Dani8 Gsehsch jetzt gopfertammi ich bi nur de zweitjüngst i dem huere Saftlade da
Junge Schnuufer bliibt junge Schnuufer! Und grüen hinder de Ohre sowiso ![]()
Dani8 Gsehsch jetzt gopfertammi ich bi nur de zweitjüngst i dem huere Saftlade da
Junge Schnuufer bliibt junge Schnuufer! Und grüen hinder de Ohre sowiso ![]()
Wie so oft wird das en Tanz uf de Rasierklinge. Jungi - ja. Aber a 1. Stell staht de Erfolg. Und das isch au guet so. Und wänn en Trainer unter Beschuss
chunnt, was zwangsläufig passiert wänn mer nöd gnueg günnt, dänn vertraut mer i sötige Situatione (meischtens) de Erfahrene Lüüt. Isso weil isso.
Usser de Verein und ...... und jetzt chunnt's ..... und s'Publikum verzeiht em Team und Trainer d'Niederlage. Was sit 2000 in Züri zu 100% nümme de
Fall isch.
Ich habe geschrieben es gefällt mir was er zum Konkurrenkampf sagt, nicht was er zum Einbau der Jungen sagt. Wenn (wie jetzt aktuell) ein JB77 sich bei GCK wieder aufdrängen muss, schadet das überhaupt nicht. Von dem her hat er sicher schonmal eine Duftmarke gesetzt. Ich wünschte mir wirklich, dass die Durchlässigkeit zwischen uns und GCK etwas höher ist. Soll einer ruhig mal "dort unten" über seine Einstellung nachdenken. Wenn er dann die NLB rockt wird MC ihn schnell wieder nach oben zitieren (denn oben gibts sicher wieder irgend einen der sich zbsp. auf seiner Vertragsverlängerung ausruht o.ä).
Alles anzeigenhttps://www.tagesanzeiger.ch/zsc-coach-marc…en-697061214387
«Es muss richtig eklig sein, gegen uns zu spielen»
Der 62-jährige Kanadier verspricht vor dem Saisonstart am Freitag gegen Ajoie mehr Unterhaltung. Und er erklärt, warum sein Leben in Zürich nun angenehmer ist.
Marc Crawford, Sie sind als emotionaler Mensch bekannt …
(unterbricht) Ja, das ist so unfair! (lacht)
Wie reagierten Sie auf das 0:4 im Playoff-Halbfinal gegen Biel? Verärgert? Enttäuscht? Desillusioniert?
Es macht nie Spass, eine Serie 0:4 zu verlieren. Das ist mir erst wenige Male passiert. Leider schon zweimal hier in Zürich. Es ist besonders enttäuschend, weil wir es nicht geschafft haben, kompetitiv zu sein. Dafür gab es viele Erklärungen. Ihre Goalies spielten beide hervorragend. Die Bieler hatten einen speziellen Zusammenhalt wegen der Krankheit von Antti Törmänen, sie waren ein Team auf einer Mission. Zudem machten sie einige taktische Dinge, die uns vor grosse Probleme stellten.
Zum Beispiel?
Sie zogen uns auf dem ganzen Eisfeld auseinander. Wir waren zu wenig kompakt. Wir probieren nun, einiges von ihnen zu stehlen und in unser Spiel zu integrieren. Jene Serie zeigte uns auf, was wir noch verbessern müssen. Dem haben wir auch Rechnung getragen mit unseren Transfers. Gerade bei den Ausländern, die nicht nur offensiv spielen, sondern alle auch im Boxplay eingesetzt werden können. Und natürlich hatten wir grosses Glück, dass Denis Malgin zurückgekehrt ist. Es ist wunderbar, dass unser Nummer-1-Center kein Ausländer ist. Das gibt uns Tiefe im Kader. Und es ist grossartig, dass er beim ZSC gross wurde und diesen Club im Herzen trägt.
Sie holten Malgin bei den ZSC Lions einst in der Saison 2014/15 vom Farmteam hoch, als er zarte 17 war. Inzwischen ist er 26. Wie hat er sich verändert?
Er ist ein Leader geworden. Als ich ihn hier als Teenager coachte, suchte er noch seinen Platz im Team und in der Liga. Er hatte schon immer ein exzellentes Spielverständnis und einen grossen Ehrgeiz. Deshalb schaffte er es mit 19 in die NHL, was unglaublich schwierig ist. Seine offensiven Fähigkeiten sind überragend. Ich bin aber auch von seinen Führungsqualitäten beeindruckt. Er spricht die Dinge an, wenn es nötig ist. Er lässt sich weder von mir noch von schwierigen Situationen einschüchtern. Er will einfach nur spielen und Probleme lösen. Ich bin wirklich begeistert von ihm. Aber wer wäre das nicht?
Wieso bekam er in der NHL keinen Vertrag mehr?
Es war ein seltsamer Sommer in der NHL. Viele Teams konnten kein Geld mehr ausgeben, weil sie so nahe am Salärlimit waren. Und jene wenigen, die noch Geld zur Verfügung hatten, wie Chicago, Anaheim oder Arizona, haben viele junge, aufstrebende Spieler in der Pipeline. Deshalb holten sie keinen 26-Jährigen wie Denis. In vielen anderen Jahren hätte er wohl einen Vertrag für 1,2 bis 1,5 Millionen Dollar erhalten. Diesmal nicht. Umso besser für uns.
«Das Erbe von Mathias Seger lebt bei uns weiter.»
Besteht nicht die Gefahr, dass nun beim ZSC alle denken: Malgin wird es schon richten?
Das glaube ich nicht. Wir haben viele Spieler, die ihn unterstützen und auf die richtige Weise spielen. Auf der Centerposition haben wir mit Juho Lammikko und Derek Grant zwei Jungs mit einer tadellosen Einstellung und den Qualitäten, die uns wichtig sind. Wir haben eine gute Führungsgruppe mit erfahrenen Spielern wie Patrick Geering, Reto Schäppi oder Chris Baltisberger. Das Erbe von Mathias Seger lebt bei uns weiter. Aber andere Teams wie Zug oder Genf haben sich diese Siegerkultur inzwischen auch angeeignet. Zu siegen ist eine enorm wertvolle Erfahrung.
Haben Sie sich den Final zwischen Servette und Biel angeschaut?
Natürlich. So gut, wie die Bieler gegen uns gespielt hatten, dachte ich, niemand könnte sie stoppen. Aber die Genfer hatten gerade noch genug Energie, um im Final genau so zu spielen, wie sie spielen mussten: hart, mit viel Tempo und Intensität. Sie hatten einige richtige Playoff-Spieler. Es macht keinen Spass, jeden zweiten Abend gegen Noah Rod zu spielen. Oder gegen Tanner Richard oder Daniel Winnik.
Ist das ein Element, das Sie in Zürich noch mehr hineinbringen wollen?
Absolut. Wir müssen ein Team werden, gegen das es richtig eklig ist zu spielen. Das kann man auf unterschiedliche Weise erreichen. Aber sicher gehört das Körperspiel dazu. Als wir 2014 Meister wurden, war einer unserer Schlüsselspieler Dan Fritsche. Er lieferte dem Klotener Center Tommi Santala im Final einen erbitterten Kampf. Es dauerte immer ewig, bis sie sich beide zum Bully hingestellt hatten, weil sie auch da um jeden Zentimeter kämpften.
