Beiträge von Sbornaja

    Glück für ZSC: Wick von Beginn weg mit dabei

    Die ZSC Lions können vom Playoff-Beginn weg auf Roman Wick zählen. Zuletzt war noch unklar, ob der Topskorer nach seiner Verletzung bereits am Dienstag wieder im Einsatz stehen wird. Nun wurde bekannt, dass einem Einsatz nichts im Wege stehen würde.

    NLA mit Zuschauerrekord
    Donnerstag, 6. März 2014, 21:13 - Martin Merk
    Die National League A hat seinen Zuschauerrekord gebrochen, wie die Swiss Ice Hockey Federation heute offiziell bestätigte. Insgesamt kamen in 300 Spielen erstmals über 2 Millionen Fans in die Eishallen der NLA.

    Wir liefern die genauen Zahlen zum Rekord. 2'061'618 Fans besuchten diese Saison die Spiele der NLA oder im Schnitt 6872 Fans. Das sind 3,8 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Den grössten Wachstum gab es bei Lausanne (22 Prozent mehr als der Absteiger SCL Tigers), Ambrì (16 Prozent) und Genf-Servette (11 Prozent), während es in Biel, Rapperswil-Jona und Zug leichte Zuschauerrückgänge gab.

    Mit 16'347 Fans ist der SC Bern weiterhin einsamer Leader in der NLA und wird auch europäisch einmal mehr die Nummer 1 in dieser Wertung sein. Auch die NLA bleibt europäisch in Führung mit ihrem Schnitt von 6872 Fans. Die KHL schloss die reguläre Saison mit einem Zuschauerschnitt von 5812 Fans ab. Die deutsche DEL (6320) und die schwedische SHL (5957) werden die NLA kurz vor Playoff-Start ebenfalls nicht mehr einholen können.

    Auch in der NLB gab es eine Steigerung des Zuschauerschnitts um 11,2 Prozent auf 2242 Fans. Besonders bei Thurgau, Langenthal und Visp gab es höhere Zahlen. Interessant: Der Absteiger SCL Tigers hat mehr Zuschauer als Lausanne vor einem Jahr und zieht damit den Schnitt ebenfalls rauf.

    Habe herade gelesen, dass Zug bereits an Kreis dran ist.

    Übrigens auch noch interessant und auch ein weiterer Grund weshalb keiner nach Bern will:

    SCB: 15 Prozent Lohnkürzung
    Donnerstag, 6. März 2014, 08:25 - Martin Merk
    Das blamable Verpassen der Playoffs hat bei den Spielern des SC Bern auch im Portemonnaie Konsequenzen. Weil die Verträge eng mit dem Erreichen von Zielen verbunden sind, gibt es eine Lohnkürzung.

    "Sie müssen eine 15-prozentige Lohnkürzung hinnehmen", stellt der CEO Marc Lüthi gegenüber der "Neuen Zürcher Zeitung" klar. Damit soll der SCB auch diese Saison trotz des Verpassens der Playoffs mit einer ausgeglichenen Rechnung abschliessen.

    Ausserdem sei eine Absetzung des Sportdirektors Sven Leuenberger, der seinen Rücktritt anbot, kein Thema. "Er hat in den letzten vier Jahren Teams zusammengestellt, mit denen wir Erfolg hatten. Nun waren wir eine Saison nicht erfolgreich. Ich sehe keinen Grund, Sven Leuenberger infrage zu stellen", so Lüthi.

    Welche Konsequenzen das Scheitern auf das Kader haben wird, werde nach einer sportlichen und wirtschaftlichen Analyse entschieden.

    Zitat von Larry

    Was ich so gläse han händ jungi Spieler müeh demit dass schiinbar die alte nach em Training verschwinded, mer gaht nie zäme in Usgang und so Sache.

    Hani letscht Wuche grad nomal ghört.
    Nach em Training gaht jede sine eigene Intresse nah. Teamspirit gleich null.
    Halt au en Verein mit sehr vill Schnurris und Möchtegerns wo jede sini Ihflüss spille laht und meint
    er müssi em Präsi no go verzelle was wichtig isch.

