Beiträge von theshadow72

    Zumal: Wenn es nur nach guten Stats ginge, bräuchten wir keinen erfahrenen Sportchef. Das kann jeder scouten und auf die Liste nehmen. Insofern gehe ich schon davon aus, dass er sich sowohl zum Spieler als auch dazu, wie er ins Team passt und was er dazu mitbringt seine Gedanken machte uund das eben anders bewertet, als die reinen Stats.

    So soll es auch sein.

    Die Überraschung beim ZSC

    Sein Lachen ist ansteckend – und nun wird er im Tor sogar zum Showman

    Robin Zumbühl sorgt für gute Laune und Traumwerte bei den Goalie-Statistiken – er übertrifft selbst die Nummer 1 Simon Hrubec.

    Simon Graf

    Simon Graf

    Publiziert heute um 19:35 Uhr


    30.04.2024; Zuerich; EISHOCKEY NATIONAL LEAGUE - Playoff Final - Spiel 7; ZSC Lions - Lausanne HC;  Torhueter Robin Zumbuehl (ZSC)   (Martin Meienberger/freshfocus)

    Eine Tellerwäscherkarriere: Mit 24 debütierte Robin Zumbühl im ZSC-Tor, mit 26 ist er definitiv in der National League angekommen.

    Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)


    In Kürze:

    • Robin Zumbühl überzeugt als Backup-Goalie bei den ZSC Lions.
    • Seine Statistiken übertreffen selbst jene von Simon Hrubec.
    • Kürzlich hat er einen neuen Vertrag bis 2027 erhalten.

    Robin Zumbühl bringt gute Laune in die ZSC-Kabine. Sein markantes Lachen ist ansteckend, und wenn die Team-Komiker Christian Marti und Justin Sigrist Spässe machen, bleibt bei ihm kein Auge trocken. «Ich habe ihn noch nie schlecht gelaunt gesehen», sagte der abtretende Stürmer Simon Bodenmann über Zumbühl, als er die Spieler des Meisterteams charakterisierte.

    Am Samstagabend, nach dem 5:1 über Lugano, strahlt der 26-jährige Torhüter jedenfalls übers ganze Gesicht. Er bewahrte sein Team, das anfangs noch arg verunsichert war, mit seinen Paraden vor einem frühen Rückstand und feierte im fünften Spiel den vierten Sieg.

    Als Ludovic Waeber auf die Saison 2023/24 hin sein Glück in Nordamerika versuchte, rutschte Zumbühl nach drei Jahren als Stammgoalie bei den GCK Lions nach. Gerade mal ein Spiel hatte er bei den ZSC Lions bestritten, und die Skepsis war gross, ob er Simon Hrubec adäquat vertreten könne, um dem Tschechen ab und zu eine Verschnaufpause zu gönnen.

    In seinen fünf Spielen erzielte er Traumwerte

    Zumbühl bestritt in seiner ersten National-League-Saison 2023/24 zehn Spiele und gewann davon die Hälfte. Mit ihm kamen die ZSC Lions auf einen Punkteschnitt von 1,4. In diesem Winter liegt der Ertrag mit ihm bisher bei 2,2, mit Hrubec bei 2 Punkten pro Spiel.

    Auch bei den persönlichen Statistiken liegt Zumbühl mit einem Schnitt von 1,59 Gegentoren (Hrubec: 2,12) und einer Fangquote von 95,6 Prozent (Hrubec: 92,63) vorne. Und es ist nicht so, dass er nur gegen schwache Gegner eingesetzt würde. Bisher spielte er gegen Lugano, Lausanne, Bern, Davos und die SCL Tigers.

    Natürlich, die Hauptlast liegt auf Hrubec, aber ein starker Backup ist für die Zürcher besonders in dieser Saison mit der Doppelbelastung in der Liga und der Champions League äusserst wertvoll. Vor kurzem belohnte Sven Leuenberger den Urdorfer mit einem neuen Zweijahresvertrag bis 2027. Der Sportchef bekam mit, dass sich Ligakonkurrenten wie die SCL Tigers für Zumbühl zu interessieren begannen, und er band diesen an den ZSC, bevor sich das Goaliekarussell zu drehen begann.

