Auszug:
Wer gehört zu den Attraktionen? Die Kader werden relativ kurzfristig zusammengestellt und können während des Turniers ergänzt werden. Aber bereits jetzt sind zwei der Top-10-Skorer der gegenwärtigen NHL-Qualifikation gemeldet, beide für Kanada: der Jungstar Macklin Celebrini (19, San Jose Sharks) sowie der Center Mark Scheifele (33, Winnipeg Jets). Ebenfalls für Kanada wird Gavin McKenna (18, Penn State / NCAA) auflaufen. Der College-Stürmer wird im NHL-Draft Ende Juni von den Toronto Maple Leafs an erster Stelle gezogen werden. Zu den grossen Namen zählt auch Aleksander Barkov (30) – der Finne ist der Captain der Florida Panthers, die 2024 und 2025 den Stanley-Cup gewannen. Er spielt die WM, obwohl er die gesamte NHL-Saison aufgrund einer Knieverletzung verpasst hatte. Beim Titelhalter USA ist Barkovs Teamkollege Matthew Tkachuk (28) das Aushängeschild – für ihn ist es die erste WM-Teilnahme.
Wer ist der Turnierfavorit? Kanada. Das Mutterland des Eishockeys will die Olympia-Enttäuschung mit der Finalniederlage gegen die USA vergessen machen und wartet bereits seit 2023 auf WM-Gold. Auf dem Papier stellen die Kanadier das klar beste Kollektiv. Auch mit den USA und Schweden ist zu rechnen. Schweden hat seit dem 2018 im Penaltyschiessen gegen die Schweiz errungenen Titel nie mehr den Final erreicht, was angesichts des enormen Potenzials (103 NHL-Profis) eine sehr bescheidene Bilanz darstellt. Es ist die Abschiedsvorstellung des Trainers Sam Hallam, der zu Genf/Servette wechselt und durch den ehemaligen ZSC-Trainer Rikard Grönborg ersetzt wird.