Ex-Eishockey-Crack Kevin Miller verurteilt
Das brutale Foul von Kevin Miller an Andrew McKim im Oktober 2000 hat Folgen. Der Amerikaner wurde vom Bezirksgericht Zürich der einfachen und fahrlässigen Körperverletzung schuldig gesprochen und zu drei Monaten Gefängnis bedingt verurteilt. Die Strafe wurde auf zwei Jahre Probezeit aufgeschoben.
mro22.09.2005, 11.42 Uhr
(si/sda) Kevin Miller muss Andrew McKim, der wegen des Fouls sportinvalid wurde, 10'000 Franken Genugtuung zahlen und ist für die Folgen der Tat zu 100 Prozent schadenersatzpflichtig. Diese Kosten werden auf dem Zivilweg ermittelt. Die Urteilsbegründung folgt zu einem späteren Zeitpunkt. Kevin Millers Anwalt zieht den Fall ans Obergericht weiter.
Der Zwischenfall ereignete sich am 31. Oktober 2000 im Nationalliga-A-Spiel zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos im Hallenstadion. Der ZSC-Kanadier McKim wurde vom damaligen Davoser Miller mit hohem Tempo von hinten angefahren, erhielt einen Ellbogenschlag in den Nacken und schlug dann mit dem Kopf auf dem Eis auf. McKim erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und eine Verstauchung der Halswirbelsäule. Der kanadische WM-Topskorer von 1995 leidet seither an Schwindelgefühlen und Konzentrationsstörungen.
Ex-Davoser wird zur Kasse gebeten
14 Jahre nach seinem brutalen Foul muss ex-HCD-Stürmer Kevin Miller seinem kanadischen Opfer Andrew McKim vom ZSC eine Entschädigung von 1,1 Millionen Dollar bezahlen.
Publiziert: 08.06.2014, 20:01Aktualisiert: 08.06.2014, 21:09
Spätes Urteil: Kevin Miller, seinerzeit beim HC Davos, muss dem gefoulten Andrew McKim eine Entschädigung zahlen.
Diesen Entscheid fällte gemäss nordamerikanischen Medienberichten ein Gericht in Michigan (USA). Das Gericht bestätigte damit nach jahrelangem juristischen Hin und Her ein Urteil des Zürcher Obergerichts und die Ansprüche von Andrew McKims Versicherung.
Im Oktober 2000 hatte Kevin Miller im NLA-Klassiker zwischen den ZSC Lions und dem HC Davos seinen Gegenspieler McKim so schwer verletzt, dass dieser seither sportinvalid ist. Miller schlug McKim mit dem Ellbogen in den Nacken, worauf dieser bewusstlos auf dem Eis aufschlug und sich ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zuzog. McKim lag wochenlang im Spital; die Auswirkungen der Verletzung spürt er noch heute.
Die brutale Attacke beschäftige die Justiz in Schweiz rund zehn Jahre lang. Miller weigerte sich, den Schuldspruch (einfache und fahrlässige schwere Körperverletzung) nach seiner Rückkehr in die USA zu akzeptieren. Vier Jahre nach dem Urteil setzte McKims Schweizer Versicherung die Ansprüche ihres Klienten nun auch vor der amerikanischen Justiz durch.