Beiträge von Benny

    Em Clutterbuck sini Kurve hätt die Saison en Knick übercho. Kei gueti Wert per 2013. Er isch aber no jung und villicht chunnt er bi de Isles wieder uf Toure. Schiinbar hätt er früehner mit em Tavares zäme gspillt. Mal abwarte, villicht chunnt das guet.

    Für de Nino au nöd grad die allerbescht Adrässe, aber hoffentlich chunnt er dete wenigschtens zum Spile.

    No es Wort zum Corey Schneider: Ich ha nen weder bi Ambri no im Spengler-Cup bi Fribourg en guete Goalie gfunde. In Vancouver hätt er's während de Saison nöd so schlächt gmacht und sie händ ihn em Luongo meischtens vorzoge. Aber i de PO hett er d'Möglichkeite gha, öppis z'riisse. Aber Fehlazeig! Wetti de nie und nimmer i mim Team. Und jetzt händ en d'N.J. Devils gholt. Ob das ächt guet chunnt? Für mich Kopfschüttel......!

    Zitat von Gysino

    Nei, definitiv nöd. Grad siini PO performance isch eher schwach gsi. Und er isch au nüme de jüngscht. Ich würd am liebschte für de Ryan Miller oder Halak trade, oder sogar de Luongo in Erwägig zieh. B-Optione wäred de Khubodin oder villicht en Dubnyk...schwierig. Bernier wär super gsi. Jänu. Au en Emery hät e gueti Saison gha bi de Hawks, aber er isch halt bitz en schwierige...gönd au immer wieder Grücht wägem Hiller ume, v.a. will d'Ducks dä Fasth sehr schätzed und das en super Goalie isch.


    S'wird uf jede Fall sehr interessant sii z'gseh, wer's wo ane verschlaht.

    Zitat von Gysino

    isles hetted en chönne bruuche. aber de garff traded kei prospects, lol. wahrschinli hetteds de nino welle...


    Sputnik:
    Ich denke Reimer selbst wird nicht allzu grosse Freude an diesem Transfer haben. Er machte m. E. eine gute Saison war in gewissen Spielen 'outstanding'. Aber wenn das Management dann einen Goalie holt, von dem viele sagen, er sei einer der sichersten Werte als neuer Nummer 1 Torhüter in der NHL, dann würde ich als Reimer auch dreimal leer schlucken. Denn, auch ich bin von Bernier überzeugt. Er hatte einfach Pech, dass ihm Quick mit tadellosen Leistungen vor der Nase stand. Schauen wir mal, wie's läuft.

    Gysino:
    Hoi Andi, habe von Nabokov, trotz seines hohen Alterns nach wie vor eine gute Meinung, auch wenn er in den PO nicht mehr ganz an die Leistungen der 'regular season' anknüpfen konnte. Wäre denn eine weitere Saison mit den Isles mit ihm im Tor für dich keine glückliche Option?

    Wie vermutet und erwartet, nach Danny Brière nun Philly Buyout von Goalie Ilia Bryzgalov. Nur, der Jonathan Bernier ist bereits fix in Toronto! Das wäre ein guter Move für die Flyers gewesen.

    quote:
    Jonathan Tannenwald, Philly.com

    Posted: Tuesday, June 25, 2013, 1:02 PM

    The Flyers have decided to use their second and final compliance buyout of the offseason on goaltender Ilya Bryzgalov.

    "I met with Ilya this morning and informed him that we are going to exercise a compliance buy out of his contract," general manager Paul Holmgren said in a statement issued by the team. "This was a very difficult business decision to make for us, and we want to thank Ilya for his time here and wish him all the best moving forward."

    Stanley Cup Final – Spiel 6

    BOS - CHI 2 : 3

    Während des ersten Drittels und einer latenten Überlegenheit der Bruins hätte wohl niemand, ausser den Ultra-Blackhawk Fans, auf einen vorzeitigen Meistertitel der Blackhawks in Boston gewettet. Das Chicago Team, durchaus physisch spielend (Jagr bekam nach einem Check wohl etwas ab und kam schliesslich nur auf gute sechs Minuten Spielzeit), defensiv orientiert, im ersten Abschnitt aber kaum zu Torchancen kommend.

    Tyler Seguin, der Ex-Bieler, tat sich bei den Bruins löblich hervor. Es schien, wie wenn er unsere Konversation im privaten Rahmen vor Tagefrist gehört hätte, als ich ihn neben Glen Metropolit (während seiner 1. Saison in Lugano) und Danny Brière (bei seinen Spielen im SCB) als besten Eishockeyspieler in unserer Liga lobte, aber gleichzeitig die Aussage machte, dass er in Boston nur noch ein Mitläufer sei. Die Argumentation ging in die Richtung, dass ihm als kleiner, wendiger Spieler mit hervorragender Schusstechnik die grössere Eisfläche in Europa um ein Vielfaches mehr behagen müsse, als die kleineren Eisrinks in Nordamerika, wo die Räume eng sind und agressiv auf den Körper gespielt werde. Bref, Seguin zeigte heute sein wohl bestes Playoff-Spiel in diesem Jahr überhaupt. Ständig in Bewegung, engagiert, um Tempo in seinem Spiel bemüht und dort in die Bresche springend, wo Körpereinsatz gefragt war. Er war es, der das erste Tor, welches sich seit geraumer Zeit abzeichnete, in der 8. Minute auf magistrale Weise für Kelly vorbereitete.

    Die Blackhawks überstanden danach zwei Powerplays nur mit Hängen und Würgen. Das Beste für die Gäste war wohl der Ergebnisstand nach dem Startdrittel: 1:0 hiess es. Im Mitteldrittel ging es im gleichen Takt weiter: Chicago mit vorwiegend defensiven Aufgaben beschäftigt, diese aber sehr engagiert – klar, es ging ja auch um viel - lösend. Eine weitere Strafe gegen die Blackhawks folgte (Shaw musste nach einem Techtelmechtel mit Seguin 2 min raus.). Auch in dieser, für Chicago schwierigen Spielphase, verloren sie nie den Überblick, Goalie Crawford war ihr ruhender und sicher wirkender Pol und das nötige Quentchen Glück hatten sie ebenfalls gepachtet.

