Ich sage es nicht böse, aber:
Wenn wir eins können, dann ist es konsequente Charakterentwicklung. Andere Teams machen einfach nur Hockey – wir bauen daraus eine Dramaturgie, die selbst Netflix so nicht schreiben würde.
Da führst du 2:0 gegen Ajoie, alles läuft, die Welt ist blau-weiss-rot, und plötzlich entscheiden die Jungs:
„Wisst ihr was? Wir machen Fortschritte. Wir verlieren heute nur 2:3.“
Denn hey – 2024 haben wir ja noch ein 4:0 weggeworfen. Und wenn man es genau nimmt, ist ein 2:3 nach 2:0 eigentlich schon fast eine Stabilisierung. Ein Trend nach oben. Eine ZSC-Variante von „small steps, big dreams“.
Hier brennt es natürlich lichterloh. „Untergang“, „Schande“, „Hockey-Apokalypse in Kleinformat“.
Und ich sitze da, nippe an meinem Kaffee Lutz und denke mir:
Leute, chillt. Wenn wir schon verlieren, dann wenigstens mit dramaturgischer Finesse.
Am Ende ist es simpel:
Wer gegen Ajoie eine Führung herschenkt, zeigt damit nur, dass er weiterhin lernfähig ist. Fehler passieren – wir machen sie halt zweimal, aber dafür mit Stil. Und irgendwann, da bin ich mir sicher, passiert der grösste Fortschritt von allen: Wir gewinnen wieder. Vielleicht sogar einmal, ohne dass man danach einen Seelsorger braucht.
Bis dahin:
Kopf hoch. Nach vorne schauen.
Die Reise ist lang – und Zürich macht sie halt mit Plot-Twists.