Beiträge von Sbornaja

    Macht wirklich null Sinn und sieht sehr willkürlich aus, dass die GCK Lions dabei sind, aber die EVZ Academy und die Ticino Rockets nicht. 🤷🏻‍♂️

    Vielleicht weil die GCK Lions oder die GC Eishockey Fraktion schon 86 Jahre alt sind und 1966 Schweizer Meister wurde.

    Die EVZ Academy wurde 2016 gegründet, rein nur für die Nachwuchsförderung. Aus der Not heraus, weil die NLB zu wenig Mannschaften hatte, wurde die Academy in die NLB aufgenommen, genau wie die Ticino Rockets (2017) auch..

    Ich vermute hier wird der Unterschied gemacht, bin mir aber auch nicht sicher.

    Die Eishockey-Sektion des Grasshopper Club Zürich

    Der Grasshopper Club Zürich ist ein polysportiver Verein mit insgesamt 12 Sektionen. Das auf der Kunsteisbahn Dolder gegründete Eishockey-Team wurde 1934 als fünfte Sektion in den Grasshopper Club Zürich aufgenommen. Nach der Gründung spielte der Verein lange in der obersten Schweizer Eishockey-Liga mit und wurde 1966 Schweizer Meister. Heute liegt der Schwerpunkt der Eishockey Sektion im Nachwuchs-Bereich. So gelingt es dem Grasshopper Club Zürich immer wieder Nachwuchstalente an die Schweizer Eishockeyspitze ranzuführen. Die GCK Lions wurden nachdem GC bereits 1960 den ersten Junioren-Meistertitel errang 2007 erneut Elite-Junioren Schweizer Meister.


    Die HCB Ticino Rockets sind ein Schweizer Eishockeyclub aus Biasca, der seit 2016 in der Swiss League antritt und als Farmteam des HC Ambrì-Piotta und des HC Lugano fungiert. Der Club wurde 1987 als HC Iragna gegründet. Später erfolgte die Umbenennung in HC Biasca 3 Valli. Seit 1992 spielt der Club in der Pista di ghiacco di Biasca, die 2016 in Raiffeisen BiascArena umbenannt wurde. Zur Saison 2016/17 erfolgte die Umfunktionierung zum Farmteam der beiden Tessiner NLA-Clubs.

    Die EVZ Academy ist ein Schweizer Eishockeyclub aus Zug. Die EVZ Academy ist das Farmteam des EV Zug und tritt seit der Saison 2016/17 in der Swiss League an. Der Clubname wird aus dem Zuger Nachwuchsprogramm «The Hockey Academy» abgeleitet. Die EVZ Academy bestreitet ihre Heimspiele in der Zuger Trainingshalle (Academy Arena) sowie vereinzelt auch in der Bossard Arena und der Eishalle in Sursee.

    Zuger Klubleitung wittert Doppelmoral
    Unbeliebt bei neuer Swiss League: EVZ Academy sieht ihrem Ende entgegen

    Sportlich war die EVZ Academy eine Bereicherung für die zweithöchste Liga der Schweiz. Dennoch wurde sie nicht eingeladen zur Gründung der neuen Swiss League. Diese sieht sich künftig als Eventliga mit eigenständigen Klubs. Da hat es keinen Platz für ein Farmteam. Ausser für die GCK Lions.

    Der Artikel von zentralplus, wonach sich die EVZ Academy künftig in ihrer Existenz bedroht sieht, hat die Swiss League in Gang gesetzt. Und zwar in der Person von Jean Brogle, der operativer Verwaltungsrat der ab 2022/23 von National League und Eishockey-Verband unabhängigen Swiss League ist. Er meldete sich darum bei Sportchef Reto Kläy, um die aktuelle Situation zu erörtern.

    Die Klubverantwortlichen der EVZ Academy und der HCB Ticino Rockets wurden am 1. Dezember des vergangenen Jahres im Gegensatz zu den anderen zehn aktuellen Liga-Konkurrenten nicht zur Gründungsversammlung der neuen Swiss League eingeladen.

    Zum aktuellen Stand der Gespräche sagt Brogle gegenüber zentralplus: «Wir reden mit den beiden Farmteams und weiteren Interessenten. Die Diskussionen erfolgen ergebnisoffen im Rahmen des Reform-Strukturprozesses, der gerade im Schweizer Eishockey abläuft.» Er bat deshalb um Verständnis dafür, zum aktuellen Zeitpunkt keine weiteren Fragen beantworten zu können.

    Statt EVZ Academy mit ausländischem Verein?

    Nach Informationen von zentralplus will sich die Swiss League ab der Saison 2022/23 als attraktive und ambitionierte Liga mit eigenständigen Klubs und Fan-Engagement positionieren und zentral vermarkten. Die Interessenten, mit denen Brogle redet, sind Basel und Arosa. In der Liga kursieren gar Gerüchte, wonach die Swiss League dazu bereit sein soll, ausländische Vereine zu begrüssen.