    Noch wenige Sekunden Strafzeit bleiben, als ein Handpass die Bostoner Angriffsbemühungen ärgerlicherweise unterbrach. Das Bully in der neutralen Zone gewann Toews, Roszival machte den genau richtigen Move, düpierte Chara, lancierte steil seinen Captain. In der Mitte lief Kane mit, doch Jonathan Toews schoss diesmal selber und zwar in die nahe Ecke. Rask im Tor rechnete mit dem Pass in die Mitte und musste den Puck in seiner nahen Ecke passieren lassen. 1:1 nach 25. gespielten Minuten. Allein, das Resultat widerspiegelte zu jenem Zeitpunkt das auf dem Eis Gezeigte eher schlecht, aber so kann Eishockey sein.

    Was auffällt ist die Tatsache, dass die angeschlagenen Spieler nicht mehr ihre gewohnte Leistung abrufen können - Hossa, Handzus, Horton, Bergeron, Jagr bleiben vorwiegend unsichtbar – doch für den Captain der Blackhawks, Torschütze Toews traf das nicht zu. Er spielte, wie wenn im letzten Spiel nichts gewesen wäre und schoss nun ein sehr wichtiges Tor.

    Das Ausgleichstor verlieh den Blackhawks Selbstvertrauen. Oder besser gesagt, noch etwas mehr Selbstvertrauen. Eine weitere Strafe gegen die Gäste (Seabrook, Beinstellen) überstanden sie ebenfalls ohne Schaden. 6 Minuten vor der zweiten Sirene kamen dann auch die Blackhawks erstmals zum Powerplay spielen (Seguin musste nach einem Haken in die Kühlboxe). Aber auch ihnen blieb ein weiterer Torerfolg verwehrt. Nachdem die Schussstatistik im ersten Spielabschnitt 12:6 für gelb-schwarz auswies, zeigte sie im Mitteldrittel 6:9 für weiss! Chicago war definitiv wieder im Spiel. Bei unentschiedenem Spielstand ging’s in die zweite Pause.

    Im dritten Drittel wogte das Spiel hin und her. Die Spannung war riesig. Noch 10 Minuten blieben zu spielen. Die beiden Blackhawks Verteidiger Keith und Hjamarsson „chüecheln“ hinter ihrem Tor, scheinen nicht voll konzentriert in jener Spielphase. Krejci geht dazwischen, Lucic mogelt sich vor’s Tor, das Pässchen kommt, Lucic haut drauf, worauf die Scheibe irgendwie an Crawford vorbei den Weg ins Tor findet. 2:1 für die Hausherren. War das der Siegtreffer?

    Man konnte es annehmen, denn die Zeit zerrann. Eine weitere Überzahlsituation vermögen die Blackhawks nicht auszunützen. Noch 4 Minuten, noch 3, noch 2, noch eineinhalb Minuten, dann fährt Goalie Crawford zur Spielerbank. Kane schiesst aufs Tor – er zeigte heute, gemessen an seiner Leistung in Spiel 5, eine eher diskrete Partie – Puck vom Goalie locker abgewehrt, die Abwehr von Boston im Scheibenbesitz, Kane stoppt den Pass des verteidigenden Seidenberg aus dem Verteidigungsdrittel hinaus, indem er seinen Körper gegen die Bande presst, dito wenig später Keith nach Befreiungsbemühungen entlang der Bande von Krejci, schliesslich kommt Toews im Slot in Scheibenbesitz, legt unmittelbar vor dem Tor auf Riesenbaby Bryan Bickell, der die Scheibe doch tatsächlich zum erneuten Ausgleich einwischt! Seine Augen schienen unmittelbar nach dem Ausgleich beinahe aus ihren Augenhöhlen springen zu wollen. Wow! Kaum zu glauben! 1 Minute 16 Sekunden to go.

    Die Blackhawks nun euphorisch. Die Bruins wohl mit einem mittleren Schock. Manche von ihnen hatten sich wohl in Gedanken bereits mit Spiel 7 in zwei Tagen in Chicago vertraut gemacht. Das Spiel geht weiter, Boston vermag keinen ordentlichen Angriff zu lancieren. Die Blackhawks, eine Art wie in Trance, Frolik schiesst einfach mal aufs Tor, Rask wehrt zur Seite. Der Puck kommt, ganz links an der Bande zu Oduya, der direkt draufhält, Frolik, jetzt genau in der Schussbahn der Scheibe, lenkt diese ab, Pfostentreffer (!), und wieder ist es Dave Bolland, der goldrichtig steht, den Pfostenabpraller übernehmen und zum Stanley Cup Siegtreffer einschiessen kann. (Vor 2 Tagen war auch er es, der mit dem ‚Empty Netter‘ den Sieg seiner Mannschaft sicherstellte.) Noch 58.3 Sekunden zu spielen. Nichts entscheidendes passiert mehr. Der Bär röchelt, er ist erlegt.

    Die zwei Gäste-Tore ganz am Schluss des dritten Drittels küren also schliesslich die Indianer in der Höhle des Bären zum grossen Sieger und Stanley Cup Holder 2013. Die Los Angeles Kings haben in den Chicago Blackhawks einen würdigen Nachfolger gefunden.

    Die Handshake- und Gratulationsszenen der Bruins Spieler halten sich in Grenzen. Kein Wunder nach so einem Finale. Doch da geht man durch. That’s Sport. Sehr fair auch das natürlich ebenfalls enttäuschte Bostoner Publikum.

