Beiträge von Benny

    Zitat von Reto

    Verdammt. Das sind schon Welten, wenn man heute nur schon die Zusammenfassungen der "Playoff-Spiele" gesehen hat oder Teile von England -Deutschland und das mit dem Gekicke der Schweiz (ihres Zeichens in Topf 1 an der WM gesetzt), vergleicht.


    Ha geschter Frankriich - Ukraine live glueget und es paar mal uf de Wembley Match umgschaltet: Das sind effektiv Wälte gsi! Eso nen Riesenunterschied i Sache Intensität hätt mer sälte vu vier guete europäische Mannschafte eso schön präsentiert übercho. Aber ebe, z'London isch's ja ussert ums Prestige, um gar nüüt gange.

    D'Schwiizer beurteiled mer dänn bi ihrne Iisätz z'Brasilie. Und Reto, meh als e Qualigruppe güne, chasch ja nöd, au wänn's mit Abstand die schwächscht gsi isch.

    Rangersfan, du sprichst mir zu 100 % aus dem Herzen.

    Und Larry, bitte bekomme meinen ironischen Unterton nicht in den falschen Hals. Es ist genau, wie ich dir gesagt habe, als wir uns das letzte Mal in der Halle gesehen haben: Sie "spielen" einfach. Wie man sieht, reicht's ja meistens. Wenn nicht Pech gehabt. Bin allerdings tatsächlich der Meinung, dass im Sonntagsmatch gegen Bern eine andere, nämlich voll motivierte Mannschaft auf dem Eis stand.

    Ja klar, der Coach stellt die Mannschaft ein. Siehe unter Uli Forte und den sonntäglichen YB Match. Um genau das geht's!

    Allerdings sollte ja auch jeder einzelne Spieler in der Mannschaft in einem Meisterschaftsmatch "einfach bereit sein" und "Leistung, Kampf und Einsatzwille bringen wollen", auch wenn der Chef vor Spielbeginn "nur" seinen taktischen Matchplan bekannt gibt.

    Ich will nun nochmals nichts kolportieren, aber wenn dieser Schlendrian einreisst, kann es auch einen anderen Grund haben. Nämlich dass sich die Mannschaft aus irgend einem Grund nicht wohl fühlt, nicht motiviert oder konzentriert ist.

    Mich stört es ungemein, wenn der ZSC irgendwann im Match einfach die Zügel schleifen lässt und es an Konzentration, Einsatzwille und Kampfbereitschaft fehlen lässt und dadurch einen sicher geglaubten Sieg vergeigt. Als Fan kann ich damit leben, aber als Zuschauer nerve ich mich gewaltig.

    Eigentlich war ja auch gestern plus/minus alles so, wie oft in dieser Saison.

    Aber wie haben wir doch unlängst - nach dem SCB zu null Heimsieg - herausgefunden? Nämlich dass "es" doch geht, wenn alle wollen.

    Jetzt muss man halt einfach diese lästige Pflicht, die Quali, möglichst schnell hinter sich bringen, ohne die Fans zu stark zu verärgern. Aber erst dann geht's ja eigentlich richtig los!

    Zitat von snowcat


    im gegensatz zum vorherigen foto, ist auf diesem foto mein damaliger lieblingsspieler auch drauf: franco cucinotta (glaub ich wenigstens)! ich hatte damals das shirt mit seiner nr. 8...gäll benny, der in der unteren reihe, rechts aussen, oder?

    zur aktuellen situation: urs meier darf für mich kein thema sein! er bezahlt jetzt sein lehrgeld, ähnlich wie es urs fischer in seiner 2. trainer saison beim fcz getan hat. nun profitiert der fc thun von seiner gewonnenen erfahrung. da dieses jahr keine abstiegs- bzw. barragegefahr besteht muss unbedingt an urs meier festgehalten werden! kontinuität ist endlich mal gefragt. nicht üblich in der schweiz, aber dringend nötig! grosse ligen wie england oder deutschland beweisen, dass sich ein festhalten an einem (guten) trainer mittel- bzw, langfristig auszahlt!

    nebenbei: dortmund war im ersten jahr mit kloppo zwölfter...der rest ist bereits fussballgeschichte!

    nebenbei2: und ja, der fcz war im ersten favre jahr letzter nach der vorrunde...nur dank sven hotz, wurde favre nicht entlassen! auch hier ist der rest (schweizer) fussballgeschichte!


    Hoi Roli, ja genau, isch de Cucinotta gsi. Chli, flink, unberächebar und er hätt Goal gmacht. Näbed em Botteron (oberi Reihe) de Alberto Erba. Oh, de hätt mer's gar nöd chöne. En Tessiner gsi, wie de Zappa, aber im FCZ hätt er sich glaub's nie richtig wohl gfühlt und dementsprächend sind au sini Leischtige gsi. Und hey, dä links usse (stehend) isch de Hermi Burgermeister! De Buuch isch schu im Aamarsch gsi! ;o)

    Zitat von nepal

    laut spielte in den 30er "der damals noch junge bibi torriani während zwei saisons" beim z. leider ist das die einzige information die ich darüber gefunden habe, unter https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Torriani oder http://www.hcdavos.ch/ni_sturm.php steht nichts, hat jemand informationen oder eine quelle dazu?

    Eine Möglichkeit wäre, dass du den Autor jener Schrift, Werner Schweizer, via den Tagesanzeiger, seinen Arbeitgeber kontaktierst. Viel Glück!

    Zitat von Larry

    Kriegt häd er au no, de Streit :fight:


    Isch halb so wild gsi, aber gnau während de aschlüssende Straf vom Kerbe nachher mached's ihri Chischte.

