https://www.watson.ch/sport/analyse/…ibourg-gotteron
Hier wird bestätigt was ich schon befürchtet habe - mit Fribourg ist zu rechnen!
Mein Fluch von 1980 (die werden nie Meister!) hat zwar bis heute gehalten![]()
![]()
https://www.watson.ch/sport/analyse/…ibourg-gotteron
Hier wird bestätigt was ich schon befürchtet habe - mit Fribourg ist zu rechnen!
Mein Fluch von 1980 (die werden nie Meister!) hat zwar bis heute gehalten![]()
![]()
Muss man abklären! Für tausend Stutz müssten wir doch sehr viele sein......
zahlsch für zscfans.ch 400 oder 1k?
Gueti Frag!
Das wär doch eigentlich mal wieder öppis, wo mer d'Pinnwändler chönnted verewige, mit ere Sammlig oder so.
Dänn chan au de Colin säge, dass er Teil devo isch
zscfans.ch - bin debi!
Darum geht es für die Schweizer in der Saison 2021/22: Nino Niederreiter und Kevin Fiala hoffen auf den grossen Zahltag, am anderen Ende der Skala kämpft Sven Bärtschi um einen Platz.

Kristian Kapp (TA)

Kevin Fiala bei den Minnesota Wild: Eine entscheidende Saison steht bevor.
Foto: Carl Sandin (Bildbyran/Freshfocus)
Am Dienstag startet die NHL-Saison, mindestens zehn Schweizer werden zum Einsatz kommen. Vor allem drei Stürmer stehen unter Druck. Zwei von ihnen, weil ihr Vertrag ausläuft und finanziell lukrative Verlängerungen winken. Und einer, der nach zehn Jahren Nordamerika nun um den Platz in der besten Eishockeyliga kämpft.
Doch gehen wir der Reihe nach und schauen auf alle Schweizer und ihre (Vertrags-)Situationen.

Mit dem C auf der Brust: New Jerseys Captain Nico Hischier in einem Testspiel gegen die New York Rangers und Stürmer Morgan Barron (links).
Foto: Bill Kostroun (Keystone)
Dieses Trio hat keine Sorgen, zumindest was die Verträge angeht. Flügelstürmer Timo Meiers Kontrakt in San Jose läuft noch bis 2023, er wird diese Saison 4 Millionen US-Dollar verdienen, nächste Saison sogar 10 Millionen. Center Nico Hischier bei New Jersey sowie Roman Josi in Nashville sind Captains ihrer Teams und haben unlängst langjährige Verträge unterschrieben. Der 22-jährige Hischier kassiert bis 2027 pro Saison 7,25 Millionen brutto, Josi bis 2028 gar 9,059 Millionen.
Sportlich sieht es weniger rosig aus. Josis und vor allem Meiers Arbeitgeber stehen für Clubs, die über Jahre zu den Mitfavoriten zählten, deren Erfolgskurven aber immer mehr nach unten zeigen und früher oder später wohl vor dem Rebuild, also dem grossen Umbau und einer Verjüngung des Kaders, stehen werden.
Bereits mitten in jener Phase steht der 22-jährige Hischier mit seinen Devils. Der Walliser führt zwar eines der jüngsten Teams mit vielen aufstrebenden Spielern an, doch es braucht dicke Geduldsfäden in New Jersey: Seit der Finalniederlage 2012 gab es nur noch eine Playoff-Qualifikation, in der nach Runde 1 bereits Schluss war.

Vertragsjahr: Nino Niederreiter blickt bei den Carolina Hurricanes einer bedeutenden Saison entgegen.
Foto: Gerry Broome (Keystone)
Kein Spieler liebt es, das sogenannte Vertragsjahr. Es ist die Zeit, wenn es neben dem sportlichen Erfolg mit dem Team eben auch um die Eigenwerbung geht und ein Spieler sich kaum eine persönlich schlechte Saison leisten kann. So wie für Nino Niederreiter bei den Carolina Hurricanes und Kevin Fiala bei den Minnesota Wild.
