Diese Neuzugänge konnten bislang überzeugen
Sechs unterschiedliche Clubs und zwei Schweizer stehen in den Top-Six der Transfers
Die ersten Teams der National League sind bereits in die zweite Hälfte der Regular Season gestartet. Wir haben den Zeitpunkt genutzt, um die vor der Saison getätigten Transfers miteinander zu vergleichen. In Anlehnung an die Starting-Six haben wir die Top-Six der Transfers zusammengestellt, eine wahrlich herausfordernde Aufgabe, denn zahlreiche gute Leistungen haben die Auswahl erschwert.
Torhüter: Harri Säteri (EHC Biel-Bienne)
Der EHC Biel musste nach der Nachricht des Ausfalls von Joren van Pottelberghe reagieren. Die Seeländer haben sich für einen Finnen entschieden und von den Arizona Coyotes Harri Säteri verpflichtet. 15 Spiele in der NHL hatte Säteri absolviert, daneben lief er auch in der KHL auf. In einer engen Auswahl hat er sich schliesslich hauptsächlich gegen die Konkurrenz aus Zürich, gegen Simon Hrubec, durchgesetzt. Bei der bisherigen Fangquote unterscheiden sich die beiden Torhüter erst in der Nachkommastelle, bei den Shutouts sind die beiden mit je vier gleichauf. Ausschlaggebend für Säteri war schlussendlich, dass er in Biel deutlich mehr Einsätze abgespult hat, als Hrubec bei den ZSC Lions. Eins ist jedoch sicher, die National League wurde im Sommer durch mehrere starke Torhüter bereichert.
Rechter Verteidiger: Dean Kukan (ZSC Lions)
Nach vier Jahren in Schweden und sieben Spielzeiten in Übersee ist Dean Kukan im Sommer in die Organisation der ZSC Lions zurückgekehrt. Kukan hat bei den Lions, seinem Ausbildungsclub, bis 2027 unterschrieben und soll damit langfristig eine Teamstütze darstellen. Bezüglich Eiszeit musste Kukan bislang zwei anderen Verteidigern den Vortritt lassen, konkret stehen Yannick Weber und Mikko Lehtonen länger auf dem Eis. Dennoch ist Kukan ein wichtiger Leistungsträger und das in beiden Special-Teams. Nicht nur vor dem eigenen Tor, sondern auch vor dem gegnerischen erledigt Kukan wichtige Arbeit. Nach 25 Einsätzen steht er bei 22 Torbeteiligungen, damit trägt er sogar das Topscorertrikot bei den Lions, was als Verteidiger bei diesem Spitzenteam definitiv keine Selbstverständlichkeit ist.
Linker Verteidiger: Klas Dahlbeck (HC Davos)
Auch in der Verteidigung ist die Entscheidung bezüglich der Auswahl nicht leicht gefallen, mit Romain Loeffel spielt beispielsweise ein weiterer Offensivverteidiger eine sehr starke neue Spielzeit bei seinem Verein. Wir haben uns aber für ein ergänzendes Gegenstück zu Kukan entschieden, sprich einen linken Abwehrspieler und einen Defensivverteidiger. Ein solcher ist der Schwede Klas Dahlbeck, er ist aus der KHL vom CSKA Moskva ins Bündnerland gestossen. Der 31-Jährige, der in der NHL für die Chicago Blackhawks, die Arizona Coyotes und die Caroline Hurricanes gespielt hat, wird vertraglich bis 2024 beim HCD verteidigen. Dahlbeck hat in Davos die höchste durchschnittliche Eiszeit, damit sorgt er natürlich für eine deutliche Entlastung für seinen Landsmann Magnus Nygren. Dahlbecks Ausrichtung zeigt sich dadurch, dass er weniger im Powerplay und häufig im Boxplay auf dem Eis steht.
Rechter Flügelstürmer: Tyler Moy (SC Rapperswil-Jona Lakers)
In der letzten Saison gelang es den SC Rapperswil-Jona Lakers unerwartet den Ligatopscorer zu stellen. Der Tscheche Roman Cervenka stürmte er mit 64 Torbeteiligungen zu dieser prestigeträchtigen Auszeichnung. Seit diesem Sommer haben die Rosenstädter einen Stürmer in den eigenen Reihen, der teamintern Cervenka das Wasser reichen kann. Es ist allerdings nicht einer der zusätzlichen Importspieler, sondern ein Schweizer mit Wurzeln in den USA. Tyler Moy wechselte von Genf nach Rapperswil-Jona. Nach Lausanne und Genf als Stationen in der Romandie ist Moy nun in der Ostschweiz angekommen. Bereits jetzt ist klar, der 27-Jährige spielt seine erfolgreichste Regular Season in der National League. Bei den Aigles erreichte er zweimal 24 Scorerpunkte, aktuell steht Moy bei 27 Zählern. Ein Schweizer mit diesen Scorerfähigkeiten darf in einer Top-Six definitiv nicht fehlen.
Linker Flügelstürmer: Chris DiDomenico (SC Bern)
Auch das Pendant zu Moy auf der linken Seite spielte bereits in der letzten Saison in der National League. Zugegeben, der linke Flügel ist eigentlich nicht Chris DiDomenicos Domizil, der Kanadier kann aber in der Offensive einfach überall überzeugen und darf in dieser Auswahl definitiv nicht fehlen. In Bern macht der letztjährige Teamleader des HC Fribourg-Gottéron nahtlos dort weiter, wo er aufgehört hat. Mit bislang 25 Scorerpunkten ist er auf Kurs, erneut die Marke von 50 Torbeteiligungen zu knacken. DiDomenico ist sowohl spielerisch als auch emotional ein Antreiber und mitverantwortlich, dass beim SC Bern im Vergleich zur Platzierung in der Vorsaison doch eine Steigerung festzustellen ist. Bei ihm persönlich ist eine Steigerung der Torfrequenz festzustellen, zieht er so weiter, könnte er zum ersten Mal seit der Spielzeit 2014/15 die Anzahl von zwanzig Treffern in einer Qualifikation erreichen. Mit seiner wichtigen Rolle lässt er es auch etwas vergessen, dass der Heisssporn zuletzt wieder zum regelmässigen Bussensammler mutierte.
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