Beiträge von Sbornaja

    Der nächste überführte Diver

    2000 Franken muss Martin Frk (30), Stürmer der Rapperswil-Jona Lakers, der Liga zahlen, weil er im Spiel gegen den HC Davos am 4. Februar ein Foul vorgetäuscht hat. Auch die Verfahrenskosten muss der Tscheche übernehmen, die sind allerdings bereits im Betrag inbegriffen.

    so, hier sollte es hingehören::

    Läuft ja sonst nicht viel

    Die Top-10-Torschützen der NL
    Vier Schweizer sind mittendrin statt nur dabei, weil ein Schwede obenaus ragt

    Die National League steht vor dem letzten Stück, bevor die Playoffs beginnen. In dieser Phase wird sich auch das Rennen um den Topscorer entscheiden, wo mit Calvin Thürkauf endlich wieder einmal ein Schweizer die Chance hat, sich diesen Preis zu erobern. Der Topscorer muss sowohl Tore als auch Assists sammeln, doch wer würde Torschützenkönig werden?

    Dafür haben wir uns durch die Statistiken gestöbert und einmal die Torschützenliste der National League ins Visier genommen. Dabei fällt auf: nur gerade fünf Teams haben es in die Top-10 geschafft, wobei ein Verein gleich dreifach vertreten ist.

    6. 🇱🇻 Rudolfs Balcers (ZSC Lions) - 18 Tore

    Auf dem sechsten Platz finden sich gleich fünf Akteure aus vier verschiedenen Vereinen, weswegen wir nicht mit dem zehnten, sondern unsere Top-10 mit dem sechsten Platz beginnen.

    Der Lette ist der Vollstrecker schlechthin in diesem Ranking. Kein Spieler in den Top-10 hat weniger Assists gesammelt, weswegen er in der Topscorer-Wertung zurzeit nur auf Platz 26 liegt.

    Balcers kam erst auf diese Saison hin zu den Lions, konnte aber gleich voll einschlagen. Fünf weitere Tore fehlen ihm noch, bis er seinen persönlichen Saison-Rekord aus der Aktiven-Zeit eingestellt hat. Damals hatte er dafür in der AHL allerdings auch 67 Spiele zur Verfügung. Zu seinem absoluten Rekord wird es ihm nicht mehr reichen, hat er doch in der WHL, einer kanadischen Juniorenliga, für die Kamloops Blazers gleich 40 Tore in der Regular Season erzielt.

    6. 🇨🇭 Fabrice Herzog (EV Zug) - 18 Tore

    Ebenfalls 18 Tore, allerdings einen Assist mehr feiern durfte der Zug-Stürmer Fabrice Herzog. Daher findet auch er sich nicht in den Top-20 der Topscorer, konnte dafür seinem Team mit vielen wichtigen Treffern weiterhelfen.

    Fabrice Herzog brachte den Zuger Fans schon viel Freude in dieser Saison

    Mit seinen 18 Treffern hat er seinen Aktiv-Rekord bereits egalisiert, auch in der Saison 2020/21, damals für den HC Davos, erreichte er diese Marke, benötigte dafür allerdings elf Spiele weniger, als er diese Saison schon gespielt hat.

    Auch er konnte zuvor in einer kanadischen Juniorenliga auf sich aufmerksam machen und erzielte in der QMJHL für die Québec Remparts 32 Tore. Er wurde 2013 im NHL-Draft an 142. Stelle von den Toronto Maple Leafs gezogen, lustigerweise genau an gleicher Stelle, wie der obenerwähnte Balcers von den San Jose Sharks zwei Jahre später.

    6. 🇨🇭 Christoph Bertschy (HC Fribourg-Gottéron) - 18 Tore

    Und gleich noch ein Schweizer, der sein Glück in Nordamerika versucht hat, schafft es ins Ranking. Bertschy spielt eine ganz starke Saison, eine bessere hatte er einzig bei Lausanne in der Saison 2020/21, als er auf 40 Scorerpunkte gekommen ist und dabei 23 Tore erzielt hat.

    Ob er in den sieben verbleibenden Spielen noch sechsmal trifft, ist fraglich. Allerdings steht er ebenfalls bei 18 Assists und 36 Scorerpunkten und könnte damit seine 40 Punkte aus Lausanne übertrumpfen.

    Bertschy war wie gesagt ebenfalls in Nordamerika, hat aber nicht in einer Juniorenliga gespielt, sondern häufig in der AHL, wo er auch fleissig punktete und sich für neun Einsätze in der NHL für die Minnesota Wild empfehlen konnte. Ebendiese Wilds waren es auch, die den Freiburger 2012 als Nummer 158 gezogen hatten.

    6. 🇸🇪 Lucas Wallmark (HC Fribourg-Gottéron) - 18 Tore

    Die Marke, welche Bertschy gerne erreichen würde, hat sein schwedischer Teamkollege bereits geknackt. Dank 22 Assists, die zu den 18 Toren hinzukommen, steht er bei 40 Punkten, was in der Topscorer-Wertung Platz 5 bedeutet.

    Häufiger punktete er einzig in der AHL für die Charlotte Checkers in der Saison 2017/18, als er in 45 Spielen unglaubliche 55-mal scoren konnte, allerdings auf 17 Toren stehen blieb. Mehr Tore erzielte er ein Jahr zuvor, als er 24-mal für die Checkers jubeln durfte.

    Diese zwei starken Saisons bescherten ihm 187 Einsätze in der NHL für die Carolina Hurricanes, die Florida Panthers und die Chicago Blackhawks, wobei die deutliche Mehrheit auf das Konto der Hurricanes geht, wo er unter anderem mit Nino Niederreiter zusammenspielen durfte. Gedraftet wurde Wallmark von ihnen einst als Nummer 97.

    6. 🇨🇦 Michael Joly (HC Lugano) - 18 Tore

    Kommen wir zum letzten Spieler, der bisher 18 Tore erzielt hat. Michael Joly passt nur bedingt zu den anderen vier Spielern, hat er doch ebenfalls in kanadischen Junioren-Ligen und in der AHL Einsätze sammeln können. Bei ihm fehlt allerdings jeglicher NHL-Einsatz und auch im Draft wurde er nie berücksichtigt.

    Wohl auch aufgrund des ausbleibenden Call-Ups eines NHL-Clubs wechselte Joly 2021 nach Finnland und konnte dort in der ersten Saison mit 50, in der zweiten Saison gar mit 64 Scorerpunkten brillieren, darunter durfte er 25-mal höchstpersönlich jubeln.

    Seinen Rekord an Toren erzielte er im Aktiven-Bereich übrigens bei den Colorado Eagles in der ECHL, wo er 41 Tore erzielen konnte. In den Junioren gelangen ihm einst sogar 44 Tore in einer QMJHL-Saison.

    (Not-so-)Fun-Fact: Der 28-jährige Kanadier ist zwar drittbester Liga-Topscorer, im Flammentrikot sieht man ihn allerdings nicht, da einer, der später noch erwähnt wird, noch mehr Punkte für Lugano sammeln konnte.

    4. 🇨🇿 Matej Stransky (HC Davos) - 19 Tore

    Auch den vierten Platz teilen sich zwei Akteure. Einer davon ist der Tscheche Matej Stransky. In seiner bereits dritten Saison in Davos hinkt er den von ihm durch seine guten Leistungen in den Vorsaisons selbst gesteckten hohen Erwartungen allerdings noch leicht hinterher.

    Kam er in den Vorsaisons noch auf 46 bzw. 42 Scorerpunkte, steht er zurzeit "erst" bei 33. Auch was seinen National-League-Saison-Torrekord angeht, muss er sich sputen, will er die Marke noch erreichen. Bei nur neun verbleibenden Spielen müsste er noch siebenmal treffen, um zumindest seinen Wert aus der Saison 2021/22 zu egalisieren.

