Beiträge von Larry

    Aus meiner Sicht dürfte man den Fred auch gerne bald mal schliessen & wieder zu dem zurückkehren, so wie es vor knapp 20 Monaten war: ein Forum mit Sportthemen…

    Gruess, Ralf

    Du hast ihn damals eröffnet!:twisted:Aber ja, wäre längst überfällig! Der Fred ist ein Spaltpilz hier im Forum so wie das Thema unsere Gesellschaft eben auch spaltet. Ich bin längst auf dem Sprung weg hier, was mich noch hält sind rund 23 Jahre Geschichte hier und all die Leute die ich persönlich kenne.

    Ich hoffe, dass dä Sponsorevertrag mit "hrs" bald mal uslauft!

    Sie bauen die neue Halle und sie bauen das neue Fussballstadion (wenn es dann mal kommt...), schau Dir mal die Projekte an die sie haben/hatten! Denke die bleiben! Aber ich weiss scho was meinsch.....:mrgreen:

    Ex-Hockeyprofi Roman Wick

    Nun sucht er die Autos für den «Tatort» aus

    Im Frühjahr trat Roman Wick mit 35 zurück, jetzt lebt der langjährige ZSC-Stürmer seine Kreativität anders aus. Er macht ein Praktikum als Set-Designer und erfindet Escape-Rooms.

    Simon Graf
    Simon Graf
    Publiziert heute um 18:57 Uhr


    «Werde ich jemals wieder eine solche Leidenschaft finden?» Roman Wick und die bange Frage des Ex-Profis.


    «Werde ich jemals wieder eine solche Leidenschaft finden?» Roman Wick und die bange Frage des Ex-Profis. Foto: Urs Jaudas

    Man hörte nichts mehr von Ihnen, seit die Corona-Saison zu Ende ging. Mitte Mai hiess es, Sie würden keinen Vertrag mehr erhalten bei den ZSC Lions. Sind Sie nun zurückgetreten?

    Ja, es ist definitiv vorbei. Als wir im letzten August nicht einmal wussten, ob und wie lange gespielt würde, machte ich mir schon meine Gedanken. Wäre die Saison abgebrochen worden, hätte ich gesagt: Okay, Energie hätte ich noch für eine Saison. Aber sie wurde dann ja gespielt. Körperlich kostete diese Corona-Saison genauso viel Energie, und ich kann den Alterungsprozess nicht anhalten. Also war es das.

    Sie sind gerade locker hochgesprintet in unser Podcast-Studio im fünften Stock. Fit scheinen Sie noch zu sein.

    Das ist für mich jetzt sogar einiges lockerer. Sonst fehlte mir jeweils die Energie nach den Trainings. Da bist du immer müde. Vor allem während des Sommertrainings, wenn du zweimal täglich trainierst.

    Fast alle zurückgetretenen Spieler sagen, am meisten würden sie das Sommertraining vermissen. Ist das bei Ihnen also auch so?

    (lacht) Ja, extrem. Nein, am meisten vermissen werde ich das Playoff. Das Adrenalin, die wichtigen Spiele, ausverkaufte Stadien, die Zeit, wenn alle über Eishockey reden. Das werde ich extrem vermissen. Das Sommertraining sicher nicht. Und auch die 52 Qualifikationsspiele nicht. Es zieht sich schon recht hin.

    Eigentlich wollten wir uns letzte Woche treffen, aber Sie sagten ab, weil Sie surfen gingen. Wo waren Sie?

    In der Schweiz. In Sitten gibt es ja diese Welle, Alaïa Bay. Wir waren schon zum zweiten Mal dort. Ich kann das jedem empfehlen. Es hat Wellen für alle Niveaus, angefangen bei Babywellen.

    Sind Sie gut?

    Medium. Mir macht es einfach grossen Spass. Aber wenn du richtig gut sein willst, musst du das von klein auf gemacht haben. So wie beim Hockeyspielen.

    Zitat
    «Dann krachte die Welle auf meinen Kopf. Ich spürte eine unheimliche Kraft, bekam Panik.»

    2017 ertranken Sie einmal fast, als Sie in eine grosse Welle hineingerieten. Wie knapp war es?

