Beiträge von Sbornaja

    und no en CHL-Bricht:

    Priorität haben Teams und Spieler

    Neue CHL-Kampagne ohne Zuschauer? "Sie sind nicht unverzichtbar"

    An diesem Mittwoch geht die Auslosung der Champions Hockey League über die Bühne. Gegenüber von 20 Minuti hat Monika Reinhard, Kommunikationsverantwortliche der CHL, zur kommenden Saison Stellung bezogen.

    Dabei hat sie betont, dass der Startschuss der neuen Champions-Hockey-League-Kampagne noch nach hinten korrigiert werden kann: "Wir wollen am 16. Oktober starten, aber wir sind sehr flexibel. Dank dem neuen Format könnten wir es uns auch erlauben, erst im November zu starten." Aufgrund der Coronakrise gibt es in der neuen CHL-Saison keine Gruppenphase mehr, treten die 32 qualifizierten Teams doch von Anfang an in einem K.o.-System gegeneinander an.

    Reinhard sagt auch, dass es nicht oberste Priorität hat, ob Zuschauer zugelassen sein werden: "Natürlich sind die Zuschauer sehr wichtig und wir wären sehr glücklich, wenn sie ein Teil der Show sein könnten. Sie sind aber nicht unverzichtbar. Im Moment fokussieren wir uns nämlich auf die Teams und die Spieler. Es ist nämlich entscheidend, dass wir ihnen Reisefreiheit garantieren können, wonach sie ohne Probleme von Arena zu Arena reisen können."

    Die Fans würden sich in den meisten Fällen freuen
    Heute ist CHL-Auslosung: Das sind die möglichen Top-Duelle für die Schweizer Vertreter

    Die Champions Hockey League startet statt Ende August erst Anfangs Oktober. Aus diesem Grund wurde auch der Modus geändert. Es gibt neu fünf K.O.-Spiele zu gewinnen, um am Ende die Trophäe in die Höhe zu stemmen. Es zählt also ab der ersten Sekunde.

    Hier kannst du ab 18:00 Uhr die Auslosung live mitverfolgen. 

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    Dabei wurden die Mannschaften in zwei Töpfe verteilt. In der ersten Runde können zudem Teams aus der gleichen Liga nicht aufeinandertreffen. Nun stellten wir uns die Frage, welche Duelle für die Teams am interessantesten sind.

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    EHC Biel vs. Frölunda Indians

    Die Seeländer gegen den CHL-Rekordgewinner aus Schweden, nicht unbedingt das Los, welches man sich für die erste Runde wünscht. Wenn wir aber an die beiden Spiele im vergangenen Dezember zurückdenken, dann muss fast diese Partie gewählt werden. Schlussendlich vergaben die Bieler zwei Minuten vor Schluss noch eine Zweitore-Führung und schieden schliesslich nach Verlängerung aus. Trotzdem war dieses Duell etwas vom Besten, was Eishockey-Europa im vergangenen Jahr gesehen hat.

    Genève-Servette HC vs. HC Bolzano

    Für die Grenats ist es besonders schwierig ein Teams zu finden, das der absolute Kracher wäre. So ziemlich jede Partie ist mit einer aufwändigen Reise verbunden. Schliesslich haben wir uns für den HC Bolzano entschieden. Nach einem Jahr Pause sind die Norditaliener mit Coach Greg Ireland wieder in der CHL vertreten. Einerseits sollte sich der GSHC in diesem Duell durchsetzen können und andererseits gibt es für die Fans eine schöne Reise ins Südtirol.

    HC Davos vs. Eisbären Berlin

    Duelle mit dem nördlichen Nachbaren sind für die Schweizer Clubs immer eine tolle Erfahrung. Zudem darf zwischen dem HCD und den Eisbären ein Duell auf gutem Niveau erwartet werden. Auch die Fans dürften mit dieser Partie mehr als zufrieden sein. Wann sonst kann eine Reise nach Berlin mit einem Spiel seines Lieblingsteams verbunden werden?