Niederreiters Vertrag, der ihm in den letzten fünf Jahren durchschnittlich 5,25 Millionen einbrachte, läuft nächsten Sommer aus. Der Bündner ist 29, gelingt ihm eine starke Saison, kann er wohl ein letztes Mal in seiner Karriere einen vielleicht noch besser dotierten Mehrjahresvertrag unterschreiben – am liebsten bei seinem aktuellen Team in Carolina, einem der besten Teams der Liga, das auch in dieser Saison zu den Titelfavoriten gehört.
Niederreiter ist Drucksituationen gewohnt, bereits vor einem Jahr musste er sich neu erfinden in seinem Spiel. 2019/20 war seine persönlich schlechteste Saison gewesen, der Churer musste einsehen, dass die Zeiten der grossen, schweren Stürmer in der NHL langsam zu Ende gehen und immer mehr Tempo und Beweglichkeit gefragt sind. So arbeitete er bereits letzten Sommer daran, leichter und agiler zu werden, inklusive Yoga. Zudem machte er Anpassungen an Schlittschuh sowie Stock.
Unter ganz anderen Umständen ist Fiala in seine aktuelle Vertragssituation geraten. Er konnte sich mit Minnesota diesen Sommer nicht über einen langen Vertrag einigen und unterschrieb nur für eine Saison – und für «bloss» 5,1 Millionen. «Bloss», weil Fiala mit 40 Skorerpunkten in 50 Spielen seine gute Vorsaison bestätigt und sich einen deutlich besser dotierten Vertrag erhofft hatte. Teamintern war nur der NHL-Neuling Kirill Kaprizov mit 51 Punkten in 55 Spielen produktiver, und der Russe konnte sich nun nach langen und zähen Verhandlungen über einen neuen Vertrag freuen, der ihm bis 2026 durchschnittlich pro Jahr 9 Millionen US-Dollar einbringen wird.
Nach diesem Kompromiss-Vertrag erhofft sich Fiala den richtig grossen Zahltag nun am Ende der neuen Saison. Der Flügelstürmer wird dafür seine offensiv starken Werte ein weiteres Mal mindestens bestätigen müssen. Und nach wie vor scheint es bei Minnesota leichte Skepsis zu geben, ob aus dem 25-jährigen Fiala einst tatsächlich jener komplette Stürmer wird, den sie sich erhoffen. An Skills und Talent mangelt es nicht, Fiala dürfte diesbezüglich der beste und spektakulärste Schweizer Stürmer sein. Ihn begleiteten in seiner NHL-Karriere indes stets kleinere und grössere Episoden, in denen seine Trainer ihm mangelnde taktische Disziplin und in seinem Spiel den Hang zu zu viel Risiko und Leichtsinn vorwarfen.

Unterstützung durch Ehefrau Laura und Söhnchen Callan: Sven Bärtschi kämpft in Las Vegas um einen Platz in der NHL.
Foto: Ronda Churchill (Keystone)
Niederreiter und Fiala kämpfen also um Millionenverträge, Sven Bärtschi hingegen nur noch um einen Platz in der Liga. Der Langenthaler wurde in den letzten beiden Saisons in Vancouver kaum mehr eingesetzt und wurde in die AHL abgeschoben. Dennoch hat Bärtschi noch nicht genug von Nordamerika und hat im Sommer bei den Vegas Golden Knights einen Zweiwegvertrag unterschrieben – dies bedeutet, dass er eine Stufe tiefer im Farmteam deutlich weniger verdient als in der NHL.
Bis am Sonntag kämpfte Bärtschi noch um einen Platz in der 4. Linie des NHL-Clubs, danach erfolgte die Abschiebung: Sofern ihn nicht unerwartet noch ein anderes NHL-Team verpflichtet, wird der Flügelstürmer die Saison im AHL-Team bei den Henderson Silver Knights beginnen. Silber statt Gold, das gilt hier nicht nur im Teamnamen. Im Farmteam im Vorort von Las Vegas beträgt Bärtschis Jahressalär 400’000 US-Dollar, im NHL-Team wäre es der reglementierte Mindestlohn von 750’000 Dollar.
