten, in denen weggeschaut wurde, sind passé. In der breiten Gesellschaft wird fassungslos registriert, wie sich eine der stolzesten Institutionen des Landes selbst zerstört.

    Morgen Montag beginnt in Moncton und Halifax die U-20-WM. Der Gliedstaat Nova Scotia hat in den Vertrag für die Ausrichtung eine Klausel einbauen lassen, die besagt, dass die Mitglieder von Hockey Canada «von gutem Charakter sein müssen und kein unethisches Benehmen an den Tag legen dürfen». In Juristensprache wird das tiefe Misstrauen ausgedrückt, welches dem Verband inzwischen entgegenschlägt.


    Auch in Davos tritt ab Montag eine kanadische Auswahl an: Das Land ist am Spengler-Cup Rekordsieger und Quotengarant. Und könnte im Laufe des Turniers auf Ambri-Piotta und Formenton treffen.


    NZZ am Sonntag, Sport

    https://magazin.nzz.ch/nzz-am-sonntag/sport/einer-der-kontroversesten-transfers-in-der-geschichte-des-schweizer-eishockeys-ld.1718356?reduced=true

    https://www.nzz.ch/sport/morddrohungen-die-kraft-der-natur-und-die-zsc-lions-als-karriereknick-hinter-dem-trainer-hans-wallson-liegen-bewegte-jahre-ld.1718831?reduced=true

     Morddrohungen und die ZSC Lions als Karriereknick: Hinter dem Trainer Hans Wallson liegen bewegte Jahre

    Der Schwede Hans Wallson war der gefragteste Trainer Europas. Dann wechselte er zu den ZSC Lions und wurde entlassen. Beim letzten Job in der Heimat erhielt er Morddrohungen. Nun ist er am Spengler-Cup zurück in der Schweiz – als Assistenztrainer von Sparta Prag. 

    In Zürich zwischen Sommer 2016 und Weihnachten 2017 glücklos: der Trainer Hans Wallson.

    In Zürich zwischen Sommer 2016 und Weihnachten 2017 glücklos: der Trainer Hans Wallson.

    Wenn ihm alles zu viel wird, zieht Hans Wallson sich in sein Haus in den Bergen in Nordschweden zurück. Er wandert dann stundenlang durch die Wälder, entert die Loipen, klettert – und sortiert am Abend in der Sauna seine Gedanken. «Die Natur», sagt Wallson, «gibt mir Kraft.» Wallson, 56, hat den Rückzugsort in den letzten Jahren ein paar Mal gebraucht, hinter ihm liegen turbulente Zeiten.


    Es ist noch gar nicht so lange her, da war Wallson der begehrteste Eishockeytrainer Europas. Drei Mal war er zum schwedischen Coach des Jahres gewählt worden, mit Skelleftea wurde er 2014 Meister. Das weckte Begehrlichkeiten, er konnte sich den Arbeitgeber wo auch immer aussuchen und den Preis diktieren. Im Prospekt stand, er sei ein gescheiter, bescheidener, erfolgreicher Coach, der Nachwuchsspieler weiterbringen könne.


    In Schweden arbeitete er mit diversen Spielern, die es später in die NHL schafften. Und er galt als Zeitgenosse, dessen Horizont nicht am Plexiglas endet. Als grösste Inspirationsquelle nennt er bis heute Olof Palme, den 1986 in Stockholm ermordeten schwedischen Ministerpräsidenten. 

    2016 verpflichteten die ZSC Lions Wallson gemeinsam mit Skellefteas Sportchef Lars Johansson, der Klub liess die Muskeln spielen; dass sich die beiden für Zürich entschieden, war ein kräftiges Signal an die nationale und europäische Konkurrenz. «Lasse» und «Hasse», das waren ihre Spitznamen in der Heimat, sollten in Zürich als gleichberechtigte Co-Trainer agieren, ein Novum. Die Klubführung erhoffte sich nach vier Jahren unter dem Kanadier Marc Crawford neue Impulse und dass das Duo den ZSC mit jenem ganzheitlichen Denken bereichert, mit dem es in Skelleftea trotz kleinem Budget und fast fanatischem Fokus auf die Nachwuchsförderung eine Dynastie erschaffen hatte.


    Dort hatten die beiden nichts dem Zufall überlassen: strenge Einheiten, kognitives Training, strikte Ernährungspläne. Neue Spieler wurden umfassenden Charakterstudien unterzogen. Ein Lokaljournalist sagte der «NZZ am Sonntag» damals über Johansson: «Es würde mich nicht überraschen, wüsste er, auf welcher Seite seine Spieler jeden Abend einschlafen.» Wallson sagt noch heute: «Die Dynamik in Skelleftea war einzigartig. Alle haben am gleichen Strang gezogen, jeder war ein wichtiges Teil des Puzzles. Von den Spielern über den Eismeister bis hin zum Hotdog-Verkäufer, der sichergestellt hat, dass die Speisen die richtige Temperatur haben. Das ist es, was uns stark gemacht hat.» 

    Wallsons Nachfolger Hans Kossmann führte den ZSC zum neunten Titel der Klubgeschichte

    In Zürich aber endete die schwedische Ära nach eineinhalb Jahren: Das Duo wurde kurz nach Weihnachten 2017, der ZSC lag auf Platz 7, entlassen und durch Hans Kossmann ersetzt. Ein paar Monate später feierte der ZSC seinen neunten Meistertitel. 

    Es hatte gewirkt, als sei der Cheftrainer Wallson in der Schweiz nie richtig angekommen, er schien keine Verbindung zum Team gefunden zu haben, der ZSC wirkte oft passiv, an der Grenze zur Gleichgültigkeit. Einer, der dabei war, sagt, es sei Wallsons erster Job ausserhalb Schwedens gewesen, er habe sich mit der Kommunikation schwergetan. Seine Kompetenz stehe ausser Frage, aber er habe seine Ideen auf Englisch irgendwie nicht richtig vermitteln können. 

    Nicht förderlich war, dass sich Wallson und Johansson, am Wochenende als Assistenztrainer bei Rögle entlassen, in Zürich offenbar zunehmend entfremdeten. Es heisst, die beiden hätten in den Wochen vor der Entlassung kaum mehr miteinander gesprochen.


    Um Wallson wurde es nach der Freistellung still, er zog sich zurück, Langlauf und die heile Bergwelt, ein erstes Mal. 2020 übernahm er Björklöven, einen Zweitligisten, der eine innige Feindschaft zu Skelleftea pflegt, so etwas wie die schwedische Version des unversöhnlichen Schweizer Eishockey-Derbys Ambri-Piotta gegen Lugano. Mit seiner ruhmreichen Vergangenheit beim Rivalen war Wallson für einen Teil der Anhängerschaft ein rotes Tuch. Auch der Einzug in den Play-off-Final in der ersten Saison besänftigte die Gemüter nicht. Wallson sah sich Beleidigungen ausgesetzt, Anfeindungen, und irgendwann: ziemlich konkrete Morddrohungen. Zusammen mit Daniel Rahimi, einem ehemals im HC Davos beschäftigten Verteidiger, verständigte der Trainer die Polizei.