    EV Zug vs. Cardiff Devils

    Die Cardiff Devils sind seit drei Jahren Stammgast in der Champions Hockey League und sind für ihre Fans bekannt. Hinzu kommt, dass das Eishockey in Grossbritannien derzeit einen Aufschwung hat. Die Reisedistanz ist zwar etwas lang, doch einige Fans würden es sich bestimmt nicht nehmen lassen, einmal nach Cardiff zu reisen.

    ZSC Lions vs. Sparta Prag

    Dieses Duell gab es bereits in der Champions Hockey League 2015/16. Damals trafen der "Zett" und Sparta Prag im 1/16-Final aufeinander. Im Hinspiel setzten sich die Tschechen im Hallenstadion mit 3:2 durch und Rückspiel machten sie mit einem 3:0 alles klar. Die Lions haben mit Prag also noch eine Rechnung offen und auch für die Fans ist eine Reise in die tschechische Hauptstadt eine Überlegung wert.

    Kann eine Lohnobergrenze den Profisport retten?
    Zumindest in der Schweiz lautet die Antwort: Ja


    Im Schweizer Eishockey steht die Einführung eines sogenannten Salary-Cap kurz bevor, auch im europäischen Fussball ist sie ein Thema. Kann der Mechanismus eine schwer angeschlagene Branche retten? Ein Blick nach Nordamerika zeigt, dass das möglich ist.

    Vergangene Woche hat sich ein Kapitalist demaskiert: John J. Fisher, der Erbe von Donald Fisher, dem Gründer der Modemarke Gap. Fisher ist der Besitzer der Oakland Athletics, einer traditionsreichen Baseball-Organisation. Fisher übernahm die Athletics 2005 für 180 Millionen Dollar, heute ist das Unternehmen 1,1 Milliarden wert; das Privatvermögen Fishers wird auf über 2 Milliarden geschätzt.

    Und doch gaben die Athletics bekannt, dass sie aufgrund der Corona-Krise ihren Farmteam-Spielern ab dem 1. Juni den Mindestlohn von 400 Dollar pro Woche nicht mehr zahlen können, ein Betrag, mit dem sich der Lebensunterhalt in Nordkalifornien kaum bestreiten lässt. Die Athletics, eine Organisation mit einem Jahresumsatz von 225 Millionen Dollar, hätte die Entschädigung ihrer Zukunftshoffnungen bis zum Saisonende knapp 4 Millionen Dollar gekostet. Zu viel, entschied Fisher – und erlebte ein eindrückliches PR-Debakel.

    Es ist eine Episode, die aufzeigt, dass etwas im Argen liegt in Nordamerika, wo sich superreiche Teambesitzer seit vielen Jahren ihre Taschen häufig nach Belieben füllen und sich von moralischen Verpflichtungen weitgehend verabschiedet haben. Ihre Franchises sind Gelddruckmaschinen und so populär, dass die Kosten für sündhaft teure Stadien praktischerweise oft von der hochverschuldeten öffentlichen Hand übernommen werden, weil die Teams sonst plump mit einem Wegzug drohen.

    Der Profisport hatte nicht immer diesen Glamour, und er war nicht immer so rentabel. Eines der wirksamsten Werkzeuge der Besitzer auf dem Weg zur heutigen Profitabilität ist der Salary-Cap, die Obergrenze für Spielerlöhne. Von Europa aus betrachtet wirkt die Methodik sonderbar: Ausgerechnet in den USA, der Nation des Turbokapitalismus, existiert eine fast sozialistisch anmutende Lohngrenze? Damit Parität gewährleistet werden kann zwischen einem Team aus Wisconsin und jenen aus den Metropolen von New York oder Los Angeles?

    Es ist einer der grossen Irrtümer unserer Zeit, dass dem Salary-Cap ein sozialer Gedanke zugrunde liegt. Vielmehr haben sich die Besitzer die Regeln mittels Gesamtarbeitsverträgen so zurechtgebogen, dass sie die grossen Profiteure einer beispiellos boomenden Branche sind. Seit die Basketballer der NBA 1984/85 als Erste eine Gehaltsobergrenze festlegten, zogen alle wichtigen US-Profiligen nach; sie ist mal weich (Baseball), mal hart (Basketball, Eishockey, American Football, Fussball), aber immer praktisch. Der Weg war steinig, es gab erbitterte Fehden mit Spielergewerkschaften, denen wegen Streiks teilweise ganze Spielzeiten zum Opfer gefallen sind. Zuletzt fielen in der Saison 2012/13 34 Partien der NHL aus.