    Tumm gloffe halt, wämmer's dänn über die letschte Minute nöd hei schaukle chan.

    Und ja, bim Siegesgoal gseht er nöd guet us.

    Oben von links nach rechts:
    Hilmar Zigerlig, Ernst Rutschmann, Peppo Sanfilippo, Köbi Kuhn, Pius Fischbach, Fredy Scheiwiller, Rosa Martinelli, Timo Konietzka
    Sitzend:
    René Botteron, ich känne de, aber de Name chunnt mer nüme in Sinn und naluege wotti nöd, Bruno Risi, Hanspeter Janser, Karli Grob, Max Isefuess Heer, Primin Stierli, Ilja Katic.

    Ische e cooli FCZ Ziit gsi. Aber schu vorher. Mit em Fritz, em Klaus Stürmer, em Schorsch Volkert. Wos Galatasaray im Europacup usegrüehrt händ, bin ich dezue gstosse. Grandiose 2:0 Sieg im Letzi. Dänn z'Istambul zwei-null verlore. De René Brodmann hätt im 16er zweimal de Bölle id Händ gnoh, will er en Pfiff hört hätt. Nur isch de nöd vum Schiri gsi! Zweimal Penalty, zweimal Chischte. Entscheidigsspiel in Rom vor enere Handvoll Zueschauer. 2:2 nach Verlängerig. De Werni Leimgrueber hätt de spati Uusglich per Chopf no gschosse. Losentscheid für der FCZ. Dänn i de nächschte Runde de PSV Eindhoven mit em Toni Allemann eliminiert. S'3:1 im Letzi mit eme Schäreschlag-Goal vum Klaus Stürmer, em ehemalige HSV'er isch unvergässlich.

    Danke für den Hinweis Rangersfan. Ist ja eigentlich auch logisch. Und entspricht mehr oder weniger dem alten, bzw. bisherigen System.

    Also:
    Die ersten 3 der vier "Divisions" sind für die PO qualifiziert. Das sind 12 Mannschaften.

    Die 4 fehlenden Mannschaften - 2 aus der "Estern Conference" und 2 aus der "Western Conference" - sind diejenigen, welche in ihrer Conference hinter den für die PO qualifizierten Mannschaften die nächsten 2 Ränge belegen.

    Alles klar und thanks.

    Quote aus dem Tagi-Artikel:
    "Denn sie läuft Gefahr, sich darauf zu verlassen und auszuruhen."

    Unquote:
    Bingo!

    Quote:
    "Doch mit Talent und Spielkultur wird man nicht Meister, sondern mit Durchsetzungsvermögen, Leidensbereitschaft, Kampfgeist, Entschlossenheit."

    Unquote:
    Nochmals Bingo!

    Aber Durchsetzungsvermögen, Leidensbereitschaft, Kampfgeist und Entschlossenheit kann Crawford dem Team in den Playoffs "einimpfen". Vielleicht kommt "es" sogar von selber.

    Tja, die Voraussetzungen sind tatsächlich erstklassig.

    Der Tisch ist festlich gedeckt, aus der Küche steigt ein herrlicher Duft. Der Wein ist entkorkt und dekantiert. Es gilt nur noch Platz zu nehmen....... und das Festmal zu geniessen!

    Eine NHL Zwischenbilanz

    Die NHL läuft auf vollen Touren. Alle Teams haben mindestens ein Dutzend Matches ausgetragen. Aber noch ist bei keinem Team auch nur ein Fünftel des Qualifikationspensums abgespult. Eine erste Standortbestimmung zeigt sicher Trends auf, aber voreilige Schlüsse können wohl kaum gezogen werden.

    Gerangel in der „Atlantic Division“
    Die Detroit Red Wings wurden ja neu in diese Gruppe eingeteilt. Nach der letztjährigen eindrücklichen Halbfinalserie gegen den nachmaligen Stanleycupsieger Chicago Blackhawks war männiglich gespannt auf ihr Abschneiden mit den Clubs im Osten. Es zeigte sich schnell, dass verschiedene Teams Ansprüche auf die 4 Playoffplätze stellen.

    Die Tampa Bay Lightning liegen derzeit mit einem Spiel weniger als die Toronto Maple Leafs und die Red Wings an der Tabellenspitze. Ihr Trumpf Puur Vincent Lecavalier wechselte zu den Philadelphia Flyers und siehe da, auch ohne ihre Nummer 4 und Captain lief es wie geschmiert. Ihre beiden Snipers Martin St. Louis und Steven Stamkos skoren regelmässig. Bishop im Tor hat sein Selbstvertrauen mittlerweile voll und ganz gewonnen und spielt starke Partien. Die Bolts werden sich gesagt haben, dass man schnell viele Punkte gewinnen will, um möglichst lange im Rennen um die goldenen PO Plätze dabei zu sein. Momentan sieht es tatsächlich gut aus. Weiter so! So haben Larry und Bea die Möglichkeit Spitzenpartien live verfolgen zu können.

    Toronto startete ebenfalls sehr stark. Statt Luongo (von Vancouver) holten sie Bernier von den Kings als Unterstützung für ihren Standardgoalie James Reimer. Und dies ganz sicher für wesentlich weniger Dollar$. Beide Torhüter kamen regelmässig zum Einsatz und der eine scheint den anderen zu noch besseren Leistungen anzustacheln. Die Torhüter sind für die Leafs sicher so eine Art Lebensversicherung. Beide weisen hervorragende Fangquoten, weit über 90 % auf! 11 gewonnene Spiele stehen nur 4 Niederlagen gegenüber. Phil Kessel ihr Starforward steht bereits mit 18 Skorerpunkten zubuche (9 Tore und 9 Assists). Zu erwähnen vielleicht noch die gut gelungene Integration von Stanleycup Sieger Dave Bolland. Van Riemsdyk, Kadri, Lupul still going strong.