    Das war in Brasilien. Wir machten das Sommertraining dort und gingen oft surfen. Manchmal überschätzten wir uns. Ich war 100 Meter draussen, als ich in eine riesige Welle geriet. Ich war am dümmsten Ort und wusste nicht, was tun. Unter der Welle durch konnte ich nicht. Ich hatte so viele Gedanken. Dann krachte die Welle auf meinen Kopf. Ich spürte eine unheimliche Kraft, es drückte mich weit nach unten. Ich bekam Panik, mein Körper verkrampfte sich, und als ich wieder Luft schnappen konnte, kam schon die nächste Welle. Irgendwie konnte ich mich an den Strand kämpfen.


    Zurück in die Gegenwart. Wie geht es für Sie beruflich weiter? Sie haben ein Praktikum als Set-Designer begonnen?

    Genau. Ich arbeite im Ausstattungsteam für die neuen «Tatort»-Folgen. Bei der Zürcher Produktionsfirma C-Films. Seit drei Wochen. Roman Wick: «Am meisten vermissen werde ich das Playoff. Das Adrenalin, wenn alle über Eishockey reden.»


    Roman Wick: «Am meisten vermissen werde ich das Playoff. Das Adrenalin, wenn alle über Eishockey reden.» Foto: Urs Jaudas

    Was machen Sie genau?

    Wir sind verantwortlich für die Requisiten des Films und später dann auch für die Sets, wie die ganzen Szenen aussehen. Das beginnt mit sehr viel Recherche. Man muss das Drehbuch von A bis Z präsent haben und auf die Charaktere eingehen. Jedes Detail ist entscheidend. Ich suche die Autos aus. Da stellen sich Fragen wie: Was ist das für ein Charakter? Wie viel verdient er? Was würde er fahren? Ich bin aber erst am Anfang.


    Wann erscheint diese «Tatort»-Folge?

    Ende 2022 oder Anfang 2023. Es dauert also noch eine Weile.

    Könnte dieser Job Ihre Zukunft sein?

    Momentan ist das ein 60-Prozent-Job. In drei Monaten weiss ich sicher mehr. Bis jetzt macht es Spass. Es ist ein völlig anderes Umfeld als im Eishockey. Nur schon das bringt frischen Wind in mein Leben.

    Zitat
    «Mit 35 gerätst du in eine schwierige Situation. Dein Körper verzeiht dir nichts mehr.»

    Wie ist der Prozess, sich von seiner Identität als Hockeyspieler zu verabschieden?

    Schwierig. Bei mir begann er schon vor einem Jahr. Mit 35 gerätst du in eine schwierige Situation. Theoretisch müsstest du nicht nur 100 Prozent fürs Eishockey geben, sondern 150 Prozent. Dein Körper verzeiht dir nichts mehr. Er braucht die Regeneration, du kannst nicht daneben noch arbeiten. Aber es ist völlig menschlich, dass du dir Gedanken darüber machst, was nachher ist. Eine gewisse Angst kommt auf. Die bange Frage: Werde ich jemals wieder eine solche Leidenschaft finden, wie ich sie im Eishockey ausleben konnte? Das quält viele, die aufs Ende ihrer Karriere zugehen.

    Sie sagten einmal, nach dem Eishockey würden Sie Musiker. Eigentlich sind Sie das ja schon, als Teil der Band We and the Bulls mit Ihren Hockeykollegen Eric Blum, Tim Ramholt und Romano Lemm und Drummer Fabian Gass. Wie aktiv ist die Band momentan?

    Wir brachten unser Album Anfang 2020 heraus. Da planten wir, im Sommer ein Konzert zu geben. Wir waren fix am Proben. Dann kam Corona. Wir bräuchten wieder einen Fixtermin, damit wir beginnen würden, wieder intensiver zu proben. Es ist nicht so einfach, fünf Leute an einem Mittwochabend im Bandraum zu versammeln, wenn alle ihr eigenes Leben haben. Blum ist ja als einziger Hockeyprofi übrig geblieben. Die Band We and the Bulls: Die Hockeyaner Wick, Blum, Ramholt (von unten), Lemm (oben rechts) und Drummer Gass.


    Die Band We and the Bulls: Die Hockeyaner Wick, Blum, Ramholt (von unten), Lemm (oben rechts) und Drummer Gass. Foto: Nicolas Bruni

    Und Sie haben noch andere Projekte: Sie sind Mitbesitzer der Zürcher Bar Stubä und gestalten nun Escape-Rooms. Was muss man sich darunter vorstellen?

