keine Ahnung obs schon gepostet wurde, egal es liest sich auch bei einem 2. mal immer noch gut.
Von Hrubec über Weber bis Malgin
Acht Schlüsselspieler auf dem Weg zum 10. Meistertitel
Wozu schon 2022 nur noch ein einzelner Schritt gefehlt hat, ist jetzt Realität. Die ZSC Lions sind zum zehnten Mal Schweizer Eishockeymeister! Auch wenn immer eine ganze Mannschaft für einen solchen Triumph notwendig ist, einzelne Spieler aus dem Kollektiv sind dann eben doch noch etwas wichtiger. Es folgen daher die acht Meistermacher aus dem ZSC-Kader.
Der Hexer: Simon Hrubec (G)
2019 krönte sich Simon Hrubec mit dem HC Ocelari Trinec zum Champion der Czech Extraliga, 2021 folgte mit Avangard Omsk der Gagarin Cup, sprich der Meistertitel in der KHL. Es ist also bereits der dritte grosse Meistertitel für den Tschechen, der sich über die ganze Saison als äusserst zuverlässiger Rückhalt bewiesen hat. Dass in der Finalserie nach Spiel vier ein Aufschrei durch die Hockeyfans des Landes gegangen ist, als Hrubec für einmal bei den Gegentreffern keine gute Figur abgegeben hatte, unterstreicht, wie selbstverständlich herausragende Leistungen des 32-Jährigen bereits geworden sind. Dreimal kam es seit der Ausländer-Reform im Finale zu einem Duell zwischen einem Schweizer und einem ausländischen Torhüter, Hrubec ist der erste Importkeeper, der sich hat durchsetzen können. Die ZSC Lions sind aber nicht trotz, sondern wegen Hrubec zum zehnten Mal Schweizer Meister.
Der Fels in der Brandung: Yannick Weber (D)
541 NHL-Spiele an Erfahrung brachte Yannick Weber 2021 zu den ZSC Lions bei seiner Rückkehr in die Schweiz mit. Der robuste Abwehrspieler ist ein Fels in der Brandung, der dem jeweiligen ZSC-Schlussmann die Arbeit sehr häufig deutlich vereinfacht. Der 35-Jährige ist ein Dauerbrenner, in der letzten Spielzeit hat er keine einzige Partie verpasst. Auch heuer wäre Weber auf Kurs gewesen, doch dann kam dieses verflixte fünfte Finalspiel. Schon nach wenigen Minuten musste Weber vom Eis, ausgerechnet auf den letzten Schritten zum Titel fehlte er seinen Teamkollegen. Das ändert aber definitiv nichts daran, dass Weber auf dem Weg zum Meistertitel ein ganz entscheidender Faktor gewesen ist. Dafür sprechen auch seine acht Playoff-Scorerpunkte und seine Plus-Minus-Bilanz in den Playoffs von Plus-Zwölf. Die Vertragsverlängerung im Oktober ist ein wahrer Glücksfall.
Der finnische Unterschied zu 2022: Mikko Lehtonen (D)
Während Weber bei der letzten Finalserie 2022 schon mit von der Partie war, ist es für den Finnen Mikko Lehtonen erst die zweite Saison mit dem Zett. Mit den Titeln als zweifacher Weltmeister, Olympiasieger und schwedischer Meister hat sich Lehtonen bereits vor dieser Saison schmücken dürfen, nun ist er also auch noch Schweizer Meister. Wer sowohl in der Regular Season als auch den Playoffs im Team des Champions die meiste Eiszeit vorweisen kann, gehört definitiv zu den Meistermachern. In der Spielauslösung hat Lehtonen eine zentrale Rolle eingenommen, damit sind auch die 26 Assists in der Regular Season zu erklären. Lehtonen war über die Saison gesehen so wichtig, dass wir ihn in dieser Auflistung Dean Kukan und auch Captain Patrick Geering vorziehen. Im Vergleich zum Team 2021/22 war er definitiv ein Unterschiedsspieler. 93 Schüsse blockte er während der gesamten Saison, auch nicht gerade typisch für einen Import-Verteidiger seines Kalibers.
Der Rückkehrer 2.0: Denis Malgin (C/W)
Es ist, als ob er nicht nochmals weg gewesen wäre. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz hatten die ZSC-Fans ihren Denis Malgin 2021 endlich wieder zurück. Es war ausgesprochen schwierig, den Offensivspieler 2020/21 im Trikot des Lausanne HC jubeln zu sehen. Doch das Problem war die Art und Weise, wie Malgin zurück war. Schlichtweg überragend sammelte er in der Vizemeistersaison schon in der Regular Season 52 Scorerpunkte, in den Playoffs lieferte er 18 weitere Torbeteiligungen. Erneut zog es ihn nach Nordamerika. Beinahe wäre der 27-jährige Stürmer nach seiner zweiten Rückkehr an die Werte seiner letzten ZSC-Saison herangekommen. Dass er letzte Spielzeit nicht da war, merkte man Malgin nicht an, die Automatismen haben sofort gepasst und dennoch vermochte er sich im Saisonverlauf immer weiter zu steigern. Die zwei Abstecher in die NHL waren lehrreich, sie haben Malgin zu einem Meisterspieler reifen lassen. Ausgerechnet in der Belle musste er nach dem Startdrittel verletzt vom Eis, schliesslich aber doch mit einem Happy End auch für Malgin.

