Geht doch. ![]()
Beiträge von theshadow72
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Eifach Link vom Blick-Artikel kopiere und da ifüege: https://www.removepaywall.com
Sorry das ist aber eine unbrauchbare mühsame Schaiss-Seite....
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Eifach Link vom Blick-Artikel kopiere und da ifüege: https://www.removepaywall.com
Ja gut, war ja nur ne Frage weils auch einfacher geht, mache ich jeweils auch so....
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Kannst Du den Artikel allenfalls reinposten, ist hinter einer Bezahlschranke. Danke im Voraus.
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«Ich gewann am Pferderennen 65’000 Dollar, obschon ich keine Ahnung hatte»
Der ZSC-Coach jobbte als Müllmann, fuhr mit 16 per Anhalter 1000 Kilometer durch Nordamerika und sagt, wieso er das politische System in der Schweiz liebt. Das etwas andere Interview.

Publiziert heute um 19:00 Uhr

Seine Kinder und der Tod rühren ihn zu Tränen. Gerade hat er seinen Götti verloren: ZSC-Coach Marc Crawford.
Foto: Urs Jaudas
Wer sind Sie?
Ein Mann des Eishockeys. Dieser Sport hat mein ganzes Leben geprägt. Zuerst war ich Spieler und Teamkamerad, inzwischen coache ich seit bald 37 Jahren. Was für eine lange Zeit! Und ich liebe es immer noch.
Was ist das Verrückteste, das Sie je getan haben?
Als ich 16 war, reiste ich mit einem Freund per Anhalter von der US-Ostküste zurück nach Toronto. Mein älterer Bruder hatte in Cape Cod ein Sommerhaus, und wir fuhren für ein längeres Weekend mit Freunden dorthin. Doch das Auto hatte eine Panne, und ich musste rechtzeitig zurück sein für meinen Sommerjob als Müllmann. Wir hatten kein Geld, also trampten wir. Die Rückreise dauerte 24 Stunden. Wir brauchten mehrere Mitfahrgelegenheiten. Unsere letzte Fahrt war mit betrunkenen Partygängern, die das Wochenende im Bundesstaat New York verbracht hatten. Sie setzten uns an der Autobahn ab. Die letzten acht Kilometer mussten wir zu Fuss gehen. Ich kam um drei Uhr morgens zu Hause an und legt den Kopf aufs Kissen, völlig geschafft. Um halb fünf wurde ich abgeholt für meine Schicht.
Wie lange halten Sie es ohne Handy aus?
Ohne mein Handy? Das hängt davon ab, ob es meine Frau vor mir versteckt hat. Das ist auch schon vorgekommen. Offenbar sind wir zu Kreaturen geworden, die von diesem Gerät abhängig sind. Tagsüber schaue ich immer wieder aufs Handy. Immerhin schalte ich es über Nacht aus und lege es weg. So bin ich schon einmal sieben, acht Stunden ohne.
Marc Crawford wuchs in einer Grossfamilie mit acht Brüdern und Schwestern auf. «Eine der besten Lektionen bestand darin, dass wir uns zu elft ein Badezimmer teilen mussten», sagte er einmal. Eishockey war bei den Crawfords ein grosses Thema. Vater Floyd vertrat Kanada 1959 an der WM in Prag und wurde Weltmeister, drei seiner Söhne schafften später, was ihm verwehrt blieb: Bob, Marc und Lou spielten in der NHL. Marc wurde als Coach der Bekannteste der Familie, feierte 1996 mit Colorado den Stanley-Cup-Sieg.
Er coachte insgesamt 21 Jahre in der NHL und dazwischen von 2012 bis 2016 bei den ZSC Lions. Diese führte er dreimal auf Rang 1 und 2014 zum Titel. Im Dezember 2022 kehrte er nach der Entlassung von Rikard Grönborg zu den Zürchern zurück, mit einem Vertrag bis 2025. Im vergangenen Jahr scheiterte er mit den ZSC Lions im Halbfinal an Biel (0:4), als Qualifikationssieger treffen sie nun ab Samstag im Viertelfinal erneut auf die Seeländer. Crawford ist verheiratet und hat zwei Kinder: Dylan (34) und Kaitlin (31). (sg.)
Was treibt Sie zur Weissglut?
Mein Mobiltelefon. (lacht) Und sonst? Nicht die Kontrolle zu haben. Als Coach will man immer alles kontrollieren. Ich arbeite immer noch daran, zu akzeptieren, dass es Dinge gibt, die ausserhalb meiner Kontrolle sind.
Was ist der Sinn des Lebens?
In letzter Zeit geht es für mich darum, so glücklich zu sein wie möglich, die Menschen und Dinge um mich herum zu schätzen. Und im Moment zu leben.