    Sicher ist: Die weiterhin vom wohlbestallten Klubpräsidenten Hans-Peter Strebel grosszügig alimentierte EVZ Academy hat einen schweren Stand, was ihre Zukunft in dieser Liga betrifft. Obwohl sie seit ihrer Gründung 2016/17, als die Swiss League nur zehn Teams umfasste und froh um eine Aufstockung zusammen mit den HCB Ticino Rockets auf zwölf Teams war, zweimal die Playoffs erreichte.

    «In den letzten vier Jahren hat die EVZ Academy 50 Spieler herausgebracht», wie Zugs CEO Patrick Lengwiler in einem Positionspapier auf der klubeigenen Homepage schrieb. «Davon spielen 16 Spieler aktuell in den Kadern von den National-League-Klubs, 22 Spieler spielen bei anderen Teams in der Swiss League.»

    Die Nörgler, die tatenlos zuschauen

    Aber dieser Aspekt scheint in Zukunft bloss eine untergeordnete Rolle in der Swiss League zu spielen. Wichtiger sollen dieser die Anzahl Fans, die ein Verein mobilisieren kann, sein – und dessen Vermarktungspotenzial.

    Patrick Lengwiler als leitender Repräsentant des EV Zug ist ein bekennender Verfechter der Öffnung der National League auf dem Ausländermarkt unter Einhaltung der entsprechenden Begleitmassnahmen. Die Position der Zuger hat Sportchef Reto Kläy seinerzeit zentralplus dargelegt.

    Nun macht Lengwiler in diesem Gesamtkontext eine Doppelmoral im Schweizer Eishockey aus: «Jene Personenkreise, die sich medienwirksam inszenieren, um gegen eine neue Ausländerregelung zu wettern, weil darunter angeblich die Ausbildung und die Entwicklungschancen des eigenen Nachwuchs leiden, schauen der Neupositionierung der Swiss League tatenlos zu. Vielleicht ist dies noch unter dem Radar, aber ungemein wichtig.»

    Zuger monieren inkonsequente Haltung

    Für die Zuger ist aber auch das Vorgehen und die Haltung der künftigen Swiss-League-Macher inkonsequent: Dass die GCK Lions als Farmteam der ZSC Lions als Gründungsmitglied zugelassen wurden, empfinden die EVZ-Klubverantwortlichen als störend.

    «Die GCK Lions sind ebenfalls keine eigenständige Organisation und ihre Wettbewerbsfähigkeit mit aktuell deutlich weniger jungen Spielern im Team eine vergleichbare mit unserer. Dazu mobilisieren sie keine grössere Fan-Community als wir. Wir gönnen es den GCK Lions, dass sie als Gründungsmitglied dabei sind – für uns ist die Unterscheidung zu den Ticino Rockets und der EVZ Academy aber willkürlich», hält Patrick Lengwiler fest.

    Die neue Swiss League hat die GCK Lions allem Anschein nach wegen deren Tradition bevorzugt. Die Zürcher sind seit den 1990er-Jahren mit von der Partie. Und vielleicht auch, weil der Klub das Liebkind vom mächtigen ZSC-Mäzen Walter Frey ist.

    «Man kann von uns das Gleiche verlangen wie von den GCK Lions», sagt Patrick Lengwiler. Deshalb möchten die Zuger wissen, was konkret die einzelnen Kriterien sind. «Auf eine Antwort warten wir bis heute.»

    Zugs Suche nach einer Alternative

    Im EVZ sind die Sorgen gross, dass es für das eigene Farmteam ab der übernächsten Saison keinen Platz mehr in der Swiss League haben wird. Und dann?

    «Wir suchen nach der bestmöglichen Alternative. Denn an unserem Ausbildungskonzept halten wir auch in Zukunft fest», versichert Patrick Lengwiler.

    Nach aktuellem Stand des Reformprozesses im Schweizer Eishockey hofft Zugs CEO darauf, dass aus der heutigen U20 national eine U22 werden wird. «Der Sprung zwischen U20 und der ersten Mannschaft ist leistungsmässig zu gross. Darum haben wir ja die Academy gegründet, um unsere eigenen Talente reifen zu lassen. In jedem Jahrgang gibt es jeweils zwei, drei Talente, die ein bis zwei Jahre länger brauchen, um den Sprung meistern zu können.»

    Das Schweizer Eishockey befindet sich gerade für den EV Zug vor dem Hintergrund, dass dem Klub seit diesem Jahr das topmoderne Leistungszentrum OYM in Cham zur Verfügung steht, in einem spannenden und richtungsweisenden Umbruch.

    Fortsetzung folgt ganz bestimmt.

    Zuger Farmteam vor ungewisser Zukunft
    Die EVZ Academy muss ihren Platz in der Swiss League vielleicht für ausländische Teams räumen

    Zur Saison 2022/23 könnte sich die Swiss League grundlegend verändern. Die EVZ Academy droht ein Opfer dieser möglichen Veränderung zu werden.

    Wie zentralplus berichtet, könnte sich die Zusammensetzung der Swiss League ab der Saison 2022/23 stark verändern. Anscheinend gibt es Pläne, neue Teams in die zweithöchste Schweizer Hockey-Spielklasse zu integrieren – und dafür bestehende Mannschaften wie die EVZ Academy auszubooten.

