Posts by Larry

    Was ich nicht verstehe, ist dass Luki wie andere die Chance hat sich als zweiter Goalie aufzudrängen.


    Welche anderen (Goalies) meint Sven L? :/:nixwiss:

    Da sein Vertrag ausläuft (!) sind andere Goalies gemeint die seinen Platz bei uns einnehmen könnten in der nächsten Saison. Wer das sein könnte ist völlig offen.

    Hier nochmals den Text über unsere Goalies von Simon Graf:


    Im Tor zeigte Lukas Flüeler am Tag, an dem sein Goaliekollege und Konkurrent Ludovic Waeber einen neuen Vertrag bis 2025 erhalten hatte, eine tadellose Leistung. Pikant: Der Kontrakt des vierfachen Zürcher Meistergoalies läuft per Ende Saison aus. Sportchef Sven Leuenberger sagt dazu: «Flüeler hat wie andere die Chance, sich als zweiter Goalie aufzudrängen.»

    Dem 32-Jährigen, dessen Klasse unbestritten ist, der in jüngerer Zeit aber oft verletzt war, wurde vom Club fürs Sommertraining ein Personal Trainer zur Seite gestellt. Und dieser kümmert sich nun auch während der Saison individuell um Flüeler.

    Keine Bedenken, was die Fitness betrifft, haben die Zürcher bei Waeber. Doch ob der 25-Jährige tatsächlich das Format hat, um die Nummer 1 bei einem Spitzenclub zu sein, ist noch unklar. Leuenberger bezeichnet den Freiburger denn auch nicht als künftige Nummer 1, sondern sagt: «Mit Waeber werden wir in Zukunft ein gutes Goalietandem haben. Auch er weiss, dass wir zwei gute Torhüter haben werden. Und es ist an ihm, sich durchzusetzen. Waeber zählt sicher zu den fünf, sechs Goalies der nächsten Generation hinter Genoni und Berra. Und er ist ein lockerer Typ, kann gut mit dem Druck in Zürich umgehen.»

    Und Druck wird es geben. Die Erwartungen werden mit dem Umzug in die Swiss Life Arena im Herbst 2022 weiter steigen.


    Beschwingter Auftritt gegen Lugano

    So machen die ZSC Lions Spass

    Beim 5:2 über ihren Lieblingsrivalen Lugano spielen die Zürcher phasenweise gross auf. Und erstmals seit langem kommt im Hallenstadion Stimmung auf.

    Simon Graf
    Simon Graf (TA)

    Hoch hinaus: Akrobatische Einlage von ZSC-Stürmer Azevedo, um Luganos Schlegel auszuweichen.


    Hoch hinaus: Akrobatische Einlage von ZSC-Stürmer Azevedo, um Luganos Schlegel auszuweichen. Foto: Walter Bieri (Keystone)

    Ach, wie schön war es, endlich wieder einmal ein bisschen Stimmung im Hallenstadion zu erleben! Auf Lugano als Lieblingsrivalen ist eben doch Verlass. Sogar die Schmährufe der Anhänger der Bianconeri waren eine Wohltat für die Ohren. So viele Fans hatten sich letztmals Ende Februar 2020 in der Halle eingefunden, als das Coronavirus hierzulande erst eine dunkle Vorahnung war. 7657 Zuschauer klingt zwar noch nicht nach viel, aber vor den Eingängen entstanden vor dem Match lange Schlangen. Einen solchen Aufmarsch für ein Eishockeyspiel ist man sich nicht mehr gewohnt.

    Jene, die primär wegen der ZSC Lions gekommen waren, dürften wiederkommen. Denn die hochkarätig besetzte Mannschaft brachte ihre grosse Klasse für einmal auch aufs Eis und siegte letztlich ungefährdet 5:2. Eindrücklich war das Tempospiel im Startdrittel, das noch unbelohnt blieb, und wie schnell der Puck phasenweise zirkulierte.