    Sie chönd sich zwar Tavares, Streits mit dene Gönner leiste, aber die Medallie hät au e dunkli Siete..

    Was meint ihr, Kreis zu Zug, Bern oder eher Nati Trainer?
    Bin überzeugt, dass er nächste Saison in der Schweiz Trainer sein wird.

    Ich hoffe auf Nati Trainer. Fand ihn als Z Trainer stark und würde mich nur schwer damit abfinden ihn in Zug oder Bern zu sehen.
    Traue Ihm einiges zu!

    Zitat von cm8

    Hätte ehrlich gesagt um viel Geld gewettet, dass er wieder in den Wald zurückkehrt. Freut mich aber natürlich sehr (vorallem wegen den KLOten Fans...)


    Ich hätte nie gedacht, dass er uns weitere Jahre erhalten bleibt..
    Super! Danke an alle welche an diesem Deal beteiligt waren.
    Ich denke Crawford hat auch seine Begründung in Wicks Gedanken.
    Jezt noch Cunti, Bergeron usw.

    Bern und Zug werden wie immer wild mit Geld umsich schmeissen und alles was nicht auf drei auf einem Baum ist fangen, knebeln und kaufen!

    Ohne Leuenberger wäre zwischen dem Strich und dem SCB 10-15 Punkte. Er war der Einzige, der mit diesem Haufen über kurze Zeit soetwas wie Erfolg hatte.
    Nach ein zwei Niederlagen brach aber auch dieses Kartenhäuschen zusammen.
    Ich vermute einmal, dass auch SL das Muffensausen gekriegt hat..

    Ich schreibe nichts gegen Boucher, ausser dass er in dieser Situation NICHTS gebracht hat und dies halt wahrscheinlich daher, dass er die Mannschaft kaum kannte und pröbeln musste. nur zum pröbeln war halt einfach keine Zeit. Jeder trainer braucht mindestens 1-2 Mt bis er sein System einigermassen einüben kann.

    Boucher wird seine Konsequenzen sicher daraus ziehen und ich hoffe er wird sich nicht bei uns in der Organisation bedienen.

    Der absolut Katastrophale wechsel von Törmänen zu Leuenberger der danach 12x gewonnen hat?
    Wahrlich ein sehr sehr schlechter Wechsel gewesen!

    Nö bin Felsenfest davon überzeugt, Leuenberger hätte Bern in die Playoffs gecoacht.
    Der Boucher hat eine katastophale quote. Aber auf den Leuenberger zu zeigen machts halt einfacher.

    Bin kein Fan vom SCB oder von Leuenberger, aber fest der Überzeugung, dass Plüss nich Leuenberger gemeint hat. Boucher hat null komma null bewirkt und diese Bilanz hätte auch SL hingekriegt.

    Boucher hat gravierende Fehler gemacht:
    Olez raus genommen oder Gilfors, beide nach guten Partien und mit zwei Kanadier ersetz welche ein Schatten Ihrer selbst waren/sind.
    Diese Fehler basieren auf Unwissenheit (über das CH Hockey und Spielerpotential) und diese hätte SL nicht gemacht, bin ich überzeugt davon.

    In Biel haben sie das Spiel dominiert und waren wie gegen uns bis 10min vor Schluss Spielbestimmend. Dann Strafe, Boxplay ende Gelende.

    Aber klar im Nachhinein würde Marc Lüthi wohl auch nicht gleich handeln.

    Nach Flop-Quali
    EVZ feuert Doug Shedden und Sportchef Horak!
    Knall in Zug! Trainer Doug Shedden (52) und Sportchef Jakub Horak (39) müssen gehen.