Im Clinch mit den Schiedsrichtern. «Ich wäre gern besonnener und souveräner», sagt Marc Crawford.
Foto: Michael Buholzer (Keystone)
Was hat Sie zuletzt zu Tränen gerührt?
Meistens sind es meine Kinder, die mich zu Tränen rühren. Wenn sie mir aus ihrem Leben und von ihren Erfolgen erzählen. Und der Tod. Erst vor einigen Tagen habe ich meinen Götti verloren. Ich werde jüngst immer öfter mit dem Tod konfrontiert.
Warum macht es Spass, Ihr Freund zu sein?
Ich hoffe, meine Freunde würden sagen, dass ich kein Langweiler bin. Dass sie den Austausch mit mir schätzen.
Sollte man Fremdgehen verzeihen?
Diese Frage ist mir zu persönlich. Da nehme ich den Joker.
Welches Lied können Sie auswendig?
Ganz viele. «American Pie», zum Beispiel. (singt): «Drove my Chevy to the levee, but the levee was dry.» Und ich bin ein grosser Fan von Billy Joel. Ich liebe seine Balladen. «Lullabye» ist mein Lieblingssong.
Marc Crawfords Lieblingssong: «Lullabye» von Billy Joel.
Ihre schönste Kindheitserinnerung?
Ich hatte das Glück, in einer grossen Familie aufzuwachsen. Ich erinnere mich immer gern an die Familientreffen. Damals reiste man noch nicht so viel, deshalb freute ich mich immer sehr, unsere Cousinen, Cousins, Tanten und Onkel zu treffen. Wir waren die grösste Familie, neun Kinder. Ich kann mir vorstellen, dass unsere Verwandten sagten: Aufgepasst, sie kommen! (lacht)
Sind Sie ein Mami- oder ein Papi-Kind?
Beides. Meine Brüder und Schwestern werden sicher sagen, dass ich mehr meinem Vater nachschlage. Aber ich glaube, ich bin meiner Mutter sehr ähnlich. Sie hatte einen gesunden Menschenverstand und schmiss den Haushalt allein. Sie war eine wunderbare Frau. Ich hoffe, dass ich viele ihrer Charakterzüge trage.
Wann hatten Sie so richtig Glück?
Dazu habe ich eine tolle Geschichte. Während meiner ersten Anstellung als NHL-Headcoach in Québec ruhte die Liga 1994 wegen des Arbeitsstreits. Ich besuchte mit meinem Assistenten Joel Quenneville ein Auswärtsspiel unseres Farmteams, in der Nähe fand der Breeders’ Cup statt (das höchstdotierte Galopprennen). Wir gingen hin, ich kaufte zwölf Wettscheine für je einen Dollar, tippte mit einem alle sieben Sieger richtig und gewann 65’000 Dollar. Ich hatte keine Ahnung von Pferden, aber Joel gab mir Tipps. Das war der bis dahin grösste Zahltag in meinem Leben. Ich verprasste das Geld übrigens nicht, sondern bezahlte mein Auto und die Hälfte meiner Hypothek ab.
Gibt es Gott?
Ja, in meiner Welt gibt es einen Gott.
Was gefällt Ihnen an der Schweiz?
Dass hier jede und jeder ein Mitspracherecht hat. Das ist die beste Art und Weise, die Dinge zu regeln. Und mir gefällt, wie strukturiert hier alles ist. So kommt die Schönheit dieses Landes so richtig zur Geltung. Hier ist alles so gepflegt, die Städte kümmern sich um die Instandhaltung, die Strassen sind ausgezeichnet. Es gibt auch anderswo wunderschöne Landschaften. Aber hier werden sie perfekt in Szene gesetzt.
Wenn Sie eine Kristallkugel hätten, was würden Sie wissen wollen?
Ob wir dieses Jahr gewinnen.
Das Ekelhafteste, das Sie je gegessen haben?
In Italien hatte ich einmal verdorbene Kutteln. Wir waren an einem kleinen Ort, und ich zögerte, ob ich sie bestellen sollte. Dann sagte ich mir: Ach, probier es einfach! Es war keine gute Idee.
Ihr Serientipp?
Momentan mag ich die Serie über den College-Footballcoach Ted Lasso sehr. Als Coach kann ich mich mit ihm identifizieren. Als ich aufwuchs, liebte ich «Mash» (eine Serie aus einem US-Feldlazarett im Koreakrieg). Ich wartete immer ungeduldig auf den Dienstag, wenn die neueste Folge ausgestrahlt wurde.

Während 21 Jahren coachte Marc Crawford in der NHL. Hier 2009 bei den Dallas Stars.
Foto: Tony Gutierrez (AP Photo)
Wovor haben Sie Angst?
Die Kristallkugel zu finden. (lacht)
Wie oft sind Sie schon umgezogen?
Sicher zwischen 30- und 40-mal. Wenn du lange in diesem Geschäft sein willst, musst du das in Kauf nehmen. Es gab Jahre, in denen ich zwei-, dreimal umzog. Aber ich war immerhin acht Jahre in Vancouver, vier in Denver und in Zürich, drei in Los Angeles. Unser Haus in Vancouver haben wir behalten. Als wir nach Zürich zurückkehrten, hatten wir hier schon ein soziales Netz, das wir wieder aktivieren konnten. Das hat vieles erleichtert.
Sie wären für einen Tag eine Frau. Was würden Sie tun?
Ich würde meinen Mann zur Vernunft bringen. Ihm sagen, er solle öfter auf mich hören. (lacht)
Was sollte gesetzlich besser geregelt sein?
Die Waffenkontrolle in den USA. Ich sehe keinen Grund, wieso die Leute Sturmgewehre zu Hause haben sollten. Das sind Instrumente des Massenmords. Sie richten so viel Zerstörung an. Immer wieder hören wir von Amokläufen. Mir macht das Angst. Denn man ist hilflos ausgeliefert, wenn so etwas passiert.
Worüber sprechen Sie nicht mit Ihrer Frau?
Ich versuche, nicht zu viel mit ihr über die Probleme bei der Arbeit zu sprechen. Ich will nicht, dass sie sich darüber Sorgen macht, und ich will abschalten können, wenn ich nach Hause komme.

