Beiträge von Iceman

    Zitat von Larry

    Man muss wissen das IMHO nur 8 von 30 Teams Gewinn machen!

    Also verdienen die Spieler zu viel!
    Darum auch dauernd dieses Lockout Puff in der NHL, wogegen in den anderen Sportarten sowohl Besitzer (vor allem!) wie auch Spieler ein Interesse haben, dass es reibungslos läuft.
    Das mit dem Einhalten von Verträgen ist Käse, sehen wir ja bei uns wo Spieler aus Verträgen davonlaufen wie es ihnen gerade passt!

    Ein Wisch Papier ohne Wert!

    ...alles richtig, aber weil bei uns meistens nicht auf Vertragserfüllung gepocht wird seitens der Klubs und die Spieler somit tatsächlich davonlaufen können, wie es ihnen gerade passt, heisst dass noch nicht, dass es überall so gehen muss. Auch noch anzumerken wäre, dass es in besonders krassen Fällen wie dem von Forster auch immer noch einen anderen Klub braucht, der für so etwas Hand bietet. Faktisch schiessen sich die CH-Klubs in den eigenen Fuss, wenn so etwas Schule machen würde. Wobei der "Fall Forster" ja nicht gerade an der Tagesordnung ist.

    Aber zurück zur NHL:
    Man kann nicht Spieler mit Salären + mehrjährigen Vertragslaufzeiten ködern, und dann alle Nasen lang kommen und klagen, dass die Sache zu teuer werde. Soviel ich weiss sind beispielsweise Witze wie der Vertrag mit Kovalchuk, wonach dieser wahrscheinlich bis zu seinem 50igsten Geburtstag hätte Hockey spielen müssen, NACH dem Lockout 2004/05 abgeschlossen worden. War zwar eine etwas plumpe Schlaumeierei und musste meines Wissens korrigiert werden, aber es zeigt eben, dass die Klubbesitzer auch jeden Trick versuchen, um die selbstauferlegten Massnahmen zur Kostensenkung auszuhebeln - wider besseres Wissen.

    Als Spieler würde ich mich da auch zur Wehr setzen, vorallem wenn alle paar Jahre das gleiche Theater von vorne losgeht. Schon klar, dass es den Fans in Nordamerika im Prinzip egal ist, was entschieden wird, wenn nur die Saison möglichst bald losgeht.

    Schade schwadroniert Klaus Zaugg immer vom gleichen, statt die wesentlichen Streitpunkte zu analysieren. Das Problem am Satz "...Die Teambesitzer sind zu einer Teilung von 50:50 der tatsächlichen Einnahmen bereit..." ist m.E. der Begriff "tatsächliche Einnahmen". Diese können offenbar sehr unterschiedlich interpretiert werden. D.h. im Extremfall wären die direkten Einnahmen nur die Matchtickets, und das Merchandising, die Werbung etc. etc. wäre nicht dabei - was natürlich den Besitzern entgegenkäme, würde sich doch so der zu verteilende Kuchen wesentlich reduzieren.

    Umgekehrt sind die Spieler wahrscheinlich der Meinung, dass letztlich das "hinterste Füfi" von ihrer Präsenz auf dem Eis bzw. vom Hockey abhängt, und somit eben praktisch alles, was an Geld generiert wird in der NHL als "tatsächliche Einnahmen" zu gelten hat.

    Die angebliche 50:50 Lösung tönt nur vordergründig "gerecht" und hatte wohl vorallem den Zweck, die Spieler bei oberflächlicher Betrachtung "stur" aussehen zu lassen. Bin fast sicher dass - würde dieser Vorschlag angenommen - das nächste "Gstürm" schon programmiert wäre.

    Zitat von Supreme


    Jaja, und dann gegen Ende Saison jammern man hätte kein Geld um den laufenden Spielbetrieb zu gewährleisten.
    :floet:

    Offenbar hat McSorley neue Geldquellen erschlossen, in Genf hat es schliesslich genug Leute mit sehr viel Kohle. Es dauerte aber offenbar seine Zeit, bis die etwas "weichgeklopft" waren. Denn ohne Unterstützung durch Gönner wären bereits die Transfers von Simek, Fritsche oder dieses Jahr Hollenstein nicht möglich gewesen, die Mannschaft ist zudem insgesamt nicht billig im Unterhalt. Nationalgoali Stephan spielt dort kaum für einen Hungerlohn, und auch gestandene Grössen wie Bezina, Savary etc. verdienen nicht wenig. Bei einem Zuzug von Sidney Crosby würde aber wahrscheinlich mal ein Genfer Parlamentarier nachfragen, ob die staatlichen Zuschüsse an den HCGS (wegen des verzögerten Umbaus des Stadions...) tatsächlich nötig seien. Andererseits ist ja heutzutage in Mode gekommen, die öffentliche Hand zu beanspruchen...

