Strafe auch kleinlich gepfiffen
Beiträge von Ouimet
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Rang 3 und international zu spielen weiterhin machbar

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Ui nur eine 1.53 Quote für die Buchmacher ist Zürich klarer Favorit…
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Verflixte Jobsuche – Der Unerwünschte – Bodenmann stemmt sich gegen sein KarriereendeEr spielt im ersten Block, er spielt Powerplay, er trifft – doch die ZSC Lions wollen nicht mit dem 35-Jährigen verlängern. Zug will ihn auch nicht und in…www.tagesanzeiger.chDer Unerwünschte – Bodenmann stemmt sich gegen sein Karriereende
Er spielt im ersten Block, er spielt Powerplay, er trifft – doch die ZSC Lions wollen nicht mit dem 35-Jährigen verlängern. Zug will ihn auch nicht und in Kloten ist er nicht mehr erwünscht.
Montagabend in der Swiss-Life-Arena: EVZ-Sportchef Reto Kläy wird nach dem 3:2-Sieg des ZSC auf Simon Bodenmann angesprochen. Aber nicht etwa wegen des Checks an Dominik Schlumpf, bei dem sich der Verteidiger verletzt. Es geht um die Zukunft des Stürmers, und ob der EVZ Interesse bekundet. Kläy winkt ab. In Zug gebe es keinen Platz. Bodenmann werde aber bestimmt einen Verein finden, man müsse sich nur seine Leistungen anschauen, meint Kläy. So oder so ähnlich tönt es auch andernorts. Kein Wunder.
Auch mit bald 35 Jahren gehört der läuferisch und technisch starke Stürmer zu den Besten. Er kommt im ersten Block neben Topskorer Lucas Wallmark und Denis Hollenstein zum Einsatz, spielt Powerplay und bringt es im Schnitt auf etwas mehr als 15 Minuten Eiszeit pro Spiel. Öfter als Bodenmann (10 Tore) haben einzig Juho Lammikko (17) und Hollenstein (12) getroffen. Dennoch haben die Lions, die nach Fanprotesten mit Chris Baltisberger verlängert haben, entschieden, den Vertrag mit Bodenmann nicht zu erneuern. Man müsse den Verjüngungsprozess einleiten, betont Sportchef Sven Leuenberger. «Bodi diesen Entscheid mitzuteilen, war etwas vom Schwierigsten.»
Leuenberger war es, der 2014 in selber Funktion beim SCB Bodenmann von einem Wechsel in die Hauptstadt überzeugen konnte. Dies, nachdem Klotens damalige Führung dem Stürmer ein Jahr vor Vertragsablauf unnötig Druck aufgesetzt und ein Ultimatum gestellt hatte. Trotzdem sagt Bodenmann: «Wir haben uns im Guten getrennt.»
Der Ex-Kloten-Junior war während Jahren eine wichtige Teamstütze und loyal. 2012, als der Club mit elf Millionen Franken Schulden vor dem Konkurs stand und die Löhne nicht mehr bezahlen konnte, widerstand Bodenmann den Lockrufen der Konkurrenz und setzte sich stattdessen an vorderster Front für die Rettung Klotens ein. Um Geld zu sammeln, stellte er gemeinsam mit Teamkollegen einen Event auf die Beine.
Obwohl einige den Stürmer gern wieder in Kloten sehen würden, scheint eine Rückkehr ausgeschlossen. Der Club will auf jüngere Kräfte setzen und per se keine ehemaligen Spieler zurückholen. Sportchef Larry Mitchell sagt: «Bodenmann ist kein Kandidat.» Auf die Frage nach den Gründen meint er: «Die kommentiere ich nicht.»
Interesse aus Ambri
Letzte Saison fiel Bodenmann wegen einer Hirnerschütterung drei Monate aus. Nun sagt der zweifache Berner Meisterstürmer und WM-Silber-Held von 2013: «Ich fühle mich topfit und möchte gern weiterspielen.» Es stellt sich die Frage, ob er zu hoch pokert, ob es an den finanziellen Vorstellungen liegt? «Wir haben nie über Geld diskutiert», stellt Bodenmann klar. «Ich bin erstaunt, welchen Einfluss offenbar mein Jahrgang hat.»
Trotz der Ungewissheit mag der Flügel nicht auf die Tränendrüse drücken. «Ich hatte eine extrem schöne Zeit. Wenn sich keine passende Lösung ergibt, werde ich das akzeptieren und eine neue Herausforderung in der Privatwirtschaft annehmen.» 2019 schloss Bodenmann ein Fernstudium in Betriebsökonomie mit Master ab und arbeitet derzeit an zwei Nachmittagen die Woche bei einer Immobiliengesellschaft im Asset-Management. Ein höheres Pensum liegt im Moment nicht drin.