    Der EV Zug feuert Trainer Doug Shedden und Sportchef Jakub Horak. Den beiden wird offensichtlich das Verpassen der diesjährigen Playoffs zum Verhängnis. Der EVZ schliesst die Quali nur auf Rang zehn ab.
    Shedden war seit 2008 bei den Zugern und schaffte mit dem Team fünfmal in Serie die Playoff-Halbfinals.
    «Wir sind zum Schluss gekommen, dass wir seinen im April 2015 auslaufenden Vertrag nicht noch einmal verlängern werden. Deshalb macht es Sinn, die Weichen jetzt schon neu zu stellen. Nach dieser Saison braucht es einen Neuanfang», sagt CEO Patrick Lengwiler in einer Mitteilung.
    Waltteri Immonen (46), bisher Sheddens Assistent, wird während den sechs Platzierungsspielen ab 11. März an der Zuger Bande stehen. Für die neue Saison wird ein Trainer gesucht.
    Als neuen Sportchef nach Horak verpflichtet der EVZ Reto Kläy (35), der dieses Amt bisher beim SC Langenthal in der NLB ausführte. Kläy war früher selber NLA-Spieler. (rib/rab)

    Das mit der Strafe dachte ich mir auch.
    Grilfors fährt einfach hin, reisst Wick mit beiden Armen von hinten um, steht auf und spielt weiter. Wick hingegen ist mit seinem vollen Gewicht auf das unbelastete Knie gefallen. Steht auf, möchte das Knie belasten.... Oh ohhhhh :shock:
    Die Worte SCHEISSE waren ihm mehr als nur einmal von den Lippen abzulesen. Auch beim kurzen Unterbruch als er schnell das Bein noch einmal belasten wollte, verhiess nichts gutes.

    Ich denke Wick sehen wir gegen Lausanne nicht in den PO :evil:

    Grad echlie grumplet die Nacht:

    Torhüterwechsel in der NHL
    Mittwoch, 5. März 2014, 07:54 - Martin Merk
    In der NHL kam es zu Transferschluss zu Torhüter-Rochaden, welche auch der Appenzeller Jonas Hiller mit Interesse verfolgte.

    Den prominentesten Trade betraf jedoch nicht Hillers Anaheim Ducks. Der in Vancouver unzufriedene und umstrittene Roberto Luongo wurde von den Canucks zu seinem Ex-Club Florida Panthers geschickt. Neuer Torhüter bei den Canucks ist im Tausch Jacob Markström. Zudem erhielten die Canucks von den Panthers den Center Shawn Matthias.

    Die Anaheim Ducks reduzierten ihr Überangebot an Nationaltorhütern und transferierten den Schweden Viktor Fasth gegen Draftrechte zu den Edmonton Oilers, die wiederum den Torhüter Ilja Bryzgalov zu Minnesota schickten. Fasths Abgang könnte die Chancen auf einen Verbleib von Jonas Hiller in Kalifornien erhöhen, denn nun haben die Ducks einen Torhüter weniger und mehr Platz in der Lohnsumme. Hiller steht in seinem letzten Vertragsjahr und verdient diese Saison 4,5 Millionen US-Dollar. Für die kommende Saison stehen bereits sein Backup, der Däne Frederik Andersen, und das amerikanische Goalie-Talent John Gibson unter Vertrag.

    Anaheim gab auch den Stürmer Dustin Penner an Washington ab und holte den Dallas-Verteidiger Stéphane Robidas.

    Sehe ich genau gleich wie Thommy. Wenn Bern die Playoffs erreichen würde, wäre dies der gefährlichste Gegner von allen.
    Es war noch nie so einfach einen direkten Konkurenten in einem einzigen Spiel auszuschalten.
    Habe aber auch das gefühl, dass es scheissegal ist wie wir gegen den SCB spielen werden. Fribourg wird mit einer B Mannschaft auflaufen und das seinige dazu beitragen.

    Hart wird es dann für unsere Supporter in Lausanne, falls wir Lausanne haben... Ich ahne böses.. :fight:

    Haha und jezt hät er definitiv abgseit. :mrgreen:

    Suri geht nicht in die NHL
    Der Schweizer Nati-Spieler Reto Suri (25) macht keinen Gebrauch von seiner NHL-Ausstiegsklausel und bleibt somit auch nächste Saison beim EV Zug.

