Beiträge von gringo

    Zitat von Sevi


    ja, dass er geschockt ist und es für den Verein scheisse ist, streite ich auch überhaupt nicht ab. Auch nicht, dass es ein absolut unnötiges und grobes Foul war. Wieser wurde auch mit Rot bestraft und wird einige Spielsperren bekommen - völlig zu Recht! Ich kann ja sogar halbwegs nachvollziehen, dass Canepa sehr gefrustet ist, schliesslich zahlt er grösstenteils Yapis Lohn. Nur wenn wir jetzt anfangen bei jedem groben Foul strafrechtlich vorzugehen, dann kommts ganz übel heraus mit dem Schweizer Fussball (oder Sport allgemein, falls das Schule macht). Dann würde ungefähr jedes zweite Wochenende ein Spieler angeklagt werdem und das kann es echt nicht sein! So schlimm die Verletzung von Yapi ist, so folgenschwer für seine Karriere und den Verein, so gehören nun mal Verletzungen (ob nun durch Foul oder sonst wie) leider zum Sport.


    So kann man billig eine Meisterschaft entscheiden....

    Espresso Von Fredy Wettstein
    Tomatito und Demut

    Luca, der Architekt, wollte seinem Freund Bruno, dem Werber, eigentlich zuerst Skizzen eines neuen Projekts zeigen, doch er kommt gar nicht dazu. Bruno, seinen Espresso ständig in der Hand balancierend, redet drauflos und schwärmt. Sein Spiel sei genial gewesen, und am Ende habe es eine Standing Ovation gegeben, die Zuschauer seien aufgestanden und hätten sich gar nicht mehr gesetzt, minutenlang nur geklatscht. «Du hättest das sehen müssen, mit welcher Hingabe er gespielt hat, mit welcher Leidenschaft und Lust. Einfach brillant, grossartig, und . . .»

    Luca will ihn unterbrechen, fragt zögerlich: «Von wem redest du? Von Federer?» Aber Bruno, und er redet so laut, dass die am Nebentisch im Café im Zürcher Seefeld ihre Zeitung beiseite legen, hört die Frage gar nicht.

    «Seine Technik ist atemberaubend, er spielte so variantenreich, wir waren alle hingerissen und haben nur auf ihn geschaut und . . .»

    «. . . Bruno, bitte sag, von wem du redest.»

    «. . . und du hättest seine Fingerfertigkeit sehen müssen, wie virtuos er spielte, er sei ein Meister der komplizierten Zartheit, hat einmal jemand über ihn geschrieben.»

    Luca kennt Bruno gut und weiss, dass dieser gerne die poetischen Seiten des Sports sucht, aber diesmal ist er ratlos, schaut ihn verständnislos an und fragt: «Finger? Wo warst du?»

    Bruno erzählt von einem Konzertabend im Kaufleuten, einer «Flamenco Night» mit Tomatito, dem «Tomätchen», von dem er vorher noch nie gehört habe, der Spanier mit den langen Haaren sei ein Star dieser Szene, auf der ganzen Welt gefragt, und während seines Gitarrenspiels habe er oft an Arjen Robben gedacht und . . . «. . . an Robben?» «. . . ja, an Robben, tags zuvor hatte er doch in Rom wieder so wunderbar gespielt, und an Shaqiri.» Luca: «Flamenco, Robben, Shaqiri?» Bruno versucht zu erklären. Tomatito sei im Kaufleuten mit einem Ensemble aufgetreten, und der neben ihm, viel jünger, habe ihm geglichen, und er habe nachgefragt beim Konzertveranstalter, und es sei tatsächlich sein Sohn gewesen, er habe an diesem Tag sogar seinen 17. Geburtstag gefeiert. Er sei, heisst es, noch talentierter als sein berühmter Vater. «Aber du hättest sehen müssen, mit welch bewundernden Blicken er jeweils zu seinem Vater geschaut hat, mit welcher Demut.» Am Ende des Konzerts habe er auch einen Soloauftritt gehabt, die Scheinwerfer seien nur auf ihn gerichtet und der Applaus nachher frenetisch gewesen, aber sogleich habe er mit einer Geste seinem Vater gedankt und ihn mit leuchtenden Augen angesehen.

    Jetzt versteht Luca, was Bruno ihm sagen will. «Du denkst, auch Shaqiri müsste manchmal demütiger sein, dankbar, dass er die Möglichkeit hat, überhaupt bei Bayern spielen zu dürfen, und nicht immer wieder gleich davon reden, dass er mit seiner Situation nicht zufrieden sein könne.»

