Beiträge von Sbornaja

    Ambri hat nix zu verlieren… der Mythos schwebt über allem. Hatten wir oder Bern das getan. Der Shitstorm wäre sicher gewesen!

    Ps. Er hat bis heute kein klares Statement dszu abgegeben. Andere schon.,

    So gsehts us :thumbup:

    Ambri cha nüt verlüre, d Schuld wird immer de Formenton übercho und falls er freigsproche wird oder "mangels an Beweisen", stönds den no als Helde da...

    Schon probiert, Baseballhandschuhe im Hockeyhandschuh?

    Basballhandschuhe? Leder?

    Ich habe Jahrelang unsere Torhüter mit weissen Baumwollhandschue beliefert, da ich diese im Programm hatte. Bündelweise :rofl:

    Diese wurden dann an andere Teamtorhüter verkauft und machten so in Zürich Aargau die Runde :nick:

    Meist habe ich diese sogar noch verschenkt, da ich viele Muster hatte.

    Es geht nichts über frisch mit Babypuder eingepuderte Handschuhe! :nick:

    Hab ich am Anfang mal ausprobiert, half nicht wirklich lange, bei 3-4 Trainings und 2 Spielen pro Woche :oh_no: . Fürs "Seniorenhockey" reicht dies.

    Am besten, wenn sie dann wirklich mal stinken: waschen, einfrieren, gut und richtig trocknen und dann nach dem 2. Training wieder.

    Wichtig und für mich der beste Tipp:
    Hände mit Seife waschen vor dem Training/Match. Aber bring das mal einem 8-12 jährigen bei, wenn in der Garderobe immer Party ist und er vor lauter schwatzen fast zuspät aufs Eis geht :rofl:

    Es stinken ja "nur" die Bakterien und der Dreck den man mit in die Handschuhe bringt. Durch das Hände waschen oder das einfrieren tötet man diese ab, gestank ist weg.

    Meine Handschuhe sind nun 4 Jahre alt, ich wasche diese max. 1x pro Saison, die stinken nie! Ich habe allerdings auch nur 1x Training pro Woche und 1 Match alle 2 Wochen.

    Krass, danke fürs erzäheln, aber dies verwundert mich nicht wirklich.

    Wenn die Escort Mädels über ihre Top Kunden aus der NBA/NFL/NHL mal auspacken würden. Ja sali denn...

    Canada Hockey ist doch nur der Anfang da drüben oder in der Sportwelt allgemein.

    Oder was da bei Top Banker Partys so abgeht.
    Ich denke praktisch jeder Spitzensportler kann sofort eine Geschichte dazu erzählen oder hätte eine entsprechende Handynr. zu Hand.


    Gerade die Inder mit ihrem Kastensystem sind unter jeder Sau.

    Marco Bayer ist mir während unserer Zeit immer in Erinnerung geblieben. Er war dazumal der einzige Z-Spieler welcher mit weissen Handschuhen unter den Spielerhandschuhen spielte. Er sagte mir, er ertrage den Geruch der Hände nach dem Spielen nicht. ☺️

    Wenn du mal 4 Kinder/Jugendliche von Zürich nach Ambri zum Spiel fährst, weisst du was er genau meint... :rofl:

    Oder nach einem Trainingslager :floet:

    Habe so ziemlich alles ausprobiert, behaupte auch mal dass ich fast alle Tricks ausprobiert habe.

    Holy Moly, s hät mi paarmal fast glupft im Charre <X :kotz:

    Kraaasser Typ der Beat Knechtle
    https://magazin.nzz.ch/nzz-am-sonntag…17?reduced=true

     «Der Arzt in mir würde sagen: Was Sie da machen, ist nicht so intelligent»

    Als weltweit erster Mensch hat der Thurgauer Mediziner Beat Knechtle mehr als 300 Ironman-Distanzen im Wettkampf absolviert. Sein Tipp für Normalmenschen: Verzichtet auf Mentaltrainer, Pulsmesser und Nahrungsergänzungsmittel. 

    Sebastian Bräuer (Text), Andri Vöhringer (Bilder)24.12.2022, 21.45 Uhr


    Die meisten Hobby-Triathleten setzen sich einen Ironman als ultimatives Ziel. Wie kommt man auf die Idee, Wettkämpfe zu bestreiten, die viele Tage am Stück dauern? 

    Ich hatte in den 1990ern alle Ironman-Rennen in Europa gemacht. Als ich das Gefühl hatte, nicht mehr weiterzukommen, las ich in einer Zeitschrift von einer dreifachen Langdistanz in Grenoble, Frankreich. Es war gar nicht so einfach, von den Veranstaltern akzeptiert zu werden. Ich überquerte den Genfersee, machte ein 24-Stunden-Radrennen und die 100 Kilometer von Biel, erst dann liessen sie mich zu, als Nobody mit der letzten Startnummer. 

    Wie war das Rennen? 

    Ein bisschen extrem. Es regnete in Strömen. Aber ich erreichte fast auf die Minute die Zeit, die ich mir vorgenommen hatte, und landete in den Top Ten. Danach rief mich einer an und sagte, ich hätte einen Schweizer Rekord aufgestellt. Ich hatte davon keine Ahnung gehabt. 

    Sportler, Arzt, Professor

    Beat Knechtle  

    Beat Knechtle

    Im Oktober gewann der 58-Jährige einen fünffachen Ironman in Mexiko. Er erhöhte damit die Zahl seiner im Wettkampf absolvierten Langdistanzen auf 301, das ist Weltrekord. Unmittelbar zuvor hatte er an der letzten Austragung des zehnfachen Ironman in Buchs und am Sechs-Stunden-Lauf in Brugg teilgenommen. Beat Knechtle wohnt mit seiner Ehefrau in Freidorf im Kanton Thurgau und arbeitet im Gesundheitszentrum St. Gallen sowie als Titularprofessor an der Uni Zürich. 


    Das war 1997. Jetzt absolvieren Sie seit 25 Jahren Ultra-Distanzen. Wie kann man diesem Sport so verfallen? 

    Man kann so etwas nicht planen, und jeder Ultratriathlet hat seine eigene Geschichte. Die körperlichen Voraussetzungen müssen stimmen, aber viel wichtiger ist der Kopf. Bei vielen Wettkämpfen nahm ich mir vor, zehnmal Finisher zu werden. Es ist wie beim Töggeln: Man muss zehn Tore schiessen für ein Stängeli, dann ist es gut. 

    Vor wenigen Wochen haben Sie in Mexiko Ihre 301. Ironman-Distanz im Wettkampf bewältigt und damit einen Weltrekord des legendären Ultratriathleten Guy Rossi überboten. 

    Guy war immer eine Inspiration für mich. Er machte Wettkämpfe, bis er 70 war. Der Einzige auf der Welt, der zehn Zehnfache in der Non-Stop-Version gefinisht hat. Ein sehr ruhiger Typ, kein Blender. Er hat immer geliefert. Schade, hat er aufgehört. 

    Sie haben Ihr Idol also überholt. Und jetzt? 

    Jetzt baue ich den Rekord aus. Nächstes Jahr will ich zwölf Ironman-Strecken absolvieren. Ich denke, es ist möglich, bis zum 70. Lebensjahr auf 400 zu kommen. 

    Denken Sie nie daran, ebenfalls aufzuhören? 

    Das wäre nur ein Thema, wenn ich bei Wettkämpfen das Zeitlimit überschreiten würde. So war es auch bei Guy. Als er mit 70 seinen siebzigsten doppelten Ironman erst knapp vor Zielschluss beendete, sagte seine Frau: Jetzt reicht es. 

    Wie würden Sie reagieren, wenn Ihre Frau eines Tages ebenfalls sagen würde: Jetzt ist fertig? 

    Dann sage ich: Kein Problem. Ich finde sicher eine andere Begleitperson. Das war schon mehrere Male der Fall und hat meistens geklappt. Etwa als meine Frau schwanger war und Angst hatte, unsere Tochter könnte im Flieger, im Ausland oder gar während eines langen Wettkampfs zur Welt kommen.


    70 Jahre ist allerdings die selbstgesetzte Grenze? 

    Danach bilde ich mich zurück zum Ironman-Triathleten. Mit 85 wird mein Ziel sein, der älteste Finisher auf Hawaii zu werden. Und mit 105 werde ich immer noch schwimmen und laufen. Die ältesten Schwimmer in Masters-Wettbewerben sind 105.

    An denen orientieren Sie sich bereits? 

    Genau. Schwimmen im 50-Meter-Becken kann man auch noch mit 110 Jahren. 

    Auf Ihrer Website haben Sie alle Trainingsumfänge seit 1995 veröffentlicht. Einen trainingsfreien Monat gab es nie, höchstens einmal kurze Unterbrüche in einer der drei Disziplinen. Brauchen Sie nie eine Pause? 

    Ich könnte mir nie vorstellen, immerzu drinnen zu sein. Das habe ich von meinem Grossvater väterlicherseits geerbt. Der war ständig braungebrannt im Freibad. Meine Mutter war auch immer in Bewegung. Ich will einfach an die frische Luft. Das erste Ziel an Wettkämpfen ist stets, braungebrannt zurückzukehren. 