    Boston war sehr nahe am 3:3 Match-Ausgleich. Sie mögen mit dem Schicksal hadern. Ja, es hätte durchaus auch anders kommen können. Unsere Bären in Bern kennen ja genau dieses Gefühl ebenfalls. Doch, wie heisst es so schön auf Englisch zu schwedischer Musik: „The Winner takes it all, the Loser standing small.“ So also auch diesmal!

    Übrigens:
    Torschussstatistik 25 : 31
    Strafenstatistik 2:4, wobei auch diesmal kein Powerplay- oder Shorthandertreffer resultierte

    Die Chicago Blackhawks sind der grosse Sieger. Sie holen die Meistertrophäe nach 2010 (als sie 49 Jahre lang auf jenen Titel warten mussten) dieses Jahr also erneut. Vom 2010er Meisterkader waren dieses Jahr noch dabei:
    Patrick Kane
    Jonathan Toews
    Patrick Sharp
    Marian Hossa
    Andrew Ladd
    Brent Seabrook
    Niklas Hjalmarsson
    Dave Bolland
    Bryan Bickell
    Corey Crawford

    Ich denke die meisten von uns erinnern sich noch sehr gerne an jene 2 Spiele im Hallenstadion, in welchen die Blackhawks am 28. September 2009 aus Davos 9:2 Kleinholz machte. Aber tags darauf, am 29.9.2009 gewannen wir in einem denkwürdigen Match anlässlich des Victoria Cup Finals gegen die nachmaligen Stanley Cup Winners sage und schreibe 2:1! Herrlich! Unvergesslich!

    Es gibt aber, ausser jenem Victoria Cup Match, durchaus weitere Parallelen zwischen den Chicago Blackhawks und dem ZSC:
    - Lange Wartezeit bis schliesslich in der Neuzeit endlich wieder eine Meisterschaft errungen werden konnte (CHI 49 Jahre, ZSC 39 Jahre)
    - Nachfolgende(r) Meistertitel (CHI nach 3 Jahren; ZSC nach 1, 8 und 12 Jahren)
    - Einer der wertvollsten Blackhawk Spieler 2013 heisst gleich, wie der ZSC Trainer 2012/13 ---> Crawford
    - Die Tormusik bei CHI- und ZSC Heimspielen ist die gleiche


    Wünsche allen einen erfreulichen Sommer!

    Noch ein paar Transfer Meldungen:

    - Slava Voynov (Kings) verlängert mit seinem Club um 6 Jahre für $ 25 Mio

    - Pavel Datsyuk (Red Wings), dessen Vertrag nach 1 Jahr läuft, verlängert danach um weitere 3 Jahre für $ 22.5
    Mio bei den Detroit Red Wings

    - Jonathan Bernier (Kings), Backup-Goalie hinter Quick, geht zu den Toronto Maple Leafs
    (im Austausch gegen Ben Scrivens, Goalie und Stürmer Matt Frattin sowie einem 2. Runden-Pick in 2014 oder
    2015)

    Stanley Cup Final – Spiel 5

    CHI – BOS 3 : 1

    Ein Heimsieg der Chicago Blackhawks in einem nicht mehr so hochklassigen Spiel, wie noch vor ein paar Tagen in Boston.

    Die gelb-schwarzen Mühlsteine drehen nicht mehr gleich rund. Haben als Konsequenz ihrer physischen Beanspruchung in jüngster Vergangenheit (ebenfalls) Spuren der Alterung erfahren.

    Wieso hat Chicago diesen Match gewonnen? Wegen Patrick Kane!

    Beim 1:0 dringt Toews, der hart angegangen wird, ins Angriffsdrittel ein, den Puck vorbildlich verteidigend und weiterleitend. Darauf feuert Oduya einen Schlagschuss aufs Boston Tor ab, Seidenbergs Stock geht dabei in Brüche! Der Puck streicht am rechten Pfosten von Tuukka Rask vorbei, aber dort steht Kane, der sich der Scheibe behändigt und sie ins Boston Tor legt, wie ein Kuckuck ein Ei in ein fremdes Nest. Es schaut so einfach aus. Aber es ist ein Klassetor des Ex-Bielers.

    Zuvor im ersten Drittel gab’s Chancen hüben, wie drüben, aber die Torleute spielten aufmerksam, liessen sich nicht düpieren. In den letzten gut 2 Minuten musste Crawford nochmals einen Schuss des Hünen Chara blockieren, dann ging’s in die Pause.

    Nach knapp einer Minute im Mitteldrittel fiel Boston Stürmerstar Patrice Bergeron für den Rest der Partie aus, musste scheinbar ins Spital gebracht werden. Wie es heisst, konnte er allerdings noch am Abend wieder entlassen werden und den Heimflug mit seinem Teamkollegen antreten. Über genaue Gründe seines Ausfalls gab es keine News. Bleiben wir noch etwas bei verletzten, oder besser, bei verletzt gewesenen, Spielern: Marian Hossa (Blackhawks) und Nathan Horton (Bruins) spielen nach ihren Verletzungen wieder. Doch die Performance der beiden ist in keiner Weise mit „standard 08:15“ zu vergleichen. In beiden Fällen spürt man, dass die Spieler bei weitem nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, vielleicht mit schmerzstillenden Spritzen spielen. Jetzt gesellt sich neu einer der bisherigen Dominatoren dieses Stanley Cup Finals, Patrice Bergeron, dazu. Ausrufezeichen! Und, nehmen wir es vorweg, auch die Blackhawks hatten etwas später einen schwer wiegenden Ausfall zu beklagen: Jonathan Toews, auch er einer der treibenden Kräfte, erschien im letzten Drittel nicht mehr auf dem Eisfeld, obwohl er auf der Spielerbank ausharrte und seine Kameraden bis zum Schluss anspornte. Nach einem deftigen Check von Boychuk in der 32. Minute, der bei den Schiris ungeahndet durchging, musste er wohl starke Schmerzen gefühlt haben, die einen aktiven Einsatz im letzen Drittel nicht mehr zuliessen. Allerdings, heisst es aus Chicago, dass Toews das 6. Spiel werde bestreiten können. What else did you expect?