    Auf Platz 3 die erwartet starke Leistung der erwähnten Detroit Red Wings. Auch sie totalisieren, wie Tampa Bay und Toronto 20 Punkte. Den Löwenanteil ihrer Skorerpunkte gehen auf das Trio Datsyuk, Zetterberg und den Ex-Ottawa Captain und Oldie Daniel Alfredsson. Hinten die gewohnt sichere Abwehr inklusive Goalie Jimmy Howard. Alles andere als eine PO Quali wäre eine Überraschung.

    Auf dem 4. Rang liegen die letztjährigen Stanleycup Finalisten, die Boston Bruins. Jagr wurde durch Iginla ersetzt, Loui Eriksson, der schwedische Weltmeister kam von Dallas und Horton wechselte zu Columbus und Tyler Seguin wurde nach Dallas getradet. Schlagkraft etwas schwächer oder eventuell knapp gehalten, könnte man bilanzieren. Mit den Bruins ist allerdings ganz sicher wieder zu rechnen.

    Wenn nun diese 4 erwähnten Teams die Playoffs schaffen würden, wäre die kanadischen Teams von Montreal (derzeit punktgleich mit Boston, 16 Punkte) und Ottawa (4 Punkte Rückstand) out of the race. Bei den Montreal Canadians sucht man vergeblich eine gewisse Konstanz. Dies obwohl Raffael Diaz in der Verteidigung und im Powerplay durchaus gute Firgur macht. Bei den Senators zeigt die Formkurve momentan eher etwas nach unten. Wird schwierig für beide, aber es besteht durchaus gleichwohl eine realistische Chance, die PO zu schaffen. Man denke nur an eine Schwächeperiode bei einem der Top-4 Teams. Und eben, es werden ja 82 Matches gespielt, ehe der Ernst des NHL Eishockeylebens beginnt!

    Die Florida Panthers liegen auf dem 7. Platz mit 7 Punkten Rückstand auf den PO Strich. 3 Siege, stehen 11 Niederlagen gegenüber, wovon 3 nach unentschiedenem Spielstand nach 60 Spielminuten. Für die Buffalo Sabres sieht’s bereits ziemlich hoffnungslos aus. Sie bilden mit bislang erst 2 Siegen den Bodensatz der gesamten Liga. Ihr bester Spieler, der Österreicher mit tschechisch/slowakischen Eltern, Thomas Vanek, wurde zu den New York Islanders verschoben. Dafür erhielten sie mit Matt Moulson einen geringeren Gegenwert. Allerdings scheinen sie bereits mit der Neuformierung ihres Teams beschäftigt zu sein und lösten zusätzlich noch 2 Ziehungsrechte von den Islanders.

    Ein ‚Primus inter pares‘ und 7 Mitläufer in der „Metropolitan Division“?
    In dieser Gruppe schälte sich bereits ein Favorit heraus: Die Pittsburgh Penguins stehen etwas wie alleine auf weiter Flur an der Spitze des 8er Feldes. 11 Siege stehen 4 Niederlagen gegenüber. Der Vorsprung auf die nächstfolgenden Mannschaften beträgt 7 Punkte (NY Islanders) und 8 (auf die Washington Caps). Die Sturmlinie mit Sidney Crosby, Chris Kunitz und Pascal Dupuis ist momentan das Mass der Dinge. Evgeni Malkin und Jussi Jokinen folgen mit fast ebenso guten Skorerwerten. Im Tor scheint Marc-André Fleury sein Selbstvertrauen wieder gefunden zu haben und blieb bislang untadelig. Die Qualifikation scheint für die Pinguine unter den gegebenen Umständen ein besseres Training mit Matchpraxis, bzw. eine Trainings-Vorbereitung für die PO zu werden.

    Die New York Islanders haben die Saison begonnen wie immer. Sie sind ihrem Ruf gerecht geblieben, dass bei ihnen die einzige Konstanz die Inkonstanz ist! Achterbahn rauf, dann wieder runter. Und wieder rauf und wieder runter. Seit dem Transfer-Zuzug von Thomas Vanek, bzw. seit ihren letzten beiden Spielen allerdings, die sie beide nach attraktivem und engagiertem Spiel gewannen, folgt nun vielleicht die Schönwetterperiode. Im nächsten Spiel geht’s just gegen den Tabellennachbarn Washington. Aufgrund der schwächelnden Konkurrenz in dieser Gruppe sollten die Isles die Playoffs schaffen. Goalie Nabokov und sein Backup Poulin weisen beide gute Fangquoten auf. In der Regel ist auf die beiden Verlass. John Tavares, Kyle Okposo und der Däne Frans Nielsen werden auch in Zukunft zusammen mit Vanek für Spektakel und Betrieb vor den gegnerischenToren sorgen.

    Zu denken geben müsste den Vereinsbossen der Washington Capitals die Tatsache, dass die Caps ihre vielleicht besten zwei Leistungen in Spielen zeigten, in welchen ihr Superstar Alex Ovechkin verletzungshalber fehlte. Jedenfalls stimmte die Einstellung im Team, um auch ohne Ovi die vollen Punkte einzufahren. Vielleicht war gerade die Trotzreaktion der Schlüssel zum Erfolg. Der Schwede Nicklas Bäckström und Ovechkin sorgen in der Regel für die Tore. Auch die Caps müssten eigentlich gut genug für die Playoffs sein. Oh ja, übrigens tut nun auch der Ex-Klotener Brooks Laich wieder mit, der seine Verletzung auskuriert zu haben scheint.

