Beiträge von Sbornaja

    Drei Fragen zu den ZSC Lions

    Die Löwen sind hungrig: Weshalb der Meistertitel nur über den ZSC führen kann

    Manch einer zählt hat wohl die Tage rückwärts gezählt. Morgen ist es so weit, die neue Eishockey-Saison startet in der Schweiz. Höchste Zeit also, um noch ein letztes Mal auf die bevorstehende Spielzeit vorauszublicken. Heute mit den ZSC Lions.

    Wer wird der fünfte Ausländer im Kader?
    Weil Topscorer Pius Suter in die NHL wechselt und er sich momentan bei den GCK Lions fit hält, dürfen ihn die Lions durch einen fünften Ausländer ersetzen. Wer dies sein wird, ist noch unklar. Dabei hat man mit Sven Andrighetto schon einen hochwertigen schweizerischen Ersatz für Suter gefunden. Vielleicht tut sich noch etwas auf der Goalie-Position. Denn mit Lukas Flüeler und Ludovic Waeber ist die Qualität der Goalies sicherlich nicht am höchsten in der National League...

    Wie geht Königstransfer Andrighetto mit dem Druck um?
    Kaum zu glauben aber Sven Andrighetto wird in dieser Saison seine ersten Spiele in der National League absolvieren. Der 27-Jährige wechselte schon früh nach Nordamerika und absolvierte schlussendlich zwei volle Saisons in der NHL bei den Colorado Avalanche. Nach einem Abstecher in die KHL wechselte Andrighetto auf diese Saison hin zurück zu seinem Heimatverein. Doch die erste Saison von NHL-Rückkehrern war nicht immer so gut, wie man es erwartet hätte. Damien Brunner bei Lugano und Raphael Diaz in Zug sind Beispiele, die das belegen. Und Andrighetto stand in seiner Karriere selten so stark im Blickpunkt wie jetzt. Ob er dem Druck standhalten wird?

    Können sich die Lions nur selbst schlagen?

    Die Zürcher haben alle ihre Vorbereitungsspiele gewonnen und haben mit Andrighetto den grössten Sieg auf dem Transfermarkt errungen. Ein fünfter Ausländer wird auch noch kommen und den ZSC weiter verstärken. Doch in Zürich dürfte man bescheiden bleiben. Das letzte Mal als die Lions so klarer Favorit waren, schafften sie es nicht in die Playoffs. Dies war 2019 und Trainer Rikard Grönborg wird sich hüten, so in dies Geschichte des ZSC verewigt zu werden.

    Der ZSC besitzt auf dem Papier keine Schwächen und muss eigentlich den Titel ins Hallenstadion holen. Der Qualifikationssieger der vergangenen Saison möchte sich mit einem Jahr Verspätung mit dem Titel belohnen. Sven Andrighetto ist dabei das Genie, welches den meisten anderen Teams fehlt. Vielleicht ist aber die Torhüterposition schlussendlich in Zug oder Genf besser besetzt...

    Poste das nur weil der Fösche immer wieder mal ein (negatives) Thema war, nicht das ich Ihn zurück möchte, Gott bewahre!!

    In Biel hats aber den einen oder anderen ehemaligen von uns.
    Leider hat mein Wunschtransfer für die Saison 1 in der neuen Halle noch einen laufenden Vertrag (Mike Künzle).

    Aber ein anderer ehemaliger wäre frei, da wechselt sich jedoch Genialität und Wahnsinn im Minutentakt ab :mrgreen:.
    ICH mag ihn und würde es auch feiern. Für mich sind die heutigen Profis zu kalt, strukturiert und langweilig. Der brächte Pfeffer rein :twisted: und wenn er dann Bock hat..... :fleht:!!



    Der Vertrag des Oldies läuft aus

    Biel-Sportchef äussert sich zur Vertragssituation von Beat Forster und Kevin Fey

    Rundi die Hälfte der Verträge des EHC Biel läuft Ende der Saison aus. Auch jener von Verteidiger und Routinier Beat Forster. Biel Sportchef Martin Steinegger hat sich über die Situation geäussert.

    Steinegger sagt gegenüber dem Journal du Jura, dass konkrete Angebote zu Vertragsverlängerungen schwierig seien, da man nicht wisse, wo hoch das Budget in der nächsten Saison sein werde. Über einen Verbleib von Beat Forster gibt sich Steinegger positiv: "Beat kann noch spielen, bis er 40 ist, und ich verstehe nicht, warum er gehen würde." Auch der Vertrag mit Kevin soll verlängert werden Insgesamt laufen bei den Bielern gleich 14 Verträge am Ende der Saison aus.


    EHC Biel: Spieler mit auslaufenden Verträgen

    Verteidiger (7): Kevin Fey, Stefan Ulmer, David Prysi, Beat Forster, Petteri Lindbohm, Samuel Kreis, Janis Moser.

    Stürmer (7): Ramon Tanner, Fabian Lüthi, Luca Cunti :mrgreen:, Jason Fuchs, Anton Gustafsson, Valentin Nussbaumer, Marc-Antoine Pouliot.

    KHL: Forfait Sieg für ZSKA Moskau

    Das für heute angesetzte Spiel zwischen Dinamo Riga und ZSKA Moskau ist abgesagt worden, weil sich Spieler von Riga in Quarantäne befinden. Da sich die lettische Mannschaft weigerte Reservespieler aufzubieten, gewinnt ZSKA Moskau das Spiel forfait.

    ...und no zum Lohnverzicht in Bern, Ambri und Fribourg:

    Nächsten NL-Vereine kommunizieren Gehaltskürzungen

    Solidarität wird gross geschrieben: Lohnverzichte in Bern und in der Leventina

    Am Montag wurde beim SC Bern das ganze Team inklusive Trainerstab und Staff-Mitglieder auf Corona getestet. Alle Tests fielen negativ aus. Die Berner sind damit startbereit für den Saisonbeginn am 1. Oktober.

    Wie die Bären weiter mitteilen, haben alle Angestellten der SCB Eishockey AG im Sinne der dringend notwendigen Sparmassnahmen ein starkes Bekenntnis zum SCB abgegeben. Die Mannschaft sowie die Mitglieder der Geschäftsleitung und Mitarbeitende mit einem Lohn über CHF 100'000 verzichten auf 20 Prozent Lohn, die übrigen Angestellten tragen mit einem Lohnverzicht von 10 Prozent zur Kosteneinsparung bei. "Diese Beiträge sind für das Überleben des SCB dringend notwendig. Dennoch ist die Bereitschaft aller Angestellten, auf Lohn zu verzichten, nicht selbstverständlich. Entsprechend dankbar sind wir dafür", sagt CEO Marc Lüthi.

    Ebenfalls Lohnverzicht beim HC Ambri-Piotta

    Auch in der Leventina werden die Mitarbeiter des HCAP freiwillig auf einen Teil ihres Lohns verzichten. Wie die Tessiner mitgeteilt haben, werden jene Angestellten, welche pro Jahr mindestens 84'000 Franken verdienen, auf 22% ihres Gehalts verzichten. Eine tolle solidarische Geste bei den Tessinern.
    _____________________________________________________________________________________________________

    Noch immer nicht geeinigt

    In Fribourg möchte man endlich Klarheit bezüglich der Lohnreduktion

    Schon vor Monaten gaben die Spieler von Fribourg-Gottéron ihre Einwilligung bezüglich einer Reduktion ihres Gehalts. Nun ist die Sache immer noch nicht geklärt.

    Wie Gottéron Captain Julien Sprunger gegenüber La Liberté preisgibt, möchten die Spieler dieses Anliegen noch vor dem Saisonstart geklärt haben. Es nehme Platz in der Kabine ein. Bereits vor vier Monaten sei man sich einig gewesen, dass die Spieler auf Lohn verzichten werden, man wisse nur bis heute nicht, wie gross der Betrag sein müsse.

