Beiträge von Larry

    Wenn sie geile Play offs spielen verdienen sie doch den Titel?

    Die ganze Saison ein bisschen herumkügeln und nur in den PO's voll gehen? Eigentlich nicht! Wird aber wohl sowieso nicht passieren!

    Der ZSC oder auch Bern konnten in der Vergangenheit schlechte Qualis trotzdem mit dem Titel abschliessen. Das dies aber nicht Leistungsfördernd ist dürfte wohl jedem klar sein! Darum war es auch mal gut als wir vor drei Jahren die PO's verpasst haben! Das scheint aber schon wieder vergessen zu sein!

    Die Probleme der jungen Schweizer

    Warum das Schulsystem nicht für den Spitzensport gemacht ist

    Im Schweizer Eishockey spielen kaum Junioren auf höchster Profistufe. Das hat, wie die Masterarbeit Patrick von Guntens zeigt, auch mit dem schwierigen Zusammenspiel zwischen Spitzensport und Schule zu tun.

    Kristian Kapp
    Kristian Kapp (TA)

    Masterarbeit zur dualen Karriere im Schweizer Eishockey: Patrick von Gunten hat bei Nachwuchsverantwortlichen und Spielern nachgefragt.


    Masterarbeit zur dualen Karriere im Schweizer Eishockey: Patrick von Gunten hat bei Nachwuchsverantwortlichen und Spielern nachgefragt. Foto: Dominique Meienberg

    Als Patrick von Gunten in Biel ein Teenager auf dem Weg zum Eishockeyprofi war, gab es den Begriff «duale Karriere» noch nicht. Auf junge Sportler abgestimmter Schulunterricht hiess bei ihm, dass er nicht in den Turnunterricht musste, um mehr Zeit fürs Eishockey zu haben. Von Gunten schaffte es dennoch zum Nationalverteidiger, der 2013 WM-Silber holte.

    Von Gunten ist heute 37, er trat 2018 nach einer elf Jahre langen NLA-Karriere in Kloten zurück. Er arbeitet heute als Unternehmensberater, das Eishockey hat ihn aber nicht losgelassen. Vor eineinhalb Jahren schrieb er seine Masterarbeit «Duale Karriere im Schweizer Eishockey», die die Herausforderungen der 15- bis 19-Jährigen zwischen Schule und Spitzensport beleuchtet. Von Gunten sprach mit den Nachwuchsverantwortlichen aller National-League-Clubs und erhielt Feedback von 234 Spielern. Im «Eisbrecher», dem Eishockey-Podcast von Tamedia, erzählte er nun von seinen nach wie vor aktuellen Erkenntnissen. Hier kann das ganze Gespräch im «Eisbrecher»-Podcast mit Patrick von Gunten gehört werden.

    Die optimale duale Karriere sähe für Von Gunten so aus: Der Spieler teilt sich Schule und Sport im ausgeglichenen Verhältnis auf und kommt pro Tag mit acht bis zehn Stunden Aufwand durch. Das ist allerdings kaum möglich mit dem Schweizer Schulsystem sowie mit der Infrastruktur der Clubs. Das System variiert von Kanton zu Kanton. Und die NL-Clubs können normalerweise nur auf ein bis zwei Eisfelder zurückgreifen, die sie häufig auch noch mit anderen Sportclubs teilen. Auf U-20-Stufe kann darum kaum jemand Eistrainings vor 19.30 Uhr ansetzen. Wie wenige Eishallen in der Schweiz gesamthaft zur Verfügung stehen, zeigt der Vergleich mit Finnland, wo die Zahl mit fast 300 knapp sechsmal so hoch ist – trotz deutlich tieferer Einwohnerzahl.

    Es gehe nicht darum, das Schweizer Schulsystem zu kritisieren, sagt Von Gunten. «Es ist hervorragend und bietet ein sehr vielfältiges Ausbildungsangebot.» Allerdings habe es, kombiniert mit dem Sport, Nachteile. Eines ist das Fehlen von Einheitlichkeit: Von Gunten nennt 67 Schulen, die mit einem der NL-Clubs zusammenarbeiten – es gibt Clubs, die allein mit zehn verschiedenen kooperieren. Nur zwei Schulen haben das Label «Swiss Olympic Sport School», zehn weitere sind «Swiss Olympic Partner Schools». All das bedeutet für die Clubs einen grossen Koordinationsaufwand bei der Trainingsgestaltung.