    Als mögliche "Neuzugänge" für die Swiss League gelten Basel und Arosa. In der Liga kursieren anscheinend aber Gerüchte, dass sogar ausländische Teams in den Spielbetrieb integriert werden könnten.

    Bei der EVZ Academy ist man über diese Entwicklung natürlich nicht glücklich. Was die Zuger Verantwortlichen zu den Plänen der Swiss League zu sagen haben, erfährst du hier.

    Ist Chris out for season? 😳

    Ja leider, hier die offizielle Meldung:

    SAISONENDE FÜR CHRIS BALTISBERGER
    ZSC Lions-Stürmer Chris Baltisberger hat sich im Heimspiel gegen den EHC Biel eine Spiralfraktur am Unterschenkel zugezogen. Der 29-Jährige fällt für den Rest der Saison aus.

    Der Flügel stand in allen bisherigen 23 Meisterschaftspartien im Lineup und sammelte 12 Skorerpunkte. Mit neun Toren ist er nach Denis Hollenstein der zweibeste Torschütze im Kader der Zürcher.

    Wir wünschen Chris Baltisberger gute Genesung!

    David Ullström springt ein
    Komarek fehlt in Zürich – EHCB-Verletztenliste umfasst damit bereits vier Namen

    Der EHC Biel muss am Freitagabend bei den ZSC Lions auf Konstantin Komarek verzichten.

    Wie das Bieler Tagblatt berichtet, leidet Konstantin Komarek unter einer leichten Oberkörperverletzung, weshalb er seiner Mannschaft am Freitagabend im Hallenstadion nicht zur Verfügung steht.

    David Ullström soll an Komareks Stelle ins Bieler Line-up rücken. Nebst dem Österreicher fallen auch Damien Brunner, Stefan Ulmer und Fabian Lüthi weiterhin aus. Anton Gustafsson befinde sich wieder im Training, allerdings noch ohne Körperkontakt. Samuel Kreis dürfte am kommenden Montag wieder ins Bieler Training einsteigen.

    Vertragsverlängerung wahrscheinlich, aber Ausfall droht
    Für die ZSC Lions gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht rund um Garrett Roe

    Garrett Roe dürfte seinen Vertrag bei den ZSC Lions verlängern, droht aber vorerst auszufallen.

    Wie der Tagesanzeiger berichtet, steht eine Vertragsverlängerung von Garrett Roe bei den ZSC Lions wohl kurz bevor. Der Vertrag des US-Amerikaners läuft am Ende der Saison 2020/21 aus, doch momentan deutet einiges daraufhin, dass er seinen Kontrakt verlängert und eine dritte Saison mit den Zürchern in Angriff nimmt.

    Mittel- bis langfristig sieht es für die ZSC Lions und Garrett Roe also gut aus, doch kurzfristig droht Ungemach: Wie swisshockeynews.com berichtet, scheidet der 32-Jährige am Donnerstagabend beim Zürcher Auswärtsspiel in Ambrì-Piotta mit einer Kopfverletzung aus. Ob und wie lange Garrett Roe ausfällt, wird sich jedoch erst noch zeigen.

    Wahnsinn!! So viel zum Thema e-Sports-Hype und den Zukunftsaussichten.

    Chinesischer Staat finanziert das Großprojekt „Hangzhou“

    China investiert über zwei Milliarden Euro in eSport-Stadt

    In Chinas neun Millionen-Metropole Hangzhou in der Provinz Zhejiang wurde Mitte November 2018 der erste Abschnitt einer kommenden eSport-City eröffnet. Laut Bericht der chinesischen Tageszeitung „People's Daily“ umfasst das bislang freigegebene Gelände rund 17.000 Quadratmeter und kostete den Staat nach offiziellen Aussagen rund 280 Millionen US-Dollar. Das gesamte Gelände soll am Ende über 3,5 Millionen Quadratmeter groß sein und bildet so eine Stadt in der Stadt.

    In der neuen Stadt sollen nicht nur großflächige Trainingsmöglichkeiten für die verschiedensten eSport-Teams zur Verfügung stehen, sondern auch ein Hotel, ein eigener Freizeitpark sowie ein Krankenhaus, das speziell auf eSportler und ihre Krankheitsbilder abgestimmt sein soll.

    Insgesamt sind 14 Gebäudekomplexe für die eSport-Stadt geplant. Bis zur Fertigstellung werden auch noch rund 2,2 Milliarden Euro in das chinesische eSport-Projekt fließen – alles finanziert durch den Staat in Personalunion mit der hiesigen Stadtverwaltung.

    Gaming Arena wird nach Top-Team benannt

    Als erste Mannschaft bezog LGD-Gaming, bekannt für seine erfolgreichen „League of Legends“- und „Dota 2“-Teams, ihr Quartier in Hangzhou und bestimmte es zu seiner Zentrale. Dort sitzt mittlerweile auch Allied Sports, ein Joint Venture, das verschiedene eSports-Arenen betreibt.

    Darunter befinden sich in China die Beijing-Arena, die Tianjin-Arena und in den USA die eSports-Arenen in Oakland sowie Las Vegas. Hinter dem Konsortium stehen sowohl diverse eSport-Firmen wie auch Spielehersteller und Publisher. Einer der bekanntesten Teilhaber dürfte „Ourgame International“ sein, die Organisatoren der WPT „World Poker Tour“.