    Leuenberger: «Er hat das Glück des Tüchtigen»

    Leuenberger sagt: «Zumbühl hat uns alle positiv überrascht. Er kämpft um jeden Puck und hat das Glück des Tüchtigen. Bei ihm zweifelte man anfangs, ob er es in die Swiss League schaffen würde. Dann zweifelte man, ob es ihm für die National League reichen würde. Mit seiner gesunden Einstellung hat er es immer weiter nach oben geschafft. Er ist für uns eine ideale Ergänzung zu Hrubec.» Dazu gehört auch, dass er seine Rolle als Nummer 2 voll und ganz akzeptiert.

    In seiner täglichen Arbeit hat es Zumbühl vor allem mit dem schwedischen Goalietrainer Magnus Wennström zu tun. Doch er spürt auch das Vertrauen von Marc Crawford. «Mit ihm hat sich viel geändert», sagt er. «Er setzt auf die Jungen, wenn er sieht, dass sie alles geben. Er gibt jedem eine Chance, der sie sich verdient.» Die Zusammenarbeit mit Wennström, der kaum Deutsch spricht, bringt Zumbühl auch sprachlich weiter. Vor zwei Jahren war sein Englisch noch nicht so gut, inzwischen hat er auch da markante Fortschritte gemacht.

    30.04.2024; Zuerich; Eishockey National League - Playoff Final, Spiel 7 - ZSC Lions - Lausanne HC, Schweizermeister 2023/2024 ZSC Lions, Torhueter Simon Hrubec (ZSC) Torhuetertrainer Magnus Wennstroem (ZSC) Torhueter Robin Zumbuehl (ZSC)  (Claudio Thoma/freshfocus)

    Ein funktionierendes Trio (von links): Simon Hrubec, Goalietrainer Magnus Wennström und Robin Zumbühl.

    Foto: Claudio Thomas (Freshfocus)

    Mit 1,78 Metern ist Zumbühl einer der kleinsten Goalies der Liga. Er selbst beschreibt sich als schnell und flink und als einer, der das Spiel gut lesen kann. Seine beiden Vorbilder hatten den Vorteil, ein paar Zentimeter grösser zu sein als er und so mehr Netz abzudecken. Zumbühl bewunderte Ari Sulander und später Lukas Flüeler und sagt: «Sie haben mich inspiriert.» Als er zehn war, nahm ihn sein Vater öfters ins Hallenstadion mit. Es war die Saison 2008/09, als die Zürcher die Champions League gewannen.

    Der Sanitärinstallateur musste sich gedulden

    Zumbühl schloss seine Lehre als Sanitärinstallateur ab. Doch für ihn war schon früh klar, dass er alles unternehmen würde für eine Eishockeykarriere. Er habe auch kein Problem damit gehabt, sich zu gedulden, bis er mit 24 erstmals eine Chance bei den ZSC Lions erhalten habe, sagt er. Das sei normal in einer solch grossen Organisation. Und wahrscheinlich brauchte er auch diese Zeit, um sich zu entwickeln.

    An die grosse Kulisse in der Swiss-Life-Arena hat sich Zumbühl inzwischen gewöhnt. Am Samstag war das Stadion mit 12’000 erneut ausverkauft. «Ich sehe das nicht als Druck, sondern als Ansporn», sagt er. Er wirkt immer selbstbewusster, baut bei seinen Paraden nun auch ab und zu eine Showeinlage ein. Zumbühl ist in der National League angekommen, und er kostet jeden Tag aus.

    Aus dem Tagi:


    Nach 25 Heimsiegen

    Die schöne ZSC-Serie findet ein abruptes Ende

    Der HCD bezwingt die Zürcher 3:2 in der Overtime, dank des goldenen Tores von Dahlbeck. Es ist für den Meister die erste Heimniederlage seit dem 20. Januar.

    Fast alle hatten sich schon auf ein Penaltyschiessen eingestellt, als der Davoser Ryfors nochmals nach vorne stürmte und vors ZSC-Tor preschte. Der Schwede verpasste das Tor, aber der Puck gelangte hinter das Tor zu Tambellini, der den heranstürmenden Dahlbeck zum 3:2-Siegestor bediente. 0,8 Sekunden vor Ablauf der Overtime erzwangen die Davoser damit den Sieg in einem intensiven und zuletzt zusehends giftigeren Spiel. Hrubec war beim entscheidenden Treffer chancenlos. Lammikko passte einen Moment nicht auf und liess so Dahlbeck frei schiessen.

