Beiträge von Sbornaja

    Conz wechselt zurück zum Ausbildungsverein
    Schluss nach sieben Jahren Ambri

    Das Goaliekarussell dreht in der National League. Nach Gilles Senns Verpflichtung hat Ambri-Piotta auch den Abgang von Benjamin Conz bekannt gegeben. Er wechselt zum HC Ajoie. Dort wird er Tim Wolf ersetzen, der nach Zug wechselt.

    Gleichzeitig mit Ambri hat auch der HC Ajoie die Verpflichtung eines neuen Goalies bekannt gegeben. Benjamin Conz wird ins Jura zurückkehren. Er durchlief bereits die Juniorenstufen beim HC Ajoie ehe er in den Nachwuchs nach Servette weiterzog. Die letzten sieben Saisons hat Conz im Nordtessin bei Ambri-Piotta verbracht. In dieser Spielzeit kommt er bereits auf zehn Einsätze und ist damit die Nummer zwei hinter Janne Juvonen. In Pruntrut hat Conz einen Zweijahresvertrag unterschrieben.

    Er folgt bei Ajoie auf Tim Wolf, der seinerseits nach Zug wechselt und dort Hollenstein in Richtung Davos vertreibt. Von dort wechselt Gilles Senn nach Ambri, der wiederum Conz beerbt. Damit ist das Vierer-Karussell vollständig und jeder Spieler ist ein Verein weitergerückt.
    https://sport.ch/hc-ajoie/12037…en-jahren-ambri

    Aha im Blick ischs jetzt au:

    vor 6 Minuten

    Schweizer Eishockeyspieler zieht es zurück nach Schweden

    Der Schweizer Eishockeyspieler Lian Bichsel (19) wechselte im Mai vom schwedischen Verein Leksands IF zu den Texas Stars in die AHL, der zweithöchsten nordamerikanischen Liga. Doch kaum sechs Monate später aktiviert Bichsel laut «Sportbladet» eine Klausel, die es ihm erlauben wird, am 1. Dezember nach Schweden zurückzukehren.

    Dort dürfte er Gerüchten zufolge für Rögle im Einsatz stehen. Für die Texas Stars hat er in 13 Spielen ein Tor geschossen und avancierte viermal zum Vorlagengeber.

    Erhofft sich grössere NHL-Chancen
    Bichsel scheinbar vor Rückkehr nach Schweden

    Lian Bichsel ist einer der wenigen Erstrunden-Picks im NHL-Draft. Die Chance auf Spielzeit in der höchsten amerikanischen Hockeyliga bekam er bisher allerdings nie. Jetzt soll Bichsel nach Schweden zurückkehren.

    Gemäss dem schwedischen Sportbladet wird der 19-Jährige dabei Gebrauch von einer Klausel machen, die es ihm erlaubt, aus der Organisation heraus zu wechseln. Der Oltner wurde 2022 von den Dallas Stars an 18. Stelle gezogen, wurde bisher jedoch nur in der AHL bei den Texas Stars eingesetzt.

    Mit einem Tor und vier Assists in 13 Spielen, konnte er sich dort nicht für die NHL aufdrängen, was ihm scheinbar gar nicht passt. Bereits letzte Saison spielte Bichsel in der schwedischen Liga, damals allerdings in Leksands. Jetzt soll er das Team von Rögle verstärken.

    Die Südschweden sind dringend auf defensive Solidität angewiesen, haben sie in dieser Saison bereits 61 Gegentore kassiert und stehen momentan nur auf dem elften Platz. Dieser würde nicht einmal zur Teilnahme an den Achtelfinals (vergleichbar mit Play-Ins) berechtigen.

    Ein Blick auf die anderen NHL-Schweizer gibt wenig Aufschluss, wie sinnvoll dieser Wechsel ist. Janis Moser zum Beispiel hat den Weg über die AHL gewählt und wurde dort relativ schnell in die NHL beordert, Roman Josi hingegen blieb nach dem Draft zuerst ein Jahr in der Schweiz, bevor er sich über die AHL in die NHL gespielt hat.

    Auswärtssieg und neuer LeaderDie ZSC Lions geben in Zug den Takt an

    Die Zürcher sind nach dem 4:2 gegen den EVZ wieder Leader. Der Sieg ist absolut verdient.

    Marco Keller Publiziert: 28.11.2023, 22:44


    Sven Andrighetto, Chris Baltisberger und Yannick Zehnder (v.l.) freuen sich über einen gelungenen Abend.
    Sven Andrighetto, Chris Baltisberger und Yannick Zehnder (v.l.) freuen sich über einen gelungenen Abend.

