Die zehn besten Transfers der National League 2023/24
Ein überraschender Top-Transfer und der ewige DiDo
Die Regular Season der National League ist vorbei und so wird es Zeit, Bilanz zu ziehen. Wir haben vor der Saison eine Prognose gewagt, welche zehn Neuzugänge am meisten einschlagen werden. Sagen wir es mal so: Wir haben zwar zu einem hohen Prozentsatz gute Transfers gewählt, trotzdem sind in unserem Ranking nur noch zwei zu finden.
Im Artikel oben findet ihr unsere Prognose, welche wir im September aufgestellt haben. Wie gesagt, die Prognose war nicht schlecht, die Wahl von nur zehn Spielern fiel uns damals schon schwer. Dies war auch dieses Mal wieder das Problem, vor allem von den Plätzen 7-10 hatten wir eine Auswahl von fast zehn Spielern, die alle auf ihre Weise in die Auswahl hätten kommen können.
Unsere Top-Prognose von damals, Theodor Lennström, war schwierig zu bewerten. Er fiel den Grossteil der Saison verletzt aus, kündete aber mit elf Punkten aus 17 Spielen als Verteidiger sein Können an, auf ihn dürfen wir nächste Saison gespannt sein. Antti Suomela gehört zu den Spielern, die wir in der Liste prognostiziert haben, trotz 41 Scorerpunkten hat er es aber nicht in die Top-10 geschafft.
Ebenfalls nicht dort zu finden sind Spieler wie Lukas Bengtsson, Rudolfs Balcers oder Adam Reideborn, deren Leistungen wir aber trotzdem würdigen wollen. Spannend wären die Werte von Aleksi Heponiemi vom EHC Biel geworden, der wie Lennström den Grossteil der Saison verpasste, nach nur 22 Spielen aber bei 17 Punkten steht. Doch kommen wir jetzt zu unseren Top-10.
10. Andreas Borgman - HC Fribourg-Gottéron
Vor dieser Saison kam der 28-Jährige vom schwedischen Spitzenteam Frölunda HC. Man steckte hohe Erwartungen in ihm, konnte er doch in seiner Karriere auch 55 Einsätze in der NHL für die Toronto Maple Leafs und Tampa Bay Lightning absolvieren. Diese Erwartungen schwächten ihn nicht etwa, der Schwede wusste von Beginn weg zu überzeugen, so zum Beispiel beim 4:2-Auswärtssieg in Rapperswil-Jona im Oktober, als er gleich drei Tore vorbereitete. Dazwischen kam zwar eine Phase, in welcher er nicht gross punktete, Borgman konnte aber auch durch seine Defensivqualitäten aufs Spiel der Drachen Einfluss nehmen
9. Chris DiDomenico - HC Fribourg-Gottéron
"In den Schoss gefallen", sagten die zwei Herren im Gottéron-Podcast Benchside, sei DiDomenico. Der Kanadier machte sich bei den SCL Tigers einen Namen in der Schweiz, verzauberte dann die Gottéron-Fans, bevor er letzte Saison beim Zähringen-Rivale SC Bern auflief. Dort fühlte er sich allerdings nicht glücklich und wollte zurück. Man habe ablösefrei einen Spieler geholt, der konstant einfach 40 bis 50 Punkte sammelt. Dies tat DiDomenico auch, punktete mit 41 Punkten zwar nicht mehr ganz so viel wie in den drei Saisons zuvor, geniesst mittlerweile aber auch in der Mannschaft ein Standing, das seinesgleichen sucht. Er erreicht die ihm von uns vor der Saison zu getraute Position in diesem Ranking zwar nicht, ist aber einer von nur zwei Spielern, die in den Top-10 drinbleiben konnten.
8. Derek Grant - ZSC Lions
Dass er mit vielen Hoffnungen in Zürich empfangen wurde, liegt an seinen Karrierewerten. Bis letzte Saison spielte er noch in der NHL, sammelte in über zehn Saisons inkl. Playoffs 446 Partien in der besten Liga der Welt. Auch seine 134 Punkte können sich sehen lassen. In der Schweiz angekommen, hatte er keine Mühe, sich an das kleinere Eisfeld zu gewöhnen, scorte nach Lust und Laune und konnte auch am Spengler Cup fürs Team Kanada in drei Spielen drei Punkte sammeln. Das Halbfinal-Out allerdings auch nicht abwenden. Er ist einer der Hauptverantwortlichen für den souveränen Quali-Sieg der Zürcher.