    Asian-Games kommen nach China

    Wenn es nach den Machern der eSport-City geht, dann sollen noch viele andere Teams folgen und so mehrere 10.000 Gamer in den nächsten Jahren nach Hangzhou gelockt werden. Gleichzeitig verspricht sich die Stadt auch einen finanziellen Rückfluss von mehr als 100 Millionen Euro in Form diverser Steuereinnahmen.

    Darüber hinaus wird die Stadt im Jahr 2022 auch Ausrichter der Asian-Games sein. Bereits bei den Asian-Games im letzten Jahr in Indonesiens Hauptstadt Jakarta wurde eSport erfolgreich als Demonstrationssportart ins Programm aufgenommen. Dank dieser Ausrichtung möchte die Zentralregierung in Beijing Nachhaltigkeit garantieren und auch zukünftig eine große Auslastung des Objekts garantieren. Die Millionenmetropole soll die Hauptstadt des eSport werden.

    Hangzhou ist nur der Anfang

    Das sind nicht die einzigen Pläne für die Schaffung eines eSport-Zentrums in einer chinesischen Stadt. Das Tech-Unternehmen Tencent – die Macher hinter Fortnite und PUBG – hat einen Vertrag mit Wuhu, einer Stadt mit rund vier Millionen Einwohnern in der Provinz Anhui, zur Gründung einer eSport-City abgeschlossen.

    Interessanterweise liegen beide Städte nur rund drei Autostunden voneinander entfernt. Im Gegensatz zu Hangzhou wird das eSport-Areal in Wuhu vor den Toren der Stadt entstehen. Leider ist unklar, ob die Grundsteinlegung bereits stattgefunden hat, und auch ein Datum für das Projektende ist bislang noch nicht nach außen gedrungen. Fest steht aber: Genau wie in Hangzhou soll sich hier ebenfalls alles um das Thema eSport drehen.

    Deswegen sehen die Planungen neben einem Trainingszentrum einen Freizeitpark, ein Tech-Center sowie eine eigene eSport-Universität vor. Diese soll eSportler ausbilden und fördern. Darüber hinaus soll neben einem Animationsstudio auch das neue Cloud-Center des chinesischen Tech-Giganten entstehen. Ebenso sollen eSport-Turniere und weitere Veranstaltungen rund um das Thema eSport stattfinden.

    eSport-Stadt soll Tourismus anziehen

    In der Stadt Chongqing in der chinesischen Provinz Zhongxian entstand mit dem „Zhongxian Stadium“ in den vergangenen Jahren ein weiterer Standort für den eSport, der im weiteren Jahresverlauf fertiggestellt sein soll. Insgesamt sollen hier 20.000 Zuschauer Platz finden. Neben der Arena werden in den nächsten Monaten ein Hotel sowie ein Zentrum nicht nur für Gaming-Start-ups entstehen.

    Genau wie in Hangzhou möchte auch Wuhu und Chongqing finanziell vom eSport-Boom profitieren und erhofft sich neben den möglichen Steuereinnahmen auch noch einen Tourismus-Boom durch das Projekt. Es bleibt abzuwarten, ob sich eine eSport-Stadt durchsetzen kann und sich andere Länder an ähnliche Projekte wagen.

    Die Krux mit dem Sparen und Investieren während dieser Corona-Epidemie
    Das grosse Dilemma der Sportchefs während diesem "scheinheiligen" Hockey-Transferfenster

    Die Corona-Pandemie ist definitiv die bislang grösste Herausforderung aller Zeiten für die National League und für die einzelnen Vereine. Aufgrund von finanziellen Nöten sind die Teams auch auf Bundesgelder angewiesen, um die eigene Existenz sichern zu können. Trotz dieser grossen Not scheint der Transfermarkt darunter aber nicht zu leiden, wenn man sieht, wie viele Gerüchte im Umlauf sind...

    Das grosse Dilemma der NL-Sportchefs

    Natürlich ist es mehr als verständlich, dass die Vorbereitungen für die Saison 2021/22 bereits jetzt schon auf Hochtouren laufen, obwohl die Spielzeit 2020/21 noch längst nicht in trockenen Tüchern ist. Für die einzelnen Sportchefs ist diese Coronakrise eine besonders schwierige Situation, muss man doch einerseits eine schlagkräftige Mannschaft für die nächste Saison zusammenstellen, während man andererseits aber jeden Rappen gleich doppelt umdrehen muss. Diesen schwierigen Spagat hinzubekommen, ist das grosse Dilemma jedes einzelnen NL-Sportchefs, schliesslich würde es gerade in diesen Zeiten in der Öffentlichkeit kein gutes Bild abgeben, wenn man einerseits Bundesgelder in Anspruch nehmen, aber andererseits dann grosse Transfers verkünden würde.

