Beiträge von theshadow72

    Niederlagenserie des FC Zürich: Trainer Franco Foda steht im Fokus

    FC Zürich: Der Trainer im FokusDrei Fragen – und auf alle lautet die Antwort Franco Foda

    Nach der fünften Niederlage in Serie stellt sich die Frage, ob der FC Zürich einen Neuanfang braucht. Heliane Canepa hat da eine klare Meinung.

    Florian Raz
    Florian Raz
    Publiziert heute um 15:44 Uhr

    Irgendwie geht alles schief: FCZ-Trainer Franco Foda (r.) und Cheick Conde beim Spiel in Bodö. Irgendwie geht alles schief: FCZ-Trainer Franco Foda (r.) und Cheick Conde beim Spiel in Bodö. Foto: Mats Torbergsen (Keystone)

    52 Stunden sind sie im Bus in den hohen Norden gefahren, um ihre Mannschaft anzufeuern. Als es in den frühen Morgenstunden des Freitags an die Rückfahrt geht, sind nicht wenige Anhänger des FC Zürich der Meinung: Eigentlich sollte ihnen die Mannschaft ihre Plätze im Charterflug abtreten – und selber den Weg in die Schweiz mit den Bussen der Fans antreten.

    Dabei haben die Zürcher Spieler beim 1:2 gegen Bodö/Glimt ja nicht unbedingt den Eindruck hinterlassen, als ob sie eine harte Strafe wieder in die Spur bringen könnte. Der FCZ war bemüht, er hatte durchaus seine guten Phasen. Aber genau das ist das grosse Problem dieser Mannschaft: Sie schafft es nicht, diese Momente in Tore und Erfolge umzumünzen. Das Zeugnis des Teams unter Franco Foda lautet nüchtern: Hat und gibt sich Mühe.

    Bloss zwei Punkte nach acht Runden in der Liga, inzwischen fünf Niederlagen in Serie über alle Wettbewerbe gerechnet: Der Meister muss mit einer Bilanz des Schreckens umgehen. Es sind drei Fragen, die er sich in dieser Situation stellen muss: Ist der Trainer das Problem? Ist die Mannschaft das Problem? Oder passen Trainer und Mannschaft einfach nicht zusammen?

    Heliane Canepa mag nicht an den Trainerwechsel denken

    Das Gnadenlose am Fussballgeschäft ist, dass die branchenübliche Lösung für alle drei Fragen die Entlassung des Trainers ist. Wobei Clubbesitzerin Heliane Canepa am Flughafen von Bodö Gedanken an einen Wechsel des Chefcoaches weit von sich weist.

    Es hat ja auch etwas, sich als Club den gängigen Mechanismen zu widersetzen. Was im positiven Fall daraus entstehen kann, haben die Zürcher auf dem Kunstrasen des Aspmyra-Stadions am eigenen Leib erfahren. Glimt ist einst mit Kjetil Knutsen auch erst in der letzten Runde dem Abstieg entronnen. Und hat danach die ersten beiden Meistertitel seiner Clubgeschichte gewonnen.

    Allerdings war bei Knutsen immer klar, dass er seine Spieler und seine Mitarbeiter mit im Boot hat. Das ist es bei Foda nicht. Dazu wird viel zu viel darüber geredet, wie sich der Deutsche intern verhält. In einer Mannschaft, die es nur gut mit ihrem Trainer hat, ist es zum Beispiel kein Thema, wer von ihm auf Europacupreisen am Morgentisch gegrüsst wird und ob dabei vielleicht sogar noch ein Lächeln dabei war. Beim FCZ ist es das derzeit aber schon. Hätten dem Team gern ihren Bus angeboten: Die weit gereisten Fans waren nach dem Spiel eher nicht so angetan von der Leistung ihres FCZ. Hätten dem Team gern ihren Bus angeboten: Die weit gereisten Fans waren nach dem Spiel eher nicht so angetan von der Leistung ihres FCZ. Foto: Mats Torbergsen (Keystone)

    Der Grad der Freundlichkeit beim Morgenessen mag wie die unwichtigste Nebensächlichkeit der Welt klingen. Aber im Spitzensport sind es oft die kleinen Dinge, die über Siege und Niederlagen entscheiden. Und bei den Zürchern passen unter Foda derzeit so viele kleine Dinge nicht zusammen, dass sich daraus das Bild eines grossen Scheiterns ergibt.