    Doch nebst Filigrantechnikern wie Malgin oder Roe braucht es auch noch Stürmer mit direktem Zug zum Tor wie Quenneville. Der Kanadier traf acht Sekunden vor der zweiten Pause zum 3:1 und später zum 4:1 (50.) und sorgte dafür, dass die zuletzt wieder etwas überheblichen Zürcher nicht mehr zittern mussten.

    Im Tor zeigte Lukas Flüeler am Tag, an dem sein Goaliekollege und Konkurrent Ludovic Waeber einen neuen Vertrag bis 2025 erhalten hatte, eine tadellose Leistung. Pikant: Der Kontrakt des vierfachen Zürcher Meistergoalies läuft per Ende Saison aus. Sportchef Sven Leuenberger sagt dazu: «Flüeler hat wie andere die Chance, sich als zweiter Goalie aufzudrängen.»

    Dem 32-Jährigen, dessen Klasse unbestritten ist, der in jüngerer Zeit aber oft verletzt war, wurde vom Club fürs Sommertraining ein Personal Trainer zur Seite gestellt. Und dieser kümmert sich nun auch während der Saison individuell um Flüeler.

    Keine Bedenken, was die Fitness betrifft, haben die Zürcher bei Waeber. Doch ob der 25-Jährige tatsächlich das Format hat, um die Nummer 1 bei einem Spitzenclub zu sein, ist noch unklar. Leuenberger bezeichnet den Freiburger denn auch nicht als künftige Nummer 1, sondern sagt: «Mit Waeber werden wir in Zukunft ein gutes Goalietandem haben. Auch er weiss, dass wir zwei gute Torhüter haben werden. Und es ist an ihm, sich durchzusetzen. Waeber zählt sicher zu den fünf, sechs Goalies der nächsten Generation hinter Genoni und Berra. Und er ist ein lockerer Typ, kann gut mit dem Druck in Zürich umgehen.»


    Und Druck wird es geben. Die Erwartungen werden mit dem Umzug in die Swiss Life Arena im Herbst 2022 weiter steigen.

    Die ZSC Lions verlängern den Vertrag mit Goalie Ludovic Waeber um drei Jahre bis und mit Saison 2024/25.


    Ludovic Waeber stiess auf die Saison 2020/21 von Fribourg zu den ZSC Lions und absolvierte in seiner ersten Saison sogleich 46 Meisterschaftsspiele (37x Qualifikation, 9x Playoffs) für den Zett. Dazu kamen vier Einsätze im Swiss Ice Hockey Cup. In der laufenden Saison stand der 25-Jährige in drei Meisterschaftsspielen und zwei Partien der Champions Hockey League zwischen den Pfosten der Zürcher.

    «Wir vertrauen den vielseitigen Fähigkeiten von Ludo, die er eindrücklich unter Beweis gestellt hat. Mit der Vertragsverlängerung sorgen wir für Kontinuität auf der Goalieposition», freut sich Sportchef Sven Leuenberger. «Ludo als Jahrgang 1996 gehört zu jener Torhütergeneration, der die Zukunft gehört.»

    Für die Schweizer Juniorennationalmannschaft nahm Ludovic Waeber an zwei U20- und einer U18-Weltmeisterschaft teil.


    https://www.zsclions.ch/news/d…erung-mit-ludovic-waeber/

    Spitzenkampf. Lugano schlägt Zug, mit denen ist zu rechnen! Denke Chris Mc ist der richtige Mann um unter Palmen endlich wieder eine Leistungskultur einzurichten.


    Bin gespannt wie wir uns schlagen!

    The Columbus Blue Jackets have re-signed goaltender Elvis Merzļikins to a five-year, $27 million contract extension with an AAV of $5.4 million.