    Flashback in die 25. Spielminute: Ebendieser Toews prüft per Flachschuss Hüter Rask. Wenig später prescht Bryan Bickell zusammen mit Jonathan Toews am linken Flügel vor, Bickells Schuss, zwischen die Schoner gezielt, wird von Rask problemlos abgewehrt, Bickell kommt allerdings nochmals in Scheibenbesitz, fährt hinter dem Tor durch, legt den Puck in die Mitte, wo Matchwinner Patrick Kane steht und kurz entschlossen backhand hoch, unhaltbar einschoss. Nochmals Klasse gemacht. Die Gatorade Flasche auf dem Tornetz musste Rask danach hinter seinem Kasten suchen! Keine Tore mehr im mittleren Spielabschnitt.

    Die beiden Tore machten bislang den Unterschied in diesem fünften Finalspiel aus.

    Im letzten Drittel hatte Krejci und auf der Gegenseite Saad eine gute Chance, das Skore zu reduzieren, bzw. auszubauen. Aber es war Zdeno Chara vorbehalten, aus dem linken Anspielkreis, auf Pass von Krejci, mit einem Hammer auf Crawfords Fanghandseite das Anschlusstor zu erzielen. Wir schreiben die 44. Minute. Natürlich gab es weitere Chancen – durch Frolik, Kane, Kruger, Paille und in der Schlussminute zweimal durch Bickell – doch der Puck überquerte dabei die Torlinie nie.

    Als dann Rask seinen Kasten verliess, um einem weiteren Feldspieler für die Schlussoffensive Platz zu machen, traf Dave Bolland 13.6 Sekunden vor Schluss ins leere Tor und sicherte damit den Blackhawks den Sieg definitiv. Die Blackhawks führen somit im Stanley Cup Final mit 3:2 Siegen.

    Übrigens:
    - Schussverhältnis 32 : 25
    - Strafen 2 für CHI, 4 für BOS – keine Powerplay-, noch Shorthandertore
    - Im letzten Drittel spielte Kruger anstelle von Toews mit Bickell und Kane
    - Nächster Match Montagnacht in BOS

    Stanley Cup Final – Spiel 4

    BOS – CHI 5 : 6 (n.V.)

    Na also, die Chicago Blackhawks leben noch. Und wie!

    Sie starten überzeugend und bevor sich die Angriffsmaschinerie der Boston Bruins richtig in Bewegung setzt, eröffnen sie den Torreigen. Tyler Seguin befindet sich im Angriffsdrittel unweit der blauen Linie im Powerplay in Puckbesitz (Oduya sitzt in der Kühlbox). Eine kleine Unachtsamkeit Seguins und Saad rauscht inklusive Puck der Bande entlang davon, die gelb-schwarzen hinterher. Querpass auf den Slovaken Michal Handzus, der via Pfosten einschiesst. Sehr schön gemacht von den beiden Blackhawks. Verdiente Führung zu diesem Zeitpunkt.

    Nach einer Strafe wegen haken gegen Chicagos Duncan Keith kommen nun auch die Bruins auf Betriebstemperatur, schnüren mit einem Mann mehr die weissen ein. Ein Schuss Jaromir Jagrs prallt vom Pfosten zurück ins Feld. Goalie Crawford war die Sicht verdeckt, sein Gebet hat aber geholfen. Danach erneut erheblicher Druck auf die 4 verteidigenden Blackhawks. Und als es so aussieht, dass sie sich erneut ohne Gegentreffer aus der Umklammerung zu lösen vermögen, erfolgen zwei unglückliche Aktionen von Brendan Saad, der zweimal den Puck nicht aus dem Drittel bringt. Schliesslich landet die Scheibe bei Peverley, der in die nahe, sprich Fanghand-Ecke einschiesst. Crawford nicht auf dem Posten. Die kräfteraubende Verteidiungsarbeit forderte ihren Tribut. 1:1 nach knapp einer Viertelstunde Spielzeit.

    Zu Beginn des zweiten Drittels kamen die Bruins erneut zum PP spielen, doch diesmal wehrten Verteidigung und Goalie alle Skorversuche erfolgreich ab. Chicago geht erneut in Führung: Ein Kracher von Verteidiger Roszival wird von Toews Stock vor dem Tor noch leicht abgelenkt und der Puck zappelt im Netz. Toller Match jetzt, der hin und her wogt. Sharp fährt alleine auf Rask zu, doch der Goalie bleibt Sieger. Nun rückt Patrick Kane wieder mal in den Fokus: Ein Schuss von Bryan Bickell von links kann Rask auf den Knie abwehren, die Scheibe landet am rechten Flügel beim weissen 88er, der in gewohnt gekonnter Manier den Puck backhand über den hechtenden Finnen Goalie ins Tor lupft. Typisches Kane Tor; solche Möglichkeiten lässt er nicht aus. 1:3 bei Spielhälfte.