    Seine Familie fühlte sich nicht mehr sicher; am 20. Februar 2022 trat er zurück. Er sagt: «Wenn die Leute, die dir wichtig sind, Angst empfinden, dann ist es nicht mehr lustig. Und das alles wegen Eishockey . . . Es ist verrückt, in was für einer Welt wir leben.» Die mutmasslichen Täter wurden ermittelt, der Fall kommt im Mai vor Gericht. Wallson sagt, er sei froh, müsse er nicht an Ort und Stelle sein und könne seine Aussage per Telefon machen.


    Wieder verabschiedete er sich in sein Refugium, um zur Ruhe zu kommen, dieses Mal für acht Monate. Dann erhielt er einen Anruf aus Tschechien. Und plötzlich ging alles ganz schnell. So kommt es, dass Wallson an diesem Montagabend in den Katakomben des Davoser Eisstadions steht und neugierig unter seiner Brille hervorlugt. Seit knapp vier Wochen ist Wallson Assistenzcoach bei Sparta Prag, gerade hat sein Team den Turnierfavoriten Team Canada 3:2 bezwungen, es war der elfte Sieg in den letzten zwölf Partien. Wallson lächelt und sagt: «Ja, es läuft ganz gut.» 

    Wallson ist der erste schwedische Trainer in der Geschichte der tschechischen Extraliga

    Es wäre eine Untertreibung, würde man die Jobwahl für einen Trainer mit Wallsons Vita als unkonventionell umschreiben. Denn noch nie hat ein Schwede in der tschechischen Extraliga gecoacht, weder als Cheftrainer noch als Assistent – es mangelt an Scheinwerferlicht, Prestige und Geld. In der Schweizer National League beträgt der Lohn eines Assistenztrainers zwischen 70 000 und 120 000 Franken. In Tschechien dürfte es in den allermeisten Fällen weniger als die Hälfte sein, selbst beim schlafenden Riesen Sparta Prag, einem der traditionsreichsten Klubs des Landes, der seit nunmehr 15 Jahren auf einen Titel wartet.


    Wallson sagt, es handle sich um einen bewussten Entscheid, er habe Schweden verlassen wollen. Weg von den dunklen Gedanken, der Furcht, dem Ärger. Sparta, das ist sein Versuch, Frieden zu finden. In diesem Sport, den er so sehr mag, auch nach all den Jahren. Er sagt: «Das Hockey lässt mich nicht los. Ich arbeite gerne. Und wissen Sie, mir ist es eigentlich egal, welche Rolle ich bekleide. Ich habe kein grosses Ego. Ich muss nicht im Mittelpunkt stehen und mein Gesicht in der Zeitung sehen. Und ich brauche nicht viel Geld. Die Arbeit, die Berge, der Wald, das ist meine Welt. Sie sollten das auch mal versuchen.»


    Nach fünf Jahren temporär zurück in der Schweiz: Hans Wallson (Zweiter von rechts).

    Nach fünf Jahren temporär zurück in der Schweiz: Hans Wallson (Zweiter von rechts).

    Melanie Duchene / Keystone

      

    Der Abschied von Zürich ist inzwischen ziemlich genau fünf Jahre her. Bereut er in der Retrospektive sein Engagement im ZSC? «Nein», sagt Wallson, «ich habe viel für das Leben gelernt. Es gibt viele Sprachen in der Schweiz, die Mentalität ist anders als in Schweden. Daran musst du dich erst gewöhnen. Ich denke, heute wäre ich besser vorbereitet.» Und er ergänzt: «Es ist schade, hat es mit der Entlassung geendet. Aber so ist das Geschäft, das gehört dazu. Ich habe das Ende irgendwann kommen sehen, man entwickelt ein gewisses Bauchgefühl. An meinen guten Erinnerungen ändert das nichts. Als der ZSC kürzlich in der Champions Hockey League in Skelleftea gastierte, bin ich hingefahren und habe die Leute getroffen. Im Mai werde ich mit meiner Familie nach Zürich in die Ferien fahren.»


    Was erhofft er sich noch von seiner Trainerkarriere nach der wilden Achterbahnfahrt der letzten Jahre? Wallson lächelt und sagt: «Ich mache keine Pläne mehr, das Leben hält genug Überraschungen bereit. Im Moment bin ich bei Sparta, trainiere die Stürmer und betreue das Powerplay. Es ist gut so, wie es ist.»


    Konnte leider nix schauen, hab's heute Morgen früh nur gelesen. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, dass es keine 3 Punkte wurden.

    Immerhin konnte man knapp 2 Min. vor Schluss ausgleichen und das Penaltyschiessen gewinnen.

    Aber hey, macht erstaunlicherweise wirklich Spass die Jungs drüben zu verfolgen - wirklich coole Sache!!!

    War ein grauenhaftes geknorze, die Letten immer gefährlich mit ihren seltenen Gegenstössen.

    Wie erwartet und aus der Erfahrung der letzten 40 Jahre, wenn "wir/sie" das Spiel machen müssen, tut man sich extrem schwer.

    Naja 4 Punkte nach 2 Spielen ist nicht so schlecht.

    Toller Erfolg der Schweizer U20 Nati. Es scheint etwas drin zu liegen, wenn sie dieses Jahr die "kleinen" Teams schlagen. Heute braucht es eine Bestätigung gegen Lettland 22.00 Uhr. TV24 Free TV.
    Kanada verliert 5-2 gegen Tschechien...

    Schweiz besiegt Finnland im Auftaktmatch der Junioren-WM 2023

    Attilio Biasca erzielte nach 41 Sekunden in der Verlängerung den entscheidenden Treffer zum Sieg, Österreich erlebt Debakel gegen Schweden

    von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Freier Chefautor 26. Dezember 2022

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    Der erste Tag der IIHF Junioren-Weltmeisterschaft 2023 in Halifax und Moncton am Montag begann mit einer Überraschung der Schweiz und wurde mit einem Debakel für Österreich fortgesetzt. Während die USA einen Favoritensieg gegen Lettland landete, strauchelte der große Favorit und Gastgeber Kanada unerwartet gegen Tschechien.

    Finnland - Schweiz 2:3 OT (0:0/1:1/1:1/0:1)

    Zum Auftakt der Gruppe B besiegte im Avenir Centre von Moncton die Schweiz Finnland mit 3:2 nach Verlängerung. Attilio Biasca erzielte den Siegtreffer nach 41 Sekunden.

    Verteidiger Lian Bichsel holte den Puck in der Ecke und passte ihn zu Biasca, der mit einem Heber vom rechten Bullykreis aus traf. Die Schweiz war in jedem Drittel die bessere Mannschaft und hat sich den Sieg verdient. Es war erst der sechste Sieg der Schweiz gegen Finnland in der Geschichte der Juniorenweltmeisterschaft. Der letzte Schweizer Sieg war ein 5:2 am 31. Dezember 2019 in Trinec, Tschechien.

    Im Tor hatte der Schweizer Kevin Pasche, der zum zweiten Mal bei den Junioren-Weltmeisterschaften dabei ist, überraschenderweise weniger zu tun als sein Gegenüber Aku Koskenvuo, denn die Torschüsse gingen mit 27:16 an die Schweiz.