    Wurde er nach starken Leistungen in der WHL als Nummer 165 von den Dallas Stars gedraftet, hatte er noch zwei überragende Saisons in ebendieser Liga mit 81, bzw. sogar 85 Punkten, wurde dennoch nicht für das NHL-Team berücksichtigt und musste den Umweg über die AHL, Russland, Schweden und Tschechien gehen, wo er immerhin einmal eine Saison mit 52 Punkten hatte, unter denen 33 als Tore zu seinen Gunsten stehen.

    4. 🇸🇪 Jesper Frödén (ZSC Lions) - 19 Tore

    Dieser Schwede wurde nicht gedraftet, schaffte es dafür auf 21 Einsätze in der höchsten nordamerikanischen Hockeyliga, durfte siebenmal für die Boston Bruins und 14-mal für die Seattle Kraken auflaufen. Daneben nahm er vor allem mit den Coachella Valley Firebirds die AHL auseinander, erzielte in 44 Spielen letzte Saison 25 Tore und bereitete 22 weitere vor, wodurch er auf 47 Scorerpunkte kam.

    Ein Wert, welchen er diese Saison nicht mehr erreichen dürfte, steht er doch zurzeit bei 34 Scorerpunkten. Macht er allerdings in den letzten sieben Spielen der Lions so weiter wie bisher, dürfte er seine höchste in Europa aufgestellte Marke von 40 Punkten ein zweites Mal erreichen.

    3. 🇨🇭 Lino Martschini (EV Zug) - 20 Tore

    Knapp aufs Podest geschafft hat es mit Lino Martschini ein weiterer Schweizer. Dank 17 Assists, welche zu seinem Scorerkonto hinzukommen, liegt er in der Topscorer-Wertung auf Rang 10, ist damit auch nach Punkten erfolgreichster EVZ-Spieler.

    Martschini lebt den EVZ, hat bis auf zwei Saisons in der OHL, wo er für die Petersborough Petes in 124 Spielen starke 114 Scorerpunkte sammelte, Zug nie verlassen.

    Auch Martschini wird seine persönliche Bestleistung wohl nicht verbessern, hat er doch in der Saison 2015/16 gleich 54 Scorerpunkte gesammelt. Aus eben dieser Saison stammt auch sein Torrekord von 26 Toren in einer Saison, welcher aufgrund der acht verbleibenden Spiele zwar nicht unmöglich zu erreichen ist, allerdings eher unwahrscheinlich scheint.

    2. 🇨🇭 Calvin Thürkauf (HC Lugano) - 23 Tore

    Der 26-Jährige ist ein Teil des Duos, welches wohl das Rennen um den Liga-Topscorer unter sich ausmacht. Mit 30 zusätzlichen Assists steht er bei fantastischen 53 Scorerpunkten, ist damit gleichauf mit der Nummer 1 der Liga. Gleichzeitig ist er auch der Grund, wieso Michael Joly trotz 45 Punkten bei den Bianconeri nicht das Flammentrikot tragen darf.

    Man darf es eine Leistungsexplosion nennen, welche der Zuger diese Saison durchmacht. Noch nie kam er in der National League auch nur annähernd an die Werte, welche er bisher liefert. Seine bisher beste Saison in der NL war die von 2021/22, als er 16 Tore erzielte und am Schluss 35 Scorerpunkte auf dem Konto hatte.

    Noch in der Juniorenzeit gelangen ihm in der WHL für die Kelowna Rockets 70 Punkte in 60 Spielen, was ihm den 185. Draftpick im Jahre 2016 ermöglichte. Gedraftet wurde er damals von den Columbus Blue Jackets, wo er rund dreieinhalb Jahre später auch seine einzigen drei NHL-Einsätze absolvieren durfte.

    1. 🇸🇪 Marcus Sörensen (HC Fribourg-Gottéron) - 29 Tore

    Zusammen mit Calvin Thürkauf führt der 31-jährige Schwede die Topscorer-Liste mit 53 Punkten an. Auch er braucht die verbleibenden Spiele nicht mehr, um seinen bisherigen Rekord zu übertreffen.

    Noch nicht mal in den Junioren hatte er je einen so hohen Wert vorzuweisen, wobei angemerkt werden muss, dass er in der U18 von Södertälie damals in nur 15 Spielen 42 (!) Punkte erzielte. Zusammen mit den 17 in der U20 in der gleichen Saison kann man es als 59 Scorerpunkte werten, womit der Gottéron-Akteur doch noch ein Ziel haben dürfte. Dafür fehlen ihm nur noch sechs Punkte, was aufgrund seiner momentanen Form und noch sieben ausstehenden Spielen durchaus realistisch erscheint.

    Mit seinen überragenden Leistungen in den schwedischen Juniorenligen verdiente er sich übrigens 2010 auch einen Platz im Draft der NHL. Als 104. Spieler wurde er damals von den Ottawa Senators gezogen, spielte allerdings nie für die Kanadier. NHL-Einsätze sammelte er damals zusammen mit Timo Meier für die San Jose Sharks, 226 waren es an der Zahl.

    Ich bin der grösste Gegner dieser Trottel-Nati Pausen mit Spielern, die in 100 Jahren keine WM spielen.

    Trotzdem sind die Clubs selber schuld. Egal was der Spielerberater sagt und egal, ob der Spieler 4 Spiele am Aserbaidschan Cup 2021 gemacht hat - er verdient erst 300k als Drittlinienspieler, wenn ein Club so blöd ist ein solches Angebot zu machen. Und da sind die Clubs ganz alleine Schuld, erst recht im Hockey, wo die Spieler nicht viele Alternativen haben ausserhalb der Schweiz (bzw gar keine im gleiche Lohnrange) im Vergleich zum Fussball.

    Kannst du so sehen, klar und ist ganz sicher nicht falsch, dass diejenigen die dummen sind, welche so einen Preis bezahlen.
    Aber wenn man den ausgetrockneten Schweizer Spielermarkt sieht und kennt, hilft dieses Nati-Aufgebot sicher nicht den Clubs sondern den Spielern ihren Marktwert aufzuwerten.

    Dario Wüthrich, Livio Stadler, Benoît Jecker, Sandro Schmid usw. echt jetzt? Ich weiss nicht ob ich lachen oder weinen soll.

    Das ist die absurdeste Begründung für die hohen Löhne für 3./4. Linienspieler ever. Nur weil ein Spieleragent das sagt, muss ja noch lange kein Club diese Löhne bezahlen.

    Gemäss Clubs sind einfach alle Schuld ausser sie selber: zu wenig Ausländer, zu viel “Nati-Spieler”, kein Salary Cap. Bezahlt Durchschnittsschweizer einfach nicht 300k, niemand zwingt euch, Problem gelöst.

    Ich bleib dabei! Mir egal wie du es nennst...
    Schau dir mal die Nati-Kader, seit Fischi übernommen hat, an.

    Nur die Nati ist ganz sicher nicht Schuld daran (Fragezeichen beachten!), aber sie haben ganz sicher eine Teilschuld.
    Ist ja lächerlich wer da auflaufen darf.
    und wenn du meinst, dass ein Spielerberater nicht damit umzugehen weiss, tja dann unterschätzt du deren Tätigkeit und "Macht" ziemlich.

    Dachte eher für die nächste Saison.
    Für die Playoffs ist NA sicher ok. Wann schliesst das Transferfenster?

    Aha, in dem fall hab ich dich falsch verstanden.
    Ich glaube am 15.02.2024 ist Transferschluss, zumindest war dies 2023 so.

    Mal schauen ob in online was finde

    Heute der Final im Afrika Cup

    Afrika-Cup: Final vs. Nigeria-Schreibt Gastgeber Elfenbeinküste sein Märchen zu Ende?