    :applaus::applaus::applaus:Elvis8)


    ZSC Lions: John Quenneville

    Eine skurrile NHL-Episode hat ihn nach Zürich geführt

    Für den ehemaligen Erstrundendraft der New Jersey Devils war eine Karriere in der besten Liga der Welt vorgesehen. Weshalb John Quenneville mit 25 Jahren nun bei den ZSC Lions spielt.

    Kristian Kapp
    Kristian Kapp (TA)

    Torjubel in Langnau: John Quenneville (rechts) feiert mit ZSC-Captain Patrick Geering.


    Torjubel in Langnau: John Quenneville (rechts) feiert mit ZSC-Captain Patrick Geering. Foto: Marcel Bieri (Keystone)

    Wenn es läuft, dann läuft es. John Quennevilles 6:1 am Samstag in Langnau hatte zwar keine Relevanz mehr, das Spiel war längst entschieden. Und dennoch dokumentierte der Treffer, wie hoch des Kanadiers Vertrauen in seine Fähigkeiten zu diesem Zeitpunkt war, mit welchem Selbstverständnis er die klitzekleine Lücke unter der Latte fand, die kaum grösser als der Puck selber war.

    Aber eben: Es lief an diesem Abend bei Quenneville, er hatte nach nur gut zwei Minuten das 1:0 erzielt, dort musste er nur noch einen Abpraller ins offene Tor einschiessen. Und so konnte er nach dem 6:2-Sieg schwärmen. Schwärmen vom Powerplay, das fünfmal erfolgreich war, auch wenn offiziell nur drei als Überzahl-Tore notiert wurden, weil zweimal der bestrafte Langnauer just im Moment des Torschusses aufs Eis zurückkehrte. Quenneville konnte auch vom «hochwertigen Talent» in dieser ZSC-Mannschaft schwärmen, von dieser Unmenge an Offensivpower.


    Und er konnte vor allem mitteilen, wie er sich mit jedem Spiel in der Schweiz besser fühle, wie er immer mehr lerne, mit diesem für ihn neuen Spiel auf dem grossen europäischen Eisfeld umzugehen. Denn in Quennevilles Karriere war kein Europa-Abenteuer eingeplant, schon gar nicht im Alter von nur 25 Jahren. Und doch spricht er von einer Chance, die er gern gepackt habe. Einer Chance, die ihm der ZSC nur offerieren konnte, weil er eine in dieser Saison letztmals praktizierte, umstrittene Regel ausnützt: Weil Pius Suter in der NHL spielt, aber auch einen gültigen Vertrag mit den Lions hat, darf der ZSC fünf statt vier Ausländer einsetzen. Mit Zug profitiert dank Grégory Hofmann ausgerechnet ein weiterer Grosser von dieser Klausel.


    Das skurrile Erlebnis mit Seattle

    Aber zurück zu Quenneville, der diesen Sommer endgültig an einem Scheideweg seiner Karriere angekommen war und sich wie in einem falschen Film vorkam. Das neue NHL-Team in Seattle stellte sein Kader zusammen, indem es von jedem Konkurrenten einen Spieler übernehmen durfte. Ihre elf besten Kräfte durften zwar alle vor einer Übernahme schützen, dennoch stand Seattle bei allen 30 Mannschaften genug namhaftes Spielermaterial zur Auswahl. Von den Chicago Blackhawks wählte es dennoch Quenneville. Er kommentiert diesen Vorgang wie fast jeder Beobachter der NHL: «Ich war völlig überrascht.»