    Bei aller Begeisterung, welche Crosby's Wechsel in die Schweiz beim jeweiligen Verein auslösen würde, müsste man dessen Verletzungsgeschichte und -anfälligkeit im Hinterkopf haben. Auch wenn in der CH nicht gleich "hart" gespielt wird, so braucht es keinen Check von NHL-Format, um Crosby ausser Gefecht zu setzen. Und ob er wirklich Vollgas spielen würde, oder ob in seinem Hinterkopf (unbewusst) immer etwas das mögliche Karriereende herumspukt? In der NHL mag es etwas anderes sein, aber am Ende wäre das Gastspiel in die CH für Crosby eben nicht mehr als eine Verlegenheitslösung, welche er den sehr guten Angeboten aus der KHL vorzieht, weil er hier von weniger Verletzungsgefahr ausgeht. Und weil hier die Lebensqualität auch höher ist, und man sich nicht den Risiken der russischen Luftfahrt aussetzen muss.

    Man mag einwenden, dass ein Crosby mit angezogener Handbremse noch immer besser ist, als manch anderer, der am Limit läuft. Aber das Hockey hat diesbezüglich so seine eigenen "Gesetze"...

    Zitat von Supreme

    Haben Bern und Lugano nicht schon eine Unmenge Ausländer im Kader? :nixwiss:

    Der SCB kommt da kaum in Frage. Man hat dort mit einem Lockout von 2 Monaten gerechnet, nun ist man daran, Geld aufzutreiben, um Streit/Josi/Tavares noch länger zu beschäftigen. Ein Crosby ist da finanziell ziemlich ausser Reichweite. Eine solche Verpflichtung ist nur etwas für die paar Milliardäre in der NLA, welche ihren Klubs ein Weihnachtsgeschenk machen wollen. Walter Frey (ZSC) oder Mr. Rhis (Rappi) oder Mr. Gaydoul (Kloten) könnten, wenn sie wollten. Die Geldgeber in Genf sind in den letzten Jahren auch immer grosszügiger geworden, vielleicht kann sich dort einer nicht mehr beherrschen.

    Aber eben, wenn schon die Versicherungssumme pro Monat an die TCHF 400 kostet, und der Herr Crosby wahrscheinlich auch noch etwas Geld benötigt, muss man da als "Käufer" über Nebensächlichkeiten wie "Budget" oder "Rentabilität" stehen.

    Die Teams liegen punkto "Qualifikations-Qualitäten" derart nahe beisammen, dass jedes Schwächeln praktisch umgehend in Niederlagen mündet und diese in der Tabelle sofort sichtbar werden, bzw. der "Strich" umgehend zum Thema wird. Noch vor ein paar Jahren hatten die ersten 4-5 Teams zu diesem Zeitpunkt im Jahr ein solides Punktepolster zum Trennstrich aufgebaut. Die kleineren und grösseren Zwischentiefs sorgten zwar bei den Fans genauso für Unmut, da die Tabellenlage aber relativ stabil blieb, kam keine wirkliche Hektik auf. Diese Saison kommt nun noch der Einfluss der Lockout -Gäste dazu bzw. die Tatsache, dass diese einzelnen Underdogs beachtlichen Aufwind verleihen (EHC Biel).

    Im weiteren hat sich der vorher jahrelang kriselnde HC Lugano stabilisiert, auch Servette hat nach der Dauerkrise letzte Saison (Play-out's) bisher eine sehr starke Saison gezeigt. Da kommt man unweigerlich zur Binsenweisheit dass - wenn halt Lugano, Servette + Biel mehr Punkte holen - diese Punkte "irgendwo" anders fehlen.

    Immerhin macht die Situation die Qualifikation spannender als auch schon, und diverse gutbezahlte CH-Spieler in den Reihen der (angeblichen) Spitzenklubs müssen sich vom "Quali-Getrödel" bzw. dem liebgewordenen "Schongang" verabschieden.