Als sie die ZSC Lions von 2012 bis 2016 coachten, begeisterten diese mit Offensiv-Eishockey. Letzte Saison war Ihr Team nach geschossenen Toren gerade mal die Nummer 7 der Liga. Sieht man nun wieder angriffigere Zürcher?
Wir waren in meiner ersten Zürcher Zeit auch defensiv sehr solide. Aber es stimmt schon: Man darf auch nie vergessen, dass wir im Unterhaltungsbusiness sind. Meine Teams spielten meistens offensiv, aber das wurde auch oft so gefordert. Als ich 1998 nach Vancouver kam, hatte uns Pawel Bure gerade verlassen. Wir suchten eine neue Identität und versuchten, ein aufregendes Team zu sein. Das war die Philosophie von Brian Burke, dem General Manager. Auch in Zürich wollen sie ein Team, dem man zujubeln kann. Was gibt es dafür Besseres, als Tore zu schiessen? Wenn wir Tore schiessen, haben alle Spass. Wir wollen mit viel Speed und Energie spielen. Und zwar über vier Linien. Das wird unsere Gegner zermürben.
Die Breite im ZSC-Kader ist in der Tat eindrücklich. So, dass Sie schon vor Saisonstart mit Jérôme Bachofner und Kyen Sopa zwei National-League-Spieler ins Farmteam schickten. Werden Sie auch nicht davor zurückschrecken, noch prominentere Spieler zuschauen zu lassen?
Ich werde harte Entscheidungen treffen müssen. Keine Frage. Aber mir geht es nicht darum, jemanden zu bestrafen. Sondern darum, dass wir das beste Team werden, das wir sein können. Und da hilft es, den Konkurrenzkampf anzuheizen. Einige werden erstmals überhaupt so richtig um ihre Position kämpfen müssen. Wie gehen sie damit um? Wichtig ist mir aber, festzuhalten: die Tür ist nie zu. Bachofner etwa hat die richtige Reaktion gezeigt. Er hat fast in jedem Vorbereitungsspiel mit GCK ein Tor erzielt. Ich beobachte das sehr genau. Wer hätte letzte Saison gedacht, dass Robin Leone eine solche Rolle bei uns einnehmen würde? Aber er war schlicht besser als andere.
«Es ist nie einfach, einen Spieler aus dem Team zu nehmen. Aber es ist einfacher für mich als für ihn.»
Alle erwarten von den ZSC Lions den Titel. Können Sie sich da den Luxus leisten, auf Junge zu setzen?
Ich sehe das nicht als Luxus, sondern als Notwendigkeit. Wir haben viele gute junge Spieler, unsere U-20 wurde Schweizer Meister. Wir brauchen junge Beine. Natürlich brauchen wir auch die Erfahrenen, aber es muss ein guter Mix sein. Nehmen wir etwa Daniil Ustinkov. Er ist jetzt schon gut, aber schauen wir einmal, wie gut er in drei, vier, fünf Monaten ist. Ich will die Jungen so weit bringen, dass sie uns wirklich weiterbringen können. Ich mag diesen Teil meines Jobs sehr.
Fällt es Ihnen mit Ihrer Erfahrung leichter, harte Entscheidungen zu treffen?
Es ist nie einfach, einen Spieler aus dem Team zu nehmen. Aber es ist einfacher für mich als für ihn. Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie es ist, zuschauen zu müssen. Es macht keinen Spass. Die Kommunikation ist der Schlüssel. Ich werde keinen Spieler auf die Tribüne setzen, ohne ihm die Gründe zu erklären. Ich werde nicht immer richtigliegen. Aber ich versuche, öfter richtigzuliegen als falsch. Und offen zu kommunizieren.
«Wir haben mehr Freunde hier und sind vertrauter mit dem Schweizer Lebensstil.»
Worauf haben Sie bei der Auswahl der Ausländer geachtet?
Zuallererst auf ihren Charakter, dass sie gute Teamkollegen sind. Wenn ich zurückschaue: Spieler wie Ryan Keller oder Ryan Shannon waren für uns enorm wertvoll. Oder Robert Nilsson, auch wenn er nicht als Ausländer gegolten hat. Du brauchst Jungs, die gerne in die Halle kommen. Es ist nicht immer angenehm, manchmal ist der Trainer wütend oder das Training hart. Da braucht man jemanden, der die Stimmung auflockert.
Traf es Sie, dass der Schwede Lucas Wallmark wegen Ihnen zu Freiburg wechselte?
Früher hätte ich mir das noch zu Herzen genommen. Wir haben uns am Schluss ausgesprochen, und ich dachte, er würde bleiben. Aber er hat schon recht: Manchmal passt es einfach nicht. Seine Qualitäten sind wohl eher auf das Spiel ausgerichtet, das man vor mir pflegte. Aber er ist ein sehr intelligenter Spieler. Ich wünsche ihm nur das Beste – ausser in den Spielen gegen uns.
Sie sind das zweite Mal in Zürich. Sieht Ihr Leben hier nun anders aus?
Was anders ist: Wir haben mehr Freunde hier und sind vertrauter mit dem Schweizer Lebensstil. Nur schon Details, wie man sich etwa beim Essen verhält. Das macht es viel angenehmer. Beim ersten Mal war für meine Frau und mich alles neu gewesen. Zudem verfahre ich mich nicht mehr so oft.
Dank Google Maps?
(lacht) Ja, das hilft natürlich auch. Aber ich habe nun auch ein besseres Gefühl für dieses Land. Ich weiss in etwa, wo ich durchfahre. Aber der grösste Unterschied ist schon, dass wir viel mehr Leute kennen. Du musst auch mal abschalten. Du kannst nicht 24 Stunden am Tag über Eishockey reden.
Gfallt mer waser da zum Konkurrenzkampf sait. Hoffentli zieht ers au durre.
Komfortzone Bern??? Wirklich???
Und ist dann heldenhaft zum Miliardär Strebel und seinem Hobby, dem EVZ ink. neuem Stadion, welcher ihm garantiert mehr Lohn zahlt als
die Berner damals gezahlt haben (auch wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, dass Genoni, Hoffmann, Kovar und Co. nur wegen der exellenten
Kirschtorte, der super Betreuung und dem OYM gewechselt haben) ......
WIRKLICH?
Komfortzone in dem Sinn, dass du mehrmals Meister geworden bist und darum eine neue Challenge suchst. Er hätte ja sowohl in den Bergen als auch bei den Schlafmutzen bleiben können. Wäre sicher komfortabler und risikoärmer gewesen.
Alles anzeigenEine weitere glanzlose Saison kann sich die sportliche Leitung der ZSC Lions nicht leisten
https://www.nzz.ch/sport/zsc-lion…-her-ld.1755749
Eine weitere glanzlose Saison kann sich die sportliche Leitung der ZSC Lions nicht leisten
Die Verletzung des Stürmers Sven Andrighetto trübt bei den ZSC Lions die Freude über Denis Malgins Rückkehr. Sie erhöht aber auch den Druck auf den CEO Peter Zahner und den Sportchef Sven Leuenberger. Nun muss der Titel her.