    Es war jedoch von Anfang an klar, dass es auch trotz Corona zahlreiche Wechsel und Transfers geben wird, gehören diese doch ganz einfach zum Tagesgeschäft im Profisport dazu. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten haben die Sportchefs auch eine Verpflichtung ihren Vereinen gegenüber, eine sportlich wettbewerbsfähige Mannschaft auf das Eis schicken zu können. Und man kann definitiv ganz fest davon ausgehen, dass im Hintergrund schon zahlreiche Deals abgeschlossen worden sind..

    "Scheinheiliges" Eishockey-Transferfenster

    Es ist definitiv eine Krux und vermutlich ist es ein wenig provokativ, in diesem Zusammenhang von einem "scheinheiligen" Eishockey-Transferfenster zu sprechen. Doch wie anders sollte man dem sagen, wenn man vorne herum von finanziellen Nöten spricht und sogar den Bundesrat um A-fonds-perdu-Beiträge gebeten hat, während im Hintergrund vermutlich schon einige (lukrative?) Transfer-Deals abgeschlossen worden sind? Der stets gut informierte Eismeister Klaus Zaugg hat in einer seiner vielen Kolumnen schon einmal verraten gehabt, dass "die Liga-Führung den Klubs bis Ende Januar verboten hat, Personalentscheide zu verkünden." Doch dieser verhängte Maulkorb bedeutet natürlich noch lange nicht, dass nicht schon einige Unterschriften unter neue Verträge gesetzt worden sind, sondern nur, dass diese einfach noch nicht offiziell bestätigt wurden.

    Es kann jedoch kein Zufall sein, dass die Gerüchteküche so richtig brodelt und zahlreiche Transfergerüchte im Umlauf sind. Das prominenteste Beispiel ist sicherlich jenes von Raphael Diaz, welcher den EVZ in Richtung Fribourg verlassen wird. Die Drachen dürften dem Schweizer Nati-Captain einen durchaus lukrativen Vertrag angeboten haben, doch noch immer wurde der Deal noch nicht offiziell bestätigt, obwohl eigentlich jedermann weiss, dass die Tinte schon längst trocken sein dürfte. Doch auch andere grössere Namen werden mit einem Sommerwechsel in Verbindung gebracht, hier mal nur ein paar wenige Beispiele:

    • Reto Suri (vom HCL zurück zum EVZ?)
    • Jason Fuchs (vom EHCB zu LHC?)
    • Dominik Egli (von den Lakers zum HCD/EVZ/SHL?)
    • Raphael Prassl (von den Lions zum HCD?)
    • Julian Schmutz (von den Tigers zum HCD?)
    • Axel Simic (von den Lions zum HCD?)
    • Fabrice Herzog (vom HCD zum EVZ?)
    • Daniel Manzato (von GSHC zum SCB?)
    • Magnus Nygren (vom HCD zum SCB/EVZ?)
    • Samuel Guerra (vom HCD zum HCL?)
    • Santeri Alatalo (vom EVZ zum HCL?)
    • Mirco Müller (zum EVZ?)

    Einige von diesen Gerüchten wurden bereits inoffiziell bestätigt, hat doch beispielsweise ZSC-Manager Peter Zahner schon zugegeben, dass es Prassl ins Bündnerland ziehen wird. Auch Schmutz wird definitiv zum HCD stossen, wie deren Sportchef Raeto Raffainer schon bestätigt hat. Bis zum Ende dieses Monats werden wir uns noch gedulden müssen, bis die ersten Transfers dann endlich auch offiziell verkündet werden (dürfen), doch auch wenn die einzelnen Sportchefs ihre Münder bis dahin noch geschlossen halten müssen, so ist doch auch klar, dass sie die Füsse in Sachen Transferplanungen definitiv nie still gehalten haben; Corona hin oder her..

    Uaaa hässlich grad beid mit Unterschenkelbruch :oh_no: Gueti Besserig dene zwei!

    Trainingsunfall beim EVZ – Thürkauf und Wüthrich fallen länger aus

    Calvin Thürkauf (23) und Dario Wüthrich (21) erleiden jeweils einen Bruch und fallen mehrere Monate aus. Beide Spieler werden mehrere Monate ausfallen.

    EVZ-Stürmer Thürkauf und Verteidiger Wüthrich sind im morgendlichen Eistraining in der Bossard Arena unglücklich zusammengestossen. Beide erleiden einen Unterschenkelbruch, wie die Zuger in einer Medienmitteilung schreiben.

    Die Spieler werden noch am Donnerstag operiert und fallen zwischen drei und vier Monaten aus.

    Thürkauf kommt beim EV Zug in dieser Saison in 22 Partien auf 5 Skorerpunkte (3 Tore, 2 Assists). Wüthrich kommt in 10 Spielen zum Einsatz.

    Der Verteidiger wird vor allem mit dem EVZ in Verbindung gebracht
    Nach acht Jahren Übersee: Schweiz-Rückkehr von Mirco Müller immer wahrscheinlicher

    Der Schweizer Nationalverteidiger und NHL-Söldner Mirco Müller steht noch immer ohne einen gültigen Kontrakt da. Wie der Blick nun berichtet, verdichten sich die Anzeichen, dass der 25-Jährige nach acht Jahren in Übersee wieder in die Schweiz zurückkehren wird.