    Habe mich letzthin im Zusammenhang mit dem Transfer von Klein-Hollenstein nach Genf etwas ironisch darüber geäussert, wie verschiedene Hockey-Unternehmen in der CH einerseits stets über ihr mageres Budget lamentieren, andererseits dann aber doch genug Kohle haben, um hochkarätige Transfers zu tätigen. In den "Freiburger Nachrichten" äussern sich der ehem. Servette Spieler Jan Cadieux sowie der ehem. McSorley-Assi Kossmann zum "Erfolgsmodell McSorley". Unter anderem ist da zu lesen:

    "...Wiederholt hatte McSorley mit seinen Transfers in den letzten Jahren ein glückliches Händchen. Ein solches attestiert ihm Hans Kossmann durchaus, er relativiert aber auch. «Er hat gute Transfers getätigt. Aber die Spieler, die zuletzt nach Genf gewechselt sind, waren durchwegs teure Spieler. Man darf nicht glauben, dass Servette nicht über ein grosses Budget verfügt. Im jetzigen Kader sind vielleicht noch zwei, drei günstige Spieler, mehr nicht.» Und um einen Denis Hollenstein zu verpflichten, der auf nächste Saison hin von Kloten nach Genf wechselt, müsse man viel Geld ausgeben. «Aber der Klub hat sich dieses Geld auch verdient. Servette hat fast immer über 7000 Zuschauer. Der Klub leistet auch neben dem Eis in Sachen Marketing und Catering sehr gute Arbeit und verdient damit gutes Geld.»..."

    Zitat von Larry

    Die Spieler können ja nur verlieren!

    Die Verträge laufen weiter, die Kohle aber kommt nicht!

    Dieses Geld ist für immer verloren!

    Das letzte mal als die gesammte Saison abgesagt wurde, mussten sie klein beigeben und verloren von A-Z.

    Es wäre an der Zeit wenn die Herren Millionäre einlenken würden, denn die anderen sitzen am längeren Hebel!

    Rein geldmässig ist klar, dass das Salär einer verlorenen Saison kaum mehr hereingeholt werden kann, auch wenn die Sache letztlich zu Gunsten der Spieler ausgehen würde. Die Frage ist dann nur noch, wann der nächste Kompromiss fällig würde. Zudem ist das Verhalten der Klubs bzw. der Besitzer / Manager schon zwiespältig. Einerseits wird mit allen Mitteln versucht, den Salary-Cap zu unterlaufen (z.B. mit unsinnig langen Vertragslaufzeiten und garantierten jährlichen Salären, siehe Fall Kovalchuck) andererseits soll nun der Anteil der Spieler gekürzt werden. Als Spieler hat man da schon nicht unbedingt den Eindruck, dass Matthäi am Letzten bzw. finanzielle Opferbereitschaft nötig ist.

    Und nachdem es den Russen in der KHL und den Lockout-Gästen in der Schweiz grösstenteils gut gefällt, halten sie es evtl. noch eine Zeitlang aus...

    Man muss darauf hoffen, dass bei der Umsetzung des Blödsinns etwas Augenmass bewiesen wird, bzw. der Umstand gewürdigt wird, dass sich im Eishockey eigentlich niemand an "Krawalle" und "Ausschreitungen" an den Spielen in der jüngeren Vergangenheit erinnern kann, wo die umstrittenen Massnahmen etwas gebracht hätten.

    Der traurige Vorfall, wo militante Kloten-Fans einen wohl kaum militanten Z-Fan spitalreif geprügelt haben, wäre auch mit den Massnahmen nicht verhindert worden. Aber für Otto Dumpfbacke war das halt einfach ein weiteres Indiz dafür, dass im Umfeld von Fussball- oder Hockeyspielen die nackte Gewalt regiert, bzw. den Zuschauern am besten präventiv Handschellen angelegt werden sollten. Ansonsten bleibt noch das "Räuchlein" am Spiel EVZ-ZSC, welches ebenfalls kaum durch Alkoholverbot im Stadion, gemeinsame Anreise und ID-Kontrolle verhindert worden wäre.