    «Nur die zwölf Label-Schulen bieten eine spezifisch sportorientierte Ausbildung an», erklärt Von Gunten. Es sei zwar nicht so, dass Schulen ohne Label automatisch schlechtere Angebote anbieten würden. Allerdings hätten diese Institutionen keinerlei Verpflichtungen: «Es hängt dann von einzelnen Lehrpersonen oder der Schulleitung ab, wie weit sie den Kindern entgegenkommen.» Eine einheitliche Ausbildung ist so kaum möglich; Kinder, deren Eltern sich teurere Privatschulen leisten, können Vorteile haben. Auch Von Gunten stellt fest: «Eishockey könnte elitär werden.»


    Späte Trainings, wenig Erholung

    Die späten Trainingszeiten der Junioren sind ein Problem. Da sich viele häufig erst nach den Trainings um die Schularbeiten kümmern, leiden Schlaf und folglich Erholung darunter. Und das ausgerechnet in einem Alter, in dem sich der Körper der jungen Menschen noch in der Entwicklung befindet. Hier könnten oft auch simple Lösungen helfen, wie Von Gunten erklärt: «In Genf helfen Studenten als Lernhilfe den Nachwuchsspielern, die Zeit zwischen der Schule und dem Training am Abend zu überbrücken.»

    Das alles andere als einheitliche System sorgt zudem gerade am Ende der U-20-Stufe dafür, dass Spätzünder häufig auf der Strecke bleiben. «Der Sprung von den Junioren zu den Erwachsenen ist die schwierigste Übergangsphase», sagt Von Gunten. «Das sportliche Niveau wird ungleich höher und die Situation für die Jugendlichen zusätzlich erschwert, wenn sie gleichzeitig immer noch im Schulsystem sind.» Erwähnt haben will Von Gunten unbedingt jene, die diesen Sprung zum Profi nicht schaffen: «Damit diese beim Wechsel in die Privatwirtschaft bereit sind, ist ein gut funktionierendes System gerade für diese Mehrheit wichtig.» Nur zwei U-20-Spieler als echte Stammkräfte in der National League: SCB-Stürmer Joshua Fahrni …


    Nur zwei U-20-Spieler als echte Stammkräfte in der National League: SCB-Stürmer Joshua Fahrni … Foto: Claudio De Capitani (Freshfocus)



    All dies ist kein Vergleich zum Vorzeige-Ausbildungsland Schweden. Von Gunten spielte vor zehn Jahren selbst eine Saison bei Frölunda, nicht vergessen hat er die Nachwuchsspieler, die den Sprung zu den Profis schafften: «Der grösste Unterschied war körperlich: Sie waren rund 5 Zentimeter grösser und 10 Kilo schwerer als in der Schweiz.»

    Die Schweizer Clubs hören den Vergleich mit Schweden nicht gern, da sich das Schulsystem in einem Wohlfahrtsstaat nicht mit jenem in der Schweiz vergleichen lasse. «Frölunda zum Beispiel hat seine eigene Akademie und arbeitet mit einem Gymnasium, das alle jungen Sportler von Göteborg vereint», erklärt Von Gunten. Die Schulzeiten sind flexibler, Eishockey ist in den Schulalltag eingebunden, die Trainings am Abend sind deutlich früher zu Ende. Spätestens um 18.30 Uhr ist kein Nachwuchsspieler mehr in der Eishalle und hat vermehrt auch Zeit für sein Sozialleben.


    Die häufig chancenlosen U-20-Schweizer

    Auch so lassen sich also die (körperlichen) Unterschiede erklären, wenn die Schweizer U-20 an Weltmeisterschaften den Topnationen deutlich unterlegen ist. Oder warum in der National League kaum Junioren Stammspieler sind, auch in der aktuellen Saison nicht: Auf über 10 Minuten Eiszeit pro Spiel bei regelmässigen Einsätzen kommen nur Joshua Fahrni (Bern) und Simon Knak (Davos). «Wir können Schweden nicht kopieren», sagt Von Gunten. «Wir könnten aber Einzelnes übernehmen. Zum Beispiel mehr Coachs auf dem Eis haben.»