    Das mache ich zusammen mit meiner Schwester und ihrem Mann. Sie haben noch nie einen Escape-Room gespielt?

    Nein.

    Dann ist es höchste Zeit! Beim klassischen Escape-Game gehen vier, sechs oder sogar acht Leute in einen Raum und haben eine Stunde Zeit, um Rätsel zu lösen und so den Schlüssel zu finden. Wir wollen, dass die Spieler zu 100 Prozent in diese Welt eintauchen. Dass beispielsweise das ganze Setting im Stil der Dreissiger- oder der Achtzigerjahre gehalten ist. Mir macht es extrem Spass, die Räume zu gestalten. Wir sind an eine Location in Kloten geraten, wo wir das Ganze realisieren können. Mittlerweile haben wir zwei Räume und haben noch Kapazität für zwei weitere.

    Was sind die Themen?

    Narcos, inspiriert von der TV-Serie. Und Orientexpress.


    Blicken wir noch zurück auf Ihre Karriere: Sie waren jahrelang ein Schweizer Topstürmer, wurden zweimal Meister mit den ZSC Lions, gewannen den AHL-Titel, bestritten sieben NHL-Spiele. Was sticht für Sie heraus?

    Die beiden Titel mit dem ZSC. Der erste ist immer der speziellste. Bei mir kam dazu, dass ich von Kloten zu Zürich gewechselt hatte und wir den Final gegen Kloten spielten. Das war schon sehr emotional für mich. Als wir gewonnen hatten, zurückkehrten ins Hallenstadion und da alle Fans auf uns warteten, das war unglaublich! Im Hochgefühl des Meistertitels 2014: Roman Wick interviewt Teamkollege Chris Baltisberger. Video: ZSC Lions TV

    Am 25. Februar 2011 spielten Sie Ihre erste NHL-Partie. Wie war das?

    Für mich ging ein Bubentraum in Erfüllung. Leider geriet ich in der NHL in die falsche Situation. Mein Agent (André Rufener) und ich waren nach der Olympiade (in Vancouver) sehr eng mit Toronto in Kontakt gewesen. Toronto hatte ein Kader, bei dem ich dachte: Das könnte klappen für mich. Dann fanden wir heraus, dass Ottawa noch meine Rechte besass. So landete ich dort. Jedes Mal, wenn ich oben war, hatte ich nur sechs, sieben Minuten Eiszeit, spielte ich im vierten Block. Ich bekam nie wirklich eine Chance.

    Nach Ihrer Rückkehr in die Schweiz spielten Sie Ihre besten Jahre. 2014 wurden Sie sogar von den Coachs und Captains zum MVP der Liga gewählt.

    Es stimmte alles in dieser Zeit. Ich fühlte mich körperlich am besten, hatte einen riesigen Siegeswillen, ordnete alles dem Eishockey unter. Eine Nacht für die Ewigkeit: Roman Wick und Tausende feiern den ZSC-Titel 2014 im Hallenstadion.


    Eine Nacht für die Ewigkeit: Roman Wick und Tausende feiern den ZSC-Titel 2014 im Hallenstadion. Foto: Patrick B. Kraemer (Keystone)

    Wie äusserte sich das?

    Wenn wir verloren, konnte ich kaum schlafen. Ich war total verärgert. Ich nervte mich sogar extrem, wenn ich gewisse Spielzüge nicht so umsetzen konnte, wie ich das gewollt hatte. Nach Niederlagen hätte ich am liebsten gleich eine Revanche gehabt, so geladen war ich. Aber ich zeigte das nach aussen nicht so sehr.

    Man hat von Ihnen ein ganz anderes Bild. Sie galten als Sonnyboy, der alles locker nimmt und einfach Spass hat am Leben und am Eishockey.

    Ich hatte auch grossen Spass am Eishockey. Aber es gab schon Momente, die mir sehr nahe gingen. Vor allem die zwei Finalniederlagen gegen Davos, mit Kloten (2009) und mit Zürich (2015). Es dauerte extrem lange, bis ich die verdaut hatte.

    Welchen Teamkollegen werden Sie am meisten vermissen?