    In der regulären Spielzeit trafen Lorenzo Canonica zum 1:1 in der 33. Minute und Jeremy Jabola zum 2:1 für die Schweiz in der 45. Minute.

    Jonas Taibel bereitete beide Treffer vor. Für Finnland war Kalle Vaisanen mit einem Tor zum 1:0 in der 23. Minute und einem Assist beim 2:2-Ausgleich in der 49. Minute durch Konsta Kapanen, Sohn des früheren NHL-Spielers Sami Kapanen, erfolgreich. Sami Paiviranta steuerte zwei Assists bei.

    Schweden - Österreich 11:0 (2:0/6:0/3:0)

    Mit 51:13 Torschüssen dominierte Schweden das Auftaktmatch der Gruppe A gegen Österreich und schlug aus den vielen Chancen entsprechendes Kapital, Die Schweden gewann sehr deutlich mit 11:0.

    Filip Bystedt und Isak Rosen waren mit jeweils zwei Toren und einen Assist sowie Ludvig Jansson mit drei Assists und Fabian Wagner mit einem Tor und zwei Assists zu jeweils drei Punkten die erfolgreichsten Scorer der Skandinavier. Schwedens Torhüter Carl Lindbom feierte mit 13 Saves einen Shutout.

    Bei den Österreichern wurde Torhüter Benedikt Oschgan nach 17 Saves und sechs Gegentoren bei 30:28 Minuten durch Backup Thomas Pfarrmaier, der 23 Saves bei fünf Gegentoren verbuchen konnte, ersetzt.

    USA - Lettland 5:2 (0:0/2:2/3:0)

    Die USA fuhren in der Gruppe B mit viel Geduld und Nachdruck einen 5:2-Sieg gegen ein starkes Lettland ein. Nach zwei ausgeglichenen Dritteln, erzielte Chaz Lucius zu Beginn des dritten Drittels für die USA den 3:2-Führungstreffer und brachte seine Mannschaft damit auf die Siegerstraße. Die Letten hielten das Spiel bis zur 20. Minute torlos und bei einem 2:2 nach 40 Minuten. Erst im Schlussabschnitt konnte sich der Favorit entscheidend durchsetzen.

    Bei den Amerikanern glänzte Sean Behrens mit einem Tor und einer Vorlage. Kapitän Luke Hughes, Jimmy Snuggerud und Red Savage trafen ebenfalls, und Dylan Duke steuerte zwei Assists bei.

    Tschechien - Kanada 5:2 (2:1/3:1/0:0)

    Tschechen holte sich in der Gruppe A durch drei Tore im zweiten Drittel den ersten Sieg gegen Kanada bei der Junioren-WM seit 2013. Sie schlugen die favorisierten Gastgeber in Halifax mit 5:2. Der Sieg von Tschechien gegen Kanada vor neun Jahren wurde im Penaltyschießen errungen, so dass es der erste Erfolg in regulärer Spielzeit überhaupt war.

    Tschechiens Torhüter Thomas Suchanek zeigte eine hervorragende Leistung und hielt 36 von 38 Schüssen, während Kanadas Startschlussmann Benjamin Gaudreau Mitte des zweiten Drittels vom Eis musste. Der erwartete Nummer-1-Draft in 2023 Connor Bedard gab sage und schreibe elf der kanadischen Schüsse ab und traf einmal.

    Shane Wright von den Seattle Kraken hatte Kanada in der 11. Minute noch in Führung gebracht, ehe David Spacek und David Moravek mit einem Doppelschlag innerhalb von 35 Sekunden noch vor der ersten Pause die Begegnung drehten. Diese Führung baute Stanislav Svozil kurz nach Wiederbeginn aus. Bednard verkürzte zwar kurz darauf noch einmal, aber Jaroslav Chmelar und Matous Mensik stellten mit einem weiteren Doppelschlag in 33 Sekunden zur Mitte des Spiels frühzeitig den Endstand her.


    Schweiz besiegt Finnland im Auftaktmatch der Junioren-WM 2023
    Der erste Tag der IIHF Junioren-Weltmeisterschaft 2023 in Halifax und Moncton am Montag begann mit einer Überraschung der Schweiz und wurde mit einem Debakel…
    www.nhl.com

    Sehr eindrücklich unsere Schweizer drüben in Übersee!

    Meier führt ein Schweizer Trio an

    Three Stars of the Week: Sharks-Stürmer mit 2,0 Punkten pro Spiel vor zwei Predators-Spielern

    von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Freier Autor 26. Dezember 2022

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    Höhepunkte der DACH-Spieler

    26.12: Schaue einige der Top-Momente der Woche von den in Deutschland, der Schweiz und Österreich geborenen Spielern an

    • 03:23 • 26. Dezember 2022

    In der durch die Weihnachtsfeiertage sportlich verkürzten Woche vom 19. bis 25. Dezember wurden in der NHL sechs Deutsche und elf Schweizer eingesetzt. Aus Österreich gab es keinen Vertreter.

    Zum Kreis der Deutschen zählten Leon Draisaitl, Nico Sturm, Tim Stützle, JJ Peterka, und Moritz Seider sowie Torwart Thomas Greiss.

    Alle Three Stars der Woche kamen jedoch aus der Schweiz, die mit Timo Meier, Roman Josi, Nino Niederreiter, Nico Hischier, Kevin Fiala, Philipp Kurashev, Pius Suter, Jonas Siegenthaler, J.J. Moser, Tim Berni und Denis Malgin die größte Gruppe aus dem DACH-Raum stellten.


    NHL.com/de stellt die Three Stars aus der vergangenen Woche vor.

    3rd Star: Nino Niederreiter (Nashville Predators)

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    Niederreiter schießt das 1:0

    • 00:35 • 22 Dezember 2022

    Stürmer Nino Niederreiter von den Nashville Predators sammelte drei Scorerpunkte (ein Tor, zwei Assists) in drei Spielen und verlängerte seine persönliche Punkteserie damit wochenübergreifend auf vier Partien (1-3-4). Der 30-Jährige aus Chur erhielt im Beobachtungszeitraum 14:44 Minuten Eiszeit pro Spiel und konnte eine Schusseffizienz von 12,5 (jeder fünfte Torschuss war ein Treffer) vorweisen. Auf der defensiven Seite des Spiels standen für den Flügelspieler auch noch drei Checks und ein geblockter Schuss.


    2nd Star: Roman Josi (Nashville Predators)

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    Josi bricht Franchise-Rekord

    • 01:05 • 22 Dezember 2022

    Verteidiger Roman Josi, der auch Kapitän bei den Nashville Predators ist, kam wie Niederreiter auf drei Scorerpunkte in dieser Woche (ein Tor, zwei Assists), darunter zwei Torvorlagen im Powerplay. Der 32-Jährige aus Bern erhielt mit 23:31 Minuten pro Spiel eine Menge Eiszeit, teilte drei Checks aus, verzeichnete fünf Blocks und hatte eine Schusseffizienz von 10,0 Prozent. Bei Nashville ist Josi Top-Scorer (7-19-26), gleichauf mit Center Matt Duchene (10-16-26).