    Die Bruins können ein Powerplay nicht in Zählbares ummünzen. Das Offensiv-Spektakel hält an, beide Mannschaften spielen vorwärts, versuchen ihr Glück in der Offensive. Chicago stark verbessert gegenüber Spiel 3. Jeder scheint einen Tick mehr zu kämpfen, mehr Schlittschuh zu laufen. Sharp verpasst das Tor erneut alleine vor Rask. Nichts mit 1:4! Mit noch 5:17 im Mitteldrittel zu spielen vermag Milan Lucic im Slot stehend von Sharp (!) nicht am Torschuss gehindert zu werden, nun steht’s 2:3. Au weia Herr Sharp! Doch kurz darauf ist wieder weiss am Zug. Frolik tankt sich rechts durch, passt zur Mitte, wo Kruger mitgelaufen ist. Allein sein Schuss wird von Rasks Beinschoner abgeblockt. Doch Kruger schafft es, sich nochmals des schwarzen Streitobjekts zu behändigen, zieht es mit dem Stock backhand von hinter der Grundlinie zurück und schiesst forehand aus spitzem Winkel ein. Der Zweitorevorsprung ist wieder hergestellt. Powerplay Situation nun für Boston. Bickell muss raus. Und tatsächlich landet der Puck nochmals im Chicago Goal: Chara, der Hüne schiesst, der Puck jedoch zu hoch, prallt von der Glasscheibe in einem Bogen auf das Netzdach von Crawfords Kasten. Von dort hüpft das Hargummiding in den Torraum und Patrice Bergeron (wieder mal er) ist augenblicklich zur Stelle und vollendet. Kurz vor der 2. Sirene nochmals Riesenchancen für Boston zum Ausgleich, aber Crawford in dieser Situation makellos. Meine Herren, was für ein Drittel. Hätte man live sehen sollen! Es steht 3:4.

    Die Pace bleibt auch im dritten Drittel hoch. Toller Match. Es folgt Jagrs grosser Auftritt entlang der Bande im Angriffsdrittel. Er hat den Puck verliert ihn wieder, stürzt, erkämpft sich zusammen mit Bergeron den Puck zurück, passt ihn nach dieser starken Aktion zu Bergeron, der was macht? Ja klar, er studiert keinen Sekundenbruchteil, sondern haut einfach drauf. Und der Ausgleich ist geschafft. Super gemacht! Ein bisschen Wehmut überkommt mich, wenn ich denke, dass Bergeron ja auch bei uns hätte landen können während dem Lockout. Dustin Brown hätte in Lugano auch eher das kalifornische Klima wieder gefunden. Bref. Es geht weiter. Kane lanciert Bickell, der all sein Gewicht in seinen Slapshot legt. Rask kann das Geschoss nur leicht ablenken, ein Klingelton ertönt, die Querlatte lässt akustisch grüssen. Toews putzt Horton mit seinem Hockeystock die Nase und wird standesgemäss 2 Minuten aus dem Verkehr gezogen. Jagr trifft Keith unglücklich mit dem Stock im Gesicht – gleiches Vedikt auf der Gegenseite. Lucic versucht einen Pass an Kanes Schlittschuhen vorbei, doch das Schlitzohr riecht den Braten, nimmt den Puck in Besitz und schickt sich an das alles entscheidende Tor zu erzielen. Krejci interveniert mit dem Stock. Gemäss Schiri allerdings nicht regelkonform. Weitere 2 Strafminuten für Boston. Die Blackhawks also zuerst mit 4 gegen 3 und schliesslich noch 20 Sekunden mit 5 gegen 3 Feldspieler. Die Strafzeiten laufen aus, doch nach einem Schuss des diskreten (angeschlagenen?) Hossa schiesst Sharp (ufffa!) den Abpraller ins Tor. Chicago führt 4:5. 8 Minuten 41 bleiben noch zu spielen bis zum Ende des dritten Drittels.

    Boston gibt sich noch nicht geschlagen, im Gegenteil, sie kämpfen sich nochmals zurück: Johnny Boychuk kommt in Scheibenbesitz, nachdem praktisch sämtliche Feldspieler beider Teams an der linken Bande „versammelt“ waren. Der Weg zum Tor ist frei, Boychuk setzt zum Schlagschuss an, trifft optimal – im Golf und mit dem Driver hätte er den Golfball wohl an die 300 yards weit gehämmert – der Ball, ähhh der Puck schlägt zum dritten Mal auf Crawfords Fanghandseite im Tor ein. Wahrscheinlich sind nur Blitze schneller. Es steht wieder patt, 5:5. Die unsägliche Tubbeli-Tormusik ertönt erneut. Die Halle feiert. What a match! Es kommt zur Verlängerung. Zum dritten Mal in vier Spielen nota bene.

    Nach einer Minute im Zusatzend hätten die Boston Bruins durch einen Ablenker auch diese Partie beinahe auf ihre Seite gelenkt, doch Chicago und Crawford haben Glück. Danach versuchen Bergeron, Hossa, Oduya, Handzus mit Schüssen auf der einen, Seguin, Peverley und Marchand auf der anderen Seite ihr Glück, aber die Torleute lassen sich nicht überraschen. Bei einem Gegenangriff der Blackhawks macht der 44er Dennis Seidenberg keine gute Figur. Er lässt den Puck durch, Kane kommt an die Scheibe, schiesst, abgewehrt, das Rondell kommt im Gegenuhrzeigersinn zu Brent Seabrook, der einfach draufhält. Und tatsächlich findet diesmal der Puck den Weg ins Netz. Die Blackhawks jubeln, sie haben das Gegenbreak geschafft und den Sieg mit 5:6 an sich gerissen.

    Nun steht es nach 4 gespielten Matches – je 2 in CHI und BOS – unentschieden 2:2. Next one in Chicago on Saturday.

    Übrigens:
    Schussverhältnis 33:47

    Strafen 5 für BOS, 6 fü CHI (je ein PP Goal plus ein Shorthander für CHI)

    Zitat von Reto

    Irgendwie scho chli vill verlangt, vomene Fuessballer, dass er so öppis richtig chan. Ernschthaft jetzt.


    Ernschthaft jetzt, häsch aber nöd s'Gfühl, de Messi fülli sini Stüürerchlärig sälber uus? Oder er platzieri sis verdiente Gäld sälber irgendwo? Aber klar isch er für sini Stüüragaabe und Gäldplatzierige voll und ganz verantwortlich.