    Damit mussten sich die ZSC Lions nach 25 Siegen erstmals wieder geschlagen geben in der Swiss-Life-Arena. Ihre letzte Heimniederlage hatten sie am 20. Januar gegen Kloten (1:3) kassiert. Stets hatten sie seitdem zu Hause reagieren können, wenn es brenzlig wurde. Und auch diesmal erzwangen sie den späten Ausgleich: Frödén traf nach einer längeren Druckphase zum umjubelten 2:2 in der 56. Minute, das eine Overtime nötig machte. Da verpassten die Zürcher im neunten Anlauf erst zum zweiten Mal den Zusatzpunkt.

    Der HCD-Sieg war nicht unverdient. Die Bündner waren im Klassiker lange das bissigere Team. Stellvertretend dafür war die Entstehung des 2:1, als ZSC-Verteidiger Trutmann hinter dem eigenen Tor den Puck gegen den forecheckenden Gredig verlor und Knak vollendete.

    Gut möglich, dass den Zürchern im dritten Spiel innert vier Tagen und zwei längeren Reisen – nach Straubing (4:2) und Lausanne (0:2) – die nötige Frische fehlte. Lange versuchten sie, mit rein spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Und das war gegen entschlossene Davoser und den gewohnt starken Aeschlimann kein Erfolgsrezept.

    Erst im Schlussabschnitt, als die Partie zusehends giftiger wurde, drängten die Zürcher endlich mit der nötigen Entschlossenheit aufs HCD-Tor. Ein ungeahndeter Bandencheck Knaks gegen Weber heizte die Atmosphäre so richtig an, danach sah man endlich wieder einmal so richtig leidenschaftliche Zürcher Löwen. Sogar Grant, sonst ein sanfter Riese, wirbelte nun seine Gegner durch die Luft. All das gipfelte im Ausgleich Frödéns. Doch danach konnten die Zürcher den Schwung nicht weiterziehen.

    Chris Baltisberger: «Wir müssen schon kritisch sein»

    «Es fühlt sich an wie eine normale Niederlage», sagte ZSC-Stürmer Chris Baltisberger. «Die Heimserie war in der Mannschaft nie ein Thema. Wir schauen immer von Spiel zu Spiel. Aber aus Niederlagen kann man meistens mehr lernen als aus Siegen. Wir müssen schon kritisch sein. Unser Powerplay ist beispielsweise eines der schlechtesten der Liga, auf dem Papier müssten wir das beste haben. Wir haben definitiv noch Luft nach oben.»

    Der HCD feierte seinen siebten Sieg in Serie, die Zürcher kassierten ihre zweite Niederlage in Folge. Ein kleiner Trost für sie: Weil Lausanne in Zug zerzaust wurde, übernehmen sie wieder Rang 1. Doch eines ist spätestens seit diesem intensiven, ruppigen Duell in der ausverkauften Swiss-Life-Arena klar: Mit diesem HCD ist wieder zu rechnen.

    Der ZSC unterliegt und verliert die Leaderposition

    Beim Meister setzen nur Malgin und Andrighetto Akzente. Und als Nächstes kommt der formstarke HCD.

    Simon Graf

    Simon Graf

    Publiziert: 14.11.2024, 22:59


    Deception des joueurs du FCZ lors du match du championnat suisse de hockey sur glace de National League entre Lausanne HC, LHC, et ZSC Lions le jeudi 14 novembre 2024 a la patinoire de la Vaudoise arena de Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

    Enttäuschte Zürcher: In Lausanne verloren sie zum zweiten Mal in dieser Saison zu null.

    Foto: Jean-Christophe Bott (Keystone)


    Lange blickten die ZSC Lions als Leader auf die anderen herab. Damit ist es nun vorbei. Mit einem überzeugenden 2:0-Heimsieg zog Lausanne am Meister vorbei. Und es war erstaunlich, wie wenig die Zürcher gegen die Waadtländer ausrichten konnten. Einzig Malgin und Andrighetto sorgten ab und zu für Torgefahr, alle anderen kurvten weitgehend wirkungslos auf dem Eis herum. Coach Marc Crawford muss sich überlegen, wie er auch den anderen Stürmern wieder etwas mehr Leben einhauchen kann. Schon beim 4:2 in Straubing hatten Malgin und Andrighetto die meiste Offensivarbeit verrichtet und drei der vier Tore geschossen.