    Da könnten Sie sich auch einfach in die Sonne legen. 

    Das ist keine Option. Ich denke immer in Zeitfenstern. Wenn ich eine oder zwei Stunden Zeit habe, gehe ich schwimmen. Habe ich drei oder vier Stunden, gehe ich laufen. Bei acht bis zwölf Stunden setze ich mich aufs Rad. Mit weniger Zeit lohnt es sich jeweils nicht, die Ausrüstung anzuziehen. 

    Es lohnt sich für Sie nicht, für zwei Stunden die Laufschuhe anzuziehen? 

    Mir würde ein zweistündiger Lauf nichts nützen. Da spüre ich noch nichts in den Beinen. Auf einen normalen Menschen lässt sich das natürlich nicht übertragen. 

    Sind Sie sportsüchtig? 

    Nein. Ohne Sport würde ich meine Zeit eben anders verbringen. Ich musste ja auch Militärdienst machen und an Weiterbildungen teilnehmen. Das waren bewegungsarme Zeiten, die ich einfach erduldete. Sportsüchtige treiben Sport eher plan- und sinnlos ohne Zielsetzung für einen Wettkampf. Alkohol- oder Nikotinsucht führt in der Regel zu einer körperlichen Schädigung. Ich bin mit 58 Jahren noch topfit.

    Verletzen Sie sich häufig? 

    Wegen Überlastungen nie. Knochenbrüche wegen Stürzen bleiben nicht aus. Das passierte, wenn ich im Training von Schnee und Eis überrascht wurde. Oder in Mexiko und den USA wegen der teilweise katastrophalen Strassenverhältnisse. 

    Haben Sie schon einmal einen Wettkampf trotz Verletzung beendet? 

    Einmal musste ich in Mexiko wegen einer Fraktur auf der gesamten Laufstrecke eines zehnfachen Ironman Schmerzmittel nehmen. Erst leerte ich meine Reiseapotheke, dann die des Veranstalters, weitere Substanzen musste meine Frau in einer Apotheke einkaufen. Ich habe jeden Tag über zwanzig Schmerztabletten geschluckt – und trotzdem überlebt und gewonnen.

    Beat Knechtle erzählt, wie es ihm im November 2013 am zehnfachen Ironman in Mexiko erging.

    Was würde in einem solchen Moment der Arzt Beat Knechtle zum Sportler Beat Knechtle sagen? 

    Der Arzt in mir würde sagen: Herr Knechtle, was Sie da machen, ist nicht so intelligent. Aber Sie werden es überleben.


    Einmal stiessen Sie mit einem Truthahn zusammen. Was war da los? 

    Das war in Monterrey, Mexiko, in einem Park. Eigentlich haben sich die Tiere dort an uns Ultratriathleten gewöhnt. Aber ich war in jenem Moment nicht gerade langsam unterwegs, sondern mit fast vierzig Kilometer pro Stunde, und plötzlich war da dieser riesige Truthahn. Ich wusste, links stürze ich über den Randstein ins Gebüsch, rechts krache ich in die Betonwand der Bibliothek. Also hielt ich voll drauf und hoffte, der weicht noch aus. Ich brach mir das Schlüsselbein, dabei hatte ich in Führung und auf Weltrekordkurs gelegen. Als Trost liess mich der Veranstalter im folgenden Jahr kostenlos starten. Dann gewann ich halt den fünffachen Ironman in Weltrekordzeit.


    Wie motivieren Sie sich unterwegs? 

    Ich motiviere mich über die Uhrzeit. Vor dem Start sage ich meiner Frau: Um diese Zeit will ich aus dem Wasser steigen, um diese Zeit will ich auf die Laufstrecke. Beim letzten Wettkampf in Buchs war mein Ziel, jeden Abend im Hotel geduscht «10 vor 10» im Bett liegend zu schauen. Sonst denke ich an nichts. 

    Sie denken an nichts? Obwohl Sie den ganzen Tag schwimmen, Velo fahren und laufen? 

    Ich überlege mir nur, was ich als Nächstes essen möchte oder welche Kleidung ich brauche. Diesen völligen Fokus brauche ich. Ich höre auch nie Musik. Ich bin immer am Systemchecken: Ist noch alles im grünen Bereich? 


    Ihr Schweizer Ultratriathlon-Kollege Daniel Meier sagt, wenn es schwer werde, denke er an eine umgeknickte Sonnenblume, die sich wieder erhole und neu erblühe.

    Ich lasse das Gefühl, dass es schwer werden könnte, gar nicht erst aufkommen. Es geht darum, alles auszublenden. Mein Motto ist: Lerne leiden, ohne zu klagen! 

    Ihr Gewicht schwankt zwischen 71 und 83 Kilogramm. Um abzunehmen, machen Sie lange Radtrainings und verzichten fast vollständig auf Kohlenhydrate. Das tönt freudlos. 

    Es geht einfach darum, den Fettstoffwechsel zu trainieren. Bei langen Wettkämpfen erhalten die Muskeln ihre Energie über Fettverbrennung. Ich mache das seit Jahren so. Deswegen war ich bisher an den Wettkämpfen im Herbst immer relativ dünn und schnell. Jetzt stelle ich den Prozess um und werde schon im Frühjahr dünn und schnell sein. Das hat den Grund, dass mein nächster Zielwettkampf in Brasilien im Frühling stattfindet. 

    Bekommen Sie in Phasen des Abnehmens nie Lust, einmal einen grossen Teller Pasta zu essen? 

    Das kann ich ausblenden.


    Sie verdrängen den Appetit? 

    Ich fokussiere mich anders. Mir ist klar, wenn ich etwas erreichen will, muss ich hart zu mir sein. Das ist keine Qual und keine Strafe. Ich will ja nicht an der Startlinie an mir hinunterschauen und denken: Das sieht nicht gut aus.


    Das tönt durchaus nachvollziehbar. Aber nur die wenigsten Menschen sind so rigoros. Sie werden irgendwann schwach, trotz allen Vorsätzen. Wie lässt sich das vermeiden? 

    Gar nicht. Entweder man ist von Natur aus konsequent, oder man ist es nicht. Man kann das nicht lernen. Ich bin bereits so auf die Welt gekommen. 

    Also kann sich ein normaler Mensch nichts von Ihnen abschauen? 

    Ich bin weit weg vom Normalmenschen. Man kann mentale Stärke nicht in Kursen lernen oder in Schulen beigebracht bekommen. Man muss sie einfach besitzen. 

    Sie stellen gerade eine ganze Branche infrage, jene der Mentaltrainer und Sportpsychologen. 

    Richtig. Man könnte auf vieles verzichten. Auch von anderen Industrien halte ich nichts. Was sollen Pulsmesser und Ernährungsprodukte? Je extremer man unterwegs ist, umso einfacher wird man. Ich komme mit einem Minimum aus. In Brasilien habe ich mich nur von Hafermehl, Maltodextrin und Wasser ernährt. 

    Und sonst? 

    Ich kann kein Wunschkonzert veranstalten. Der Veranstalter hat eine gewisse Auswahl, mit der man auskommen muss. In Mexiko gibt es Linsen, Käse, Fleisch, Suppe oder Salat. In der Schweiz esse ich, was es bei Migros und Coop zu kaufen gibt, zum Beispiel Landjäger. In Mexiko kommt beim Wettkampf der Pizzakurier, jeder isst ein Stück und rennt weiter. 

    Ernährungsexperten wären entsetzt. 

    Es ist ganz einfach. Die Muskeln müssen mit Energie versorgt werden. Wie man das macht, ist egal. Es sollte einfach schmecken. 

    Powergels und Energieriegel braucht es nicht? 

    Ich hatte in Mexiko zuletzt beides dabei und habe es ungebraucht wieder nach Hause genommen. Obwohl ich es im Training mehrfach getestet hatte. 

    Wieso nützt es nichts, den Puls zu messen? So lässt sich doch feststellen, ob die Belastung zu intensiv wird. 

    Bei den ganz langen Strecken ist der Bewegungsapparat der limitierende Faktor. Wenn jemand aufgibt, passiert das häufig wegen Sehnenproblemen. Man muss viele Stunden in sehr langsamem Tempo trainieren, um sie zu stärken. Der Puls ist dabei völlig irrelevant. 

    Und im Wettkampf? 

    Ich habe in über achtzig Rennen genug Erfahrung gesammelt. In Mexiko wurde ich zuletzt von vielen Athleten überholt, aber ich blieb bei meinem Tempo. Am Schluss gewann ich mit über sechs Stunden Vorsprung. Es ist mir egal, was die anderen machen. 

    Sonst achten Sie aber schon auf moderne Ausrüstung? 

    Natürlich. Beim Schwimmen trage ich den schnellsten Neoprenanzug. Auf dem Rad helfen hohe Felgen, vor allem vorne. Meine Laufschuhe haben Carbonsohlen. Und in der Hitze trage ich weisse Kleider. Damit fing ich bei einem Wettkampf in Brasilien an, wo sogar Einheimische Hitzschläge bekamen, während ich problemlos durchkam. Nächstes Jahr werde ich mich von Kopf bis Fuss weiss anziehen. 