Er macht den ZSC ein ganzes Level stärker: Rückkehrer Denis Malgin ist ein steter Gefahrenherd aus Sicht der Gegner, auch wenn er die letzten 40 Minuten der Saison nur noch von der Bank aus helfen konnte.
Der Neuerfundene: Sven Andrighetto (W/C)
Es war anfänglich eine schwierige Saison für Andrighetto, erst Mitte Oktober konnte er ins Spielgeschehen eingreifen. Im Vergleich zu den letzten Saisons legte der WM-Silbermedaillengewinner deutlich mehr Disziplin an den Tag, er reduzierte die Zeit auf der Strafbank bemerkbar und das ohne die Wege zu scheuen, die schmerzen können.Andrighetto ist selbst weit weniger torgefährlich, als er es direkt nach seiner Rückkehr aus der KHL in die National League war. Der mittlerweile 31-Jährige hat sich aber in seiner Rolle weiterentwickelt. Er ist zu einem Spieler geworden, der seine Linienkollegen stärker macht. Den Abwehrspieler zu binden und so Schussmöglichkeiten zu erarbeiten, als selbst in den Abschluss zu gehen - teilweise ein undankbar, aber umso wertvollerer Job. Und gleichwohl weiss jeder NL-Verteidiger, Andrighetto darf man dennoch nicht schiessen lassen.
Der Spätzünder: Derek Grant (C/W)
Die ZSC Lions haben im letzten Sommer die Importplätze in der Offensive neu besetzt. Derek Grant vertritt die neuen Importstürmer in dieser Zusammenstellung der acht Zürcher Meistermacher. In der Regular Season mussten die ZSC-Imports anderen den Platz im Scheinwerferlicht überlassen. Auf einen Marcus Sörensen fehlten Grant ganze 24 Scorerpunkte, Jesper Frödén war nur eine Torbeteiligung näher dran. Mit neun Treffern ist der Kanadier in den Playoffs aber schlichtweg überragend. Gemeinsam mit Malgin ist Grant mit je drei Gamewinnern in der Post Season matchentscheidend. Je ein Hattrick gegen Biel und Zug waren schlichtweg beeindruckend. Die Verpflichtung des 34-jährigen Stürmers hat sich definitiv gelohnt, spätestens in den Playoffs konnte er zeigen, was von einem Neuzugang aus der NHL erwartet werden darf.
Der neue Liebling der Fans: Vinzenz Rohrer (C/RW)
Wenn vor der Saison über die Jungen bei den ZSC Lions gesprochen wurde, fiel vor allem ein Name, jener von Daniil Ustinkov, der im nächsten NHL-Draft wohl in den ersten drei Runden gezogen werden dürfte. Es hat allerdings ein anderer Youngster das Herz der ZSC-Fans im Sturm erobert. Für Vinzenz Rohrer ist es die erste Spielzeit im Profi-Eishockey.Nach zwei Jahren in der OHL kehrte er im Sommer in die Organisation der Lions zurück. Kein einziges Spiel für die GCK Lions hat der 19-Jährige in dieser Saison absolviert, es spricht für die Qualitäten des Österreichers. Natürlich, bei 19 Scorerpunkten in der Regular Season besteht noch Luft nach oben, aber Rohrer hat die Erwartungen an ihn bei weitem übertroffen. Wie ein Routinier ist es ihm zudem gelungen, in den Playoffs nochmals zuzusetzen. Boxplay spielt er und auch bei wichtigen Bullys vertraut ihm Marc Crawford. Der 3rd-Round-Pick der Montréal Canadiens aus dem Jahr 2022 bringt alles mit, um sich zu einem Top-Stürmer der Liga zu entwickeln.
Der Unscheinbare: Justin Sigrist (C/LW)
Um Meister zu werden, ist eine ganze Mannschaft notwendig, zwei starke Linien reichen nicht aus. Daher macht in diesem Artikel der Center der vierten Zürcher Angriffsformation den Abschluss. Justin Sigrist hat diese nicht zu unterschätzende Position inne. Der 25-Jährige hat aus seiner Situation das Maximum herausgeholt. Gerade in den Playoffs ist es ihm mit seinen Linienkollegen immer wieder gelungen, auch gegen die Top-Formationen der Konkurrenz die Scheibe in der Offensivzone zu fixieren und so den eigenen Teamkollegen auch die nötigen Verschnaufpausen zu verschaffen. Ausgerechnet im Finale avancierte Sigrist, dessen Tore in der Regular Season sich an einer Hand abzählen lassen, zum Torjäger. Sein 4:2 versetzte er dem Lausanne HC im Spiel drei den entscheidenden Stoss. In Spiel fünf durfte er per Empty Netter eine weitere starke Leistung krönen. Sigrist - ein weiterer ZSC-Zögling unter den Meistermachern.
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