Beiträge von Larry

    Bin noch nicht im PO Modus!

    Gründe:

    Im Viertelfinale wird der Meister nicht vergeben

    Im Spiel 1 oder 2 fällt noch keine Entscheidung

    ....und so habe ich die PO Termine nicht blockiert im Kalender und prompt hat es mir einen Golf Termin reingeschneit.:mrgreen:

    Wenn es dann um die Wurst geht und wir noch dabei sind bin ich ja wieder in der Schweiz und habe Zeit um Abends TV zu gucken.:zsc:

    Vielleicht haben die beiden halt auch Signale aus Ajoie empfangen, dass sie auch im Falle eines Sieges im Playoff-Finale gar nicht unbedingt aufsteigen wollen. Der Eismeister schreibt jedenfalls heute so etwas:

    Kloten oder Ajoie steigen auf – oder vielleicht doch nicht? - watson

    Müssten das aber jetzt bekannt geben nicht nach der Serie:

    Das bedeutet: Will Ajoie doch nicht aufsteigen, dann kann Präsident Patrick Hauert rechtzeitig vor dem entscheidenden Spiel um den Titel einfach das Handtuch in den Ring werfen.

    Peter Zahner, CEO der ZSC Lions

    «Sind alle geimpft, sehe ich keinen Grund für Beschränkungen»

    Im Playoff tut es besonders weh, dass die Zuschauer aus den Stadien ausgeschlossen sind. Doch ZSC-CEO Peter Zahner blickt bereits auf den Herbst.


    Simon Graf (TA)

    Die Saisonkarteninhaber der ZSC Lions erhielten vor kurzem ein kleines, versiegeltes Fläschchen zugeschickt, das aussieht wie eine Impfampulle. Es war aber nicht das begehrte Serum, sondern einige Tropfen des geschmolzenen Eises aus dem Hallenstadion. Die Eismeister-Crew hatte dieses Ende Februar und Anfang März abgeschabt. Das Eis wurde bei Zimmertemperatur aufgetaut und in etwas über 7000 Fläschchen abgefüllt.

    Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, heisst es. Mit «The Essence of Lions», 0,75 Milliliter geschmolzenes Eis, riefen sich die Zürcher bei ihren treuen Fans in Erinnerung. Es sind schwierige Monate in dieser Beziehung, seit November sind die Zuschauer wieder ausgesperrt aus den Stadien. Die geringfügige Lockerung, die der Bundesrat nun beschlossen hat – 50 zugelassene Personen bei Spielen drinnen, 100 draussen –, ändert nichts für die Masse.

    Die Zürcher liessen ihren ­Saisonkartenbesitzern Ende März auch einen Brief zukommen, in dem sie sie aus drei Optionen wählen liessen:

    1) Rückforderung des Geldes für die Spiele, zu denen sie keinen Zutritt hatten.

    2) Übertragung dieses Betrags auf eine Saisonkarte für die nächste Saison.

    3) Spenden dieser Summe.

    Der SC Bern hatte seine Anhängerschaft schon im November befragt, um eine gewisse Planungssicherheit zu erhalten. Rund zwei Drittel erklärten sich damals bereit zu einem ganzen oder teilweisen Verzicht auf eine Rückforderung. Die ZSC Lions warteten gemäss Zahner, bis sie wussten, unter welchen Bedingungen die Saison fertiggespielt werden wird.


    Rund 36 Prozent der Einzel-Saisonabonnenten haben schon zurückgeschrieben. «Die Hochrechnung der bisherigen Rückläufe lässt darauf schliessen, dass rund 20 bis 25 Prozent ihr Geld zurückwollen», so Zahner. «Zwischen 40 und 45 Prozent möchten das Geld auf eine Saisonkarte für die nächste Saison übertragen. 30 bis 35 Prozent verzichten.»

    Allerdings dürfe man keine vorschnellen Schlüsse ziehen. «Wenn jemand sein Geld zurück möchte, kann er immer noch ein Saisonabo lösen. Vielleicht möchte er einfach einmal abwarten.» Denn ungewiss ist, wie die Clubs im September in die nächste Saison starten dürfen.

    Zahner hat dazu eine klare Meinung: «Das BAG sagt, alle Impfwilligen seien bis Juli gegen das Coronavirus geimpft. Wenn das eingehalten wird, sehe ich dann keinen Grund mehr für Zuschauerbeschränkungen.» Gewisse Massnahmen schliesst er aber nicht aus. «Ich gehe davon aus, dass uns die Masken noch eine Weile begleiten werden.»

    Heikles Impfobligatorium

    Und was ist mit jenen, die sich nicht impfen lassen wollen? Könnten die Clubs ein Impfobligatorium für den Matchbesuch fordern? Der ZSC-CEO ist da skeptisch. «Ein solches könnte nicht nur die ZSC Lions, die Liga, das Eishockey oder den Sport allgemein betreffen. Wenn schon, müsste es eine Gesamtlösung geben für Veranstaltungen, an denen sich eine gewisse Anzahl Personen aufhält.» Zahner zweifelt indes an, dass dies praktikabel und moralisch vertretbar wäre.