    Ist es Zufall, dass die Zürcher immer und immer wieder Gegentore bei Standards kassieren? Ist es bloss Pech, wenn Jonathan Okitas Schuss in Bodö an die Latte geht und Ivan Santini den Ball in guter Position mit dem Schienbein über das Tor schaufelt, anstatt ihn mit dem Innenrist ins Netz zu lenken? Warum sind die Spieler derzeit nicht in der Lage, mehr auf den Platz zu bringen als die blosse Ansammlung von «hätte», «wäre» und «wenn»?

    Diese Mannschaft glaubt nicht an den Sieg

    Es gibt auf Netflix eine Dokumentation, in der Trainer ihren Beruf zu erklären versuchen. Mit Blick auf den FCZ sticht daraus ein Satz hervor. Er stammt von Doc Rivers, dem Basketball-Coach, der die Boston Celtics nach 22 Jahren Dürre zu ihrem 17. NBA-Titel geführt hat. Rivers sagt: «Um ein guter Trainer zu sein, musst du deine Spieler dazu bringen, zu glauben, dass du daran glaubst, dass sie das nächste Spiel gewinnen.»

    Ohne in die Köpfe der Spieler sehen zu können: Der FC Zürich wirkt derzeit definitiv nicht wie eine Mannschaft, die daran glaubt, dass sie das nächste Spiel gewinnen wird. Genau das aber sollte sie dringend. Am Sonntag geht es in Lausanne im Cup darum, ein Saisonziel am Leben zu halten. Es darf vermutet werden, dass der ehemalige FCZ-Trainer Ludovic Magnin seine Spieler mit einer gewissen Portion Motivation aufs Feld schicken wird.

    Nach der Cuprunde folgt die Nationalmannschaftspause. Es wäre der klassische Zeitpunkt für einen Trainerwechsel. Ob ihn der FCZ nutzt, hat wohl weniger mit dem Resultat in Lausanne zu tun. Und mehr damit, ob Heliane und Ancillo Canepa tatsächlich davon überzeugt sind, dass ihre Mannschaft nicht einen Neustart dringend nötig hätte. Und dann ist da noch die Frage, ob das Ehepaar die damit verbundenen Kosten stemmen will. Franco Foda durfte zwei Assistenten mit nach Zürich bringen. Die Verträge der drei laufen bis Juni 2024.

    Würde ja bedeuten, dass die Mannschaft ein, zwei Gänge höher schalten sollte und bereits jetzt im PO Modus auftreten müsste. Ich hätte nichts dagegen und bezüglich der Belastung und Energie würde es ja aufgehen (mit all den NL Pausen) gemäss den Fachleuten in diesem Forum. Ich kann mir sogar vorstellen, dass genau diese zweistufige Leistungs-Planung bzw. -Umschaltung (Quali und PO) RG stark herausfordert. Vielleicht fordert RG eben mehr und die Spieler halten es nicht für nötig. Wie auch immer, gegen Rappi hat der ZSC eine klare Antwort bekommen, und es hätte durchaus noch ein, zwei Tore höher ausfallen können.

    Nein, das würde es nicht bedeuten. Es gibt nicht nur „mir alles egal“ oder „PO Modus“. Dazwischen wäre einiges möglich.

    Muss hart anzusehen sein, wenn Aufsteiger Winti eine grössere Kurve auswärts hinkriegt als der Kantonsrivale aus Niederhasli. Und ja, der Rasen ist ein leidiges Thema für sich.

    Wie schon zu Recht gesagt wurde, dem war nicht so. Und selbst wenn dem so wäre, wäre es mir sowas von egal. Aber wenn Du Dir den Verein nach der Grösse der Auswärtskurve aussuchst, dann mach das. :)

    Die Klubs aus der Premier League haben in diesem Sommer für neue Spieler die Rekordsumme von umgerechnet 2,2 Milliarden Franken ausgegeben. Die Gesamtsumme übertrifft den bisherigen Rekordwert, der vor 5 Jahren erreicht wurde, um 580 Millionen Franken.

    Gemäss der BBC haben die 20 Klubs in der am Donnerstag zu Ende gegangenen Transferperiode mehr Geld in Neuverpflichtungen investiert als die Topligen Spaniens, Italiens und Deutschlands zusammen. Einen Rekord der besonderen Art stellte Aufsteiger Nottingham Forest auf, der für 21 Spieler (darunter Freuler) 173 Millionen Franken ausgab. :haare:

    (Teletext)

    ...isch scho unglaublich

    Und dem Volk gehts immer dreckiger..

    Wobei 21 Spieler für 173 Mio. ja eigentlich keine grosse Summe ist, eher wohl wegen den 21 Spielern... für diese Summe kauft ManU gerade mal zwei (überteuerte) Spieler.