    Foto: Philipp Schmidli (Keystone)

    Einige ZSC-Anhänger befürchteten kurzzeitig ein Déjà-vu. Nachdem Brian O’Neill nach nur 19 Sekunden im Schlussdrittel für Zug auf 2:3 verkürzt hatte, drückten die Zentralschweizer minutenlang und hatten mehrere Topchancen zum Ausgleich.

    Simon Hrubec und mangelnde Abschlusskonsequenz beim EVZ sorgten aber dafür, dass der Minivorsprung weiter Bestand hatte und beim ZSC keine Gedanken an vergebene Siege aufkommen mussten. Denis Malgin und Nicolas Bächler hatten erste Matchpucks nach Kontern, und schliesslich war es Vinzenz Rohrer, der den Sieg fünf Minuten vor Spielende mit einem trockenen Abschluss sicherte. Es war bereits der fünfte Saisontreffer für den jungen Stürmer, der sich innert kürzester Zeit als Stammkraft etabliert hat und diesem Team mit seiner Energie guttut.

    Die Vorentscheidung zugunsten der Equipe von Marc Crawford hätte bereits kurz vor der zweiten Sirene fallen können. Zuerst konnte Joel Henry nach einem Konter einen Musterpass von Rohrer nicht verwerten. Und wenige Sekunden und einen weiteren Zuger Fehlpass in der eigenen Zone später brachte Andrighetto die Scheibe nicht an Leonardo Genoni vorbei. Ein 4:1 nach zwei Abschnitten aus ZSC-Optik – es wäre nicht gestohlen gewesen. Die Lions waren stilsicherer, ideenreicher und passgenauer – beim zuletzt so formstarken Meister der Jahre 2021 und 2022 blieb allzu vieles Stückwerk.

    Die Lions mit grösserer physischer Präsenz

    Als ob in den Partien zwischen den meistgenannten Titelfavoriten nicht ohnehin genug Zündstoff wäre, so kamen diesmal beidseitig noch Revanchegelüste hinzu. Zug hatte den bisher einzigen Vergleich in dieser Saison mit 3:2 für sich entschieden, nach Verlängerung und vorherigem 0:2-Defizit in Altstetten. Zufrieden konnten die Lions naturgemäss nicht sein, aber auch die Zentralschweizer nicht. Trainer Dan Tangnes, eigentlich ein Meister der Besonnenheit, hatte in der zweiten Pause klare Worte an die Seinen gerichtet und später sogar von anfänglichem «Angsthasen-Eishockey» gesprochen.


    Nicht ängstlich, aber gegenseitig respektvoll begannen die beiden Teams, und so erlebten die Fans mehrheitlich ein Abtasten. Den Bann brach Justin Sigrist (11.). Nach einem Energieanfall von Willy Riedi vollendete die Nummer 13 aus kurzer Distanz – sie hatten sich gegen vier Zuger durchgesetzt.

    Auch der zweite ZSC-Treffer fiel aufgrund grösserer physischer Präsenz: Diesmal überwand Vorkämpfer Chris Baltisberger Zugs Leonardo Genoni mit einem Lob, und 114 Sekunden später erhöhte wiederum Sigrist auf 3:0. Es war sein vierter Saisontreffer. Damit hat er seine Torproduktion an einem Abend verdoppelt, die Vorlage kam erneut von Riedi.

    https://www.tagesanzeiger.ch/auswaertssieg-…an-734562016511

    Vertrag läuft aus

    Wird Nati-Coach Fischer zur lahmen Ente?

    Der Verband möchte den Vertrag mit Patrick Fischer verlängern, aber aus dem Umfeld erwächst Widerstand. Der Job des Nati-Trainers ist wieder mal ein Politikum.
    Publiziert: 28.11.2023 um 17:57 Uhr Aktualisiert: 28.11.2023 um 18:51 Uhr


    Wenn am Mittwoch das Nationalmannschaft-Committee (NTC) tagt, wird auch die Frage diskutiert, ob die Verträge von Nati-Coach Patrick Fischer (48) und Assistent Tommy Albelin (59) vorzeitig bis 2026 verlängert werden sollen. Die operative Führung des Verbandes ist für diese Lösung, andere NTC-Mitglieder (siehe Box) sind dagegen. Hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass man keinen Grund sehe, die Weichen vor der nächsten WM zu stellen.

    Diese Skepsis basiert scheinbar nicht auf sportlichen Gründen: Kurz nach der WM 2023 befand das gleiche NTC, dass man trotz der lamentablen Leistung im Viertelfinal grundsätzlich auf dem richtigen Weg sei. Ein Vertrauensbeweis.