Da von den Bruttosalären in Nordamerika für Steuern rund die Hälfte abgezogen wird, könnte Bärtschi im schlechtesten Fall, bei einer kompletten Saison in Henderson, also 2021/22 bloss 200’000 Dollar verdienen. Das sind rund 185’000 Franken, er verzichtet damit auf viel Geld. Bei einer Rückkehr Bärtschis in die Schweiz hätten sich alle Grossclubs die Finger geleckt und sich gegenseitig hochgeboten – ein Salär von 600’000 Franken aufwärts wäre für den Stürmer problemlos möglich gewesen und damit wohl mehr, als er selbst bei der eher unrealistischen Variante einer vollen NHL-Saison kassieren würde.
Eishockey in der Provinz in der Wüste Nevadas statt eines schönen Rentenvertrags in der Schweiz: Der 29-jährige Bärtschi kann unter den Schweizern in Nordamerika also durchaus als letzter Hockeyromantiker bezeichnet werden. Man muss dabei auch seine Karriere berücksichtigen. Seit Bärtschi 2010 mit 18 Jahren in Portland in Kanadas Juniorenliga sein Übersee-Abenteuer begann, wurde er mehr und mehr heimisch in Nordamerika. Portland, wo er seine Ehefrau Laura kennen lernte, wurde auch zu seiner Heimat – er kehrt seit Jahren auch im Sommer kaum noch in die Schweiz zurück.

Neuer Arbeitgeber: Pius Suter spielt in seiner zweiten NHL-Saison für die Detroit Red Wings.
Foto: Paul Sancya (Keystone)
Zwischen diesen Extremen finden wir fünf Schweizer, die sich in erster Linie gute Rollen erhoffen, in Teams, die wenig Aussicht auf sportlichen Erfolg haben: Pius Suter, Dean Kukan, Grégory Hofmann, Jonas Siegenthaler und Philipp Kurashev. Stürmer Suter ist in seinem zweiten Nordamerika-Jahr in Detroit und damit einem der schwächsten NHL-Teams gelandet. Die 3,25 Millionen, die er pro Jahr bis 2023 kassiert, dürften die zu befürchtenden Niederlagen versüssen, genauso wie die Aussicht auf viel Eiszeit. Suter gefiel in den Testspielen mit guten Leistungen.
Kukan (28) erhält in seinem sechsten Jahr in der Organisation der Columbus Blue Jackets die letzte Chance, unbestrittene Stammkraft in der Abwehr zu werden. 2 Millionen verdient Kukan, so viel wie noch nie in seiner Karriere. Gleich alt ist sein Schweizer Teamkollege Hofmann, der sein Nordamerika-Abenteuer mit einem 900’000 US-Dollar schweren Einjahresvertrag in Angriff nimmt. Die Bandbreite beim früheren Zuger Stürmer ist gross, nichts ist auszuschliessen: weder der Durchbruch mit toller erster NHL-Saison noch die Demotion ins AHL-Team.
Siegenthaler ist in New Jersey Teamkollege Hischiers, ausgestattet mit einem Vertrag bis 2023, der ihm pro Saison 1,125 Millionen US-Dollar einbringt. Der Verteidiger nimmt nach fünf Jahren in Washington einen zweiten Anlauf, sich als NHL-Stammspieler zu etablieren. Der 21-jährige Stürmer Kurashev schliesslich steht nach seiner überraschend guten ersten NHL-Saison in Chicago vor dem Jahr der Bestätigung.
Die Saison in ihren AHL-Teams beginnen die drei Verteidiger Janis Moser (Arizona), Tobias Geisser (Washington), Tim Berni (Columbus) sowie Goalie Akira Schmid (New Jersey) in seiner ersten Profisaison. Die realistischsten Chancen auf baldige NHL-Einsätze hat der frühere Bieler Moser.