    Nach viel Drama wollen die «Elefanten» im Traumfinal gegen Nigeria den Heimtriumph perfekt machen.
    Heute, 08:44 Uhr

    Mit Musik, Tanz und lauten Jubelgesängen feierten die Fussballfans der Elfenbeinküste ihre Mannschaft nach dem geschafften Finaleinzug. Die Gastgeber waren beim Afrika-Cup eigentlich längst totgesagt. Doch nun steht den «Elefanten» im eigenen Wohnzimmer ein Traumfinal gegen Nigeria bevor.

    «Wir sind stolz darauf, dass wir all diese Menschen glücklich gemacht haben», sagte Sébastien Haller, dem im Halbfinal gegen die Demokratische Republik das goldene Tor gelungen war. Der Stürmer von Borussia Dortmund traf mit einem Volley-Aufsetzer zum verdienten 1:0 über den Kongo. Plötzlich ist alles möglich.

    Dass das Team des Gastgebers gegen die «Super Eagles» aus Nigeria am Sonntagabend die Chance auf den ganz grossen Coup hat, gleicht einem Wunder. Nach zwei Vorrunden-Niederlagen musste Trainer Jean-Louis Gasset gehen, einzig die Schützenhilfe der Konkurrenz hievte die Ivorer als einen von vier Gruppendritten in die K.o.-Runde.

    Drama pur im Viertelfinal gegen Mali

    Die Stimmung war am Nullpunkt, dann folgten Siege gegen Titelverteidiger Senegal, Mali und nun die DR Kongo – doch ohne Drama ging es auch in der K.o.-Phase nicht. Gegen die Senegalesen rettete Frank Kessie die Gastgeber mit dem 1:1-Ausgleich in der 86. Minute in die Verlängerung. Im Penaltyschiessen verwandelten sämtliche Schützen der Ivorer, während Senegal einmal patzte.

    Victor Osimhen.

    Legende:Jubeln sie auch nach dem Final?Die Ivorer nach dem Halbfinal in Feierlaune.KEYSTONE/EPA/LEGNAN KOULA

    Feiernde Ivorer.

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    Legende:Möchte zum Spielverderber werdenNigeria mit Starspieler Victor Osimhen.IMAGO IMAGES/SHENGOLPIXS

    Nächstes Bild

    Der Viertelfinal gegen Mali war an Dramatik kaum zu überbieten: Diesmal schoss Simon Andriga gar erst in der 90. Minute den 1:1-Ausgleich für die «Elefanten», ehe Oumar Diakité das Stadion in Bouaké mit seinem Siegtreffer in der Nachspielzeit der Verlängerung in ein Tollhaus verwandelte.

    Gelingt die Revanche gegen Nigeria?

    Nun steht der Elfenbeinküste die Krönung bevor. Nigeria, das sich im Halbfinal im Elfmeterschiessen gegen Südafrika durchsetzte, hatte am 18. Januar das Gruppenspiel gegen die Ivorer mit 1:0 gewonnen.

    Haller fiebert dem spektakulären Final entgegen. «Es reicht zu wissen, wie wichtig es ist», sagte der 29-Jährige. «Nigeria ist eine sehr, sehr gute Mannschaft, die uns in der Gruppenphase geschlagen hat. Also liegt es an uns, uns zu revanchieren.» Und um am Ende eines turbulenten Turniers den 3. Titel des Landes (nach 1992 und 2015) in der Geschichte der Kontinentalmeisterschaft zu feiern. Nigeria greift nach der bereits 4. Afrika-Cup-Trophäe nach 1980, 1994, 2013.

    NHL OBSERVER

    Wenn der Hype endlich vorbei ist

    Der Super Bowl 2024 wirft seinen langen Schatten auf die gesamte US-Sportszene – bald ist es aber „überstanden“.

    Quelle: Joël Ch. Wuethrich 7. Februar 2024 • 17:50 Uhr

    Für NHL-Teams in den klassischen NFL-Märkten ist die Zeit der Football-Playoffs bezüglich Aufmerksamkeitsvolumen ziemlich hart. Jetzt – vor dem Superbowl nächste Sonntagnacht - ganz besonders. Und mit den San Francisco 49ers und den Kansas City Chiefs stehen zudem noch zwei über ihre geostrategische Kernregion sehr populäre Traditionsteams im Finalspiel. Aber bald ist es „überstanden“, denn für manche NHL-Kernmärkte ist aber die Zeit nach dem Superbowl der Beginn eines neuen Aufmerksamkeitszuspruchs bei Fans und Medien.

    Der Superbowl Event 2024 in Las Vegas wird wohl alle Rekorde brechen: Über 113 Millionen waren 2023 live dabei, davon zirka 40 Millionen ausserhalb der USA. Beim NHL-All-Star-Weekend eine Woche vor dem Superbowl waren es knapp 1,5 Millionen. Die NFL hatte schon immer eine Vormachtstellung in der Aufmerksamkeit der US-Sportöffentlichkeit. Und heuer noch mehr denn je – Taylor Swift und Travis Kelce sei Dank. Aber eben nicht nur ihretwegen…

    NHL vergrössert ihre Audience um 12 Prozent

    Zuerst die gute Nachricht. Die NHL konnte bezüglich Reichweite und Ratings (alle Kanäle) im Vergleich zur Saison 2022/23 im US-Markt zirka 12 Prozent zulegen (Vergleichsmarke: Januar 2023). In Kanada ist das Publikumsinteresse wie immer stabil und hoch. Auch gibt es vermarktungstechnisch Hoffnung für das All Star-Weekendformat: Bereits 2023 konnte man hierfür – eigentlich eine reine PR-Veranstaltung der Liga und derer Sponsoren - in den USA eine Vergrösserung der Audience zu 2022 feststellen: Knappe 1,5 Millionen waren zu Peak-Zeiten über die drei Tage live dabei, während man noch 2022 ein Rekordtief von knapp 1,1 Millionen verzeichnete. Dies hat mit dem leicht angepassten Format zu tun und der Beliebtheit der Skill Competitions. Besonders das All Star-Game war ja in den letzten Jahren an Langeweile kaum mehr zu übertreffen.

    NFL überstrahlt alles betreffend Reichweite – nicht nur wegen der „Swifties“

    Im Vergleich jedoch zu den Grossereignissen der NFL, namentlich dem Superbowl-Spiel und alles, was sich noch im Umfeld dessen tut, sind diese Zahlen aus der Sicht der Vermarkter fast ein Witz. Kommt noch dazu, dass in diesem Jahr ein besonderer Faktor hinzukam, der die Popularität der NFL multiplizierte und sogar eine ganz neue Zielgruppe erreichte – nämlich eine, die sich bisher kaum für NFL interessierte. Aus dem Segment der Generationen „Alpha“ und „GenZ“ wurden junge, speziell auch weibliche Popstar-Fans zu NFL-Followerinnen. Taylor Swift heisst die Multiplikatorin. Sie hat die Aufmerksamkeit mit ihren 534 Millionen Followers auf die NFL gelenkt und einige Millionen NFL-Fans folgen ihr jetzt auch, obwohl sie keine Fans ihrer Musik sind. Umgekehrt hat auch Travis Kelce mehr als drei Millionen Follower/innen mehr aufzuweisen, die nachweislich aus dem Team Swift kommen. Auch die NFL hat profitiert und seine Reichweite auf den sozialen Medien auf 160 Millionen geschraubt. Und man rechnet, dass der „Swift Hype“ einen Reichweitenwert über alle Interessengruppen hinweg von fast 19 Milliarden erreichen könnte. Auf die Teams heruntergebrochen ist festzustellen, dass besonders die „Swifties“ beim Superbowl dem Titelverteidiger und Finalist 2024 – den Kansas City Chiefs – wegen der Liaison mit Travis Kelce einen starken Zuwachs bewirkten. Die Chiefs führen nunmehr zusammen mit den Dallas Cowboys, Philadeplhia Eagles und Pittsburgh Steelers die Rangliste der meisten Follower auf Social Media an.