    «Genau. Und weisst du was, Luca? In diesen Tagen, als ich Federer und sein magisches Spiel bewunderte, habe ich auch an dich gedacht. Vor gut einem Jahr, da sind wir doch ebenfalls hier gesessen, und du hast über Federer gelästert, er sei doch langsam zu alt und zerstöre seinen Mythos, und er solle aufhören. Und du hast den ‹Guardian› erwähnt, der habe geschrieben, jede Presskonferenz von Federer gleiche dem Vorlesen eines Testaments. Ich habe dir damals gesagt, wir sollten demütiger sein.»

    Luca hört gar nicht mehr zu. Er liest seine Zeitung. Alles über Federer.


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    fredy.wettstein@tages-anzeiger.ch.

    Zitat von ZüriBueb

    Das war sich Salis aber bewusst, wie er in einem Interview während dieser Saison bekannt gab. Salis sagte, Smith müsse sich weiterentwickeln. Gehe davon aus, dass sich das im Lohn auch wiederspiegelt und dass Salis sonst keine guten Ausländer gefunden hat.

    Das Problem sind auch nicht die Spieler, die wir im Kader haben. Das Problem ist, dass der Biss, die Agressivität und die Kampfbereitschaft fehlt. Man ist nicht bereit, jeden Einsatz voll zu gehen und den Gegner zu zermürben. Stattdessen spielt man kompliziert. Und der Trainer scheint da machtlos.

    Hoffe, wir fliegen Morgen nicht bereits aus dem zweiten von drei Wettbewerben in dieser Saison.


    wieso nicht, dann kann der Z sich voll auf die Titelverteidigung konzentrieren. Der Cup ist Mist, so wie er konzipiert ist.

    Espresso Von Fredy Wettstein
    Ballpoet

    Seit vielen Jahren schon treffen sie sich jeden Montagmorgen um acht in einem Café im Zürcher Seefeld, zufällig sind sie sich hier einmal begegnet. Und seither trinken sie immer einen Espresso zusammen, meistens sind es zwei oder drei, die Gipfeli weisen sie schnöde von sich, bis sie zuletzt doch meistens eines nehmen, und sie reden fast immer nur über eines, den Sport. Bruno, der 59-jährige Werber mit seinen ergrauten Haaren, Luca, der Architekt, einige Jahre jünger.

    Diesmal ist es anders. Sechs Wochen haben sie sich nicht gesehen, Bruno hatte eine Auszeit genommen, auf einer einsamen Insel, «mein Trainingslager für den Kopf» nennt er es. Er ist an diesem Montag schon um halb acht im Café, vor sich einen grossen Stapel mit Zeitungsausschnitten, er ist vertieft, zerknüllt immer wieder eine Seite, manchmal auch ungelesen, weil es ihn offenbar nicht mehr interessiert, und um acht, er ist immer fast auf die Sekunde pünktlich, kommt Luca durch die Tür, breitet die Arme aus und ruft schon von weitem: «Und?!»

    Luca will eigentlich wissen, wie es war auf der einsamen Insel und wie Bruno seinen Kopf trainiert hat, dieser winkt aber ab, möchte nicht darüber reden, sondern sagt sofort: «Luca, fass mir zusammen, was sportlich passiert ist in diesen Wochen.» Luca lacht, «ich bin sicher, du weisst schon alles, mich interessiert viel mehr, was ist dir geblieben, nachdem du jetzt alles nachgelesen hast? Sport ist doch immer nur Gegenwart, was gestern war, ist heute unwichtig und überholt. Was blieb dir aber haften, beim Schnelldurchlauf von sechs Wochen Sport? Und frag mich nicht nach dem aktuellen Trainer von Sion, hier habe ich die Übersicht auch längst verloren, diese Namen, auch wenn es immer wieder die gleichen sind, kann man sich gar nicht mehr merken.»

    Bruno durchwühlt seinen Papierberg neben dem Espresso auf dem Bistrotisch und findet die Seite rasch, «hier, schau», er zeigt ihm die Seite 40 in seiner Lieblingszeitung, Ausgabe vom 13. Oktober, und deutet auf das Matchtableau vor dem Spiel San Marino gegen die Schweiz. «Lies mal, da stehen die Namen der elf Sanmarinesen, und statt wie üblich der Club, in dem sie spielen, ist ihr Beruf aufgeführt, Kleiderverkäufer, Hilfsarbeiter, Apotheker, Barbetreiber oder Magaziner. Das ist doch genial.»