    Auf dem 4. und letzen PO berechtigten Platz liegen momentan die New York Rangers. Sie sind schlecht in die Saison gestartet (aus den ersten 10 Spielen 7 Niederlagen und nur 3 Siege!). Der Trainertausch mit Vancouver, von wo Coach Alain Vigneault zu den Rangers kam, schien praktisch schon gescheitert. Aber das Team hat sich nun, wie es aussieht, nach dem unerwarteten Derby Sieg auf Long Island gegen die NYI aufgefangen. Es folgten zwei weitere Heimsiege. Und vor allem, ihre Rückversicherung, Henrik Lundqvist im Tor, hat nach seiner Verletzung wieder seine Normalform erreicht. Die Rangers, wenn dann Rick Nash nach seiner Hirnerschütterung wieder genesen und zurück ist, müssten die PO eigentlich schaffen. Auch finde ich, dass die Rangers einfach in die PO gehören, da sonst ein wichtiges Element fehlen würde. So quasi wie bei einem Mokka das Schümli.

    Ferner am Start in der „Metropolitan Division“ sind die Carolina Hurricanes aus Raleigh, wo unser Marc-André Bergeron, bevor er zu uns wechselte, unter Vertrag war. Die Brüder Jordan und Eric Staal bilden zusammen mit Alexander Semin und Goalie Cam Ward das Gerippe der Mannschaft. Für ganz nach vorne reicht wohl einfach das Geld, bzw. die Qualität der Spieler nicht. Aber die Canes sind eine Mannschafte, welche kämpft und praktisch jedem Grossen ein Bein zu stellen vermag. Ob das reicht und ob die Spiele gegen die vermeintlich Schwächeren gewonnen werden können wird zeigen, ob sie um die PO Qualifikation ein Wort mitzureden vermögen.

    Wir kommen zu den Columbus Blue Jackets, die in der letzten Kurzsaison teilweise Superspiele aufs Eis legten. Eine kämpferische Truppe, die jeweils von ihrem Coach hervorragend auf die Matches eingestellt zu Werk gehen. Da Künstler fehlen wird das einfache Handwerk gepflegt. Im Tor hinterliess letzte Saison Sergei Bobrovsky zum Teil einen fast unüberwindbaren Eindruck. Diese Saison spielt Bobrovsky gut, aber nicht mehr so, um mehr als bislang 5 (aus 13 Spielen) einzufahren. Ohne der sympathischen Truppe an den Karren fahren zu wollen, aber das wird wohl selbst in dieser, nennen wir sie mal „günstigen“ Gruppe nicht für die PO reichen.

    Die beiden letztplatzierten Teams in dieser Gruppe werden von uns aus der Schweiz jeweils mit besonderem Augenmerk verfolgt. Die New Jersey Devils, die sich kurz vor Meisterschaftsbeginn noch die Dienste von ‚unrestricted free agent‘ Damien Brunner sicherten, und die Philadelphia Flyers, welche Mark Streit mit einem hervorragend dotierten Rentenvertrag mit der Sänfte aus Long Island abholten und nach Newark trugen. Aber es läuft weder bei den Devils, noch bei den Flyers. Und weder Brunner, noch Streit konnten sich bislang so in Szene setzen, wie sie es wohl gerne getan hätten. 3 Siege und 10 Punkte erspielten sich bislang die New Jersey Devils. Das beste daran ist, dass sie „nur“ 2 Pünktchen hinter den New York Rangers liegen, allerdings mit einem mehr gespielten Match. Ihre offensiven Leistungen, u.a. die Feuerkraft aufs gegnerische Tor ist erbärmlich. Zuhause oder auswärts gleichermassen. Ilya Kovaltchuk, der sich trotz weiter laufendem Bombenvertrag französisch in die KHL verabschiedete, fehlt an allen Ecken und Enden. Brunner steht mit 13 Spielen, 7 Skorerpunkten und einer minus-7-Bilanz doch eher etwas im Schilf. Ich komme später noch auf diese +/- Statistik zu reden.

    Noch schlechter geht’s den Philadelphia Flyers. Sie totalisieren momentan ganze 8 Punkte und haben ihr letztes Spiel gegen die Washington Capitals (wie erwähnt ohne Alexander Mikhaylovich Ovechkin den Grossen) zuhause 0:7 verloren! Da brennt sicherlich der Baum. Coach Peter Laviolette wurde bereits geschasst, sein Nachfolger wird wohl kaum mehr ruhig schlafen. Tampa Bay Zuzug Lecavalier spielt fern von schlecht, aber auch in Philly fehlen nach vorne Power und Vollstrecker.

    Bereits klare Zäsur in der „Central Division“
    Niemand hätte wohl Patrick Roy, dem langjährigen Torhüter und Stanleycup Sieger der Colorado Avalanche in seinem ersten Coaching Jahr einen solchen Start mit seinem Team zugetraut: 13 Spiele, 12 Siege, 1 Niederlage. Wieder und wieder bestätigt die Avalanche ihre Reife und ihren ‚winning spirit‘. Die Goalies Semyon Varlamov und Jean-Sébastien Giguère spielten bislang herausragend. Matt Duchêne, Paul Stastny und Gabriel Landeskog spielen um eine Klasse besser, als noch letztes Jahr. Maxime Talbot, den wir vom letztjährigen Spenglercup her kennen, stiess unlängst von den Flyers zum Team und wird, da bin ich fast sicher, ebenfalls noch aufblühen. Sonnige Aussichten für den Moment für die Spieler aus Denver.

