Beiträge von Larry

    Findest du seine Kritik war nicht fundiert oder nicht berechtigt? Er ist wahrscheinlich der Sportjournalist, der dem Z am nächsten steht und auch die besten Inside News hat und genau deswegen schätze ich ihn sehr.

    Und auch ich habe zwei Herzen in meiner Brust....

    Sehe das auch so. Zudem: Journalisten sollen kritisch sein! Ich sehe wir geniessen bei den Medien mehr Kredit als hier....nun müssen unsere Jungs nur noch 4x gewinnen!

    Rappi gewinnt gegen Lugano! Zaugg you make my day!:mrgreen:

    INTERVIEW

    Petr Svoboda, der starke Mann im Lausanne HC, sagt vor der Play-off-Serie gegen die ZSC Lions: «Wir laufen nicht davon»

    Ab Dienstag messen sich mit dem Lausanne HC und den ZSC Lions zwei Titelkandidaten bereits im Play-off-Viertelfinal. Der tschechische Klubmitbesitzer Petr Svoboda spricht über das Millionendefizit seines Klubs und Gerüchte über eine Entlassung des Trainers Craig MacTavish.

    Nicola Berger (NZZ)

    Man könnte sich die Play-off-Viertelfinalserie zwischen Lausanne und den ZSC Lions auch als Final vorstellen. Es wird keiner der Klubs mit der Qualifikation zufrieden sein – und damit, dass schon zum Auftakt ein so schwieriger Gegner wartet.

    Ja, das wird nicht einfach gegen Zürich. Aber das Play-off ist kein Wunschkonzert, es gibt keine einfachen Gegner. Wir sind sicher nicht überglücklich, wie die Saison bisher gelaufen ist. Es ist gut, dass jetzt die Play-offs anfangen, nun müssen wir uns beweisen.

    Stimmt es, dass es vor wenigen Tagen eine Sitzung gab, in der über das Schicksal des kanadischen Trainers Craig MacTavish befunden wurde? Dass seine Entlassung ein Thema war?

    Sehen Sie, wenn es nicht läuft, gibt es Diskussionen, es werden harte Fragen gestellt. Das ist ganz normal. Sie werden verstehen, dass ich den Inhalt dieser Gespräche nicht kommentiere.

    Im Februar 2020 wurden kurz vor dem dann abgesagten Play-off der Trainer Ville Peltonen und der Sportchef Jan Alston entlassen. Ist Lausanne heute weiter als damals?

    Es war ein Entscheid des Verwaltungsrates, diese Leute zu ersetzen. Ich hoffe schon, dass wir in diesem Jahr etwas bewegt haben. Zu Saisonbeginn haben wir attraktives, unterhaltsames Eishockey gespielt. Aber es gibt Prozesse und Abläufe, in denen wir uns verbessern müssen. Leider ist nicht von heute auf morgen alles perfekt. Ich würde sagen, heute bin ich zu etwa 70 Prozent zufrieden, so wie es läuft. Es gibt Spieler, die die Erwartungen nicht erfüllt haben. Aber es ist wahnsinnig schwierig, das in dieser Saison fair zu analysieren. Ich bin kein Fan von Ausreden, doch die Covid-19-Situation hat alles verändert. Wir hatten teilweise vier Partien pro Woche, das geht an keinem spurlos vorbei. Die Spieler sind keine Maschinen. Ich weiss das, ich war ja selber lange genug Profi.

    Wen sehen Sie in der Serie gegen den ZSC als Favoriten?

    Ich habe viel Vertrauen in diese Mannschaft. Aber sagen wir: Der Favorit sind die ZSC Lions, das macht es einfacher für uns. Ihr Vorteil ist es, dass sie viele Spieler haben, die schon Schweizer Meister waren. Erfahrung ist wichtig in den Play-offs. Aber wir sind hungrig.

    Sie sagten der NZZ vor einigen Monaten, Lausanne werde in dieser Saison mehr als 12 Millionen Franken verlieren. Was hat das für Konsequenzen?

    Na ja, die Konsequenz ist in erster Linie, dass wir ein bisschen weniger Geld auf dem Konto haben. Aber auf die Planung, auf die Zukunft hat es keinen Einfluss. Ich kann nur immer wieder betonen, dass unser Projekt langfristig ausgelegt ist.

    Was, wenn das Defizit 2021/22 vergleichbar hoch ausfällt? Zahlen die Investoren Zdenek Bakala und Gregory Finger einfach weiter?