    Die NHL legt in wenigen Tagen los und Mirco Müller wird dann wohl eher nicht mit von der Partie sein, hat er doch noch immer keinen neuen NHL-Vertrag erhalten. Nun scheint gemäss der genannten Quelle ein Wechsel zum EVZ immer konkreter zu werden, verlieren diese doch nach Raphael Diaz (Fribourg) auch noch Santeri Alatalo (Lugano). Müller ist deswegen ein Wunschnachfolger für die Verteidigung. "Wenn jemand sagt, Mirco Müller ist kein interessanter Kandidat, dann nur aus finanziellen Gründen", wie EVZ-Sportchef Reto Kläy vom Blick zitiert wird. Stand heute ist es aber noch nicht klar, ob man sich den Schweizer auch wirklich leisten kann.

    Beim SCB ist angeblich genau einer positiv getestet worden= Quarantäne. YB durfte bei ebenfalls einem positiven Befund weiterspielen und der Spieler musste allein in die Quarantäne. Kann es sein, dass der Verband dies so vorschreibt und nicht der Kantonsarzt? Der Kantonsarzt ist ja wahrscheinlich der gleiche :nixwiss:

    Völlig unverständlich.

    Lausanne ist ja ein anderes Kaliber, da diverse Spieler positiv sind.

    Nach drei positiven Corona-Tests
    Kantonsarzt hat entschieden: Ganzes LHC-Team in Quarantäne, zwei Spiele verschoben

    Nachdem in den letzten Tagen beim Lausanne HC mehrere Corona-Fälle bekannt wurden, hat der Waadtländer Kantonsarzt nun eine Quarantäne fürs ganze Team verordnet.

    Der Kantonsarzt hat für die ganze Mannschaft des Lausanne HC bis und mit Mittwoch, 13. Januar, Quarantäne angeordnet. Dies, nachdem Stand jetzt insgesamt drei Mannschaftsmitglieder positiv auf Covid-19 getestet wurden. Das schreibt Swiss Ice Hockey am Donnerstagmittag in einer Medienmitteilung.

    Damit müssen auch die nächsten zwei Spiele der National League gegen die ZSC Lions (Sonntag, 10. Januar) und die SC Rapperswil-Jona Lakers (Dienstag, 12. Januar) verschoben werden. Die Verschiebedaten werden zu gegebener Zeit kommuniziert. Neu findet die Partie ZSC Lions – SCL Tigers, die ursprünglich am 2. Dezember 2020 angesetzt war, am Sonntag, 10. Januar 2021 statt.

    Auf ein Neues. Bin gespannt und freue mich auf das Spiel, da ich ausnahmsweise mal nicht am arbeiten bin :P

    Prassl im Medical Report mit "day to day"

    Wird in Ambri einmal mehr nur über den Kampf gehen. Nehmen sie diesen diesmal an oder wieder nicht?

    Hat Prassel nun den Zonk von Simic übernommen?

    Hätte ich jetzt nicht gedacht. Kanada rauschte extrem souverän in den Final. Aber ich hab den Match nicht gesehen.

    Nach Sieg gegen Kanada
    Die USA sind zum 5. Mal U20-Weltmeister

    Dank eines 2:0-Sieges im Finale gegen Kanada, sichern sich die Amerikaner in Edmonton den Weltmeistertitel.

    Die beiden Tore für die USA erzielten Alex Turcotte und Trevor Zegras. Zegras wurde zudem auch noch als MVP des Turniers ausgezeichnet. Platz 3 sicherte sich Finnland. Die Finnen bezwangen im Spiel um Bronze Russland mit 4:1.

    Kann sich Lausanne als Sieger der Tausch-Posse fühlen?
    Vier Monate nach dem Vermin-Theater ziehen wir Fazit

    Hätte Corona keinen Strich durch die Rechnung gemacht, wäre es am Dienstagabend zum Leman-Derby zwischen Lausanne und Servette gekommen. Jenen Rivalen, die im Sommer munter die Spieler getauscht hatten.

    Es war eine regelrechte Posse, die sich um den Abgang von Joel Vermin entwickelt hatte. Am Ende bleiben jedoch sechs Spieler, die von einem Rivalen zum anderen wechselten. Wir stellen uns heute mal die Frage, wer dabei den besseren Deal gemacht hatte.

    Servette auf dem Papier klar vorne

    In zwei Tranchen hatten die Derbyrivalen vor dieser Saison die Spieler getauscht. Tyler Moy und Joel Vermin verliessen den Lausanne HC, dafür schickte Servette Petr Cajka, Tim Bozon, Gauillaume Maillard und Floran Douay nach Lausanne. Da Vermin Nationalspieler und Moy immerhin als Nati-Prospect gilt, war die allgemeine Meinung schnell, dass Servette den besseren Deal gemacht hatte. Lausannes Petr Svoboda wurde für diese Transfertätigkeiten medial auch oft genug kritisiert.

    Doch wie sieht es vier Monate und rund 20 Spiele später aus? Beim Blick auf die Tabelle haben die Lausanner scheinbar alles richtig gemacht, stehen vor den Genfern in der Rangliste und haben auch einen besseren Punkteschnitt pro Spiel. Doch wie haben die Spieler, die Teil der Tauschgeschäfte waren, nach dem Wechseltheater performt?