    Wie viel trinken Sie unterwegs? 

    Auf 180 Radkilometern vielleicht einen Bidon. Beim Marathon ein bis zwei Bidons. 

    Das ist wenig. Haben Sie keine Angst, zu dehydrieren? 

    Das ist kein Problem. Gewichtsverlust macht schneller. Das wurde in einer Studie mit Marathonläufern belegt. Ich habe es in einer Studie mit 100-Kilometer-Läufern bestätigt. 

    Nur bis zu einem gewissen Punkt, dann geht gar nichts mehr. 

    Das habe ich im Griff. Zu viel zu trinken, wäre viel schädlicher. Ich schaue immer meine Hände an. Wenn ich eine Schwellung sehe, höre ich auf zu trinken. So vermeide ich eine Flüssigkeitsüberladung. Die stört bei einem mehrtägigen Wettkampf vor allem beim Schwimmen und kann zu einem Lungenödem führen. 

    Wie viele Stunden trainieren Sie in der Woche? 

    20 im Winter, 30 im Sommer. Mehr wäre gar nicht sinnvoll. 

    Und wie viele Stunden nimmt die Arbeit in Anspruch? 

    Als Arzt bin ich zu 100 Prozent in einer Praxis angestellt, dazu kommt ein 20-Prozent-Pensum als Dozent an der Uni Zürich. Vieles mache ich abends: Master- und Doktorarbeiten korrigieren und kommentieren, eigene wissenschaftliche Arbeiten vorantreiben, die Studien, die wir in länderübergreifenden Teams machen, bis zu 200 E-Mails pro Tag beantworten. Insgesamt kommen über 60 Wochenstunden zusammen. 

    Wie viel Schlaf brauchen Sie? 

    Sechs bis sieben Stunden. Ich schlafe wie ein Baby. 

    Ein intensives Leben, das aber kaum Freiräume lässt. Es darf wohl wenig Unerwartetes passieren. 

    Meine Frau nimmt mir natürlich vieles ab. Haushalt, Material verwalten, Bürotätigkeiten, das macht alles sie. Ich bin an der Front unterwegs, sie kümmert sich um die Logistik. 

    Wie haben Sie es geschafft, auch noch zwei Kinder grosszuziehen? 

    Das war nie ein Problem. Wenn wir zum Beispiel Ferien in Südfrankreich machten, fuhr meine Frau mit ihnen im Auto voraus, und ich nahm das Velo. In drei Tagen war ich wieder bei ihnen. Dort ging das Training weiter. Sie kannten es nicht anders, Papa war immer irgendwo unterwegs. Bei Wettkämpfen kamen sie tagsüber im Auto mit und schliefen nachts im Zelt, während ich Velo fuhr und rannte. Wir waren damals recht naiv und mutig, aber es ist immer alles gutgegangen. 

    Was war der schönste Moment in Ihrer Karriere? 

    Ein bleibendes Erlebnis war mein Sieg beim dreifachen Ironman in Virginia. Es war 40 Grad heiss. Dass ich es da überhaupt ins Ziel geschafft habe, macht mich stolz. Ich lag in Führung, vor einem Profi. Ein Brasilianer, der die Hitze gewohnt war. Ich rettete mich völlig fertig vor ihm ins Ziel. Oder der zehnfache Ironman am Gardasee in eisiger Kälte und Regen. Vor dem Start sprach mich ein Franzose an: Was ich alter Mann hier wolle? Dann kam ein anderer und sagte: Du bist so dick, was machst du hier? Am ersten Tag gingen alle schnell los, und ich nahm es gemütlich. Dann kam der Regen und mit ihm die eisige Kälte. Die beiden Franzosen gaben auf. Ich übernahm am fünften Tag die Führung und gewann am Schluss mit sechs Stunden Vorsprung. Der alte, dicke Mann. 

    So funktioniert Ultratriathlon

    Klassisch: Die Splits werden hintereinander absolviert, Pausen zum Schlafen oder Essen werden individuell eingeschoben. Ein zehnfacher Ironman umfasst beispielsweise rund 39 km Schwimmen, 1802 km Radfahren und 422 km Laufen.

    Neu: Eine seit 2006 existierende Variante lautet, mehrere Tage am Stück täglich einen Ironman (3,9 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren, 42,2 km Laufen) zurückzulegen.

    Hättet ihr Formenton engagiert?

    Damn ist das schwierig .............

    Ich - tendenziell eher nein.

    Als ZSC eher nicht, als HCAP oder HC Ajoie schon.

    Was hat zBsp. Ambri zu verlieren? Der Typ ist auf dem Eis sackstark, Top 5 Ausländer in der Schweiz und ist massiv besser als andere bereits entlassene Ausländer bei Ambri.

    Dies macht das Team somit stärker.
    Bis eine Verurteilung kommt ist mindestens Sommer wenn nicht erst sogar 2024 und dann kann Ambri, bei einem erwarteten Schuldspruch immer noch die Reissleine ziehen mit der Begründung: Formenton hat uns doch nicht alles erzählt, de frächi Cheib...

    Als ZSC, SCB, HCD oder EVZ kannst du dir das jedoch nicht leisten. Dies würde ewig hängen bleiben und hätte sicher auch zukünftig negative Auswirkungen.

    So denke ich mal.

    Wurde der NZZ-Magazin-Formenton Bericht schon gepostet?

    Hier zwei Berichte einmal über Formenton und einer über Kanada Hockey:

    Einer der kontroversesten Transfers in der Geschichte des Schweizer Eishockeys

    Ambri-Piotta hat einen Kanadier verpflichtet, der womöglich an einem sexuellen Übergriff beteiligt war. In der NHL ist Alex Formenton momentan nicht mehr erwünscht.

    Nicola Berger 25.12.2022, 09.00 Uhr

    Wie hoch ist die Unschuldsvermutung zu gewichten? Ambris Alex Formenton im Match gegen Zug. (20. 12. 2022)

    Wie hoch ist die Unschuldsvermutung zu gewichten? Ambris Alex Formenton im Match gegen Zug. (20. 12. 2022)
    Alessandro Crinari

    In der Nacht auf den 19. Juni 2018 sollen Spieler der kanadischen U-20-Nationalmannschaft gegenüber einer jungen Frau sexuell übergriffig geworden sein. Passiert ist das mutmassliche Delikt im Nachgang einer Gala von Hockey Canada im Delta Armouries Hotel in London, Ontario. Die Geschehnisse jener Nacht beschäftigen bis heute die Behörden. Eine erste Untersuchung war eingestellt worden, nachdem die Parteien einen Vergleich geschlossen hatten.


    Immer wieder entsteht das Bild, das Hantieren mit Schweigegeld sei bei Hockey Canada gängige Praxis. Seit 1989 hat der skandalumwitterte kanadische Eishockeyverband 8,9 Millionen Dollar ausgegeben, um 21 Fälle von sexueller Gewalt aussergerichtlich zu regeln (siehe Text unten).


    Im kanadischen London jedoch hat die lokale Polizei den Fall inzwischen neu aufgerollt. Sie besitzt offenbar genug belastendes Material, um eine Klage gegen fünf Männer möglich zu machen. Der «Globe and Mail» berichtet, dass im Oktober einem Gericht eine 94 Seiten umfassende Untersuchungsakte vorgelegt worden sei.


    Bis dato gibt es kein Prozessdatum und erst recht keine Verurteilung. Dennoch stellen sich Fragen. Welche Signale sendet ein Klub aus, der einem unter Tatverdacht stehenden Spieler eine Plattform bietet, einen Vertrag? Fühlt sich ein Opfer so ernst genommen? Und bestätigt sich wieder einmal der Eindruck, dass bei Profisportlern über besonders vieles hinweggesehen wird?

    Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Frage lautet, wie hoch sie zu gewichten ist. Im HC Ambri-Piotta wurde die Frage eindeutig beantwortet. Am 14. Dezember hat Ambri, der Zehntplatzierte der National League, bis zum Saisonende Alex Formenton engagiert. Im Communiqué schrieb der Klub, er «freue sich, die Verpflichtung bekanntzugeben». 

    Ottawa bot ihm keinen Vertrag mehr

    Formenton ist einer der Verdächtigen jener Nacht von 2018. Er hat sich bis heute nicht öffentlich zum Fall geäussert. Der 23-Jährige ist einer der talentiertesten Spieler seines Jahrgangs, in der letzten Saison war er Stammkraft bei den Ottawa Senators in der NHL. Er würde, ginge es nur ums Sportliche, auch in diesem Winter in der besten Liga der Welt spielen. Doch Ottawa hat ihm keinen neuen Vertrag angeboten. Das würde sich wohl frühestens ändern, wenn Formenton freigesprochen werden sollte.