Geht es nach Bodenmann, soll sein Pensum am Bürotisch Vorderhand noch so klein bleiben. Dem Vernehmen nach soll Ambri Interesse haben, Bodenmanns einstiger Herzensclub. Als Kind fieberte er zusammen mit seinem Vater und dem Bruder in der Valascia von der Stehplatztribüne aus mit. Wie viel Zeit sich der 34-Jährige geben will, weiss er nicht. «Der Entscheid, aufzuhören, ist nicht leicht zu treffen», sagt Bodenmann.
Heute und am Freitag kann er weiter Werbung in eigener Sache betreiben. In den Derbys gegen Kloten.
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Gibts heute nur Toi tois im Gästesektor wie früher in Fribourg?
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Und zum Thema Gratis-ÖV. Klar, kann man für Matchbesucher gratis ÖV in gewissen Zonen anbieten. Das funktioniert sicherlich auch am einen oder anderen Ort. In Zürich mit dem auch sonst riesigen Angebot könnte ich mir aber durchaus vorstellen dass dies politische Diskussionen auslösen könnte. Weshalb sollte beim ZSC-Match der ÖV dabei sein, bei vielen anderen Freizeittätigkeiten oder Veranstaltungen aber nicht?
Weiss nicht wer das schlussendlich bei den anderen Vereinen bezahlt (Verein, SBB, hälftig…)….
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Schweizer Züge sind ja jetzt auch nicht gerade das günstigste. Schon gerade Einzelfahrten. Wieviel soll ich denn dann zahlen ? Würde mich ja mal interessieren, was machen denn dann Fans aus Winterthur oder Frauenfeld ? Ich muss einen Kollegen mal fragen, der hat einen Azubi der auch öfters zum ZSC fährt aus Winterthur.
bei den Meisten Vereinen ist das öV Ticket für die Stadt im Matchticket inklusive…
Beim Eishockey ist beim SCB Hin- und Rückfahrt in den Stadt-Zonen dabei, Beim HCD gibts 20% Rabatt auf die RHB Fahrt, beim EVZ ist der Tarifverbund am Matchtag bei jedem Ticket inklusive, dasselbe bei Fribourg. Bei Ambri fährt man am Matchtag im ganzen Kanton gratis öV.
Wäre natürlich Top wenn 2 Zonen oder sogar der ganze ZVV beim Matchtag im Ticket dabei wäre, aber da die Hütte eh immer voll ist wird das kein Thema sein.
Beim Fussball ist bei Sankt gallen der ganze billettverbund inklusive, macht dann für eine Familie auch was aus wenn die Anreise geschenkt ist…
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«Ich dachte, es wäre einfacher, einen Job zu finden»Bei den kriselnden ZSC Lions wird Simon Bodenmann (34) trotz guter Form der Verjüngung zum Opfer. Sein Vertrag wird nicht verlängert. Beim Stürmer ist Geduld…www.blick.ch -
Funny Posting!

Wobei er theoretisch immer noch zum 4. Mal Meister werden kann. Quasi der Shaqiri des Schweizer Eishockeys ........
Ist eigentlich Martin Kout mit 5 Titeln immer noch der „erfolgreichste“ Spieler?
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Ich glaube, den Spieler ist es einfach langweilig und der Ligaalltag zu monoton.
gilt nicht nur für die Spieler, auch für die Fans 😴😴🙄🙄 einzige Abwechslung war der Cup (RIP) und die CHL.
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Wenn man die aktuellen Leistungen ansieht sind wir nach den Derbys unter dem Strich. Sollte ich mich irren hätten wir mindestens ein Derby gewonnen..
Gibt ja mittlerweile 3 Striche… für den „richtigen“ Strich, also Platz 13 reicht es nicht einmal wenn wir 10 mal hintereinander verlieren

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Wie lange hat SL noch einen Vertrag? Und wem ist er unterstellt? Zahner? Und bis wann muss diese letzte Patrone MC sitzen? Bis In 2.5 Jahren oder bereits diese Playoffs?
Nun ja, die Woche der Warheit kommt mit 4 Heimspielen in 9 Tagen. Ist halt extrem eng, auch Rang 3 liegt immer noch drin wenn sich das Team fängt - aber natürlich auch Rang 7….
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Schreibt Simon Graf nicht mehr seit dem Trainerwechsel? Er war ja ein wehementer Befürworter der RG Entlassung…
Aber es bleiben ja noch 5 Wochen bis Saisonbeginn, kann noch alles gut kommen.