    Im 18. Meisterschaftsspiel blieben die Zürcher zum zweiten Mal ohne Tore und Punkte. Hatten sie bisher viele Spiele dank ihrer Klasse noch umbiegen können, fanden sie diesmal keinen Weg an Lausannes Kevin Pasche vorbei. Der 21-Jährige, der den Job von Connor Hughes übernommen hat, der in Laval in der American Hockey League brilliert, hat nahtlos an die starken Leistungen seines Vorgängers angeknüft. Pasche ist zwar mit seinen 1,78 Metern ein eher kleiner Goalie, dafür ist er ein exzellenter Techniker und sehr reflexstark. Das mussten vor allem Andrighetto und Malgin einsehen, die insgesamt elf Torschüsse verzeichneten.

    Auf Wiedergutmachung aus nach dem 0:5 am Dienstag in der Champions League gegen Servette, waren die Lausanner gegen den Meister in den ersten 30 Minuten das klar bissigere, aktivere Team. Sklenicka (10.) eröffnete das Skore mit einem verdeckt abgegebenen Weitschuss, Hügli (12.) stellte kurz darauf auf 2:0. Zwar wurde Zumbühl bei diesem Tor von Heldner behindert, doch Kinnunen hatte ihn ins Tor geschubst. So verzichtete Crawford richtigerweise auf die Coach’s Challenge. Weil beide Goalies eine starke Partie zeigten, war es das auch schon mit den Toren. An Zumbühl, der am Mittwoch seinen Vertrag bis 2027 verlängert hat, lag es bei den Zürchern definitiv nicht.

    Die Vaudoise Aréna entwickelt sich für die ZSC Lions zusehends zur unneinnehmbaren Festung. Schon im Final hatten sie alle drei Spiele in Lausanne verloren – 2:4, 2:5 und 3:5. Dank vier Heimsiegen wurden sie trotzdem Meister. Aber die Waadtländer, exzellent gecoacht von Geoff Ward, haben sich in diesem Winter als ernstzunehmnde Titelkandidaten bestätigt. Und man hat das Gefühl, dass bei ihnen einige Spieler wie Kuokkanen oder Pajuniemi ihr Potenzial noch längst nicht ausschöpfen. Überragend sind die Lausanner in den Special Teams: Ihr Powerplay ist das beste der Liga, ihr Boxplay die Nummer 3.

    Was ist los mit dem Powerplay?

    Die ZSC Lions hingegen haben vor allem in Überzahl noch sehr viel Raum zur Steigerung. Da liegen sie mit einer miserablen Erfolgsquote von 13,46 Prozent auf Rang 13. Was erstaunlich ist angesichts ihrer spielerischen Qualität. In Lausanne fehlte erneut Grant, dessen Frau jeden Moment das erste Kind erwartet. Der NHL-erfahrene Stürmer ist mit seiner Übersicht und Ruhe wertvoll fürs Zürcher Spiel. In Lausanne vermissten ihn seine Kollegen. So funktionierte nur die Malgin-Linie.


    Der neue US-Stürmer De Leo kam zu seinem dritten Einsatz und wirkte erneut völlig verloren auf dem Eis. Man muss dem 29-Jährigen Zeit geben, sich ans Schweizer Eishockey zu gewöhnen. Aber bisher ist er noch kein Gewinn, nimmt er nur einem jungen Schweizer die Spielmöglichkeit weg.

    Bereits am Freitag haben die ZSC Lions im Klassiker gegen den HC Davos die Chance, es besser zu machen. Die Bündner, die gerade den Vertrag mit Coach Josh Holden um zwei Jahre verlängert haben, spielen derzeit gross auf. Mit sechs Dreipunkte-Siegen in Serie sind sie Lausanne und den ZSC Lions im Nacken. Die Zürcher müssen aufpassen, dass die Konkurrenz nun nicht an ihnen vorbeibraust.

    Ist ja klar, dass er das sagt. ^^ Welcher Sportchef in unsere Liga geht hin und sagt, wir haben die teuerste Mannschaft...

    Aber mir ist das eh egal, selbst wenn, huuu kääärs.