    Luca, der Architekt, der sich gerne an Fakten hält, staunt. «Das interessiert dich? Ob einer nach dem Spiel wieder Möbel packt oder vielleicht in seiner Bar einen Ramazzotti ausschenkt, verheiratet ist oder frisch getrennt und was er zuletzt für einen Film im Kino gesehen hat? Hast du dich auf deiner Insel vom Sport entfernt?»

    Bruno unterbricht ihn. «Sicher nicht», und er erzählt, dass er am Sonntag im Stadion gewesen sei, beim Zürcher Fussballderby, er holt einen Zettel aus seiner Vestontasche hervor, zeigt diesen Luca, «73:49 Minuten!» steht drauf, «ich habe es mir sogleich aufgeschrieben.» Und Bruno beginnt zu schwärmen: «Von weit weg ist der Ball geflogen gekommen, direkt zu ihm, auf seine Brust, er hat ihn zärtlich in Empfang genommen, als sei er ein rohes Ei, der Ball und er sind verschmolzen, und wie von einem Magnet geführt, ist er den langen Körper entlanggeglitten, ganz runter auf seine Füsse, die haben ihn sicher geküsst», ein Bild für Götter sei es gewesen.

    Luca schüttet beinahe seinen Kaffee aus, will wissen, ob er noch unter zu viel Inselsonne leide.

    Bruno lächelt: «Yassine Chikhaoui, Ballpoet», das müsste bei ihm als Berufsbezeichnung stehen.

    Luca: «In meiner Zeitung stand aber, er sei diesmal sehr unauffällig gewesen.»

    Bruno: «Manchmal lohnt es sich eben, wegen nur einer Sekunde ins Stadion zu gehen.»

    «Espresso» ist eine Kolumne von Fredy Wettstein, die ab heute jeden Dienstag erscheint.

    Zitat von Reto

    Genau geschter isch mer us irgend eme Grund au de Jaks in Sinn cho. Han aber nöd gwüsst, dass das genau de Tag gsi isch...


    De neu Voggenhuber... (oder wie dä heisst)

    Zitat von snowcat

    dachte schon im vorfeld, dass der fcz nicht "abgeschlachtet" wird von gladbach. die effizienz, im gegensatz zu den letzten 3 spielen, wieder mal auf fcz seite. weiter spielen wie bisher, die effizienz von gestern beibehalten, dann gibt's noch viel gfreutes diese saison!

    der boulevard hat es wirklich nicht leicht. mangels gebildeter leser müssen die seiten halt irgendwie gefüllt werden. habe jedenfalls selten so einen stuss gelesen:

    http://www.blick.ch/sport/fussball…-id3171591.html

    ich lies de Scheiss konsequent nüme! Drum han ich Din Link au nöd aklickt.

    Zitat von Larry

    Das erste "Alles oder Nichts"-Spiel

    Die ZSC Lions benötigen gegen die Vienna Capitals zwei Siege, um sicher den Achtelfinal der Champions Hockey League zu erreichen.

    Drei Punkte beträgt im Moment der Rückstand auf die Österreicher, die seit dem Beginn Platz 1 in der Tabelle belegen. Kombiniert mit der Meisterschaft, haben die Wiener ihre letzten acht Spiele allesamt gewonnen. Dieses Team ist in Form! Am Dienstag kommt es daheim im Hallenstadion zum ersten Direktduell, zwei Wochen später geht dieses dann in Wien erneut über die Bühne. "Die Zürcher werden uns sehr ernst nehmen", wird Capitals-Headcoach Tom Pokel auf der eigenen Webseite zitiert. Es sei gewissermassen ein Do-or-Die-game für die Lions. "Ich erwarte eine überaus motivierte Mannschaft", so Pokel weiter. (ZSC HP)
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    Bin interessiert und somit am Start. :cool:


    gang au go understütze... :wink:

    .... In Überzahl sah Klotens kanadischer Verteidiger Micki DuPont mindestens so alt aus, wie die 34 Jahre, die er auf dem Buckel trägt. Der Amerika-Schweizer Dan Fritsche, der in diesem Herbst sein Debüt in der Schweizer Nati geben wird, entwischte DuPont an der blauen Linie und schoss die Lions mit einem Shorthander mittels backhand in Führung...

    Zitat von Studi66

    ...und i de Sunntigs-Ziittig vo hüt isch de tupf-gliich Artikel abdruckt, eifach es anders Bild vom Bodenmann däzue. Die fuule Hünd!


    Reuse of code [emoji1] isch ja de gliich Konzern


    Ich - ich habe aber niemanden gesehen mit dem Shirt weder in den Gängen links während der Pause noch im Foyer nach dem Match.