    Präsident Schärer erwischt Fettnapf

    Was sorgte seither für Irritationen im Dunstkreis der Nati? Entscheidungen und Kommunikation der SIHF-Spitze: die Absage des Prospect-Camps für Schweizer Talente im Sommer, die regelmässige Kritik an der Ausländer-Politik der National League und zuletzt die Kommunikation bezüglich Fischers Vertragssituation.

    Der neue Verbandspräsident Stefan Schärer (58) konnte bisher die Risse zwischen Verband und National League nicht kitten, im Gegenteil: Er traf in einem Interview mit erratischen Planspielen bezüglich Fischer zielgerichtet den einzigen Fettnapf weit und breit und sorgte so für zusätzlichen Sprengstoff. Nati-Direktor Lars Weibel (49) sprach sich für eine vorzeitige Verlängerung mit Fischer aus, Fischer selbst sagte im SRF-Sportpanorama, er habe nur noch eine Patrone übrig, und die müsse sitzen. Die kommunikativen Irrungen und Wirrungen der Führung haben sich offenbar wie ein Schleier über die sportlichen Leistungen der Mannschaft gelegt.

    Welche Rolle spielt Raffainer?

    Zurück zum NTC. Eine Empfehlung dieses Gremiums ist nicht bindend für die Kammer, die in letzter Konsequenz über das Schicksal der Nati-Trainer entscheidet: der SIHF-Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat kann also auch gegen eine Empfehlung des NTC handeln. Im VR (siehe Box) haben allerdings teilweise die gleichen Personen Einsitz wie im NTC, darunter interessanterweise auch der ehemalige Nati-Direktor Raeto Raffainer. Welche Interessen er vertritt oder verfolgt, ist unklar: Einberufen wurde er einst ja als Vertreter der NL-Klubs Davos und Bern, mittlerweile vertritt er als Mitglied des Councils nur noch den Internationalen Eishockey-Verband.

    Was vor dem NTC-Meeting durchsickert: Der Entscheid über Fischers Zukunft könnte vom Ergebnis der nächsten WM abhängig gemacht werden, was einem Misstrauensantrag gleichkommt. Das, obwohl ihm das NTC noch im Frühling das Vertrauen ausgesprochen hatte? Das würde auch bedeuten, dass sich bis kurz vor der WM keine Zielsetzung festlegen lassen wird, weil bis dahin niemand weiss, wie stark die Mannschaft besetzt sein wird.

    Beim Eishockey-Verband befürchtet man inzwischen, dass sich die Trainer Fischer und Albelin bald nach anderen Jobs umsehen und sich aus dem Staub machen könnten. Die «Gegenseite» glaubt nicht an ein solches Szenario oder misst ihm keine grosse Bedeutung zu. Möglicherweise wird die Schweizer Nati bei der WM im nächsten Frühling also von einer sogenannten «lahmen Ente» angeführt. Gerade beflügelnd wirkt dieser Gedanke nicht.

    EVZ gegen ZSC – Gipfeltreffen mit Brisanz

    Der EV Zug gegen die ZSC Lions: Beim «Z-Duell» treffen heute in der Bossard Arena die aktuell besten Teams der National League aufeinander. Dabei geht es um die Leaderposition – und auch um Prestige.


    Die Zuger und die Zürcher fehlten vor dieser Saison wohl in keiner Prognose, wenn es darum ging, den möglichen Meister zu tippen. Zu stark und ausgeglichen sind beide besetzt, zu viel stimmt bei ihnen zusammen. Und so verwundert es auch kaum jemanden, dass die beiden «Z» momentan das Mass aller Dinge sind in der National League.

    In Zahlen ausgedrückt heisst dies: Der EVZ ist der Tabellenführer, die ZSC Lions befinden sich auf Rang 3, wobei sie ein Spiel weniger ausgetragen haben und nach Verlustpunkten gleichauf mit den Zugern liegen. Es ist auch das Aufeinandertreffen der besten Heim- und Auswärtsteams, der Mannschaften mit der besten Tordifferenz (EVZ +37 / ZSC +29), mit den meisten geschossenen Toren pro Spiel (EVZ 3,60 / ZSC 3,29) und den wenigsten Gegentreffern (ZSC 2,08 / EVZ 2,12). Und es sind die fairsten Teams der bisherigen Saison – die Zuger kassierten 171 Strafminuten, die Zürcher 185. In einer Statistik liegen die beiden Liga-Giganten dagegen weit auseinander: Die ZSC Lions verfügen über das erfolgreichste Powerplay der Liga (Effizienz von 32,73 Prozent), der EVZ dagegen über das schlechteste (11,84 Prozent), wobei Sven Senteler am Samstag auswärts gegen Ajoie wenigstens die Durststrecke von rund 40 Minuten Überzahlspiel ohne Torerfolg beenden konnte. Und der EVZ war auch in der Lage, das schwache Powerplay wegzustecken, hat in den letzten 15 Spielen satte 36 Punkte gewonnen (ZSC Lions: 28).