    Aber man liest schon raus, dass Sven einfach verdammt viel Erfahrung hat und daraus offenbar auch vieles gelernt hat (was auch nicht bei jedem der Fall ist). Liest sich sehr symphatisch und macht Freude auf mehr.

    Bitte nicht Zeidler...


    Heimniederlage gegen St. Gallen

    GC droht das nächste Schlamassel – kommt jetzt Zeidler?

    GC zeigt eine insgesamt schwache Leistung und bleibt auch im siebten Meisterschaftsspiel in Serie ohne Sieg. Die Zürcher gehen als Tabellenletzter in die Länderspielpause.

    Marcel Rohner

    Marcel RohnerText,

    Simon TribelhornTicker

    Publiziert heute um 15:59 Uhr

    Aktualisiert vor 56 Minuten

    Moustapha Cissé schiesst St. Gallen in Führung.

    Foto: Gaetan Bally (Keystone)

    Wenn der Mittelfeldspieler sagt: «Wir haben noch 24 Spiele.» Wenn der Sportchef findet: «Die ersten 80 Minuten waren nicht gut.» Oder wenn der Captain hadert: «Wenn dieser Schuss in der zweiten Minute reingeht …» Dann haben die Grasshoppers einen schlechten Abend hinter sich.

    1:2 verlieren sie gegen den FC St. Gallen. Die Statements dazu kommen von Tsiy Ndenge, Stephan Schwarz und Amir Abrashi. Während Letzterer spricht, nach Gründen für diese Niederlage und für fehlendes Selbstvertrauen sucht, dröhnt hinter ihm 50 Cents «In da Club» aus der Gästekabine. So viel zur Gemütslage.

    «Es war ein Scheissabend.»

    Abrashi sagt das, weil sein Team Letzter ist, also wieder im Tabellenkeller, dort, wo es auf keinen Fall wieder hingehören wollte nach der gewonnenen Barrage im Mai gegen den FC Thun. 14 Spiele, zwei Siege, die Bilanz liest sich mies, und so ist der Auftritt der Grasshoppers im Letzigrund auch meistens.

    GC ist, wir bleiben bei Schwarz’ Analyse, über 80 Minuten harmlos und kassiert zwei Standardtore, einmal trifft Abdoulaye Diaby per Kopf, dann Lukas Görtler. GC hat einen guten Abschluss in der zweiten Minute, Adama Bojang schiesst drüber, nachdem ihn Abrashi im Strafraum gefunden hat.

    Es sind Schüsse, die reingehen, oder zumindest aufs Tor fliegen, wenn das Selbstvertrauen da ist. Aber bei GC ist es gerade nicht da. Nach dem 1:2 durch Giotto Morandi kommt das Heimteam noch zu einer Chance, wieder ist es Morandi, diesmal per direktem Freistoss. Und die St. Galler müssen sich in diesem Moment fragen, wie es sein kann, dass sie gegen dieses GC noch um den Sieg zittern müssen.

    GC - St. Gallen 1:2 (0:1)

    Letzigrund. – 5819 Zuschauende. – SR San.

    Tore: 27. Diaby 0:1. 60. Görtler 0:2. 84. Morandi 1:2.

    GC: Hammel; Abels (78. Schmitz), Tobers, Seko, Persson, Abrashi, Ndenge (61. Schürpf); Morandi, Bojang (46. De Carvalho), Choinière (69. Meyer); Muci (61. Lee).

    Bemerkungen: GC ohne Decarli (verletzt), Kittel (krank), Abubakar, Veron Lupi und Mabil (nicht im Aufgebot).

    Am Samstagabend gewann Winterthur gegen Lausanne, das Team, das von vielen als erster Abstiegskandidat gesehen wird, liegt nun zwei Punkte vor GC. Yverdon ist sechs Punkte weg, YB sieben und Sion acht. Jetzt geht es in die Länderspielpause, ein bisschen Ruhe, dann kommt es zum direkten Duell gegen Winterthur. Ein Spiel, das unter Umständen ganz schön wichtig werden könnte in Bezug auf den kommenden Verlauf dieser Saison.

    Die Grasshoppers werden dann wohl einen neuen Trainer haben. Gegen St. Gallen werden sie noch von Giuseppe Morello angeführt, der das Team nach der Entlassung Marco Schällibaums interimistisch übernahm. Es kursieren viele Namen, Michael Wimmer seit einer Weile, er war zuletzt Trainer bei Austria Wien und ist seit Mai vereinslos.