    Kein Influencer-Boost in Sicht in der NHL

    So einen ähnlichen Influencing-Boost gibt es in der NHL nicht. Vergleichbar mit den Möglichkeiten der Jahrhundertwende war der Tennisstar Anna Kournikova einst ein Mini-Boost für die Liga, als sie mit Sergei Fedorov und Pavel Bure jeweils eine Liaison einging. In den letzten Jahren outeten sich Snoop Dogg, Ryan Reynolds, Will Ferrell, Justin Bieber, Mike Myers, Shaq O'Neill, Drake, Margot Robbie, Billy Joel, Zac Efron, Channing Tatum, Macklemore, Jake Gyllenhaal, Shania Twain, Céline Dion oder Kanadas Premier Justin Trudeau als Anhänger. Auch Taylor Swift liess sich hin und wieder, wie Trudeau, Twain, Dion, Gyllenhall und weitere in einem „Habs“-Trikot blicken oder trat an einem Konzert damit auf. Aber diese kurzzeitige Aufmerksamkeit ist weder in der Wirkung noch in der Reichweite zu vergleichen mit dem aktuellen, monatelangen Hype um Swift und Kelce in der NFL.

    Die sportartenübergreifend ansteckende Sportbegeisterung

    Doch wie beeinflusst der Superbowl in den NFL-Märkten aus rein sportlicher Sicht die Synergie zwischen den grossen Mannschaftssportarten? Nicht ganz uneigensinnig fiebert man gewissen NHL-Märkten dem NFL-Saisonende zu, denn die NFL-Playoffs und der lange Schatten des Superbowls lenkten immerhin die Aufmerksamkeit sehr stark von der eigenen ab. Immerhin stehen 2024 – im Gegensatz zu anderen Jahren – mit den Chiefs und 49ers zwei Teams im Finale, die keine NHL-Mannschaften in ihrer Stadt beherbergen. Geografisch gesehen sind die St. Louis Blues das Team in unmittelbarer Nähe (drei Autostunden entfernt). In der Bay Area jedoch sind die San Jose Sharks nur eine Autostunde von San Francisco entfernt. Tatsache ist: Andere Zahlen aus der jüngeren Vergangenheit beweisen, dass in einigen NHL-Märkten die Medienaufmerksamkeit für den Eishockeysport um das Doppelte stieg, sobald der Superbowl die Berichterstattungen nicht mehr dominierte. Je nachdem, wie erfolgreich das NHL-Team der Stadt oder des Einzugsgebietes in der respektiven Saison agierte und je nachdem wie populär die NHL in den Regionen ist.

    Ein Beispiel aus dem Jahre 2016 fällt hierbei auf: Die Colorado Avalanche bekamen nach dem Super Bowl-Triumph der Denver Broncos nicht nur eine grössere Aufmerksamkeit bei den Sportfans und mehr Präsenz in den Medien, es entwickelte sich auch atmosphärisch eine Steigerung der Sportbegeisterung in Denver und im Staat Colorado. Der Vorteil hierbei war, dass die grossen Major-Sports-Mannschaften in der Stadt Denver beheimatet sind. Wenn es den Colorado Avalanche sportlich einigermassen gut läuft und man nach dem Super-Bowl-Weekend noch im Rennen um die Playoff-Plätze ist, kann man im Pepsi Center häufiger ausverkauft melden als vor und während der NFL-Saison oder gar den Playoffs. Die Medienanalytiker/Innen in Nordamerika bestätigen diesen Umstand der sportartenübergreifenden ansteckenden Sportbegeisterung. Ein anderer Umstand ist noch zu beachten: Noch können die NHL- und NBA-Teams viel Aufmerksamkeit generieren und profitieren, bis Ende März dann wieder die Saison in der Major League Baseball startet und sich das Interesse der Sport-Community auf weitere populäre Sportteams verteilt.

    Joël Ch. Wuethrich publiziert wöchentlich Hintergrundberichte über die NHL in der führenden Deutschen Fachpublikation Eishockey News und hat ein ausgezeichnetes Beziehungsnetz in Nordamerika. Seit 1992 ist er Chefredaktor diverser namhafter Publikationen, unter anderem auch war er beim Slapshot sowie beim Top Hockey Chefredakteur und war zudem lange Jahre für den Spengler Cup strategisch in Marketing und PR sowie als Chefredaktor tätig. Joël Ch. Wuethrich leitet seit 1992 hauptberuflich eine crossmedial aufgestellte PR-Agentur und eine Player's Management Agentur (Sportagon), ist Crossmedia-Stratege und HF-Dozent mit Lehrauftrag für Kommunikation und Marketing. Er analysiert seit 30 Jahren als Autor/Chefredakteur in der Schweiz, Deutschland sowie in Kanada die NHL und beobachtet das Eishockeygeschehen weltweit intensiv. Der Familienvater (zwei Kinder) arbeitet in der Schweiz und in Montréal, wo ein grosser Teil seiner Verwandtschaft wohnt.

    Ich weiss, ist ironisch gemeint.
    Einzig, was ich mir vorstellen könnte ist folgendes. Du hast Sörensen, Wallmark und De la Rose in deiner Mannschaft. Wenn du einen weiteren Spieler verpflichten könntest/würdest. Wer würde noch passen?

    Vielleicht findet man diesen ja in der schwedischen Nationalmannschaft.
    Just a wild guess 😉

    Nur für die Playoffs, würde ICH mich aber zuerst in NA umsehen, da hats dann schon noch ein paar Perlen...

    gute Idee mit der PAUSE für ALLE

    umso mehr dass der Stamm/Kern eh steht, man schauen muss wer kommt/kann/will im April/Mai von der NHL, wer ist noch fit resp. nicht angeschlagen von unserem Playoff?

    es spielen im Nov welche dies es eh nie schaffen für die WM, einige spielen sind dann gar nicht mehr aktiv und andere treffen sich in der Nati B wieder oder sind Auffüller und wirklich total überfordert, dazu die Verletzungsgefahr ..

    Meiner Meinung nach sollte man über die Bücher

    FISCHER und die NATI sind (hauptsächlich?!) Preistreiber und Schuld dafür, warum die Preise für 3. und 4. Linien Spieler in die Höhe geschossen sind. Aber davon spricht keine Sau!

    Früher (jaja ich weiss... alles besser gsie, bla bla...) gab es einen Nati Kern und die üblichen Verdächtigen in der 2. Garde plus ein paar Junge.
    Hier hatte der "Titel" Natispieler noch einen Wert. Heute hast du praktisch 3-4 komplette Auswahlen und es wird wirklich jeder genommen/aufgeboten.

    Fast jeder Durchschnittsspieler (U30, Linien 2-4 minus Ausländer) zählt heute zum erweiterten Nati Kader und diese erhalten dann von Fischer auch vielfach ein Aufgebot. Die Medien feiern dies jauchzend und heulen dann ein paar Tage später rum, warum die Schweizer an den Bejier Games oder Freundschaftsspielen ablutschen.

    Bei den nächsten Vertragsverhandlungen kommt dann aber der Spielervermittler und sagt: hier mein Mandant, 2 Natiaufgebote, ist Nati Spieler, viel zu tiefes Angebot, hoch damit!

    Frage: Wie viele Spieler der aufgebotenen Beijer Games, schaffen es bei Fischer an die A-WM? ca. 5-7 von 25?