    Goldenes Zeitalter für Investoren

    So schmerzhaft die Dispute manchmal waren, für die Besitzer waren es Grundsteine für ein goldenes Zeitalter. Heute lässt sich festhalten: Die Elite ist am Ziel; die Einnahmen aus TV-Verträgen, Tickets und Merchandising schiessen in den Himmel. Die Wertvermehrung ist atemberaubend: Die Familie Steinbrenner etwa zahlte für die New York Yankees 1973 8,8 Millionen Dollar. Inzwischen ist das Unternehmen 5 Milliarden wert. Und natürlich ist es den Inhabern kommod, dass sie die Spieler an ihren Einkünften nur begrenzt partizipieren lassen müssen.

    Es ist der Kollateralschaden dieses Systems, dass es die Milliardäre überproportional bevorteilt und den Status derjenigen schwächt, die den Sport tatsächlich ausüben und dafür mitunter ihre Gesundheit riskieren: die Spieler. Auf den ersten Blick mag es deshalb überraschen, wenn Gehaltsobergrenzen als Heilmittel für den europäischen Sport verhandelt werden, so wie es dieser Tage gerade wieder geschieht.

    Die Idee ist nicht neu, kurz nach dem Jahrtausendwechsel gab es eine Absichtserklärung der inzwischen längst aufgelösten G-14-Vereinigung von Europas wichtigsten Fussballklubs, maximal 70 Prozent des Umsatzes in Spielerlöhne zu investieren. Der Plan scheiterte, der Salärexzess nahm seinen Lauf. Allein im FC Barcelona sollen die jährlichen Lohnkosten laut der Sportzeitung «AS» fast 400 Millionen Euro betragen.

    Nun wurde in Deutschland im Mai abermals eine Debatte über eine Einführung in der Bundesliga losgetreten; unter anderem sprach sich der Fussball-Verbands-Präsident Fritz Keller für einen Salary-Cap aus. So wie ihn neben der Major League Soccer (MLS) beispielsweise auch die australische A-League kennt.

    Es gibt Zweifel an der wettbewerbsrechtlichen Durchführbarkeit, aber grundsätzlich ist das Votum populär. Es wirkt charmant, weil in der Gesellschaft schon länger eine Art Konsens darüber zu bestehen scheint, dass Fussballer zu viel verdienen und sich der Sport von der Basis zunehmend entfremdet hat. Doch der Neid auf die Spieler greift zu kurz, sie sind bei weitem nicht die Einzigen, die sich bereichern. Die wahre Magie der Salary-Cap-Idee ist entsprechend eine andere: das Ideal der Parität.

    Wenn alle Teams über vergleichbare Mittel verfügen, schafft das eine Chancengleichheit, wie sie der moderne Sport schon vor langer Zeit verloren hat. Es hat etwas Ermüdendes, wenn der deutsche Meister unablässig Bayern heisst und sich in der Schweiz eine Dekade lang YB und Basel abwechseln. Das Faszinosum Sport lebt von Emotionen, von Überraschungen, von Hoffnung und Aussenseiterromantik. Die neuen wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse haben die Branche dieser Ingredienzien weitgehend beraubt. Die deutsche Trainerlegende Otto Rehhagel hat einmal gesagt: «Geld schiesst keine Tore.» Aber das war 1995 und ist seither eindrücklich widerlegt worden. Es gibt zahllose Begegnungen, bei denen vor dem Anpfiff kein Zweifel am Ausgang der Partie besteht.