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Die Flitterwochen mit dem Coach-Rückkehrer Marc Crawford an der Bande dauerten für die ZSC Lions nur kurz. Nach zwei Siegen zum Start war das 1:2 in Lugano nun die fünfte Niederlage in Folge - alle ohne einen Punktgewinn. Eine solche Pleitenserie erlebten die Zürcher letztmals in der Saison 2005/2006.
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Erbärmlicher denn je ...
Hinterlässt jetzt schon viele Fragen auf einen Trainer für die nächsten 2.5 Jahre (formell).
Evtl. war/ist der "Schritt in die Vergangenheit", nicht zukunftsweisend ...
Schwierige Zeiten.
Hoffen wir (und am Meisten wohl SL…) auf dieselbe Wunder Wende wie mit Kossmann. Eine Entlassung von MC wäre nicht gerade günstig….
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ABER: und nun komme ich zu leuenberger. den vertrag über 2 1/2 jahre für crawford habe ich von anfang an nicht verstanden. wenn einem sportchef in so einer top organisation, mit sehr vielen finanziellen mitteln und der besten infrastruktur der liga, nicht anderes mehr einfällt als eine altbewährte kraft - welche die 60 auch schon überschritten hat - langjährig zu verpflichten, dann bestätigt dass meine meinung, dass leuenbgerer absolut visionslos unterwegs ist und hauptsächlich von den finanziellen möglichkeiten lebt. etwas, was ich ihm ja schon lange ankreide. zu einem klaren plan, welcher über den geldkoffer hinausgeht, gehört neben dem weltweiten spielerscouting auch ein ebensolches trainerscouting. ich bin sicher, dass irgendwo in einer renommierten eishockeyliga, ein junger, aufstrebender trainer engagiert ist, welcher noch so gerne nach zürich wechseln würde. einer, mit einer modernen eishockeyphilosophie, welcher in zürich über die erste mannschaft hinaus einiges bewegen könnte.
ABER 2: wie damals bei kossmann kann es trotzdem noch gut kommen, sprich der meistertitel ist immer noch möglich. aber auch bei einem anfälligen titel hat die langjährige verpflichtung von crawford ein schalen beigeschmack für mich.
ps. aber was weiss ich schon als bekennender fussballfan...

wenn man hier Steinmann lobt dass der mit den vorhandenen finanziellen Mitteln mehr herausholt als SL wird man hier zermürbt

MC kann sich nur mit Rang 2. oder Meistertitel von RG abheben… bis jetzt stehen wir mit MC massiv schlechter da als mit Bartli… plus vergeigen wir wohl die CHL Quali… Trainerwechsel zur Unzeit! Das die Quali ein Murks wird wusste man anfangs September nach den 3 Niederlagen gegen Rappi, Langnau und Katowice, man hat dann bis Weihnachten abgewartet… da hätte man auch gleich bis ende März warten können…
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Denn wenn's so weiter geht, können alle den offiziellen Playoff-
Start im Kalender streichen, weil wir zuerst in die Pre-Playoffs müssen.
Dann wird die Saisonkarte günstiger 😝🥳
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Champions League Siege:
Herzlichen Glückwunsch an Fribourg, Zug und Davos, dass sie es mal in ein Halbfinale geschafft haben.
Was wür eine bemerkenswerte Leistung und ein Stolz für das Schweizer Eishockey.
Gruss von Zürich, die die CHL schon gewinnen konnten
Natürlich. Ist aber 14 Jahre her und seit damals haben wir nichts gerissen.
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Crawford gewichtete die CHL jeweils ebenfalls nicht hoch leider. Würde gerne mal den ZSC in Cardiff oder Belfast sehen.
Definitiv ist Schadenfreude nicht angebracht. Fribourg, Zug und Davos kamen jeweils ins Halbfinal und wir scheiterten u.a. gegen Österreicher….
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Carlos Varela im Interview – «Heb di Schlitte – meine Frau lacht mich noch heute aus»Er wurde entweder geliebt oder gehasst – und gab sogar im Kabinengang alles für den Verein. Heute vermisst er Spieler, die sich voll mit ihrem Club…www.tagesanzeiger.ch«Heb di Schlitte – meine Frau lacht mich noch heute aus»
Er wurde entweder geliebt oder gehasst – und gab sogar im Kabinengang alles für den Verein. Heute vermisst er Spieler, die sich voll mit ihrem Club identifizieren.
Ihnen ist gelungen, was kaum einem Fussballer gelingt.