    Hier mal das Kader für die Beijer Hockey Games...:

    Goalies (3): Stéphane Charlin (SCL Tigers), Connor Hughes (Lausanne HC), Joren Van Pottelberghe (EHC Biel-Bienne)

    Verteidiger (8): Michael Fora (HC Davos), Lukas Frick (Lausanne HC), Andrea Glauser (Lausanne HC), Benoît Jecker (Fribourg-Gottéron), Sven Jung (HC Davos), Samuel Kreis (SC Bern), Livio Stadler (EV Zug), Dario Wüthrich (HC Ambri-Piotta)

    Stürmer (14): Thierry Bader (SC Bern), Attilio Biasca (EV Zug), André Heim (HC Ambri-Piotta), Grégory Hofmann (EV Zug), Tino Kessler (EHC Biel-Bienne), Marc Marchon (EHC Kloten), Tyler Moy (SCRJ Lakers), Théo Rochette (Lausanne HC), Tristan Scherwey (SC Bern), Sandro Schmid (Fribourg-Gottéron), Julian Schmutz (SCL Tigers), Sven Senteler (EV Zug), Axel Simic (EHC Kloten), Yannick Zehnder (ZSC Lions)

    Zurück auf Feld 1 – der Skirennsport frisst seine Athleten

    Fast ein Dutzend Stars hat es in dieser Saison schon erwischt: Sie stürzten und landeten im Spital. Zwar wird viel in die Verbesserung der Sicherheit investiert, doch Skifahren auf Topniveau verlangt dem Körper schlicht mehr ab, als dieser aushält.
    Remo Geisser 09.02.2024, 16.00 Uhr 5 min

    Erst nach zwei Wochen konnte er wieder zehn Minuten aufrecht sitzen, ohne in Ohnmacht zu fallen: Aleksander Kilde stürzt in Wengen.

    Skifahren ist eine Verschleisssportart, das zeigt sich in diesem Winter besonders krass. Kaum ein Rennen, das nicht unterbrochen wird, damit gecrashte Fahrerinnen und Fahrer mit dem Helikopter geborgen und ins Spital geflogen werden können. Mindestens zehn Topcracks hat es bisher erwischt, von Mikaela Shiffrin bis Corinne Suter, von Aleksander Kilde bis Marco Schwarz.

    Dass es in dieser Saison oft grosse Namen trifft, mag dem Zufall geschuldet sein. Die Häufigkeit der Unfälle hingegen ist dem Skirennsport immanent. Die frühere Spitzenathletin und heutige SRF-Expertin Tina Weirather sagte 2021, sie führe bei den Frauen eine Verletztenliste. Darauf standen zu Beginn der Ski-WM in Cortina d’Ampezzo 35 Namen – alles Athletinnen aus dem Weltcup.

    Zu dieser Elite des Rennsports gehören vielleicht 100 Sportlerinnen, und rund ein Drittel davon waren 2021 gleichzeitig verletzt. «Das hat nichts mehr mit Zufall zu tun, dumm gelaufen, zu viel Druck», sagte Weirather damals im Interview mit der NZZ, «wir üben ganz einfach einen Sport aus, den unser Körper nicht aushält.»

    Das führt dazu, dass sich die Rennfahrer mit dem Worst Case befassen, bevor dieser überhaupt eintritt. Marco Kohler erzählte im Januar, wenige Tage nach seinem schweren Unfall in Wengen, er habe mit 17 oder 18 Jahren angefangen, mit einer Mentaltrainerin zu arbeiten. «Wir haben von Anfang an thematisiert, wie ich mich verhalte, wenn ich mich schwer verletze.»

    Er versucht, den Sturz im Kopf zu überschreiben

    2020 passierte es: Kohler stürzte als Vorfahrer am Lauberhorn schwer, sein Knie erlitt Totalschaden, die sportliche Zukunft schien ungewiss. In diesem Winter schien der inzwischen 26-Jährige doch noch den Durchbruch zu schaffen. Dann kam Wengen – Sturz. Helikopter. Spital. Wenig später erzählte er von der mentalen Aufarbeitung des Crashs: die Sturzstelle im Kopf immer wieder anfahren, sie gut meistern und heil ins Ziel kommen. So oft, bis der Kopf den Unfall gelöscht und durch ein positives Erlebnis ersetzt hat.

    Das tönt absurd, ist aber wohl die einzige Möglichkeit in diesem Sport: sich einreden, es sei nichts gewesen, damit man wieder fähig wird, Kopf und Kragen zu riskieren. Denn wer nicht bereit ist, an die Grenze zu gehen, kann gleich mit dem Rennsport aufhören. Und Angst verleitet zu Fehlern.

    Wenn es dann passiert, hilft die Medizin. Operationstechniken und Reha-Massnahmen wurden perfektioniert, in der Regel steht ein Athlet im Winter nach einem Kreuzbandriss wieder am Start. In Österreich wird derzeit Marco Schwarz von einem Filmteam begleitet. Die daraus entstehende Doku soll jungen Sportlerinnen und Sportlern zeigen, dass man nach einer schweren Verletzung an die Weltspitze zurückkehren kann. Das hat auch eine zynische Seite, aber was soll man machen in einem Sport, in dem fast jede und jeder irgendwann von der Piste abfliegt und im Spital landet?

    Der Kreuzbandriss ist die mit Abstand häufigste Verletzung im Skirennsport. Und sie ist derart normal, dass man sich ihretwegen nicht mehr zwingend unters Messer legt. Carlo Janka erwischte es 2017 kurz vor dem Saisonstart, aber weil in jenem Winter Olympische Spiele anstanden, liess er sich konservativ behandeln. Er schaffte es tatsächlich an die Spiele in Korea.

    Ein noch extremerer Fall ist Joana Hählen. Sie riss sich in jedem Knie zweimal das Kreuzband. Die ersten beiden Verletzungen wurden nach Schema F behandelt: Operation, Reha, Rückkehr. Als es sie 2018 erneut erwischte, ging sie den Weg ohne Eingriff, aber mit viel Physiotherapie und Übungen für das Knie. Den Tamedia-Zeitungen sagte sie jüngst: «Auf eine Operation zu verzichten, war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.»

    Podestplätze ohne Kreuzbänder – das geht

    Als sie 2020 erstmals aufs Podest fuhr, war ihr linkes Knie nur noch teilweise intakt, eine Schiene gab zusätzlichen Halt. Kürzlich musste die 32-Jährige in Cortina nach einem harten Schlag die Fahrt abbrechen; ein MRI zeigte erneut einen Kreuzbandriss, diesmal im rechten Knie. Spätere Untersuchungen ergaben jedoch, dass dieses Band bereits 2021 zerstört worden war.

    Damals fuhr sie fröhlich weiter, und heute wissen wir, dass sie 2022 und 2023 drei zweite Ränge erreichte, obwohl in beiden Knien ein Kreuzband fehlte. Klar stand nun eine Operation gar nicht zur Debatte, Hählen ist zuversichtlich, bald wieder am Start zu stehen.

    Hinfallen, aufstehen, zurückkämpfen. Dieser Zyklus ist im Skizirkus bittere Realität. Und dank den sozialen Netzwerken sind wir heute quasi live dabei. Aleksander Kilde postete einen Tag nach seinem schweren Sturz in Wengen ein Bild aus dem Spital, auf dem seine Freundin Mikaela Shiffrin sich tröstend neben ihn gelegt hat.



    Als das Gerücht ging, er könnte bald zurückkehren, stellte der Norweger Bilder seiner Wade mit einer vernähten Fleischwunde ins Netz. Den Medien sagte er, dass er erst zwei Wochen nach dem Sturz fähig gewesen sei, zehn Minuten aufrecht zu sitzen, ohne dabei in Ohnmacht zu fallen.

    Wenig später erwischte es auch seine Freundin, doch sie hatte deutlich mehr Glück. Derzeit meldet sie sich regelmässig aus der Reha, ein Comeback noch in diesem Winter scheint möglich. Für die Amerikanerin geht es immerhin um den Sieg im Gesamtweltcup.

    Redet man mit Experten und Athletinnen, hört man immer wieder, dass etwas geschehen sollte. Doch Patentrezepte gibt es nicht in einer Sportart, in der Kräfte frei werden, die auch den muskulösesten Körper überfordern. Mit Auffangnetzen und Pistenpräparierung wurde viel für die Sicherheit getan. Wenn es aber um Massnahmen an den Fahrern selbst geht, reagieren diese skeptisch.