Gut eine Woche vor dem Meisterschaftsauftakt gegen den HC Ajoie meldeten sich die ZSC Lions mit einem medizinischen Update in der Öffentlichkeit. Unter dem Titel «Sven Andrighetto verletzt» kündigte der Klub an, dass der abschlussstarke Stürmer zumindest den Saisonstart verpassen wird. Andrighetto laboriert immer noch an einem komplizierten Bruch am Handgelenk, den er im vergangenen Dezember erlitten hat. Die Saison war danach für den 30-jährigen Flügel mehr oder weniger gelaufen.
Im Frühling unterzog sich Andrighetto einer Operation, von der er sich bis heute nicht vollständig erholt hat. Der betroffene Knochen ist ungenügend durchblutet und heilt entsprechend schlecht. Mittlerweile steht Andrighetto wieder auf dem Eis, mit der Mannschaft trainieren aber kann er weiterhin nicht. Der ZSC-CEO Peter Zahner sagt, es sei denkbar, dass Andrighetto die ganze Saison verpassen werde.
Das wäre ein Worst-Case-Szenario. Der Sportchef Sven Leuenberger hofft, dass Andrighetto dem Trainer Marc Crawford ab November wieder zur Verfügung stehen wird. Er sagt aber auch: «Umso wichtiger ist es, dass sich Denis Malgin uns wieder angeschlossen hat.» Nach einer NHL-Saison bei den Toronto Maple Leafs und den Colorado Avalanche ist der 26-jährige Stürmer diesen Sommer zu seinem Stammklub zurückgekehrt.
Denis Malgin ist der grosse Hoffnungsträger
Leuenberger sagt, Malgin habe den Wert eines zusätzlichen Ausländers. Im Stillen hofft der Sportchef darauf, dass auch Tim Berni seine Zelte in Übersee abbrechen und in die Schweiz zurückkehren wird. Der 23-jährige Verteidiger verliess die Lions vor zwei Jahren und schloss sich den Columbus Blue Jackets an. Die meiste Zeit spielte er allerdings im Farmteam in Cleveland. Einen neuen Vertrag hat Berni bisher nicht unterschrieben.
Vor Ablauf der Transferfrist haben ihm die Blue Jackets ein Angebot gemacht, das verhindert, dass er Free Agent wird und sich seinen neuen Klub in der NHL frei aussuchen darf. Der Spieler lehnte dies ab, sein Agent Gaëtan Voisard sagte aber gleichzeitig, der Fokus seines Klienten liege weiterhin in Nordamerika.
Berni ist vor wenigen Tagen ins Prospect-Camp der Blue Jackets abgereist, hofft allerdings weniger auf einen neuen, besseren Vertrag als auf einen Transfer zu einem Team, in dem er eine bessere Rolle erhält. Das Kader der Blue Jackets ist gross und lässt ihm wenig Entwicklungsmöglichkeit. Voisard sagt: «Falls Tim in die Schweiz zurückkehrt, dann nur zu einem Team, das ihm viel Eiszeit und auch Verantwortung übertragen kann. Sein Ziel bleibt die NHL.»
Anders als Malgin, der vertraglich noch an die Lions gebunden war, stünden Berni im Falle einer Rückkehr in die Schweiz alle Türen offen. Sein Vertrag mit den Lions lief vorletzte Saison aus. In Zürich wäre er willkommen. Auch deshalb verzichtete Leuenberger bisher auf die Verpflichtung eines zusätzlichen Ausländers. Selbst in Zürich scheint das Geld nicht mehr einfach so auf der Strasse zu liegen.
Eine Rückkehr Bernis müsste ausserhalb des Budgets finanziert werden. Bis vor kurzem wäre das im finanzstarken Klub kein Problem gewesen. Doch der langjährige Verwaltungsrat und Sponsor Peter Spuhler ist letzte Saison aus der Führung ausgeschieden und soll sich auch sonst vom Klub distanziert haben. Er tut sich offensichtlich schwer mit der grosszügigen Lohnpolitik und der fehlenden Leistungskultur.
Das Team der ZSC Lions gilt als das teuerste der Liga. Insider schätzen, dass allein die erste Mannschaft gegen 14 Millionen Franken kostet. An der freiwilligen Befragung der Liga, dem sogenannten Financial Fairplay, beteiligt sich der Klub wie auch der SC Bern nicht. Leuenberger ist der Diskussion über die Lohnkosten langsam überdrüssig. Er sagt: «Es gibt in der Liga Klubs, die mindestens gleich viel, wenn nicht sogar mehr für ihre erste Mannschaft ausgeben.»
Namen nennt er keine, aber es ist klar, wen er meint: den Lausanne HC und den Genève-Servette HC, der mit der grosszügigen Unterstützung der Fondation Hans Wilsdorf im vergangenen Frühjahr den ersten Titel in seiner über 100-jährigen Geschichte gewonnen hat.
Ein Titel – das ist das, was den Lions fehlt. Meister wurden sie letztmals im Frühjahr 2018. Mit Malgin erreichten sie vor zwei Jahren immerhin den Play-off-Final, in dem sie gegen den EV Zug eine 3:0-Führung verspielten. Diese Demütigung wirkt nach.
Daneben sind die Lions eine Muster-Organisation. Sie haben eine erfolgreiche Nachwuchsabteilung, die regelmässig Titel gewinnt und Talente à discrétion produziert. Neben Berni spielen derzeit mit Kevin Fiala, Jonas Siegenthaler und Pius Suter drei weitere Schweizer in Übersee, die ihre Karrieren im Nachwuchs der Lions begonnen haben. In der Schweiz gibt es kaum einen Profiklub, der nicht mindestens einen ehemaligen ZSC-Eishockeyschüler im Kader hat. Seit der Eröffnung der neuen Arena vor einem Jahr haben die Lions auch ihr Infrastrukturproblem behoben.
Einzig der sportliche Erfolg hält mit dieser Entwicklung nicht ganz Schritt. Im vergangenen Frühjahr scheiterten die Lions im Halbfinal ohne Sieg am EHC Biel. Der Trainerwechsel zu Weihnachten vom Schweden Rikard Grönborg zurück zum Kanadier Marc Crawford verpuffte ohne spürbare Wirkung. Der CEO Peter Zahner verteidigte ihn trotzdem mit Verve, die Lions seien Gefahr gelaufen, mit Grönborg ihre DNA zu verlieren.
Selbst Walter Freys Geduld hat Grenzen
Zur ZSC-DNA gehört der Nachwuchs, der vor allem dem Präsidenten Walter Frey eine Herzensangelegenheit ist. Crawford soll in dieser Saison vermehrt wieder eigene Spieler ins Team einbauen. Doch wie verträglich der bereits 62-jährige Eishockey-Lehrer mit seinen teilweise etwas aus der Zeit gefallenen Ansichten und Methoden noch ist, ist eines der Fragezeichen, das die Lions in die neue Saison begleitet. Crawford pflegt einen Umgangston, der bei der neuen Spielergeneration nicht immer ankommt. Nicht zuletzt deshalb hatte er die Lions im Frühjahr 2016 nach der 0:4-Viertelfinal-Niederlage gegen den SC Bern verlassen müssen.
