Drei Gründe, wieso die Zürcher die Leventiner unterstützen
Die ZSC Lions drücken dem HC Ambri-Piotta die Daumen
Am Mittwochabend findet das letzte Spiel der diesjährigen National League Play-Ins statt. Nach dem umkämpften 1:1 in Biel empfängt nun der HC Ambri-Piotta den EHC Biel in der Gottardo Arena. Der ZSC schaut gebannt zu. Es stellt sich die Frage, wie die Partie ausgehen muss, um dem ZSC in die Karten zu spielen. Doch wovon hängt der Wunschgegner der Zürcher schlussendlich ab?
Drei Gründe, wieso die Zürcher die Leventiner unterstützen
Die ZSC Lions drücken dem HC Ambri-Piotta die Daumen
vor 4 Stunden
sport.ch
Am Mittwochabend findet das letzte Spiel der diesjährigen National League Play-Ins statt. Nach dem umkämpften 1:1 in Biel empfängt nun der HC Ambri-Piotta den EHC Biel in der Gottardo Arena. Der ZSC schaut gebannt zu. Es stellt sich die Frage, wie die Partie ausgehen muss, um dem ZSC in die Karten zu spielen. Doch wovon hängt der Wunschgegner der Zürcher schlussendlich ab?
20:00 
Direktbegegnungen und Statistiken
Bei den Direktbegegnungen der Regular Season zeichnet sich ein klares Bild: Ob gegen Biel oder gegen Ambri - der ZSC ist überlegen. Während die Tessiner zumindest eines der Direktduelle für sich entscheiden konnten - wenn auch erst in der Overtime, mussten sich die Bieler gleich viermal geschlagen geben. Ebenfalls schien die Zürcher Defensive anfälliger auf die Ambri-Stürmer als auf jene der Seeländer. Den Tessinern gelangen in den vier Spielen doch ganze dreizehn Tore gegen die Zürcher, den Bielern nur deren sechs. Im Hinblick auf Playoff-Begegnungen sieht die Sache dann doch etwas anders aus. Nachdem sie in der Saison 21/22 im Playoff-Viertelfinale gegen die Zürcher ausgeschieden waren, erlaubten sich die Bieler im letzten Jahr eine Machtdemonstration und verdrängten die ZSC Lions mit einem Sweep aus dem Halbfinale. Eine solche Leistung kann man im Tessin nicht verbuchen. In jüngerer Zeit blieb Ambri-Piotta die Playoff-Teilnahme oft verwehrt. Wenn nicht, so überlebten sie den KO-Modus nicht lange genug, um überhaupt auf die Zürcher treffen zu können.
Die Goalie-Schlüsselspieler
Gewinnen heisst Tore schiessen. Um dem ZSC einen Strich durch die Rechnung zu machen, benötigen die Zürich-Gegner einen starken Goalie. Diesen kann in dieser Saison besonders der EHC Biel vorweisen. Der Mann zwischen den Bieler-Pfosten, Harri Säteri befindet sich mit einem Gegentore-pro-Spiel-Durchschnitt von 2.29 an vierter Stelle im Goalie-Klassement der Regular Season. In den Play-Ins führt er mit fünf erhaltenen Toren in drei Spielen die Statistik an. Nicht mehr ganz so ausdrucksstark, aber dennoch ansehnlich ist Säteris Statistik gegen den ZSC selbst. Im Playoff-Halbfinale der letzten Saison musste Säteri in drei Spielen sechsmal hinter sich greifen. Der Finne hat das Potenzial, um Spiele für sein Team gewinnen zu können.
Doch auch die Tessiner können auf einen starken hintersten Mann zählen. Janne Juvonen spielte dieses Jahr eine zweite starke Saison, wenn auch nicht ganz auf dem Level Säteris. Erschwerend kommt dazu, dass Juvonen zurzeit im Tor der Biancoblu fehlt. Im Hinspiel der Play-Ins übernahm Benjamin Conz die Rolle des Tessiner-Schlussmanns. Obschon ihm am Montagabend eine beeindruckende Partie gelang, bleibt abzuwarten, ob Conz im Rückspiel sowie in allfälligen Playoff-Spielen an diese Leistung anknüpfen kann.
So einige Tore gelangen dem ZSC in der Regular Season bereits gegen beide Teams. Die Goalie-Statistik von Harri Säteri vermag es vermutlich dennoch eher bei den Zürchern eine gewisse Ehrfurcht zu erwecken.
Die Trainerrolle
Seit über sechs Jahren kann der HC-Ambri-Piotta nun schon auf Cheftrainer Luca Cereda zählen. Cereda sorgt bei den Tessinern für konstante Leistungen und kann mit seiner Erfahrung auch in grossen Spielen punkten.
Nicht zu unterschätzen allerdings, sind die Leistungen, die der EHC Biel unter Interimstrainer Martin Steinegger vollbringt. Seitdem Steinegger die Trainerrolle übernahm, konnten die Bieler in jedem Spiel einen Punktgewinn verzeichnen. Dies steht in starkem Kontrast zu den Leistungen, die man in grossen Teilen der Regular Season unter der Leitung von Petri Matikainen einfuhr. Dieses Formhoch der Bieler wird dem ZSC nicht entgangen sein.

Fazit
Fassen wir zusammen. Im Rückblick auf die Direktbegegnungen mag der ZSC keine ganz klare Präferenz haben. Die letztjährige Playoff-Niederlage gegen Biel scheint mit vier Siegen aus vier Spielen in der Regular Season grösstmöglich verdaut zu sein. Und auch der HC Ambri-Piotta konnte seit dem OT-Sieg im Oktober dem ZSC keine wirkliche Mühe bereiten.
In Bezug auf die Schlüsselspieler zwischen den Pfosten lassen sich schon klarere Schlüsse ziehen. Obschon Juvonen und zuletzt auch Conz starke Leistungen vorweisen konnten, zollt der ZSC Harri Säteri ein grösseres Mass an Respekt. Sich an dem Bieler-Schlussmann die Zähne auszubeissen, passt definitiv nicht in die Playoff-Pläne der Zürcher.
Schlussendlich bleibt daran festzuhalten, dass der EHC Biel unter Interimstrainer Martin Steinegger ein anderes Team ist, als jenes, das wir über grosse Strecken der Saison zu Gesicht bekommen haben. Hätte Steinegger das Zepter bereits früher übernommen, so müssten die Seeländer sich womöglich gar nicht erst mit den Play-Ins herum kämpfen. Diese Metamorphose wird in Zürich nicht unterschätzt werden.
Die Zeichen deuten daraufhin. Der ZSC-Wunschgegner kommt am Ende des Tages mit grosser Wahrscheinlichkeit aus dem Tessin, weswegen die Zürcher am Mittwochabend wohl eher den Leventinern die Daumen drücken dürften.