    Die Nachwuchsverantwortlichen der NL-Clubs sehen nur eine Systemänderung als Lösung für eine deutliche Verbesserung der dualen Karriere für Eishockeyspieler in der Schweiz. Diese aber ist utopisch, da sie wegen einer Sportart allein nicht erfolgen wird. Selbst für ein einheitlicheres System sieht Von Gunten schwarz: «Die Clubs machen zwar das Beste aus dieser Situation. Aber mit Schule, Clubs, Verband, Swiss Olympic und Kantonen prallen hier zu viele Interessengruppen aufeinander, ohne dass eine den Lead bei der Verantwortung übernehmen würde.»

    aber zwei sache sind schräg, dä Letzi-burger isch en scherz oder? zwei schibe bun und en trochne, lauwarme hamburger ohni sauce oder suscht öpis!

    Was Du häsch es gschafft öppis über z cho bi Langsam & Unmotiviert GmbH? Sauce, Gurken, Zwiebeln sind neben dem Stand zum selber nehmen! Selbst bei nur 8000 Zuschauern kann man in der Halbzeit nichts holen, Schlange ohne Ende. Wenn man früh dort ist geht es vor dem Spiel! Katastrophe! Bier trinke ich nur vorher und nachher beim Fiesta!

    Analyse zur ZSC-Krise

    Jetzt müssen die ZSC Lions auf Al Pacino hören!

    Die guten Ansätze sind nach der Olympiapause wie weggewischt. Die 1:3-Blamage in Ajoie könnte heilsam sein, wenn sie die Dringlichkeit der Situation vermittelt.

    Simon Graf
    MEINUNG

    Simon Graf (TA)

    ZSC Lions, quo vadis? Enttäuschte Gesichter nach der Blamage im Pruntrut.


    ZSC Lions, quo vadis? Enttäuschte Gesichter nach der Blamage im Pruntrut. Foto: Anthony Anex (Keystone)

    Was kann Coach Rikard Grönborg noch sagen, was seine Spieler nicht schon von ihm gehört haben? Man dachte eigentlich, sie hätten es endlich begriffen. Vor der Olympiapause arbeiteten sie sich kontinuierlich nach vorne, gewannen sie 11 von 13 Spielen. Selten mit brillantem Spiel, aber mit gutem Teamwork, einer soliden Defensive und Geduld. So, wie man im Eishockey meistens gewinnt. Denn dass allein die individuelle Klasse den Unterschied macht, ist selten. Eishockey ist ein Teamsport.


    Und nun das! Nach Peking sind die Zürcher wieder ins alte Fahrwasser geraten. Das 2:5 gegen den EV Zug war eine Lektion. Beim 4:3 gegen den HC Davos retteten sie das Powerplay und etwas Glück. Das 1:3 am Samstag auswärts gegen Ajoie war nun der Tiefpunkt – hoffentlich. Und es war bezeichnend, dass sich die Zürcher gegen einen aufopfernd kämpfenden Gegner mit Undisziplinertheiten in die Niederlage stürzten. Alle drei Gegentore fielen während Strafen gegen sie, und zwar teils wegen Strafen, über die man nur den Kopf schütteln konnte.


    Was ist los mit dieser Mannschaft? Derweil der EV Zug mit dem Selbstverständnis eines Meisters auftritt und über seine Gegner hinwegfegt, schaffen es die individuell ähnlich gut besetzten Zürcher immer wieder, sich ein Bein zu stellen. Durch ihre dritte Niederlage in den letzten vier Spielen rutschten sie nun wieder hinter Biel auf Rang 5 ab. Und auch wenn sie die direkte Playoff-Qualifikation kaum mehr verpassen dürften, so wird es doch langsam kritisch. Denn in nicht einmal vier Wochen beginnt das Playoff.

    Bis dann gilt es, wieder zu einer gewissen Stabilität zurückzufinden. Denn einfach so den Schalter umlegen, wenn es losgeht, das klappt nur selten. Zumal man bei dieser Mannschaft das Gefühl hat, hier sei eine Ansammlung von Einzelkämpfern unterwegs. Wenn es für sie läuft, spielen sie manchmal brillant auf. Wenn nicht, liegen bald einmal die Nerven blank. Und dann verstricken sich die Zürcher zusehends in Einzel- oder sogar Racheaktionen. Beides ist nicht zielführend.