    «Der Entscheid ist mir nicht leicht gefallen, weil das Interesse von den Tampa Bay Lightnings da war. Aber nach den Olympischen Spielen bin ich zum Schluss gekommen, dass es noch zu früh ist für einen Wechsel in die NHL.» sagt der Topscorer der Innerschweizer.
    Reto Suri wechselte auf die letzte Saison hin von den Lakers zu Zug und gehört seither zu den Leistungsträgern im Team von Doug Shedden. In dieser Saison erzielte der 25-jährige Flügel bisher 12 Tore und 24 Assists.

    Verteidiger-Talent bleibt bei Lions
    Das 16-jährige Verteidiger-Talent Jonas Siegenthaler bleibt in der Organisation der ZSC Lions. Wie der ''Tages Anzeiger'' berichtet, hat sich der U18-Nationalspieler für einen Verbleib und gegen einen Wechsel in die Kanadische Juniorenliga entschieden. Der 100 Kilogramm schwere Jungspund kann bereits sechs Einsätze mit den ZSC Lions in der NLA aufweisen.

    De Suri chunt vor all dene Drogechind chlie de Bammel über :mrgreen:

    Bleibt Suri doch beim EVZ?
    Obwohl Reto Suri die Möglichkeit hat, beim EVZ einen Vertrag mit Ausstiegsklause zu unterschreiben, könnte er seinen aktuellen Vertrag erfüllen. Wie der Stürmer der ''Neuen Luzerner Zeitung'' verriet, habe er an den Olympischen Spielen in Sotschi festgestellt, dass er vor allem physisch noch zulegen muss, will er in der besten Liga der Welt mithalten können. Deshalb sei es gut möglich, dass er noch mindestens ein Jahr in der NLA bleibe. Noch ist die definitive Entscheidung aber nicht gefallen, bis Ende Februar will der EVZ aber eine Antwort des Schweizer Nationalspielers.

    Rückendeckung für ''Dopingsünder'' Bäckström
    Der positive Dopingtest von Schwedens Nationalspieler Nicklas Bäckström bei den Winterspielen in Sotschi hat für den Stürmer der Washington Capitals keine Auswirkungen auf seine Partien in der NHL.

    Nicklas Bäckström hat wegen der Einnahme einer unerlaubten Substanz in der NHL keine Konsequenzen zu befürchten.1 / 2
    Er erwarte nicht, dass es Konsequenzen für Bäckström in der NHL geben werde, betonte am Sonntag der stellvertretende Liga-Commissioner Bill Daly. Bei Bäckström war nach dem Viertelfinalspiel gegen Slowenien ein erhöhter Wert von Pseudoephedrin festgestellt worden. Die Substanz ist vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) verboten, in der NHL jedoch erlaubt.

    ''Unschuldiges Versehen''

    Bäckström hatte den positiven Befund auf die Einnahme eines Allergiemittels zurückgeführt, das er bereits seit sieben Jahren konsumiert. Der 26-Jährige wurde erst kurz vor dem für Schweden verlorenen Olympia-Final gegen Kanada über das Testergebnis informiert und daraufhin für das Endspiel gesperrt. "Es ist ein unschuldiges Versehen, aber es ist trotzdem ein Fehltritt", meinte Washingtons Trainer Adam Oates. "Er ist ein Leistungsträger im schwedischen Team und das Finale wäre das grösste Spiel seiner bisherigen Karriere gewesen. Dass er da nicht dabei sein kann, ist schrecklich. Nicklas tut mir leid", so Oates weiter.

    Oates will Bäckström am Donnerstag, im ersten NHL-Spiel der Capitals nach der Olympia-Pause, einsetzen. Washington gastiert bei den Florida Panthers. (Si)

    Aber wehe ein Velofahrer wird mit Doping erwischt, dann gehts wieder der Teufel los.

    Genau so lächerlich wie die Aussage der NHL, dass der liebe nette Schwede nichts zu befürchten hat.

    Bin felsenfest davon überzeugt, dass in NA professionell gedopt wird, sei es im Eishockey wie auch in der NFL. Fuentes Style :twisted:

    Gäge die dopte Lette simmer ja usegheit.. Gäge Känada ischer, dopt gsie und gege d Schwiezer?