    2015 wurde ein Airbag eingeführt, doch nur rund 50 Prozent der Athletinnen und Athleten tragen ihn. Ab nächster Saison wird er obligatorisch. Es gibt auch schnittfeste Unterwäsche, sie hätte Kildes Schnittwunde wohl verhindert. Die meisten Fahrer sind renitent, weil sie sich ein wenig in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlen. Ab 2025/26 sollen diese Textilien für alle verbindlich sein.

    Gegen Kreuzbandrisse könnte wohl nur eine intelligente Bindung helfen, deren Algorithmus die Öffnung auslöst, sobald die Belastung auf das Knie zu gross wird. Darüber geredet wird schon lange, die Einführung steht in den Sternen.

    Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»
    Crashs am laufenden Band – der Skirennsport frisst seine Athleten (nzz.ch)

    Super BowlAmerican Football: Vor dem TV macht's mehr Spass als im Stadion

    American Football im Stadion: Vorsicht, Einschlafgefahr! 

    American Football im Stadion: Vorsicht, Einschlafgefahr!

    Bild: Getty

    In der Nacht von Sonntag auf Montag ist es wieder soweit: Super Bowl – bis 4 Uhr morgens wach sein und es am nächsten Tag bereuen, weil das Spiel ja doch nicht das hielt, was es versprach. Aber immer noch gilt: Besser auf dem Sofa einnicken als im Stadion. Ein Erlebnisbericht.
    Jan Arnet 11.2.2024

    Amercian Football, eine unglaublich faszinierende Sportart. Die Vielfalt an Spielzügen und all die Taktiken, welche die Spieler beherrschen müssen. Und am Ende läuft doch vieles immer wieder auf Improvisation hinaus. Auf den entscheidenden Moment zum richtigen Zeitpunkt.

    NFL-Spiele schaue ich mir aber doch erst an, wenn die Saison in die heisse Phase geht. Also die paar Wochen vor dem Super Bowl. Zum einen, weil die Spiele meist erst mitten in der Nacht zu Ende sind, zum anderen, weil mich die vielen Pausen ärgern. Fünf Sekunden ist das Ei im Spiel, dann wird die Partie wieder unterbrochen. Teilweise für mehrere Minuten. Aber man kann sich daran gewöhnen, schliesslich werden während den Pausen die Spielzüge von den TV-Experten so gut analysiert, dass man danach auch als Laie versteht, warum der Quarterback jetzt mit dem Football in der Hand auf den Boden kniet, statt ihn zu passen.

    So richtig langweilig wird American Football erst, wenn man ins Stadion geht. Das weiss ich seit ich mir zum ersten und wahrscheinlich letzten Mal ein Football-Match live vor Ort angeschaut habe. Denn anders als im Fernsehen werden die Pausen im Stadion nicht mit spannenden Analysen überbrückt, sondern mit fragwürdigen Pausen-Shows: Fans werden auf den Platz gebeten, um Footballs zu fangen. Oder Maskottchen machen mit ihrer T-Shirt-Kanone die Runde. Gähn! Auch die Stadion-Atmosphäre in Nordamerika ist nicht mit jener in Europa zu vergleichen.

    Beim Super Bowl hat man zwar noch die bombastische Halbzeit-Show, wo die grössten Stars der Musikbranche für Unterhaltung sorgen. Aber um ehrlich zu sein, braucht dies auch bei einem solch grossen Sport-Event kein Mensch. Deshalb ist mein Ritual während der Halbzeitpause: Zähne putzen gehen, Pyjama anziehen und es mir auf dem Sofa bequem machen. Bis um 4 Uhr wach bleiben – das schaffe ich wohl auch dieses Jahr nicht.

    American Football: Vor dem TV macht's mehr Spass als im Stadion | blue News (bluewin.ch)

    Superbowl Sunday
    Ich bin mit meinen Jungs vor dem TV dabei und drücke den 49ners die Daumen, kann mit den Chefs aber auch gut leben. Hoffe auf ein offensives Feuerwerk!

    «Mr. Irrelevant» greift nach dem Super Bowl – Brock Purdys Aufstieg ist ein Sportepos im Düsenjet-Tempo

    Der Quarterback wurde 2022 als allerletzter Spieler im NFL-Draft ausgewählt. Nun bricht er Rekorde und ist mit den San Francisco 49ers nur noch einen Sieg vom Super-Bowl-Triumph entfernt.
    Nicola Berger10.02.2024, 15.08 Uhr 5 min

    Irrelevant nennt ihn niemand mehr: Brock Purdy, der Quarterback der San Francisco 49ers.

    Die NFL ist ein Milliardenbusiness, die Entscheidungsträger investieren sehr viel, um bei der Talentschau richtigzuliegen. Jedes Jahr werden um die 260 Talente auf die 32 Teams verteilt. Die Spieler werden umfassend ausgeleuchtet. Es gibt physische Untersuchungen, einen kognitiven Test und teilweise eigentümliche Fragen in den Interviews mit den Managern: Findest du deine Mutter attraktiv? Was wäre deine bevorzugte Mordwaffe? Würdest du deinen Google-Verlauf mit uns teilen?


    Aber es lässt sich nun einmal schlecht voraussehen, wie sich junge Sportler entwickeln. Und nicht jede Karriere verläuft linear. Es gibt Erstrundendrafts, die es nie in die Liga schaffen. Und späte Selektionen, die alle Erwartungen übertreffen. Bei der Lichtgestalt Tom Brady war das so; der Quarterback wurde im Jahr 2000 in der sechsten Runde an 199. Stelle von den New England Patriots ausgewählt. Und ist als siebenfacher Super-Bowl-Champion der erfolgreichste Spielmacher der Geschichte.

    So weit ist Brock Purdy bei weitem nicht, auch wenn er den inzwischen zurückgetretenen Brady im Dezember 2022 in seinem allerersten Auftritt als Stammspieler mit 35:7 deklassierte. Sein Aufstieg hat etwas Atemberaubendes, denn Purdy, 24, war 2022 der 262. und letzte ausgewählte Spieler. Der «Mr. Irrelevant» jenes Drafts, das ist die Etikette, die man ihm übergestreift hat.

    Im vergangenen Jahrzehnt haben es 8,4 Prozent der in der finalen, siebten Runde ausgewählten Quarterbacks überhaupt in die Liga geschafft. Aus Purdy aber ist bei den 49ers kein Wasserträger und Hinterbänkler, sondern ein Stammspieler und Star geworden. Im Vorjahr profitierte er von zahlreichen Verletzungen auf seiner Position und spielte ohne Anlaufzeit so stark, dass er sich nicht mehr verdrängen liess. In der Nacht auf Montag kann er als erster Siebtrunden-Quarterback der Geschichte den Super Bowl gewinnen.

    Der Widersacher Patrick Mahomes verdient mit einer Partie mehr als Purdy in der gesamten Saison

    Purdys Antipode heisst Patrick Mahomes, er ist so etwas wie das Aushängeschild der NFL. Es ist ein Duell der Extreme, nur schon monetär: Mahomes, 28, verdient in dieser Saison 59,4 Millionen Dollar. Und damit mit einer einzigen Partie mehr als Purdy mit 870 000 Dollar in der gesamten Spielzeit. Selbst sein Stellvertreter bei den 49ers, Sam Darnold, verdient knapp das Fünffache.

    Trotzdem: Kein Play-off-Team verwendet so wenig Geld auf die Quarterback-Position wie San Francisco. Das ist nur möglich, wenn man einen Spielmacher aufstellen kann, der für den im Gesamtarbeitsvertrag vorgesehenen Mindestlohn eines Rookies spielt. Was einen enormen Vorteil bedeutet; die Ersparnisse können anderswo ausgegeben werden. Ein NFL-Kader umfasst 53 Spieler, es gibt eine universell gültige Gehaltsobergrenze von 224,8 Millionen. Es ist entsprechend keine Überraschung, dass San Francisco über das qualitativ bessere, ausgeglichenere Team verfügt.