Eishockey: Hofmanns NHL-Debüt rückt näher
Das NHL-Debüt von Nationalstürmer Gregory Hofmann rückt näher. Der 28-jährige Bern-Jurassier, der den EVZ im Sommer Richtung Nordamerika verliess, hat den letzten Cut überstanden und gehört zum 23-Mann-Kader, mit dem die Columbus Blue Jackets am Donnerstag gegen Arizona in die Saison starten. Gleiches gilt für den 28-jährigen Zürcher Verteidiger Dean Kukan.
Dürfte bald zu seiner Premiere in der besten Liga der Welt kommen: Gregory Hofmann (l.).
Foto: Keystone
Schlechte Nachrichten gabs hingegen für Sven Bärtschi. Die Vegas Golden Knights setzten den 29-jährigen Langenthaler auf die Waiver-Liste, was bedeutet, dass die anderen NHL-Clubs 24 Stunden Zeit haben, den Vertrag des Stürmers zu übernehmen. Passiert das nicht, muss Bärtschi den Gang in die AHL zu den Henderson Silver Knights antreten.
Für den Berner Akira Schmid beginnt die Saison definitiv in der AHL. Die New Jersey Devils parkierten den 21-jährigen Goalie bei den Utica Comets. (kai)
Grönberg betont ja in den Interviews stets, dass wir ein technisches und läuferisches Hockey spielen. So weit noch ok.
Gestern war aber nicht zum erstenmal zu sehen, dass es ohne Körperspiel nicht geht, selbst gegen die schlechtesten Teams der Liga nicht. Und in den PO's schon gar nicht. Zwei Beispiele: Quenneville und Azevedo. In den ersten Spielen der Saison zwei echte Kampfhunde, mittlerweile bestens ins Team der mitfahrenden und puckschiebenden Fraktion integriert. Zudem Spieler wie C.Balti noch nicht auf dem Level, um diese Lücke auszustopfen. Da muss mehr kommen, mit Talent alleine gewinnt man keine Meisterschaften.
In Bezug auf die Torhüterposition hat Flüeler massiv aufgeholt und das ist gut so.
Gut gesehen!
Die zwei Gesichter des ZSC innert 24 Stunden - ein Wahnsinn!
Leider haben alle Recht bekommen die dem Spiel fern geblieben sind!
Geht es so weiter wird es noch viele Spiele vor magerer Kulisse geben!
Grönborg hat es auch im dritten Jahr noch nicht geschafft die Truppe auf solche Spiele einzustellen.
Gestern war auch noch der falsche Mann im Tor. Flüeler ist heiss, er sollte m.E. mehr spielen, war aber back-to-back darum ok.
Schiris: Die Auslegung der Regel bei Torhüterbehinderung wird in der Schweiz extrem kleinlich gehandhabt! Ganz sicher nicht im Interesse der Zuschauer!
Positiv: Es ist erst Oktober. Diese Saison wird der Meister der nach dem Olympia Break wieder in die Gänge kommt!
So lief das Spiel: Die SCL Tigers als Zürcher Angstgegner zu bezeichnen, ist mittlerweile nicht mehr vermessen. Die Teams liegen qualitativ meilenweit auseinander, doch es ist bemerkenswert, erstaunlich oder ganz einfach unbegreiflich, welche Probleme der Emmentaler David dem Zürcher Goliath immer wieder bereitet – nicht nur der drei ZSC-Niederlagen aus der letzten Saison wegen.
Für Langnau gilt: Es muss alles stimmen, damit ein Coup gegen diesen auf dem Papier haushoch überlegenen Gegner gelingt. Im September anlässlich der ersten Saison-Begegnung war das nicht der Fall, Ivars Punnenovs, der Goalie, fehlte verletzt, und die Tigers gingen zu Hause sang- und klanglos unter. Im Hallenstadion war Punnenovs wieder dabei, und mit ihm zeigten die Emmentaler ein anderes Gesicht. Als Folge davon spielte sich auf dem Eis das bekannt zähe Ringen ab – aufsässige und unermüdliche Aussenseiter mögen die verspielten ZSC-Individualisten nicht.