    Sieg trotz «Angsthasen-Hockey»

    Läuft alles normal, ist eine knappe Entscheidung zu erwarten, wie beim ersten Duell Anfang Oktober in der Swiss Life Arena, als die Zuger nach einem Treffer von Andreas Wingerli mit 3:2 nach Overtime gewannen. Wobei dieses Resultat äusserst schmeichelhaft war. In den ersten zwei Dritteln spielte praktisch nur der ZSC, sodass EVZ-Trainer Dan Tangnes danach auch von «Angsthasen-Hockey» spracht. Die Zürcher bestürmten das Tor von Leonardo Genoni, doch der Titan im Zuger Tor hielt sein Team im Spiel – und war die Basis für den Sieg, bei dem neben Wingerli auch Fabrice Herzog und Marc Michaelis trafen.

    Und nun also das nächste Z-Duell, das spätestens seit dem Playoff-Final 2022, als der EVZ nach einem 0:3-Rückstand doch noch Meister wurde, eine zusätzliche Brisanz beinhaltet. «Ich denke, die Rivalität zwischen uns und Zürich ist in den letzten Jahren gewachsen. Es hat auch mit Prestige zu tun. Da braucht man keinen Spieler zusätzlich zu motivieren», sagte Coach Tangnes nun gegenüber der Luzerner Zeitung. Es sind Worte, die von den Stürmern Sven Senteler und Sven Leuenberger unterstrichen werden. «Was gibt es Schöneres als ein Spitzenspiel zu bestreiten?», fragt Senteler. Und Leuenberger erklärt: «Ein Spitzenkampf ist nicht alltäglich. Es geht darum, die Tabellenführung zu verteidigen. Wir sind heiss!» Doch das gilt auch für die ZSC Lions, die Zug heute Abend selbstverständlich nur zu gerne entgleisen lassen würden.

    https://www.sky-sport.ch/de/articles/ev…en-mit-brisanz/

    Der Vertrag des Kanadiers endet 2025
    Die ZSC Lions sollen bereits einen Nachfolger für Crawford auserkoren haben

    ZSC-Coach Marc Crawford besitzt bei den Zürchern noch einen gültigen Vertrag bis 2025. Geht es nach dem schwedischen Aftonbladet, haben die ZSC Lions bereits einen Nachfolger für den Nordamerikaner gefunden.

    Demnach soll Roger Rönnberg im Sommer 2025 das Traineramt bei den Zürchern übernehmen, wie die Zeitung von einer "aufschlussreichen Quelle" erfahren haben will. Der Schwede hat den Bericht jedoch via SVT umgehend dementiert, seien die Informationen nicht korrekt. Rönnberg besitzt bei Frölunda HC ebenfalls noch einen Vertrag bis 2025 und gemäss dem Aftonbladet wird er die Zusammenarbeit nicht fortsetzen und nach zwölf Jahren im Verein eine neue Herausforderung annehmen. Ob es tatsächlich die ZSC Lions sein werden, wird sich erst in Zukunft zeigen.

    Medical Report Stand gestern/vorgestern:

    ZSC Lions

    Trainer: 🇨🇦 Marc Crawford

    Regular Season 2022/23: 4. / Playoff-Halbfinale


    • 🇨🇭 Jeffrey Meier (G): Knieverletzung inklusive Operation; sechs Monate, bis März 2024
    • 🇨🇦 *Scott Harrington (D): Unterkörperverletzung; mehrere Wochen, seit der Länderspielpause im November
    • 🇨🇭 Phil Baltisberger (D): krank; Dauer unbekannt, seit dem Spiel gegen den HC Ambri-Piotta
    • 🇸🇪 *Jesper Frödén (RW): krank; Dauer unbekannt, seit dem Spiel gegen die SCL Tigers
    • 🇫🇮 *Juho Lammikko (C/LW): krank; Dauer unbekannt, seit dem Spiel gegen die SCL Tigers
    • 🇨🇭 Reto Schäppi (C/LW): krank; Dauer unbekannt, seit dem Spiel gegen den HC Ambri-Piotta

    Klausi halt....

