Und noch etwas aus dem Print-Tagi:
Die FCZ-Führung zeigt Härte
Von Peter Bühler
Trainingsfreier Dienstag gestrichen und interne Busse für Amine Chermiti.
Eigentlich hätten die FCZ-Spieler heute einen freien Tag geniessen können – wenn sie denn am Sonntag gegen Basel eine akzeptable Leistung geboten hätten. Das war nicht der Fall. Das 1:5 gegen den Meister war ein Debakel, für Präsident Ancillo Canepa eine «totale Bankrotterklärung» und für Sportchef Fredy Bickel schlicht «Arbeitsverweigerung». Als Konsequenz strich Bickel der Mannschaft den trainingsfreien Dienstag und kündigte an, dass nach Saisonende am 23. Mai für jede Übungseinheit, die bis dahin nicht mit vollstem Einsatz absolviert werde, ein Trainingstag angehängt werde. Er sagt: «Am 24. Mai hätten für die Spieler die Ferien begonnen, aber dann wird sicher noch trainiert. Und wenn nötig auch am 25., 26. und 27. . .»
Der Zorn des Sportchefs auf die Spieler hatte sich 24 Stunden nach der Blamage nicht gelegt, vorab sein Ärger über Chermiti war gross. Der Tunesier hatte durch wiederholtes Reklamieren seinen Platzverweis provoziert. Er wird von der Liga gesperrt und zusätzlich vereinsintern empfindlich gebüsst werden.
Ohne Aegerter – mit Zarate?
Die höchste Heimniederlage gegen den Rivalen aus Basel seit zehn Jahren führte den Verantwortlichen vor Augen, dass die Mannschaft auf die neue Saison verändert werden muss. Der neue Trainer Rolf Fringer fordert «möglichst viel frisches Blut». Damit ist neben den feststehenden Abgängen von Leoni, Barmettler, Gajic und Ramazotti wohl auch der Wegzug von Captain Aegerter beschlossene Sache. Gesucht wird vorab ein Mittelfeldspieler für die Seite sowie ein Stürmer. Der Argentinier Zarate von Red Bull Salzburg ist ein (teurer) Kandidat.
Verärgert über einzelne Vorkommnisse des Sonntags waren übrigens nicht nur die FCZ-Verantwortlichen, sondern auch ein beträchtlicher Teil der Fans. Die Zürcher Südkurve und die Muttenzerkurve Basel bezeichneten in einer gemeinsamen Medienmitteilung unter dem Titel «Solidarität statt Rivalität» den Polizeieinsatz ausserhalb des Letzigrunds als «völlig unverhältnismässig.»