Walter Frey billigte die Rückkehr des Kanadiers im vergangenen Herbst offensichtlich nicht ohne Skepsis. Doch auch der Präsident will bei all seinem Engagement in die Nachwuchspyramide in erster Linie Titel feiern. Auch dürfte er langsam ungeduldig werden. Jahr für Jahr deckt Frey das strukturelle Defizit von mehreren Millionen Franken, zudem finanzierte er gemeinsam mit Peter Spuhler und dem Versicherungskonzern Swiss Life auch den 207 Millionen Franken teuren Bau der neuen Arena in Altstetten. Das Stadion soll den Lions ermöglichen, wirtschaftlich auf eigenen Füssen zu stehen.
Unter Druck befinden sich deshalb nicht nur die Spieler und der Trainer, sondern auch die sportliche Leitung mit dem Sportchef Sven Leuenberger und dem CEO Peter Zahner. Selbst im nahen Umfeld des erfolgsorientierten Klubs verstanden viele nicht, dass das glanzlose Saisonende gegen den EHC Biel ohne jede personelle Konsequenz geblieben ist.
Leuenberger widerspricht dem Vorwurf, in den vergangenen Jahren zu wenig aus den Möglichkeiten gemacht zu haben. «Natürlich, wir gewinnen nicht in jeder Saison Titel. Aber seit 20 Jahren bewegen wir uns immer unter den Top 4. Davos und Bern etwa standen schon weit länger nicht mehr in einem Halbfinal als wir. Und Lugano erreichte vor fünf Jahren gegen uns zum letzten Mal den Play-off-Final.»
Leuenberger glaubt, die Mannschaft sei in dieser Saison vor allem dank der Rückkehr von Denis Malgin, aber auch durch die Zuzüge des Schweden Jesper Frödén, des Kanadiers Derek Grant und des Letten Rudolfs Balcers im Angriff stärker geworden. Trotz all dem Talent, das sich im Kader tummelte, war die Offensive in der vergangenen Saison die grosse Schwachstelle der Lions. Deshalb ist der Ausfall Andrighettos ein besonders herber Dämpfer.
Danke fürs posten. Folgende Sätze finde ich spannend:
Selbst in Zürich scheint das Geld nicht mehr einfach so auf der Strasse zu liegen.
Eine Rückkehr Bernis müsste ausserhalb des Budgets finanziert werden. Bis vor kurzem wäre das im finanzstarken Klub kein Problem gewesen. Doch der langjährige Verwaltungsrat und Sponsor Peter Spuhler ist letzte Saison aus der Führung ausgeschieden und soll sich auch sonst vom Klub distanziert haben. Er tut sich offensichtlich schwer mit der grosszügigen Lohnpolitik und der fehlenden Leistungskultur.
Alles anzeigen1. ZSC
2. EVZ
3. Biel
4. Genf
5. Lausanne
6. LugaNO
7. SCB
8. Lausanne
9. Davos
10. Rappi
11. Klo
12. Ambri
13. Langnau
14. Ajoie
Malgin trägt uns durch die Quali, Meister wird der Z, nach so langer Zeit wirds wieder mal fällig, Goali wird ein Problem da unsere Nr. 2 verletzt ist.
2x Losann, dafür Fribourg eingespart ![]()
Alles anzeigenGenau und dem ZSC-Fan aus St. Gallen zahlt man dann seine 35.-
ich kann all die Argumentationen einfach nicht nachvollziehen!
Nie ist etwas genug.
Geiles Stadion, gröster Video-Würfel aber man beklagt sich darüber, dass die Auswahl des Essens nicht so gross ist wie in Stadion XYZ oder dass man sein Bier nicht mitbringen kann etc. aber was solls, ich hab mich - und tus noch immer - ja auch über den bescheuerten Sächsilüütemarsch als Torsong beklagt
ZSC-Fans aus St. Gallen? Ich dachte die hocken alle im Aargau, deshalb hat man doch das Stadion dort gebaut ![]()
Es ging ja in diesem konkreten Vergleich nur um die Eintrittspreise, weder ums Essen, noch wer den grössten (was auch immer) hat. Angenommen die Zone 10 wäre inkludiert, die SK schlägt dafür 100.- auf, fährst du unter dem Strich immernoch günstiger. In der Tabelle rutschen wir aber ab. Der Watson-Vergleich hinkt, das ist ein Fakt.
Und überhaupt, wer sich immer über den Torsong beschwert sollte gefälligst..... oh fuck, dä Trumpf-Buur häsch ja sälber scho usgspillt ![]()
Züri isch sogar für de Genoni es zschwers Pflaster
Da kackt sich sogar de Genoni ih.
Wenn er das versucht hätte, wäre er wirklich der Grösste aller Zeiten gewesen/worden...
Aber verständlich, dass er in seine Komfortzone bleibt.
Naja, er hat nach der erfolgreichen Zeit bei Daffos die Komfortzone verlassen und er hat nach der erfolgreichen Zeit bei Bern die Komfortzone verlassen.... Das er es nicht nocheinmal macht, geschenkt.
no offense btw.....
![]()
PS: Er schrieb ja nur vom "fehlenden" ÖV-Ticket. Macht bei mir doch für jedes Spiel 8.80 aus ![]()
S‘Brüggli isch übrigens Gschicht: wäg Asbest abgrisse! Aber ja, für mich isch s‘Hasta au idealer gsi!
ABER: s‘Bier nimm ich na genau gliich ine. En Petbächer und mis DIPA vor de SLA umleere und guet isch. De Becher während em Match mit Wasser fülle. Nach em Match eis/zwei Bierli im „Z“ - mit de S14 han ich objektiv au nöd vill länger als vo mir dihei is Hasta laufe
Vo wo nimmsch de Bächer dusse?
Will jemand von euch der keine SK/Einzelticket hat noch das Spiel am Freitag gegen Ajoie schauen gehen? Wandle meine SK gerne in ein Ticket um. Kann leider nicht gehen..
Lieber eine volle SLA anstatt fehlende SK-Zuschauer, daher bitte melden wer das Ticket will - kostet nichts.
Geiler Move von dir ![]()
Schreib doch im Ticket-Fred

Kristian Kapp
Publiziert: 11.09.2023, 11:32
Zuzug vom KHL-Club Dynamo Moskau: Der Schwede Jakob Lilja wird von Ambris Präsident Filippo Lombardi anlässlich der Team-Präsentation am 6. August 2023 begrüsst.
Foto: Francesca Agosta (Ti-Press/Keystone)
Russland hat die Moralfrage auch ins Eishockey gebracht. Im Zentrum steht die Debatte, ob Clubs noch Spieler verpflichten sollen, die in der Saison 22/23, also nach Kriegsbeginn am 24. Februar 2022, in der russischen Kontinental Hockey League (KHL) unter Vertrag standen.