    Habe genau das gleiche gedacht. Ein bisschen einfallslos das Ganze. Aber wem's gefällt .......

    Das ist doch eh nur für Fans und Führungen, da denken dann fast alle, wow so cool. Spieler „sehen“ das doch eh nicht (mehr nach kurzer Zeit). Aber ja, etwas albern ist es. Aber wenn’s nicht schadet. :)

    Es erstaunt mich wieviel Beachtung die Vorbereitungsspiele bekommen. Die SIHF Seite dokumentiert am wenigsten die einzelnen Linien, sondern hauptsächlich die Spieler die für das Spiel aufgestellt sind, wann welches Ereignis stattgefunden hat und das aktuelle Resultat, bei den Toren uns Assissts gibt es eine gewisse Unschärfe. RG wird die Herausforderung haben, dass er 4 sehr Starke und schwer berechenbare Linien aufbauen kann. Das gleiche gilt für die Special Situations. Mir ist ein guter Start und danach eine stetige Steigerung über vier Linien bis zum Po lieber als super Spiele in der Vorbereitung. Mit dem dritten Platz in der Quali und wenn dann die Punkte auch noch bei viel mehr Heim- als Auswärtsspielen zustande kommen, bin ich schon ganz happy. Natürlich als Sieger im letzten PO Spiel ist das Tüpfchen auf dem i.

    Beachtung und Relevanz sind nun Mal zwei verschiedene paar Schuhe.

    ob dus glaubst oder nicht, habe es genau in diesem livestream geschaut! :rofl:

    musste aber meinen nachbarn fragen wie das geht, er ist fan von wuhan niederhasli! ist natürlich gelogen, ich wohne mitten in der stadt zürich, da gibts natürlich keine fans von diesem verein! :mrgreen:


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    dream on sunshine :)

    Im Nachhinein ist man IMMER schlauer.

    Und wir wissen ja auch wie es ist. Hätte er in Spiel 7 was geändert und wir verloren, dann hiesse es, er hätte nichts ändern sollen, wir wären ja auf gutem Wege gewesen etc. Aber eben, aus und vorbei. Alle Blicke auf die neue Saison, meine Vorfreude ist riesig.

    Es ist natürlich kein FCZ Problem sondern eine gesellschaftliche Thematik. Wurde hier schon oft thematisiert. Gibt auch im harten Kern der Hoppers bedenkliche Tendenzen! Allerdings schaffen es nur die mir den tollen Südkurve Jäggli das Wort dumm immer wieder neu zu definieren.

    Ich bin hier zu wenig unterwegs um einschätzen zu können, ob der erste Satz ironisch oder ernst gemeint ist (letzteres hat vermutlich snowcat so vorgebracht :) ). Sorry. Ich hoffe aber ironisch. Wäre eine tolle Ausrede, sind eh immer die anderen Schuld. Der FCZ bzw. v.a. sein Präsident hatte noch nie einen Funken dafür übrig, irgendwelche Probleme in diesem Zusammenhang lösen zu wollen oder es zmindest zu versuchen. Wer Wind sät...

    Das ist und bleibt einfach ein primitiver Haufen. Liegt auch daran, dass alle bem FCZ dazu wegschauen und alles verharmlosen, weil man ja so stolz ist auf die vielen "Fans" und diese nicht vergraulen möchte. Wie schonmal erwähnt, trauen sich Kinder in der Stadt kaum mehr irgendwas vcon GC zu tragen, weil ältere FCZ "Fans" sie dann bedrohen etc.

    Vielen Dank snowcat für diese ausführliche Darstellung. Wenn ich das so lese kann ich mich deinem jein vollumfänglich anschliessen. :)

    Ich möchte mich ja als GC Supporter (Fan war ich mal) nicht zu sehr zum FCZ äussern, zumal GC zu Recht seit langem jede Häme verdient. Aber ich frage mich ob mein Ausseneindruck zutrifft, dass der FCZ sehr erfolgreich darin ist, nach einem Erfolg umgehend alles wieder erfolgreich einzureissen?

    Sehe ich ziemlich ähnlich. Hätte mich sehr auf Granlund gefreut. Aber vor allem, wir starten nur mit 5 Ausländern?? Nun gut, wenn man

    in der sportlichen Führung der Meinung ist, dass man eine ähnliche Qualität mit Schweizern erreichen kann - dann fine. Aber bin doch

    eher leicht irritiert.

    Unsere Ausländer haben doch noch selten den grossen Unterschied gemacht. Von dem her...