    Die Genfer Neuzugänge

    Joel Vermin - Wir beginnen mit dem prominentesten Namen, der denn auch die höchsten Erwartungen erfüllen muss. Gemessen an diesen hohen Erwartungen war sein Start auch okay, zwölf Punkte (fünf Tore) in 18 Einsätzen sind ein achtbarer Start. Dennoch könnte Vermin mit über 19 Minuten Eiszeit noch dominanter auftreten.

    Tyler Moy - Ausgesprochen zufrieden dürfte man bei Servette mit den bisherigen Auftritten des Schweiz-Amerikaners sein. Mit drei Toren und sieben Vorlagen hat er nur knapp weniger Skorerpunkte gesammelt als Teamkollege Vermin, stand im Schnitt aber fünf Minuten weniger lang pro Spiel auf dem Eis.

    Fazit: Gemeinsam kommen die beiden Genfer Neuzugänge auf 22 Skorerpunkte und 33 Minuten Eiszeit pro Spiel.

    Lausannes Neuzugänge

    Tim Bozon - Mit einem ersten Jahr in Kloten und zwei weiteren Spielzeiten für Servette weist der Franzose die meiste NL-Erfahrung der vier Ex-Genfer auf und erhält mit 12:43 Minuten auch die meiste Eiszeit der vier Neuzugänge. Dabei steuerte der Flügelstürmer fünf Tore bei und ist der erwartet solide Wert für die hinteren Linien.

    Floran Douay -Wie Kollege Bozon ist auch der 25-jährige Flügelstürmer ein Spieler für die hinteren Linien und gibt dem LHC in der Breite mehr Möglichkeiten. Douay ist dabei ein verlässlicher Teil des Teams, drängt sich mit zwei Toren und vier Vorlagen aber nur bedingt für mehr Eiszeit auf.

    Guillaume Maillard - Mit 22 Jahren ist er der jüngste Neuzugang aus Genf, der beim Club bleiben durfte und muss dementsprechend am meisten um Einsatzzeit kämpfen. Nur in 12 der 21 möglichen Spiele wurde Maillard eingesetzt. Mit 11:34 Minuten Eiszeit und zwei Vorlagen fehlen ihm aktuell wohl die Argumente, um einen wichtigeren Part übernehmen zu können.

    Petr Cajka - Perspektivisch gesehen ist der Zuzug des tschechischen Junioren-Internationalen wohl der spannendste Neuzugang

    für Lausanne aus diesem Tauschgeschäft. Seine Skorerwerte bei den Junioren waren immer überzeugend und als Leihspieler bei den Ticino Rockets hat sich der 20-jährige Stürmer mit 17 Punkten (sechs Toren) in 25 Spielen bei den Erwachsenen auch gut eingeführt.

    Fazit: Die drei bei Lausanne verbliebenen Tauschspieler stehen gemeinsam mit 13 Skorerpunkten und auf knappe 35 Minuten Eiszeit pro Spiel und stehen damit schlechter dar, als Vermin und Moy bei Servette. Sollte sich Petr Cajka aber weiterhin so entwickeln, dürfte sich Lausanne kaum als Verlierer des Transfertheaters sehen.

    Starkes Spiel gegen einen überforderten Gegner.

    Er macht es von Corona abhängig
    ZSC-Wick nach Sieg gegen die Lakers: «Ich weiss noch nicht, ob ich meine Karriere beende»
    Grösster Wunsch von Wick ist noch einmal Playoffs zu spielen.

    Mir gefällt er in seiner Rolle als "Defensiv Flügel". Wie er den Game Winner von Schäppi vorbereitet und nie aufgegeben hat im Zweikampf, war eine ganz neue Seite die man bisher noch nicht von ihm kannte.

    Positiv zu erwähnen ist natürlich die Hollenstein, Bodenmann, Krüger Linie sowie Morant, Geering und Bernie. Die Linie 1 um Roe und Andrighetto funktioniert aktuell überhaupt nicht und spielt viel zu durchsichtig (Andrighetto sucht nur Roe und umgekehrt).

    Ambri, Langnau und der ZSC starten unter der Führung von W. Frey die Opposition gegen diese Reform. Es scheint als ob der ZSC doch nicht ganz alleine ist. Bern, Davos, Rappi und Zug sind ja bekanntlich die Zugpferde dieser Reform.

    Aus der AZ von heute:

    Das Ende der «Zauberformel»: Ligabosse wollen umstrittene Reformen

    von Klaus Zaugg

    Ab der Saison 2022/23 soll in unserem Hockey nach einer umfangreichen Reform nichts mehr so sein, wie es war.

    Die National League, unsere höchste Eishockey-Liga, ist ein erstaunliches Erfolgsprodukt. Jahr für Jahr die weltweit zweithöchsten Zuschauerzahlen hinter der nordamerikanischen National Hockey League (NHL): Rund 7000 pro Spiel und eine Stadionauslastung von 90 Prozent. Dazu ein TV-Vertrag, der jede Saison rund 35 Millionen einbringt.