    Das Kapitel Nasvhille endet wohl für Yannick Weber

    NL-Sportchefs aufgepasst: Schweizer NHL-Verteidiger bald ein Free Agent

    Der Schweizer NHL-Verteidiger Yannick Weber muss sich wohl einen neuen Verein suchen. Nach insgesamt vier Saisons in Nashville wird nun sein Predator-Abenteuer aller Wahrscheinlichkeit nach enden. Dies hat General Manager Davide Poile bestätigt.

    Der auslaufende Vertrag mit dem 32-Jährigen werde mit grosser Sicherheit nicht mehr verlängert, weswegen der Schweizer bald ein Free Agent werden dürft und sich auf die Suche nach einem neuen Verein machen muss. Er selbst würde wohl am liebsten in der NHL bleiben, doch ob für ihn auch eine Rückkehr in die Schweiz im Bereich des Möglichen liegt, ist nicht bekannt. Man darf gespannt sein, wo Weber nächste Saison seine Schlittschuhe schnüren wird.


    Ich tippe mal auf Zug/Lugano. Vor allem in Zug könnte es ab Dez/Jan dünn werden in der Verteidigung.

    Im Badener Tagblatt macht der Klaus auf extrem Polemik

    ZSC Lions:
    Mit den Millionen des Milliardärs, der besten Mannschaft, dem besten Trainer und dem besten Präsidenten zum Titel?

    Einen so klaren Titel-Favoriten, wie in der am Donnerstag startenden Eishockeysaison, hat es im 21. Jahrhundert noch nie gegeben.:rofl:

    Grosse Vermögen werden oft in Zeiten der Krise gemacht. Wer zielstrebig durch eine Welt geht, die ein wenig aus den Fugen geraten ist, kommt weit. Es ist zwar ein wenig bösartig, die ZSC Lions als «Krisengewinnler» zu bezeichnen. Aber diese Be­zeichnung trifft die Sache am besten.

    Die Zürcher haben die Turbulenzen der vergangenen Monate am besten gemeistert. Sie haben alle neun Vorbereitungsspiele gewonnen, auch die gegen die Topteams Zug (7:4) und zweimal gegen Davos (3:1 und 5:3). Sie sind trotz eingeschränkter Nutzungsmöglichkeiten im Hallenstadion dazu in der Lage, allen Dauerkartenbesitzern Einlass zu gewähren, weil das Hallenstadion auch in normalen Zeiten nur Sitzplätze hat.

    Die Besitzer des Klubs rund um den Milliardär Walter Frey haben zudem die Liquidität für eine Transferoffensive gesichert. Mit Sven Andrighetto ist der begehrteste Spieler auf dem Transfermarkt in Zürich gelandet. Nicht zuletzt deshalb, weil der einzige ernsthafte Konkurrent – der EV Zug – wegen eines selbstverordneten Personalstopps auf dem Transfermarkt nur zögerlich aufgetreten ist. Auch EVZ-Präsident Hans-Peter Strebel ist ein Milliardär. Womöglich haben die Zuger den Titel im Sommer verspielt.

    Beste Mannschaft, bester Trainer, bestes

    Die Absturzgefahr ist viel geringer als vor zwei Jahren. Die ZSC Lions starten als klare Favoriten in die neue Saison. Seit den Zeiten des «Grande Lugano» in den späten 1980er-Jahren hat es im Playoff-Zeitalter (seit 1986) nie mehr einen so klaren Titelanwärter ge­geben. Zwar schien schon einmal nichts und niemand die ZSC Lions aufhalten zu können. Das war nach dem Titelgewinn von 2018. Meistertrainer Hans Kossmann blieb zwar nicht an Bord. Aber Sportchef Sven Leuenberger machte die Meistermannschaft durch geschickte Transfers noch besser. Und dann scheiterten die Zürcher grandios und erreichten nicht einmal die Playoffs. Im letzten Frühjahr sind die ZSC Lions «nur» Qualifikationssieger geworden. Aber sie sind die «gefühlten» Meister des Jahres ohne Playoffs.

    Warum ist die Absturzgefahr jetzt so viel geringer als vor zwei Jahren?

    Im Unterschied zur echten Meistersaison 2017/18 ist der Trainer geblieben. Der charismatische Rikard Grönborg wird das Ruhen auf den Lorbeeren nicht dulden. Der Verlust von Topskorer Pius Suter ist durch den Transfer von Sven Andrighetto kompensiert. Weil Suter in die NHL wechselt, dürfen ihn die Zürcher durch einen 5. Ausländer ersetzen, der aber noch nicht geholt wurde. Suter verbringt seine Wartezeit auf den NHL-Saisonstart bei den GCK Lions. Mit dem Farmteam trainiert und spielt er. Obwohl ein Einsatz bei den ZSC Lions möglich wäre. Aber ein so wichtiger Spieler, der voraussichtlich im November schon wieder gehen wird, hilft nicht bei der Entwicklung der Mannschaft. Die Erwartungshaltung ist viel höher als anderswo.

    Die Millionen von Milliardär Walter Frey

    Die ZSC Lions haben mit Walter Frey einen Milliardär als Mäzen. Die besten Spieler, den besten Trainer, den besten Präsidenten und ab dem Herbst 2022 mit der neuen Arena das beste Stadion. Also gehört es sich, alles zu tun, um in jeder Hinsicht exzellent und das beste Hockey-Unternehmen im Land zu sein. Sonst ist man eines Milliardärs und eines neuen Stadions nicht würdig. So ist die Erwartungshaltung in Zürich eben höher und die tägliche Arbeit anspruchsvoller, als wenn man sich als kapitalistischer Wolf unter dem Schafspelz der Budgetdisziplin, des Ligawohls oder den Be­mühungen um eine Lohnbegrenzung tarnt.

    ZSC-Manager Peter Zahner ist als Verfechter des freien Marktes und des Leistungs­prinzips auf und neben dem Eis gegen eine Salärbegrenzung. Diese Einstellung lebt er vor und setzt sie in seinem Unternehmen durch. Das ist der Unterschied zu Lugano (seit 2006 nie mehr Meister) und zu Zug (bisher nur 1998 Meister), zwei Hockey-Unternehmen, die auch durch milliardenschwere Besitzerinnen und Besitzer alimentiert werden. Aber die es nicht schaffen, ein Maximum aus ihrem grossen Potenzial herauszuholen. In der vergangenen Saison waren die Zürcher die Besten. Wie es sich gehört. Und doch sind sie nicht Meister geworden. Sie gewannen die Qualifikation. Aber die Playoffs mussten abgesagt werden. Meister ist nach wie vor der SC Bern, der nicht einmal die Playoff-Qualifikation geschafft hat. Für die ZSC Lions ein unhalt­barer Zustand.

    Kann man - vor der Saison - 1:1 so unterschreiben. Gehe auch davon aus, dass v.a. die Tigers es schwer haben werden in dieser Saison.

    Langnau wird/muss noch nachrüsten.

    Earl leidet noch immer an den Folgen einer schweren Hirnerschütterung.

    Robbie Earl spielt bei den SCL Tigers keine grosse Rolle mehr.
    Da er nicht die erwartete Verstärkung ist, hat man in Langnau einen Dänen aus der NHL ins Visier genommen.Trotz des Sparzwangs werden die Emmentaler ziemlich sicher nochmals auf dem Transfermarkt tätig werden. Wie die Berner Zeitung berichtet, ist der Däne Joachim Blichfeld ein heisses Thema bei den Tigers. Der 22-Jährige absolvierte in der vergangenen Saison drei Spiele für die San Jose Sharks und deren 44 fürs Farmteam San Jose Barracuda. Für das Farmteam konnte Blichfeld in dieser Zeit immerhin 32 Scorerpunkte sammeln.