    Bis heute kennt er die Hintergründe nicht. Einerseits spielte er letzte Saison auch wegen diverser Verletzungen keine einzige Partie in der NHL. Andererseits konnte er auch in der Farmteam-Liga AHL nur sporadisch ran und erzielte in sechzehn Spielen nur ein Tor – es war Quennevilles schlechteste Saison der Karriere. Es ging skurril weiter: Seattle bot ihm gar keinen Vertrag an, und so stand er plötzlich ohne Verein da. Einer, der vors Tor geht: Dieses von den ZSC Lions gesuchte Spielerprofil erfüllt John Quenneville nicht nur in dieser Szene gegen fünf Langnauer vorbildlich …


    Einer, der vors Tor geht: Dieses von den ZSC Lions gesuchte Spielerprofil erfüllt John Quenneville nicht nur in dieser Szene gegen fünf Langnauer vorbildlich … Foto: Marcel Bieri (Keystone)



    Er habe nach wie vor keine Ahnung, was hinter den Kulissen abgelaufen sei, sagt Quenneville. Aber auch das sei die Glitzerwelt der NHL: «Ein Business, in dem du als Spieler nicht immer alles mitbekommst.» Handfest war das Angebot aus Zürich, also nahm er es an. Den Lions gefielen seine Masse (188 cm / 86 kg), Sportchef Sven Leuenberger suchte nach seiner Analyse der Vorsaison generell Spieler, die physisch intensiv spielen und den Weg vors Tor nicht scheuen.


    5 Jahre AHL und die kleine Chance in Chicago

    Quenneville ist ein Erstrundendraft von 2014 der New Jersey Devils, vorgesehen war also eine gute Karriere in der besten Liga der Welt. Doch dann folgten fünf Jahre des Durchbeissens für den Flügelstürmer. Die Devils setzten ihn drei Jahre lang vorwiegend in der AHL ein, wo er stets ein dominanter Stürmer war. «Ich war ein All-Star in dieser Liga, ich sehe mich generell als hochwertigen Stürmer», sagt Quenneville selbstbewusst. Wenn er hin und wieder in der NHL randurfte, war aber nicht Nico Hischier sein Linienpartner. Die Devils schickten ihn in Defensivrollen aufs Eis.


    Die letzten beiden Jahre verbrachte Quenneville nach einem Transfer in der Organisation Chicagos, 2019/20 erhielt er in neun Spielen seine Chance auf eine NHL-Karriere. Er war zumeist Teil einer Linie mit 30-Tore-Stürmer Dominik Kubalik und Captain Jonathan Toews. Doch Quenneville traf nie, er verbrachte die meiste Zeit wieder in der AHL. Er spricht rückblickend erneut von «Business» und von «Logistik», auch in der NHL würden nicht immer die besten Spieler die besten Rollen erhalten. Denn als das sah er sich bis letzte Saison immer noch: als einen Spieler, gemacht für die beste Liga der Welt.

    Jetzt aber sei er happy, in Zürich zu sein. Als Teil eines Prozesses und eines Teams, das immer stärker werde und in dem er auch selber sich immer besser zurechtfinde. An die Karriere in Nordamerika denke er nicht mehr. Er wolle beim ZSC immer mehr lernen und am Ende der Saison den Pokal stemmen. Weil es am Ende im Eishockey ja um nichts anderes gehe

    Danke für den Matchbericht aus Fansicht!


    Das grösste Ärgernis ist für mich das Spiel gegen Ambri, jenes Ambri das nun gegen Ajoie abgeschossen wurde!


    Goalie Duell: Flüeler hat in der CHL gut gespielt, sein Vertrag läuft aus, er MUSS performen! Sollte er sich allerdings wieder verletzen sehe ich schwarz für einen guten Vertrag, sei es beim Z oder anderswo.


    Bin am Freitag gegen Lugano wieder dabei.

    Denis Malgin und die ZSC Lions – das ist eine Liaison, von der sich beide Seiten nur das Beste versprechen

    Mit dem Vierjahresvertrag in Zürich hat der Nationalstürmer die Karriere mittelfristig abgesichert und kann dank einer Ausstiegsklausel den NHL-Traum weiterverfolgen. Für die Lions passt Malgin genau ins Konzept: Mit Rückkehrern wie ihm können sie zeigen, was sie als Ausbildungsklub zu leisten imstande sind.