    Die Frage ist, ob ein Salary-Cap daran etwas ändern könnte, Parität ist eines der grossen Schlagworte der nordamerikanischen Lösung. Doch die Voraussetzungen dort sind andere: Die Ligen sind geschlossen, sie kennen keine Absteiger. Und das brillante Draft-System, wonach die schwächsten Teams nach dem Saisonende als Erstes die Talente des Draft-Jahrgangs aussuchen dürften, ist in Europa nicht umsetzbar, der Unterbau ist hier völlig anders strukturiert. Die Einführung eines Salary-Cap mag den Sport darum nicht revolutionieren können, die Attraktivität und die Schlagkraft von Bayern und Dortmund werden grösser bleiben als jene von Paderborn. Aber als erste Massnahme gegen die sich rasant vergrössernde Kluft zwischen Arm und Reich ist er allemal eine verlockende Massnahme.

    Die Schweiz als Labor

    Die Chancen stehen gut, dass die Schweiz den Vordenkern in Europa ein Versuchslabor, ein Biotop liefert. In diesem Sommer wird im Schweizer Eishockey über die Einführung eines Salary-Cap ab der Saison 2022/23 abgestimmt werden. Das Begehren, zuvor jahrelang chancenlos, dürfte angenommen werden; im Raum steht eine Salärsumme von 7 Millionen Franken pro Saison und Team. Es ist eine späte, auch der Not der Corona-Krise geschuldete Einsicht. Denn trotz einer funktionierenden, attraktiven Liga mit mehr als zwei Millionen Besuchern ist praktisch jeder Verein auf Zuwendungen aus dem Mäzenatentum oder betriebsfremde Einnahmen angewiesen, weil die Manager bei der Kostenkontrolle überfordert sind und sich die Spirale bei den Spielerlöhnen seit Jahren ungebremst dreht. Das hat etwas Bizarres, weil es in dieser Liga keine Akteure gibt, die mit ihrem Namen individuell Zuschauer- oder nennenswerte Merchandising-Einnahmen generieren.

    Es spricht nicht für die Disziplin der Entscheidungsträger, dass ein Salary-Cap nun als Ultima Ratio die Geschäftsbilanzen verbessern muss. Ein bisschen wirkt es wie die Einsicht eines Spielsüchtigen, der nach Jahren der Sorglosigkeit sein Konto beim Wettanbieter auf einen fixen Betrag limitiert, weil sonst seine Existenzgrundlage gefährdet ist. Sollte die nötige Mehrheit gefunden werden, hat das den angenehmen Nebeneffekt, dass die Liga ausgeglichener werden wird. Endlich, ist man versucht zu sagen, weil seit 1999 mit Zürich, Bern, Davos und Lugano stets die gleichen vier Teams Meister wurden.

    In der Branche sind derzeit kaum Gegenstimmen zu vernehmen – einzig der Spielergewerkschaft missfällt die Entwicklung selbstredend, weil die Löhne sinken werden. Sie können sich damit trösten, dass es den zweiten nordamerikanischen Kollateralschaden in der Schweiz nicht geben wird. Zwar tummeln sich auch im hiesigen Eishockey Milliardäre unter den Besitzern, in Zürich, Zug, Lugano und Lausanne. Aber bis jemand substanziellen Gewinn aus einem Klub abschöpfen kann, ist der Weg weit; die Geldgeber suchen nicht Kapitalwerte, sondern Prestige und Ruhm. Es hat etwas Rührendes, dass sich diese erfahrenen, erfolgreichen Wirtschaftskapitäne mit einem Salary-Cap selber bevormunden müssen. Wenn das der Preis ist, um die Liga zu gesunden, muss er nach den Kapriolen der letzten Jahre bezahlt werden.

    Zurückhaltender Star
    Leon Draisaitl schafft, was vor ihm kein Deutscher in der NHL schaffte

    Leon Draisaitl ist ein eher stiller der amerikanischen Eishockey-Liga. Sein Status als einer der besten Spieler wurde jetzt auch offiziell bestätigt: Der Kölner wurde zum Topscorer der NHL ernannt. Damit schreibt er deutsche Sport-Geschichte.