    Ist nun Rappi-Kloten ein Hochrisikospiel, weil sich letzte Saison ein paar Fans beider Teams in Bahnhofnähe Zoff geliefert haben? Oder ist ein Play-off Final per se ein Hochrisikospiel? Auf welche Kriterien stützt sich ein Gremium ab, welches dann über die Anwendung der Massnahmen entscheiden muss?

    Würde man überall solche "Lösungen" durchziehen, so hätte der 1. Mai in Zürich für Jahre abgesagt werden müssen. Denn man war ja angeblich jahrelang nicht in der Lage, dem schwarzen Block paroli zu bieten. Wie Figura nun schon einige Jahre zeigt, ist die Lage eben doch zu meistern. Vermutlich wäre sie es auch an den neuralgischen Fussballspielen, wenn man denn nur wollte. Die Sache soll nicht verharmlost werden, aber ich habe bisher nicht den Eindruck, als ob man seitens Polizei + Justiz die Mittel ausschöpft, um die effektiven Täter dingfest zu machen und auch entsprechend zu bestrafen. Stattdessen wird von den Verantwortlichen von "Deeskalationsstrategien" geschwafelt, und das Herzblut vorallem in die wehleidigen Statements gelegt, wie viele Polizisten doch wieder hätten aufgeboten werden müssen.

    In diesem Zusammenhang noch erwähnenswert, wobei ich nicht weiss, ob dies noch immer zum "Anforderungskatalog" gehört: Vermummungsverbot im Stadion, d.h. wenn sich einer die Kappe oder den Fanschal über die Visage zieht, müsste der Heimklub den potentiellen Rowdy rausschmeissen, da sich dieser der Videoüberwachung entziehen würde. Besonders absurd an dieser Forderung (sofern sie noch besteht) ist, dass ja nicht einmal "die Staatsmacht" bzw. Hundertschaften an Polizei das Vermummungsverbot durchsetzen kann. Aber der Sicherheitsdienst eines Klubs soll dies dann mal eben schnell regeln. Schwachsinn!

    Zitat von sloggi


    es ist schon sehr lustig, dass gerade du als bernerfan bei dem thema immer gerade sofort so herzerweichend ins heulen kommst, kauft doch gerade ihr immer alles recht wahllos zusammen, was in der saison zuvor mal kurz aufgefallen ist. nota bene zu enorm hohen preisen! und das seit jahren mit mässigem erfolg.

    surrly und genf hat die kohle, weil sie knapp durchschnittliche 'one-seasoner' teuerst an transferdesperados verkaufen können (rubin, dehrungs, trachsler, gobbi, breitbach, usw) und jetzt auch fritsche (den ich noch für den besten der genannten halte und der von lugano sicherlich mit gold aufgewogen wurde). dafür holt er sich dann jeweils einen vielversprecher, der klein hollenstein ohne zweifel ist (hätte ich trotz gleichem alter wie sein papi gerne bei zürich gesehen).

    ist doch ok, geht doch auf.

    die einen halten sowas für clever, aber für berner ist solches wahrscheinlich halt schon zu kompliziert.

    (und ja, ich weiss, habs dutzende male in bern schon gehört: mer zürcher verschteind haut nüünt vo eeeesshhooooooockey)

    ....das mit Déruns war klar ein (teurer) Fehler des SCB, wobei dies auch immer erst im Nachhinein beurteilt werden kann. Hingegen sind bzw. waren/ist weder Simek noch Fritsche noch "Klein-Hollenstein" unbekannte und "günstige" Rohdiamanten, sondern bei ihrem Wechsel zu Genf bereits relativ teure Spieler. Ins "Heulen" komme ich deswegen nicht. Ich nehme dies nur zum Anlass, mich etwas ironisch über die "Selbstdarstellung" der diversen Klubs auszulassen. Und diese Selbstdarstellung steht halt oft im Gegensatz zu den eingesetzten Mitteln an der Transferbörse. Wer in Zürich oder Bern oder sonstwo was von Eishockey versteht oder auch nicht, ist auch nicht so wesentlich. Wenn der Erfolg da ist, ist der Sportchef der Hero, sonst der Depp. Wer's nicht glaubt, braucht auf den diversen Fan-Foren nicht weit zu suchen.