    Ulrich Pickel (NZZ) Im zweiten Anlauf wieder in Zürich gelandet: der Stürmer Denis Malgin, hier im Dress des Schweizer Nationalteams.

    Es war lange eine Hängepartie, wie es mit Denis Malgin weitergehen würde. Als Ende Juli das Eistraining begann, war noch nichts klar. Malgin weilte als Gast bei den ZSC Lions, aber einen Vertrag besass er nicht. Er hoffte auf eine Fortsetzung der Karriere in Nordamerika, doch es bot sich ihm keine interessante Perspektive. Malgin sagte, wenn er länger in der Schweiz bleibe, dann bei den Zürchern. Irgendwann aber musste Klarheit her. Etwa zwei Wochen vor Saisonbeginn ging der Lions-Sportchef Sven Leuenberger auf Malgin zu, um konkret über die Zukunft zu reden.

    Rückkehr im zweiten Anlauf

    Man war sich schnell einig, doch unterschrieben wurde nichts. Leuenberger und Malgin vereinbarten eine Deadline: das letzte Wochenende vor dem Saisonstart. Sollte er bis dahin keine Chance auf eine Rückkehr in die NHL sehen, würde er bei den Zürchern unterschreiben. Und so kam es, dass die ZSC Lions den Zuzug von Denis Malgin einen Tag vor Meisterschaftsbeginn verkünden konnten – es war perfektes Timing, um die Euphorie der Fans anzustacheln.

    Malgin ist ein Rückkehrer, der nun im zweiten Anlauf wieder bei den Lions gelandet ist. «Die ZSC Lions, das fühlt sich an wie Heimat und Familie. Hier habe ich alle meine Freunde», sagt er. Eigentlich hätte er schon vor einem Jahr für sie spielen können. Damals stand er bei den Toronto Maple Leafs unter Vertrag. Malgin wäre gerne nach Zürich gekommen, aber die Umstände sprachen gegen diesen Schritt. Die Situation aufgrund der Pandemie war unsicher und unübersichtlich, es war nicht klar, wann die NHL-Saison beginnen würde. Ausserdem war damals noch Pius Suter in Zürich, der auf sein NHL-Debüt in Chicago wartete und in der Schweiz einen gültigen Vertrag bei den Lions hatte.

    Dazu auch noch ein Engagement Malgins, das war ihnen zu viel. Er unterschrieb in Lausanne. Dort blieb er auch, denn Toronto hatte sich entschlossen, den Schweizer für die ganze Saison auszuleihen. Als Malgin dann in der Romandie gross aufspielte, mit 45 Punkten der beste Skorer war und im Play-off-Viertelfinal einer der gefährlichsten Zürcher Gegner, mangelte es nicht an Kritikern, die dem ZSC vorwarfen, zu zögerlich gewesen zu sein.

    Jetzt ist Malgin wieder da, wo seine Karriere lanciert wurde. Dass es ihn zum Eishockey verschlug, war kein Zufall. Sein Vater, Albert Malgin, kam 1993 aus Russland zum EHC Chur und zog drei Jahre später nach Olten weiter, wo er während Jahren ein hervorragender Stürmer in der Nationalliga B war. Nach dem Karriereende wurde er Trainer und betreut heute den EHC Seewen. Denis Malgins älterer Bruder Dimitri spielte für diverse Klubs in der NLB und stürmt heute bei den Pikes Oberthurgau. Denis Malgin besticht durch eleganten Laufstil, Übersicht und Spielintelligenz.

    1997 kam Denis Malgin in Olten zur Welt, begann beim EHC Biel zu spielen und wechselte 2010 zum Nachwuchs der GCK Lions. Zunächst pendelte er mit dem Zug von Olten nach Zürich, später bezog er eine Wohnung in der Gegend. Er lernte, früh auf eigenen Beinen zu stehen. Bei den Zürchern durchlief er alle Stufen, war in den Junioren-Nationalteams dabei, spielte für die GCK Lions und ab 2014 als 17-Jähriger auch für den ZSC unter Marc Crawford.