    Wird trotzdem sehr schwer für Langnau, aber auch kein Freilos für die Grossen!

    Das Traditionsturnier findet nicht statt
    Jetzt ist es offiziell: Der Spengler Cup 2020 fällt dem Coronavirus zum Opfer

    Die Schweizer Hockeyfans müssen nun ganz tapfer sein: Nach der Eishockey-WM im Frühjahr wird bereits der nächste Grossanlass abgesagt.

    Wie die Schweizer Zeitung Blick berichtet, wird der Spengler Cup 2020 nicht stattfinden. Bereits am Dienstagmorgen wurde darüber spekuliert, ob das Traditionsturnier abgesagt werden wird. Die offizielle Bestätigung folgte dann am Mittag um ca. 12:05 Uhr. Die HCD-Verantwortlichen haben schon seit längerer Zeit darauf hingewiesen, dass es schwierig werden würde, das Traditionsturnier während der "Corona-Krise" durchführen zu können.


    "Wir selbst und unsere Partner benötigen eine gewisse Vorlaufzeit und Planungssicherheit für diesen Anlass."
    Marc Gianola, Blick 29.09.2020

    Während die Saison in der NHL in einer sogenannten "Bubble" durchgeführt werden konnte, ist dieses Szenario für den Spengler Cup undenkbar. Das Traditionsturnier während der Weihnachtszeit ist gleichzeitig auch ein Volksfest und soll die Fans im Stadion vor allem unterhalten. In Zeiten von Corona, so der Blick, sei eine solche "Volksfeststimmung" schlicht unmöglich.

    Aus der Berner Zeitung

    S
    chweizer Eishockey und Corona
    Das ist die neue Vierklassengesellschaft

    In Zeiten von Corona droht im Schweizer Eishockey aus einer zuletzt ausgeglichenen Meisterschaft wieder eine extreme Mehrklassengesellschaft zu werden.

    Es wird zwar oft auch gegenteilig argumentiert, weil seit 1998 und dem Titel des EV Zug nur noch vier und seit 2006 und dem letzten Triumph des HC Lugano gar nur noch drei Teams Schweizer Meister wurden: Bern, Davos und die ZSC Lions. Und dennoch wurde das Championat der National League zuletzt immer ausgeglichener. Gleich zwei Mal hintereinander verpasste der Titelverteidiger (Bern, zuvor die Lions) das Playoff, und die Rapperswil-Jona Lakers, notabene zum zweiten Mal hintereinander Tabellenletzte, schafften es zumindest in den Heimspielen, nicht nur regelmässig die Grossen zu ärgern, sondern diese teilweise gar zu dominieren. Wenn das nicht Ausgeglichenheit ist, was dann? Da hält im Quervergleich nicht einmal die NHL mit ihrem System inklusive Lohnbegrenzung und Draft mit.

    Doch damit ist es nun wegen Corona wohl vorbei. Das Virus trifft zwar alle Teams, sportlich und vor allem finanziell, doch die Schwächeren werden erst recht geplagt. Die Saison 2020/21 wird nicht überall unter gleichen Voraussetzungen in Angriff genommen, dafür sorgen einerseits die unterschiedlich möglichen Stadionauslastungen und vor allem der Verzicht einzelner Clubs, das Ausländerkontingent auszureizen – Letzteres gab es noch nie.

    Da die Preise für ausländische Spieler wegen der Corona-Problematik derzeit fallen und bei einer allfälligen Absage der AHL-Saison die Saläre noch tiefer werden könnten, ist nicht auszuschliessen, dass der eine oder andere Club während der Regular Season nachrüstet. Doch Stand jetzt droht eine Mehrklassengesellschaft.

    1: Der Klassenprimus

    Bei den Zürchern stimmt eigentlich alles. Sie haben das breiteste Kader und können auf ein gut funktionierendes Farmsystem mit den GCK Lions zurückgreifen, wo vorerst auch der Liga-Topskorer der National League, Pius Suter, spielt. Der ZSC hat nicht nur die Breite, er gehört auf jeder Position zu den bestbesetzten Mannschaften. Und wegen der fragwürdigen neuen Regel, dass aus einem laufenden Vertrag in die NHL abwandernde Schweizer mit einem zusätzlichen Importspieler ersetzt werden dürfen, haben die Lions gar die Möglichkeit, während der Saison Ausländer Nummer 5 (wohl einen Verteidiger, oder als Absicherung einen Goalie) zu verpflichten, der gleichzeitig mit den anderen vier einsetzbar wäre.

    Mit Rikard Grönborg wissen die Lions einen Headcoach in ihren Reihen, der letzte Saison bewies, dass er auch aus einem überdurchschnittlich gut besetzten Clubteam die entsprechenden Leistungen herauskitzeln kann – zuvor hatte der Schwede «nur» auf Nationalmannschaftsebene Männer gecoacht. Und nicht zu unterschätzen: Ausnahmsweise profitieren die Lions von der ansonsten komplizierten Situation im Hallenstadion, kein anderer Club darf unter dem Corona-Schutzkonzept so viele Leute in die Halle lassen wie der ZSC.


    2: Der erste Verfolger

    Der EVZ ist immer noch vor dem Rest einzureihen, aber nicht mehr, wie noch letzte Saison, auf der gleichen Stufe wie die ZSC Lions. Nebst den Zürchern sind die Zuger dennoch das einzige Team, bei dem ein Verpassen des Playoff schlicht ausgeschlossen erscheint. Der vielleicht beste Goalie der Liga (Leonardo Genoni), eine immer noch gute Breite im Kader, zu dem regelmässig aufstrebende junge Spieler der EVZ Academy nachrücken könnten, sorgen in Zug für Stabilität. Dass der EVZ Ausländerposition 4 aus Spargründen nicht wie gewünscht, sondern «nur» mit dem kanadischen Stürmer Ryan McLeod besetzen konnte, lässt sich im Vergleich mit der restlichen Konkurrenz verschmerzen.

    McLeod ist ein noch komplett ungeschliffener 21-jähriger Rohdiamant, der in den letzten zwei Jahren als Skorer etwas stagnierte, aber über viel Potenzial verfügt. Die Edmonton Oilers, die den Center 2018 in der 2. Draft-Runde zogen, stellen McLeod (sein etwas prominenterer Bruder ist bei den Devils Teamkollege von Nico Hischier und Gilles Senn) dem EVZ auf Leihbasis vorerst gratis zur Verfügung.

    3: Wo Himmel und Hölle nah beieinander liegen

    Bern, Biel, Davos, Freiburg, Genf, Lausanne, Lugano. Die hier in alphabetischer Reihenfolge aufgelisteten Teams tauchen in den diversen Prognosen in allen möglichen Reihenfolgen auf. Gut möglich, dass von den Top 8 der Qualifikation nach den Pre-Playoffs (8. gegen 9. und 7. gegen 10.) nicht mehr alle dabei sein werden. Alle haben ihre Hoffnungen, aber auch ihre Sorgen.

    Lausanne beispielsweise wäre eigentlich ein Spitzenteam, sorgt aber mit wildem Transfer-Roulette für Unruhe im Umfeld, aber auch in der Mannschaft. Über 4 Millionen Franken Verlust ankünden, Lohnkürzungen beim bestehenden Personal nicht ausschliessen, dann aber dennoch die Verpflichtung eines fünften Imports offen lassen. Für Harmonie sorgt man wohl anders …

    Davos (3.) und Genf (4.) spielten letzte Saison wohl über ihren Verhältnissen, Biel (5.) mit Abstrichen wohl auch, die Saison der Bestätigung ist nie einfach. Lugano, Bern und Freiburg sind Wundertüten mit Potenzial für einen Spitzenplatz, aber lassen auch Zutaten für Unruhe und Absturz auf Ränge ausserhalb der Top 8 erahnen.


