Zitat von SimmsGegen jussi sollten also schon mehr als 7 tore drin liegen.
Das glaubt Shedden offenbar auch...
Halbfinal-Fluch beim EV Zug und seinem Keeper
Bei Markkanen kommt jetzt der «Goalie-Doktor»
Für Zug war Goalie Markkanen im Playoff-Halbfinal noch nie ein Rückhalt. Der dritte Anlauf beginnt nicht besser. Jetzt solls der Doktor richten.
Jussi Markkanen weiss genau, was er braucht, um in ein Spiel zu kommen und darin auf sein Top-Niveau zu gelangen: «Einen Big Save.» Doch genau ein solcher gelang dem EVZ-Torhüter beim 1:7 zum Halbfinal-Auftakt gegen die ZSC Lions nicht. Unweigerlich kommen deshalb unangenehme Erinnerungen hoch.
In seinem Trainerdebüt-Jahr scheiterte Doug Shedden 2009 mit seinem Team ebenfalls im Halbfinal (0:4 gegen Kloten), in den es als Achtplatzierte der Quali vorgestossen war. Sheddens Kritik zielte in jener Saison oft auf den damaligen Goalie Lars Weibel ab. Darum pochte der EVZ-Coach daraufhin auf die Verpflichtung eines ausländischen Torhüters – auf jene von Markkanen, den er aus gemeinsamen Zeiten bei Jokerit Helsinki kannte.
Doch mit dem Finnen wurde es –in den Playoffs – nicht besser. In den letzten beiden Saisons bedeutete ebenfalls der Halbfinal Endstation für Zug. 2010 scheiterte der EVZ an Servette (2:4), ein Jahr später an Davos (0:4). Markkanens Playoff-Statistik war in beiden Jahren erschreckend: Der 36-Jährige hatte im Schnitt 3,9 (!) Gegentore pro Spiel kassiert.
Die Vergangenheit hat EVZ-Trainer Shedden mit seinem Torhüter vor den diesjährigen Playoffs nicht reflektiert. Die bösen Geister (oder Gedanken) wollte man nicht wecken. Markkanen sagt, dass er mit dem Druck gut umgehen kann. «Der ist immer da. Der Goalie kann immer der Grund sein für einen Sieg und auch für eine Niederlage», so Markkanen.
Nach dieser 1:7-Klatsche gegen Zürich nahm Shedden seinen Keeper in Schutz und verwies auf die ungenügende Defensivarbeit. Markkanen sagt selbstkritisch, dass zwei der sieben Treffer haltbar gewesen wären. «Ich habe meine Fehler gemacht, aber die Entscheidung des Coaches, mich nicht auszuwechseln, sondern mich ins Spiel zurückkämpfen lassen, fand ich okay.»
Morgen bekommt der EVZGoalie die nächste Chance, sich zu bewähren. Als «confidence booster», als Selbstvertrauensschub, brauche er eben wichtige Paraden. Und seine Vorderleute einen Sieg.
Und vielleicht hilft ihm auch die spezielle Unterstützung. Markkanens finnischer Landsmann Olli-Pekka Äjälä wird gemäss «Neue Luzerner Zeitung» als Goalie-Trainer auf Mandatsbasis eingeflogen. Coach Shedden erhofft sich etwas von diesem Schritt: «Jussi hilft es jeweils sehr, wenn der ‹Goalie-Doktor› bei uns ist.»
Quelle: blick.ch - (N.V/sme)