    Er macht den Spielern Beine: Keine Spur von Altersmilde bei ZSC-Trainer Marc Crawford

    Das beste Kader, aber nur auf Platz drei: Die ZSC Lions tun sich in diesem Jahr wieder schwer, die Liga zu dominieren. Verfallen die Zürcher in alte Muster und verpassen den Titel auch in dieser Saison? Es gibt Gründe, die dagegen sprechen.

    Klaus Zaugg Jetzt kommentieren 27.11.2023, 16.56 Uhr

    Fordernder Bandengeneral: ZSC-Trainer Marc Crawford.

    Hin und wieder lässt sich die Wahrheit statistisch beweisen. Zum Beispiel bei den Leistungsschwankungen der ZSC Lions. Diese Mannschaft ist eine der talentiertesten, die je in unserer Liga gespielt hat. Zusammengestellt nach einem Masterplan des Sportchefs. Allenthalben ist in den Saisonprognosen erwartet worden, dass die Zürcher die Qualifikation dominieren werden. Aber kurz vor «Halbzeit» sind die ZSC Lions nicht Tabellenführer. Sie belegen hinter Zug und Fribourg-Gottéron den dritten Platz. Erst ein zweiter Blick auf die Rangliste zeigt ein etwas besseres Bild: Nach Verlustpunkten führen sie gemeinsam mit Zug die Rangliste an.


    Woran kann es liegen, dass seit 2014 von den Zürchern nur noch eine Meisterschaft (2018) gewonnen werden konnte und es bereits wieder Bedenken gibt, ob es zum Titelgewinn reichen wird? Eine der griffigsten Erklärungen kommt aus dem Bereich der Psychologie: Eine gewisse Überheblichkeit. Eine Unlust, bereits während der Qualifikation an die Grenzen zu gehen.

    Dafür ist der Begriff «Ueli-Maurer-Hockey» geprägt worden. In Anlehnung an einen Spruch des populären Zürcher Bundesrates, der einem TV-Reporter mit der Aussage «keine Lust» ein Interview verwehrte. Mit Faulheit oder fehlender Berufseinstellung hat diese Kritik nichts zu tun. Es geht eher um eine Art Routine: Um geschäftsmässiges Hockey einer Mannschaft, die an einem guten Abend dank ihrem Talent ohne Extraanstrengung gewinnt. In der Anonymität der grössten Stadt der Schweiz mag die Neigung zu geschäftsmässiger Pflichterfüllung eher grösser sein als an Orten, wo Eishockey zur DNA der lokalen Kultur gehört.

    Starke Reaktion auf die Niederlage in Davos

    Das erschwert die Arbeit. Training nach modernsten Methoden und eine ausgeklügelte Taktik reichen nicht. Ein ZSC-Trainer muss seinen Spielern auch Beine machen. Das ist in einer Zeit, in der Autoritäten auf allen Ebenen hinterfragt werden, gar nicht so einfach. ZSC-Bandengeneral Marc Crawford ist dazu in der Lage, seinen Spielern Beine zu machen. Was sich statistisch nachweisen lässt. Die Zürcher verlieren auf eigenem Eis gegen Lausanne nach Penaltys 2:3 und die nächste Partie auswärts in Davos sogar 0:3.

    Gerade die Niederlage in Davos gab Anlass zu Sorge: Die Davoser hatten am Abend davor in Lugano verloren (4:6), während die Zürcher frei hatten und ausgeruht mit frischen Beinen ins Bündnerland gereist waren. Eine Besonderheit dieser zwei Niederlagen ist das Torschuss-Verhältnis: 21:40 gegen Lausanne und 28:30 gegen Davos. Die Gegner waren also fleissiger und aktiver.

    Eine Reaktion war nun unabdingbar. Und siehe da: Die ZSC Lions haben seither zweimal gewonnen: in Langnau (2:1) und gegen Ambri (5:3). Mit haushoch überlegenem Torschussverhältnis: 40:27 in Langnau und 40:25 gegen Ambri. Der Trainer hat also den Spielern Beine gemacht.

    Crawford: «Niemand kann aus seiner Haut fahren»

    Marc Crawford galt selbst in der rauen NHL als wenig zimperlich im Umgang mit den Untergebenen. Es gibt die Hoffnung oder, je nach Sichtweise die Befürchtung, er könnte nun mit 62 Jahren altersmilde geworden sein. Aber so ist es nicht. Er sagt auf diese Frage, höflich wie es seine Art ist: «Ich bin ein fordernder Trainer geblieben.» Niemand könne aus seiner Haut fahren. Die Reaktion der Mannschaft habe ihm gefallen. Auch wenn es noch einiges zu verbessern gebe.