    Olympia: Lette Pavlovs war gedopt
    Samstag, 22. Februar 2014, 23:57 - Pascal Zingg
    Der lettische Stürmer Vitalijs Pavlovs wurde nach dem Viertelfinale gegen Kanada positiv auf das Stimulanzmittel Methylhexanamin getestet. Es handelt sich dabei um das gleiche Mittel, dass auch Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle zum Verhängnis wurde.

    Pavlovs wurde auf Grund der positiven Dopingprobe von den olympischen Spielen ausgeschossen. Zudem muss er das olympische Diplom, dass die Letten für den achten Rang erhalten hatten wieder zurück geben.

    Das ist Vaterliebe!! Ganz geil geschrieben, toll!

    Aus dem Niemandsland in den Mittelpunkt Olympias
    Der Eishockeyfinal zwischen Kanada und Schweden ist ein Duell der Torhüter. Carey Price hat eine aussergewöhnliche Geschichte.


    Das olympische Eishockeyturnier ist noch nicht zu Ende. Es fehlt der wichtigste Match, das Spiel zwischen Kanada und Schweden um Gold. Doch bereits jetzt lässt sich sagen: Sotschi wird nicht zum Turnier der Stürmer werden. Die russischen Künstler sind gescheitert, die amerikanischen Scharfschützen gestoppt. Selbst ein Ausnahmekönner wie Sidney Crosby, der vor vier Jahren dem Turnier in Vancouver den Stempel aufdrückt hat, isst am Schwarzen Meer hartes Brot. Der Kanadier wartet vor dem letzten Match noch auf sein erstes Tor.

    Crosby kann heute Sonntag nachholen, was er bisher verpasst hat, und erneut zum kanadischen Helden werden. Doch näher liegt die Vermutung, dass der Star des Eishockeyturniers diesmal ein Spieler aus der Defensive wird. Ein Verteidiger oder noch wahrscheinlicher ein Torhüter. Beispielsweise der Kanadier Carey Price.

    Schon vor dem Beginn des Turniers hatte der ehemalige SCB-Trainer Antti Törmänen gesagt, Olympiasieger könne nur werden, wer einen herausragenden Torhüter habe. Das allein genügt aber kaum. Im Prinzip sind alle Goalies, die da sind, herausragend. Die Partien haben ihn recht gegeben. Noch nie zuvor gab es so viele knappe Resultate. Fünf Spiele endeten 1:0, 20-mal erzielte das Verliererteam ein Tor oder weniger. Jonas Hiller, der Tor hüter der glücklosen Schweizer, ist mit einer Abwehrquote von 97,06 Prozent noch jetzt die Nummer 1. Er wehrte 66 von 68 Schüssen ab und musste mit seinem Team doch bereits vor den Viertelfinals die Heimreise antreten.

    Das mag verdeutlichen, wie hoch das Niveau im olympischen Eishockeyturnier all gemein und unter den Torhütern speziell ist. Nun reduziert sich der Kampf um Gold zum Showdown zwischen Kanada und Schweden, aber auch zum Duell von deren Torhütern Carey Price und Henrik Lundqvist. Price spielt normalerweise bei den Montreal Canadiens, Lundqvist für die New York Rangers. Beide sind in ihren Klubteams Schlüsselspieler, die auch schon kontroverse Reaktionen provoziert haben.

    Price steht wie kein anderer für den typisch kanadischen Eishockeyspieler. Wer ihn nach seinem Hintergrund fragt, der erhält als Antwort: Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen, wie die meisten Kanadier. Das aber ist eine Untertreibung. Denn Price stammt aus einem Nest namens Anahim Lake, das irgendwo im äussersten Nordwesten des Landes in den Bergen von British Columbia liegt. Bei der letzten Volkszählung 2011 zählte Anahim Lake noch 81 Einwohner, die Eltern des Goalies eingeschlossen. Sein Vater ist Lehrer für Erwachsene, seine Mutter das Stammesoberhaupt der Ulkatcho-Indianer. Sie haben ihren Sohn in das zwölf Zeitzonen entfernte Sotschi begleitet.