    Ambri hatte weniger Hemmungen. In der Medienmitteilung schrieb der Klub: «Nach ­Gesprächen mit dem Spieler, der während der von der Polizei, der NHL und dem kanadischen Eishockeyverband durchgeführten Ermittlungen mit allen Behörden uneingeschränkt kooperiert hat, sowie seinen Anwälten ist der HCAP der Ansicht, dass es keinen Grund gibt, die Unschuldsvermutung gegen ihn nicht gelten zu lassen. Sollten die neuen Ermittlungen der kanadischen Polizei Elemente zutage fördern, die heute noch nicht bekannt sind, behalten sich der Club und der Spieler das Recht vor, ihre vertraglichen Beziehungen neu zu bewerten. Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen werden der Spieler und der Club keine weiteren Erklärungen zum genannten Vorfall abgeben.»

    Formenton hat seit seiner Ankunft im Tessin einige Interviews gegeben. Der RSI sagte er nach seinem Debüt, seinem ersten Pflichtspiel seit April: «Wenn die Herausforderungen so verrückt sind, muss man einfach versuchen, dem Gameplan treu zu bleiben. Das haben wir getan.» Es muss etwas Erleichterndes haben, in ungezwungener Atmosphäre wieder über eine Nebensache wie das Eishockey plaudern zu können. In seiner kanadischen Heimat wurde Formenton das, anders als bei Ambri, nicht mehr gewährt.


    Der Transfer hat in der Schweiz bisher ein überschaubares Echo ausgelöst, doch «Le Matin» schrieb, das hiesige Hockey habe «keine Moral mehr», die Unterschrift sei «eine Schande für das Schweizer Eishockey» und «ein Schlag ins Gesicht aller weiblichen Fans im Land».


    Anruf bei Paolo Duca, dem Sportchef von Ambri-Piotta. Duca, 41, ist ein ehemaliger Nationalspieler mit viel Erfahrung, er ist der Mann, der Formenton verpflichtet hat. Er wiederholt auf Anfrage die Position des Klubs: Es gelte die Unschuldsvermutung, Ambri habe den Fall intensiv geprüft, auch der Verwaltungsrat habe der Verpflichtung zugestimmt. Mehr gebe es nicht zu sagen, das Team habe den Zuzug wohlwollend aufgenommen. Der Captain Daniele Grassi sagte zu RSI: «Formenton hat viele Qualitäten. Wir wissen, was er kann, und das verheisst Gutes für die Zukunft.»


    Grassi und Duca scheinen Formenton als potenziellen Glücksgriff zu begreifen, sportlich, weil die Akquise eines Spielers von diesem Kaliber für Ambri im Jahr 2022 unter normalen Umständen nicht vorstellbar wäre, finanziell und auch was das Standing angeht. Wie immer in diesem Geschäft geht es nicht zuletzt um die Jobsicherheit von Entscheidungsträgern, um Resultatdruck und verkaufte Tickets.

    Busse wegen Bandencheck

    Ambri ist nicht der einzige Schweizer Klub, der sich in den letzten Wochen mit der Personalie Formenton beschäftigt hat. Das Meinungsspektrum bei den Entscheidungsträgern reicht von «wir hätten wahrscheinlich auch grünes Licht gegeben» bis zu «unter keinen Umständen hätten wir das gemacht, ich weiss nicht, was Ambri geritten hat». Ein Dritter findet: «Früher wäre ein Spieler mit einer solchen Geschichte in Russland gelandet, wo keine Fragen gestellt werden. Es ist erstaunlich, dass Ambri sich diesem Risiko aussetzt, dieser Fall ist wahnsinnig heikel, ich hätte mir da nicht die Finger verbrennen wollen.»


    Am Freitag erzielte Formenton beim 6:2-Sieg über die ZSC Lions sein erstes Saisontor, kurz darauf erhielt er eine Spieldauer-Disziplinarstrafe, einen Restausschluss. Er durfte für den Rest der Partie nicht mehr mittun und muss eine Busse von 510 Franken zahlen. Das Vergehen: Bandencheck.

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    Kanadas Eishockey-Verband versinkt in Skandalen

    Scott Smith trat im Oktober nach nur drei Monaten als CEO von Hockey Canada zurück.

    Scott Smith trat im Oktober nach nur drei Monaten als CEO von Hockey Canada zurück.

    Im Juli sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau: «Es ist für alle Menschen hart, Hockey Canada derzeit zu vertrauen oder diesem Verband irgendetwas zu glauben.» Deutlicher kann man sich kaum ausdrücken. Kanada, der Eishockey-Rekordweltmeister mit mehr als 500 000 lizenzierten Spielerinnen und Spielern, versinkt im Jahr 2022 in einem Sumpf von Skandalen.

    Es geht unter anderem um eine nicht zuletzt durch Mitgliederbeiträge finanzierte geheime Kasse, über die der Verband während Jahren sexuelle Übergriffe per aussergerichtlichen Vergleichen möglichst diskret aus der Welt zu schaffen versuchte. Allein 2022 hat Hockey Canada 2,9 Millionen kanadische Dollar für solche Zahlungen ausgegeben. Entscheidungsträger mussten daraufhin vor einem parlamentarischen Ausschuss aussagen.

    Im Oktober sah sich der erst im Juli eingesetzte CEO Scott Smith zum Rücktritt gezwungen, mit ihm ging der gesamte Vorstand. Der öffentliche Druck war zu gross geworden, auch Sponsoren äusserten ihren Unmut. Scotiabank hatte in einem ganzseitigem Inserat im «Globe and Mail» umfassende Veränderungen gefordert. Ein Vertreter des Ausrüstungsunternehmens Bauer sagte, die Gespräche mit den Verbandsvertretern seien enttäuschend verlaufen. Man habe den Eindruck, Hockey Canada gehe es um PR und nicht darum, die Kultur ernsthaft zu verbessern.

    Der Imageschaden für den Verband war gewaltig. Der neue Vorsitzende Hugh L. Fraser, ein ehemaliger Richter, sprach von einem «entmutigenden Jahr». Alle fragten sich «Wie konnte das nur passieren? So viele Anschuldigungen von sexueller Gewalt, Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Jetzt geht es darum, etwas zu verändern.» Die Skandale werden Hockey Canada noch lange beschäftigen. Zeiten, in denen weggeschaut wurde, sind passé. In der breiten Gesellschaft wird fassungslos registriert, wie sich eine der stolzesten Institutionen des Landes selbst zerstört.

    Morgen Montag beginnt in Moncton und Halifax die U-20-WM. Der Gliedstaat Nova Scotia hat in den Vertrag für die Ausrichtung eine Klausel einbauen lassen, die besagt, dass die Mitglieder von Hockey Canada «von gutem Charakter sein müssen und kein unethisches Benehmen an den Tag legen dürfen». In Juristensprache wird das tiefe Misstrauen ausgedrückt, welches dem Verband inzwischen entgegenschlägt.


    Auch in Davos tritt ab Montag eine kanadische Auswahl an: Das Land ist am Spengler-Cup Rekordsieger und Quotengarant. Und könnte im Laufe des Turniers auf Ambri-Piotta und Formenton treffen.


    NZZ am Sonntag, Sport

    https://magazin.nzz.ch/nzz-am-sonntag/sport/einer-der-kontroversesten-transfers-in-der-geschichte-des-schweizer-eishockeys-ld.1718356?reduced=true

    https://www.nzz.ch/sport/morddrohungen-die-kraft-der-natur-und-die-zsc-lions-als-karriereknick-hinter-dem-trainer-hans-wallson-liegen-bewegte-jahre-ld.1718831?reduced=true

     Morddrohungen und die ZSC Lions als Karriereknick: Hinter dem Trainer Hans Wallson liegen bewegte Jahre

    Der Schwede Hans Wallson war der gefragteste Trainer Europas. Dann wechselte er zu den ZSC Lions und wurde entlassen. Beim letzten Job in der Heimat erhielt er Morddrohungen. Nun ist er am Spengler-Cup zurück in der Schweiz – als Assistenztrainer von Sparta Prag. 

    In Zürich zwischen Sommer 2016 und Weihnachten 2017 glücklos: der Trainer Hans Wallson.

    In Zürich zwischen Sommer 2016 und Weihnachten 2017 glücklos: der Trainer Hans Wallson.

    Wenn ihm alles zu viel wird, zieht Hans Wallson sich in sein Haus in den Bergen in Nordschweden zurück. Er wandert dann stundenlang durch die Wälder, entert die Loipen, klettert – und sortiert am Abend in der Sauna seine Gedanken. «Die Natur», sagt Wallson, «gibt mir Kraft.» Wallson, 56, hat den Rückzugsort in den letzten Jahren ein paar Mal gebraucht, hinter ihm liegen turbulente Zeiten.


    Es ist noch gar nicht so lange her, da war Wallson der begehrteste Eishockeytrainer Europas. Drei Mal war er zum schwedischen Coach des Jahres gewählt worden, mit Skelleftea wurde er 2014 Meister. Das weckte Begehrlichkeiten, er konnte sich den Arbeitgeber wo auch immer aussuchen und den Preis diktieren. Im Prospekt stand, er sei ein gescheiter, bescheidener, erfolgreicher Coach, der Nachwuchsspieler weiterbringen könne.