    Alle. Das Teamleben wird mir fehlen. Alle reden davon, aber wer das nicht erlebt hat, kann sich das nicht so richtig vorstellen. Du kommst jeden Morgen in die Garderobe, alle erzählen ihre wilden Storys. Und es geht immer weiter, die Sprüche ziehen sich durchs Training durch. Dann geht man noch zusammen essen. Irgendwann hast du dann auch einmal genug von den Jungs, und jeder geht seine eigenen Wege. (lacht)

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    Danke Roman! Meister im Schluefweg und die Party in der Halle danach, etwas vom Besten in meiner Zeit als ZSC Fan!:geil::zsc::welle:

    Schliesse mich an. Die Leute wollen sich dem neuen Trainer von der besten Seite zeigen. Abgerechnet wird Ende Saison aber im Moment kann das so weiter gehen!:applaus:

    The following players were not tendered qualifying offers and will become unrestricted free agents:

    Pius Suter

    :shock:hoppla schorsch!

    As per his agent Georges Müller, the negotiations between the two parties did not lead anywhere. It seems like the Chicago Blackhawks were not willing to meet the asking price of Suter's camp. The forward will thus hit free agency come Wednesday.

    Die ZSC Lions starten in die neue Saison – und streben danach, das schwache Vorjahr vergessen zu machen

    Der Trainer Rikard Grönborg lädt in Oerlikon zum ersten Eistraining der Saison. Und er erklärt, weshalb er sich mit den Buffalo Sabres und anderen NHL-Organisationen unterhält.

    Nicola Berger (NZZ)

    Es ist Montagmorgen auf der Kunsteisbahn Oerlikon (Kebo), die ZSC Lions nehmen das Eistraining auf – und wollen die schwache Vorsaison vergessen machen. Eine Umschau in fünf Akten.

    Die Zukunft des Trainers

    Rikard Grönborg kann den ZSC im kommenden Sommer per Option verlassen; will er von seiner Klausel Gebrauch machen, muss er den Klub darüber bis Ende Jahr informieren. Jüngst hatte es Aufruhr gegeben, weil der Schwede vor einigen Wochen Gespräche mit den Buffalo Sabres geführt hatte. Er sagt: «Es waren Gespräche, mehr nicht. Die Sabres sind nicht die einzige Organisation, mit der ich mich diesen Sommer unterhalten habe. Es geht auch nicht immer nur um mich und meine Zukunft. Sondern beispielsweise auch um Spieler. Gute Beziehungen zu NHL-Teams sind wichtig.» Und er sagt auch: «Ich fühle mich in Zürich wahnsinnig wohl und gehe nach wie vor davon aus, dass ich meinen Vertrag erfüllen werde.» Zieht Grönborg, 53, seine Option nicht, ist er bis 2023 gebunden.

    Der Rückblick

    Welche Lehren zog der ZSC aus seiner sehr enttäuschenden Saison 2020/21, die mit dem fünften Platz und dem Aus im Play-off-Halbfinal geendet hatte? Der Sportchef Sven Leuenberger sagt: «Es ist ganz einfach: Wir hatten zu viele Spieler, die eine nur durchschnittliche Saison hatten. Unsere Ausländer waren nicht gut genug. Und in den Play-offs haben uns zu viele Spieler verletzungsbedingt gefehlt.»

    Der Coach Grönborg sagt: «Es war eine schwierige, zähe Saison. Die zwei Quarantäne-Phasen innert 30 Tagen haben uns Probleme bereitet. Wir fanden unsere Konstanz nicht, gerade gegen Gegner aus der hinteren Tabellenhälfte. Und in den Play-offs fehlten so viele Stammspieler, dass das einfach nicht mehr zu verkraften war. Das ist bitter, denn ich bin sicher, dass wir im Final eine Challenge für Zug gewesen wären. Aber sie sind verdient Meister geworden. Und wenn ich sehe, dass neun EVZ-Profis an der WM waren und von uns nur einer, dann sagt das auch etwas aus.»

    Die Zuzüge

    Der ZSC hat auf dem Transfermarkt nach dem Prinzip Qualität vor Quantität agiert und mit dem Verteidiger Yannick Weber (zuletzt Pittsburgh/NHL) und dem Stürmer Justin Azevedo (Kasan/KHL) bisher nur zwei neue Profis verpflichtet.