Gut gelaunt: Marc Crawford feiert mit seiner Frau Helene den Meistertitel 2014 mit den ZSC Lions.
Foto: Ennio Leanza (Keystone)
Ihr Tipp für Hobbysportler?
Jene Dinge trainieren, die wir lieber vermeiden würden. Denn an ihnen müssen wir am dringendsten arbeiten.
Was war der Leitsatz in Ihrer Familie?
Immer 100 Prozent geben. Das war ein grosses Thema für meinen Vater. Er kritisierte nie unsere Leistung, wenn wir uns angestrengt hatten, sondern nur, wenn wir es uns zu leicht machten. Meine Mutter sagte immer, man müsse das Richtige tun, ein guter Mensch sein. Ich glaube, diese beiden Leitsätze gehen Hand in Hand. Das versuche ich auch zu vermitteln.
Was finden Sie attraktiv an sich?
Dass ich nicht nachtragend bin. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, leicht reizbar. Aber ich vergesse auch schnell wieder.
Ihre grösste Herausforderung im Leben?
Mich nicht über Kleinkram aufzuregen, sondern das grosse Bild im Blick zu behalten. Es gelingt mir nicht immer.
Was bedeutet Ihnen Zärtlichkeit?
Es ist wichtig, tiefe Emotionen zuzulassen und nicht nur immer Angst zu haben, was noch Schlimmes passieren könnte. Es hilft, sich wohlzufühlen in der eigenen Haut.
Bei wem müssten Sie sich eigentlich entschuldigen?
Oh, diese Liste ist lang. (lacht) Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und übertreibe es manchmal in der Hitze des Gefechts. Aber ich glaube nicht, dass ich viele Feinde habe. Ich hege jedenfalls gegen niemanden einen Groll. Wenn der Wettkampf vorüber ist, ist alles vergeben und vergessen. So sehe zumindest ich das.
Ihr Spitzname als Kind und heute?
Als Kind: Sparky. Ich sprühte vor Energie. Heute: Crow.
Werden Sie Ihre Organe spenden?
Ja. Ich habe sogar einen kanadischen Organspendeausweis, auf dem steht, dass ich es tun werde.
Könnten Sie auf Fleisch verzichten?
Manchmal schon. Aber immer? Ich versuche, mich ausgewogen zu ernähren und einen gesunden Lebensstil zu führen. Aber ich mag Fleisch schon sehr gern.
Was würden Sie an sich ändern?
Ich wäre gern besonnener und souveräner in meinen Reaktionen. Ich wünschte, das gelänge mir mit zunehmendem Alter besser.
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angewalt: Kaskadenmodell im Schweizer Fussball ist gescheitert
Fangewalt in der SchweizEs kommt zum Knall zwischen Fussballclubs und Politik
Was eine gemeinsame Lösung für friedlichere Fussballspiele werden sollte, endet im Zerwürfnis – die professionellen Clubs lehnen das sogenannte Kaskadenmodell ab.