    Knapp dahinter, es sind nur 2 Punkte, allerdings mit 2 mehr ausgetragenen Partien, wie könnte es anders sein, die Chicago Blackhawks. In ihrem Team hat es auch heuer alles, was es braucht, um erneut ganz vorne dabei zu sein: Ein sicherer Goalie (Corey Crawford), eine eingespielte, robuste und gute Abwehr sowie Genie, Spielwitz, Rohkraft, Muskelmasse und Skorerqualitäten nach vorne. Man denke an Captain Jonathan Toews, Patrick Kane, Marian Hossa, Patrick Sharp, Andrew Shaw und Bryan Bickell. Der Titel wird wohl auch nächstes Frühjahr über die Blackhawks führen.

    Auf die dritte Rangposition haben sich gestern Nacht die Minnesota Wild aus St. Paul gehievt. Sie bodigten die laschen New Jersey Devils 4:0. Nino Niederreiter verbuchte 3 Assists. Noch lustig, in der Zusammenfassung sah man Niederreiter, die Nummer 22, praktisch bei jedem Angriff, wogegen der 12er der Devils, Damien Brunner, obwohl er insgesamt länger auf dem Eis stand als Nino, nur einmal. Allerdings ohne Puck. So ändern sich die Zeiten – und das gilt für beide. Die Minnesota Wild ist eine kampfstarke Mannschaft, die in jedem Match, wie wir so sagen, ‚voll geht‘. Es wird interessant sein, zu sehen, ob sie diese Power bis zu den PO aufrecht erhalten können. Und ob dann vielleicht sogar noch eine Steigerung drin liegt. Auf jeden Fall weiter so Jason Pominville (auch er Gast letztes Jahr in der Schweiz), Zach Parise, Mikael Granlund, Nino & Co. Josh Harding im Goal hat übrigens ebenfalls mit bislang hervorragenden Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.

    Knapp hinter den Wild liegen die St. Louis Blues. Sie haben erst 12 Partien bestritten und 8 davon gewonnen, plus 2 Overtime-/Penaltyniederlagen macht satte 18 Punkte. Nur einen weniger, als die Wild. Die Blues sind, wie letztes Jahr sehr gut gestartet. Auch ihr Stil lebt von der Power, von der Körpermasse, vom physischen Engagement jedes Einzelnen. Stets ist es eine Freude, den St. Louis Blues zuzuschauen, stets läuft in jenen Matches einiges. Manche Kenner sehen sie sogar als potenzielle Stanleycup Sieger. Ihre wertvollsten Spieler sind wohl Alexander Steen, David Backes, Jay Bouwmeester und ihr 1-Goalie Jaroslav Halak.

    Fehlen noch die Nashville Predators mit Roman Josi (16 Punkte aus 14 Spielen), die Dallas Stars, die sich ja mit dem Ex-Bieler Tyler Seguin verstärkten (14 Spiele und gleichviele Punkte) sowie die Winnipeg Jets, die wohl überraschend stark gestartet waren, mittlerweile aber von der rauhen NHL Hockeywelt eingeholt wurden (12 Punkte aus 15 Spielen). Josi hat mittlerweile, nach seiner Gehirnerschütterung, wieder 2 Partien absolviert. Die letzte Partie gewann man in LA bei den Kings sogar mit 3:4. Wer weiss, was noch möglich ist bei den Predators. Die Forwards David Legwand und der Schwede Patric Hornqvist sind die besten Skorer. Im Tor ist Pekka Rinne momentan verletzt, was ein nicht zu unterschätzendes Handicap zu sein scheint. Rinnes Stellvertreter blieben nicht ohne Fehl und Tadel.

    Was ist möglich bei den Dallas Stars? Seguin kann es kaum alleine reissen. Momentan steht er bei 15 Skorerpunkten in 14 Spielen. Jamie Benn und Alex Chiasson realisierten zusammen ebenfalls beachtliche 23 Punkte. Aber um den 4. Gruppenrang zu erreichen scheint das Kader der Stars diese Saison qualitativ zu schwach besetzt zu sein. Schauen wir.

    Die Jets aus dem kanadischen Winnipeg verfügen über ein äusserst enthusiastisches Publikum. Jeder Heimmatch verspricht tolle Stimmung. Und solange die Jets resultatmässig mithalten kann das Publikum ihr Team in der Endphase auch mal zu einem Sieg „tragen“. Ondrej Pavelec ist im Tor ein sicherer Wert. Verteidiger Haudegen Dustin Byfuglien (sprich: Bafflin) kennen wir ja noch vom ZSC – Chicago Match her. Er ist immer noch gut für knallharte Schüsse aus dem Hinterhalt und umsichtiger Quarterback in Powerplay Situationen. Diese Saison wartet er allerdings immer noch auf sein erstes Tor, doch hat er bereits 9 Assists auf seinem Konto. Andrew Ladd, Bryan Little, Evander Kane und Blake Wheeler sind neben Neuzuzüger und Stanleycup-Sieger Michael Frolik die tragenden Elemente der sympathischen Jets. Eine Playoff-Qualifikation wäre eine Riesenüberraschung.

