Beiträge von Larry

    Erst spät erkannte man die Dramatik der Lage, was zum Anwerben von Raffainer führte

    Da hat ML aber wieder mal den Jackpot geholt und den Besten verpflichtet der verfügbar war bzw. abgeworben! Und ein Ende mit Schrecken gemacht statt ein Schrecken ohne Ende! Denke Raffa wird den SCB wieder auf Kurs bringen.

    Bei mir ist es ...... dass ich mich über Erfolge freue, aber über Misserfolge überhaupt nicht aufrege.

    Geht mir seit 10 Jahren so. Überhaupt nicht ist vielleicht übertrieben, aber nicht gross. Durfte mit ZSC (und FCZ) genügend Titel feiern, andere Fans warten ihr ganzes Leben vergeblich darauf. Dann haben dieses Jahr die Bucs noch den Super Bowl gewonnen, da gingen die Emotionen mit mir mal wieder so richtig hoch.

    Mit den Möglichkeiten des ZSC hätten die letzten 20 Jahre aber mehr Titel als "nur" 6 herausschauen müssen! Jammern auf hohem Niveau....

    «Das war unser schlechtester Play-off-Match»: Frust bei den ZSC Lions nach dem 1:4 in Genf

    Weil die ZSC Lions bei Genf/Servette mit 1:4 verlieren, könnte ihre Saison bereits am Donnerstag zu Ende sein. Der Sportchef Sven Leuenberger findet nach dem schwachen Auftritt in Genf klare Worte. Der Trainer Rikard Grönborg wollte den in Genf ausgewechselten Torhüter Ludovic Waeber für das dritte Duell noch nicht zur Nummer 1 erklären.

    Nicola Berger (NZZ)

    Der Termindruck ist hoch, im Schweizer Eishockey, am 14. Mai muss die Saison zu gespielt sein. Und als eine direkte Konsequenz dieser Hatz läuft nun den ZSC Lions die Zeit davon. Zwei Niederlagen innert 48 Stunden haben dafür gesorgt, dass die Saison des im Oktober als turmhoher Favorit in die Qualifikation gestarteten Ligaprimus bereits am Donnerstag enden könnte. Weil die Halbfinalserie auf Best-of-Five verkürzt wurde, muss der ZSC nun drei Mal in Folge gewinnen, um Genf/Servette noch zu eliminieren. Das ist möglich, die Zürcher verfügen über genügend Talent für einen solchen Coup. Doch beim 1:4 in Les Vernets enttäuschte das Kollektiv so sehr, dass der ZSC-Sportchef Sven Leuenberger deutliche Worte fand. Er sagte: «Das war unser schlechtester Play-off-Match. Wir haben dem Gegner bei jedem Tor ein Geschenk gemacht. Wenn du in den Play-offs vier Geschenke machst, gewinnst du nicht viele Spiele. So reicht es nicht.»

    Zu jenen Akteuren, denen nicht die allerbeste Darbietung gelang, gehörte der Torhüter Ludovic Waeber. Waeber, 24, spielt sein erstes Play-off, er tut das bisher sehr ordentlich, aber am Dienstag war sein Gegenüber Daniel Manzato eine Klasse besser. Der ZSC-Coach Rikard Grönborg ersetzte Waeber in der 44. Minute nach dem vierten Gegentor durch Lukas Flüeler - und man fragt sich, ob der Schwede am Donnerstag Flüeler den Vorzug geben könnte. Flüeler, 32, der vierfache Meistergoalie hat seine Rolle als Backup in diesen Play-offs mustergültig ausgefüllt, praktisch jede Parade Waebers bejubelt er, in dem er freudig ans Plexisglas hämmert. Ob es nun, in der Stunde der Not, zu seinem Comeback auf dem Eis kommt? Grönborg hielt sich das in Genf offen, er sagte, man evaluiere die Aufstellung ohnehin von Spiel zu Spiel neu.

    Wenig optimistisch klang Grönborg, was allfällige Rückkehrer betrifft. In Genf hatte der ZSC zwar wieder auf Maxim Noreau und Denis Hollenstein antreten können, Grönborg musste aber auch abermals den GCK-Lions-Angreifer Ryan Hayes aufstellen. Mit Fredrik Pettersson, Teemu Rautiainen und Marcus Krüger fehlen drei Ausländer; Grönborg sagte, er rechne nicht damit, dass sich das bis Donnerstag ändere. Er sagte aber auch: «Es geht nicht darum, wer fehlt. Die Spieler, die dabei sind, müssen es besser machen. Wir müssen noch entschlossener werden.» Ein Spiel bleibt den Zürchern, um die Vorgaben ihres Trainers umzusetzen. Gelingt es nicht, endet nach der ungenügenden Qualifikation auch das Play-off für den ZSC enttäuschend.