    Leon Draisaitl zählt jetzt auch ganz offiziell zu den erfolgreichsten deutschen Sportlern in den USA. Basketballer Dirk Nowitzki wurde NBA-Champion, American-Football-Profi Sebastian Vollmer hat an der Seite von Superstar Tom Brady den Super Bowl gewonnen - einen Topscorer in einer der großen US-Ligen aus Deutschland gab es aber noch nie. "Natürlich ist das eine große Ehre für mich und auch etwas ganz Besonderes. Aber ohne meine Mitspieler wäre das natürlich nicht möglich gewesen", sagte Draisaitl der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

    Auch ohne eigenen Meistertitel ist er nun NHL-Topscorer in der stärksten Eishockey-Liga der Welt - das heißt: Da ist einer so gut wie kaum jemand sonst in seinem Sport. 110 Scorer-Punkte lieferte er für die Edmonton Oilers, nur in 15 von 71 Spielen gab es keine direkte Torbeteiligung Draisaitls. "Vielleicht nicht von den Punkten her, aber rein spielerisch gesehen wird er noch besser. Er wird ein noch besserer Spieler werden, weil er eben noch so jung ist", sagte Ex-Bundestrainer Marco Sturm erst kürzlich über den 24 Jahre alten Nationalspieler.

    Leon Daisaitl ist ein Star der NHL

    Sturm, früher selbst lange NHL-Angreifer, arbeitet inzwischen als Assistenz-Trainer der Los Angeles Kings. "Wenn wir jetzt morgen gegen Edmonton spielen würden, würden wir uns über Leon Draisaitl unterhalten: Wie kann man ihn stoppen? Das hat es bei einem deutschen Spieler noch nie gegeben."

    In den USA und Kanada wissen das die Leute, da ist der Kölner eine große Nummer. Führt die Liga etwa in diesen Tagen Fan-Interviews, um auch in der Corona-Pause ein bisschen Inhalt zu produzieren, dann ist Draisaitl da als eines der Gesichter der Liga selbstverständlich dabei. Er begeistert die Eishockey-Fans dann weniger mit einem coolen Spruch, das ist nicht seine Art, sondern weil es wirklich er ist, der da ihre Frage beantwortet. Der Mann, der auf dem Eis scheinbar nicht zu stoppen ist.

    Nach dem Corona-Stopp im März sah es eine Weile so aus, als wäre diese Saison seines Lebens nur für Statistik-Freunde von wert. Nun aber hat Liga-Boss Gary Bettman die Pläne bekannt gemacht, wie die NHL irgendwann - die Hoffnung ist Ende Juli - nach der Zwangspause weitermachen möchte. Direkt mit etwas umfangreicheren Playoffs als üblich, mit 24 statt 16 Teams. Die Hauptrunde ist offiziell beendet. Und Draisaitl bekommt die Art-Ross-Trophy.

    Kandidat für MVP-Award

    Die Video-Botschaft von Bettman hat Draisaitl sich angeschaut, klar wurde ihm die Konsequenz dann aber erst durch die vielen SMS-Glückwünsche, die bei ihm eintrudelten. Womöglich kommen bald noch mehr. Er gilt als ein Kandidat für den MVP-Award, den Titel als wichtigster Spieler der Saison - eine Auszeichnung, die als deutscher Sportler in den USA bislang nur Nowitzki überreicht bekam. Darüber mache er sich "keine großen Gedanken", meinte Draisaitl.

    Der Hundefreund ist ohnehin kein Mann für große Worte, lieber hat er seine Ruhe und kann sich auf die Dinge konzentrieren, die er beeinflussen kann. So beschreiben es Menschen, die ihn besser kennen. "Wenn er im Sommer nach Köln kommt, könnte er der absolute Superstar sein. Aber so ist er nicht", sagte Sturm. "Sicher könnte er, so wie er spielt, ganz anders auftreten. Er ist noch am Boden geblieben."

    Draisaitl sagt am meisten, wenn er spielt. Lassen es die Umstände zu, dann bekommt er irgendwann im Sommer mit den Oilers wieder die Gelegenheit dazu. "Alles ist möglich diese Playoffs, keine Frage. Jeder, der es in die Playoffs schafft, hat eine Chance, den Stanley Cup zu gewinnen. Und das tun auch wir."