Publiziert heute um 13:31 Uhr

Beim Fussball immer wieder im Grosseinsatz: Genfer Polizisten beim Schweizer Cupfinalspiel zwischen dem FC Basel und dem FC Sion in Genf.
Foto. Keystone
Es ist ein Scherbenhaufen. Wieder einmal. Dabei klang das vor exakt einem Jahr ausgegebene Ziel so vernünftig. Alle Beteiligten sollten miteinander darüber reden, wie Gewalt rund um Fussballspiele verhindert werden kann. Das Ziel: einheitliche Massnahmen in der ganzen Schweiz, die von jeder Seite verstanden und deshalb auch akzeptiert werden.
Heute steht fest: Die Fronten zwischen Sicherheitsbehörden und fussballnahen Kreisen sind so verhärtet wie lange nicht mehr. Am Donnerstagmorgen hat die Swiss Football League der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen (KKJPD) mitgeteilt, dass sie nicht mehr bei der Ausarbeitung des sogenannten Kaskadenmodells mitmacht. Dabei hätten am Nachmittag eigentlich einvernehmlich die neuen Massnahmen für friedliche Fussballspiele vorgestellt werden sollen, an denen seit einem Jahr gearbeitet wird.
«Nicht zielführend, einseitig, unverhältnismässig»
In der Swiss Football League (SFL) sind die 22 Clubs der beiden höchsten Schweizer Ligen vereint. Sie stören sich vor allem daran, dass die Behörden in letzter Zeit immer wieder Fansektoren schliessen liessen. Das Urteil von Claudius Schäfer ist hart. Der CEO der Liga sagt: «Das Kaskadenmodell ist nicht zielführend, einseitig und unverhältnismässig.»
Lieber wollen die Vereine auf lokaler Ebene mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten und wieder verstärkt auf Prävention setzen. Also so, wie es bis vor den Diskussionen um eine schweizweite Lösung der Fall war.
Die Haltung der Clubs kann zwar nicht verhindern, dass die Politik ihre Pläne weiter umsetzt. Entsprechend soll das Kaskadenmodell trotz der Kritik der Liga ab der kommenden Saison eingeführt werden.
Die Nidwaldner Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi sagt: «Ich bedaure, dass wir das Modell nicht gemeinsam einführen können.» Aber die Co-Präsidentin der KKJPD hält auch fest: «Es ist auch unsere Aufgabe, die Erwartung der Gesellschaft aufzunehmen, die Gewalt rund um Fussballspiele nicht mehr akzeptiert – und auch nicht mehr bereit ist, die Kosten zu tragen.»
Für professionelle Fussballspiele braucht es in der Schweiz eine Bewilligung, für die je nach Standort die städtischen oder die kantonalen Behörden zuständig sind. Diese können also weiterhin Spiele untersagen, Sektorschliessungen anordnen oder die Anreise von Gästefans verbieten.
Aber der nun offiziell vollzogene Bruch zwischen Fussball und Politik lässt jede Hoffnung schwinden, dass die neuen Regeln konfliktfrei durchgesetzt werden können. Die organisierten Fans in den Kurven wehren sich sowieso schon vehement gegen die Einführung des Kaskadenmodells. Dieses soll Massnahmen und Strafen für Vergehen rund um Fussballspiele festlegen – mit steigender Härte der Konsequenzen je nach Vorfall.
Ursprünglich hätten alle Beteiligten gemeinsam das Modell ausarbeiten sollen. Eingebunden waren die kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen, die Polizeikommandanten, die Liga, die Clubs, Wissenschaftler, die SBB, die Fanarbeiten und – als Premiere – sogar die Fussballfans selbst.
Fans sind gegen die Massnahmen
Doch die Risse in dieser Projektgemeinschaft wurden rasch sichtbar. Viele Fans nutzten die Chance, sich via Internetumfrage zu äussern. Und lehnten die vorgeschlagenen Massnahmen laut Informationen dieser Zeitung mit massivem Mehr ab. Die Fanarbeiten zogen sich zurück, weil sie das Gefühl hatten, ihre Meinung sei nicht gefragt. Und schon im Sommer begannen einige Clubs, die Liga zum jetzt vollzogenen Ausstieg aus dem Projekt zu drängen.
Die politischen Akteure müssen mit dem Vorwurf leben, dass sie zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Während das eigentliche Kaskadenmodell noch in der Vernehmlassung war, entwickelten die kantonalen und städtischen Bewilligungsbehörden eine erstaunliche Eigendynamik. Unter dem Namen «Arbeitsgruppe Bewilligungsbehörden» schrieben sie den Clubs nach Gewalttaten in einem bislang unbekannten Mass vor, Teile ihres Stadions zu schliessen.
So kam es seit April 2023 zu Sektorsperrungen in Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern, Sitten, St. Gallen und Zürich. Die meisten Massnahmen wurden für Vorfälle ausgesprochen, die sich ausserhalb der Stadien ereignet hatten.
In Zürich war die Südkurve nach einem Vorfall am Bahnhof Altstetten gesperrt. In Bern fand ein Spiel ohne Ostkurve statt, weil YB-Fans in Zürich einen Bus demoliert und einen Busfahrer bedroht hatten.
Die Zürcher Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart ist für die Sperrung der Südkurve beim Match gegen Lausanne-Sport Ende Januar verantwortlich. Sie verteidigt das Vorgehen in Zürich. «Wir haben das Modell nicht zu früh angewendet und es war auch kein Alleingang», schreibt sie gegenüber dieser Redaktion. Die Bewilligungsbehörden hätten sich gemeinsam für ein «provisorisches System» entschieden, in dem jede Bewilligungsbehörde nach Absprache mit der Arbeitsgruppe Massnahmen treffen kann.
«Und: Vergessen wir nicht, was der Auslöser für die Sperrung der Südkurve war», fügt Rykart an. Zuvor hätten mehrere Dutzend FCZ-Anhänger die Polizei «massiv» mit Petarden und Steinen angegriffen und Strassenbarrikaden errichtet.
Mehrfach wurden aber bei den Anordnungen von den Behörden Stufen übersprungen, die laut Kaskadenmodell vor der Aussperrung von Zuschauenden kommen sollten.
Die Wissenschaft sieht das Modell kritisch
So nahmen die Spannungen zwischen den verschiedenen Interessenvertretern zu, die das Modell eigentlich gemeinsam ausarbeiten sollten. Nach Fanprotesten im Januar äusserten sich auch Vertreter der Universität Bern, die das Projekt wissenschaftlich begleitet. «Als Wissenschaftler zweifeln wir daran, dass das Kaskadenmodell die richtige Lösung ist», stellte Alain Brechbühl als Leiter der Forschungsstelle Gewalt bei Sportveranstaltungen gegenüber dieser Zeitung fest.
Vor allem aber erschreckte das harte Vorgehen die Clubs. Diese kamen nicht nur von Fanseite unter Druck. Sie sind auch der Meinung, dass sie nicht oder nur bedingt für Gewalttaten verantwortlich sind, die sich ausserhalb der Stadien ereignen.
Der FC Zürich wehrt sich deswegen vor Gericht gegen die Sperrung der Südkurve, die ihm für Ausschreitungen am Bahnhof Altstetten auferlegt wurde. Der FCZ will wissen, ob die Massnahme juristisch haltbar ist. Die Behörden stützen sich auf das Hooligan-Konkordat, das laut Bundesgericht nur zur Verhinderung künftiger Straftaten eingesetzt werden darf.
Die Frage lautet also: Ist der Ausschluss von Tausenden von Fans dazu geeignet, präventiv Gewalt zu verhindern? Oder handelt es sich um eine unzulässige Kollektivstrafe? Je nach Ausgang könnte der Entscheid des Zürcher Gerichts das Kaskadenmodell also stützen – oder ihm die rechtliche Grundlage entziehen.
Aber schon vor diesem Gerichtsentscheid ist man beim Thema Fangewalt in der Schweiz mal wieder am Nullpunkt angelangt. Zwar erklärten am Donnerstag Liga und Behörden, sie hätten natürlich ein gemeinsames Ziel: gewaltfreie Spiele. Doch wie soll ein Problem gelöst werden, bei dem die wichtigsten Akteure nach einem Jahr Zusammenarbeit feststellen, dass sie sich in grundlegenden Fragen komplett uneinig sind?
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Der Gegner im Wettkampf-ModusKaltstart ins Playoff – nicht alle beim ZSC fanden die Pause lustig
Nach elf spielfreien Tagen starten die Zürcher am Samstag in den Viertelfinal. Gegen einen Gegner im Rhythmus. So versuchen sie, diese Herausforderung zu meistern.