    4: Die Desperados

    Ambri, Rapperswil-Jona und Langnau: Dieses Trio darf dank des speziellen «Corona-Modus» zumindest hoffen auf Erfolge, zum Beispiel in Form einer Playoff-Qualifikation. Erstens gibt es keinen Absteiger, was für etwas mehr Ruhe im Strichkampf sorgen sollte, und zweitens wurden die Pre-Playoffs eingeführt. Theoretisch kann man also auch von Rang 10 aus Meister werden – oder wenigstens ins richtige Playoff kommen.

    Die Lakers sind etwas stärker als die letzten beiden Jahre, Platz 10 scheint für die St. Galler machbar. Vor allem, wenn Ambri und die SCL Tigers schwächeln sollten – was derzeit den Anschein macht. Vor allem im Emmental sind die Sorgen gross. Schon unter normalen Umständen hätten die Langnauer zu den schwächeren Teams gehört. Mit der ursprünglichen Absicht, nur mit zwei Ausländern in die Saison zu starten, hätten die Tigers Rang 12 wohl abonniert – vor allem, da mit Robbie Earl einer der beiden immer noch an den Folgen einer Gehirnerschütterung von Ende Januar leidet. Doch von den sinkenden Preisen im Importmarkt werden die Tigers nun als Erste profitieren: Mindestens ein weiterer ausländischer Neuzuzug ist geplant.


    Andrighetto im 20Min-Interview:

    KÖNIGSTRANSFER SVEN ANDRIGHETTO:

    «Für Discobesuche und solches Zeugs bin ich langsam zu alt»

    Beim Eishockey-Saisonstart werden die Augen auf Sven Andrighetto (27) gerichtet sein. Die ZSC-Neuverpflichtung über Druck, die Covid-19-Regeln und sein bevorstehendes National-League-Debüt.

    Sven Andrighetto, Sie werden als der Königstransfer im Hinblick auf die neue Saison bezeichnet. Fühlen Sie sich auch wie der neue König der National League?

    Nein, überhaupt nicht, für mich ist es einfach ein Heimkommen. Ich habe ja noch gar nie in der National League gespielt und einen Vergleich zwischen der NHL, der KHL und der National League kann ich momentan noch nicht ziehen.


    Königstransfer – ist dieses Wort eher Last oder Motivation?

    Ich habe dieses Wort in meinem Zusammenhang ehrlich gesagt noch nie gehört oder gelesen. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich nicht viel über mich lese. Ich kann aber sagen, dass ich solche Dinge stets so umsetze, dass ich sie als Motivation sehe. Druck gibt mir das keinen, diesen setzte ich mir selber, um die bestmögliche Leistung abrufen zu können.


    Die Erwartungen sind hoch. Wie gehen Sie persönlich mit diesen und dem erwähnten Druck, den Sie sich selbst auferlegen, um?

    Erwartungen sehe ich als etwas Positives. Die Leute haben gesehen, dass ich in der NHL und auch an der WM spielte, und wissen, wie ich Eishockey spielen kann. Deshalb ist es auch mein Ziel, noch besser zu sein für die ZSC Lions. Das Hauptziel ist aber letztendlich nicht, dass ich 20 Tore schiesse, sondern, dass wir Meister werden. Wer wie viele Tore schiesst, ist so was von egal, die Hauptsache ist, dass wir den Titel holen.

    In der Nati waren die Erwartungen an Sie als NHL-Spieler auch immer gross, und Sie haben diese stets erfüllt und begeistert. War das schwierig?

    Ich bin immer sehr gern in die Nati eingerückt, und das ist bis zum heutigen Tag so, denn wir haben da ein tolles Umfeld, mit Trainer Patrick Fischer, der das gut macht und all den Jungs. Wir verbringen immer eine gute Zeit miteinander. Ich habe einfach immer versucht, mein Hockey und meine Rolle zu spielen und der Mannschaft zu helfen, so gut ich kann. Wenn man es so sehen will, dann hatte ich auch dort Druck. Aber das sah ich selbst nicht so an, sondern vielmehr als Motivation, die ich verwenden kann.

    Die letzten zwei Saisons in der NHL und der KHL waren für Sie nicht immer nur einfach. Leidet da das Selbstvertrauen?

    Nein, das denke ich nicht. Es besteht die Möglichkeit, diese Zeit als negativ oder positiv zu betrachten. Gerade letzte Saison in Russland konnte ich nochmals sehr viel lernen, vor allem in defensiver Hinsicht bin ich viel stärker geworden, als ich das zuvor war. Ich habe mich zu einem solideren Zweiweg-Spieler entwickelt, und dies sehe ich als sehr positiv an. Natürlich hätte ich mehr Tore schiessen können und auch wollen und so weiter. Aber ich versuche immer, das Positive mitzunehmen. Und mit Selbstvertrauen hat das bei mir ohnehin nichts zu tun. Selbstvertrauen erarbeite ich mir in der Vorbereitung, dadurch, wie ich mich da fühle im Training und auf dem Eis, und dann kommt es von allein.


    Sie haben Ihren NHL-Traum vorerst begraben und sind zurück in der Schweiz, während andere wie Pius Suter oder Damien Riat sich nun anschicken wollen, sich ebendiesen zu erfüllen. Wenn Sie das sehen, fühlt sich Ihre Rückkehr für Sie nicht wie ein Scheitern an, denn Sie sind ja erst 27-Jährig?

    Wenn Sie dies so betrachten wollen, dann dürfen Sie das, aber ich sehe es nicht so. Ich konnte als 20-Jähriger bereits NHL spielen. Wo waren denn diese Spieler in diesem Alter? Sind sie ebenfalls gescheitert? Sind sie nicht! Sie kommen einfach später und versuchen es später. Es gibt verschiedene Wege. Ich konnte über 200 Partien in der NHL spielen, es gibt nicht so viele Spieler, die das von sich behaupten können. Daher sehe ich mich auch nicht als gescheitert an. Die erwähnten Spieler sind auch um einige Jahre jünger als ich. Sie sollen diese Chance unbedingt wahrnehmen und es versuchen.


    Sie kehren wegen Covid-19 in einer für alle sehr speziellen Zeit ins Schweizer Eishockey zurück. Wie empfinden Sie all das, was gerade um Sie herum geschieht?

    Es ist komisch für alle und auf der ganzen Welt so, da niemand wirklich weiss, wie wir genau damit umgehen sollen und was noch auf uns zukommt. Alles, was wir machen können, ist, uns auf das zu fokussieren, was wir selbst kontrollieren können. Für uns Spieler bedeutet dies, sich an die Regeln zu halten, wie alle anderen auch, im Training immer das Beste zu geben und hoffen, dass wir mit der Saison starten können, was nun der Fall sein sollte. Und dann geht hoffentlich alles so rasch wie möglich vorbei und wir können auch als Eishockeyspieler in die Normalität zurückkehren.

    Was ist schwieriger zu erlernen? Das für Sie neue System von ZSC-Trainer Rikard Grönborg oder all die Covid-19-Regeln, welche für die Spieler nun gelten?

    Die Covid-19-Regeln sind bekannt und sollten inzwischen alle kennen. Sich daran zu halten, ist nicht schwierig, sondern hat allein mit Willen zu tun. Ähnlich ist es mit dem neuen System, das ich nun lernen musste. Am Anfang waren es sehr viele Informationen. Je mehr man das System trainiert, mit den Leuten darüber spricht und es in den Testspielen umsetzt, desto besser und sicherer wird man damit. Zu Beginn brauchte es seine Zeit, was normal ist, doch inzwischen ist es fast schon eingebrannt, sodass ich eigentlich nicht mehr gross nachdenken muss, sondern alles ganz normal geworden ist.