Ja, ja. (lacht)
Sie haben 2008 im Frust nach einer Niederlage mit den Young Boys gegen Basel eine eigene Redewendung kreiert.
Ich wohne in Bern und höre diesen Satz noch heute. Wenn ich durch die Stadt gehe, rufen die Leute nicht «Salut Carlos», sondern: «Heb di Schlitte!» Meine Frau lacht mich deswegen gerne aus, weil es ja absolut falsches Deutsch ist. Ich verstehe allerdings nicht ganz, warum es so grosse Kreise gezogen hat. Damals haben Kollegen sogar einen Pullover mit dem Satz bedruckt.
Vielleicht, weil Sie sich nicht darum gekümmert haben, dass Sie gerade mitten in einem Radiointerview waren, als Sie auf eine Provokation der siegreichen Basler reagierten. Es war ein Moment ohne Netz und doppelten Boden – samt Beleidigung.
Ich bin nicht stolz, wenn ich die Aufnahme höre. Alles, was ich sagen kann: Es waren ehrliche Emotionen, wie es sie im heutigen Profifussball leider fast nicht mehr gibt. Ich habe mir nie im Voraus überlegt, was passiert, wenn ich etwas Bestimmtes sage.
Heute fast undenkbar.
Es kommen immer dieselben Antworten auf dieselben Fragen. «Sind Sie schon Meister?» – «Nein, erst, wenn es rechnerisch feststeht.» Blabla. Dabei wird in der Garderobe ganz anders geredet. Und die Fans wissen das doch auch. Die sind ja nicht dumm. Natürlich wird das auch von den Clubs so gesteuert. Aber ich glaube, es hat noch mit etwas anderem zu tun.
Nämlich?
Es wird immer gesagt, die Schweiz sei eine Ausbildungsliga. Das kann ich nicht mehr hören! Natürlich ist es toll, wenn Junge spielen. Aber es sagt doch kein Fan: «Megageil, letzte Saison haben wir drei Talente in die Bundesliga gebracht!» Fans wollen, dass ihr Team etwas gewinnt oder den Europacup erreicht. Aber bei den Spielern ist die Mentalität inzwischen so, dass sie denken: «Okay, ich muss hier zwei Jahre spielen, ohne Probleme zu bekommen. Und dann gehe ich nach Deutschland.» Man sollte die eigene Liga respektieren – und nicht nur Spieler fürs Ausland ausbilden.
Ist das für Sie ein Grund, warum das Niveau der Super League zu stagnieren scheint?
Stagnieren ist zu positiv ausgedrückt. Das Niveau ist gesunken. Das sieht man daran, wie schwach die Schweizer in Europa abschneiden. Vielleicht liegt das auch daran, dass viele Spieler nur für sich selber spielen. Sie empfinden eine Niederlage als nicht so dramatisch. Weil sie ja sowieso bald wieder woanders sind.
Sie selber haben Ihre ganze Karriere in der Schweiz verbracht.
Ich war 15 Jahre lang in der Super League. Damals gab es einige Spieler, die für ihren Club standen. Ricardo Cabanas war GC, Marc Zellweger St. Gallen, Mario Cantaluppi der FC Basel. Heute gibt es kaum mehr Fussballer, die drei Jahre beim selben Verein bleiben. Darunter leiden doch die Emotionen im Stadion.
Von denen gab es bei Ihnen sicher nicht zu wenig. Sie galten als Hitzkopf.
Aber ich habe nie jemanden verletzt. Für mich war es schlimm, wenn ich gegen Ende eines Spiels wusste: Wir werden verlieren, die Fans müssen enttäuscht nach Hause. Ich war frustriert – und habe deswegen viele Karten gesehen. Da hätte ich vielleicht klüger sein müssen. Aber wenn ich für Basel gespielt habe, dann war ich halt rotblau von Montag bis Sonntag. Wenn jemand gegen meinen Club gesungen hat, habe ich das persönlich genommen. Ich war eigentlich ein Fan auf dem grünen Rasen.
Und für den gegnerischen Anhang waren Sie ein rotes Tuch.
Leute sagen mir heute: «Wir haben es geliebt, dich zu hassen.» Sie kamen ins Stadion, um mich gegen ihr Team antreten zu sehen. Das ist für mich ein riesiges Kompliment. Okay, ich war verhasst. Aber umgekehrt war ich bei all meinen Clubs Publikumsliebling. Ich wollte immer sofort wissen: Wo gehen die Fans essen, wo sind sie im Ausgang, welche Traditionen haben sie? Ich wurde je zweimal Meister und Cupsieger. Aber das interessiert heute doch keine Sau mehr. Nein, wenn die Menschen mit mir reden, dann über die Gefühle, die ich bei ihnen als Spieler ausgelöst habe. Titel sind individuelle Erfolge – ich habe immer das Gemeinschaftsgefühl gesucht.