    Chancenlos in Spiel 2 in Genf

    Für die ZSC Lions heisst es nun: Verlieren verboten!

    Die Zürcher erhalten beim 1:4 im zweiten Halbfinalspiel in Genf eine Lektion punkto Effizienz. Am Donnerstag spielen sie bereits gegen das Saisonende.


    Simon Graf (TA)

    Das Coronavirus diktiert den Playoff-Spielplan. Der Halbfinalstart wurde um zwei Tage vorgezogen, um Zeit zu sparen. Und erstmals seit 2004, als man die innovative Idee hatte, einen verkürzten Final zu spielen, reichen diesmal ab dem Halbfinal drei Siege zum Weiterkommen. Beides hat nicht in die Karten der ZSC Lions gespielt, die nach der ruppigen Lausanne-Serie zum Halbfinalstart gegen Servette noch ihre Wunden leckten und am Sonntag prompt ein Break (1:2) zuliessen. Nach dem 1:4 in Spiel 2 in Genf heisst es für die Zürcher bereits: verlieren verboten!


    Am Donnerstag spielen die ZSC Lions im Hallenstadion erstmals gegen das Saisonende. Sie brauchen drei Siege in Serie, um sich doch noch für den Final zu qualifizieren. Das ist gegen dieses so stabile, souveräne Servette eine Herkulesaufgabe. Vielleicht hilft ja eine Geschichtslektion von Severin Blindenbacher, um ihnen nochmals Mut zu machen: Im Final 2008 lagen sie gegen Servette ebenfalls 0:2 zurück und siegten noch 4:2. Ihr Auswärtssieg in Spiel 3, für das Teamarzt Gery Büsser den kränkelnden Blindenbacher im Fond seines Privatautos nach Genf chauffierte, damit er liegen konnte, kippte die Serie.

    Vielleicht brauchen die Zürcher ja nur ein, zwei Momente, in denen der Puck für sie läuft, um in diesem Halbfinal nochmals ungeahnte Kräfte zu entfesseln. Fakt aber ist: Die Genfer sind in diesem Duell bisher in allen Belangen besser. Sie beherrschen die Zone vor den beiden Toren, haben das bessere Powerplay und im Gegensatz zu den Zürchern einige Individualisten, die den Unterschied machen. In Spiel 1 war es Tömmernes mit seinen zwei Toren, auch in Spiel 2 legte der clevere Schwede den Grundstein zum Sieg, indem er das 1:0 vorbereitete. Daneben brillierte Bullykönig Richard mit seinem Traumpass zum 3:0 Rods (34.). Die Partie war damit entschieden.

    Man muss natürlich auch Goalie Manzato erwähnen, der nun in vier Playoff-Spielen gerade mal zwei Tore zugelassen hat. Allerdings wird er von seinen Vorderleuten auch exzellent abgeschirmt. Und hat er auch das Glück des Tüchtigen – etwa in der 24. Minute, als er schon geschlagen schien, aber Prassl seine Schlittschuhkufe traf statt ins gähnend leere Tor. Es wäre das 1:1 gewesen. Im Gegenzug lenkte Moy auf den Knien zum 2:0 ab. Für die ZSC Lions, die kurz zuvor ein Powerplay ungenutzt gelassen hatten, eine bittere Sequenz.

    Die Zürcher, bei denen Noreau und Hollenstein ins Team zurückkehrten, hatten anfangs etwas mehr vom Spiel. Ohne sich allerdings klare Torchancen zu erarbeiten. Und ein Geniestreich Tömmernes führte dann in der 17. Minute zum Führungstor Servettes. Der Genfer Topskorer fing in der gegnerischen Zone einen Befreiungsversuch Bernis ab, düpierte Prassl, verzögerte kurz und spielte zu Guebey, der den Puck aufs Tor brachte, wo Vouillamoz den Abpraller verwertete. Der Jungstürmer profitierte vom Zögern Bernis, der zu diesem wegweisenden Tor gleich zwei Fehler beisteuerte.

    Immerhin gelang es Roe in der 54. Minute noch, Manzato zu bezwingen. Das änderte zwar nichts mehr am Ausgang des Spiels, könnte aber etwas Aufschwung geben im Hinblick auf Donnerstag. Und wer weiss, vielleicht setzt Grönborg im Spiel der letzten Chance ja auf Flüeler im Tor. Der Routinier, der nach dem 0:4 für den glücklosen Waeber eingewechselt wurde, hat schon einiges erlebt. Unter anderem die mirakulöse ZSC-Auferstehung im Final 2012 gegen den SC Bern vom 1:3 zum 4:3. Eine ähnliche Wende braucht es nun.