    Ein authentischer Marc Crawford ohne Altersmilde, der den Spielern Beine macht – das ist die Titelchance der ZSC Lions. Es gibt also einen guten Grund, warum Sven Leuenberger im letzten Dezember den ZSC-Meistertrainer von 2014 und Qualifikationssieger von 2014, 2015 und 2016 zurückgeholt hat.

    https://sport.ch/zsc-lions/1202…r-marc-crawford

    Apropos Erkrankungen, Grippe, was auch immer, Hätte uns auch schlimmer treffen können, wie zBsp. Winti...
    Und einmal mehr machen die Basler vor, wie man mit bereits gekauften Tickets für Spiele die nicht stattfinden können, umgeht. Völlig unkompliziert und Zuschauerfreundlich! Wollte ich mal noch erwähnen, sackstark!


    Winterthur kann in Basel nicht antreten
    Eine unerwartete Spielverschiebung in der Swiss League

    In der Swiss League durfte am Samstag eigentlich mit einer Vollrunde gerechnet werden. Doch am Spieltag selbst wurde die Partie des EHC Basel gegen den EHC Winterthur unerwartet verschoben.

    Es hätte das erste Spiel nach der Trainerentlassung beim EHC Winterthur werden sollen, doch daraus wird vorerst nichts. Aufgrund diverser krankheitsbedingter Ausfälle beim Gastteam aus Winterthur wurde die Partie verschoben. Der EHC Basel informierte, dass bereits getätigte Ticketbuchungen auf das noch festzulegende Ausweichdatum übertragen werden. Gleichzeitig bieten die Basler auch an, allfällige Beträge zurückzuerstatten. Planmässig sollte Winterthur am Dienstag als Nächstes bei den GCK Lions antreten, am selben Abend wird der EHC Basel in Olten gastieren.

    Stürmische ZSC Lions – Und plötzlich erlebt Ambri sein lila Wunder

    Auf dem Weg zum 5:3 gegen Ambri finden die Zürcher ihre Spielfreude und ihr Tempospiel wieder. Obschon ihnen vier erkrankte Stammspieler fehlen.
    Simon Graf Publiziert: 25.11.2023, 22:20

    Zürcher Jubel: Willy Riedi (hinten) freut sich über sein 2:1.

    Foto: Walter Bieri (Keystone)

    Ambri-Coach Luca Cereda spürte, dass es so nicht gut kommen würde. Sein Team führte zwar immer noch 1:0, doch die ZSC Lions hatten die Tessiner zuvor minutenlang in der eigenen Zone eingeschnürt. So nahm Cereda in der 30. Minute ein Timeout, um den Schwung der Zürcher zu bremsen. Es gelang nicht. Diese powerten weiter und machten bis zur 37. Minute aus dem 0:1 ein 4:1. Balcers, Riedi, nochmals Balcers und Andrighetto trafen und sorgten in der mit 12’000 Zuschauern ausverkauften Swiss-Life-Arena für Hochstimmung.

    Nach Wochen, in denen sie laues Eishockey gespielt hatten, fanden die Zürcher endlich ihre Spielfreude und ihr Tempospiel wieder. Und es war wohl kein Zufall, fehlten an diesem Samstagabend mit Frödén, Lammikko, Hollenstein und Schäppi, die alle erkrankt sind, vier Stammspieler. Die jungen Henry, Baechler und Graf rückten nach und steckten ihre Teamkollegen mit ihrem Enthusiasmus an. Im Mitteldrittel setzten die Zürcher Ambri fast permanent unter Druck, und irgendwann musste sich auch der starke Juvonen im Tor der Tessiner geschlagen geben.

    Der phasenweise begeisternde Auftritt der ZSC Lions zeigte wieder einmal, dass es nicht so entscheidend ist, wer spielt, sondern wie man spielt. Wenn die Zürcher ihre Beine bewegen, können sie jeden Gegner vor grosse Probleme stellen. Das taten sie in den ersten Saisonmonaten. Doch wenn sie sich zu sehr auf ihre individuelle Klasse verlassen und zu selbstzufrieden werden, können sie auch gegen jeden verlieren.

    Coach Marc Crawford wird bestimmt nicht versäumen, sie darauf hinzuweisen. Denn als sie gegen Ambri wieder zwei Gänge zurückschalteten, wurde es plötzlich nochmals spannend. Formenton (40.) per Shorthander und Spacek (51.) brachten die Tessiner auf 3:4 heran, ehe Grant (53.) mit einem Ablenker im Powerplay die Partie entschied. Nach drei Niederlagen in Serie fanden die Zürcher damit am Freitag und Samstag gegen die SCL Tigers (2:1) und Ambri (5:3) zum Siegen zurück. Die Leventiner hingegen wurden nach sieben Siegen in Serie von Servette (2:5) und den ZSC Lions gestoppt.