    Dann ist da Peter Zeidler, der sich im Letzigrund blicken lässt, gut verhüllt, aber halt doch auszumachen auf der Haupttribüne. Er war während sechs Jahren Trainer der St. Galler, darum sagt GC-Sportchef Schwarz auch: «Es überrascht mich, dass er da war, aber er ist ehemaliger St. Galler, da kann ich es ein Stück weit verstehen.» Ist es trotzdem ein Indiz? «Für mich erst mal nicht, nein.» Erst mal? «Ja, erst mal.»

    Eine grosse Aufgabe wartet

    Wer auch immer es sein wird, eine deutsche, eine Schweizer oder sonst irgendeine Lösung, er wird auf eine Mannschaft treffen, die Hilfe braucht. Die aufgepäppelt werden muss, die daran glauben muss, dass ihre Qualitäten eigentlich mehr hergeben als noch letzte Saison. Wer diesem GC am Sonntagabend zuschaut, weiss: Es ist eine grosse Aufgabe.

    Nicht einer aus diesem Team bringt gegen St. Gallen eine gute Leistung zustande. Morandi kann für sich reklamieren, dass er das Tor schiesst und dann Lawrence Ati-Zigi mit dem Freistoss kurz vor Schluss zu einer Parade zwingt. Aber sonst ist da nichts. Kein Aufbäumen. Kein Mut. Kein Biss. Einfach nichts. Und dabei spielt St. Gallen nicht einmal gut.

    Vor der Partie beschliesst GC, Ayumu Seko zu ehren, den japanischen Innenverteidiger. Es ist sein 100. Einsatz für die Grasshoppers. Diese könnten nicht besser illustrieren, wie verschwenderisch sie in den letzten fünf Jahren waren. Nur schon die chinesischen Vorgänger der jetzigen Eigentümer aus den USA holten über 50 Spieler nach Zürich – Seko ist nach Dominik Schmid der zweite von ihnen, der auf 100 Einsätze für GC kommt.

    Diese Art der Vereinsführung hat GC letzte Saison beinahe komplett ins Schlamassel gestürzt, am Ende ging es gerade noch gut. Nun kommen die nächsten unangenehmen Wochen auf diesen Verein zu.

    OK. Die Täterinnen waren 12 und 13. 14 war somit falsch.

    Hab ich ja bereits "zugegeben", dass Du da soweit nicht daneben lagst. No bad feelings. Aber wärst Du der Vater der 12-jährigen... Wärst Du der Vater des Opfers... alles sehr schwierig und nicht nur schwarz weiss. Willst du eine 12-jährige 20 Jahre oder Lebenslang ins Gefängnis stecken? Ok, kann man machen... Und nur weil es nicht dazu kommen würde, denkst Du die wächst in Friede, Freude Eierkuchen auf? Und auch drei Jahre Gefängnis in dem Alter... da kommt nichts gutes bei raus. Aber wie gesagt, sehr emotional und difficile.

    Bin auch gespannt (falls wir es erfahren).

    In Deutschland können 14-Jährige ungestraft Mitschüler umbringen.

    Ich finde das Thema zu ernsthaft um hier ne Diskussion zu diesem blöden Satz loszureissen. Aber Es stimmt so nicht, der Satz ist falsch. Aber ja, einfach mal raushauen... Und wenn es vielleicht auch nur daran liegt, dass Du Dich um ein Jahr vertan hast. ;)

    Und auch dann stimmt es nicht ganz, auch wenn es tatsächlich tendenziell in die Richtung "ungestraft" geht. Wobei auch der Begriff "ungestraft" relativ ist, wenn man berücksichtig, was dann auf den unter 14-jährigen alles zukommen... Aber da es sich bei Dir eher um Polemik anhörte, lass ich es nun besser. Du bist Da (wie im Beitrag zuvor) offenbar mit grossem Halbwissen unterwegs. Was ich Dir natürich verzeihe. :) Dafür hast Du sicher mehr Ahnung von Hockey. :bier:

    Bei uns in der Schule hat auch irgend en Kinds-Kopf eine Amok-Drohung irgendwo hingekritzelt.