    Die Anerkennung in Deutschland würde dann noch zunehmen. Das glaubt Ex-Bundestrainer Sturm sowieso: "Ich denke, in naher Zukunft werden wir uns öfters über das Thema Draisaitl unterhalten."


    422 Zuschauer mehr, als ursprünglich angenommen
    So viele Zuschauer wird das neue Schmuckstück von Gottéron fassen

    Die Bauarbeiten bei der BCF Arena in Fribourg schreiten voran. Am Samstag haben wir bereits darüber berichtet, dass das Stadion mehr Zuschauern Platz bietet, als ursprünglich erwartet. Nun steht auch das definitive Fassungsvermögen fest.
    Im Bericht vom Samstag wurde noch die Zahl 9'042 genannt, doch der HC Fribourg-Gottéron musste diese noch ein wenig nach unten korrigieren. Der Grund dafür ist, dass Pressemitarbeiter nicht als Zuschauer zählen und dadurch noch 120 Plätze verloren gehen. Das Fassungsvermögen der BCF Arena wird also bei 8'922 Zuschauern sein. Das sind 422 mehr, als ursprünglich angenommen.

    HALL OF FAME

    Mathias Seger: «Ich war total überrascht»

    Neben Mark Streit gehört neu auch der gleichaltrige Mathias Seger der Hall of Fame des Internationalen Eishockeyverbandes IIHF an.

    "Die Ehrung am Finaltag wäre schon ein Highlight gewesen. Für mich ist es jedoch weniger schlimm als für jene Leute, die viel Herzblut in die WM investiert haben", sagt der Ostschweizer, der die Schweizer Nationalmannschaft beim Gewinn der WM-Silbermedaille 2013 in Stockholm als Captain angeführt hat.

    Als Seger von IIHF-Präsident René Fasel am Telefon persönlich über die Aufnahme in die Hall of Fame informiert wurde, "war ich total überrascht. Bei all diesen grossartigen Spielern hatte ich wirklich nicht damit gerechnet. Ich fühle mich extrem geehrt. Speziell freut mich, dass ich zusammen mit meinem Kumpel Streit aufgenommen wurde. Das ist genial."

    Seger verdankte seine grossartige Karriere nicht herausragendem Talent. Vielmehr war er ein Teamspieler par excellence. Er nahm an nicht weniger als 16 Weltmeisterschaften teil, womit er Rekordhalter ist. Mit den ZSC Lions, für die er 19 Jahre tätig war, wovon zwölf als Captain, gewann er sechsmal den Meistertitel und 2009 die Champions Hockey League.

    Zwar kann sich Seger vorstellen, später wieder im Eishockey tätig zu sein - zwischenzeitlich war er Trainerassistent bei den Lions. Aktuell ist er aber Hausmann und kümmert sich um die beiden Töchter, während seine Frau in Vollzeit arbeitet. Damit will er ihr für die vielen Entbehrungen etwas zurückgeben, was seinen Charakter treffender nicht beschreiben könnte.

    Auslosung verschoben
    Die CHL-Teilnehmer müssen sich gedulden, bis ihre künftigen Gegner bekannt werden

    Aufgrund der Coronakrise wurde der Start in die Champions Hockey League nach hinten verschoben und der Modus des Wettbewerbs angepasst. Nun wird auch die Auslosung später stattfinden, als ursprünglich geplant war.

    Gestern hätten die Schweizer Clubs erfahren sollen, gegen welche Gegner sie in der 1. Runde der kommenden Champions Hockey League antreten müssen. Doch wie so viele Termine im Sport wurde auch dieser aufgrund des Coronavirus zeitlich verschoben. Das Ziel sei es, die Auslosung im frühen Juni nachzuholen, kann man auf der offiziellen Turnier-Seite nachlesen. Genauere Informationen haben sie derzeit jedoch nicht. So müssen sich die Teams momentan weiter in Geduld üben. Die Schweiz wird übrigens durch die Top-Fünf der abgeschlossenen Regular Season vertreten.