    Über 50’000 Franken gesammelt

    Die Zürcher traten gegen Ambri erstmals in ihrer Clubgeschichte in lila auf, um auf den Verein Kinderherzforschung Schweiz aufmerksam zu machen. Für diesen spielten sie über 50’000 Franken ein – mit Spenden, der Versteigerung der bunten Matchtrikots sowie der Maske von Simon Hrubec, den der Tscheche eigens für diesen Anlass hatte anfertigen lassen. Hrubec ist mit seiner Organisation «Saves help», die er 2018 gründete, selber karitativ tätig. Zu helfen ist für ihn eine Herzensangelegenheit.


    ZSC Lions - Ambri 5:3 (0:0, 4:2, 1:1)

    12’000 Zuschauer (ausverkauft). – Tore: 21. Lilja (Spacek/Ausschluss Grant) 0:1. 31. (30:22) Balcers (Malgin) 1:1. 31. (30:54) Riedi (Zehnder) 2:1. 36. Balcers (Malgin, Lehtonen/Ausschluss De Luca) 3:1. 37. Andrighetto (Sigrist) 4:1. 40. (39:19) Formenton (Ausschluss Fohrler!) 4:2. 51. Spacek (De Luca, Eggenberger) 4:3. 53. Grant (Balcers, Lehtonen/Ausschluss Pezzullo) 5:3. – Strafen: Je 4-mal 2 Minuten.

    ZSC Lions: Hrubec; Weber, Kukan; Lehtonen, Geering; Trutmann, Marti; Ustinkov; Chris Baltisberger, Malgin, Balcers; Rohrer, Grant, Andrighetto; Bodenmann, Zehnder, Baechler; Sigrist, Henry, Riedi; Graf.

    Bemerkungen: ZSC Lions ohne Frödén, Lammikko, Hollenstein und Schäppi (alle krank), Harrington (verletzt) und Phil Baltisberger (überzählig), Ambri ohne Grassi, Zaccheo Dotti (verletzt) und Dauphin (überzählig). – 29:22 Timeout Ambri. Die Tessiner ab 57:40 ohne Torhüter.

    https://www.tagesanzeiger.ch/stuermische-zs…er-571420556025

    Charity Game in der Swiss Life Arena
    Die ZSC Lions in Lila und mit einem Scheck für die Kinderherzforschung

    Für die ZSC Lions stand mit dem Heimspiel gegen den HC Ambri-Piotta am Samstagabend eine ganz besondere Partie auf dem Programm. Für die Zürcher war es nämlich ein geplantes "Charity Game".

    Die ZSC Lions setzten sich aktiv mit einem "Charity Game" für den Verein Kinderherzforschung Schweiz ein. Aus diesem Grund sind die Lions am Samstagabend zuhause gegen den HC Ambri-Piotta auch in einem Spezialtrikot aufgelaufen, das Heimteam erschien ungewohnt in Lila.

    Die Sondertrikots können gemäss der Mitteilung bei der Präsentation im Oktober nach dem Spiel ersteigert werden. Schon während der Partie wurde der Erlös aus diesem "Charity Game" an Vertreter der VKHFS übergeben.

    Lugano - Langnau

    Verstehe die Welt nicht mehr. Wieso ist es „kein Problem „ wenn dem Goalie die Maske abgezogen wird?

    Was wäre passiert, hätte der Puck ein Auge rausgeschossen? Hätte der Schiri korrekt gehandelt, das Spiel NICHT zu unterbrechen??

    Weil es vielleicht nicht der erste Torhüter wäre/war, der seinen Helm selber abzieht und so einen Unterbruch erzwinden möchte. Name kommt mir gerade nicht in den Sinn (Rüegger? Genoni? bin aber nicht mehr ganz sicher)

    Ich glaube so haben es die Schiedsrichter auch live gesehen.
    In der CC sah man dann eben den Elbogenkontakt von "Fazzini?" und schaute dann noch zusätzlich obe Fazzini Schul war oder geschubst wurde.

    So komplex ist der Shizzle und den on Ice entscheid musst du sofort fällen, danach wurden sicher 6-8x Winkel gewechselt vor und zurück gespuhlt.
    Ich fand die Vorgehensweise auch speziell, aber wenn die Schiris das Gefühl hatten der Torhüter hat sich den Helm selber abgezogen, kann schon so eine Situatin entstehen... ich hätte den Mut nicht gehabt weiter spielen zu lassen.