    1st Star: Timo Meier (San Jose Sharks)

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    Sturm als Erstes für die Sharks

    • 00:47 • 21 Dezember 2022

    Eine herausragende Woche spielte Power Forward Timo Meier für die San Jose Sharks. Der 26-Jährige aus Herisau hatte mit 2,0 Punkten pro Partie einen beeindruckenden Punkteschnitt, denn in vier Spielen verbuchte er vier Scorerpunkte (zwei Tore, zwei Assists), darunter auch ein Treffer im Powerplay. Meier ist nicht nur einer der komplettesten, sondern auch einer der besten Spieler bei den Sharks, was er im Beobachtungszeitraum mit einer Schusseffizienz von 22,2 Prozent, einem Plus-Minus-Wert von +3, sieben Hits und einem Block bei durchschnittlich 20:49 Minuten Eiszeit eindrucksvoll untermauerte. Mit bereits 18 Saisontreffern (18-16-34) ist Meier auch der Top-Torjäger in San Jose und hinter Erik Karlsson (13-33-46) der zweitbeste Scorer.

    ZSC Medical Report:

    SpielerVerletzungDatumAusfallzeit
    Simon HrubecUnterkörperverletzung20.12.2022mehrere Wochen
    Sven AndrighettoOberkörperverletzung20.12.2022day to day

    Medical Update
    Ein NL-Duo hat sich am Dienstag verletzt, während ein anderer gar nicht erst mittun konnte

    Gleich mehrere NL-Spieler gehören seit Dienstagabend zum Medical Report dazu. So haben sich Joakim Nordström (HC Davos), Benjamin Baumgartner (SC Bern) sowie Sven Andrighetto (ZSC Lions) verletzt.

    Der Schwede in Diensten des HCD musste im zweiten Drittel beim Auswärtsspiel gegen Biel das Handtuch werfen und konnte in der Folge nicht mehr mittun, wie das Journal du Jura berichtet. Eine genaue Diagnose steht bislang noch aus. Selbiges gilt auch für Baumgartner, der wegen eines Checks kurz vor der ersten Pause in der Kabine verschwand und nicht mehr zurückkehrte, wie die Berner Zeitung berichtet. Auch bei ihm ist eine Diagnose noch fällig. Sven Andrighetto fehlte am Dienstag gegen die Tigers im Line-Up und nun wurde er von den ZSC Lions wegen einer Oberkörperverletzung ebenfalls auf die Medical List gesetzt und dort als "Tag-zu-Tag" eingestuft, womit noch unklar ist, wann der Stürmer wieder mittun kann.


    Andrighetto soll sich mMn. mal eine Woche eine Pause gönnen. Irgendwie lief der Sven schon länge nicht mehr "rund", aber dem Fischer darf man dies ja kaum mitteilen, ansonsten wird man dann gleich aussortiert.

    Bei Grossmann hat Lugano Berufung eingelegt
    Grossmann vom EHC Biel wird nachträglich gesperrt und gegen SCB-Goloubef wird ein Verfahren eröffnet

    In der National League werden zwei Spieler gesperrt. Robin Grossmann vom EHC Biel und Cody Goloubef vom SC Bern.

    Vorsorgliche Sperre und Verfahrenseröffnung gegen Cody Goloubef

    Cody Goloubef vom SC Bern wird wegen eines Checks gegen die Bande gegen Michael Raffl vom Lausanne HC in der 26. Minute des Meisterschaftsspiels der National League vom 20. Dezember 2022 vorsorglich für ein Spiel gesperrt. Gleichzeitig wurde gegen Goloubef ein ordentliches Verfahren eröffnet. 

    Das Verbandssportgericht heisst die Berufung des HC Lugano im Fall Robin Grossmann gut

    Das Verbandssportgericht sperrt Robin Grossmann vom EHC Biel-Bienne für zwei Spiele und büsst ihn mit Fr. 5'415.- (inkl. Verfahrenskosten). Dies aufgrund eines Checks gegen die Bande gegen Daniel Carr vom HC Lugano im Meisterschaftsspiel der National League vom 3. Dezember 2022. Grossmann war nach dieser Aktion vom Einzelrichter für Disziplinarsachen Leistungssport nicht gesperrt worden. Gegen dieses Urteil hat der HC Lugano beim Verbandssportgericht Berufung eingelegt.


    Der 22-Jährige soll Connor Hughes ersetzen

    Der HC Fribourg-Gottéron hat für die nächste Saison einen Torhüter verpflichtet

    Connor Hughes verlässt Ende Saison den HC Fribourg-Gottéron bekanntlich in Richtung Lausanne. Deshalb mussten sich die Saanestädter auf die Suche nach einem neuen Schlussmann begeben. Dabei wurden sie nun im Kanton Thurgau fündig.

    Beim HC Thurgau steht nämlich derzeit der 22-jährige Bryan Rüegger zwischen den Pfosten. Der Torhüter wurde beim EV Zug ausgebildet und durchlief sämtliche Nachwuchsstufen. Über den EHC Seewen hat er den Weg in die Swiss League gefunden, wo er seit der Saison 2020/21 für den HC Thurgau aufläuft. In jener Saison spielte er übrigens auch sein bislang einziges Spiel in der National League bei den SC Rapperswil-Jona Lakers. Jetzt hat Rüegger beim HC Fribourg-Gottéron einen Vertrag über ein Jahr unterzeichnet.  

    In dieser Spielzeit kommt der junge Torhüter beim HCFG auf 25 Spiele und eine Fangquote von 90.2%.

    https://sport.ch/hc-fribourg-go…er-verpflichtet

    War sicher keine Gala gestern von den unsrigen, aber wenigstens 3 Punkte eingefahren. War auch schon andersrum, schön und toll gespielt und mit 0 oder 1 Punkt nach Zürich gereist. Soweit also alles "okey".

    Hier ein Spielbericht:

    SCL Tigers 2:4 ZSC Lions
    Die ZSC Lions gewinnen auswärts in Langnau

    Der Spielbericht

    Die ZSC Lions starteten engagiert ins Spiel und kamen in der Startphase zu einigen gefährlichen Abschlüssen. In der 13. Minute konnten sich die Zürcher dann in Person von Alexandre Texier für ihre Bemühungen belohnen, der ein schönes Zuspiel von Wallmark zur Führung nutzte. In der Folge kamen die Tigers immer besser ins Spiel. Nachdem Pesonen und Guggenheim mit ihren Abschlüssen das Ziel noch nicht fanden, machte es Pascal Berger kurz vor der Pause besser und bezwang Ludovic Waeber, indem er einen Schuss von Lepistö ablenkte.