    Weber und Azevedo waren einst schon im kanadischen Juniorenteam Kitchener Rangers Teamkollegen – und wurden dort gemeinsam Meister; sie harmonierten im Powerplay exzellent. «Ich habe so viele gute Erinnerungen an diese Zeit», sagte Azevedo am Montag. Für den ZSC habe er sich entschieden, weil er nach sieben Jahren in Kasan eine neue Herausforderung suchte – und offenbar auch wegen Grönborg: «Er hat in der Branche einen exzellenten Ruf, er ist ein moderner Player’s Coach. Das hat meine Entscheidung für Zürich leicht gemacht.»

    Der ZSC wird einen zusätzlichen Ausländer verpflichten, sobald der ehemalige Liga-Topskorer Pius Suter in der NHL einen neuen Vertrag unterschrieben hat. Das Reglement sieht vor, dass die Zürcher als Kompensation für den Abgang von Suter einen fünften Ausländer aufstellen dürfen. (Suter hat keinen Vertrag bekommen und wird UFA!)

    Mit der ersten Mannschaft trainieren derzeit auch jene Spieler, die de facto als Zuzüge des Farmteams GCK Lions gelten: die Stürmer Kyen Sopa (Bern) und Vincenzo Küng (Langenthal), der Verteidiger Enzo Guebey (Genf/Servette) sowie der polyvalente Marc Aeschlimann (Davos), der vom zurückgetretenen Fredrik Pettersson die Rückennummer 91 übernommen hat – und ihm optisch so sehr ähnelt, dass die Verwechslungsgefahr gross ist.

    Die Verletzten

    Johann Morant, Denis Hollenstein und Chris Baltisberger weisen nach ihren Operationen einen Trainingsrückstand auf. Doch nach heutigem Stand dürfte einzig der am Knie verletzte Stürmer Willy Riedi den Meisterschaftsstart verpassen. Übrigens: Die Bereitschaft, sich gegen Covid-19 zu impfen, ist teamintern offenbar gross. Grönborg sagte auf Anfrage, die Quote an geimpften Spielern liege bei deutlich über 80 Prozent.

    Das Programm

    Am 6. August steht mit dem traditionellen Vergleich mit den GCK Lions das erste Testspiel auf dem Programm, 20 Tage später steigt der ZSC gegen IFK Helsinki mit dem Trainer Ville Peltonen in die Champions Hockey League ein. In der National League empfängt der ZSC am 7. September zum Auftakt Genf/Servette, jenes Team, an welchem er im Play-off-Halbfinal deutlich scheiterte.

    Guter Artikel der NZZ. Cillo wird seinen BuLi Trainer machen lassen, ohne Frage. Sehe aber den FCZ Ende Saison nicht weit vorne. gibt hinter YB und Basel bessere Teams. Abstieg wird wohl wieder sehr viele Teams beschäftigen.......schade, die "Liga der Meister" wäre eigentlich perfekt so wie sie ist....

    Ob's so einschlägt wie in Vegas bezweifle ich.

    Ich auch. Halte nicht viel vom Management/Staff von Seattle. Vegas holte damals Fleury als Keeper und ist damit sehr gut gefahren. Seattle hätte Price holen können der Montreal in den Final gehext hatte, und sie hätten einen Star im Team gehabt. Aber he, was weiss ich schon.....

    Alles wird gut – der FC Zürich träumt vor dem Saisonstart mal wieder von besseren Zeiten

    Der FC Zürich startet am Sonntag gegen Lugano in eine Saison des Umbruchs. Der neue Coach André Breitenreiter formuliert die Ziele vorerst vorsichtig – gibt sich aber selbstbewusst.

    Fabian Ruch (NZZ)

    Vor dem ersten Spieltag in der Super League ist alles gut. Es ist die Zeit des Träumens, der Zielformulierungen, des Pläneschmiedens.