    Zudem bestimmt er seine Top-4-Persönlichkeiten
    Ein Kämpfer, der diese Saison noch nicht so oft im Rampenlicht stand

    Den SCL Tigers läuft es in dieser Saison bislang gut, sie stehen auf dem zehnten Platz und kämpfen um die Qualifikation für die Play-ins. Ein wichtiger Spieler bei den Emmentalern ist auch Flavio Schmutz.

    Eishockeyfans, welche die SCL Tigers nicht so oft verfolgen, denken beim Namen Schmutz wohl eher an Julian, der öfters mit Scorerpunkten auffällt. Bleiben wir aber bei Flavio, der zuletzt als Center der dritten Linie eingesetzt wurde und bei den Emmentalern noch einen Vertrag bis Ende Saison 2026/27 besitzt.

    Obwohl er zuletzt in der dritten Linie auflief, bekommt er bei den Tigers am viertmeisten Eiszeit. Er wird sowohl im Powerplay als auch im Boxplay eingesetzt und kommt auf 17:36 Minuten pro Spiel. Über 20 Minuten kommen bei den Tigers einzig die beiden finnischen Verteidiger, Vili Saarijärvi und Juuso Riikola.

    In der Jugend in Schweden

    Bei Spielern, die kämpfen und mit Leidenschaft ans Werk gehen, muss natürlich auch ein Blick auf die Statistik der geblockten Schüsse geworfen werden und da steht er unter den Stürmern mit 20 Blocks auf dem 20. Platz. Er krebst also nicht davor zurück, sich in den Schuss zu werfen.

    Einzig bei den Scorerpunkten läuft es ihm noch nicht nach Wunsch. In 21 Partien kommt er auf drei Tore und einen Assist. In den letzten Jahren lag er jeweils um die 20 Zähler herum. Da scheint ihm also etwas das Glück zu fehlen, denn er wird ja im Powerplay eingesetzt.

    In der Jugend gehörte er übrigens zu jenen Schweizern, die ihr Glück in Schweden versuchten. Während drei Jahren lief er für VIK Västerås HK auf. So durfte er auch 2014 an der U18- und U20-Weltmeisterschaft für die Schweiz auflaufen. 2014 kehrte er in die Schweiz zurück, stieg in der ersten Saison mit Rapperswil-Jona ab, spielte dann für Fribourg, bis er 2020 zu den SCL Tigers wechselte.

    Jetzt will er also mit den SCL Tigers möglichst weit vom Abstieg entfernt bleiben und bislang gelingt ihm das. Der Vorsprung auf den EHC Kloten, der auf dem 13. Platz liegt, beträgt bereits elf Punkte. Zudem scheint zum jetzigen Zeitpunkt eine Teilnahme an den Play-ins realistisch.

    Die Top-4 von Flavio Schmutz

    Im Slapshot Magazin erzählt der 29-Jährige von drei Persönlichkeiten, welche er bewundert und die ihn beeinflussen.

    4. Samuel Giger (Schwingen)

    "Durch meinen Vater bekam ich Interesse am Schwingsport und seit Samuel Giger auf der grossen Bühne mitschwingt, würde ich mich beinahe als Fan bezeichnen", äussert sich Schmutz und erklärt, dass er, wie Giger auch, aus dem Thurgau stammt. "Ich bewundere ihn für seine Bescheidenheit", sagt Schmutz weiter.

    3. Didier Cuche (Ski Alpin)

    "Ich bin allgemein sportinteressiert und im Winter schaue ich mit meiner Freundin oft Skirennen im Fernsehen", äussert sich Schmutz und erklärt, dass er früher Didier Cuche stets verfolgt hatte. Weiter meint der Stürmer der Tigers: "Bei ihm beeindruckt mich, wie er mit seinem Erfolg stets bodenständig umgegangen ist."

    2. Roger Federer (Tennis)

    Die meisten Schweizer Sportler würden Roger Federer wohl in ihre Top-4 nehmen und so tut dies auch Flavio Schmutz: "Die Art, wie er sich gibt, und wie er als grosser internationaler Sport-Star auftritt, ist bemerkenswert", sagt der Tigers-Stürmer.

    1. Nicklas Bäckström (Eishockey)

    Seine Nummer eins kommt aber nicht aus der Schweiz, sondern aus Schweden. Der Eishockeyspieler läuft seit 2007 für die Washington Capitals auf. "Ich verfolge ihn schon, seitdem ich etwa 15 Jahre alt bin. Mir gefällt sein Spielstil, und ich versuche, ihm mit meinem persönlichen Stil nachzueifern", sagt Schmutz.