    Positionen in der „Pacific Division“ ebenfalls bezogen
    In der Gruppe der westlichsten Clubs des nordamerikanischen Kontinents haben zwei Clubs ihre Anhänger, und wohl auch die NHL Hockey Fangemeinde generell, sehr positiv überrascht: Wer hätte denn auf die San Jose Sharks als Leader nach einem Sechstel des Quali-Pensums getippt? Wohl nur die allergrössten Fans der Sharks selbst. 23 Punkte aus 14 Spielen, wahrlich not bad. Die Namen Joe Pavelsky, Logan Couture, Patrick Marlow, Marc-Edouard Vlasic, Tommy Wingels und der vollbärtige 88er Brent Burns, halb Bär, halb Mensch werden wir diese Saison mit Sicherheit noch einige Male in Zusammenhang mit Toren hören. Dann haben wir ja noch nicht einmal von Joe Thornton geredet. Er scheint ein Perpetum Mobile zu sein. Stets präsent, nie müde. Und auch heuer bereits wieder mit 14 Skorerpunkten zubuche stehend. Und jetzt kommt ja noch die Zaubermaus, Tomas Hertl, der Prager, dazu. Was er bereits in dieser ersten Phase der Meisterschaft für die Sharks aufs Eis gezaubert hat, ist Weltklasse. Seinen 20. Geburtstag wird Hertl übrigens am 12. November feiern. Im Tor steht nach wie vor der Finne Antti Niemi. Auch er einer der ganz grossen seiner Zunft.

    Punktgleich dahinter liegen die Anaheim Ducks mit Jonas Hiller im Tor. Von den 15 Spielen bestritt Hiller 10. Die Ducks knüpfen also dort an, wo sie im Frühjahr aufgehört haben. Captain Ryan Getzlaf, Corey Perrey und Mathieu Perrault ergatterten sich zusammen bereits 44 Skorerpunkte! Alle übrigens auch mit hervorragenden +/- Werten! Die Mannschaft steht momentan für Kontinuität. Bruce Boudreau, der Ex-Capital Coach scheint mit seinem Team alles im Griff zu haben.

    Der zweite Überraschungsclub in der „Pacific Division“ sind die Phoenix Coyotes. Eigentlich fast unglaublich, dass ihr namenloses Team nach 15 Spielen sage und schreibe 22 Punkte totalisiert. Die Erfolgsfaktoren? Die Goalies Mike Smith (spielte an der WM für Canada gegen die Schweiz) und Thomas Greiss (auf diese Saison von den Sharks gekommen; er fand keinen Weg, an Niemi vorbei!)? Captain Mike Ribeiro wechselte nach nur einer Saison bei den Washington Caps zu den Coyotes. Ist er der Messias? Betrachtet man den Manschaftsroster, so entdeckt man, dass in der Skorerliste 6 Spieler gleich viel, oder mehr Skorerpunkte auf ihrem Konto haben, wie Ribeiro. Es sind dies Vrbata, Hanzal, Yandle, Boedker, Ekmann-Larsson und Morris. Dahinter findet man Antoine Vermette, der im letzen Spiel auswärts gegen die Sharks massgeblich am Auswärtssieg beteiligt war. Wir dürfen gespannt sein, ob die Kojoten weiterhin so positiv von sich reden machen können.

    Mit 21 Punkten aus 16 Spielen folgen John Tortorellas Vancouver Cannucks. Der Ex-Rangers Coach scheint für sich und die Mannschaft die richtige Doktrin gefunden zu haben. Wobei ja immer die Frage offen bleibt, inwieweit sich die Sedin Zwillinge und ihre Mitspieler selber coachen.(!) Interessant in diesem Zusammenhang natürlich die 4-Jahres-Verlängerung für Daniel und Henrik Sedin, die letzte Woche publik gemacht wurde. Henrik steht bereits bei 19 Tor- und Assistpunkten, Daniel bei 16. Dahinter folgen Ryan Kesler mit 10 und Mike Santorelli mit 9. Roberto Luongo wurde also auch auf die neue Saison hin nicht getradet. Wie es aussieht hat er die Motivation wieder voll gefunden, bzw. Tortorella schenkt ihm 100 %iges Vertrauen, was sich auf seine Leistung auswirkt. Sind wir gespannt, wer für Team Canada in Sotschi im Tor stehen wird. Sicher hat Luongo gute Chancen.

    Auf dem 5. Zwischenrang stehen die Los Angeles Kings. 18 Punkte aus 15 Spielen realisierten sie bislang. Torhüter Jonathan Quick wirkte bislang weit weniger überzeugend, also noch letzte oder vorletzte Saison, wo die Kings ja den Stanleycup holten. Der Slowene Anze Kopitar steht mit 15 Skorerpunkten zubuche. Dahinter illustre Namen wie Justin Williams, Mike Richards, Jeff Carter und Dustin Brown. Das Duell mit den Coyotes wird sicher interessant. Vielleicht wird es auch ein Dreikampf, wenn Vancouver, bzw. ihre Stars in eine Formkrise geraten sollten. Spannende Ausgangslage auf alle Fälle.

    Auf Platz 6 folgen Bob Hartleys Calgary Flames. Dahinter die wiederum enttäuschende „Jugendbande“ der Edmonton Oilers. Den Oilers gebe ich null Kredit für die Playoffs. Die Defensive ist zu schwach. Die verschiedenen jungen Vollblutstürmer leiden am selben Problem, wie Damien Brunner, sie sind defensiv klar ungenügend. Dazu kommen gröbere Goalieprobleme. Das wird diese Saison erneut nichts mit Playoffs und den Oilers, sorry to say.
    Verbleiben die erwähnten Flames. Wäre da nicht Bob Hartley, wir könnten ähnliches schreiben, wie über ihre kanadischen Nachbarn aus Edmonton. Aber genau dieser Sieg gestern Nacht in Chicago mit einem über sich hinaus wachsenden Reto Berra im Tor zeigt auf, dass Hartley’s Team besonderes zu leisten vermag. Auch bei uns hat er Flüeler zu einem sehr guten Torhüter gemacht. Durchaus möglich, dass Berra sich die Nr. 1 Goalie Position erkämpfen und ähnliche Leistungen, wie gestern, folgen lassen kann. Damit eine Motivation im Team erzeugen kann, welche vielleicht sogar noch in die Playoffs führen……………. Aber lassen wir hier die Spekulationen beiseite. Allerdings wäre wohl eine Calgary Flames Mannschaft, welche die Playoff bestreiten könnte, eine riesige Attraktion, da bin ich mir sicher. Wünschen wir Hartley, Clouthier, Bärtschi, Berra und dem Rest der Mannschaft viel Erfolg für die kommenden 68 Spiele. Lassen wir uns überraschen.