    Zitat
    «Entweder gesunden wir, jetzt, als Team, oder wir sterben als Individualisten.»
    Al Pacino in «Any Given Sunday»

    Es ist davon auszugehen, dass Rikard Grönborg seine Spieler nach der Blamage in Ajoie wieder einmal auf diese Dinge hinweisen wird. Aber vielleicht hätte es eine grössere Wirkung, wenn er für einmal eine andere Stimme reden lassen würde: jene von Schauspieler Al Pacino. Dieser hielt als Coach Tony D’Amato im brillanten Footballfilm «Any Given Sunday» die wohl beste Motivationsrede der Hollywoodgeschichte. Er schliesst mit den Worten: «Entweder gesunden wir, jetzt, als Team, oder wir sterben als ­Individualisten.»

    Sterben wird niemand, es ist nur Sport. Doch wenn die ZSC-Cracks in diesem Winter noch etwas erreichen möchten, müssen sie sich endlich bewusst werden, dass sie das nur als Team schaffen werden. Mit meist unspektakulärer, beharrlicher Arbeit, mit Demut für die einfachen Dinge, Hand in Hand. Das ist für eine solch talentierte Mannschaft vielleicht schwer zu akzeptieren. Aber es geht nicht anders.


    American Football und Eishockey sind komplett verschiedene Sportarten, aber was sie eint: Man gewinnt nur zusammen. Und nur mit Aufopferung. Oder, wie es Al Pacino als Footballcoach vorgab: «In diesem Team kämpfen wir um jeden Zentimeter. In diesem Team reissen wir uns in Stücke für jeden Zentimeter. Wir kratzen mit unseren Fingernägeln um diese Zentimeter, denn wir wissen, wenn wir all diese Zentimeter zusammenzählen, wird das den verdammten Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen!»

    Die ZSC Lions stehen vor einer wichtigen Entscheidung: Wollen sie als Individualisten untergehen? Oder finden sie doch noch zusammen? Vielleicht hilft die Blamage in Ajoie, ihnen das vor Augen zu führen.

    Und zu Malgin … dass war eine kurze harmlose Schlägerei …

    Und es war richtig zu zeigen dass wir uns diesen Scheiss nicht mehr gefallen lassen … und hätte erwartet dass sich ein anderer Spieler um diesen Davoser kümmert….

    In der NHL wirst du schon verprügelt wenn du den Topskorer nur schon hart (aber fair) checkst! Und zwar innert Sekunden! Malgin wusste das er nicht gerächt wird und musste es (leider!) selber in die Hand nehmen! Gem. Tagi haben seine "Kollegen" sogar noch die Hände verworfen weil sie darum nicht Powerplay spielen konnten. Ist ja nicht das erste Mal das man nicht reagiert wenn ein Mitspieler unfair angegangen wird! Schwach!

    Schwierig vorstellbar, dass wir in den Playoffs gegen Zug eine Chance hätten. Für mich Meisterfavorit Nr 1.

    Zug mit Genoni für mich vor Fribourg mit Berra, die zwei müssten eigentlich den Final bestreiten.

    Würde heissen wir scheitern spätestens im Halbfinal. Man wird sehen....

    Habe das Spiel nicht gesehen, hier ist Hochsaison, werde den ZSC kaum mehr spielen sehen bevor ich im April zurück komme.

    Der Mann von der NZZ meinte das sei das schwächste Spiel von Kovar gewesen - kann das nicht beurteilen aber er sieht bei div. Toren nicht gut aus.

    Spannend wird sein, welcher Torhüter heute spielt nach dieser langen Pause. Ich denke da werden wir heute effektiv sehen, auf wen RG setzen wird.

    Kovar!

    ZSC Lions ohne Krüger (verletzt), Sigrist (krank), Andrighetto (gesperrt), Flüeler (überzählig), Capaul, Meier, Aeschlimann, Küng, Suter (GCK Lions), Morant (Saisonende).

    Für den FCZ kein Vorteil. Neue Besen und so....Spieler wollen beweisen das es nicht an ihnen lag, etc. pp.

    Auch wenn es nur ein Strohfeuer ist: Könnte ein blöder Zeitpunkt für den FCZ sein.

    Da verliert man zwei Punkte (bzw. man gewinnt einen!) und was mach YB? Verliert auch zwei!

    So MUSS man ja Meister werden!

    Noch 2x gegen Basel und 2x gegen YB - wenn man die Spiele nicht alle verliert ist schon viel gewonnen!

    Oder man macht im Fussball auch jedes Jahr eine WM und schaut, dass alle zwei Jahre im Mai oder im Oktober noch eine EM dazwischen passt, irgendwie. Dann wär's auch angepasst ;)

    Das versuchen die Tublen ja quasi!