    Der FC Zürich steht wieder einmal vor einer Saison, in der vieles besser werden soll. Die interne Analyse nach mehreren enttäuschenden Jahren ergab, dass der Verein einen Kulturwandel benötige: weniger Wohlfühloase, mehr Leistungsdenken. Das hört sich klug an, und der Präsident Ancillo Canepa kam gleichzeitig zum Entschluss, Impulse von aussen zu holen. Nach einigen Trainern aus dem eigenen Nachwuchs, zuletzt Massimo Rizzo, steht nun der Deutsche André Breitenreiter in der Verantwortung. Canepa sagt, es sei schon in den ersten Wochen zu sehen gewesen, wie Breitenreiter den Klub verändere, weil der Trainer fordernd sei, ehrgeizig und ambitioniert. Aber Canepa sagt auch, eine solche Veränderung vollziehe sich nicht von heute auf morgen. «Wir wollen Schritt für Schritt gehen.»

    So klingen Sätze, die gerne gesagt werden vor einer neuen Saison. Aber es sind auch Sätze, die nicht zwingend zum Anspruchsdenken des Präsidenten passen. Vor genau einem Jahr sagte Canepa, der FCZ sei ganz klar ein Spitzenverein. Journalisten, die ihm widersprachen, sprach er kurzerhand die Kompetenz ab und meinte: «Wenn jemand sagt, der FCZ sei kein Spitzenklub, habe ich Mühe, weiterzudiskutieren.» Nach den Rängen 7 und 7 folgte allerdings erneut eine komplizierte Saison, beinahe wäre der FC Zürich wie vor fünf Jahren abgestiegen, der 8. Platz war eine weitere grosse Ernüchterung.

    Seit 2019 ohne Trainerjob

    Am Sonntag startet der FC Zürich in Lugano in die selber so definierte Saison des Umbruchs. Ein paar Tage vorher sitzt André Breitenreiter für ein ausführliches Gespräch in einem Besprechungsraum in der Saalsporthalle. Er wirkt gut vorbereitet, ist eloquent und schlagfertig, ein Medienprofi, gestählt aus vielen Jahren in der Bundesliga. Zuerst als Stürmer beim HSV, in Wolfsburg und Unterhaching, später als Trainer bei Paderborn, Schalke und Hannover.

    Breitenreiter wird bald 48 Jahre alt, er hat vieles erlebt. Deshalb sagt er: «Ich würde nicht mehr für mich in Anspruch nehmen, als Trainer einen Verein verändern zu wollen. Der Verein kommt immer an erster Stelle, er trifft die Entscheidungen.» Natürlich kennt er das Selbstverständnis des FC Zürich, aber er sagt: «Wenn man die letzten Jahre anschaut, kann man nicht behaupten, dass wir sofort an die Tabellenspitze gehören.» Mehrmals wiederholt Breitenreiter, es brauche Zeit und Geduld, und das sage er nicht, um sich zu schützen. «Das habe ich nicht nötig. Es geht darum, dass wir realistisch bleiben und uns das Leben nicht selber schwermachen.»

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    Breitenreiter hat als Trainer einige Erfolge gefeiert. Überraschend führte er Paderborn 2014 erstmals in der Vereinsgeschichte in die Bundesliga – und stieg, weniger überraschend, wieder ab. Mit Schalke schaffte er den besten Saisonstart seit 50 Jahren und erreichte die Europa League – und ging nach internen Querelen nach einem Jahr bereits wieder. Mit Hannover stieg er 2017 auf und hielt die Klasse – und wurde im Januar 2019 auf einem Abstiegsplatz entlassen. Er sagt, die Klubs, die Teams und die Marktwerte der Fussballer seien bei allen Stationen nach seinem Abgang besser gewesen als zuvor.

    Als Breitenreiter beim notorisch unruhigen Schalke unangenehme Zeiten durchlebte, hört er im Auto oft den Song «Alles wird gut» des Rappers Bushido, er kennt den Text auswendig. In dem Lied geht es auch darum, dass man sich nicht runterziehen lassen soll, egal was die anderen sagen und kritisieren. Deshalb stört es Breitenreiter auch nicht, wenn jemand behauptet, sein Engagement in der Schweiz sei ein Abstieg für ihn. «Das ist ein interessantes Projekt, der FCZ ist ein spannender Verein, ein bisschen wie Mini-Schalke.»