    Nochmals zurück zur Coronavirus-Pandemie. Ihr habt als Mannschaft bei den ZSC Lions ein Commitment abgegeben, auf Discobesuche und Ähnliches als Schutzmassnahme zu verzichten. Ist das nicht brutal, schliesslich ist man nur einmal jung?

    Nein, das ist überhaupt kein Problem, es halten sich alle daran. Diese Abmachung haben wir untereinander getroffen, weil wir es als zu hohes Risiko betrachten, sich zu infizieren und das Virus anschliessend in die Garderobe zu tragen, wenn man sich an einen Ort begibt, an dem sich viele Leute gleichzeitig auf einem Haufen befinden. Ich habe mit dieser Regelung nicht das geringste Problem, ich habe ohnehin das Gefühl, dass ich langsam zu alt bin für Discobesuche und solches Zeugs.

    Am 1. Oktober bestreiten Sie gegen den HC Lugano ihr erstes Spiel in der National League und ihr erstes Pflichtspiel für ihren Heimatverein ZSC. Das muss ein sehr spezieller Moment sein.

    Ja, das wird es, ich freue mich riesig, vielleicht werde ich auch etwas nervös sein. Es wird mein erstes Spiel in der National League sein, und dieses für den ZSC bestreiten zu dürfen, ist eine grosse Ehre für mich. Ich habe die ganze Juniorenabteilung bis zu den GCK Lions in der Swiss League hier durchlaufen, ehe ich 2011 nach Nordamerika ging. Wie schon gesagt, es ist ein Nach-Hause-Kommen für mich. Ich bin ein stolzer Zürcher und freue mich auch enorm darauf, vor den eigenen Fans im Hallenstadion auflaufen zu können.

    Wie haben Sie die Vorbereitungsphase bei den ZSC Lions und die Stärke der Mannschaft erlebt?

    Sehr gut. Wir hatten sehr intensive Trainings, vor allem zu Beginn für längere Zeit. Zunächst war es für mich ein Kennenlernen der Mannschaft, der Trainer, des Spielsystems und wie die gesamte Organisation funktioniert. Dies fiel mir leicht, wir haben eine super Mannschaft mit tollen Jungs und eine coole Stimmung in der Garderobe. Es kommen alle auch immer sehr gern ins Training. Auch in den Spielen lief es bislang gut, wir haben alle Vorbereitungsmatches gewonnen. Zu hoch hängen wollen wir dies natürlich nicht, aber es gibt einem auf jeden Fall ein gutes Gefühl. Ich denke, wir haben eine sehr starke Mannschaft. Das Hauptziel für mich persönlich und auch die ganze Mannschaft ist es, den Titel zu holen. Darauf müssen wir hinarbeiten und alles dafür geben.

    Die Top-10-Transfers

    1. Sven Andrighetto – von Omsk zu den ZSC Lions.

    2. Joël Vermin – von Lausanne zu Servette.

    3. Calvin Thürkauf – von den Columbus Blue Jackets zu Zug.

    4. Robert Meyer – von Servette zu Davos.

    5. Joren van Pottelberghe – von Davos zu Biel.

    6. Fabio Hofer – von Ambri zu Biel.

    7. Yannick Herren – von Lausanne zu Fribourg.

    8. Damiano Ciaccio – von den SCL Tigers zu Ambri.

    9. Jeremy Wick – von Servette zu den Lakers.

    10. Miro Zryd – von Zug zu Bern.

    Nur Schweizer Spieler oder Spieler mit Schweizer Lizenz. Spieler, die in Nordamerika unter Vertrag stehen und nur vorübergehend in der Schweiz spielen, wurden nicht berücksichtigt.


    Auch Küsnacht hatte ihre Stadion(Revision) Abstimmung und diese angenommen.

    OK von der Wählerschaft
    Die "kleinen" Lions bekommen eine renovierte Spielstätte

    Die Küsnachter Bevölkerung hat einem Darlehen zur Renovation der KEK zugestimmt. Die Renovation soll im Jahr 2022 stattfinden.

    Wie die Zürichsee-Zeitung berichtet, kann mit dem Darlehen von 20 Millionen Franken, das bisherige Projekt fortgeführt werden. Die GCK Lions selbst werden ein Teil ihres eigenen Geldes in zusätzliche Infrastruktur, Büroräume und Umkleidekabinen investieren. Voraussichtlich werden die Renovationsarbeiten im Frühjahr 2022 beginnen.

    HockeyInfo Saison-Vorschau 2020/21: Die ZSC Lions als Kronfavorit

    Die ZSC Lions haben mit dem Qualifikationssieg gezeigt, dass mit ihnen weiterhin zu rechnen ist. Nach zwei Jahren ohne Playoffs sind sie wieder heiss; und der grosse Favorit auf den erneuten Qualifikationssieg.

    Eine neue Nummer 2

    Wenn die ZSC Lions in der kommenden Saison eine Schwachstelle verzeichnen müssen, dann wird es wohl die Torhüterposition sein. Lukas Flüeler ist zwar ein überdurchschnittlich guter Torhüter, hat aber immer wieder mit seinem Körper zu kämpfen. In der vergangenen Saison musste deshalb ein ausländischer Torhüter als Absicherung verpflichtet werden, da keine valide Nummer 2 zur Verfügung stand. Nun haben die Zürcher versucht, diese Lücke mit Ludovic Waeber zu ersetzen. Der 24-jährige Schlussmann erhielt in den letzten drei Jahren hinter Reto Berra in Fribourg nur sehr wenig Eiszeit, weshalb er sich nun die Aufgabe als Ersatz von Flüeler in Zürich zu Brust nimmt. Waeber bestritt drei Junioren-Weltmeisterschaften und zeigte auch in der National League schon ab und zu sein Potential, jedoch fehlte ihm bisher die Konstanz.

    Neuer Aggressivleader

    Es war ein Transfers, mit welchem man nicht unbedingt hätte rechnen können. Die Zürcher haben dem EV Zug Johann Morant mit einem Zweijahresvertrag abgeluchst. Der 34-jährige Verteidiger fiel lange Zeit hauptsächlich durch seine aggressive Spielart auf dem Eis auf, fügte seinem Spiel zuletzt aber auch etwas «Feingefühl» und spielerische Klasse hinzu.

    Die Zürcher können zum Saisonstart auch auf Tim Berni zählen. Der 20-jährige Verteidiger unterschrieb zwar einen Entry-Level-Vertrag über drei Jahre in der NHL, wird aber vorerst wieder an seinen Jugendklub ausgeliehen.

    Transfercoup des Sommers

    Den Zürchern ist mit Sven Andrighetto der Transfercoup des Sommers gelungen. Der 27-jährige kehrt nach acht Jahren in Nordamerika und einer Saison in der KHL zurück nach Hause zu seinem Herzensklub, bei dem er vor seinem Abgang nach Nordamerika alle Juniorenstufen durchlaufen hatte.

    Obwohl Andrighetto auf nationaler Ebene eher enttäuschende Jahre hinter sich hat, kann er in der National League zu einem der besten Spieler werden. Dass er es eben doch drauf hat, bewies er immer wieder mit der Schweizer Nationalmannschaft. An der WM 2018 war er mit neun Skorerpunkten massgeblich an der Silbermedaille beteiligt.

    Kompaktes Ausländerquartett

    Das Ausländerquartett der Lions bleibt unverändert. Aus guten Gründen: Mit Maxim Noreau besitzen sie einen der komplettesten Verteidiger der Liga. Garrett Roe ist einer der dynamischsten Center der Liga, während Fredrik Pettersson mit seinen Schüssen unglaubliche Gefahr ins Spiel bringt. Marcus Krüger fiel punktetechnisch in seiner ersten Saison in der Schweiz zwar nicht besonders auf, doch seine Leader- und Kämpferqualitäten kommen unter seinem Landsmann Grönborg gut zur Geltung.

