Der Zürcher ist momentan on fire
Auf den Spuren von Pius Suter? Denis Hollenstein ist auf dem Weg zu seiner persönlich besten Saison
Im Schatten von Sven Andrighetto hat sich Denis Holenstein in den letzten Wochen zum unverzichtbaren Wert beim ZSC gespielt. Dabei könnte diese Saison die beste in seiner Karriere werden.
Der Assistant Captain der Zürcher steht jetzt schon bei 32 Scorerpunkten nach 30 absolvierten Spielen. In seiner besten Saison, derjenigen von 2016/17, verbuchte Hollenstein als Captain von Kloten 44 Scorerpunkte in 50 Einsätzen. Diese persönliche Bestmarke scheint in diesem Jahr gewaltig zu wackeln. Dies könnte auch mit der Rollenverteilung beim ZSC zusammenhängen, denn anders als zu seinen Zeiten in Kloten, ist der Medienrummel um Hollenstein im Hallenstadion deutlich überschaubarer. So kann er sich voll und ganz auf sein Spiel konzentrieren, ohne irgendwelche Nebengeräusche im Hintergrund.
Dabei ist Hollenstein nicht nur auf dem Eis, sondern vor allem auch daneben zu einem Leader herangereift. Trainer Rikard Grönborg adelte ihn in der Neuen Zürcher Zeitung zuletzt als "ein Herzstück des Teams", da der 31-Jährige in der Kabine auch mal lauter werden könne wenn es die Situation erfordere.
Was dem Silberheld von 2013 jedoch noch fehlt ist der Gewinn der Meisterschaft. Dieser sehnsüchtige Traum könnte oder müsste mit diesem ZSC eigentlich erreicht werden, doch der EV Zug wird wohl etwas dagegen haben. Gerade die Zuger übertrumpfen Hollenstein in dieser Saison. Mit 33 gesammelten Scorer-Punkten konnten Jan Kovar und Gregory Hofmann vom EVZ, sowie Andres Ambühl vom HCD, bisher einen Punkt mehr sammeln als Hollenstein. Die beiden Zuger sind auch bei den Punkten pro Spiel noch vor Hollenstein. Dafür landen Hollensteins Schüsse prozentual häufiger im Netz, wie diejenigen seiner oben genannten Konkurrenten.
Da werden schnell Erinnerungen an Pius Suter wach, der mittlerweile die NHL erobert. Suter verbuchte in der vergangen Spielzeit 53 Punkte in 50 Spielen. Ob es für Hollenstein auch zu solch einer Traumstatistik reichen wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Doch eines ist klar: Denis Hollenstein könnte das entscheidende Puzzle-Teil für einen allfälligen ZSC-Meistertitel werden.