7. Sakari Manninen - Genève-Servette HC
In der NHL spielte er nie, dafür in der finnischen und schwedischen Liga, der KHL und letzte Saison in der AHL, wo er 40 Punkte sammelte. Ein NHL-Team wollte ihn trotzdem nicht befördern, weswegen der Wechsel zum amtierenden Schweizer Meister folgte. In der Calvinstadt schlug er erneut ein, sammelte in 50 Spielen 41 Punkte. Ebenfalls beeindruckend ist seine Bilanz von neun Punkten in zwölf Spielen in der CHL, die von Genf gewonnen wurde. Manninen ist der einzige Volltreffer von unserer Redaktion, bereits vor der Saison behaupteten wir, der Finne werde der siebtbeste Neuzugang.
6. Patrik Nemeth - SC Bern
Über 500 Einsätze sammelte der Schwede in der NHL, war der Mann fürs Grobe in Dallas, Colorado, Detroit, New York und Arizona. Der 32-Jährige ist nicht einer, der mit sackstarken Scorerwerten glänzt, begeistert das Publikum mit kernigen Checks und einer erstaunlich soliden Art zu verteidigen. Zwölf Punkte aus 41 Spielen lassen sich trotzdem mehr als sehen.
5. Jesper Frödén - ZSC Lions
Auch er kam aus Nordamerika in die Schweiz. Dort schaffte er den Durchbruch allerdings nicht, wurde meist in der AHL eingesetzt. 21 Spiele schauten für ihn in der NHL nur raus, er spielte für die Boston Bruins und die Seattle Kraken. Versteht uns nicht falsch, Jesper Frödéns 40 Punkte sind eine absolute Topmarke.Trotzdem ist es nicht der Hauptgrund, weshalb er in dieser Auswahl vorkommt. Beim Schweden macht es so viel Spass zuzusehen, wie es bei kaum einem anderen NL-Spieler tut.

4. Lucas Wallmark - HC Fribourg-Gottéron
Seine Werte letzte Saison in Zürich: sehr stark. Seine Werte diese Saison in Fribourg: fantastisch. 47 Punkte erzielte der Schwede in 49 Spielen, verhalf mit seinen vielen Assists seinem Teamkollegen Marcus Sörensen zum Ligatopscorer, hatte zudem grossen Einfluss darauf, dass die Drachen (mit ihm) gleich fünf Spieler unter den 20 besten Scorern der Liga haben. Sein Transfer hat sich sowohl für ihn selbst, als auch für Fribourg-Gottéron definitiv gelohnt.
3. Michael Joly - HC Lugano
Wenn man seine Werte in Europa sieht, fragt sich, wieso der 28-Jährige nie gedraftet wurde und auch nie zu einem Einsatz in der NHL kam. Letzte Saison in Finnland mit 64 Punkten aus 60 Spielen, wechselte Joly auf diese Saison hin zu den Tessinern. Dort machte er in gleichem Tempo weiter. Ein Punkt pro Spiel erzielte der Kanadier für die Bianconeri, 48 Punkte aus 48 Spielen bedeuten, einen absoluter Topwert, tatsächlich überzeugt seine Linie als Trio. Calvin Thürkauf verpasste den Titel als Ligatopscorer als Zweiter nur knapp, Daniel Carr ist mit 46 Punkten ebenfalls in den Top-8 zu finden
2. Denis Malgin - ZSC Lions
Viel gibt es über den Oltner nicht zu sagen. 2022 verliess er die Lions nach fantastischer Saison in Richtung NHL, kam dort für die Toronto Maple Leafs und Colorado Avalanche zum Einsatz. Auf diese Saison hin kehrte er dann in die Schweiz zurück und machte dort weiter, wo er 2022 aufgehört hat. Mit 47 Punkten ist er teaminterner Topscorer, übernimmt zudem viel Verantwortung neben dem Feld und führte seine Mannschaft zum Qualisieg.
1. Julian Schmutz - SCL Tigers
Der 30-Jährige hat schon vor dieser Saison für alle drei Berner NL-Clubs gespielt, wurde nach mässigen Werten aber immer weiter geschoben. So auch 2021, als er zu Davos wechselte. Dort schien er sich erneut nicht ganz wohl zu fühlen, weswegen er zu den Tigers zurückkehrte. Bei einem Team wie den SCL Tigers sind 38 Punkte ein, für einen Schweizer, sensationeller Wert. Er sorgte fast im Alleingang dafür, dass die Tigers bis zum Schluss um die Play-Ins kämpften.