    Der Kanadier war angetan von diesem Teenager: auffallend elegant auf den Schlittschuhen, eine stupende Übersicht und Spielintelligenz, ein offensiver Spielmacher wie aus dem Bilderbuch. Die relativ bescheidenen Körpermasse (175 cm und 80 kg) störten ihn nicht. Nach zwei vielversprechenden Saisons mit den ZSC Lions wechselte Malgin 2016 zu den Florida Panthers in die NHL. Vier Jahre blieb er dort, es war keine schlechte Zeit. Malgin kann heute als 24-Jähriger auf 192 NHL-Partien zurückblicken (60 Punkte).

    Der Durchbruch blieb ihm aber verwehrt, er wurde in einem Spielertausch schliesslich nach Toronto transferiert – für Malgin ein schlechter Wechsel, im Starensemble der Kanadier blieb er auf verlorenem Posten. Den NHL-Traum hat er aber noch nicht aufgegeben. Sein Vertrag beim ZSC ist zweierlei: eine mittelfristige Existenzsicherung und ein Sprungbrett zurück. Für vier Jahre hat er unterschrieben, doch es gibt eine Klausel, die ihm jeweils per 15. Juli einen Wechsel in die NHL erlaubt.

    Er sprengt das Budget nicht

    Malgins Last-Minute-Transfer hat zu reden gegeben. Erstens, weil Spieler seines Kalibers nicht jeden Tag erhältlich sind. Und zweitens, weil solche Zuzüge ihren Preis haben. Das Image der Zürcher Geldsäcke, die jederzeit hemmungslos zuschlagen, wenn ein grosser Name verfügbar ist, hat sich einmal mehr bewahrheitet. Doch so einfach ist es nicht, wie Leuenberger betont. Malgins Lohn gehe nicht über das Budget hinaus. «Pius Suters Lohn war da immer noch eingerechnet», so der Sportchef. Als Suters Vertrag in Chicago auslief, war er faktisch wieder ein Lions-Spieler, denn sein Kontrakt mit dem ZSC läuft noch bis 2022. Der ZSC konnte damit rechnen, dass Suter zurückkommen würde. Also musste diese Lohnsumme sicherheitshalber für ihn bereitgehalten werden. Als Suter Ende Juli für zwei Jahre in Detroit unterschrieb, wurde das Geld für den Malgin-Zuzug frei.

    Was bringt dieser Transfer? Mehr Unberechenbarkeit im Angriff. Mit ihm haben die Lions drei offensive Linien, was nur wenige Teams von sich behaupten können. Malgin bringt noch mehr Tiefe, noch mehr Klasse ins Kader. Der Trainer Rikard Grönborg sagt: «Selbstverständlich habe ich die ganze Zeit gehofft, dass er bei uns unterschreibt. Er gibt uns mehr Optionen im Angriff und macht uns unberechenbarer.» Malgin sagt: «Ich hatte zwar eine Offerte von Toronto, aber dort hätte ich nicht oft spielen können. Ich bin erst 24, ich brauche viel Spielpraxis. Der Wechsel zum ZSC ist der beste Schritt für meine Karriere, um zu zeigen, was ich kann. Ich kann meine Mitspieler besser machen und will mehr Drive aufs Tor bringen.»

    Der ZSC will Lokalkolorit

    Die Causa Malgin hat noch eine übergeordnete Komponente. Transfers wie diesen machen die ZSC Lions am liebsten. Seit Jahren verfolgen sie die Strategie, möglichst viele Spieler aus den eigenen Reihen bei sich zu haben. Prominente Rückkehrer wie letztes Jahr Sven Andrighetto oder nun Malgin sind die Aushängeschilder, die zeigen, was die ZSC Lions als Ausbildungsklub zu leisten imstande sind. Und ab dem nächsten Jahr spielen sie in ihrer eigenen Halle in Altstetten, die ihnen dank Selbstvermarktung höhere Einnahmen bringen wird. Der Malgin-Transfer war eine Gelegenheit, die sich der Klub nicht entgehen lassen durfte – eine Win-win-Situation für die beiden Seiten.