    Zum Schluss noch ein paar interessante Werte zur Plus/Minus Statistik (Spieler auf dem Eis bei Toren, bzw. Gegentoren):
    Nur Stürmer gewertet! Die besten Werte haben:
    - Chris Kunitz, Pittsburgh 15 Spiele 15 Skorerpunkte + 12 Bilanz
    - Rob Klinkhammer, Phoenix 14 Spiele 10 Skorerpunkte + 12 Bilanz
    - Dustin Penner, Anaheim 8 Spiele 6 Skorerpunkte + 12 Bilanz
    - Martin St. Louis, Tampa Bay 14 Spiele 16 Skorerpunkte + 10 Bilanz
    - Paul Stastny, Colorado 13 Spiele 10 Skorerpunkte + 10 Bilanz
    - Steven Stamkos, Tampa Bay 14 Spiele 20 Skorerpunkte + 9 Bilanz
    - Henrik Sedin, Vancouver 16 Spiele 19 Skorerpunkte + 9 Bilanz
    - Marian Hossa, Chicago 15 Spiele 12 Skorerpunkte + 9 Bilanz
    - Antoine Vermette, Phoenix 15 Spiele 9 Skorerpunkte + 9 Bilanz
    ferner
    - Nino Niederreither, Minnesota 15 Spiele 9 Skorerpunkte + 3 Bilanz
    - Tyler Seguin, Dallas 14 Spiele 15 Skorerpunkte + 1 Bilanz


    Nur Stürmer gewertet! Die schlechtesten Werte haben (nach Mannschaften geordnet):
    - Nail Yakupov, Edmonton 13 Spiele 3 Skorerpunkte - 12 Bilanz
    - Ales Hemsky, Edmonton 15 Spiele 6 Skorerpunkte - 11 Bilanz
    - Ryan Nugent-Hopkins, Edmonton 13 Spiele 10 Skorerpunkte - 10 Bilanz
    - Taylor Hall, Edmonton 9 Spiele 8 Skorerpunkte - 6 Bilanz

    - Eric Staal, Carolina 13 Spiele 8 Skorerpunkte - 10 Bilanz

    - Steve Bernier, New Jersey 14 Spiele 2 Skorerpunkte - 10 Bilanz
    - Damien Brunner, New Jersey 13 Spiele 7 Skorerpunkte - 7 Bilanz

    - Richard Panik, Tampa Bay 13 Spiele 5 Skorerpunkte - 9 Bilanz

    - Wayne Simmonds, Philadelphia 13 Spiele 5 Skorerpunkte - 9 Bilanz
    - Claude Giroux, Philadelphia 13 Spiele 6 Skorerpunkte - 9 Bilanz

    - Patrick Kane, Chicago 15 Spiele 13 Skorerpunkte - 9 Bilanz

    Einen Kommentar zur dieser selbstverständlich nicht vollständigen Aufstellung können wir uns sparen. Sie zeigt aber auf, dass auch die so genannten Schillerfalter auch ihre schwachen Seiten haben, nicht wahr? Auf der anderen Seite auch dass zum Teil weniger beachtete Spieler grossartiges für die Mannschaft leisten.


    Zum Schluss noch eine Neuigkeit, die Werbeflächen an den Banden in den NHL Stadien betreffend: An den letzten zwei Spieltagen sah man neu in allen Stadien eine oder zwei Banden-Werbeflächen, die beleuchtet waren. Sie stachen beim Verfolgen der TV-Übertragungen natürlich heraus. Und das Besondere daran ist, dass die Werbelogos, wie in Fussballstadien üblich, verschiedenartig sein können, bzw. verändert werden können. Bin mal gespannt, wie lange es geht, bis diese Werbebanden bei uns eingeführt werden. Ich vermute, dass der äussere Teil jener Flächen aus unzerbrechlichem Kunst- oder Plexiglas gefertigt ist. Affaire à suivre.

    Entscheidendes Zitat aus dem „NZZ“ Matchbericht:
    „Der unbedingte Wille, mit dem sie noch am Dienstag gegen Kloten die Treffer regelrecht hatten erzwingen können (!), fehlte diesmal komplett.“

    Entscheidendes Zitat aus dem „20min“ Matchbericht:
    „……….sie liessen auch die letzte Überzeugung vermissen.“

    Es schiint ebe doch eso z’sii, dass s’gar nöd jede Match wänd güne. (!) Sie spieled - wänn’s klappet ok. Wänn nöd - janu, isch ja nöd so schlimm.

    Wie wär’s, wänn mer jetzt am Sunntig emal es PO Spiel würd simuliere? Bern wär für so en Tescht de ideale Gägner. Es bruuchti allerdings es bitz en anderi Iistellig, meh Kampfbereitschaft und e klare Leischtigssteigerig bi de Herre Kanadier. Affaire à suivre.

    Habe, als ich mein Posting schrieb, Mushu's Post und deins Larry nicht gesehen, sondern erst, als ich meinen Beitrag bereits gepostet hatte.