    In Schweden arbeitete er mit diversen Spielern, die es später in die NHL schafften. Und er galt als Zeitgenosse, dessen Horizont nicht am Plexiglas endet. Als grösste Inspirationsquelle nennt er bis heute Olof Palme, den 1986 in Stockholm ermordeten schwedischen Ministerpräsidenten. 

    2016 verpflichteten die ZSC Lions Wallson gemeinsam mit Skellefteas Sportchef Lars Johansson, der Klub liess die Muskeln spielen; dass sich die beiden für Zürich entschieden, war ein kräftiges Signal an die nationale und europäische Konkurrenz. «Lasse» und «Hasse», das waren ihre Spitznamen in der Heimat, sollten in Zürich als gleichberechtigte Co-Trainer agieren, ein Novum. Die Klubführung erhoffte sich nach vier Jahren unter dem Kanadier Marc Crawford neue Impulse und dass das Duo den ZSC mit jenem ganzheitlichen Denken bereichert, mit dem es in Skelleftea trotz kleinem Budget und fast fanatischem Fokus auf die Nachwuchsförderung eine Dynastie erschaffen hatte.


    Dort hatten die beiden nichts dem Zufall überlassen: strenge Einheiten, kognitives Training, strikte Ernährungspläne. Neue Spieler wurden umfassenden Charakterstudien unterzogen. Ein Lokaljournalist sagte der «NZZ am Sonntag» damals über Johansson: «Es würde mich nicht überraschen, wüsste er, auf welcher Seite seine Spieler jeden Abend einschlafen.» Wallson sagt noch heute: «Die Dynamik in Skelleftea war einzigartig. Alle haben am gleichen Strang gezogen, jeder war ein wichtiges Teil des Puzzles. Von den Spielern über den Eismeister bis hin zum Hotdog-Verkäufer, der sichergestellt hat, dass die Speisen die richtige Temperatur haben. Das ist es, was uns stark gemacht hat.» 

    Wallsons Nachfolger Hans Kossmann führte den ZSC zum neunten Titel der Klubgeschichte

    In Zürich aber endete die schwedische Ära nach eineinhalb Jahren: Das Duo wurde kurz nach Weihnachten 2017, der ZSC lag auf Platz 7, entlassen und durch Hans Kossmann ersetzt. Ein paar Monate später feierte der ZSC seinen neunten Meistertitel. 

    Es hatte gewirkt, als sei der Cheftrainer Wallson in der Schweiz nie richtig angekommen, er schien keine Verbindung zum Team gefunden zu haben, der ZSC wirkte oft passiv, an der Grenze zur Gleichgültigkeit. Einer, der dabei war, sagt, es sei Wallsons erster Job ausserhalb Schwedens gewesen, er habe sich mit der Kommunikation schwergetan. Seine Kompetenz stehe ausser Frage, aber er habe seine Ideen auf Englisch irgendwie nicht richtig vermitteln können. 

    Nicht förderlich war, dass sich Wallson und Johansson, am Wochenende als Assistenztrainer bei Rögle entlassen, in Zürich offenbar zunehmend entfremdeten. Es heisst, die beiden hätten in den Wochen vor der Entlassung kaum mehr miteinander gesprochen.


    Um Wallson wurde es nach der Freistellung still, er zog sich zurück, Langlauf und die heile Bergwelt, ein erstes Mal. 2020 übernahm er Björklöven, einen Zweitligisten, der eine innige Feindschaft zu Skelleftea pflegt, so etwas wie die schwedische Version des unversöhnlichen Schweizer Eishockey-Derbys Ambri-Piotta gegen Lugano. Mit seiner ruhmreichen Vergangenheit beim Rivalen war Wallson für einen Teil der Anhängerschaft ein rotes Tuch. Auch der Einzug in den Play-off-Final in der ersten Saison besänftigte die Gemüter nicht. Wallson sah sich Beleidigungen ausgesetzt, Anfeindungen, und irgendwann: ziemlich konkrete Morddrohungen. Zusammen mit Daniel Rahimi, einem ehemals im HC Davos beschäftigten Verteidiger, verständigte der Trainer die Polizei.


    Seine Familie fühlte sich nicht mehr sicher; am 20. Februar 2022 trat er zurück. Er sagt: «Wenn die Leute, die dir wichtig sind, Angst empfinden, dann ist es nicht mehr lustig. Und das alles wegen Eishockey . . . Es ist verrückt, in was für einer Welt wir leben.» Die mutmasslichen Täter wurden ermittelt, der Fall kommt im Mai vor Gericht. Wallson sagt, er sei froh, müsse er nicht an Ort und Stelle sein und könne seine Aussage per Telefon machen.


    Wieder verabschiedete er sich in sein Refugium, um zur Ruhe zu kommen, dieses Mal für acht Monate. Dann erhielt er einen Anruf aus Tschechien. Und plötzlich ging alles ganz schnell. So kommt es, dass Wallson an diesem Montagabend in den Katakomben des Davoser Eisstadions steht und neugierig unter seiner Brille hervorlugt. Seit knapp vier Wochen ist Wallson Assistenzcoach bei Sparta Prag, gerade hat sein Team den Turnierfavoriten Team Canada 3:2 bezwungen, es war der elfte Sieg in den letzten zwölf Partien. Wallson lächelt und sagt: «Ja, es läuft ganz gut.» 

    Wallson ist der erste schwedische Trainer in der Geschichte der tschechischen Extraliga

    Es wäre eine Untertreibung, würde man die Jobwahl für einen Trainer mit Wallsons Vita als unkonventionell umschreiben. Denn noch nie hat ein Schwede in der tschechischen Extraliga gecoacht, weder als Cheftrainer noch als Assistent – es mangelt an Scheinwerferlicht, Prestige und Geld. In der Schweizer National League beträgt der Lohn eines Assistenztrainers zwischen 70 000 und 120 000 Franken. In Tschechien dürfte es in den allermeisten Fällen weniger als die Hälfte sein, selbst beim schlafenden Riesen Sparta Prag, einem der traditionsreichsten Klubs des Landes, der seit nunmehr 15 Jahren auf einen Titel wartet.


    Wallson sagt, es handle sich um einen bewussten Entscheid, er habe Schweden verlassen wollen. Weg von den dunklen Gedanken, der Furcht, dem Ärger. Sparta, das ist sein Versuch, Frieden zu finden. In diesem Sport, den er so sehr mag, auch nach all den Jahren. Er sagt: «Das Hockey lässt mich nicht los. Ich arbeite gerne. Und wissen Sie, mir ist es eigentlich egal, welche Rolle ich bekleide. Ich habe kein grosses Ego. Ich muss nicht im Mittelpunkt stehen und mein Gesicht in der Zeitung sehen. Und ich brauche nicht viel Geld. Die Arbeit, die Berge, der Wald, das ist meine Welt. Sie sollten das auch mal versuchen.»


    Nach fünf Jahren temporär zurück in der Schweiz: Hans Wallson (Zweiter von rechts).

    Nach fünf Jahren temporär zurück in der Schweiz: Hans Wallson (Zweiter von rechts).

    Melanie Duchene / Keystone

      

    Der Abschied von Zürich ist inzwischen ziemlich genau fünf Jahre her. Bereut er in der Retrospektive sein Engagement im ZSC? «Nein», sagt Wallson, «ich habe viel für das Leben gelernt. Es gibt viele Sprachen in der Schweiz, die Mentalität ist anders als in Schweden. Daran musst du dich erst gewöhnen. Ich denke, heute wäre ich besser vorbereitet.» Und er ergänzt: «Es ist schade, hat es mit der Entlassung geendet. Aber so ist das Geschäft, das gehört dazu. Ich habe das Ende irgendwann kommen sehen, man entwickelt ein gewisses Bauchgefühl. An meinen guten Erinnerungen ändert das nichts. Als der ZSC kürzlich in der Champions Hockey League in Skelleftea gastierte, bin ich hingefahren und habe die Leute getroffen. Im Mai werde ich mit meiner Familie nach Zürich in die Ferien fahren.»


    Was erhofft er sich noch von seiner Trainerkarriere nach der wilden Achterbahnfahrt der letzten Jahre? Wallson lächelt und sagt: «Ich mache keine Pläne mehr, das Leben hält genug Überraschungen bereit. Im Moment bin ich bei Sparta, trainiere die Stürmer und betreue das Powerplay. Es ist gut so, wie es ist.»


    Konnte leider nix schauen, hab's heute Morgen früh nur gelesen. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon, dass es keine 3 Punkte wurden.

    Immerhin konnte man knapp 2 Min. vor Schluss ausgleichen und das Penaltyschiessen gewinnen.

    Aber hey, macht erstaunlicherweise wirklich Spass die Jungs drüben zu verfolgen - wirklich coole Sache!!!

    War ein grauenhaftes geknorze, die Letten immer gefährlich mit ihren seltenen Gegenstössen.

    Wie erwartet und aus der Erfahrung der letzten 40 Jahre, wenn "wir/sie" das Spiel machen müssen, tut man sich extrem schwer.