    Die Tigers starteten schwungvoll ins Mitteldrittel und kamen bereits nach wenigen Sekunden zum ersten Powerplay der Partie. In diesem verpasste Flavio Schmutz die Führung gleich zwei Mal. In der Folge waren es aber wieder die ZSC Lions, die Druck machten und in der 25. Minute durch ein Tor von Reto Schäppi erneut in Führung gehen konnten. Die Zürcher drückten anschliessend auf das 3. Tor, so dass sich Tigers Trainer Paterlini zur Spielmitte genötigt sah, sein Timeout zu nehmen. In den verbleibenden Minuten des Mitteldrittels kamen beide zu Möglichkeiten ein weiteres Tor zu erzielen, die Torhüter hielten aber dicht.


    Langnau konnte auch zu Beginn des dritten Drittels in Überzahl agieren. Es waren aber die ZSC Lions, die in Person von Justin Sigrist zur besten Chance kamen, doch der Zürcher scheiterte in Unterzahl alleine vor Luca Boltshauser. Anschliessend kontrollierten die Zürcher das Geschehen, ehe Lammikko in der 51. Minute nach Zuspiel von Hollenstein auf 3:1 für die Gäste stellte. Die Langnauer versuchten in der Folge nochmals heranzukommen und nahmen den Torhüter vom Eis. Lucas Wallmark verpasste dabei das leere Tor und ermöglichte den Tigers so im Gegenzug den Anschlusstreffer durch Michaelis. Die Langnauer warfen nochmals alles nach vorne und Pesonen verpasste den Ausgleich tatsächlich nur ganz knapp. Sekunden vor Ende war es dann aber Lammikko, der mit dem 4:2 ins leere Tor das Spiel entscheiden konnte.

    Der Gewinner

    Juho Lammikko (ZSC Lions)

    Schiesst den Game Winner in der 51. Minute mit einem satten Handgelenkschuss und entscheidet dann die Partie mit seinem Empty-Netter zum 4:2 endgültig. 

    Der Loser

    Flavio Schmutz (SCL Tigers)

    Vergibt im Powerplay kurz nach der ersten Pause gleich zwei Mal den Führungstreffer aus aussichtsreicher Position und kurz darauf trifft Schäppi zum 2:1 für die Gäste. Der Tigers Stürmer arbeitet zwar hart, aber ihm klebt bei seinen Abschlüssen das Pech am Stock.

    Szene des Spiels

    Es läuft die 19. Minute, als eine grosse Last von den Schultern von Tigers Stürmer Pascal Berger fällt. Er erzielt im 30. Saisonspiel seinen ersten Scorerpunkt.

    Die Tore

    Tor für ZSC Lions, 0:1 durch Alexandre Texier

    Chris Baltisberger lanciert Lucas Wallmark und dieser sieht den freistehenden Alexandre Texier, der Boltshauser mit einem Schuss auf der Stockhandseite bezwingt.


    Tor für SCL Tigers, 1:1 durch Pascal Berger

    Ausgleich für die Tigers! Berger lenkt einen Abschluss von Lepitstö vor dem Tor ab und bezwingt damit Ludovic Waeber.


    Tor für ZSC Lions, 1:2 durch Reto Schäppi

    Sigrist zieht aufs Tor und schliesst ab, die Scheibe prallt von Boltshauser auf den Stock von Schäppi, dessen Schuss glücklich über Boltshauser ins Tor fliegt.


    Tor für ZSC Lions, 1:3 durch Juho Lammikko

    Hollenstein kommt mit Tempo in die gegnerische Zone. Er verzögert kurz und hat dann die Übersicht für Lammikko, der Boltshauser mit einem satten Schuss über die Fanghand bezwingt.


    Tor für SCL Tigers, 2:3 durch Marc Michaelis

    Diem kurvt mit Speed durch die gegnerische Zone und legt dann die Scheibe vors Tor, wo Michaelis goldrichtig steht und zum Anschlusstreffer einschiebt.


    Empty Net Goal für ZSC Lions, 2:4! Juho Lammikko trifft ins leere Tor

    Lammikko kann alleine aufs leere Tor losziehen und entscheidet mit seinem Treffer das Spiel.

    Die ZSC Lions gewinnen auswärts in Langnau
    SCL Tigers 2:4 ZSC Lions
    sport.ch

    Das NHL-Round-Up der Schweizer
    Schweizer NHL-Rookie kann sich als fester Kader-Bestandteil in der NHL etablieren

    In der NHL-Nacht von Montag auf Dienstag waren wieder ein paar Schweizer im Einsatz, doch letztlich konnten sich nur Roman Josi und Nino Niederreiter über einen Sieg freuen. Für Nashville endedete dadurch auch eine längere Negativserie.

    Gegen die Edmonton Oilers resultierte letztendlich ein 4:3-Sieg nach Verlängerung, wodurch die Predators den ersten Sieg nach zuvor sechs Pleiten am Stück einfahren konnten. Roman Josi erhielt mit 23:22 Minuten wieder einmal sehr viel Eiszeit, während sich Niederreiter bei einer Eiszeit von 14:30 Minuten einen Assist gutschreiben lassen konnte.


    Pleiten setzte es hingegen für Pius Suter und seine Detroit Red Wings (3:4 n.V. gegen Washington), für Tim Berni und seine Columbus Blue Jackets (1:2 gegen Dallas) sowie für Janis Moser und seine Arizona Coyotes (2:3 n.V. gegen Montréal). Alle drei blieben ohne Scorerpunkt, doch Tim Berni darf sich immerhin zugutehalten, dass er sich als fester Bestandteil in der NHL etablieren konnte. Schliesslich erhielt der 22-Jährige seit seinem Debüt in allen acht Partien Eiszeit und er kommt dabei regelmässig an die 20 Minuten zum Zug. Auch gegen Dallas war der Schweizer mit 19:49 Minuten Eiszeit der Verteidiger mit den drittlängsten Spielminuten.

    90 Schweizer Franken eröffneten ihm eine neue Karriere
    Ein Schweizer Torhüter hat in Dresden sein Glück gefunden und weshalb sich Genoni bei ihm entschuldigte

    Janick Schwendener spielt mittlerweile in der DEL 2 bei den Dresdner Eislöwen. Einst kam er aber als Nachfolger von Marco Bührer im SCB-Tor in Frage.

    Die Karriere von Janick Schwendener begann in Davos, wo er in der Saison 2008/09 noch in der U17-Elit-Mannschaft tätig war. Schon damals wurde er ab und zu bei der ersten Mannschaft als Ersatztorhüter benötigt. Bis zu seinem ersten Einsatz in der National League dauerte es bis zur Saison 2011/12. Damals hütete Leonardo Genoni im Landwassertal das Tor. Für den jungen Schlussmann gab es also kein Vorbeikommen. Dennoch blieb er bis 2015 dem HC Davos treu und kam zu insgesamt elf Einsätzen in der National League.