Publiziert heute um 09:30 Uhr

Let’s go! Marc Crawford treibt seine Spieler im Training an, damit sie zum Playoff-Start bereit sind.
Foto: Urs Jaudas
Der neu gestaltete Kampf um die letzten Playoff-Plätze beschert dem Schweizer Eishockey Spannung bis zum Letzten. Die ZSC Lions wissen erst am Mittwochabend, ob ihr Viertelfinalgegner Ambri oder Biel heisst. Am Montag, den 4. März, beschlossen sie die Qualifikation mit einem 2:1-Overtimesieg über die SCL Tigers. Am Samstag, den 16. März, steigen sie ins Playoff. Das stellt sie vor eine besondere Herausforderung: Wie halten sie über diese lange Zeit den Spannungsbogen aufrecht?
«Du kannst nicht die ganze Zeit trainieren», sagt Coach Marc Crawford, der elf spielfreie Tage zur Verfügung hatte. Er gab den Spielern nach der letzten Partie drei Tage frei. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag konnten sie für einen Kurzurlaub nützen, um ihre Köpfe zu lüften. «Mein ursprünglicher Plan war, ihnen zwei Tage frei zu geben», sagt der Kanadier. «Aber sie wollten drei. Ich sagte: ‹Okay. Wenn ihr euch Rang 1 sichert, bekommt ihr drei.›» Das musste er ihnen nicht zweimal sagen.
Inspiration bei Harry Kane
Vier von ihnen reisten am vergangenen Dienstag ans Champions-League-Spiel in München: Simon Hrubec, Mikko Lehtonen, Rudolfs Balcers und Jesper Frödén. «Hrubec hat Beziehungen, er besorgte uns die Tickets», sagt Frödén. «Es war eine einmalige Erfahrung. Wir hatten gute Plätze, und Bayern gewann, die Stimmung im Stadion war gut.»
Die Münchner zogen mit einem 3:0 gegen Lazio Rom in den Viertelfinal ein, Harry Kane traf doppelt. «Er hat geliefert», sagt Frödén schmunzelnd. Der Schwede ist gewissermassen der Kane der ZSC Lions, führte die interne Torschützenliste in der Qualifikation mit 22 Treffern an.
Ambri oder Biel als Gegner
Andere wie Jungvater Denis Malgin nützten die freien Tage zu Hause im Kreise der Familie. Sven Andrighetto gönnte sich eine kurze Auszeit im Bürgenstock Resort mit Blick auf den Vierwaldstättersee. Am Mittwochabend schaue er sich das entscheidende Spiel zwischen Ambri und Biel ganz gemütlich zu Hause am Fernsehen an, sagt Andrighetto. Das Hinspiel in Biel ging 1:1 aus, womit klar ist: Wer gewinnt, fordert ab Samstag die ZSC Lions. Mit den Bielern haben diese noch eine Rechnung offen – im letztjährigen Halbfinal scheiterten sie an den Seeländern mit 0:4.
Kurios ist, dass der Viertelfinalgegner der Zürcher vier Spiele bestritt, während sie sich erholen konnten und trainierten. Christian Marti und Juho Lammikko, die zuletzt verletzt gefehlt hatten, dürften zum Playoff-Start wieder dabei sein. «Wir sind topfit und frisch, derweil unsere Gegner schon vier intensive Spiele mit einem gewissen Druck gehabt haben», sagt Andrighetto. «Dafür sind sie schon voll im Playoff-Modus.»
Er finde die Pause vor dem Playoff-Auftakt viel zu lang, sagt Denis Malgin. Die Intensität eines Playoff-Spiels lasse sich im Training nur bedingt simulieren. «Aber wir tun, was wir können. Gut trainieren, viel schlafen und uns gut ernähren.» Der Kaltstart am Samstag wird für die ZSC Lions nicht einfach, aber längerfristig könnten sich die freien Tage vor dem Playoff für sie auszahlen. Sofern sie länger dabei sind.
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Jeden Morgen stürzt er sich kopfvoran in den eiskalten Rhein
Adrien Plavsic bescherte den Zürchern einst den ersten Titel nach 39 Jahren. Nach harten Zeiten hat er eine neue Bestimmung gefunden: anderen zum Glück zu verhelfen.

Publiziert heute um 19:30 Uhr

Eisbaden als Routine für Körper und Geist: Adrien Plavsic am Ufer des Rheins.
Foto: PD
Zwischen fünf und sieben Uhr morgens schwingt sich Adrien Plavsic in Birsfelden aufs Velo und fährt für ein kaltes Bad zum Rhein. Früher nahm er kalte Duschen, nun hat er das Eisbaden für sich entdeckt. Fünf bis zehn Minuten schwimmt er im eiskalten Wasser, der Rhein ist im Winter zwischen vier und acht Grad kalt. «Eine wunderbare Übung, um die Willenskraft zu stärken», sagt der frühere Hockeyprofi. «Sich täglich zu überwinden, gibt einem ein gutes Gefühl. Und die gesundheitlichen Vorteile sind wunderbar.»
Im Rheinbad Breite springt er kopfvoran ins Wasser. «Wer probieren möchte, wie sich das anfühlt, kann ja einmal seinen Kopf in einen Eimer mit kaltem Wasser stecken», sagt er und schmunzelt. Ihm tue es gut. «Es ist ein Kick, ins Wasser zu springen. Und es hat einen positiven Effekt auf mein Immunsystem. Ich werde kaum mehr krank und ertrage die Kälte viel besser. Ich kann morgens aufstehen und auch im Winter mit T-Shirt und Shorts aufs Rad steigen. Ein geniales Gefühl.»
Der breiteren Öffentlichkeit ist Plavsic bekannt als ZSC-Meisterschütze. Am 1. April 2000 bescherte er den Zürchern im sechsten Finalspiel gegen Lugano mit dem 4:3 bei 59:50 den ersten Meistertitel seit 39 Jahren. «Ich erinnere mich noch sehr gut an jenes Spiel», sagt er. «Ich kämpfte mit mir selber und sagte immer wieder zu mir: Du musst etwas bewirken! Du musst etwas bewirken! Ich wiederholte dieses Mantra ständig in meinem Kopf. Und dann treffe ich zehn Sekunden vor Schluss und entscheide die Meisterschaft.»
Das legendäre Tor: Adrien Plavsic schiesst die ZSC Lions zum Meistertitel 1999/2000.
Video: SRF/Tamedia
Heutzutage wäre das Tor aberkannt worden, weil Christian Weber Lugano-Goalie Cristobal Huet den Stock aus der Hand schlug. Doch die Schiedsrichter übersahen das in der Hitze des Gefechts. «Es sollte wohl einfach so sein», sagt Plavsic. Er denke kaum mehr an jene Szene – ausser er werde darauf angesprochen. «Ich lebe im Moment, nicht in der Vergangenheit. Aber natürlich ist dieses Tor Teil meiner Geschichte.»
Und wenn er am Samstag zum Playoff-Start in die Swiss-Life-Arena kommt, wird er sicher für das eine oder andere Selfie posieren müssen.