    Naja 4 Punkte nach 2 Spielen ist nicht so schlecht.

    Toller Erfolg der Schweizer U20 Nati. Es scheint etwas drin zu liegen, wenn sie dieses Jahr die "kleinen" Teams schlagen. Heute braucht es eine Bestätigung gegen Lettland 22.00 Uhr. TV24 Free TV.
    Kanada verliert 5-2 gegen Tschechien...

    Schweiz besiegt Finnland im Auftaktmatch der Junioren-WM 2023

    Attilio Biasca erzielte nach 41 Sekunden in der Verlängerung den entscheidenden Treffer zum Sieg, Österreich erlebt Debakel gegen Schweden

    von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Freier Chefautor 26. Dezember 2022

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    Der erste Tag der IIHF Junioren-Weltmeisterschaft 2023 in Halifax und Moncton am Montag begann mit einer Überraschung der Schweiz und wurde mit einem Debakel für Österreich fortgesetzt. Während die USA einen Favoritensieg gegen Lettland landete, strauchelte der große Favorit und Gastgeber Kanada unerwartet gegen Tschechien.

    Finnland - Schweiz 2:3 OT (0:0/1:1/1:1/0:1)

    Zum Auftakt der Gruppe B besiegte im Avenir Centre von Moncton die Schweiz Finnland mit 3:2 nach Verlängerung. Attilio Biasca erzielte den Siegtreffer nach 41 Sekunden.

    Verteidiger Lian Bichsel holte den Puck in der Ecke und passte ihn zu Biasca, der mit einem Heber vom rechten Bullykreis aus traf. Die Schweiz war in jedem Drittel die bessere Mannschaft und hat sich den Sieg verdient. Es war erst der sechste Sieg der Schweiz gegen Finnland in der Geschichte der Juniorenweltmeisterschaft. Der letzte Schweizer Sieg war ein 5:2 am 31. Dezember 2019 in Trinec, Tschechien.

    Im Tor hatte der Schweizer Kevin Pasche, der zum zweiten Mal bei den Junioren-Weltmeisterschaften dabei ist, überraschenderweise weniger zu tun als sein Gegenüber Aku Koskenvuo, denn die Torschüsse gingen mit 27:16 an die Schweiz.

    In der regulären Spielzeit trafen Lorenzo Canonica zum 1:1 in der 33. Minute und Jeremy Jabola zum 2:1 für die Schweiz in der 45. Minute.

    Jonas Taibel bereitete beide Treffer vor. Für Finnland war Kalle Vaisanen mit einem Tor zum 1:0 in der 23. Minute und einem Assist beim 2:2-Ausgleich in der 49. Minute durch Konsta Kapanen, Sohn des früheren NHL-Spielers Sami Kapanen, erfolgreich. Sami Paiviranta steuerte zwei Assists bei.

    Schweden - Österreich 11:0 (2:0/6:0/3:0)

    Mit 51:13 Torschüssen dominierte Schweden das Auftaktmatch der Gruppe A gegen Österreich und schlug aus den vielen Chancen entsprechendes Kapital, Die Schweden gewann sehr deutlich mit 11:0.

    Filip Bystedt und Isak Rosen waren mit jeweils zwei Toren und einen Assist sowie Ludvig Jansson mit drei Assists und Fabian Wagner mit einem Tor und zwei Assists zu jeweils drei Punkten die erfolgreichsten Scorer der Skandinavier. Schwedens Torhüter Carl Lindbom feierte mit 13 Saves einen Shutout.

    Bei den Österreichern wurde Torhüter Benedikt Oschgan nach 17 Saves und sechs Gegentoren bei 30:28 Minuten durch Backup Thomas Pfarrmaier, der 23 Saves bei fünf Gegentoren verbuchen konnte, ersetzt.

    USA - Lettland 5:2 (0:0/2:2/3:0)

    Die USA fuhren in der Gruppe B mit viel Geduld und Nachdruck einen 5:2-Sieg gegen ein starkes Lettland ein. Nach zwei ausgeglichenen Dritteln, erzielte Chaz Lucius zu Beginn des dritten Drittels für die USA den 3:2-Führungstreffer und brachte seine Mannschaft damit auf die Siegerstraße. Die Letten hielten das Spiel bis zur 20. Minute torlos und bei einem 2:2 nach 40 Minuten. Erst im Schlussabschnitt konnte sich der Favorit entscheidend durchsetzen.

    Bei den Amerikanern glänzte Sean Behrens mit einem Tor und einer Vorlage. Kapitän Luke Hughes, Jimmy Snuggerud und Red Savage trafen ebenfalls, und Dylan Duke steuerte zwei Assists bei.

    Tschechien - Kanada 5:2 (2:1/3:1/0:0)

    Tschechen holte sich in der Gruppe A durch drei Tore im zweiten Drittel den ersten Sieg gegen Kanada bei der Junioren-WM seit 2013. Sie schlugen die favorisierten Gastgeber in Halifax mit 5:2. Der Sieg von Tschechien gegen Kanada vor neun Jahren wurde im Penaltyschießen errungen, so dass es der erste Erfolg in regulärer Spielzeit überhaupt war.

    Tschechiens Torhüter Thomas Suchanek zeigte eine hervorragende Leistung und hielt 36 von 38 Schüssen, während Kanadas Startschlussmann Benjamin Gaudreau Mitte des zweiten Drittels vom Eis musste. Der erwartete Nummer-1-Draft in 2023 Connor Bedard gab sage und schreibe elf der kanadischen Schüsse ab und traf einmal.

    Shane Wright von den Seattle Kraken hatte Kanada in der 11. Minute noch in Führung gebracht, ehe David Spacek und David Moravek mit einem Doppelschlag innerhalb von 35 Sekunden noch vor der ersten Pause die Begegnung drehten. Diese Führung baute Stanislav Svozil kurz nach Wiederbeginn aus. Bednard verkürzte zwar kurz darauf noch einmal, aber Jaroslav Chmelar und Matous Mensik stellten mit einem weiteren Doppelschlag in 33 Sekunden zur Mitte des Spiels frühzeitig den Endstand her.


    Schweiz besiegt Finnland im Auftaktmatch der Junioren-WM 2023
    Der erste Tag der IIHF Junioren-Weltmeisterschaft 2023 in Halifax und Moncton am Montag begann mit einer Überraschung der Schweiz und wurde mit einem Debakel…
    www.nhl.com

    Sehr eindrücklich unsere Schweizer drüben in Übersee!

    Meier führt ein Schweizer Trio an

    Three Stars of the Week: Sharks-Stürmer mit 2,0 Punkten pro Spiel vor zwei Predators-Spielern

    von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Freier Autor 26. Dezember 2022

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    Höhepunkte der DACH-Spieler

    26.12: Schaue einige der Top-Momente der Woche von den in Deutschland, der Schweiz und Österreich geborenen Spielern an

    • 03:23 • 26. Dezember 2022

    In der durch die Weihnachtsfeiertage sportlich verkürzten Woche vom 19. bis 25. Dezember wurden in der NHL sechs Deutsche und elf Schweizer eingesetzt. Aus Österreich gab es keinen Vertreter.

    Zum Kreis der Deutschen zählten Leon Draisaitl, Nico Sturm, Tim Stützle, JJ Peterka, und Moritz Seider sowie Torwart Thomas Greiss.

    Alle Three Stars der Woche kamen jedoch aus der Schweiz, die mit Timo Meier, Roman Josi, Nino Niederreiter, Nico Hischier, Kevin Fiala, Philipp Kurashev, Pius Suter, Jonas Siegenthaler, J.J. Moser, Tim Berni und Denis Malgin die größte Gruppe aus dem DACH-Raum stellten.


    NHL.com/de stellt die Three Stars aus der vergangenen Woche vor.

    3rd Star: Nino Niederreiter (Nashville Predators)

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    Niederreiter schießt das 1:0

    • 00:35 • 22 Dezember 2022

    Stürmer Nino Niederreiter von den Nashville Predators sammelte drei Scorerpunkte (ein Tor, zwei Assists) in drei Spielen und verlängerte seine persönliche Punkteserie damit wochenübergreifend auf vier Partien (1-3-4). Der 30-Jährige aus Chur erhielt im Beobachtungszeitraum 14:44 Minuten Eiszeit pro Spiel und konnte eine Schusseffizienz von 12,5 (jeder fünfte Torschuss war ein Treffer) vorweisen. Auf der defensiven Seite des Spiels standen für den Flügelspieler auch noch drei Checks und ein geblockter Schuss.


    2nd Star: Roman Josi (Nashville Predators)

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    Josi bricht Franchise-Rekord

    • 01:05 • 22 Dezember 2022

    Verteidiger Roman Josi, der auch Kapitän bei den Nashville Predators ist, kam wie Niederreiter auf drei Scorerpunkte in dieser Woche (ein Tor, zwei Assists), darunter zwei Torvorlagen im Powerplay. Der 32-Jährige aus Bern erhielt mit 23:31 Minuten pro Spiel eine Menge Eiszeit, teilte drei Checks aus, verzeichnete fünf Blocks und hatte eine Schusseffizienz von 10,0 Prozent. Bei Nashville ist Josi Top-Scorer (7-19-26), gleichauf mit Center Matt Duchene (10-16-26).