    Es ist alles angerichtet für eine erfolgreiche letzte Saison im Hallenstadion. Malgin könnte eines der Puzzleteile sein, die letztes Jahr fehlten. Drei Spiele hat er absolviert und ein Tor und einen Assist beigesteuert. Momentan steht er dem Team nicht zur Verfügung. Die Siege gegen Ajoie und Langnau musste er vor dem Fernseher in Herrliberg verfolgen, wo er mit seiner Frau wohnt. Malgin fehlt krankheitshalber. «Es ist aber nicht Corona», wie er sagt. Gut möglich, dass er am kommenden Wochenende wieder fit ist. Mit der Genesung kann er sich die nötige Zeit ruhig lassen. Der ZSC kann es verkraften, wenn hin und wieder prominente Spieler wie Denis Malgin ausfallen


    Klare AngelegenheitDie ZSC Lions verstärken den Langnauer Frust

    Die Zürcher überfahren die Emmentaler vor allem dank effizientem Powerplay und gewinnen auswärts klar mit 6:2.

    Kristian Kapp
    Kristian Kapp

    Zürcher Lust, Langnauer Frust: Die ZSC Lions bejubeln das Tor zum 1:4.


    Zürcher Lust, Langnauer Frust: Die ZSC Lions bejubeln das Tor zum 1:4. Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)

    Für die SCL Tigers sind es schwierige Tage. 1:8 am Freitag in Bern, 2:6 am Samstag gegen die ZSC Lions. Zudem verloren die Emmentaler beim Derby Goalie Ivars Punnenovs nach einem Check gegen den Kopf durch Cory Conacher mit einer Gehirnerschütterung – ein Verfahren gegen den Berner Topskorer blieb aus. Die Langnauer können sich an diesem Wochenende also so richtig auf allen Ebenen nerven. Punnenovs wird mindestens eine Woche ausfallen.


    Bitter für Langnau: Die Kanterniederlagen sind an beiden Abenden alles andere als zwingend, in beiden Spielen sind sie mindestens 20 Minuten lang ebenbürtig, wenn nicht sogar leicht überlegen, bis beim Gegner plötzlich fast jede Torchance einen Treffer bedeutet. In diesen Momenten wiegt die Absenz Punnenovs’ besonders schwer.


    Das Zürcher Powerplay brilliert

    Die ZSC Lions sind an diesem Abend die perfekte Mannschaft, um einen bereits angeschlagenen Aussenseiter so richtig zu frustrieren. Auch mit den Ausfällen von Simon Bodenmann, Denis Malgin und Willy Riedi können die Zürcher problemlos vier gute NL-Sturmlinien stellen. Headcoach Rikard Grönborg kann vor allem zwei Powerplay-Quintette zusammenbasteln, die beide problemlos in jedem Team als Nummer-1-Formation durchgehen würden.

    Es ist auch vor allem das brillante Überzahlspiel der ZSC Lions, das den Unterschied ausmacht. Vier Powerplaytore werden notiert. Eigentlich sind es fünf, denn als Sven Andrighetto den Puck zum 0:2 unter die Latte haut, ist der bestrafte Langnauer erst seit zwei Sekunden wieder auf dem Eis. Es brennt vor Langnaus Tor: Die ZSC Lions machen im Powerplay Druck mit John Quenneville.