Die Diskussionen sind je nach Land mehr oder weniger gehässig. Als der SC Bern diesen Mai Goalie Adam Reideborn von ZSKA Moskau verpflichtete, wurden die Berner Social-Media-Kanäle überflutet mit einem Shitstorm, vor allem aus Reideborns Heimat Schweden. Kleiner war die Aufregung, als derselbe SCB kürzlich Corban Knight von Awangard Omsk unter Vertrag nahm. Knight ist Kanadier, in seiner Heimat ist diese Debatte weniger intensiv.
Weil die schwedische SHL und die finnische Liiga sich weigern, Spieler zu verpflichten, die nach 21/22 in der KHL unter Vertrag standen, rückte die Schweiz bereits letzte Saison in den Fokus der Diskussion. Fünf NL-Teams holten mitten in der Saison einen KHL-Spieler. Kritik gab es auch aus dem skandinavischen Raum, wo die NL selbst von Club-Funktionären als unmoralische Liga bezeichnet wurde.
In Schweden nicht mehr willkommen: Torhüter Adam Reideborn im Training des SC Bern.
Foto: Raphael Moser
Die Standpunkte könnten unterschiedlicher kaum sein: Für Kritiker lässt sich ein Spieler, der trotz Krieg im Land blieb, zum Teil einer Propaganda-Maschine machen, als welche die KHL durchaus auch angesehen werden kann – und zwar nicht nur, weil in Russland Steuereinnahmen aus dem Sport indirekt den Krieg mitfinanzieren dürften.
Deutlicher wird es, wenn auf Fassaden und Videowürfeln von KHL-Stadien das als Militär-Symbol bekannte «Z» zu sehen ist. Oder wenn ZSKA, wo zum Beispiel der Schwede Fredrik Claesson nach wie vor spielt, in Anlehnung an ein Kampfbataillon gestaltete Einlaufleibchen inklusive «Z» trägt – so geschehen vor einer Woche beim Saisonauftakt.
Für die Spieler und ihre Fürsprecher sind sie hingegen einfach Athleten, die nichts mit dem Krieg zu tun haben, sondern bloss ihrem Beruf nachgehen. Oft tun sie dies auch mit einer Portion Naivität. Oder wie es ein in der NL tätiger Kanadier über Landsleute sagt: «Gerade bei jenen, die zuvor nie ausserhalb Nordamerikas gespielt haben, ist oft grosses Unwissen über die ganze Situation zu spüren.»
Mit 41 Athleten bilden Kanadier die aktuell mit Abstand grösste Fraktion an KHL-Imports, ihre Zahl blieb seit Kriegsbeginn konstant – im Gegensatz zu Spielern aus einigen anderen Nationen.
Ist die NL wirklich DIE unmoralische Liga, die am fleissigsten «Russland-Legionäre» aufnimmt? Die fünf KHL-Spieler der letzten Saison sind zwar wieder weg, dafür kamen für die Saison 23/24 vier andere: Nebst den SCB-Zuzügen der Amerikaner Anthony Louis (von Barys Astana zu Langnau) und der Schwede Jakob Lilja (von Dynamo Moskau zu Ambri). Fakt ist aber auch: In die deutsche DEL wechselten im Sommer sogar fünf KHL-Spieler, darunter der Schwede Adam Almquist, der Traktor Tscheljabinsk schon letzten Dezember Richtung EV Zug verlassen hatte.
Für 23/24 finden sich in vier anderen Ligen acht weitere Spieler, die letzte Saison in der KHL tätig waren, darunter mit Michal Jordan ein Sonderfall in Finnland. Obwohl die Liiga den Tschechen verschmähen müsste, da er 22/23 bei Amur Chabarowsk begann, kam er bei den Pelicans Lahti unter – auch weil er die KHL wie Almquist schon mitten in der letzten Saison Richtung Rapperswil-Jona verlassen hatte. Trotz aller Vehemenz ist in dieser Debatte nicht immer alles logisch …
Die Clubsuche für nicht mehr in der KHL tätige Imports ist aber kein Selbstläufer: 20 sind vertragslos, darunter mit Andrew Calof (Lausanne), Joe Morrow (Davos) und Yohann Auvitu (Servette) auch drei, die während der letzten Saison in die Schweiz wechselten.
Lohn und Lebensqualität machen die NL gemeinsam mit der SHL zur begehrtesten Destination von Spielern ausserhalb der NHL, die nicht (mehr) in die KHL wollen. Beliebte Alternativen sind Finnland, Deutschland und sogar Tschechien, wo Top-Clubs ihren besten Imports bis zu knapp 200’000 US-Dollar pro Saison zahlen – netto. Die Türen in Schweden und Finnland sind für KHL-Spieler nun aber zu, selbst für einheimische: Weder Lilja noch Reideborn hätten in die SHL wechseln können.
Die Schweizer Clubs haben im Gegensatz zu jenen in Schweden und Finnland untereinander zwar keine Abmachung, auf KHL-Söldner zu verzichten. Dennoch werden diese Transfers clubintern intensiv diskutiert, denn, so Langnaus Sportchef Pascal Müller: «Am Ende muss die ganze Organisation inklusive Coaching-Team hinter dieser Verpflichtung stehen können.»
Zitat«Man sollte immer die Geschichte hinter einem Menschen kennen, bevor man sich äussert.»
Simon Moser, Captain SC Bern
Ähnlich tönt es in Bern, wo Andrew Ebbett sagt: «In diesen Fällen befasst du dich noch intensiver mit potenziellen neuen Spielern als sonst.» Für den SCB-Sportchef hätten bei Reideborn und Knight zwei Faktoren entscheidende Rollen gespielt: «Zum einen unterschrieben beide ihren letzten KHL-Vertrag vor Kriegsbeginn. Zum anderen sind wir dank intensiver Background-Checks überzeugt, zwei charakterstarke Spieler verpflichtet zu haben.»
In Langnau habe es von Fans oder Sponsoren keine Proteste gegeben, sagt Müller. Zudem betont er wie auch Ebbett, keine negativen Rückmeldungen aus der Mannschaft erhalten zu haben. SCB-Captain Simon Moser sagt dazu: «Man sollte immer die Geschichte hinter einem Menschen kennen, bevor man sich äussert. Oft wird vorschnell geurteilt und verurteilt, Vorwürfe inklusive, obwohl man die Hintergründe gar nicht kennt.»
Ja, findet Paolo Duca. Auch Ambris Sportchef betont die Wichtigkeit des Zeitpunktes der Unterschrift unter den letzten KHL-Vertrag. Sein neuer Stürmer Lilja steht exemplarisch für jene Geschichte, die viele Spieler erzählen. Schon vor dem Überfall Russlands unterschrieb er für 22/23 und 23/24 bei Dynamo Moskau. Nach Kriegsbeginn wollte er nicht mehr zu Dynamo und bot sich in Europas Topligen an – auch NL-Teams wie der EV Zug, dessen Headcoach Dan Tangnes Lilja in Schweden sieben Jahre lang trainiert hatte, zeigten Interesse.