    1st Star: Timo Meier (San Jose Sharks)

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    Sturm als Erstes für die Sharks

    • 00:47 • 21 Dezember 2022

    Eine herausragende Woche spielte Power Forward Timo Meier für die San Jose Sharks. Der 26-Jährige aus Herisau hatte mit 2,0 Punkten pro Partie einen beeindruckenden Punkteschnitt, denn in vier Spielen verbuchte er vier Scorerpunkte (zwei Tore, zwei Assists), darunter auch ein Treffer im Powerplay. Meier ist nicht nur einer der komplettesten, sondern auch einer der besten Spieler bei den Sharks, was er im Beobachtungszeitraum mit einer Schusseffizienz von 22,2 Prozent, einem Plus-Minus-Wert von +3, sieben Hits und einem Block bei durchschnittlich 20:49 Minuten Eiszeit eindrucksvoll untermauerte. Mit bereits 18 Saisontreffern (18-16-34) ist Meier auch der Top-Torjäger in San Jose und hinter Erik Karlsson (13-33-46) der zweitbeste Scorer.

    ZSC Medical Report:

    SpielerVerletzungDatumAusfallzeit
    Simon HrubecUnterkörperverletzung20.12.2022mehrere Wochen
    Sven AndrighettoOberkörperverletzung20.12.2022day to day

    Medical Update
    Ein NL-Duo hat sich am Dienstag verletzt, während ein anderer gar nicht erst mittun konnte

    Gleich mehrere NL-Spieler gehören seit Dienstagabend zum Medical Report dazu. So haben sich Joakim Nordström (HC Davos), Benjamin Baumgartner (SC Bern) sowie Sven Andrighetto (ZSC Lions) verletzt.

    Der Schwede in Diensten des HCD musste im zweiten Drittel beim Auswärtsspiel gegen Biel das Handtuch werfen und konnte in der Folge nicht mehr mittun, wie das Journal du Jura berichtet. Eine genaue Diagnose steht bislang noch aus. Selbiges gilt auch für Baumgartner, der wegen eines Checks kurz vor der ersten Pause in der Kabine verschwand und nicht mehr zurückkehrte, wie die Berner Zeitung berichtet. Auch bei ihm ist eine Diagnose noch fällig. Sven Andrighetto fehlte am Dienstag gegen die Tigers im Line-Up und nun wurde er von den ZSC Lions wegen einer Oberkörperverletzung ebenfalls auf die Medical List gesetzt und dort als "Tag-zu-Tag" eingestuft, womit noch unklar ist, wann der Stürmer wieder mittun kann.


    Andrighetto soll sich mMn. mal eine Woche eine Pause gönnen. Irgendwie lief der Sven schon länge nicht mehr "rund", aber dem Fischer darf man dies ja kaum mitteilen, ansonsten wird man dann gleich aussortiert.

    Bei Grossmann hat Lugano Berufung eingelegt
    Grossmann vom EHC Biel wird nachträglich gesperrt und gegen SCB-Goloubef wird ein Verfahren eröffnet

    In der National League werden zwei Spieler gesperrt. Robin Grossmann vom EHC Biel und Cody Goloubef vom SC Bern.

    Vorsorgliche Sperre und Verfahrenseröffnung gegen Cody Goloubef

    Cody Goloubef vom SC Bern wird wegen eines Checks gegen die Bande gegen Michael Raffl vom Lausanne HC in der 26. Minute des Meisterschaftsspiels der National League vom 20. Dezember 2022 vorsorglich für ein Spiel gesperrt. Gleichzeitig wurde gegen Goloubef ein ordentliches Verfahren eröffnet. 

    Das Verbandssportgericht heisst die Berufung des HC Lugano im Fall Robin Grossmann gut

    Das Verbandssportgericht sperrt Robin Grossmann vom EHC Biel-Bienne für zwei Spiele und büsst ihn mit Fr. 5'415.- (inkl. Verfahrenskosten). Dies aufgrund eines Checks gegen die Bande gegen Daniel Carr vom HC Lugano im Meisterschaftsspiel der National League vom 3. Dezember 2022. Grossmann war nach dieser Aktion vom Einzelrichter für Disziplinarsachen Leistungssport nicht gesperrt worden. Gegen dieses Urteil hat der HC Lugano beim Verbandssportgericht Berufung eingelegt.


    Der 22-Jährige soll Connor Hughes ersetzen

    Der HC Fribourg-Gottéron hat für die nächste Saison einen Torhüter verpflichtet

    Connor Hughes verlässt Ende Saison den HC Fribourg-Gottéron bekanntlich in Richtung Lausanne. Deshalb mussten sich die Saanestädter auf die Suche nach einem neuen Schlussmann begeben. Dabei wurden sie nun im Kanton Thurgau fündig.

    Beim HC Thurgau steht nämlich derzeit der 22-jährige Bryan Rüegger zwischen den Pfosten. Der Torhüter wurde beim EV Zug ausgebildet und durchlief sämtliche Nachwuchsstufen. Über den EHC Seewen hat er den Weg in die Swiss League gefunden, wo er seit der Saison 2020/21 für den HC Thurgau aufläuft. In jener Saison spielte er übrigens auch sein bislang einziges Spiel in der National League bei den SC Rapperswil-Jona Lakers. Jetzt hat Rüegger beim HC Fribourg-Gottéron einen Vertrag über ein Jahr unterzeichnet.  

    In dieser Spielzeit kommt der junge Torhüter beim HCFG auf 25 Spiele und eine Fangquote von 90.2%.

    https://sport.ch/hc-fribourg-go…er-verpflichtet

    War sicher keine Gala gestern von den unsrigen, aber wenigstens 3 Punkte eingefahren. War auch schon andersrum, schön und toll gespielt und mit 0 oder 1 Punkt nach Zürich gereist. Soweit also alles "okey".

    Hier ein Spielbericht:

    SCL Tigers 2:4 ZSC Lions
    Die ZSC Lions gewinnen auswärts in Langnau

    Der Spielbericht

    Die ZSC Lions starteten engagiert ins Spiel und kamen in der Startphase zu einigen gefährlichen Abschlüssen. In der 13. Minute konnten sich die Zürcher dann in Person von Alexandre Texier für ihre Bemühungen belohnen, der ein schönes Zuspiel von Wallmark zur Führung nutzte. In der Folge kamen die Tigers immer besser ins Spiel. Nachdem Pesonen und Guggenheim mit ihren Abschlüssen das Ziel noch nicht fanden, machte es Pascal Berger kurz vor der Pause besser und bezwang Ludovic Waeber, indem er einen Schuss von Lepistö ablenkte.


    Die Tigers starteten schwungvoll ins Mitteldrittel und kamen bereits nach wenigen Sekunden zum ersten Powerplay der Partie. In diesem verpasste Flavio Schmutz die Führung gleich zwei Mal. In der Folge waren es aber wieder die ZSC Lions, die Druck machten und in der 25. Minute durch ein Tor von Reto Schäppi erneut in Führung gehen konnten. Die Zürcher drückten anschliessend auf das 3. Tor, so dass sich Tigers Trainer Paterlini zur Spielmitte genötigt sah, sein Timeout zu nehmen. In den verbleibenden Minuten des Mitteldrittels kamen beide zu Möglichkeiten ein weiteres Tor zu erzielen, die Torhüter hielten aber dicht.


    Langnau konnte auch zu Beginn des dritten Drittels in Überzahl agieren. Es waren aber die ZSC Lions, die in Person von Justin Sigrist zur besten Chance kamen, doch der Zürcher scheiterte in Unterzahl alleine vor Luca Boltshauser. Anschliessend kontrollierten die Zürcher das Geschehen, ehe Lammikko in der 51. Minute nach Zuspiel von Hollenstein auf 3:1 für die Gäste stellte. Die Langnauer versuchten in der Folge nochmals heranzukommen und nahmen den Torhüter vom Eis. Lucas Wallmark verpasste dabei das leere Tor und ermöglichte den Tigers so im Gegenzug den Anschlusstreffer durch Michaelis. Die Langnauer warfen nochmals alles nach vorne und Pesonen verpasste den Ausgleich tatsächlich nur ganz knapp. Sekunden vor Ende war es dann aber Lammikko, der mit dem 4:2 ins leere Tor das Spiel entscheiden konnte.

    Der Gewinner

    Juho Lammikko (ZSC Lions)

    Schiesst den Game Winner in der 51. Minute mit einem satten Handgelenkschuss und entscheidet dann die Partie mit seinem Empty-Netter zum 4:2 endgültig. 

    Der Loser

    Flavio Schmutz (SCL Tigers)

    Vergibt im Powerplay kurz nach der ersten Pause gleich zwei Mal den Führungstreffer aus aussichtsreicher Position und kurz darauf trifft Schäppi zum 2:1 für die Gäste. Der Tigers Stürmer arbeitet zwar hart, aber ihm klebt bei seinen Abschlüssen das Pech am Stock.

