Keine gross, aber eine schwere Auswahl
Veränderungen gut vorstellbar: Die Top-Linie der bisher verpflichteten Importspielern
Nachdem wir bereits eine Linie der Top-Transfers mit Schweizer Spielern zusammengestellt haben, kommen nun noch die ausländischen Neuzugänge an die Reihe.
Da bisher kein ausländischer Torhüter verpflichtet wurde, fällt diese Position im Vergleich zur Schweizer Linie weg. Auch ansonsten war die Auswahl an Spielern natürlich kleiner, die Entscheidungen, welche Ausländer in die Top-Transfer-Linie wurde dadurch aber nicht einfacher.
Defense: Emil Djuse und Christian Djoos
Zugegeben, dass die beiden Namen gut zusammenpassen, hatte am Ende vielleicht einen kleinen Einfluss auf die Auswahl, hätte man doch auch einen Niklas Hansson (zum EVZ) oder den Russen Yakovenko (zum EHCB) hier erwähnen können, das Renommee von Djoos und die Djuse zugedachte Rolle bei den Rapperswil-Jona Lakers gaben am Ende aber den Ausschlag zugunsten der beiden Schweden.
Der 27-jährige Djuse hat soeben eine starke Spielzeit in der KHL bei Spartak Moskau absolviert und soll den nach Davos gewechselten Dominik Egli ersetzen. Djuse gilt als exzellenter Passspieler, der besonders im Powerplay eine grosse Bereicherung sein wird. Derweil hat Christian Djoos noch in der letzten Saison beachtliche 36 Einsätze in der NHL für die Detroit Red Wings erhalten und befindet sich mit seinen 26 Jahren in bestem Alter, um in der National League über Jahre eine feste Grösse zu werden.
Offense: Matej Stransky, Justin Azevedo und Jesper Olofsson
Auch bei den Sturmtransfers haben der ein oder andere spannende Name keinen Platz gefunden. Beispielsweise Anton Lander, der aus der KHL zum EVZ gestossen ist, auf der Centerposition aber einem komplett anderem Spielertyp den Vortritt lassen muss. Oder auch seine Landsmänner Dennis Rasmussen (ebenfalls Center) oder Flügel Mathias Brome, der auf Leihbasis bei Örebro 20 Punkte in 23 Spielen beisteuerte, in der NHL bei Detroit aber nur eine untergeordnete Rolle einnahm. Ihm haben wir mit Jesper Olofsson einen Schweden vorgezogen, den wir in unserer Liga bereits kennen.
Was Olofsson dabei besonders gezeigt hat, nachdem der SCB seine Form im Qualifikationsendspurt gefunden hat, macht ihn für die SCL Tigers zu einem absoluten Toptransfer, bei dem 40 Punkte in der nächsten Regular Season durchaus erhofft (oder erwartet) werden können. Definitiv erwartet wird diese Mark beim Tschechischen Neuzugang in Davos, kommt Stransky doch mit der Empfehlung von 52 Punkten (und 33 Toren) in 50 Spielen von Ocelari Trinec. Zwar waren seine WM-Auftritte überschaubar (ein Tor und zwei Vorlagen), auf seine Auftritte kann man sich aber definitiv freuen.
Apropos freuen, als NHL-Scout Thomas Roost in der vorletzten Ausgabe der The Hockey Week angesprochen wurde, lobt er den kleinen Justin Azevedo, sei dieser "von seinem Spielcharakter her" doch sehr attraktiv. Dem Kanada-Portugiesen werden exzellente Spielmacherqualitäten nachgesagt, der das Spiel gut antizipieren kann und trotz seiner Körpergrösse von nur 1.70 als giftiger Gegenspieler gilt.
Gleichzeitig lautete Roosts Fazit aber auch, dass es sich bei den bisherigen Verpflichtungen um "solide Transfers" halte, aber "keine Überflieger dabei sind, wo andere Teams nicht gleichziehen können". Es ist also durchaus vorstellbar, dass sich die Top-Linie der Ausländer-Transfers über den Sommer noch verändern wird.