    In der letzten Saison wurde Schwendener an Thurgau, Genf und Kloten ausgeliehen und konnte so wichtige Spielpraxis sammeln. Auf die Saison 2015/16 hin wechselte er dann zum SC Bern, wo er sich mit Marco Bührer die Spielzeit teilte. Beide Torhüter wussten aber nicht zu überzeugen und so wurde der Tscheche Jakub Stepanek verpflichtet und der Rest ist bekannt: Der Schlussmann hexte die Berner in den Playoffs zum Titel. Zudem war schon früh in der Saison klar, dass Leonardo Genoni nach Bern wechseln würde: "Er hat mich damals angerufen und wollte gar nicht aufhören, sich zu entschuldigen", erklärt Janick Schwendener in der neusten Ausgabe des Slapshot Magazins. Dann fügt der Torhüter an: "Dabei war das doch gar nicht nötig. Es war doch klar, dass der SCB diesen Transfer machen musste. Ich war damals noch nicht bereit für diese Rolle. Ich war zu wenig reif und kam mit der Erwartungshaltung nicht klar." Schwendener stand damals in 19 Partien für die Mutzen im Einsatz und kam auf eine Fangquote von 88,8 %.  

    Über Rapperswil-Jona nach Thurgau, bis es dort zum Streit kam

    Seine Karriere ging in der Swiss League weiter, wo er sich dem SC Rapperwil-Jona anschloss. Die St.Galler waren ein Jahr zuvor aus der National League abgestiegen und hatten die Mission, ins Oberhaus zurückzukehren. Schwendener konnte sich aber auch bei den Lakers nicht durchsetzen und wurde während der Saison zum HC Thurgau ausgeliehen.

    Der HCT verpflichtete den Schlussmann auf die Saison 2017/18 dann auch. Dabei wurde Janick Schwendener zum ersten Mal in seiner Aktivkarriere Stammtorhüter. Dort entwickelte er sich zu einem der besten Goalies der Swiss League. Das ging eine Weile gut, doch dann verstritt er sich mit Coach Christian Mair: "Die Chance, dass der Trainer gehen muss und der Torhüter bleibt, ist wahrscheinlich überall ziemlich klein." Weiter erklärt er: "Wir hatten viele Meinungsverschiedenheiten. Irgendwann haben wir uns nur noch angeschrien. Ich habe manchmal eine provokative Art und sage immer, was ich denke. Rückblickend würde ich ein paar Dinge anders machen, es gibt Sachen, die ich bereue. Aber alles in allem hatte ich keine Lust mehr, mir diese Negativität zu geben." 

    So war seine Zeit nach der Saison 2019/20 beim HC Thurgau zu Ende und nun stellte sich die Frage, wo es für den Torhüter weitergeht. Er fand damals in der Schweiz keine Position mehr, alle Teams hatten ihre Goalies bereits unter Vertrag.  

    Für 90 Franken den deutschen Pass gelöst

    Die Mutter von Janick Schwendener ist Deutsche. So entschied er sich, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. Wenige Wochen hatte er den deutschen Pass, der ihn 90 Franken kostete und plötzlich taten sich für ihn ganz neue Türen auf. Er wechselte schliesslich in die DEL zu den Iserlohn Roosters. Dort kam er nicht viel zum Einsatz, wurde aber geschätzt. Man wollte ihn halten, doch Schwendener entschied sich in die DEL 2 zu den Dresdner Eislöwen zu wechseln. "Heute kann ich sagen, dass sich für mich zum Glück alles zum Guten gewendet hat. Ich möchte diese Erfahrung in Dresden nicht missen. Ich konnte mir hier ein völlig neues Umfeld aufbauen", erklärt er.

    In der DEL 2 lief es ihm von Beginn weg hervorragend und er wurde nach der letzten Saison zum Torhüter des Jahres ausgezeichnet. Er erhält vom Team endlich die Wertschätzung, die ihm in der Schweiz oft verwehrt geblieben ist. Mit 30 Jahren hat der gebürtige Churer also endlich sein Glück gefunden. Mit Dresden liegt er derzeit auf dem sechsten Platz. Die Eislöwen haben aber nur vier Punkte Rückstand auf Rang zwei.  

    Schwendener hofft, dass er noch bis Mitte 30 Eishockey spielen kann. "Aber wenn nicht, ist das auch kein Weltuntergang. Ich wäre auch gerne Musiker. Oder würde irgendwo ein Café führen." Die Pläne gehen ihm also nicht aus.

    Obwohl er zu überzeugen wusste
    Die New Jersey Devils schicken Akira Schmid zurück in die AHL

    Akira Schmid stand in der aktuellen Saison in acht Partien in der NHL im Einsatz, nun muss er aber zurück zu den Utica Comets.

    Mackenzie Blackwood hat sich von seiner Verletzung erholt, diese Nachricht hat aber Folgen für den Schweizer Akira Schmid. Die New Jersey Devils gaben bekannt, dass sie den Keeper wieder in die AHL schicken. Während acht Partien hütete Schmid das Tor der Devils, dabei gingen fünf Partien gewonnen und der 22-Jährige wehrte dabei 93,2 % der gegnerischen Torschüsse ab. Damit hat der Schweizer einen guten Eindruck hinterlassen. "Er hat sich wirklich gut geschlagen. Er hat wichtige Paraden gemacht. In Ottawa ist er spät ins Spiel gekommen und hat wirklich gut gespielt", so wurde der Headcoach Lindy Ruff zitiert, "Das war ein grosser Schritt für ihn. Er sollte das als Sprungbrett nutzen, runtergehen und so weiterspielen wie bisher."

    Die New Jersey Devils schicken Akira Schmid zurück in die AHL
    Obwohl er zu überzeugen wusste
    sport.ch

    Wobii muesch erhlich sii, wie viel goalie us eusem nachwuchs hemmer je wieder chönne zrugghole? Ich weiss die hend kein vertrag meh gha aber trotzdem. Weder Genoni, Berra, Schlegel, etc. sind jemals wieder zu eus cho.

    Das hät aber mit de jahrzehnte lange Ära Sulo/Flüeler ztue gha.

    Jetzt ischs e komplett anderi Situation, da ich nöd denke, dass de Waeber ewig bi ois bliebt, nach 2025 isch de weg.
    Heisst also, das für 2-3 noii Goali i de nächste Jahr Platz ha wird.

    Eine müesst en Junge us de eigene Organisation sie (3. Goali), ein gstandene NLA Goali (Nyffeler? 2025 31 jährig) und eventuell en Usländer oder event. den de Meier (je nach Usländer Ahzahl).

    WTF? Holy Moly, :shock: was für ein kranker geiler Penalty von Teemu Hartikainen (jaja ich weiss, kein Tor, aber alleine schon der Versuch :wichs: :applaus: ).


    Das Spiel endete mit 4:3 nach Penaltyschiessen zugunsten von Schweden. Jesper Olofsson, Marcus Sörensen und Markus Granlund waren allesamt unter den Torschützen. Im Penaltyschiessen entschied schliesslich Sörensen die Partie. Zu reden gab aber der Versuch von Teemu Hartikainen. Er zeigte einen tollen Trick, den er allerdings nicht vollenden konnte. Aber schau am besten selbst.

    Im Rahmen des Swiss Ice Hockey Cups trafen am Samstagnachmittag Finnland und Schweden aufeinander. Dabei spielten diverse NL-Imports eine gewichtige Rolle, einer raubte aber allen den Atem.