Dynamo aber beharrte auf den Transferregeln des internationalen Verbands IIHF. Und die Moskauer pochten auf den Vertrag und die in der KHL gültigen Vorgaben bei Auflösung seitens des Athleten: Spieler bis 28 müssen zwei Drittel ihrer verbleibenden Lohnsumme dem Club bezahlen, ältere nur ein Drittel. «Diese Regel soll die KHL-Clubs vor abrupten Abgängen ihrer jungen Spieler schützen», erklärt Aljosa Pilko – der Slowene ist der einflussreichste Agent von Importspielern in der KHL. Lilja, damals 28, hätte somit rund eine Million Dollar Strafe an Dynamo zahlen müssen – also blieb er ein Jahr, bevor er sich als 29-Jähriger deutlich kostengünstiger verabschieden konnte.
Lilja ist keine grosse Nummer im internationalen Eishockey, in seiner einzigen Nordamerika-Saison verdiente er nach Abzug der Steuern rund 300’000 US-Dollar. Nicht alle Spieler könnten sich darum so einen Freikauf in Millionenhöhe leisten, sagt Duca. Er sieht folglich keine Probleme in Liljas Verpflichtung: «Was will man ihm vorwerfen? Wir reden über Menschen, die einen langen Vertrag nicht auflösen konnten.»
Duca erhält Zustimmung. EVZ-Trainer Tangnes, der letzten Dezember den aus Tscheljabinsk kommenden Almquist ins Team zu integrieren hatte, sagt: «Viele machen sich Meinungen zu diesem Thema, ohne alle Fakten zu kennen. In dieser Geschichte ist nicht alles schwarz oder weiss.» Für die pauschale Verurteilung aller KHL-Spieler habe er kein Verständnis und verweist auch auf Almquist: «Ich habe keine Probleme mit Spielern in meinem Team, mit denen ich geredet habe und bei denen ich spüre, dass sie gute Menschen sind.»
Adam Reideborn (Goalie SCB, Schweden): «Natürlich gefiel mir nicht alles, was in Schweden über mich geschrieben wurde, nicht alles entsprach der Wahrheit. Ich weiss, dass es auch um Klicks und Aufmerksamkeit geht. Es war nicht so einfach, Russland letzten Sommer zu verlassen, mehrere Optionen platzten nach dem Playoff. Ich bin froh, dass es nun mit dem SCB geklappt hat. Ich kann nicht beeinflussen, ob ich je wieder in der SHL spielen kann, darum ist es sinnlos, mich darüber zu sorgen.»
Corban Knight (Stürmer SCB, Kanada): «Ich unterschrieb meinen KHL-Vertrag vor Kriegsbeginn. Ich hatte nach einem Jahr die Gelegenheit, meinen Vertrag aus persönlichen Gründen aufzulösen, worüber ich sehr froh bin. Zu den Vorwürfen an die KHL-Spieler möchte ich nur so viel sagen: Es ist einfach, von aussen zu urteilen, ohne die genaue Situation jedes einzelnen Spielers zu kennen.»
Anthony Louis (Stürmer SCL Tigers, USA): «Ich wechselte in die KHL, weil ich sie als neue Erfahrung betrachtete und die Möglichkeit sah, mich auf einer internationalen Plattform zu präsentieren. Als ich die Chance hatte, nach einem Jahr in die Schweiz zu wechseln, wollte ich diese wahrnehmen.»
Es ist ein Argument, das ausserhalb der Eishockey-Bubble nicht alle verstehen. Eine ketzerische Gegenfrage lautet dann häufig, ob jemand, der trotz Krieg in der KHL blieb, überhaupt moralisch korrekt handeln könne. Es ist eine emotionale Diskussion, für die nicht alle NL-Entscheidungsträger Verständnis zeigen. Ein Sportchef, der nicht genannt werden möchte, stellt seine eigene Gegenfrage: «Wo blieben die Fragen nach der Moral, als während des Irak-Krieges auch Amerikaner in der Schweiz spielten?»
Reideborn und Louis wechseln in die Schweiz nach auslaufenden KHL-Kontrakten, Knight und Lilja mussten sich aus bis 2024 gültigen freikaufen – alle vier Verträge waren vor Kriegsbeginn unterschrieben worden. Für Diskussionen sorgt in Fällen wie Liljas dennoch auch diese oft gehörte Behauptung: «Spieler könnten doch trotz Verträgen auf den Lohn verzichten und die KHL verlassen.» Ganz so einfach ist das indes nicht – und hier kommt der internationale Verband IIHF ins Spiel.
«Warum erlaubte die IIHF nach Kriegsbeginn nicht allen Imports, die KHL ohne Konsequenzen zu verlassen?», stellt SCB-Trainer Jussi Tapola eine viel gehörte Frage. Bei der IIHF stand so ein Schritt zur Diskussion, aus juristischen Gründen und der Angst vor einer Flut an zu bewertenden Einzelfällen wurde aber entschieden, an den gültigen Regeln festzuhalten.
Die KHL pocht einerseits auf das internationale Transferabkommen. Doch mit ZSKA Moskau hat nun just ein russisches Team einen groben Regelbruch begangen. Der Club setzte beim Saisonauftakt Goalie Iwan Fedotow ein, obwohl dieser von der IIHF bis Ende 2023 gesperrt ist. Der Hintergrund: Fedotow hat einen gültigen NHL-Vertrag bei den Philadelphia Flyers, den er bereits letzte Saison nicht wahrnehmen konnte, da ihm die Ausreise aus Russland verwehrt worden war. Mit dem Vorwurf der Militärdienstverweigerung war Fedotow auf eine Basis auf der Arktis-Insel Nowaja Semlja strafversetzt worden. Damit dies nicht als Vorwand für einen Vertragsbruch und Einsätze in der KHL missbraucht werden kann, sperrte die IIHF den 26-jährigen Goalie.
Auf seinen KHL-Einsatz reagierte die IIHF mit einer 5000 Franken teuren Busse für den russischen Eishockey-Verband sowie mit dem Eröffnen eines Verfahrens. Dieses könnte unter anderem zur Folge haben, dass eine bereits bis August 2024 gültige internationale Transfersperre für ZSKA verlängert wird. (kk)
Diese besagen, dass der Transfer eines Spielers von der IIHF erst dann bewilligt wird, wenn beide Teams und Ligen ihr Okay gegeben haben. Würde ein Spieler trotz laufendem Vertrag Russland ohne Zahlung verlassen, kann die KHL bei der IIHF die Freigabe für andere Ligen blockieren. Ein Trainer, der nicht genannt werden will, findet: «Dies zeigt, wie sehr Russland die IIHF immer noch im Griff hat.» Bei solchen Vorwürfen reagiert diese jeweils mit dem Hinweis auf die Sanktionen gegen Russland, die härter seien als jene diverser anderer Sportverbände.
Lässt sich die NL zweiteilen in eine unmoralische Minderheit und jene elf Clubs, die für 23/24 keine KHL-Spieler verpflichtet haben? Martin Steinegger verneint: «Ich schwinge keine Moralkeule.» Biels Sportchef kennt auch die andere Seite. Als Playoff-Absicherung hatte der EHC im Februar 2022 den russischen Goalie Dmitri Schikin verpflichtet und den Transfer ausgerechnet in jener Woche offizialisiert, in der Russland in die Ukraine einmarschierte. «Wir erhielten auch negative Reaktionen, sowohl von Fans als auch von einem Sponsor», sagt Steinegger.