Ein legendäres Foto: Adrien Plavsic (Mitte) kann es nach seinem Meistertor kaum fassen.
Foto: Andy Müller (Freshfocus)
Plavsic kam 1998 via eine Saison in Deutschland nach Zürich und ist in der Schweiz geblieben. Inzwischen ist er über 25 Jahre hier, mit einem kurzen Unterbruch. Er heiratete eine Schweizerin und hat längst den roten Pass. Seine Kinder Julie, Gisele und Elijah, die alle in der Region Basel aufwuchsen, sind 15, 18 und 20 Jahre alt.
Plavsic spielte noch mit 42 beim EHC Basel in der Nationalliga B und versuchte sich danach über zehn Jahre als Hockeytrainer auf verschiedenen Stufen. In Basel, Martigny, Villars und einen Winter bei Shawinigan in der kanadischen Provinz Québec.
Feingeist unter Raubeinen
Ein typischer Hockeyaner war er nie, eher ein Feingeist unter Raubeinen. Einer, der sich mehr Gedanken macht als andere. Ein Suchender ist er auch heute noch. Offen für Neues wie das tägliche Bad im kalten Rhein. Aber auch im Beruflichen. 2023 verabschiedete er sich vom Job des Eishockeytrainers und fand eine neue Bestimmung: Transformations- und Leistungscoach.
Plavsic ist Personal Trainer geworden, aber nicht für den Körper, sondern für den Kopf. Er sagt: «Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen unserer Gesundheit, unserer Lebensqualität, unserem Gehirn und der Art und Weise, wie wir denken und das Leben wahrnehmen.»
Er bildete sich weiter und gründete seine Firma «Beyond Performance». Was so viel heisst wie: der Leistung einen höheren Sinn geben. Er sagt: «Ich bin ein 54-Jähriger, der sich fühlt wie ein 20-Jähriger und nochmals zur Schule geht, um eine neue Sprache und eine neue Herangehensweise an die Dinge zu lernen. Warum denkt man so, wie man denkt? Warum nicht anders? Und wie können einem die Gedanken helfen? Das ist die Grundlage meiner Arbeit.»
Ein siebenwöchiges Programm
Wer sich bei ihm einschreibt, den führt er online durch ein siebenwöchiges Programm. Dabei orientiert er sich an der Methode der positiven Intelligenz des Stanford-Dozenten Shirzad Chamine, der 2012 den gleichnamigen Bestseller verfasste. Das Ziel der positiven Intelligenz ist, Kontrolle über seine Gedanken zu erlangen, sich von schädlichen Mustern zu befreien und mehr Sinn in seinem Tun und in Beziehungen zu entdecken.
«Unser Verstand ist wie ein wildes Pferd. Er geht uns immer wieder durch», sagt Plavsic. «Wir müssen ihn zähmen. Das können wir nur, indem wir einen Muskel im Kopf trainieren, der sagt: Ich habe hier das Sagen.» So wie andere Muskeln könne auch dieser gemessen werden. Dazu greift Plavsic auf eine App zurück, die von den Coaches genutzt wird, welche die Methode der positiven Intelligenz anwenden.
Plavsic träumte als kleiner Junge in Montreal von der NHL und ging jeweils schon um 5.30 Uhr morgens zur Eisbahn, weil er wusste, dass der Eismeister das Eis schon eine Stunde vor dem Training gemacht hatte. Alleine kurvte er herum und dachte, er sei Bobby Orr, der legendäre Verteidiger. Er schaffte es bereits mit 19 in die NHL, holte 1992 in Albertville Olympiasilber mit Kanada und hatte später eine schöne Karriere in der Schweiz. Doch die Erfüllung, die ihm vorgeschwebt hatte, fand er nicht.

Schon früh in der NHL: Eine Spielerkarte von Adrien Plavsic im Dress der Vancouver Canucks.
Foto: PD
Er habe immer Angst gehabt, nicht zu genügen, sagt er rückblickend. «Ich erinnere mich an wenig von den Olympischen Spielen, konnte die kleinen Details nicht erfassen. Mein Lampenfieber schwang immer im Hintergrund mit, so als ob man versucht, einen Radiosender einzustellen, aber immer ein Rauschen zu hören ist.»
Im Verlaufe seiner Karriere habe er gelernt, damit umzugehen. Aber viele besondere Gelegenheiten habe er nicht auskosten können, weil er sich zu sehr aufs Ergebnis fokussierte. «Echtes Vertrauen in sich selbst besteht darin, sich vorzubereiten, aber danach die Gedanken ans Resultat loszulassen und ins Spiel einzutauchen. Deshalb hatte ich ja mit dem Eishockey begonnen.»
Plavsic hat sich nochmals auf den Weg gemacht. Er sagt: «Ich habe das Gefühl, dass ich mein Leben von einem Punkt aus neu erfinde, an dem ich mich viel besser kenne. Ich musste harte Zeiten durchmachen mit meiner Trennung (2015) und meiner Suche nach meinem neuen Karriereweg. Aber ich bin dadurch als Mensch definitiv gewachsen. Irgendwann möchte ich auf mein Leben zurückblicken und sagen können: Ich habe etwas von dem verstanden, was da vor sich ging. Und ich war ein Vorbild für meine Kinder, auch wenn ich Fehler gemacht habe.»
Plavsic ist ein stolzer Vater. Julie liebe das Wasser, habe aber mit 15 ihre grosse Passion noch nicht gefunden. Gisele habe schon in mehreren Musicals mitgesungen, Elijah spiele nach nur drei Jahren Basketball bereits in der dritthöchsten Schweizer Liga. «Es ist wichtig, der nächsten Generation etwas Besseres zu hinterlassen als der unsrigen», sagt er. «Meine Eltern haben Kroatien verlassen und sind ein grosses Risiko eingegangen, ich habe meinen jüngeren Bruder durch Selbstmord verloren. Es war nicht immer einfach, aber heute bin ich dem Leben dankbarer denn je.»