    Kometenhafter Aufstieg: Die Fans lieben Brock Purdy.

    Für die Chiefs kommt erschwerend hinzu, dass Purdy trotz seinem Schnäppchenpreis die bisher bessere Saison spielt als Mahomes: Er hat im Direktvergleich mehr Touchdowns und Yards geworfen. Auch wenn man fairerweise anmerken muss, dass die Abhängigkeit der Chiefs von ihrem Spielmacher deutlich grösser ist – die Equipe hat in der Offensive nicht allzu viele Akteure, die den Unterschied ausmachen können. Das ist der Preis der Mahomes-Millionen. Und auch des Erfolgs der letzten Jahre mit vier Super-Bowl-Teilnahmen seit 2019. Je mehr ein Team gewinnt, desto später kann es draften, das ist der Schlüssel zur Parität im US-Sport.

    Bislang hat Purdy wenig aus der Ruhe bringen können, die Metamorphose vom «Mr. Irrelevant» zum unter Dauerbeobachtung stehenden Star hat er erstaunlich souverän gemeistert. Die Frage ist, ob Purdys Nerven auch auf der grösstmöglichen Bühne halten, im Super Bowl, der grössten eintägigen Sportveranstaltung der Welt. Das Fest des Gigantismus und seine lange Vorlaufzeit können einen aus der Bahn werfen.

    Seit dem «Nipplegate» um Janet Jackson sind 20 Jahre vergangen

    Der Rummel um Purdy war in den letzten Wochen enorm, er hat die Aufmerksamkeit unter anderem dazu genutzt, die Welt an seinem Glauben teilhaben zu lassen. Man weiss jetzt, was sein liebstes Bibelzitat ist, Psalm 23, das kommt an im tiefreligiösen Amerika. Ein Pastor aus Oregon schrieb, dass «christliche Familien am Sonntag für Purdy das TV einschalten» sollten. Warnte aber auch vor der «oft unmoralischen, für Kinder nicht geeigneten Halbzeitshow».

    Vor 20 Jahren war dort der Nippel der Sängerin Janet Jackson zu sehen, davon haben sich Amerikas konservative Christen bis heute nicht erholt. Die NFL ist über die Jahre von etlichen Skandalen erschüttert worden. Spieler verprügelten ihre Frauen, in New Orleans setzten Trainer Kopfgeld aus, um Widersacher auf dem Feld zu verletzen. Aber ein Nippel ist der wahre Frevel, klar.


    Purdy betet vor jedem Spiel, und es heisst, am College hätten ihn seine Teamkollegen vergeblich darum gebeten, mit ihnen das Nachtleben zu erkunden; das gebe ihm nichts. Lieber ging er fischen oder zum Gottesdienst. Und versuchte daneben, seine Footballfertigkeiten zu verbessern.

    Kyle Shanahan, der Coach der 49ers, sagt, zu Purdys wichtigsten Qualitäten würden seine Lernbegierde und die Bescheidenheit gehören: «Er hat dieses Grundvertrauen in sich selbst, er ist zu 1000 Prozent von seinen Fähigkeiten überzeugt. Aber er hat keinerlei Allüren und hat sich nicht verändert, obwohl sich sein Leben radikal verändert hat. Ruhm interessiert ihn nicht, er ist unglaublich geerdet. Er weiss, was er will und welche Person er sein möchte. Das ist verdammt selten, nicht nur im Sport. Er ist ein spezieller Kerl.» Und der Routinier Christian McCaffrey, neben Purdy und dem Wide Receiver Deebo Samuel der wichtigste Offensivspieler San Franciscos, sagt: «Er ist der Anführer dieser Mannschaft. Alles beginnt mit ihm.»

    Zitat

    Loyal, Forever, True. pic.twitter.com/mjKibAdk5c

    — Brock Purdy (@brockpurdy13) January 8, 2022

    «Beginn» ist ein gutes Stichwort: Diese verblüffende Geschichte, die vor knapp 22 Monaten ihren Anfang nahm, könnte am Sonntag einen vorläufigen Höhepunkt erreichen – ganz so, als würde es sich um ein kitschiges, von Hollywood erdachtes Sportepos handeln: Die Super-Bowl-Spielstätte Allegiant-Stadion in Las Vegas war im April 2022 bereits Austragungsort des Drafts gewesen. Weniger als zwei Jahre, bis sich der Kreis schliesst? Das ist Footballromantik im Düsenjet-Tempo. Es würde zu Purdys kometenhaftem Aufstieg passen.

    Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»

    Super Bowl: Quarterback Brock Purdy steht kurz davor, Geschichte zu schreiben (nzz.ch)

    Das Beispiel eines Blockbuster Trades (mysports.ch)

    DAS BEISPIEL EINES BLOCKBUSTER TRADES

    Trades sind in der NHL so üblich wie das Amen in der Kirche, jetzt gibt es aber einen der ganz speziellen Sorte, nämlich ein waschechter Blockbuster Trade. Welcher es ist, erklärt Thomas Roost in seinem neuesten Blog.

    Bei einem Blockbuster Trade werden hochkarätige «Assets» getauscht und/oder viele Assets. So geschehen vor Kurzem zwischen den Calgary Flames und den Vancouver Canucks: Elias Lindholm findet sich neu im Canucks-Roster wieder und Andrei Kuzmenko spielt neu für die Flames. Die Flames erhalten zusätzlich das 1. Rundendraftrecht 2024 der Canucks, ein Midround-Draftrecht 2024 plus die jungen Verteidigertalente Hunter Brzustewicz und Joni Jurmo. Wer als Gewinner aus Trades hervorgeht, kann immer erst in frühestens 1-2 Jahren beurteilt werden. Die Experten, Medien und Fans überbieten sich aber mit Stellungnahmen, Meinungen und Vorhersagen. Ich will da nicht hintenanstehen und präsentiere meine Analyse und Einschätzung:

    Die Canucks haben mit Elias Lindholm einen der größten Namen und den wohl besten verfügbaren Center an Land gezogen und versuchen, sich nicht nur mit der Playoff-Qualifikation zufrieden zu geben, sondern wollen ernsthaft um den Stanley Cup mitspielen können. Vancouver führt überraschend die Western Conference an. Die Playoff-Qualifikation für die Flames ist hingegen sehr fraglich und dieser Trade deutet eher auf eine sanfte «Rebuild-Strategie» hin. Die Canucks haben zwar einen großen Fisch an Land gezogen, aber sie haben auch einen hohen Preis dafür bezahlt, indem sie drei Spieler und zwei Draft Picks nach Calgary geschickt haben, um Lindholm zu bekommen. Die Canucks haben das getan, was gute Teams tun: Sie haben sich voll und ganz auf den Stanley Cup konzentriert. Sie tauschten fünf gute «Assets», darunter einen Erstrundenpick, gegen einen Spieler der vielleicht nur temporär das Canucks-Jersey trägt, denn Lindholm wird im Sommer «unrestricted free agent», d.h. er kann sich im Sommer sein nächstes Team aussuchen. Das ist zwar ein gewisses Risiko, aber wenn das Team am Ende den Stanley Cup gewinnt, dann wird diesen Trade niemand mehr kritisieren. Lindholm ist ein begnadeter Zweiweg-Center und ohne Zweifel der beste Spieler in diesem Trade. Ein ungeschriebenes Gesetz unter GMs lautet, dass immer dasjenige Team den Trade gewinnt, das den besten Spieler bekommt. Falls dies stimmt, sind die Vancouver Canucks der Sieger dieses Trades. Für mich sind sie Sieger in diesem Trade, falls es ihnen gelingt, Lindholm spätestens im Sommer für weitere Jahre unter Vertrag zu nehmen. Falls nicht, haben sie einen zu hohen Preis bezahlt, denn Kuzmenko ist zwar nüchtern betrachtet nicht auf dem Niveau von Lindholm, aber ebenfalls ein guter Spieler und immerhin noch bis zum Ende der nächsten Saison unter Vertrag.