Diese Episode hat ihn geprägt, Steinegger schliesst dennoch nicht aus, den KHL-Markt in Zukunft zumindest in Erwägung zu ziehen: «Du hoffst, in einer anderen Liga einen gleichwertigen Spieler zu finden. Aber es kann sein, dass du in eine Situation kommst, in der du dringend einen Spieler brauchst.»
Transfer mit Diskussionsfolgen: Goalie Dmitri Schikin spielte unmittelbar nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine neu für den EHC Biel – hier am 5. März 2022 in Rapperswil-Jona.
Foto: Patrick B. Kraemer (Keystone)
Pragmatisch sieht es Marc Gianola. «Ein KHL-Spieler für diese Saison war noch kein Thema», sagt der CEO des HC Davos. Sein Sportchef könne bei Bedarf aber auch in der KHL nach Kandidaten suchen: «Die moralische Frage stellt sich für mich erst dann, wenn ein Spieler nach Kriegsbeginn in der KHL unterschreibt.»
Gianola ist überzeugt, dass während der letzten Transferperiode kurz vor dem Playoff weitere KHL-Spieler kommen werden. Der Hintergrund: Es bleiben zu diesem Zeitpunkt fast nur Finnland und die KHL als Märkte übrig, weil sie die einzigen europäischen Ligen ohne Absteiger sind und darum Spieler eher verfügbar sind. Sollte sein Club dann zu Abnehmern von KHL-Imports gehören, befürchtet Gianola keine Proteste im Clubumfeld wie in Schweden oder Finnland: «Es gilt bei diesen Ländern die historischen Konflikte mit Russland zu beachten. Ich glaube darum, dass es bei diesem Vergleich keine Frage der Moral, sondern eine der Geschichte ist.»
Die 1340 Kilometer lange gemeinsame Grenze, die Kriege 1939 bis 1944: Finnlands Beziehung zu Russland ist belasteter als jene der anderen Hockey-Länder. Es werden wie in Schweden auch keine KHL-Söldner mehr für das Nationalteam aufgeboten. Teemu Pulkkinen, 22/23 einsamer Finne in der KHL und derzeit clublos, wurde in seiner Heimat gar zur Persona non grata. Ein finnischer Trainer sagt auf Anfrage: «Ich verstehe die unterschiedliche geschichtliche Ausgangslage der Schweiz. Was Finnland angeht, hoffe ich aber, dass wir nie mehr KHL-Spieler in die Liiga lassen.» Er erklärt seine Gefühle so: «Mein Grossvater verteidigte das Land gegen Russland. So nahe ist es immer noch.»
Ligaregeln gegen KHL-Transfers gibt es in beiden Ländern zwar nicht: «Wir hätten gar kein Recht, diese zu verbieten», sagt SHL-CEO Johan Hemlin, «das sind Entscheide der Clubs.» Diese scheinen Sponsoren und Fans zu goutieren, ja gar einzufordern: Als Skelleftea kürzlich unter dem Druck diverser Abgänge Kenny Agostino von Torpedo Nischni Nowgorod verpflichtete, war der Protest so gross, dass der Club sich zwei Tage später wieder vom Amerikaner trennte.
Entscheidungsträger in der NL betrachten des sportlichen Drucks wegen die KHL weiterhin auch als Markt. Einer sagt dies: Natürlich sei es nicht gut, mit KHL-Transfers indirekt Russland zu unterstützen. Er verstehe aber auch die Sicht der Spieler im vergleichsweise kleinen Eishockeymarkt: «In vielen anderen Ländern sind die Leute nicht so verwöhnt, sodass, falls es mit dem Hockey nicht klappt, man halt mit einem Bürojob gutes Geld für die Familie verdienen kann.» Auch er behalte die KHL im Auge, denn: «Solange wir keine ligaweite Abmachung dagegen haben, sehe ich keinen Grund, nicht auch für das sportlich bestmögliche Team zu sorgen.»

Marco Oppliger
Publiziert heute um 06:01 Uhr
Es ist kompliziert: Seit die Liga die TV-Rechte an den Sunrise-Sender Mysports vergeben hat, findet das Meisterschaftsgeschehen auf SRF nur noch marginal statt. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)
Ab Mittwoch flitzt der Puck wieder. Mit der Partie zwischen Fribourg-Gottéron und Lausanne startet die National League in die neue Saison. Das Stadion dürfte voll sein, denn die Begeisterung am Eishockey ist ungebrochen. In der abgelaufenen Spielzeit verfolgten 2’979’300 Zuschauerinnen und Zuschauer die 420 Partien in den Arenen – so viele wie noch nie.
Deshalb wirft ein Entscheid des Schweizer Fernsehens Fragen auf: Es stellt die Hintergrundsendung «Eishockey – Inside» ein. Damit findet die National League, das Flaggschiff der nach Fussball populärsten Team-Sportart in diesem Land, im öffentlich-rechtlichen TV vorerst nur noch in Form von dreiminütigen Zusammenfassungen statt. Wie kam es so weit?
Vor einem Jahr hatte die Liga die TV-Rechte an den abopflichtigen Sunrise-Sender Mysports vergeben. Schon in der abgelaufenen Saison berichtete SRF deshalb nur noch marginal über das aktuelle Meisterschaftsgeschehen. Obwohl es nach 23 Uhr und nach der Highlight-Sendung auf dem Free-TV-Sender TV 24 ausführliche Zusammenfassungen senden dürfte – allerdings nur im TV und nicht auf seinen Onlinekanälen.
Ist die Absetzung der Hintergrundsendung nun also als Retourkutsche an die Liga zu verstehen? Davon will Roland Mägerle, Leiter SRF Sport und Business Unit Sport SRG, nichts wissen. Er hält fest: «Die 17 Ausstrahlungen von «Eishockey – Inside» konnten die Erwartungen bezüglich Publikumsinteresse nicht erfüllen. Im Rahmen des unternehmensinternen Reviewprozesses aller SRF-Sendungen wurde deshalb entschieden, dieses Format abzusetzen.» Doch er stellt in Aussicht, dass Hintergrundberichte zur National League in bestehende Sendungen integriert werden könnten.
Gleichwohl stellt sich die Frage, ob SRF keinen Reputationsverlust befürchtet, wenn eine so populäre Sportart dermassen stiefmütterlich behandelt wird. Eishockey bleibe weiterhin ein wichtiger Bestandteil des SRF-Sportprogramms, entgegnet Mägerle und verweist neben den Kurzzusammenfassungen der NL-Partien auf die ausführliche Berichterstattung über die Nationalteams der Männer und Frauen sowie des Spengler-Cups.