    Zuzüge:

    • Ludovic Waeber (G)
    • Luca Capaul (V)
    • Johann Morant (V)
    • Sven Andrighetto (S)

    Abgänge:

    • Joni Ortio (G)
    • Daniel Guntern (G)
    • Dave Sutter (V)
    • Topi Jaakola (V)
    • Pius Suter (S)
    • Robert Nilsson (S)

    Ausländer:

    • Maxim Noreau (V)
    • Marcus Krüger (S)
    • Fredrik Pettersson (S)
    • Garrett Roe (S)

    Der grosse Favorit

    Für HockeyInfo sind die ZSC Lions in dieser Saison der Favorit auf den Qualifikationssieg. Der Meister kann auf ein ausgeglichenes Ausländerquartett zählen, zudem könnte nach dem NHL-Abgang von Pius Suter sogar ein fünfter Ausländer eingesetzt werden. Trotz der finanziell schwierigen Lage ist es kaum vorstellbar, dass die Zürcher die ganze Saison auf dieses Privileg verzichten werden.

    Daneben ist der Kader qualitativ als auch quantitativ extrem gut aufgestellt. Das Team liest sich voll von erfahrenen Nationalspieler: Patrick Geering (30), Christian Marti (27), Denis Hollenstein (30), Reto Schäppi (29) und Chris Baltisberger (28). Alle befinden sich im womöglich besten Hockey-Alter. Ehemalige U20-Nationalspieler wie Justin Sigrist (21) und Yannick Brüschweiler (21) müssen um ihren Platz in der ersten Mannschaft kämpfen. Hinter ihnen gibt es noch unzählige weitere Talente, die U-Nationalmannschaften zählen oder gezählt haben, und bei den GCK Lions zum Einsatz kommen werden. Sie lauern aber alle auf Einsätze in der höchsten Schweizer Liga.

    Aufgrund des breit aufgestellten und qualitativ ausgezeichnet aufgestellten Kaders sind die ZSC Lions für HockeyInfo in dieser Spielzeit der Favorit auf den Qualifikationssieg: Platz 1

    HockeyInfo Saisonprognose:

    1. ZSC Lions

    2. HC Genf-Servette

    3. EV Zug

    4. HC Lugano

    5.

    6. HC Davos

    7. HC Fribourg-Gottéron

    8.

    9.

    10. SC Rapperswil-Jona Lakers

    11. HC Ambri-Piotta

    12. SCL Tigers

    Darunter hat es auch einige Namen, welche man nicht erwarten würde
    Diese 18 letztjährigen NL-Spieler gehen wohl als Free Agents in die neue Saison

    Die Teams der National- und Swiss-League sind aufgrund der Corona-Krise sehr vorsichtig und wollen auf keinen Fall zusätzliche finanzielle Risiken eingehen. Das heisst, dass bei den meisten Mannschaften auch keine neuen Spieler verpflichtet werden. Dies ist äusserst unangenehm für jene Eishockeyspieler, welche noch keinen Vertrag für die neue Saison besitzen.

    Insgesamt warten noch 18 Athleten, welche in der vergangenen Saison in der National League zum Einsatz kamen, auf einen Kontrakt für die neue Spielzeit. Darunter ist mit Matthias Bieber auch einer, der unter normalen Umständen längst in einem Team Unterschlupf gefunden hätte. Wer sonst noch ohne Kontrakt dasteht, entnimmst du der angefügten Auflistung.

    Mattia Hinterkircher

    Der Stürmer wurde während der vergangenen Saison von den ZSC Lions zum HC Ambri-Piotta transferiert. Bei den Leventinern brachte es der 25-Jährige in 22 Partien auf drei Scorerpunkte. Die Biancoblu hätten ihn eigentlich gerne gehalten, doch die finanzielle Unsicherheit verhinderte eine Vertragsverlängerung. Momentan hält sich Hinterkircher beim HC La Chaux-de-Fonds fit, hat aber auch dort noch keinen Kontrakt unterschrieben.

    Matthias Bieber

    Auf die Saison 2018/19 wechselte der 34-Jährige vom EHC Kloten zum SC Bern und wurde prompt zum ersten Mal in seiner Karriere Schweizermeister. Es war nach der Silbermedaille an der WM 2013 sein zweites Karriere-Highlight. In der vergangenen Spielzeit kämpfte er allerdings mit Verletzungen und wusste auf dem Eis nicht mehr zu überzeugen.

    Adrien Lauper

    Der 32-Jährige hat bereits sehr viel Erfahrung in der besten Liga der Schweiz. Neben dem HC Fribourg-Gottéron lief er auch schon für den EHC Biel und den HC Ambri-Piotta auf. Insgesamt kommt Lauper auf über 750 Partien und steht jetzt ohne Vertrag da. Er führt derzeit Gespräche in der National- und der Swiss League, zudem hält er sich bei den Ticino Rockets fit.

    Joel Aeby

    Der Schlussmann war in der vergangenen Saison beim HC Ajoie in der Swiss League unter Vertrag. Weil Aeby aber für ein Spiel nach Fribourg ausgeliehen wurde und bei den Saanestädtern auch zum Einsatz kam, wird er in dieser Liste ebenfalls aufgeführt. Auch für ihn dürfte es schwierig werden, bis zum Saisonstart einen neuen Club zu finden.

    Daniel Guntern

    Daniel Guntern ist mittlerweile 25 Jahre alt und war stets in der Organisation der ZSC Lions tätig. Trotzdem kommt er erst auf sieben Einsätze in der besten Liga der Schweiz. Meistens kam der Schlussmann für die GCK Lions zum Einsatz. Es wird spannend zu sehen sein, wo sein Weg nun hinführen wird.

    Wolfgang Zürrer

    Das gilt auch für Wolfgang Zürrer, der mit 13 Jahren vom EHC Winterthur zu den ZSC Lions wechselte. Der Goalie kam in der vergangenen Saison zu seinem ersten Einsatz in der National League. Auch der 23-Jährige hütet sonst jeweils den Kasten der GCK Lions.

    Diese Import-Spieler haben noch keinen Vertrag für die kommende Saison

    Schweizer sind also kaum noch auf dem Transfermarkt. Anders sieht es bei den Ausländern aus, welche in der vergangenen Spielzeit in der Schweiz zum Einsatz gekommen sind. Hier kommen noch zwölf weitere Spieler hinzu.

    Andrew Ebbett

    2018 wurde er zum MVP der National League gewählt, zudem kann er drei Meistertitel mit dem SC Bern vorweisen. Andrew Ebbett ist ein Spieler, der definitiv weiss, wo das gegnerische Tor steht. Der Stürmer ist allerdings auch schon 37 Jahre alt und damit im Spätherbst seine Karriere angelangt. Einige Teams haben noch freie Plätze für Import-Spieler, er müsste aber wohl auf einiges an Lohn verzichten, um in der Schweiz noch einmal unter Vertrag genommen zu werden.

    Anssi Salmela

    Auch den finnischen Verteidiger hätte der EHC Biel gerne behalten. Salmela gilt allerdings als Spieler, der nie lange in einem Verein bleibt. Bei den Seeländern schien er sich wohl zu fühlen, denn es war das erste Mal seit 2012, dass der 36-Jährige während zwei Jahren bei einem Team blieb. Der EHCB hat ihn mittlerweile mit Petteri Lindbohm ersetzt. Zu Salmela gibt es Gerüchte, dass er bei Klagenfurt unterkommen könnte.