    Zuletzt war Breitenreiter zweieinhalb Jahre ohne Verein – auch aus familiären Gründen. Die Mutter starb, der Vater litt an Demenz. Breitenreiter sah es als seine wichtigste Aufgabe an, für den Vater da zu sein. Später kam Corona, nach eigenen Angaben hatte er Angebote aus der Türkei, Griechenland, Russland, Tschechien und Zypern vorliegen, aber Breitenreiter sah auch aus sprachlichen Gründen von einem Engagement in einer dieser Ligen ab. Stattdessen arbeitete er als Experte beim TV-Sender «Sky», bildete sich weiter und reflektierte seine Arbeit. Heute sei er ein reiferer Trainer, der wisse, was er wolle.

    Mit dem FC Zürich will André Breitenreiter nun eine schöne Geschichte schreiben. Er sagt, seine Mannschaften hätten sich immer dadurch ausgezeichnet, dass die Spieler in allen Situationen gewusst hätten, was zu tun sei. Seine Spielphilosophie ist offensiv ausgerichtet, er will mit hoher Intensität spielen lassen. Breitenreiter schweben taktische Variabilität und Unberechenbarkeit vor, einstudierte Abläufe sind ihm ebenso wichtig wie das schnelle, vertikale Umschaltspiel. «Natürlich will das jeder Trainer», sagt er, «aber ich bin überzeugt, dass wir das mit intensiver Arbeit hinbekommen.»

    Viel Routine verloren

    Das Kader des FC Zürich wirkt allerdings unfertig. Mit Nikola Boranijasevic (Lausanne) und Adrian Guerrero (Valencia B) wurden neue Aussenspieler verpflichtet. Nach den Abgängen diverser Leistungsträger und Routiniers muss sich aber vor allem eine neue Hierarchie bilden. Marco Schönbächler, Toni Domgjoni, Benjamin Kololli, Nathan, Adrian Winter sowie Lasse Sobiech haben den Verein verlassen (müssen); sie absolvierten zusammen mehr als 720 Super-League-Partien für den FCZ.

    Nicht alle Wechsel gingen geräuschlos über die Bühne. Der Publikumsliebling Schönbächler etwa beklagte sich, wie stillos der FCZ nach der langen gemeinsamen Zeit mit ihm umgegangen sei. Er ist auf Klubsuche. Und dass ein U-21-Nationalspieler wie Domgjoni (zu Vitesse Arnheim) den Verein ebenso ablösefrei verliess wie der vielleicht beste Offensivspieler Kololli (zu Shimizu S-Pulse in Japan), ist wenig vorteilhaft für den FCZ.

    Es wird also noch einige Wochen dauern, bis das Zürcher Team komplett ist. Einen kopfballstarken, möglichst erfahrenen Innenverteidiger wünscht sich Breitenreiter auf jeden Fall noch. Und auch im zentralen Mittelfeld besteht Handlungsbedarf, zumal unklar ist, wie stark der derzeit erneut verletzte Blerim Dzemaili noch sein wird. Für den zuletzt oft schwachen Sturm verpflichtete der FCZ vor wenigen Tagen leihweise den letztjährigen Challenge-League-Torschützenkönig Rodrigo Pollero, der für den FC Schaffhausen 19 Tore erzielt hatte. Auch andere Super-League-Teams hatten Interesse am 24-jährigen Uruguayer bekundet.

    Becir Omeragic, das wertvollste Talent des Vereins, wiederum ist nach seiner EM-Teilnahme mit der Schweiz erst Ende letzter Woche ins Training eingestiegen. Noch hat kein ausländischer Verein jene Summe geboten, die sich der FCZ für einen Transfer wünscht; Breitenreiter würde den 19-jährigen Abwehrspieler am liebsten noch mindestens ein halbes Jahr halten.

    Noch ist alles gut. Auch beim FCZ. Der Trainer formuliert die Ziele vorsichtig, möchte sich vom Abstiegskampf fernhalten und die Mannschaft entwickeln. Doch dem Vernehmen nach kann André Breitenreiter durchaus unbequem sein, wenn es die Situation erfordert. Denn bei aller verbalen Zurückhaltung hat auch er Träume; als Trainer möchte er unbedingt einmal die Champions-League-Hymne hören. Diese Vision treibt auch Zürichs Präsident Canepa spätestens seit der Teilnahme an der Königsklasse 2009 an. Vorerst stehen die beiden jedoch vor der anspruchsvollen Herausforderung, den einschneidenden Umbruch im FC Zürich zu moderieren.