Nach 35 Minuten ging Langnau zum dritten Mal in Führung: 3:2. Diese Anzahl Gegentore erhielten die Zürcher in den Spielen gegen Freiburg, Bern und Biel zusammen. Wären sie mit der gleichen Ernsthaftigkeit wie am Freitag beim 5:1 in Biel ans Werk gegangen, hätten sie vermutlich einen ebenso klaren Sieg herausgespielt. Doch das ist ihr Problem: Gegen die Teams vom Tabellenende fühlen sie sich zu sicher, ganz egal, wie oft sie schon eines Besseren belehrt wurden. Eine Lernkurve im richtigen Umgang mit den Underdogs der Liga war auch an diesem Abend nicht im Ansatz zu sehen – wie schon am 10. September bei der Overtime-Niederlage gegen Ambri.
Und so kam es, dass für Langnau wieder einmal alles stimmte. Der Aussenseiter profitierte vom lauwarmen Effort der Zürcher, die aufspielten, als wäre ihnen nicht bewusst, dass eine mässige Leistung meistens nicht reicht. Selbst mit einer Fünfminutenstrafe gegen die Tigers vermochte der ZSC nichts anzufangen, sein Powerplay blieb den ganzen Abend über eine Farce – das 0:1 hatten die Tigers in Unterzahl erzielt. Und die Schlussphase mit sechs Zürchern gegen vier Langnauer setzte der Lions-Blamage die Krone auf: 2:4.
Bei aller individuellen Klasse: Wie ein kompaktes Team treten die ZSC Lions noch zu selten auf. Niederlagen wie diese zeigen, wie weit ihr Weg noch ist, bis sie sich als ernsthafter Herausforderer des Meisters EVZ fühlen dürfen. (pic./NZZ)
In der Halle / Bar dabei!![]()
![]()
Es gibt sie noch, die Leckerbissen auf den Schweizer Eisfeldern. Der Überflieger aus Biel und sein Verfolger aus Zürich liefern sich einen hochstehenden Match, dem es an nichts fehlt.
Auch den Experten im MySports Studio, Helfenstein und Walser, hat das Spitzenspiel gefallen! Nur Rottaris im ollen SRF glaubte das Spiel madig machen zu müssen. Tritt endlich ab!
So lief das Spiel: Es gibt sie noch, die Leckerbissen auf den Schweizer Eisfeldern. Der Überflieger aus Biel und sein Verfolger aus Zürich liefern sich einen hochstehenden Match, dem es an nichts fehlt.
Der EHC Biel vergibt die Chance auf den Sieg in der ersten Spielhälfte, als er acht Minuten in Überzahl ergebnislos verstreichen lässt – eine seltene Schwäche eines Teams mit sonst brandgefährlichem Powerplay. Auf der anderen Seite verdienen sich die Zürcher den Sieg mit einer felsenfesten Defensive. Dies ist das Fundament, auf dem sie im Laufe des Spiels ein Tor an das andere reihen.
Schon in den Partien zuvor zeigten sich die Lions als sattelfest in der Abwehr, doch im Unterschied zu den 0:1-Niederlagen in Freiburg und gegen den SCB sind sie diesmal auch kaltblütig. Fünf verschiedene Zürcher treffen, was für ihre Breite im Angriff spricht. Und hellwach sind sie ebenfalls. Nach Alexander Yakovlenkos 1:2 dauert es nur 33 Sekunden, bis Denis Hollenstein die beruhigende Zweitore-Führung der Lions wiederherstellen kann.
Dieser Auswärtssieg ist ein Gradmesser für die Zürcher, sie haben den Härtetest im Seeland mit einer reifen Leistung bestanden, während Biel die zweite Heimniederlage der Saison kassiert. Neben der Kaltblütigkeit gibt es noch einen Unterschied zwischen Biel und Zürich: In Lukas Flüeler hat der ZSC den besseren Torhüter, ihm gelingen einige hochstehende Paraden. Aus den letzten vier Spielen, in denen Flüeler als Nummer 1 im Tor stand, resultierten vier Siege. (pic./NZZ)
Dank eines späten Torreigens siegen die Zürcher in Biel letztlich souverän 5:1. Doch die Basis ist ihre erstaunlich solide Defensive.