Ein stolzer Vater: Adrien Plavsic mit seinen Kindern Julie, Gisele und Elijah.
Foto: PD
Man merkt im Gespräch, wie intensiv Plavsic sich und seinen Werdegang reflektiert. Auf dem Berufs-Netzwerk Linkedin teilt er seine Gedanken praktisch täglich. Nebst seinen Coachings würde er künftig auch gerne als Redner auftreten und seine Erfahrungen teilen. Wenn er positive Intelligenz vermittle, dann sei er nur glaubwürdig, wenn er das selbst auch zu 100 Prozent lebe, betont er. So hat er etwa aufgehört, Alkohol zu trinken. «Viele sagen, der Alkohol entspanne sie. Ich sehe ihn als Flucht.»
Er wolle sich dem Leben und sich selbst stellen, sagt Plavsic. Das braucht Mut und Selbstdisziplin. Etwa wenn um fünf Uhr morgens der Wecker klingelt und der nächste Sprung ins kalte Wasser des Rheins ansteht.
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Spielt Ambri als besser klassiertes Team nicht zuerst auswärts?
Ja. Er hat sich da etwas in Rage geredet…

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habe heute, einmal mehr, den klassischen fehler eines regelmässigen superleague zuschauers gemacht…
…ich habe mir ein premier league spiel angesehen! natürlich nicht irgendeins, sondern jenes zwischen zwei der aktuell (mit-)besten mannschaften der welt.
technisch auf höchstmöglichem level, mehr tempo und intensität geht wegen den menschlichen, physischen grenzen nicht. emotionen auf einer skala von 1-10 bei 13. stimmung auf den rängen phänomenal!
das einzige falsche an diesem spiel: das resultat! ein heimsieg wäre mehr als verdient gewesen!
ynwa!

Hab mir das Spiel auch angeschaut. Viel mehr geht da echt nicht mehr. Resultat ist mir egal, aber hat enorm Spass gemacht zuzuschauen.
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Like father, like son. Bykow jun. hat genau gleich viele Titel geholt wie sein Vater in der Schweiz: 0
Unnötiger Kommentar. Lies mal was Sbornaja geschrieben hat. Das war würdig und anständig. Man muss nicht immer Nachtreten.
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Gestern noch die Tabelle angeschaut und zum gleichen Schluss gekommen, heute nach drei Bier nicht mehr... naja. Hast recht, danke.

Um ca. 0900 Uhr bereits drei Bier intus? Das ist aber ne Leistung...

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Auch heute wieder ohne Marti und Lammikko ...... schade ......
Besser kein Risiko.
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Den würde ich genau so wenig noch irgendwo anstellen, wie den Tuchel.
Beides schwierige Charakterien
Wobei Tuchel kein solcher ist. Aber lassen wir das besser. Die Mainstream-Medien haben dieses Bild nunmal verfestigt.
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Unsicherheit als Erfolgsrezept Tabellenführer ZSC spielt Linien-Roulette
Die ZSC Lions stehen als Qualifikationssieger fest und befinden sich entsprechend in einem Vakuum. Coach Marc Crawford schürt die Unsicherheit mit System.
Publiziert heute um 09:16 Uhr

Das Logo im Mund: Chris Baltisberger mit dem ZSC-Zahnschutz.
Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)
Die ZSC Lions dürfen zum Abschluss der Regular Season zweimal mit identischer Ausgangslage üben: Während die Zürcher von Rang 1 nicht mehr verdrängt werden können, ist der Gegner auf einen Sieg angewiesen, um ins Playoff- respektive Play-in einziehen zu können. Teil eins am Samstag in Davos ging schief, der ZSC verlor gegen die Bündner, die sich einen Top-6-Rang sicherten, trotz früher 2:0-Führung mit 2:4. Am Montag reisen nun die SCL Tigers für ihr Spiel der letzten Chance zum ZSC.
«Schade, haben wir diese Challenge nicht gepackt», sagte Patrick Geering in Davos. «Ein 2:3-Rückstand nach 40 Minuten, und du musst dich zurückkämpfen – das ist eine Situation, die es im Playoff auch geben wird, es war ein guter Test.» Als einziges Positivum konnte das Team damit nur das gute Startdrittel gegen zu Beginn nervöse Davoser notieren.
Davos - ZSC 4:2 (0:2, 3:0, 1:0)
6547 Zuschauer.
Tore: 4. Weber (Rohrer, Balcers) 0:1. 6. Grant (Frödén) 0:2. 21. (20:52) Rasmussen (Ambühl, Corvi/Ausschluss Zehnder) 1:2. 28. (27:29) Rasmussen (Fora, Jung) 2:2. 38. Dominik Egli (Corvi, Stransky) 3:2. 59. (58:56) Nordström (Dominik Egli/ins leere Tor) 4:2.
Strafen: Davos keine. ZSC 4-mal 2 Minuten.
ZSC: Zumbühl; Weber, Phil Baltisberger; Lehtonen, Geering; Trutmann, Harrington; Kukan; Chris Baltisberger, Rohrer, Bodenmann; Riedi, Sigrist, Schäppi; Frödén, Grant, Hollenstein; Andrighetto, Malgin, Balcers; Zehnder.
Bemerkungen: Davos ohne Mustonen (überzählig), Hammerer, Schneeberger, Knak, Prassl. ZSC ohne Marti, Lammikko (verletzt). – 16. Lattenschuss Trutmann. 29. (28:15) Lattenschuss Corvi. – 22. (21:53) Gredig verletzt ausgeschieden. – ZSC von 58:04 bis 58:56 und von 59:10 bis 60:00 ohne Goalie, mit 6. Feldspieler. 58:48 Time-out ZSC.
«Wir spielten unbeschwert, während sie den Stock wohl etwas zu fest in den Händen hielten», fasste der ZSC-Captain die ersten zwanzig Minuten zusammen. Aus dem Rest müsse die Mannschaft lernen: «Danach gewährten wir zu viele Konter und liessen jene Intensität vermissen, die es gegen diesen HCD gebraucht hätte.»
Und wieder wird alles umgestellt
In solchen Situationen stellen sich stets Fragen: Wie weit sah man in Davos den wahren ZSC? Wie sehr wurde er von der unterschiedlichen Ausgangslage der beiden Teams beeinflusst? Einer, der das Spiel auch zu einem Test nutzte, war Marc Crawford. Wobei der ZSC-Trainer dieses Spielchen eigentlich seit Monaten spielt: Drei seiner vier Sturmlinien waren anders als auf dem Matchblatt angekündigt, wie immer erfuhren auch seine Angreifer erst im letzten Moment, wer mit wem spielt.
Während bei Crawfords Linien meist zumindest drei Konstanten mit je einem Center/Flügel-Paar zu finden sind, gab es in Davos mit Malgin/Balcers nur eine. Grant und Rohrer nahm er auseinander – Lammikko/Frödén war nicht möglich, da sich der Finne am Donnerstag in Zug beim Warm-up verletzt hatte. Ob er fürs Playoff bereit sein wird, ist genauso offen wie bei Verteidiger Marti, der sich im selben Spiel eine Verletzung an der Hand zuzog.
Nach einem Slapshot von EVZ-Stürmer Andreas Eder trifft der Puck den ZSC-Verteidiger an der Hand.
Video: Mysports
Einer der vielen weiteren ZSC-Stürmer, die nie einem fixen Duo angehörten und entsprechend in der Aufstellung hin und her rotierten, ist Chris Baltisberger. Auf dem Matchblatt in Davos als 13. Stürmer aufgeführt, stand er dennoch beim ersten Bully auf dem Eis. Am Ende war es aber seine Linie mit Bodenmann und Rohrer, die am wenigsten Eiszeit erhielt – die Wege Crawfords sind unergründlich.
Mit diesem unorthodoxen Coaching hat der Kanadier die Qualifikation souverän gewonnen – der Erfolg gibt ihm also recht. Selbstverständlich ist das nicht: Seit 2020 war der ZSC nie mehr Qualifikationssieger. Man könnte das Wirbeln der Linien durch Crawford als Mittel betrachten, damit die Spieler stets auf Trab bleiben.