    Absolut dämlich, auch wenn der "Täter" kaum älter als 14 oder 15 Jahre alt sein kann. Wenn sie ihn / sie aber erwischen, bin ich sicher, dass die gröber zur Kasse kommen, als all die Idioten, die wirklich Scheiss anstellen.

    Kannst uns dann ja mitteilen wieviel Monate Freiheitsstrafe er zu Bewährung bekommen hat und wieviele Verfahrens und Gerichtskosten (etwa CHF 10'000) er aufgebrummt bekommen hat. :)

    Bei Jugendlichen gehts (noch mehr) nicht um die Bestrafung sondern um die Besserung. Insofern gaube ich kaum, dass.... aber Du wirst es uns ja mitteilen.

    Man fasst es nicht:


    Grotesker Fall im Eishockey

    Er ist angeklagt wegen sexuellem Missbrauch – und fordert 20 Millionen

    Der Kanadier Alex Formenton verklagt seinen früheren Agenten. Der Vorwurf: Sein Wechsel in die Schweiz habe seine NHL-Karriere zerstört. Dabei muss er sich selbst bald vor Gericht verantworten.

    Simon Graf

    Simon Graf

    Publiziert: 05.11.2024, 16:35


    Am Spengler-Cup 2022 führte er Ambri zum Titel: Alex Formenton, der umstrittene Kanadier.

    Am Spengler-Cup 2022 führte er Ambri zum Titel: Alex Formenton, der umstrittene Kanadier.

    Foto: Melanie Duchene (Keystone)


    Die Karriere des Kanadiers Alex Formenton war vorbei, bevor sie richtig begonnen hatte. Mit 24 hängte der Kanadier die Schlittschuhe in diesem Sommer an den Nagel – nicht ganz freiwillig. Zusammen mit vier anderen Spielern muss er sich 2025 wegen möglicher sexueller Übergriffe vor Gericht erklären. Ihm droht eine längere Gefängnisstrafe. An einem Spieler mit einer solch belasteten Geschichte will sich kein NHL-Club mehr die Finger verbrennen. Und derweil andere der Mitangeklagten weiter um ihre Karriere kämpfen, in der Slowakei oder der russisch-geprägten KHL spielen, mag Formenton nicht mehr.

    Dafür hat er nun seine Anwälte in den Kampf geschickt: Er verklagte seinen früheren Agenten Wade Arnott von der Newport-Gruppe, die Stars wie Connor Bedard oder Erik Karlsson und auch den Schweizer Kevin Fiala vertritt, auf 20,5 Millionen Dollar. Dieser habe ihn schlecht beraten und so verunmöglicht, dass er in den letzten beiden Jahren noch gutes Geld in der NHL hätte verdienen können. Pikant aus Schweizer Sicht: Weil sich Formentons Agent nicht mit den Ottawa Senators einigen konnte, stürmte Formenton in den letzten beiden Saisons während mehrerer Monate für Ambri.

    Am Spengler-Cup brillierte er

    Den Tessiner Sportchef Paolo Duca störte es scheinbar nicht, dass über Formenton dunkle Wolken schwebten. Im Januar 2024, kurz bevor dieser in Kanada angeklagt wurde, trennte sich Ambri dann von ihm. Immerhin verhalf der schnelle Stürmer den Leventinern mit grossen Auftritten zum Spengler-Cup-Sieg 2022. Bei beiden Teilnahmen Ambris am Traditionsturnier brillierte Formenton. Inzwischen blickt er offenbar mit gemischten Gefühlen auf seine Zeit in Ambri zurück. In der Klage steht, er sei von seinem Agenten nicht darüber informiert worden, dass sein Wechsel in die Schweiz seine künftige NHL-Karriere kompromittieren könnte.

    Die Argumentation erscheint angesichts der Vorwürfe, die im Raum stehen, geradezu grotesk. Formenton und die vier Mitangeklagten sollen sich im Juni 2018 im Rahmen einer Ehrung für den Titel an der U-20-WM sexuell an einer jungen Frau vergangen haben. Die fünf Spieler bestreiten die Vorwürfe, es gilt die Unschuldsvermutung. Seit der Fall publik ist, hat indes keiner von ihnen mehr in der NHL gespielt. Formenton verfolgt nun eine Karriere in der Baubranche, derweil er sich einen finanziellen Zustupf von seiner Klage erhofft.