    Zur Zauberformel gehört eine Einschränkung der ausländischen Arbeitskräfte. Nur vier Ausländer dürfen pro Mannschaft mitspielen. Dieser «Artenschutz» erlaubt es, aus einem Minimum ein Maximum herauszuholen. Die Schweizer haben in den letzten sieben Jahren zweimal den WM-Final erreicht. Obwohl es bei uns nicht einmal halb so viele lizenzierte Spieler gibt wie bei den Grossen. Die finanzielle Situation ist erstaunlich stabil: Seit Einführung der Playoffs (1986) hat kein Klub der höchsten Spielklasse seine Zugehörigkeit aus wirtschaftlichen Gründen verloren.

    Reformen sind also nicht notwendig. Die Erfolgsformel eines so guten Produktes sollte eigentlich nur verändert werden, wenn die sorgfältige Prüfung aller Fakten ergibt, dass alles noch besser wird. Oder mindestens hilft, das hohe Niveau zu halten. Und von den Kundinnen und Kunden begrüsst wird.

    Dem Verband sollen Mittel entzogen werden

    Nun haben sich die Klubpräsidenten dazu entschlossen, das Erfolgsprodukt National League von Grund auf zu verändern. Warum? Es geht um Geld. Bisher hat der Verband (Swiss Ice Hockey) die TV-Verträge ausgehandelt. Die 35 Millionen aus dem TV-Vertrag fliessen in die Verbandskasse, die Verbandsgeneräle nehmen, was sie brauchen und reichen den Rest an die Klubs weiter. Was zu byzantinischen Verhältnissen geführt hat: Der Verband gibt heute mehr als 14 Millionen für Gehälter aus.

    Die Klubs haben nun entschieden, sich vom Verband zu lösen und die TV-Rechte selbst zu verkaufen. Das Geld geht künftig direkt zu den Klubgenerälen, die sich schon darauf freuen, dem Verband ein schönes Sparprogramm zu diktieren. Deshalb haben die 12 Klubs der National League eine eigenständige AG gegründet. Damit ist die höchste Liga erstmals in der Geschichte (seit 1908) juristisch vom Verband unabhängig. Dem Verband obliegt künftig noch die Ausbildung der Schiedsrichter, die Organisation des Juniorenwesens, des Frauenhockeys und der verschiedenen Nationalmannschaften.

    Die sorgfältige Balance zwischen Sport und Kommerz ist dahin. Es ist das Ende der «Zauberformel». Angeführt von SCB-Mitbesitzer und Manager Marc Lüthi, Zugs Manager Patrick Lengwiler und juristisch beraten von HCD-Obmann Gaudenz Domenig und Liga-Direktor Denis Vaucher wird ein umfangreiches «Reformpaket» ausgearbeitet.

    Die zentralen Punkte:

    • sukzessive Erhöhung auf 10 (!) ausländische Spieler pro Klub
    • die Abschaffung der «Lizenz-Schweizer»
    • und – als «Zückerli» für die «Kleinen» – die Abschaffung des Auf/Abstieges
    • und eine Lohnbegrenzung «Financial Fairplay».

    Die Idee hinter der Erhöhung der Anzahl Ausländer: Es werde dann möglich, teure Schweizer durch billige Ausländer zu ersetzen. Das Problem: Es gibt diese billigen Ausländer gar nicht, die gut genug sind für unsere sportlich hochstehende Liga. Die Folge: eine weitere Lohntreiberei. Die «Lizenz-Schweizer» sind ausländische Spieler, die seit dem Kindesalter in der Schweiz leben und nach fünf Jahren in unseren Juniorenligen den Schweizern gleichgestellt sind.


    Die Opposition formiert sich allmählich

    Das Problem: Das sind grösstenteils günstige Mitläufer, die dann durch teure Ausländer ersetzt werden. Das «Financial Fairplay» sieht vor, dass ein Klub, der eine bestimmte Gesamtsumme für Löhne überschreitet, weniger aus dem Topf der TV-Gelder bekommt. Das Problem: Das wird die Grossen herzlich wenig kümmern, wenn sie grosse Transfers machen wollen. Zudem soll die eigentlich schon zu grosse Liga nach und nach auf 14 Teams aufgestockt werden.

    Eigentlich hätte dieses Paket im «stillen Kämmerlein» geschnürt, von den Klubbossen bewilligt und ab der Saison 2022/23 eingeführt werden sollen. Durch Indiskretionen ist der Inhalt bekannt geworden. Die Reaktionen sind verheerend: Das gesamte sportliche Fachpersonal ist dagegen (wird aber bei einzelnen Klubs zum Schweigen verurteilt). Die zahlenden Zuschauerinnen und Zuschauer sind zu 90 Prozent ebenfalls dagegen. Was allerdings mit dem Hinweis ignoriert wird: Kein Problem, die dummen Fans haben ja gar nichts anderes und kommen trotzdem ins Stadion. Inzwischen beginnt sich unter der Führung von ZSC-Präsident Walter Frey, Langnaus Obmann Peter Jakob und Ambris Vorsitzenden Filippo Lombardi die Opposition zu formieren. Ob es gelingt, die unsinnigste Reform in der Geschichte unseres Sportes zu stoppen, ist offen.