    Hat 214 Spiele in der NHL absolviert
    Teamkollege von Nino Niederreiter zieht es wohl in die Schweiz

    Brian Gibbons steht derzeit noch für die Carolina Hurricanes unter Vertrag. Dieser läuft jedoch zum Ende der Saison aus. Der US-Amerikaner scheint die Entscheidung über seine Zukunft aber bereits getroffen zu haben.

    Wie 24Heures berichtet, zieht es den Stürmer zum Lausanne HC. Der 32-Jährige wurde immer wieder zwischen der AHL und der NHL hin und her geschoben. Seine 214 Einsätze in der NHL hat er für sechs verschiedene Teams absolviert. Dabei kommt er auf 70 Scorerpunkte. Besser sieht seine Bilanz in der AHL aus, wo er in 393 Partien auf 190 Zähler kommt. Für wie lange er in Lausanne unterschreiben soll, wird im Artikel nicht erwähnt.

    Die Eisgenossen werden ihre Spiele in Minsk austragen
    Die Gruppeneinteilung für die WM 2021 ist da: Auf diese Gegner trifft die Schweiz

    Noch immer schmerzt es in der Schweizer Hockey-Seele sehr, dass die Heim-WM, welche derzeit in vollem Gange wäre, nicht ausgetragen werden konnte. Nun ist klar, auf wen die Schweiz im kommenden Jahr an der WM in Lettland und Weissrussland treffen wird.

    Das Team von Coach Patrick Fischer wurde dabei in die Gruppe A gelost, womit die Eisgenossen ihre Spiele in Minsk austragen werden. Nebst dem Gastgeber Weissrussland lauten die weiteren Gegner noch Grossbritannien, die Slowakei, Dänemark, Tschechien, Schweden und Russland.

    In der Gruppe B spielen demnach Kanada, Finnland, die USA, Deutschland, Lettland, Norwegen, Italien und Kasachstan, welche ihre Partien in Riga absolvieren werden.

    Solche Ausländer kennen wir ja, das sind in etwa solche Kaliber die eigentlich bei den GCK Lions spielen und bei uns jeweils zum Einsatz gekommen sind... Ob sich die Fans dann mit solchen Ausländern in der dritten Linie wirklich identifizieren können? Gerade bei uns werden die Fans dann sicherlich 8 Ausländer à la Garrett Roe gefordert und sicher nicht Spieler die in der dritten Liga in Amerika spielen...

    Ich könnte mit einem Kompromiss von ZSColin gut leben, sechs Ausländer wobei die "Ausländer mit CH-Lizenz" dafür nicht mehr als Schweizer zählen.

    Ich sehe das ähnlich wie ihr, nur ist es vermutlich so,

    dass du bei 6 Ausländern keinem jungen lettische oder österreichischen Talent (zBsp. aktuell Rossi) eine Chance gibst, was ich bei 8 Ausländern eher sehe. Bei 6 Ausländern, werden "gestandene" Männer geholt, welche man nicht noch ausbilden muss.

    Ich bin überzeugt davon, weder Merzlikins noch Kenins hätten die Chance erhalten, wenn sie als Ausländer gegolten hätten. Beide wurden aber Integrationsfiguren in ihren Vereinen, beide haben sich durchgesetzt, sogar bis in die NHL (auch wenn für Kenins nur kurz). Kenins traure ich heute noch nach, sein Element fehlt mir beim Zett einfach, Kernige harte faire Checks und auch mal einer der einen anderen zurecht weist.

    8 wäre für mich okey, wenn man die eine oder andere Lizenz an einen jungen vergibt. Aber wird das auch gemacht:nixwiss:?


    Was ich etwas verwirrend finde (oder bisher nicht gelesen habe), dass niemand über die Ausländerlizenzen total pro Saison schreibt.

    Die 8 Ausländer wären ja pro Spiel zugelassen, aber wie viele Ausländer darf dann ein Team überhaupt unter Vertrag nehmen,

    10, 12 oder noch mehr? :/

    Dies wäre ja dann sicher nicht günstiger als das bisherige System. hmmm :/