    Ussert Gäldbuesse, bzw. Nachstüüre wird's nüüt gäh.

    Zitat von Ari

    irgendein Fachmann hat nach seiner US Reise vor den Playoffs gesagt dass der Cup über die Bruins führe...:)


    Ari, das ist jetzt eben genau (einer) der zitierten............. Experten! ;o)

    Stanley Cup Final – Spiel 3

    BOS – CHI 2 : 0

    Tuukka Rask wieder mal mit einem Shutout. Verdienter Arbeitssieg der Bruins. Die Blackhawks waren dann am gefährlichsten und strebten das Tor am intensivsten an, als der Match schon beinahe zu Ende war. Pfostenschuss von Bickel in der letzten Spielminute.

    Bei der Analyse der beiden Tore fällt auf, dass sich Dave Bolland beim 1:0 nach einem Seguin Schuss von Daniel Paille aus dem Spiel nehmen lässt, wie ein Junior. Paille kommt, rechts vor dem Tor stehend, zum Schuss und Sekundenbruchteile später leuchtet bereits die rote Lampe auf. Kurz vor dem 2. Tor sitzt Bolland wegen eines Crosschecks auf der Strafbank. Doch bevor er wieder rein darf, muss Verteidiger Hjalmarsson für ein Beinstellen an Paille ebenfalls raus. Hjalmarsson foulte Paille, welcher unbebremst in Goalie Crawford prallt. Das anschliessende Gespräch der beiden verlief aber beinahe freundschaftlich. Allein im nachfolgenden Powerplay landete Boston das matchentscheidende 2:0. Der Druck war schon im Bolland PP da, nun wurde er noch grösser. Schliesslich fand ein perfekter Pass durch den Torraum Patrice Bergeron, der den Puck vor dem Einschiessen sogar noch stoppen konnte. Keine Chance für Hüter Crawford.

    Bei Chicago fehlt, wie es scheint, der Pfupf. Die Kraft nach vorne, die Ideen. Aber vor allem ist es die Power. Wie steht es mit den Kraftreserven? Toews und Kane blass. Die anderen von den Bruins Gegenspielern gut unter Kontrolle.

    Boston gewann gefühlte zwei Drittel aller Anspiele. Die Schussstatistik zeigt am Ende der Partie ein 35:28 Verhältnis. Strafen 17 min gegen die Bruins : 15 min gegen die Blackhawks mit dem erwähnten Powerplay Goal zum 2:0.

    Die Boston Bruins gehen also im Stanley Cup Final mit 2:1 Siegen in Führung und dürfen beim nächsten Match nochmals zuhause antreten. S'wird schwierig für CHI! Zu kompakt präsentiert sich BOS.

    Da no öppis zu de Thematik bezüglich mögliche Verlängerige bi den Wings. Im Fokus stönd de Brunner, de Dan Cleary und de Finn Valtteri Filppula:

    Quote:
    Valtteri Filppula, Dan Cleary and Damien Brunner will be free agents and the team must decide who they will re-sign.

    Brunner seems like the easiest choice of the three. In his first season in the NHL he played very well. He was third on the team with 12 goals during the regular season and had 26 points in 44 games this season.

    He also showed that he would not shy away in the playoffs. Over 14 playoff games he had nine points and a team-leading five goals. After a high-scoring career in Europe there was concern over if he could translate his game to North America. He proved that he could and the team will need to re-sign him.

    Unquote:
    Zum Cleary sägeds, dass er gueti PO gspillt heb und drum au en neue Vertrag verdiene würd.

    Hingäge verträteds d'Meinig, dass 5 Mio $ für de Filppula (das isch anschiinend s'Salär won er für sich wott) für die wenige Goal, woner die Saison gschosse heb, ganz klar z'vill seg und das mer ihm kän neue Vertrag me söll gäh.

    Zitat von Gysino

    streit 4 jahr by de flyers.

    https://forum.zscfans.ch/viewtopic.php?p=68995#p68995

    würd sägge bin en expert. :cool:

    amene 35 jährige en 4-jahresvertrag gäh mit wahrschinli emene 5 mio. cap hit...auweia.
    en wiitere scheiss vertrag für philly. sie mached das ja au no gern...buyout bryzgalov chunnt au no. :facepalm:


    Wär tatsächlich en Wundervertrag für de Streit. De "Blick" redt vu 5.5 Mio $ jährlich. Anderi Quälle gönd sogar i de Spanni vo 20 bis 28 Mio $ uus für die 4 Jahr. Wahnsinn, würkli. Aber hoffed mer doch, dass de Streit au en guete Gägwert defür bringt.

    Näbscht em Bryzgalov schiint au de Danny Brière uf de Buyout Lischte z'si. Und Grücht gönd ume, dass de Jonathan Bernier vo de Kings chämt. Würdi Sinn mache. Aber alles isch im Momänt no e chli vaag, da no nüt definitiv bestätiget isch.

    Mag de Peter Laviolette sit ich die TV Serie "24-7 Road to the Winter Classic Flyers-Rangers" gseh ha guet. Und de Claude Giroux findi en geile Spieler.

    Smart answer Mr. Bond.

    Habe heute Nachmittag an Ovechkin rumstudiert. Scheinbar hatte er seit Spiel 6 gegen die Rangers einen gebrochenen Fuss (Haarriss), als er einen Schuss blockte. Aber das einzige, was ihn zu jener Zeit interessierte, waren die PO; er wollte spielen und keine MRI. Das zeigt den Kämpfer. Aber es zeigt auch den Leader, den Captain. Und den WM Viertelsfinal mit Russland (gegen die USA) bestritt er danach ja auch noch.