    Die ZSC Lions bemühen sich derweil um den Kontakt zu den Fans. Seit den Geisterspielen im November bieten sie ein Live-TV an Match­abenden an, auf dem ein Moderator und ein prominenter Gast das Spiel kommentieren. Ohne Matchbilder, dafür haben sie die Rechte nicht. Am Dienstag war Severin Blindenbacher der Gast, mit rund 6000 Aufrufen verzeichneten die Lions ihren Bestwert.

    Die beste Kundenbindung ist aber erfolgreiches Eishockey. Damit könnten die ZSC Lions in Spiel 2 gegen Lausanne beginnen.

    Malgins Stich ins ZSC-Herz

    Der frühere Zürcher Junior schoss in Spiel 1 des Viertelfinals das 3:2 für die Waadtländer in der 67. Minute. Die ZSC Lions müssen sich überlegen, wie sie ihn in den Griff bekommen.


    Simon Graf (TA)

    Ausgerechnet Denis Malgin entschied die erste Viertelfinalpartie zwischen Lausanne und den ZSC Lions. Der frühere Zürcher Junior, der sich auch hätte vorstellen können, diese Saison für die Lions zu bestreiten. Doch weil das ZSC-Team schon stand und man keine «NHL-Gäste» wollte, wich er aus zu den Waadtländern. Bei diesen hat er sich nun zum Schlüsselspieler entwickelt.


    Auch in Spiel 1 gegen die ZSC Lions war er Dreh- und Angelpunkt des Lausanner Offensivspiels. Zuerst bereitete er das 1:1 vor, in der 67. Minute brauste er bei einem schnellen Gegenstoss nach vorne, düpierte Noreau und traf zum 3:2. Die Serie ist damit lanciert, am Donnerstag ist eine Reaktion der ZSC Lions gefragt.

    Es war das erwartet enge erste Spiel in einer Serie zweier Teams, die sich mehr vorgestellt hatten in der Regular Season und unter Erfolgsdruck stehen. Wobei die Ungeduld bei den Waadtländern grösser ist als in Zürich. So dementierte Club-Mitbesitzer Petr Svoboda gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung» nicht, dass eine Sitzung stattgefunden habe, bei der auch die Entlassung von Coach Craig MacTavish diskutiert wurde. Ähnliches ist bei den ZSC Lions kein Thema. Doch die Euphorie um Rikard Grönborg ist durch die enttäuschenden letzten Monate doch arg gedämpft worden.

    Vom ersten Puckeinwurf war offensichtlich, dass das Playoff begonnen hat. Beide Teams schlug gleich ein horrendes Tempo an, wobei sich Lausanne zunächst Vorteile erspielte. Doch in der 9. Minute stibizte Sigrist Jäger den Puck in der Mittelzone und spielte ihn vors Tor, wo Jooris, bedrängt von Hollenstein, zum 1:0 ablenkte.

    Pedrettis «dumme» Strafe

    Das gab den Zürchern Elan, sie vermochten die Lausanner in der Folge immer wieder in ihrer Zone einzuschnüren, und Prassl (14.) verpasste das 2:0 bei seinem Lattenschuss nur knapp. Pedretti stoppte den Schwung dann aber mit einer fahrlässigen Strafe, Hudon (19.) bedankte sich mit dem Ausgleich im Powerplay.

    Waren die ZSC Lions mit dem 1:1 zur ersten Pause nicht gut bedient gewesen, so übernahm im Mittelabschnitt zusehends Lausanne die Initiative. Und das 2:1 durch Kenins (32.) nach einem öffnenden Querpass von Gibbons war der Lohn. Der langjährige ZSC-Flügel verpasste kurz darauf das 3:1, worauf sich die Zürcher wieder etwas fingen.

    Krüger schaffte den Ausgleich zunächst aus guter Position nicht, Prassl (37.) gelang er dann nach schöner Vorarbeit von Roe. Beide Teams dosierten fortan ihr Risiko. Ihr Bestreben, auf keinen Fall zu verlieren, war ersichtlich. Doch im Playoff muss stets einer verlieren, und ein Puckverlust in der Offensivzone stürzte die Zürcher in die Niederlage.

    Schwaches Powerplay

    Diese müssen sich vor allem vorwerfen lassen, fünf Powerplays ungenutzt gelassen zu haben. Lausanne erzielte derweil ein Überzahltor bei zwei Gelegenheiten. Die «Special Teams» entscheiden Spiele und Serien, das wissen alle Coaches. Grönborg wird sich überlegen müssen, wie er in diesem Bereich die Wende herbeiführen kann.