    Ich wollte mit meinem Beitrag lediglich meine Eindrücke nach dem gestrigen Spiel etwas ordnen, bzw. kundtun, nichts weiter. Wollte weder den ZSC schlecht reden, noch ihn nach seinem verdienten Sieg tadeln.

    Bei meiner Meinung bleibe ich allerdings: Eine solche Performance wird in einem heiss umkämpften Playoff Tie nicht reichen. Nur "rumfahren" und spielen wird dann zu wenig sein. Habe mich übrigens nach dem Match mit meiner Entourage über das Spiel unterhalten und fand meine Meinung von Kloten- wie auch ZSC-zugewandten Orten bestätigt. Let's face it, Kloten war in der Vorwärtsbewegung im Spiel 5 gegen 5 schwach. Kreierte sich wenige zwingende Torchancen. Einzig der Pitsch schoss dann und wann aufs Tor, bei unübersichtlichen Situationen vor Flüeler war das auch nicht ungefährlich. Aber sonst? Der Z war die spielbestimmende Mannschaft, welche auch verdient gewann.

    Über den zitierten "NZZ" Artikel musste ich allerdings heute morgen schmunzeln. Da haben sie scheinbar wieder mal einen Schreiberling, in dessen Adern blau-weiss-rotes Blut fliesst. Gar nicht schlecht. Obwohl er natürlich in seinem Artikel masslos übertreibt. Aber wenn dass zusätzliche Leute fürs nächste Heimspiel bringt ist das doch auch wieder gut. Und überdies sind mir optimistisch-positive Voten lieber, als Verrisse, von welchen sich die Autoren besondere Aufmerksamkeit erhoffen.

    So, jetzt bin ich wieder dort, wo ich eigentlich mit meinem letzten Beitrag schon einmal war. Was kann ich jetzt noch anfügen? Dass wenn man gewinnt doch alles ok ist? Dass sich unser ZSC in einer PO Partie, wenn's dann drauf ankommt, sicher steigern kann? Aber dass dieser Match "ein phasenweise packendes Duell mit viel Tempo, Toren und Emotionen" war, in welchem "nichts fehlte" gehört definitiv ins Land der Träume.

    Mein Eindruck vom gestrigen ZSC gegen Kloten: Ja, sie spielen auf einem ganz guten Niveau, ohne gross zu kämpfen.

    Und das reichte für einen Dreier gegen den aktuellen Leader. Wobei so sicher war das gegen Schluss nicht. Ohne Wicks, sagen wir mal, eher glücklichem Tor im letzen Drittel, kann das Spiel auch in eine andere Richtung gehen. Und das wäre ja nach einem Spiel, in welchem wir über sehr weite Strecken dominierten, (einmal mehr) ärgerlich gewesen. Aber lassen wir 'hätte', wäre' und 'würde' beiseiten.

    Im FRI-ZSC Thread habe ich etwas interessantes gelesen. Marc Crawford suche nicht unbedingt in jedem Match den Erfolg. Hmmm, das könnte des Rätsels Lösung sein. Larrys Aussage: "Im Oktober werden keine Meisterschaften gewonnen.", passt da voll ins Bild. Es gilt also lediglich die PO's zu schaffen. Um dann den Schalter umzulegen.

    Ich erinnere mich an ein Gespräch mit Claudio Micheli kurz vor den PO im Jahre 2000. Ich fragte ihm, wie es laufe. Er: "Gut". Ich: "Was ist anders, als vor einem Jahr zu dieser Zeit?" Er: "Eigentlich nüüt". Ich (leicht enttäuscht von dieser Antwort): "Hoffentlich chunnt's dänn aber besser use i de PO, als vor eme Jahr." Er sagte nichts mehr, lächelte aber leicht gequält.

    Zur Information: Der ZSC hatte in der Saison 1998/99 unter Kent Ruhnke in der Quali den 2. Platz erreicht und man schied gegen das siebtplatzierte Kloten bereits in der ersten PO Runde aus. Die Enttäuschung war riesig. Nun, ein Jahr später war laut Micheli alles gleich, wie vor einem Jahr? Ruhnke war immer noch Trainer, und man beendete die Quali erneut als 2. Aber wie wir heute wissen, hatten es die Playoffs im Jahre 2000 in sich: Man wischte Davos und Zug weg und schlug im Final Lugano und wurde nach 39 Jahren wieder Schweizer Eishockeymeister.

    Fazit: Die Qualifikation zählt wenig - die Playoffs sind das Mass der Dinge. Ob's dann per 2014 mit "nur spielen" für einen der vorderen Plätze reicht, wage ich allerdings zu bezweifeln. Und das mit dem Schalter umlegen ist stets so eine Sache.....!

    Zitat von Modano09

    Bei den Sharks hat der 19-jährige Rookie Tomas Hertl ja eingeschlagen wie eine Bombe. 3 Spiele 7 Pkt. (6 Tore & 1 Assist). Allein im letzten Spiel als San Jose gegen die Rangers 9:2 gewonnen haben, hat er 4 Tore erzielt. :shock:


    Wollte eben grad auch darauf eingehen. Schon in den vorherigen Spielen war er Klasse. Aber gestern nacht gegen die Rangers, my oh my, what a performance. Und dann sein 8. Tor!!!!!!!!!!!!!!!! Ein Schmankerl der allerersten Sorte! Unbedingt anschauen. Und der Kerl ist noch nicht mal 20! Die Sharks mit 3 Siegen nach 3 Spielen.

    Wieder Pech für Brunner. Stand bei allen 3 Gegentoren auf dem Eis, wobei er besonders beim entscheidenden Treffer in der Verlängerung keine gute Figur machte. Vancouver (mit Luongo) vs. New Jersey (mit Schneider) 3:2 n.V.