    Szene des Spiels

    Es läuft die 19. Minute, als eine grosse Last von den Schultern von Tigers Stürmer Pascal Berger fällt. Er erzielt im 30. Saisonspiel seinen ersten Scorerpunkt.

    Die Tore

    Tor für ZSC Lions, 0:1 durch Alexandre Texier

    Chris Baltisberger lanciert Lucas Wallmark und dieser sieht den freistehenden Alexandre Texier, der Boltshauser mit einem Schuss auf der Stockhandseite bezwingt.


    Tor für SCL Tigers, 1:1 durch Pascal Berger

    Ausgleich für die Tigers! Berger lenkt einen Abschluss von Lepitstö vor dem Tor ab und bezwingt damit Ludovic Waeber.


    Tor für ZSC Lions, 1:2 durch Reto Schäppi

    Sigrist zieht aufs Tor und schliesst ab, die Scheibe prallt von Boltshauser auf den Stock von Schäppi, dessen Schuss glücklich über Boltshauser ins Tor fliegt.


    Tor für ZSC Lions, 1:3 durch Juho Lammikko

    Hollenstein kommt mit Tempo in die gegnerische Zone. Er verzögert kurz und hat dann die Übersicht für Lammikko, der Boltshauser mit einem satten Schuss über die Fanghand bezwingt.


    Tor für SCL Tigers, 2:3 durch Marc Michaelis

    Diem kurvt mit Speed durch die gegnerische Zone und legt dann die Scheibe vors Tor, wo Michaelis goldrichtig steht und zum Anschlusstreffer einschiebt.


    Empty Net Goal für ZSC Lions, 2:4! Juho Lammikko trifft ins leere Tor

    Lammikko kann alleine aufs leere Tor losziehen und entscheidet mit seinem Treffer das Spiel.

    Die ZSC Lions gewinnen auswärts in Langnau
    SCL Tigers 2:4 ZSC Lions
    sport.ch

    Das NHL-Round-Up der Schweizer
    Schweizer NHL-Rookie kann sich als fester Kader-Bestandteil in der NHL etablieren

    In der NHL-Nacht von Montag auf Dienstag waren wieder ein paar Schweizer im Einsatz, doch letztlich konnten sich nur Roman Josi und Nino Niederreiter über einen Sieg freuen. Für Nashville endedete dadurch auch eine längere Negativserie.

    Gegen die Edmonton Oilers resultierte letztendlich ein 4:3-Sieg nach Verlängerung, wodurch die Predators den ersten Sieg nach zuvor sechs Pleiten am Stück einfahren konnten. Roman Josi erhielt mit 23:22 Minuten wieder einmal sehr viel Eiszeit, während sich Niederreiter bei einer Eiszeit von 14:30 Minuten einen Assist gutschreiben lassen konnte.


    Pleiten setzte es hingegen für Pius Suter und seine Detroit Red Wings (3:4 n.V. gegen Washington), für Tim Berni und seine Columbus Blue Jackets (1:2 gegen Dallas) sowie für Janis Moser und seine Arizona Coyotes (2:3 n.V. gegen Montréal). Alle drei blieben ohne Scorerpunkt, doch Tim Berni darf sich immerhin zugutehalten, dass er sich als fester Bestandteil in der NHL etablieren konnte. Schliesslich erhielt der 22-Jährige seit seinem Debüt in allen acht Partien Eiszeit und er kommt dabei regelmässig an die 20 Minuten zum Zug. Auch gegen Dallas war der Schweizer mit 19:49 Minuten Eiszeit der Verteidiger mit den drittlängsten Spielminuten.

    90 Schweizer Franken eröffneten ihm eine neue Karriere
    Ein Schweizer Torhüter hat in Dresden sein Glück gefunden und weshalb sich Genoni bei ihm entschuldigte

    Janick Schwendener spielt mittlerweile in der DEL 2 bei den Dresdner Eislöwen. Einst kam er aber als Nachfolger von Marco Bührer im SCB-Tor in Frage.

    Die Karriere von Janick Schwendener begann in Davos, wo er in der Saison 2008/09 noch in der U17-Elit-Mannschaft tätig war. Schon damals wurde er ab und zu bei der ersten Mannschaft als Ersatztorhüter benötigt. Bis zu seinem ersten Einsatz in der National League dauerte es bis zur Saison 2011/12. Damals hütete Leonardo Genoni im Landwassertal das Tor. Für den jungen Schlussmann gab es also kein Vorbeikommen. Dennoch blieb er bis 2015 dem HC Davos treu und kam zu insgesamt elf Einsätzen in der National League.

    In der letzten Saison wurde Schwendener an Thurgau, Genf und Kloten ausgeliehen und konnte so wichtige Spielpraxis sammeln. Auf die Saison 2015/16 hin wechselte er dann zum SC Bern, wo er sich mit Marco Bührer die Spielzeit teilte. Beide Torhüter wussten aber nicht zu überzeugen und so wurde der Tscheche Jakub Stepanek verpflichtet und der Rest ist bekannt: Der Schlussmann hexte die Berner in den Playoffs zum Titel. Zudem war schon früh in der Saison klar, dass Leonardo Genoni nach Bern wechseln würde: "Er hat mich damals angerufen und wollte gar nicht aufhören, sich zu entschuldigen", erklärt Janick Schwendener in der neusten Ausgabe des Slapshot Magazins. Dann fügt der Torhüter an: "Dabei war das doch gar nicht nötig. Es war doch klar, dass der SCB diesen Transfer machen musste. Ich war damals noch nicht bereit für diese Rolle. Ich war zu wenig reif und kam mit der Erwartungshaltung nicht klar." Schwendener stand damals in 19 Partien für die Mutzen im Einsatz und kam auf eine Fangquote von 88,8 %.  

    Über Rapperswil-Jona nach Thurgau, bis es dort zum Streit kam

    Seine Karriere ging in der Swiss League weiter, wo er sich dem SC Rapperwil-Jona anschloss. Die St.Galler waren ein Jahr zuvor aus der National League abgestiegen und hatten die Mission, ins Oberhaus zurückzukehren. Schwendener konnte sich aber auch bei den Lakers nicht durchsetzen und wurde während der Saison zum HC Thurgau ausgeliehen.

    Der HCT verpflichtete den Schlussmann auf die Saison 2017/18 dann auch. Dabei wurde Janick Schwendener zum ersten Mal in seiner Aktivkarriere Stammtorhüter. Dort entwickelte er sich zu einem der besten Goalies der Swiss League. Das ging eine Weile gut, doch dann verstritt er sich mit Coach Christian Mair: "Die Chance, dass der Trainer gehen muss und der Torhüter bleibt, ist wahrscheinlich überall ziemlich klein." Weiter erklärt er: "Wir hatten viele Meinungsverschiedenheiten. Irgendwann haben wir uns nur noch angeschrien. Ich habe manchmal eine provokative Art und sage immer, was ich denke. Rückblickend würde ich ein paar Dinge anders machen, es gibt Sachen, die ich bereue. Aber alles in allem hatte ich keine Lust mehr, mir diese Negativität zu geben." 

    So war seine Zeit nach der Saison 2019/20 beim HC Thurgau zu Ende und nun stellte sich die Frage, wo es für den Torhüter weitergeht. Er fand damals in der Schweiz keine Position mehr, alle Teams hatten ihre Goalies bereits unter Vertrag.  

    Für 90 Franken den deutschen Pass gelöst

    Die Mutter von Janick Schwendener ist Deutsche. So entschied er sich, die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen. Wenige Wochen hatte er den deutschen Pass, der ihn 90 Franken kostete und plötzlich taten sich für ihn ganz neue Türen auf. Er wechselte schliesslich in die DEL zu den Iserlohn Roosters. Dort kam er nicht viel zum Einsatz, wurde aber geschätzt. Man wollte ihn halten, doch Schwendener entschied sich in die DEL 2 zu den Dresdner Eislöwen zu wechseln. "Heute kann ich sagen, dass sich für mich zum Glück alles zum Guten gewendet hat. Ich möchte diese Erfahrung in Dresden nicht missen. Ich konnte mir hier ein völlig neues Umfeld aufbauen", erklärt er.

    In der DEL 2 lief es ihm von Beginn weg hervorragend und er wurde nach der letzten Saison zum Torhüter des Jahres ausgezeichnet. Er erhält vom Team endlich die Wertschätzung, die ihm in der Schweiz oft verwehrt geblieben ist. Mit 30 Jahren hat der gebürtige Churer also endlich sein Glück gefunden. Mit Dresden liegt er derzeit auf dem sechsten Platz. Die Eislöwen haben aber nur vier Punkte Rückstand auf Rang zwei.  

    Schwendener hofft, dass er noch bis Mitte 30 Eishockey spielen kann. "Aber wenn nicht, ist das auch kein Weltuntergang. Ich wäre auch gerne Musiker. Oder würde irgendwo ein Café führen." Die Pläne gehen ihm also nicht aus.