    Es brennt vor Langnaus Tor: Die ZSC Lions machen im Powerplay Druck mit John Quenneville. Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)

    Bei 5-gegen-5-Hockey müssen die Zürcher ihre individuelle Überlegenheit gar nicht so sehr in die Waagschale werfen. Es reicht, die Undiszipliniertheiten der Tigers zu bestrafen. Diese werden im Mitteldrittel immer häufiger, die Strafen sind meist Vergehen mit dem Stock. Michael Looslis Crosscheck in Yannick Webers Gesicht, das zu einem Restausschluss führt, ist Folge des immer grösseren Frusts bei den Tigers.

    Trotz des klaren Sieges ist es angesichts so vieler Powerplay-Möglichkeiten schwierig, die Leistung der Lions schlüssig zu beurteilen. Sie sind individuell deutlich besser besetzt, sie dürfen zudem wegen der «NHL-Abgang-Regel» dank Pius Suters Engagement bei Detroit fünf statt nur vier Imports einsetzen. Gerade bei solchen Duellen zwischen den Grossen und den Kleinen der Liga wirkt dieser Paragraph fragwürdig.

    Was das deutliche Resultat am Ende auch erklärt und für Langnau das Ganze definitiv zur unlösbaren Aufgabe macht: Nebst vielen Technikern wissen die Lions auch Arbeiter unter ihren Leistungsträgern. Der frühere NHL-Spieler Marcus Krüger zum Beispiel zeigt einmal mehr, welch smarter Boxplay-Spieler er ist und wie wenig es ihm ausmacht, Schüsse zu blocken oder andere «Drecksarbeit» zu erledigen.

    Das ist uns aufgefallen: Seit Anfang Januar hat er gefehlt, als er sich während eines Spiels eine Fraktur am Unterschenkel zuzog, die operiert werden musste. Gegen den Aufsteiger gibt Chris Baltisberger sein Comeback. Den kräftigen Flügel mit der Nummer 14 haben die Zürcher vor allem in den Play-offs vermisst, die physische Komponente, die er in ihr Spiel bringt, können die Lions immer gut gebrauchen. Dem 29-Jährigen gelingt das Comeback wunschgemäss, mit dem 3:0 noch im ersten Dritten reiht er sich unter die Torschützen ein.

    Hauptdarsteller an diesem Abend ist allerdings ein anderer: Sven Andrighetto. Mit zwei Toren und einem Assist versenkt er die Gäste fast im Alleingang. Sein Tempo, sein Schuss und seine Entschlossenheit überfordern die Spieler von Gary Sheehan Mal für Mal. Freilich bringt bei weitem nicht jeder Spieler der National League so viel Hubraum aufs Eis wie der überragende Zürcher, dennoch sieht man, dass sich die Equipe aus dem Jura noch nicht an den Rhythmus der höchsten Liga gewöhnt hat.

    34:20 beträgt das Schussverhältnis und 4:0 das Resultat nach zwei Dritteln, zwei Eckwerte, die einen guten Hinweis auf die Kräfteverhältnisse geben. Ajoie gibt trotzdem nicht auf und kämpft unverdrossen weiter – und der ZSC ist bekanntermassen gerne gnädig gegen die sogenannt Kleinen. Er baut ab, wird passiv und leistet sich eine Strafe nach der anderen. Und was wie ein Spiel aussieht, das längst gelaufen ist, erhält plötzlich noch einmal Spannung, oder zumindest einen Hauch davon. Ajoie verkürzt auf 4:2 und wirft in den letzten Minuten noch einmal alles nach vorne.

    Das reicht nicht mehr für ein drittes Tor, aber Respekt hat sich der Aufsteiger mit diesem couragierten Auftritt allemal verdient, während die ZSC Lions (einmal mehr) nur bedingt überzeugen. In den letzten 20 Minuten geben sie das Geschehen leichtfertig aus den Händen. Am Samstag geht es für sie in Langnau weiter. Ähnlich wie der HC Ajoie sind auch die SCL Tigers ein Underdog in der National League. Gegen sie hat der ZSC letzte Saison drei der sechs Spiele verloren. (Pickel/NZZ.)