Den Gegner gestoppt: ZSC-Captain Patrick Geering verhindert gemeinsam mit Goalie Robin Zumbühl einen Treffer des Davosers Joakim Nordström.
Foto: Roger Albrecht (Freshfocus)
Baltisberger will dieses Argument nicht gelten lassen: «Als ambitionierter Athlet, der sich stetig verbessern will, solltest du dich selbst auf Trab halten können, das ist eine rein mentale Angelegenheit.» Aus der Sicht eines «Betroffenen» beschreibt er die ständigen Wechsel so: «Du musst stets gefasst sein auf alles und dich auf dein Spiel konzentrieren. Alles andere kannst du nicht beeinflussen. Das ist eine rein mentale Leistung, sie hat nichts mit der Physis zu tun.»
Es gibt dabei nicht nur Vorteile: Automatismen einzelner Linien entstehen so kaum, und die Spieler stehen unter zusätzlichem Druck, keine Wechselfehler zu begehen – gegen Davos klappte Letzteres nicht, der HCD schoss sein erstes Tor im Powerplay, das wegen zu vielen Zürchern auf dem Eis zustande gekommen war. «Mit diesem zusätzlichen Stress umgehen zu können, musst du zunächst lernen», sagt Baltisberger.
Ob Crawford im Playoff auf fixe Linien umstellen wird? Dies wird man erst zu Beginn des zweiten Viertelfinalspiels herausfinden. Die Antwort kennt nur der Trainer, auch seine Spieler lässt er weiterhin in der Schwebe. In einem Gespräch mit dieser Redaktion sagte er vor gut einem Monat: «Ich habe mir keine exakte Deadline notiert, nach der ich auf fixe Linien umstelle.»
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Ganz ehrlich.
Wen würdet Ihr eher an der Hallendecke erwarten (also die Nummer).
Zeiter, Micheli, Zesi oder dann zum Beispiel Stoffel, Blindenbacher oder Flüeler?
Hmm....
Danke für die Präzisierung betr. der Nummer.

Zeiter, Micheli, Zesi.
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Nun gut, nach der "etwas peinlichen" Vorstellung gegen den HCD schauen wir mal, wie wir's am Montag gegen die Tigers so machen werden. Für die ist das ja echt ein "do oder die" bzw. Ferien oder nicht - Game! Horst wird sicher wieder im Tor stehen. Zumbi, der seine Sache alles in allem recht gut gemacht hat, bringt's dann unter dem Strich dann doch nicht. Dies letzten 3 Spiele mit ihm im Tor gingen allesamt verloren. Nicht dass er Schuld an den Niederlagen hatte. Ist aber Fakt. Und mal schauen ob Lammikko u/o Marti eingesetzt werden können. Ihre Physis - hinten wie vorne - hat uns gegen den HCD ganz offensichtlich gefehlt!
Und tja, werde auch das letzte Quali-Spiel aus gesundheitlichen Gründen verpassen ..... zum ......



..... Hoffe ganz, ganz fest, dass ich am 16.März wieder einigermassen fit den Start der Playoffs live im Stadion erleben kann. Es muss einfach klappen - ES MUSS!MIR SIND ZÜRI
Gute Besserung, ich hoffe es klappt!
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"Die einzige Schwäche waren die Verlängerung und das Penaltyschiessen, aber beide werden in den Playoffs so nicht durchgeführt werden."
Und das noch so gerne, auch wenn hier deswegen (teilweise) genörgelt wurde. Huu käärs.

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Jetzt also noch morgen gegen zwei Teams die unbedingt Punkte brauchen, Davos und Langnau.
Das wäre dann doch etwas anstrengend

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Harrington braucht in der Quali kein Mensch sorry!
Ich wüsste nicht was er bisher gezeigt hat, das eine Ausländerlizenz bei uns rechtfertigen würde.