    Ich hatte vor dem Lockout die Meinung geäussert, dass Ovechkin unter Umständen eine Luftveränderung gut getan hätte. Ein neuer Verein, eine neue Motivation. Aber wer hätte so viel Geld aufgeworfen, um ihn aus seinem Vertrag herauszukaufen? Doch wohl nur eine Franchise, in welcher er wieder der alleinige Leader und 'primus inter pares' gewesen wäre. Und das ist wohl genau sein Problem: ER muss es richten. Und alleine (was auch immer das heisst) kann er das eben gleichwohl nicht.

    In den PO wird alles noch schwieriger, denn dort bekommt er 'special treatments' im Sinne von Spezialbewachungen und Gegenformationen, die in erster Linie Tore von Ovechkin und seinen Sturmpartnern verhindern wollen. Und klar, je mehr er der Solostar ist, desto einfacher (wobei das Wort ja in diesem Zusammenhang lächerlich ist) wird es für die Gegner.

    Ovechkin ist ein Tausendsassa. Da gibt es nichts. Ein absolut hervorragender Eishockeyspieler und Goalskorer. Man führe sich nur ein paar seiner best-of Videos mit seinen Toren vor Augen. Da kommt einem teilweise das Augenwasser.

    Aber er hat eben auch defensive Schwächen, bzw. lauert unter Umständen bei einem Gegenvorstoss bereits wieder vorne, hofft auf eine Puckrückgewinnung, um dann in einer 1:1 Situation erneut einen Treffer zu erzielen.

    Ein solcher Spieler, wie Ovechkin einer ist, muss fast zwingend ein Egoist sein. (Musste lachen ob der Einschätzung von Jürgen Klopp über Alex Frei: "Kenne keinen grösseren Egoisten." Ähnlich wird wohl auch der Alex in Washington eingeschätzt werden, no doubt. Doch beide Alexen haben etwas, was jedem Kritiker den Wind aus den Segeln nimmt, nämlich die Fähigkeit Tore, viele Tore zu schiessen.

    Persönlich ziehe ich Teamsportler den egozentrischen Tormaschinen vor. Doch ändern werden die sich nicht. Es entspräche ganz einfach nicht mehr ihren Charakteren.

    Und so wird es wohl auch in Zukunft so sein, dass solche leuchtenden Sterne allemal viel Show, haufenweise attraktive und unattraktive Tore erzielen werden, aber dass Meistertitel nur mit überdurchschnittlichen Mitspielern möglich werden.

    Eine Ausnahme zu dieser Theorie gibt's aber im Mannschaftssport gleichwohl: Diego Armando Maradona sorgte beim SSC Napoli für Meisterehren. Er holte für den Club sogar den UEFA Cup. Und mit Argentinien den Weltmeistertitel. Ok, nicht ganz alleine, aber fast!

    Stanley Cup Final – Spiel 2

    CHI – BOS 1 : 2 (n.V.)

    Die Blackhawks starteten furios. Sie liefen viel und schienen in manchen Situationen wie einen Spieler mehr auf dem Eis zu haben. Schussverhältnis im ersten Abschnitt: 19:4. Standesgemäss resultierte in der 12. Minute die 1:0 Führung für die Platzherren. Sharp traf mit einem Schuss „durch 4 Spieler hindurch“ ins Netz. Mit diesem Resultat ging‘s in die erste Pause.

    Dann aber kamen die Bruins nach und nach besser ins Spiel, übernahmen das Spieldiktat, dominierten mehrheitlich. Eine Zweiminutenstrafe überstand Chicago noch unbeschadet, aber in der 35. Minute führte ein genialer Spielzug von Daniel Paille, welcher sich hinter dem gegnerischen Tor die Scheibe eroberte, einen Verteidiger leerlaufen liess und das Pässchen vor’s Tor spielte zum Ausgleich: Chris Kelly spitzelte den Puck ins Tor. Ausgeglichener Spielstand 1:1 nach zwei, aber auch nach drei Dritteln.

    In der Overtime hatten auch die Blackhawks die Chance den Sack zuzumachen, aber Rask blieb untadelig. Auch Crawford war zur Stelle, wenn’s brenzlig wurde.

    Schliesslich war es erneut Paille, der in der 74. Spielminute auch für die Entscheidung sorgte: Brandon Bollig verlor den Puck absolut unnötigerweise, Gegenangriff, Paille stand im Slot, schlenzte den Puck Richtung Chicago Tor, und der Puck prallte via Pfosten ins Netz zum Siegtreffer für die Boston Bruins. Lichterlöschen!

    Übrigens:

    Nathan Horton heute wieder dabei und, wie es schien, im Vollbesitz seiner Kräfte.

    Schussverhältnis, wie erwähnt, im 1. Drittel: 19:4.

    Schussverhältnis ab 2. Drittel bis zum Siegtreffer: 15 : 24 (!)

    Strafen: 2:3 – keine Powerplaytore

    Pfostenschuss Brad Marchand (BOS) in der 39. Minute

    Zitat von Iceman

    Komisch, beim Josi-Vertrag hiess es, die WM habe dabei keine Rolle gespielt, weil sich in Nordamerika niemand für die WM interessiere. Aber ob Simon Moser ins Camp der Predators eingeladen worden wäre bzw. Suri seinen Vertrag erhalten hätte OHNE die WM? Mag sein, dass die WM drüben das Sportpublikum nicht interessiert, aber die Klubtechniker offenbar doch ein klein wenig.

    Für mich war Josi in der diesjährigen Saison ein richtiger Steigerungsläufer. Je länger die Quali dauerte, je besser spielte er. Und klar, seine WM war, zumindest aus meiner Sicht 'outstanding'. Denke, dass er diesen Vertrag wohl auch ohne WM Auftritt erhalten hätte.

    Da bin ich mit dir absolut gleicher Meinung: Die Scouts und diejenigen, die den internationalen Hockeyspielermarkt sondieren, schauen sehr wohl auf die WM, bzw. waren dort sogar teilweise Zaungäste. Und deren Quali-Blätter mit den besten Noten der WM Akteure interessieren ganz Hockey Nordamerika, be sure.