    Zach Boychuk

    Der Kanadier sammelte in seinen 15 Partien für den HC Fribourg-Gottéron 13 Scorerpunkte. Die Saanestädter haben aber bereits fünf Ausländer unter Vertrag, warum sie wohl kaum noch Platz für den 30-Jährigen haben. Die anderen Teams aus der National League dürften noch etwas zuwarten, denn Boychuk wird wohl nicht billig zu haben sein.

    David McIntyre

    Der Kanadier hat in der letzten Saison für den EV Zug und den HC Lugano gespielt. Während er bei den Zentralschweizern nicht mehr so richtig in Fahrt gekommen ist, lief es ihm dafür im Tessin umso besser. Trotz seinen 18 Scorerpunkten in 22 Partien hat er aber keinen neuen Vertrag erhalten. Ob er bei einem anderen Team der National League unterkommt?

    Die weiteren ausländischen Spieler ohne Vertrag:

    • Robert Sabolic
    • Christian Thomas
    • Jordan Caron
    • Philip Holm
    • Paul Postma
    • Tom Pyatt
    • Topi Jaakola
    • Andreas Martinsen

    Ausblick auf eine Saison im Zeichen von Covid-19

    Unbeschränkt viele B-Lizenzen: So wappnet sich das Eishockey für die nächste Saison

    Swiss Ice Hockey informierte im Rahmen einer Medienkonferenz am Dienstag, 22. September im Haus des Sports in Ittigen über die bevorstehende Saison 2020/21, die im Zeichen von Covid-19 steht.


    In den beiden höchsten Schweizer Eishockey-Ligen wurden bereits frühzeitig verschiedene Anpassungen beschlossen – beispielsweise eine Modusänderung mit Pre-Playoffs und Solidaritätsspielen sowie ohne Platzierungsrunde, Ligaqualifikation und Absteiger. Sämtliche Spieler und Staff-Mitglieder aller NL- und SL-Clubs werden drei Tage vor dem ersten Meisterschaftsspiel auf Covid-19 getestet.

    Aufgrund von Corona ist in der kommenden Saison mit Spielverschiebungen zu rechnen. Denis Vaucher, Director National League & Swiss League, informierte, dass ein Spiel verschoben wird, wenn einer Mannschaft krankheits- bzw. verletzungsbedingt nicht mindestens zwölf Spieler und ein Torhüter mit A-Lizenz zur Verfügung stehen. Die Limitierung der B-Lizenzen wurde in der National League und Swiss League wegen der gegebenen Umstände für die Saison 2020/21 aufgehoben. Im Covid-19-Dossier der National League und Swiss League sind sämtliche Informationen und Schutzkonzepte abrufbar, auch die Schutzkonzepte der NL- und SL-Clubs werden bis spätestens fünf Tage vor Meisterschaftsbeginn vollständig aufgeschaltet sein.

    Auswirkungen von Corona auf internationaler Stufe

    Auf internationaler Stufe hat Covid-19 bereits erste Auswirkungen auf die Saison 2020/21. So hat der IIHF Council vergangene Woche beschlossen, dass die U20-Weltmeisterschaft über Silvester/Neujahr als Bubble in Edmonton als alleinigem Austragungsort durchgeführt wird. Die U18-WM der Frauen, die zur gleichen Zeit stattgefunden hätte, wurde abgesagt. Director National Teams Lars Weibel informierte über das Saison-Programm der Herren A-Nationalmannschaft, dessen Auftakt nach heutigem Stand Anfang November mit dem Deutschland Cup in Krefeld erfolgt. Gegner für das Heimturnier in Visp - die NaturEnergie Challenge, die am 17. Und 18. Dezember geplant ist – sind voraussichtlich Norwegen, Lettland und die Slowakei. An beiden Turnieren, die noch in diesem Jahr auf dem Programm stehen, tritt die Schweiz als Titelverteidigerin an.

    Projektgruppe nimmt Arbeiten zur künftigen Struktur des Schweizer Eishockeys auf

    CEO Patrick Bloch orientierte anlässlich der Medienkonferenz über die Gründung einer Arbeitsgruppe, welche in den kommenden Wochen und Monaten die Diskussionen rund um die Strukturen von Swiss Ice Hockey, der National League und der Swiss League konkret vorantreibt, Prozesse analysiert und die künftige Organisation definiert. Oberstes Ziel ist es dabei, das Schweizer Eishockey im besten Sinn weiterzuentwickeln, seinen Stellenwert regional, national und international weiter zu stärken und sowohl auf sportlicher als auch auf wirtschaftlicher Ebene als Vorzeigemodell erfolgreich zu positionieren.

    Swiss Ice Hockey wird in der Arbeitsgruppe vertreten durch Verwaltungsratspräsident Michael Rindlisbacher, Verwaltungsrats-Vizepräsident und Regio League-Präsident Marc-Anthony Anner, CEO Patrick Bloch und Paolo Angeloni, Director Regio League. Seitens National League nehmen Denis Vaucher, aktuell Director National League & Swiss League und künftiger CEO der National League AG sowie die Club-CEOs Raphaël Berger (Fribourg-Gottéron), Marco Werder (HC Lugano) und Patrick Lengwiler (EV Zug) Einsitz in der Arbeitsgruppe. Die Swiss League wird vertreten durch die Club-Präsidenten Gian Kämpf (SC Langenthal), Marc Thommen (EHC Olten) und Mike Schälchli (EHC Kloten). Die kommende Saison 2020/21 wird eine Übergangssaison, jedoch weiterhin in den bisherigen Strukturen und Prozessen ablaufen.

    Historische Auszeichnung

    Draisaitl schreibt NHL-Geschichte

    Als erster Deutscher wurde Leon Draisaitl zum wertvollsten Spieler der NHL-Hauptrunde ausgezeichnet. Draisaitl ist erst der zweite Profi-Athlet aus Deutschland, dem diese Ehre in einer der grossen Amerikanischen Sport-Ligen zuteil wird.

    Der Center der Edmonton Oilers konnte diesbezüglich mit Dirk Nowitzki gleichziehen, der in der Saison 2006/2007 in der NBA als MVP ausgezeichnet wurde.

    Draisaitl wurde zudem auch von der Spielergewerkschaft NHLPA mit dem Ted-Lindsay-Award ausgezeichnet, dies ebenfalls als erster Deutscher. Bei der Wahl zum MVP setzte sich der 24-Jährige gegen die beiden weiteren Finalisten Nathan McKinnon (Colorado Avalanche) und Artemi Panarin (New York Rangers) durch.

    Der Frauenfussball hat leider leider in den 90igern selber sehr viele und tagelange negative Schlagzeilen gemacht...
    Ich mag mich da noch an paar "Orgien" (finde kein besseres Wort dafür) erinnern, die dann auch auf der Blick-Titelseite landeten.

    Damals als jeder zum Znüni sich im Spunten um den Blick geboxt hat ;P... Sowas wirst du nur schwer wieder los.

    Bei uns im Geschäft hat man unter den gleichgesinnten Frauen Werbung damit gemacht, was so nach dem Training im Locker-Room:mrgreen: so alles abgeht. Das war weit aus bekannt, wohin man muss wenn man nicht auf Mann stand!

    Natürlich kein Vergleich zu heute, aber aus den Köpfen geht das nur seeeehr schwer.

    Ausserdem ist Merzlikins noch im Gespräch bei Lugano. Wird langsam zu einer Lockout Saison, wenn es diese nicht schon lange ist...

    Beide spielten eine hervorragende erste Saison
    Zwei ehemalige NL-Spieler gehören zu den besten sechs Rookies der NHL

    Neben dem All-Star Team hat die NHL auch ein All-Rookie Team gewählt und da sind auch zwei ehemalige Spieler der National League dabei.