Um in der NL am Puck zu bleiben, müsste der Eishockey-affine TV-Zuschauer an sich nur den Kanal wechseln. Denn TV 24 überträgt wiederum 14 Partien am Sonntagabend, dazu sechs weitere Spiele während der Qualifikation. Auch im Playoff soll pro Runde ein Spiel ausgestrahlt werden. Das war eine Bedingung der Liga, und das ist mehr, als je zuvor im Free-TV gezeigt wurde. Bei der breiten Masse scheint diese Neuerung aber noch nicht angekommen zu sein, die Einschaltquoten erreichten in der abgelaufenen Saison nicht annähernd jene Werte der SRG. Ob sich das im zweiten Jahr ändern wird? Man darf gespannt sein.
Wer sich alle Spiele ansehen will, kommt nicht um ein Abonnement bei Mysports herum. Und dafür greift der Eishockey-Fan offenbar gern in die Tasche. Gemäss Mysports-Leiter Matthias Krieb verzeichnet der Sender ein jährliches Wachstum im zweistelligen Prozentbereich.
Übrigens: Die Eishockey-Berichterstattung am TV beschäftigt mittlerweile gar das Bundesverwaltungsgericht. Dies, weil SRF auf seinen Onlinekanälen zu Beginn der letzten Saison die Zusammenfassungen vor 23 Uhr aufschaltete und zudem gemäss Sunrise keine ausreichende Quellenangabe der TV-Bilder machte. Das Bundesamt für Kommunikation hatte Sunrise bei seiner Beschwerde recht gegeben. Aber weil dieser Entscheid Fragen offenliess, gelangten beide Parteien vor das Bundesverwaltungsgericht – das nun schon bald entscheiden könnte. Affaire à suivre.
ENDLICH ENDLICH ENDLICH beginnt die neue Saison!!!! ![]()
"Leider" mit einem (aus meiner Sicht) eher unattraktivem Gegner, aber was solls, endlich (sorry schon nochmals) wieder Live-ZSC-Hockey wos auch um etwas geht, zumindest um ein paar Pünktli. Und wie man weiss, ist es für die "kleinen" Teams jeweils anfangs Saison fast am einfachsten gegen die "grossen" zu Punkten zu kommen, da die Feinabstimmung meistens noch etwas zu wünschen übrig lässt.
Ich freue mich sehr, das Wetter stimmt, man sieht sicher den einen oder anderen zum Anstossen und ansonsten ist einfach geniessen angesagt. Die neuen Nummern lernen, die Stimmung der LB aufsaugen und ab und zu die Sitznachbarn (falls sich einer dieser Firmen Aschua überhaupt antut) mit meinem "ZSC"-Geschrei und rumspringen zum Kopfschütteln bringen. ![]()
PS: Hier noch der letzte Satz aus dem Matchbericht vom Testspiel gegen die Aschualuten: "Dennoch verspricht dieses Testspiel einen spannende Affiche zum Saisonstart in der Swiss Life Arena in zehn Tagen." Verdammt, ich will keine spannende Affiche, ich will das die Jurassier zerstört werden! Die sollten keinen Meter Eis sehen gegen uns....... ![]()
PPS: Wie wärs mit einem kleinen Treffen (für die die Lust haben) in der ersten Drittelspause auf der Terrasse?
Alles anzeigenBesser im Hasta war, es war weniger ein Konsumtempel als jetzt die SLA…
Man konnte Bier mitnehmen, vor dem Stadion umfüllen und bekam dafür sogar einen Becher von der Security.
Gastro war 30% günstiger als heute.
Oerlikon macht mehr Spass als Altstetten. es gab zig Gastro Betriebe in Stadionnähe für vor und nach dem Spiel… Metzgerhalle, Brüggli, Cheyenne, Stadiönli, Pub…
Das Tram fährt direkt vors Stadion.
Und ja es war ein anderes Publikum, es war rauh, verraucht und weniger auf Businnes Seats und Networking ausgelegt. Aber Zeiten ändern sich - in einem neuen Letzi resp Hardturm wäre das ganze nicht viel anders.
ansonsten ist in Altstetten va für die Spieler/innen das meiste besser als im alten Hasta.
Mit deinen Punkten hast du durchaus recht, für mich überwiegen aber die Vorteile in Alstetten ganz klar. Ich möchte nicht mehr zurück!
Ist doch egal, ob 3:0, 0:3 oder 2:2, ich stehe hinter dem Verein und nicht hinter dem Resultat.
Ganz im Gegenteil, mich nervt es extrem wenn leute aus der Kurve oder andere Zler einzelne Spieler sogar beleidigen, wenn sie nicht ihren besten Tag eingezogen haben.
Von mir aus kanns in der Kirche ruhig bleiben aber bitte nicht in unserem "Löwenkäfig"!
Vamos ZSC
Zwischen resultat- bzw. einsatzabhängiger Stimmungsmache und eigene Leute beleidigen liegen Welten. Das würde mir nie in den Sinn kommen.
Plätschert das Spiel aber gemütlich dahin, sitze ich ebenso gemütlich auf meinem Sitz und schaue zu, ohne Support.
Wo du das Zügs immer her häsch ..... Frei nach Mr. Spok: "Faszinierend"
Han s'gliiche dänkt ![]()
Geile Service Sbornaja, merci ![]()
cm54
(ich bleibe trotzdem bei cm8)
Ich denke nicht, dass jetzt schon ein Goalie zur Absicherung verpflichtet wird. Sollte Horst ausfallen, könnte ja immernoch eine Nr. 2 eines anderen Vereins ausgeliehen werden. Haben ja schon diverse Vereine in letzter Zeit praktiziert.
Versuchsweise, Kompromiss, kurze Pausen, nicht wahrnehmbar….. alles scheinheilige getuhe um die Leute zu beruhigen. Ich kann euch garantieren, dass ab der nächsten Saison dies bei jedem Spiel sein wird. Dann werden auch die Intervalle kürzer, die Pause länger. Wenn dann noch die Unsägliche Verpflasterung des Eisfeldes kommt, können die mich alle am …..
Powerbreaks, Sonntag "Topspiel" 20:00, gestückelte Playoffs, 6 Ausländer, Playins, Erhöhung Mysports Abopreis, 14er Liga
der Krug geht zum Brunnen bis er bricht...
Word! Habe genau das gleiche gedacht, irgendwann ist dann einfach genug.
Ja gut, wenn man sich bei einem 0:5 Spielstand selber feiert kann ich das irgendwodurch noch nachvollziehen....am besten mit dem Rücken zum Spielfeld
Aber diese endlosen Lieder ohne Bezug zum Spielstand sind schon unsäglich, dann lieber eine andächtige Stille, vielleicht hin und wieder unterbrochen durch ein kräftiges "HAUEM EIS!"
Aber klar, kann man auch anders sehen. Ansonsten ist es bei mir so, dass der Funke vom Feld auf mich überspringen muss und nicht umgekehrt. Wenn der Einsatz stimmt und Druck auf den Gegner erzeugt wird, dann peitsche ich die Jungs noch so gerne an.
Und ich glaube bei uns ist die Gefahr, dass der durchschnittliche Kurvenbesucher (bzw. Ultra) durch Touris ersetzt wird nicht wirklich gross. Da muss sich sogar das Zürcher Fussballpublikum keine Sorgen machen......