    OK, Suri hat für sich im Match gegen Canada natürlich beste Eigenwerbung betrieben, indem er die 2 Penalties auf überzeugende Art und Weise versenkt hat. Und von jenem Spiel werden wohl sicher auch die NHL interessierten Amerikaner einige Bilder überspielt erhalten haben. Suri weiss nun aufgrund der Erfahrungen von Brunner, was er zu tun hat: 10 kg zunehmen und Kraft trainieren, Kraft trainieren, Kraft trainieren, Kraft.....

    Stanley Cup Final – Spiel 1

    CHI – BOS 4 : 3 (n.V.)

    Das war ja eine riesige Kiste zu Beginn des Stanley Cup Finals.

    Nach den offiziellen 60 Spielminuten und einem 3:3, gewannen die Blackhawks erst in der 3. Verlängerung – oder nach gut 52 Minuten Extratime – durch ein glückliches Tor. Verteidiger Rozsival schiesst, und der Puck prallt zuerst von Mitspieler 1(Bolland), dann von Mitspieler 2 (Shaw) ab und findet den Weg am machtlosen Bruins Goalie Rask vorbei ins Gehäuse.

    Das Schussverhältnis von 63 : 54 suggeriert ein überlegenes Chicago, doch die Musik machte eben zu einem grossen Teil während dieses Matches der Gast aus dem Osten. Die Sturmlinie mit Center Krejci und den Flügeln Horton und Lucic brachte ihre Superform aus dem Conference Final mit nach Chicago und zeichnete für eine 0:2 Führung (nach 21 Minuten) verantwortlich. 2 x war Milan Lucic der Torschütze, hervorragend assistiert von seinen Sturmpartnern.

    Doch das Lebenszeichen von Chicago nur etwas mehr als 2 Minuten später kam zum richtigen Zeitpunkt.

    Patrice Bergeron legte dann im 3. Drittel im Powerplay mit einem perfekt unter die Latte geknallten Puck nochmals vor, doch Chicago schaffte, wie erwähnt, den Gleichstand schliesslich doch noch. Unglücklich aus Sicht der Bruins der 3:3 Ausgleich: Oduyas Schuss, welcher das Ziel wohl verfehlt hätte, wurde von Bostons Nummer 21 (Verteidiger Ference) ins eigene Tor abgelenkt.

    Nun, Chicago hat während dieses Spiels sicher stets an den Sieg geglaubt und zu guter Letzt haben sie den auch eingefahren. Sehr spät zwar. Aber wer solche Schlachten siegreich beendet, geht gestärkt aus solchen Kräftemessen hervor.

    Genau das haben wir ja auch beim Conference Final zwischen BOS und PIT gesehen. Undiskutable 2 erste Ties aus Pittsburgher Sicht, aber in Spiel 3 und 4 waren sie gleichwertig, wenn nicht vielleicht sogar mit den um einen Hauch besseren Torchancen, als die Bruins - alleine sie verloren auch Spiel 3 und 4. Will sagen, dass es manchmal das eine Quentchen Eishockey-Glück eben gleichwohl braucht, um einen Playoffmatch zu gewinnen oder im anderen Fall zu verlieren.

    Und dieses Quentchen Eishockey-Glück war den Gästen heute in Chicago genau nicht beschieden. Aber sie kennen das ja selbst besten. Wenn z.B. ihr Hüter Tuukka Rask noch und noch die unmöglichsten Sachen, sprich ihm entgegen kommende Geschosse von schwarzen Hartgummi Scheiben, blockieren, abwehren oder ablenken kann und vorne eine Scheibe plötzlich ins Netz flattert, so ist der Playoff Match von einer Sekunde auf die andere siegreich beendet. Heute aber hiess der siegreiche Goalie Corey Crawford. Er war heute der Hexenmeister! Wahnsinn, was er alles gehalten hat!

    Lassen wir mal den Match der ersten 60 Minuten und das 3:3 beiseite und schauen auf die Extratimes: Da dürfen die Bruins zweimal Powerplay spielen (zweimal zu viele Blackhawks auf dem Eis! Waren da gewisse Leute nervös?), aber die roten lassen kein Tor zu. Ja klar, man müsste fairerweise auch noch anfügen, dass auch der eine Pfosten von Crawfords Gehäuse etwas gegen einen erneuten Boston Sieg hatte und im Weg stand. Und klar C.C. selbst!

    Klar spielt jedes Team in einer Playoff-Verlängerung, wo so lange gespielt wird, bis das Tor auf der einen oder der anderen Seite erzielt ist, vorsichtiger. Die Defense zählt dann logischerweise weit mehr, als in der normalen Spielzeit, wo ja ein Rückstand im Normalfall stets wieder aufgeholt werden kann. Aber jetzt kommt’s: In diesen 52 Minuten Verlängerungshockey kamen die Bruins zu 6 bis 8 Torchancen, die dieses Wort auch verdienen, die Blackhawks aber – gütig gezählt – zu maximal einer. Doch wer hat schliesslich gewonnen? Ja eben……

    Übrigens:
    Hätten die Akteure in der 3. Overtime noch 3:05 (ohne Tor) weiter gespielt, sie hätten in diesem Spiel den Rekord aller Stanley Cup Finalspiele in Sache ‚Längste Overtime‘ aufgestellt!

    Strafenverhältnis 3:3 (alle Bostoner Zweiminüter im 2. Drittel); insgesamt ein Powerplay Goal durch BOS

    Nathan Horton schied in der 2. Overtime verletzt aus und kam nicht mehr zurück.

    Quite liked their music during the game breaks with, amongst others, „Jumpin Jack Flash“ Stones, „Liquid Girl“ Aloan (hey Chicago, this is Swiss Music!), „Immigrant Song“ Led Zeppelin, AC/DC and more....