Sie haben von 2000 bis 2009 als Spieler den Beginn eines Zweikampfs erlebt, der den Schweizer Fussball bis heute prägt: Basel gegen die Young Boys.
Für mich sind die zwei sehr ähnlich. Basel und Bern haben damals ein neues Stadion gebaut – ich war bei beiden Stadioneröffnungen dabei. Sie sind beide fast von null auf hundert Meisterkandidaten geworden. Und es sind Fussballstädte – auch wenn es damals in Basel sogar noch etwas verrückter war. Das war brutal. Rotblau überall – während es in Bern halt noch Eishockey gibt. Insgesamt muss die Schweiz einfach dankbar für diese beiden Clubs mit ihren vielen Fans sein. Stellen Sie sich die Liga ohne Basel und Bern vor!
Sie haben erst für den FCB gespielt, dann für YB. In dieser Zeit wurde der Grundstein zu einer Art neuem Klassiker gelegt, der Basel gegen Zürich abgelöst hat.
Der Fussball lebt von solchen Rivalitäten. Aber die Spieler müssen das auch begreifen und danach leben. Heute heisst es immer: «Ich respektiere den Gegner.» Ja, ja, schon klar. Ich bin in meiner YB-Zeit auch mit Basler Spielern in den Ausgang. Aber auf dem Platz haben wir uns bekämpft. Das sind doch die Begegnungen, die ich selber am liebsten sehe: Wenn die Spieler sich provozieren, wenn es hitzig wird, wenn Derbystimmung herrscht. Für mich ist das schön. Dafür gehen die Menschen ins Stadion.
Zumindest sportlich scheinen die Young Boys den FC Basel derzeit abgehängt zu haben.
Eigentlich ist der FCB daran schuld, dass die Liga schwächer geworden ist. Viele stört es, wenn immer derselbe Meister wird. Aber es ist wichtig, dass es in einer Liga klare Spitzenteams gibt. Als ich bei YB gespielt habe, hatte der FCB zunächst 15 Punkte Vorsprung, dann noch 7 – dann kam es zur ersten Finalissima. YB wurde dank Basel besser. Der Schweiz fehlen zwei, drei Topvereine, die an der Spitze durchmarschieren.
Dafür ist die Super League heute hinter YB total ausgeglichen. Das ist doch auch etwas.
Spannung ist doch nicht gleich Niveau! Du kannst auf den Teletext schauen und sagen: «Geil, alle sind fast gleichauf!» Dafür ist die Qualität gesunken. Das Problem ist, dass Clubs wie Luzern oder Lugano darum eine eigentlich schlechte Saison spielen können – und trotzdem in Reichweite der Europacupplätze sind. Dann sagen die sich: «Das ist doch alles voll okay.» Sie werden genügsam.
Sie haben bei YB mit dem heutigen FCB-Präsidenten David Degen zusammen gespielt. Sie hatten sogar mal im Training eine handgreifliche Auseinandersetzung mit ihm.
Das war der einzige interne Stress, den ich je hatte. Ich war immer stolz darauf, dass mich im eigenen Team alle mochten. Das waren damals ein paar dumme Worte, wir sind aufeinander los – und dann war es so wie immer mit den beiden Degens: Nach drei Stunden war alles wieder gut.
Hätten Sie damals gedacht, dass Degen mal Clubpräsident wird?
Das hätte ich auch von keinem anderen Mitspieler gedacht. Dass er jetzt FCB-Präsident ist, beweist, dass er einiges richtig gemacht hat.
Zwischenrang 5 ist für Basel aber ungenügend.
Im Fussball wird manchmal sehr dumm geurteilt: Wenn du gewinnst, gibt es null Kritik. Wenn du verlierst, ist alles falsch. Basel hat ein wirklich gutes Kader. Aber zum Glück ist Fussball komplexer, als elf gute Spieler einzukaufen. Du musst daraus auch eine Einheit formen. Wenn der FCB das schafft, sehe ich ein Topteam.
Aber der Meistertitel für YB ist ungefährdet, oder?
Die Berner sind nicht mehr so dominant wie früher, aber ich sehe sie als Meister. YB und St. Gallen sind eigentlich die beiden einzigen Vereine in der Liga, in denen es wirklich ruhig ist. Und je weniger du bei einem Club aus dem Büro hörst, umso besser läuft es auf dem Platz.