Simon Graf (TA)

Schon wieder Tor: Die ZSC Lions bejubeln das 4:1 Malgins in Biel.
Foto: Peter Schneider (Keystone)
Andrighetto, Roe, Malgin, Azevedo, Hollenstein, Quenneville und wie sie alle heissen. Wer an die ZSC Lions denkt, der denkt vor allem ihre offensive Power. Doch die Kreativspieler in der Offensive haben sich noch nicht so recht gefunden. Manchmal hat man das Gefühl, die Zürcher bräuchten zwei Pucks und nicht nur einen, damit sich alle verwirklichen könnten. Dafür haben die ZSC Lions nun eine Tugend entdeckt, die nicht auf den ersten Blick mit ihnen in Verbindung gebracht würde: grundsolides Defensivspiel.
Beim Spitzenkampf in Biel liessen sie zum dritten Mal in Serie höchstens ein Gegentor zu. 0:1 gegen den SC Bern, 1:0 gegen Mlada Boleslav in der Champions League und nun ein 5:1 gegen den entthronten Leader. Das Resultat ist zwar zu hoch, die Basis aber wie schon in Tschechien eine starke Abwehrleistung. Mit nur 23 Gegentoren in 11 Meisterschaftsspielen, knapp 2,1 pro Partie, verteidigen die Zürcher bisher am besten in der ganzen Liga.
In Biel deutete allerdings anfänglich nichts auf einen ungefährdeten ZSC-Sieg hin. Die Bieler, durch ihren erstaunlichen Saisonstart und zuletzt eines 4:2 gegen Zug in ihrem Selbstvertrauen gestärkt, starteten temporeich und dominant in die Partie. Die Lions wurden oft in ihrer Zone eingeschnürt und wussten sich immer wieder nur mit Fouls oder unerlaubten Befreiungsschlägen übers Plexiglas zu helfen.
Sie handelten sich Strafe über Strafe ein, vermochten sich in Unterzahl aber schadlos zu halten. Und in der 27. Minute stellte Sigrist mit dem 1:0 nach einem beherzten Vorpreschen Hollensteins und eines schönen Backhandpasses von Krüger das Geschehen auf den Kopf. Die Bieler trauerten fortan ihren verpassten Chancen nach wie ein Tenniscrack seinen ungenutzten Breakmöglichkeiten und kassierten durch Pedretti (34.) das 0:2. Und nachdem Jakowenko (42.) mit dem 1:2 die Hoffnung kurz zurückgebracht hatte, leitete Forster nur 33 Sekunden mit einem fatalen Fehlpass auf Hollenstein das 1:3 ein.
Der Widerstand der Seeländer, die mit Haas, Hofer, Sallinen und Hischier vier Leistungsträger im Sturm vermissten und Verteidiger Lööv schon früh verloren, war damit gebrochen. Malgin (53.) und Krüger (54.) durften das Skore noch erhöhen. Die Spitze der Liga ist damit zusammengerückt, mit Fribourg als neuem Leader und Biel, den ZSC Lions, Zug und Davos nur maximal vier Punkte zurück.
Eine Gala der Zürcher war das 5:1 in Biel nicht, aber es bestärkte sie darin, dass man auch mit einer soliden Defensive Spiele gewinnen kann. Und mit einer solchen, und nicht primär mit der Offensive, gewinnt man ja bekanntlich Meisterschaften.
Ist das jetzt auch ein hoher Stock wenn der Gegner am Boden sitzt? Was wenn er am Boden liegt?..
Du must deinen Stock immer kontrollieren können. Wenn er im Gesicht des Gegners landet gibts 2 Minuten.
Herrlich! Malgin, endlich! Jetzt wird der Leader demontiert! Grande ZSC!😎
Bin bis jetzt beeindruckt!
<p>Strafe von Phil total unnötig, aber praktisch auch schon abgelaufen. Den Sieg jetzt nach Hause bringen.</p>