    Zwar schon 2 Tage alter Text, jedoch noch nicht gepostet:
    https://www.nhl.com/de/news/dean-k…2?tid=283119470

    Kukan und Andrighetto zählen zu den Stützen der Nati

    International Ice: Die Schweiz misst sich bei den Swiss Ice Hockey Games in Fribourg erneut mit starken Gegnern

    von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor
    15. Dezember 2022

    International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de mit Themen, die über das aktuelle Geschehen in der NHL hinausgehen und den Blick schwerpunktmäßig auf Spieler, Klubs und Nationalteams in Europa richten.

    In dieser Ausgabe: Die Schweiz baut bei Heimturnier auf die Stützen Kukan und Andrighetto

    Die Nationalmannschaft der Schweiz absolviert vom heutigen Donnerstag bis zum Sonntag einen weiteren Härtetest im Hinblick auf die IIHF-Weltmeisterschaft 2023. Bei den Swiss Ice Hockey Games in Fribourg trifft das Team auf Finnland, Schweden und Tschechien. Das Turnier ist die zweite von vier Stationen der Euro Hockey Tour 2022/23, bei der sich dieses Quartett gegenübersteht. Zum Auftakt dieser Wettbewerbsserie, beim Karjala Cup im November im finnischen Turku, landete die Nati auf Rang zwei.

    Zum 25-köpfigen Aufgebot der Schweiz gehören diesmal mit Torhüter Connor Hughes von Fribourg-Gottéron und Stürmer Willy Riedi von den ZSC Lions zwei Debütanten. Die beiden Neulinge ergänzen einen Kader mit viel Länderspiel-Erfahrung. Neun Spieler waren bereits beim Karjala Cup im Einsatz. Zu den Schlüsselspielern des Schweizer Teams gehören die beiden ehemaligen NHL-Profis Dean Kukan und Sven Andrighetto, die beide in Diensten der ZSC Lions stehen.

    Blueliner Kukan brach im Mai nach sieben Jahren seine Zelte in Nordamerika ab und schloss sich dem Top-Klub aus Zürich an.

    Dort spielt er eine überragende Saison.

    Mit 24 Punkten (fünf Tore, 19 Assists) aus 27 Einsätzen ist er teaminterner Topscorer. Diese Ausbeute bedeutet für ihn zudem den geteilten ersten Platz unter allen Verteidigern der National League. Mit einer Plus-Minus-Bilanz von +19 ist er sogar alleiniger Spitzenreiter unter den Defensivspielern und Zweitbester im Gesamtklassement.

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    Kukan trifft bei Sieg doppelt

    • 01:12 • 21. Februar 2022

    Während Kukan bei den Columbus Blue Jackets in der NHL oft unter dem Radar flog, zählte er bei den ZSC Lions von Beginn an zu den Leistungsträgern. "Eine größere Rolle spielen zu können, war der Hauptgrund, warum ich zurückgekehrt bin. Und ich muss sagen: Es macht viel mehr Spaß", ließ der Volketswiler die Schweizer Tageszeitung Blick wissen.

    Besonders bemerkenswert sind seine fünf Tore, die er nach der Hälfte der regulären Saison bereits erzielt hat. Zuvor waren ihm in seine Profi-Laufbahn nie mehr als vier Treffer in einer Spielzeit gelungen. "Toreschießen war eigentlich nie mein Ding. Doch ich schieße hier generell viel öfter. Man hat mehr Platz als auf den kleineren Eisfeldern", erläuterte Kukan.

    Mit seiner Erfahrung und seiner Klasse gehört der Defensivspieler nicht nur in seinem Klub zu den Führungspersönlichkeiten, sondern auch im Nationalteam. Gleiches gilt für Sven Andrighetto, der es bei den ZSC Lions in zweieinhalb Jahren auf 114 Punkte (55 Tore, 59 Assists) aus 126 Auftritten der regulären Saison brachte.

    Der Schweizer Nationalcoach Patrick Fischer blickt erwartungsfroh auf die bevorstehenden Duelle gegen die hochkarätigen Gegner. "Wir freuen uns enorm auf den Auftritt vor unserem Heimpublikum. Wir sind motiviert, vor hoffentlich vielen Fans in Fribourg dort weiterzumachen, wo wir in Turku aufgehört haben", sagte er. Beim Karjala Cup gewannen seine Schützlinge gegen Finnland und Tschechien. Lediglich gegen Schweden zog die Nati nach Verlängerung den Kürzeren.

    Die Schweiz startet heute Abend mit der Partie gegen Schweden ins Heimturnier. Gleichzeitig spielen Finnland und Tschechien in Helsinki, bevor beide Teams im Anschluss nach Fribourg reisen. Am Samstag kommt es dort zu den Begegnungen zwischen Schweden und Finnland sowie der Schweiz und Tschechien. Am Sonntag trifft die Schweiz auf Finnland und Schweden auf Tschechien.

    Lars Weibel, Director Sport bei Swiss Ice Hockey, ist gespannt auf die Vorstellungen der Nati. "Wir wollen zusammen mit den lokalen Organisatoren in Fribourg ein super Event auf die Beine stellen und mit Unterstützung unserer Fans unser Eishockey von der besten Seite präsentieren", betonte er.

    Das Aufgebot der Schweiz für die Swiss Hockey Games:

    Torhüter: Gauthier Descloux (Genève-Servette HC), Connor Hughes (Fribourg-Gottéron), Ludovic Waeber (ZSC Lions)

    Verteidiger: Santeri Alatalo (HC Lugano), Dominik Egli (HC Davos), Michael Fora (HC Davos), Lukas Frick (Lausanne HC), Dean Kukan (ZSC Lions), Simon Le Coultre (Genève-Servette HC), Romain Loeffel (SC Bern), Christian Marti (ZSC Lions)

    Stürmer: Sven Andrighetto (ZSC Lions), Christoph Bertschy (Fribourg-Gottéron), Enzo Corvi (HC Davos), Jason Fuchs (Lausanne HC), Gaëtan Haas (EHC Biel-Bienne), Fabrice Herzog (EV Zug), Marco Miranda (Genève-Servette HC), Killian Mottet (Fribourg-Gottéron), Tyler Moy (SCRJ Lakers), Vincent Praplan (Genève-Servette HC), Damien Riat (Lausanne HC), Willy Riedi (ZSC Lions), Noah Rod (Genève-Servette HC), Tristan Scherwey (SC Bern), Calvin Thürkauf (HC Lugano)

    Die Termine der Schweiz im Überblick:

    15. Dezember

    20:15 Uhr: Schweiz - Schweden

    17. Dezember

    20:15 Uhr: Schweiz - Tschechien

    18. Dezember

    13:00 Uhr: Schweiz - Finnland

    Alle Partien der Nati werden live auf den Kanälen der SRG (SRF, RTS, RSI) übertragen.

    hmmmm war er nun bei der BungaBunga Party dabei oder nicht? Relativiert den Transfer etwas, muss eventl. weg um etwas in Vergessenheit zu gehen...


    Der neue Ambri-Import im Portrait
    Das Damoklesschwert über Formentons Kopf macht aus einem Top- einen durchschnittlichen Transfer

    Der HC Ambri-Piotta hat sich am vergangenen Mittwoch mit Alex Formenton verstärkt. Der 23-jährige Flügelspieler lief in der vergangenen Saison noch bei den Ottawa Senators auf und kam in 79 Spielen auf 32 Scorerpunkte.