    Zitat von Jokerit

    Ein paar Herren die in ihrer Freizeit ihr Hobby ausführen und dafür ein Taschengeld bekommen sind die Sündenböcke in einem Business in dem es nur noch um Erfolg und Geld geht. Da liegt der Hund begraben. Und solange der Verband respektive die Teams nichts daran ändern, darf sich ausser dem zahlenden Zuschauer auch niemand beklagen.

    Wobei man dann schon fairerweise erwähnen müsste, dass im Eishockey immerhin das Profischiedsrichterwesen eingeführt worden ist. Nicht dass dies nun einfach alles "rauslupft" bzw. für durchgehend hohe Schiri-Qualität garantieren kann, aber ohne Profi-Schiedsrichter sähe es vermutlich düster (oder für Pessimisten "düsterer"...) aus.

    Verschwörung war das falsche Wort. Aber ich glaube schon, dass sich SF hier möglichst nicht die Finger verbrennen will, und deshalb praktisch nie näher auf Fehlentscheide eingeht.

    Im Fussball ist die seit Jahren erfolgreich betriebene Verhinderung von Profi-Schiedsrichtern ein Unding, vor allem wenn man berücksichtigt, mit welchen Summen da in den Vereinen ansonsten operiert wird. Im Hockey ist mir aber ausser Mandioni noch kein Schiri aufgefallen, der mehrheitlich ungenügend ist. Des öftern fehlt es zwar an der klaren Linie während dem Spiel, auch wird viel zuviel mit den Spielern und Trainern diskutiert.

    Zitat von Larry

    m.E. wird auch im Fussball (Basel-GC) kaum Kritik an den Schiris geübt.

    SF hat schon immer Fehler der Schiris ausgeblendet bzw. ist nicht darauf eingegangen, ob Fussball oder Hockey.

    Das Ganze stinkt zum Himmel!

    Glaube nicht an eine "Verschwörungstheorie", allerdings wäre es wohl schwierig, das richtige Mass zu finden. Da müssten also, unter Beizug von Experten, Hockey- und Fussballspiele bzw. die Schiri-Entscheide im schweizerischen Farbfernsehen Leutschenbach analysiert bzw. aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet werden. Am Ende der Übung würde man dann lapidar feststellen, dass es eben ein / kein Fehlentscheid war. Die Schiris würden dadurch noch viel ärger als via "Blick" öffentlich zur Schnecke gemacht. Ob dies den Nachwuchsproblemen im Schiedsrichterwesen helfen würde, darf bezweifelt werden.

    Das Gegenteil, d.h. dass Schönreden von schlechten Leistungen seitens der Verantwortlichen, ist allerdings auch nicht hilfreich. Im Hockey hat man sich immerhin durchgerungen, das Profiwesen für Schiris zu etablieren. Evtl. ist dies auch der Grund, dass es im Hockey nicht ganz so arg ist mit den Schiri-Leistungen wie im Fussball. Diesbezüglich schlug das Spiel Basel-GC dem Fass ja wieder mal den Boden raus!

    Dass die Liga ausgeglichen ist wie noch nie ist halt nicht nur ein Schlagwort aus Vorsaison-Analysen, sondern Realität. Trotzdem scheint man es im Umfled der erfolgsgewohnten Klubs noch nicht so richtig verdauen zu können, dass sich diese Ausgeglichenheit in den Spielen und der Tabelle niederschlägt. Im Quali-Modus hat man soviel Erholungszeit, dass auch die Klubs gut aussehen, bei denen nur eine Linie die Musik macht. In den Play-off's wird's dann wieder etwas anders aussehen. Vorläufig reicht ein kleines Zwischentief aber schon aus, um in Strichnähe zu kommen. Macht aber die Quali auch etwas interessanter.

    Dafür kaprizieren sich die Spielleiter neu nun auf angebliche "Schwalben" so nach dem Motto:"Wenn wir schon sonst nichts sehen...". Wahrscheinlich war dass ein Thema an einem Schiedsrichtervorkurs, und man will nun zeigen, dass man sich nicht für dumm verkaufen lassen will. Im Training müssen die Spieler nun auch noch lernen, wie man möglichst unspektakulär hinfällt. Oder wie man auch noch dann fröhlich aus der Wäsche schaut, wenn man einen Ellbogen auf die Nase bekommen hat. Denn wer mit dem Verziehen des Gesichtes ein kleines Unwohlsein simuliert läuft Gefahr, dafür 2 Minuten Kühlbox einzufangen. Nichts gegen den Kampf gegen das Simulantentum, schliesslich will niemand Zustände wie im Fussball, dennoch wirkt es etwas grotesk, wenn man andererseits gröbste Regelverstösse übersieht.