    Auch sein Vater Jerry machte eine kurze, wenn auch nicht wahnsinnig erfolgreiche Karriere als Torhüter. Er spielte kurz für die Organisation der Philadelphia Flyers. Zu NHL-Einsätzen aber kam er nie. Stattdessen stellte er seinen Sohn schon früh auf Schlittschuhe. Hinter dem Haus legte er ihm seinen eigenen Eisrink an. Dort trainierten Vater und Sohn von Dezember bis April oder solange das Eis im klimatisch ungastlichen Nordwesten eben hielt. Er habe seinem Sohn einfach die Gelegenheit geben wollen, das Spiel zu spielen, das er selber so geliebt habe, sagte Vater Price im vergangenen Herbst zu der New York Times .

    Früh war das Talent des Torhüters zu erkennen. Der Vater rief in Williams Lake an, wo das nächste Team existiert, in dem organisiert Eishockey gespielt wird und das eine kleine Eishalle besitzt. Trotz der anfänglichen Skepsis der Frau, die das Team führt, durfte Carey zum Probetraining und überzeugte sie. Woche für Woche fuhr der Vater seinen Sohn den Columbia Highway die 320 Autokilometer nach Williams Lake hoch und nach dem Training wieder herunter. Vier Stunden hin, vier zurück. Auf dem Hinweg machte der Schüler seine Hausaufgaben, auf dem Rückweg schlief er vor, damit er am nächsten Tag wieder wach genug für die Schule war.
    Als Carey älter wurde und öfter trainieren und spielen musste, kaufte sich sein Vater, der den Flugschein besitzt, eine alte, vierplätzige Piper Cherokee, mit der er seinen Sohn nach Williams Lake flog allerdings nur bei Tageslicht und gutem Wetter, die Landepiste in Ana him Lake besitzt keine Beleuchtung.

    Carey Price Karriere zeugt von Opferbereitschaft, nicht nur der eigenen, sondern vor allem auch jener seiner Eltern. Mit 16 Jahren stand er im Team der Tri-City Americans, einer Nachwuchsmannschaft aus der Western Hockey League. Sein Aufstieg in die NHL war danach nur noch eine Frage der Zeit. Mit 18 Jahren drafteten ihn die Montreal Canadiens mit ihrem ersten Pick bereits als Nummer 5.

    Ausgerechnet die Montreal Canadiens. In keiner anderen Stadt Kanadas ist Eishockey wichtiger, keine andere Region pflegt seine französischen Wurzeln intensiver. Patrick Roy, der charismatische Goalie, der die Canadiens 1993 zu ihrem bisher letzten Stanley-Cup-Sieg führte, ist der Massstab, an dem sich alle messen lassen müssen. Von den Spielern wird erwartet, dass sie Französisch sprechen.

    Price stiess in Montreal auf Skepsis bis Ablehnung. Als er seinen Platz im Tor während der Play-offs 2010 an den Slowaken Jaroslav Halak verlor, schien seine Zeit in der Eis hockey-verrückten Stadt abgelaufen. Doch die Canadiens transferierten Halak im Sommer darauf nach St.Louis und machten damit klar, dass sie weiter auf Price bauen. Das Signal löste in Montreal eine Kontroverse aus, die während mehrerer Tage die Talkshows in Fern sehen und Radio und die Leserbriefspalten der Zeitungen füllte.

    Carey Price liess das alles unbeeindruckt, sein Background aus Anahim Lake hatte ihn Härteres gelehrt. Als die Zuschauer ihn nach einem verlorenen Vorbereitungsspiel gegen die Boston Bruins auspfiffen, sagte er vor Reportern, das Publikum solle sich entspannen: Wir werden den Stanley-Cup nicht im ersten Testspiel der Saison gewinnen.

    Nun, auf einen Stanley-Cup mit Carey Price warten sie in Montreal weiterhin. Doch möglicherweise führt er Kanada heute Sonntag zum Olympiasieg. Seit dem Beginn des Turniers hat er Roberto Luongo, der vor vier Jahren in Vancouver im Tor stand, als Nummer 1 abgelöst. Er rechtfertigt den Entscheid mit tadellosen Leistungen. Ein Goldmedaille würde ihn im Rest von Kanada zum Volkshelden machen. In Montreal wäre es zumindest ein Anfang.