    Ein Youngster mit solchen Werten kann sich meist auf eine Erneuerung des Vertrags freuen. Formenton und die Ottawa Senators wurden sich aber nach offiziellen Angaben finanziell nicht einig. Dass das wirklich der Grund ist, darf angezweifelt werden, wie diverse Medien aus Kanada berichten. Denn über Hockey Kanada hängt ein Damoklesschwert. Im Mai wurde bekannt, dass Hockey Canada nach einer Gala in London, Ontario, die Klage einer Frau beigelegt hat, die behauptet, von acht ungenannten Spielern sexuell belästigt worden zu sein, darunter mehrere Mitglieder der Junioren-Weltauswahlmannschaft 2018 des Landes. Viele Spieler gaben daraufhin Erklärungen ab, dass sie nicht involviert waren, aber andere müssen sich noch äussern. 

    Einer, der sich noch nicht dazu geäussert hat, ist Alex Formenton, der zum Zeitpunkt des Missbrauchsfalls bei den London Knights spielte. Der Fall ist noch immer nicht abgeschlossen und es werden weiterhin Untersuchungen von der London, Ontario, Polizei durchgeführt. TSN-Journalist Shawn Simpson setzte Ende Oktober einen Tweet ab, dass bei Formenton der Vertrag nicht das Problem sei.


    Seit dem 1. Dezember ist nun klar, dass Alex Formenton in dieser Saison nicht in der NHL spielen wird. Zwei Wochen später hat er beim HC Ambri-Piotta einen Vertrag bis Ende Saison unterzeichnet. Dabei schrieben die Leventiner in der Medienmitteilung:

    Zitat
     Der HCAP hat Kenntnis darüber, dass der Spieler und einige seiner Mannschaftskameraden aus der kanadischen U20-Nationalmannschaft, welche 2018 die Weltmeisterschaft gewannen, in eine strafrechtliche Untersuchung verwickelt waren, die zur Einstellung des Verfahrens führte. Die Untersuchungen wurden kürzlich aufgrund von Enthüllungen über die Vorfälle beim kanadischen Verband in ähnlichen Fällen wiederaufgenommen. Nach Gesprächen mit dem Spieler, der während der von der Polizei in London (Ontario, Kanada), der NHL und dem kanadischen Eishockeyverband durchgeführten Ermittlungen mit allen Behörden uneingeschränkt kooperiert hat, und seinen Anwälten ist der HCAP der Ansicht, dass es keinen Grund gibt, die Unschuldsvermutung gegen ihn nicht gelten zu lassen.
    Sollten die neuen Ermittlungen der kanadischen Polizei Elemente zutage fördern, die heute noch nicht bekannt sind, behalten sich der Club und der Spieler das Recht vor, ihre vertraglichen Beziehungen neu zu bewerten. Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen werden der Spieler und der Club keine weiteren Erklärungen zum genannten Vorfall abgeben.
    Statement HC Ambri-Piotta, 14.12.2022
     

    Damit ist also erklärt, weshalb ein Spieler wie Formenton ausserhalb eines Lockouts den Weg in die Schweiz findet. Nehmen wir doch den Spieler Formenton etwas genauer unter die Lupe, denn in diesem Aspekt ist dem HC Ambri-Piotta ein Top-Transfer gelungen.  

    Formenton wurde von Ottawa Senators 2017 an 47. Stelle gedraftet. Damals hatte er seine erste Saison bei den London Knights beendet. Nach der zweiten Saison, in der er einen Scorerpunkt pro Spiel sammelte, kam Formenton bereits zu seinem ersten Einsatz in der NHL. Ganz so einfach konnte sich der mittlerweile 23-Jährige aber nicht in der NHL durchsetzen.  

    In der Saison 2018/19 durfte er während neun Spielen das Trikot der Senators tragen, bevor er zu den London Knights zurückgeschickt wurde. In den neun Partien gelang ihm der erste NHL-Treffer. Mit einem Ablenker traf er im Spiel gegen die Arizona Coyotes.

    Nach einer weiteren Saison bei den Londo Knights wurde Alex Formenton 2019/20 bei den Belleville Senators in der AHL eingesetzt. Dort trumpfte er mit 53 Scorerpunkten in 61 Partien auf. Ab der Saison 2020/21 wurde er wieder in der NHL eingesetzt. Mit sechs Scorerpunkten aus 20 Partien gelang ihm der Durchbruch aber nocht nicht. Das was dann in der letzten Saison der Fall, als er die gesamte Spielzeit in der NHL verbrachte.  

    Was kann der HC Ambri-Piotta von Alex Formenton erwarten?

    Der Stürmer ist hervorragender Schlittschuhläufer. Er ist schnell und wendig, was ihm auf dem grösseren Eisfeld in der Schweiz entgegenkommen dürfte. Formenton ist bekannt für sein starkes Forechecking und sein tolles Transition-Spiel. Dabei profitiert er natürlich auch von seinen schlittschuhläuferischen Fähigkeiten. Zu seiner Geschwindigkeit hat er noch eine lange Reichweite, ist er doch 1.91 Meter gross und hat dementsprechend einen langen Stock, so kann er die Verteidiger in unangenehme Situationen bringen.

    Seine Schuss- und Passqualitäten sind vorhanden, aber nicht so ausgeprägt wie seine schlittschuhläuferischen Fähigkeiten. Sein Handgelenkschuss ist gut und präzise, aber ihm fehlt noch etwas die Stärke. Für ihn sprich aber auch, dass er ein gutes Zweiwegspiel besitzt und sich entsprechend auch in der Verteidigung engagiert.  

    Es stellt sich nur die Frage, ob das Damoklesschwert über seinem Kopf nicht vor Saisonende zu Fall kommt?

    Wenn de Meier das will. Klar, wieso nöd. Ich weiss aber nöd wie lang sin Vertrag no lauft. Wenn er endi 203/24 uslauft, müstisch de jetzt no verlängere, suscht isches ja kei leihe.

    Und ob sich de Meier dabi iilaht, weiss ich nöd.

    Klar müend natürlich all immer ihverstande sie.

    Es isch ja au immer e Chance für en eigene und chasch i paar Jahr als gstandene NLA Goali zrugg cho.
    All chasch ja e nöd hebe.

    Mein erster Gedanke, lieber lassen wir Meier ziehen als Waeber.

    Ich bin mir auch sicher, dass aus der Lions Organisation noch weitere gute Goalies da sind, welche Meier als 3. Goalie ersetzen können. Durfte selber ein paar „erleben“ und würde mich natürlich freuen wenn diese den Weg nach ganz oben schaffen würden.

    Schlussendlich aber soll doch der Spieler entscheiden können, auch wenn er noch einen Vertrag hat. Ich wurde ja hier drin bereits darauf hingewiesen, dass Verträge nicht bis zum Schluss eingehalten werden müssen und das ok ist. 😉

    Mann könnte Meier ja auch einfach fix eine ganze Saison ausleihen... Figgi und e Mühli für alle