    Zudem glaube ich, dass Kuzmenko in dieser Saison bisher unter Wert gespielt hat und mit einem Salär von «nur» 5.5 Mio ist er auch ein valables Trade-Asset falls er in Calgary nicht zur Blüte kommen sollte. Auch die weiteren «Assets», die die Canucks an die Flames abgetreten haben, sind für mich zu guten Teilen wertvoll, aber nicht hochkarätig. Der Erstundenpick wird ein später sein und späte Erstrundendraftrechte sind deutlich weniger wertvoll als ein Top10 Pick. Hunter Brzustewicz ist ein vielversprechendes Offensivverteidigertalent, aber er gehört nicht zu den super top gehandelten Nachwuchsspielern; auch hier, ein gutes aber kein hochkarätiges «Asset». Bei Joni Jurmo würde es mich überraschen, wenn er je ein valabler NHL-Spieler werden würde. Ueberspitzt gesagt haben die Canucks für Klasse getradet und die Flames für Masse. So gesehen sind die Canucks aus meiner Sicht die Sieger in diesem Trade. Aber der Trade birgt für die Canucks sehr viel mehr Risiken als für die Flames, denn – wie bereits erwähnt – falls Lindholm im Sommer abspringt und die Canucks in den Playoffs nicht mindestens bis ins Halbfinale stürmen, dann hat sich der Trade für die Canucks nicht gelohnt. Zudem…was ist, wenn sich Lindholm schwer verletzt? Dann stehen die Canucks mit leeren Händen da. Die Canucks gingen mit dem Trade «all in» und die Flames haben defensiv getradet und hoffen, dass sich eines der «nur» guten Assets zum hochkarätigen Asset entwickelt und falls dies der Fall sein wird, dann sind sie die Gewinner in diesem Trade. In diesem Sinne ist der Trade eine «Win-Win-Situation», denn er entspricht den Anforderungen der beiden unterschiedlichen Strategien («All-In» mit der Chance auf den Stanley Cup einerseits und sanfter «Rebuild» mit guten «Assets» andererseits). Ich persönlich favorisiere leicht die Canucks, denn ich meine, der Mut zum Risiko sollte belohnt werden und noch einmal: Der beste Spieler im Trade ist Lindholm.

    Schwere Woche für DACH-Spieler in der AHL

    Minors Report: Nur deutscher Verteidiger Szuber liefert einen Assist – Gawanke kehrt nach Verletzung zurück

    Sweden v Germany: Group B - 2022 IIHF World Junior Championship

    © 2022 Andy Devlin von Christian Rupp @IamCR1 http://NHL.com/de Freier Autor 03. Februar 2024

    Offizielle Seite der National Hockey League | NHL.com/de
    Die offizielle Website der National Hockey League mit Neuigkeiten, Aufstellungen, Statistiken, Spielplänen und Videos.
    NHL.com

    Der deutsche Verteidiger Maksymilian Szuber von den Tucson Roadrunners (Farmteam der Arizona Coyotes) steuerte in drei Spielen im Beobachtungszeitraum einen Assist beim 5:4-Heimsieg gegen die Ontario Reign bei (0-1-1) und gewann mit Tucson dreimal in Serie. Der 21-jährige Nationalspieler kommt nach 42 AHL-Einsätzen in dieser Saison auf 18 Scorerpunkte (4-14-18) und steht mit den Roadrunners (27-13-2) auf Platz zwei in der Pacific Division.

    Sweden v Germany: Group B - 2022 IIHF World Junior Championship

    © 2022 Andy Devlin

    Der österreichische Stürmer Marco Kasper von den Grand Rapids Griffins (Farmteam der Detroit Red Wings) blieb in dieser Woche zwar ohne Scorerpunkt in zwei Spielen, verlängerte die Siegesserie seiner Mannschaft aber auf nun sechs Partien. Die Griffins (20-15-5) punkteten in sechs Spielen in Folge (6-0-1) und katapultierten sich in der Central Division auf Rang zwei. Das 19-jährige Erstrunden-Pick (Draft 2022, 8th overall) aus Innsbruck kommt nach 40 AHL-Spielen auf 20 Scorerpunkte (6-14-20).

    Der deutsche Verteidiger Leon Gawanke von den San Jose Barracuda (Farmteam der San Jose Sharks) gab nach einer Oberkörperverletzung sein Comeback beim 2:1-Auswärtssieg bei den Abbotsford Canucks. Dabei blieb der 24-jährige Berliner trotz einem Torschuss aber ohne Scorerpunkt. Gawanke steht nach 37 AHL-Spielen bei 27 Punkten (8-19-27) und ist damit nach wie vor punktbester und torgefährlichster Verteidiger bei den Barracuda, dem Schlusslicht in der Pacific Division (14-21-7).

    Der Schweizer Torwart Akira Schmid erhielt zwei Starts für die Utica Comets (Farmteam der New Jersey Devils) und zeigte dabei Licht und Schatten: Beim 3:1 gegen die Syracuse Crunch hielt der 23-Jährige aus Bern den Sieg mit 22 Saves und einer beeindruckenden Fangquote von 95,7 Prozent fest. Beim 0:4 gegen die Toronto Marlies schlug es dafür viermal hinten ein (26 Saves, 86,7 Prozent Fangquote). Schmid hat nach elf AHL-Einsätzen eine Fangquote von 88,9 Prozent. Die Comets (17-17-7) sind Letzter in der North Division.

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    © Photo by Rich Graessle/NHLI via Getty Images

    Landsmann Ludovic Waeber von den Charlotte Checkers (Farmteam der Florida Panthers) erhielt einen Start im Beobachtungszeitraum: Bei der 1:6-Niederlage bei den Springfield Falcons zeigte der 27-Jährige aus Fribourg 23 Saves und eine Fangquote von 84,6 Prozent. In seiner ersten AHL-Saison überhaupt kommt Waeber nach 14 Spielen auf 88,8 Prozent Fangquote. Die Checkers (21-19-4) sind Fünfter in der Atlantic Division.

    Der deutsche Trainer Marco Sturm musste mit seinen Ontario Reign (Farmteam der Los Angeles Kings) zwei Niederlagen in dieser Woche hinnehmen: Ontario verlor sowohl bei den Tucson Roadrunners (4:5) als auch gegen die Colorado Eagles (3:6). Bitter: Trotz sieben Tore in zwei Spielen holten die Reign (22-17-4) keinen einzigen Punkt und rutschten auf Rang sechs in der Pacific Division ab.

    Weitere Talente aus dem DACH-Raum, auf die es zu achten gilt:

    In der ECHL lieferte der österreichische Verteidiger Thimo Nickl von den Wheeling Nailers zwei Punkte in drei Spielen in dieser Woche. Der 22-jährige Klagenfurter erzielte beim 8:2-Kantersiegbei den Reading Royales seinen zweiten Saisontreffer (41 ECHL-Spiele, 2-13-15) und gab auch noch einen Assist. Es war Nickls erstes Multi-Punkte-Spiel in der laufenden Saison.

    Unter den bereits gedrafteten Talenten aus dem DACH-Raum, die in den kanadischen Juniorenligen zum Einsatz kommen, sammelte der Schweizer Verteidiger Rodwin Dionicio (Draft 2023, 5. Runde, 129. Stelle, Anaheim Ducks) vom Saginaw Spirit (OHL) weitere Punkte: In drei Spielen gab der 19-Jährige drei Assists (0-3-3), darunter ein Multi-Punkte-Spiel gegen die Soo Greyhounds (3:5, 0-2-2).

    Derweil blieb der deutsche Abwehrspieler Norwin Panocha (Draft 2023, 7. Runde, 205. Stelle, Buffalo Sabres) von den Chicoutimi Sagueneens (QMJHL) in zwei Spielen ohne Scorerpunkt, hielt zuletzt aber die Null beim Shutout gegen die Gatineau Olympiques (2:0).