    Der arme Chris McSorley, trotz stetem Lavieren nahe an der finanziellen Verelendung findet er doch immer wieder ein paar Brotkrümmel, um ganz bescheidene Transfers zu tätigen. Auch wenn durch den Abgang von Fritsche Mittel frei werden, so ist Holenstein sicher kein günstiger Transfer. Aber eben, das ewige Lamentieren, wie benachteiligt der HCGS im von den pösen Deutschweizern dominierten Hockeybusiness doch sei, wird wohl weitergehen. Und ausser Lugano, dem ZSC und Bern sind ja sowieso alles arme Dorfvereine, wo das Geld für's warm Duschen fehlt.

    Gegen die sehr robusten Senfer wird sich Brown punkto Checks austoben können. McSorley's Mannen werden aber nicht zurückstehen, wobei es dann eben nicht (mehr) bei korrekten bis groben Checks bleibt, sondern auch Knie- und Stockendstiche zum Einsatz kommen. Hoffe, dass Dustin Brown auf diese "Spezialitäten" gefasst ist oder gebührend vorgewarnt wird. Grobe oder sogar strafenwürde Checks ist er sich sicher gewohnt, aber ich weiss nicht, ob die absichtliche Verletzung von Gegnern in der NHL auch praktiziert wird. Einfach etwas auf die Kniebänder achtgeben, wenn man an Vukovic & Co. vorbeifährt bzw. diese das Bein bzw. Knie stehen lassen.

    Gehe mal davon aus, dass Dan Fritsche gehörig abkassiert in Lugano. Dort will man nach jahrelangen Enttäuschungen nun einfach wieder den Erfolg um buchstäblich jeden Preis. Immerhin kann sich die Familie Mantegazza solche Spässe leisten. Mal schauen, wann Lugano wieder mal "grande" ist.

    Der 50:50 Vorschlag ist in erster Linie ein "Trick", um den schwarzen Peter den Spielern zuzuschieben. Bettman zählt auf den 0815-Holzkopf, der glaubt, weil da nun "fifty-fifty" stehe, sei die Sache fair, und danach in den Pinboards und Leserbriefspalten seinem Unmut Luft macht. Dass die eigentliche Basis nur sehr schwammig definiert ist ("hockey related revenues") ist der eigentliche Pferdefuss. Denn wie man weiss, kann man sehr unterschiedlich beurteilen, welcher Teil der Einnahmen "hockey related" ist, und welcher nicht.

    Im übrigen könnte man ja alle paar Jahre mal wieder mit einem Vorschlag kommen. Jetzt geht's von den ehemals vereinbaren 57% auf 50%. Das nächste Mal finden die "Besitzer", dass eigentlich 40% für die Spieler noch immer genug sei. Am Ende kommen sie den Spielern dann auf 45% entgegen.... etc. etc.

    Zitat von Blackstar

    Vielleicht auch nicht. Weil Papi nicht den Sohn tranieren will. Soll es ja geben. Aber hast schon recht. Die Statistiken sind
    sehr mässig. Und nicht jeder Spieler der bei ADC landet ist ein Jahrhunderttalent. Diesen Mythos ist Davos defintiv los.

    Apropos: Irgendwie hatte ich jahrelang den Eindruck, dass jeder vielversprechende Jungspund zum HCD wechselte. AdC und wohl auch die Erfolge des HCD übten eine grosse Anziehungskraft aus und man ärgerte sich, dass die "eigenen" Klubs nicht in der Lage waren, den jungen Talenten Perspektiven zu bieten. Trotzdem scheint sich nun beim HCD ein richtiges "Loch" aufzutun zwischen den in die Jahre gekommenen Erfolgsgaranten wie RvA, Rizzi & Co. und denjenigen, welche in deren Fussstapfen treten sollten. Mindestens wenn man den Klagen von AdC lauscht, der neben dem noch nicht so ganz bereiten Nachwuchs auch "zu wenig Biss" nach den vielen Erfolgen ortet. Aber wahrscheinlich falle ich da nur wieder auf die rhetorischen Fähigkeiten von AdC herein ..."verlieren, verlieren, verlieren, verlieren"...