    Elvis Merzlikins und Dominik Kubalik wussten in ihrer ersten Saison in der NHL zu überzeugen und schafften prompt den Sprung in das All-Rookie Team. Merzlikins liess aufhorchen, als er während der Saison in acht Partien fünfmal zu Null spielte.

    Dominik Kubalik konnte seine Scorerqualitäten auch in der NHL unter Beweis stellen und kam auf 46 Scorerpunkte in der Regular Season. Dabei erzielte der Tscheche 30 Tore. Zudem dürfte der 25-Jährige den Start in die Pre-Playoffs so schnell nicht vergessen, hat er doch in seinem ersten Post-Season-Spiel fünf Scorerpunkte gesammelt und damit den bisherigen Rekord egalisiert.

    Zum Rookie of the Year wurde Cale Makar von den Colorado Avalanche gewählt.

    So viel kosten die Saison-Abos der National League
    Hier müssen die Schweizer Eishockey-Fans am tiefsten ins Portemonnaie greifen

    Am ersten Oktober startet die neue Eishockey-Saison in der Schweiz. Vorerst dürfen aufgrund der Corona-Massnahmen vielerorts nur Dauerkarten-Besitzer ins Stadion. Doch wo kommen die Fans am günstigsten an ihre Abos?

    Es geht wieder los auf dem Schweizer Eis und anders als in den letzten Runden der abgelaufenen Saison dürfen auch die Zuschauer wieder ins Stadion. Gross war die Erleichterung bei den Clubs, als der Bund eine Lockerung der Auflagen für Sportveranstaltungen kommunizierte. Bis zu zwei Dritteln dürfen die Sitzplätze in den Stadien besetzt werden. Das bedeutet jedoch weiterhin starke Einschränkungen für die Vereine und die Zuschauer. Bei jedem Club werden nicht alle Fans, die im Vorjahr die Spiele besucht haben, Platz auf den Rängen finden.

    Vielerorts ist absehbar, das vorerst ausschliesslich die Saisonabonnenten den Spielen beiwohnen können. Diese Dauerkarten haben aber ganz unterschiedliche Preise, deshalb folgt eine Rangliste der Abo-Preisen der National-League-Teams. Herausgesucht wurde jeweils die günstigste Ticket-Option für eine erwachsene Person. Die meisten Vereine mussten den Verkauf von Abos übrigens bereits stoppen, die entsprechenden Preislisten liessen sich jedoch noch finden. Einzig jene des Lausanne HC fehlte beim Erstellen der nachfolgenden Rangliste.

    Die günstigsten Saisonkarten für Fans eines National-League-Teams

    350 CHF: SC Bern

    385 CHF: Genève-Servette HC

    420 CHF: HC Lugano

    480 CHF: EHC Biel

    490 CHF: HC Fribourg-Gottéron, HC Ambri-Piotta und SC Rapperswil-Jona Lakers

    500 CHF: SCL Tigers

    520 CHF: ZSC Lions

    580 CHF: EV Zug

    600 CHF: HC Davos

    Am wenigsten muss ein Fan also beim SC Bern ausgeben, dicht gefolgt vom Genève-Servette HC. Am tiefsten in die Tasche greifen müssen die Zuschauer der Bündner. Hier gilt jedoch anzumerken, das in der Preisübersicht in der günstigsten Kategorie von provisorischen Sitzplätzen auf der Westtribüne die Rede ist. Gut möglich, dass die Preise für Stehplätze in der umgebauten Arena anders gewesen wären. Auch beim EV Zug, dem zweitteuersten Club, kann hinter den Preis ein Sternchen gesetzt werden. Fanclub-Mitglieder erhalten 50 Franken Rabatt auf die Stehplatz-Karte.


    Auf Stehplätze müssen derzeit ohnehin alle verzichten, die Corona-Vorlagen sehen ausschliesslich Sitzplätze vor. Die Clubs mussten entsprechende bauliche Massnahmen vornehmen. Wer beim Matchbesuch aber nicht auf gewisse Vorzüge, bessere Perspektiven oder gar gewissen Luxus nicht verzichten will, dem stehen diverse Angebote zur Verfügung. Dafür muss man jedoch bereit sein, deutlich tiefer ins Portemonnaie zu greifen. Ob in der Loge oder auf den provisorischen Sitzplätzen der üblichen Stehtribünen, am Ende sorgt die aktuelle Corona-Situation bei allen dafür, dass man derzeit keine langfristige Gewissheit haben kann, wohin sich die Situation entwickelt.

    Zumindest sportlich steht der Plan jedoch, 52 Spielrunden umfasst die bevorstehende Regular Season und ab dem 1. Oktober geht es endlich wieder los. Das Ziel von allen zwölf Clubs ist dasselbe, sie wollen am 1. April beim Start der Playoffs unter den besten acht Teams der Schweiz stehen und wer weiss, vielleicht sind die Stadien bis dann wieder normal gefüllt.  

    Win Win Situation für den ZSC und die jungen bei GCK können nur profitieren wenn er hält was er verspricht!

    Tyler Benson soll verletzten Teemu Rautiainen ersetzen

    NHL-Spieler zu den Lions – aber nicht zu ZSC, sondern zu GCK

    Die GCK Lions haben sich als Ersatz für den längerdauernden Ausfall des Finnen Teemu Rautianen Ersatz aus der NHL besorgen können. Tyler Benson wird voraussichtlich bis Ende Jahr für die kleinen Löwen im Einsatz stehen.

    Der Kanadier besitzt einen Entry-Level-Vertrag mit den Edmonton Oilers und der 22-Jährige durfte schon sieben Mal in der NHL zum Einsatz kommen. In der AHL hat der Flügelspieler sogar schon 130 Spiele (112 Skorerpunkte) absolvieren dürfen und zusätzlich dazu holte er mit Kanadas U18 2015 WM-Bronze. GCK-Sportchef Patrick Hager zeigt sich hocherfreut über die Neuerwerbung: "Tyler ist ein junger ehrgeiziger Spieler mit viel Spielverständnis und guten Skorerqualitäten. Zudem verkörpert er Leidenschaft, Speed und Dynamik. Alles Merkmale, die wir tagtäglich versuchen unseren eigenen jungen Spielern beizubringen."

    Bleiben die Gäste aus Nordamerika länger?
    Die National-League-Fans dürfen sich freuen: NHL-Start verzögert sich wohl weiter

    Traditionell hielt Gary Bettman vor dem Start des Stanley-Cup-Finales eine Pressekonferenz ab. An dieser Sprach der Leiter der NHL auch viel über die bevorstehende Saison, dessen Start sich wohl weiter verzögern könnte.

    Bettman hatte für die Öffentlichkeit gute Nachrichten bereit, die Corona-Pandemie hätte bislang noch keinen starken negativen Einfluss auf die Vereinsfinanzen, dies könnte sich aber in den nächsten Monaten schnell ändern. Weiterhin plant die NHL die kommende Regular Season mit 82 Spielrunden auszutragen. Es ist jedoch möglich, dass die Playoffs sich in den Sommer hinauszögern werden, denn der Saisonstart scheint weiterhin nicht fix zu sein. Ursprünglich wurde der 1. Dezember angepeilt, doch die Lage präsentiert sich weiterhin kritisch. Eine Blase, wie für die aktuellen Playoffs, ist nicht mehr erwünscht. Die Vereine sind gleichzeitig auf die Ticketeinnahmen angewiesen. Erschwerend kommt bei der Suche nach einer Lösung hinzu, dass die Teams aus zwei unterschiedlichen Ländern kommen.

    Der grosse Profiteur der ganzen Situation könnte die Schweizer National League werden. So ist es möglich, dass die Gäste aus der NHL noch länger in der hiesigen Liga auflaufen könnten.