    Ja, das würden sie. Man muss sich um uns keine Sorgen machen. Wir laufen nicht davon.

    Also hat der Verlust keine Auswirkungen darauf, wie viel ins Team investiert werden kann?

    Nein, wir wollen Titel gewinnen. Wobei ich schon klarstellen möchte: Die Mannschaft kostet dieses Jahr weniger, als sie letztes Jahr gekostet hat. Wir haben mit Joël Vermin, Tyler Moy und Cory Conacher drei Spieler abgegeben, die nicht billig sind. Wir versuchen nicht, den Titel zu kaufen. Unser nächstes grosses Investment wird eines in den Nachwuchs sein. Wir wollen unsere eigenen Stars ausbilden und eine starke Academy aufbauen. Dazu werden wir zusätzliche Eisflächen benötigen.

    Ist es das Ziel, dass Lausanne enger mit einem Partnerteam aus der Swiss League zusammenarbeitet? Es gab Gerüchte, dass Lausanne mit dem HC Martigny ein Team aus der MySports-League übernehmen möchte und mit diesem den Aufstieg anstrebt.

    Ich kann dazu momentan nicht viel sagen, hoffe aber, dass wir in den nächsten paar Wochen etwas kommunizieren können.

    Es kann sein, dass Sie mit Denis Malgin im Sommer Ihren wichtigsten Spieler verlieren, sollte er in die NHL wechseln.

    Das ist möglich, ja. Er wird das Jahr bei den Toronto Maple Leafs abschliessen, sobald unsere Saison zu Ende ist. Ich hoffe sehr, dass uns Denis erhalten bleibt, er ist ein überragender Spieler. Aber mit uns wird auch zu rechnen sein, sollte er uns verlassen. Die NHL ist sein Traum, und für mich hat er das Format, dort zu spielen. Und wir haben auf dem Schweizer Transfermarkt einige Spieler verpflichten können, über die wir sehr glücklich sind (es sind Jason Fuchs aus Biel, Andrea Glauser von den SCL Tigers, Benjamin Baumgartner aus Davos, die Transfers sind noch nicht offiziell bestätigt, die Red.).

    Wie finden Sie sich inzwischen in der Liga zurecht, nach einem Jahr als Entscheidungsträger in Lausanne?

    Wir sind relativ neu hier. Und ich weiss, dass man uns nachsagt, alles besser zu wissen. Das ist okay, man kann das behaupten, aber es stimmt nicht. Es ist ein Lernprozess. Manche Dinge versteht man, manche nicht. Aber wir hören zu und finden uns immer besser zurecht.


    Die Ligareform punkto Financial Fairplay und der Erhöhung der Anzahl an Ausländern ist ins Stocken geraten. Wie verfolgen Sie die Entwicklung?

    Ich fände ein Financial Fairplay sehr wichtig. Hilft es Lausanne? Nein. Aber es hilft den kleineren Teams, Ambri und den SCL Tigers zum Beispiel. Die National League ist ein hervorragendes Produkt. Aber sie kann nur funktionieren, wenn alle zwölf oder dreizehn Teams gesund sind. Das heisst: Ohne ein Ambri, ohne ein Langnau geht es nicht. Das Financial Fairplay würde helfen, warum also sollte man es nicht umsetzen? Was die Anzahl Ausländer angeht, werden wir uns der Mehrheit anschliessen. Vier, fünf, sieben, zehn Ausländer: Was auch immer die Regeln sind, wir werden sie akzeptieren. Es gibt Gentlemen, die sehr viel länger im Schweizer Eishockey arbeiten als ich. Ich vertraue ihrem Urteil. Und es gibt etwas, das mir momentan viel wichtiger wäre als die Reformdiskussionen.

    Das wäre?

    Wir brauchen einen Plan dafür, was ist, wenn wir auch im Herbst nicht vor Zuschauern spielen können. In diesem Jahr haben wir diesbezüglich als Liga versagt. Jeder hat gedacht: Spätestens im Januar ist das Publikum zurück. Das ist bekanntlich nicht passiert. Es gibt keine Garantie dafür, dass der Normalzustand im Herbst zurück ist. Wir brauchen Lösungen und Konzepte, auch im Verbund mit den Spielern. Ich denke nicht, dass allzu viele Klubs ein zweites solches Jahr überleben würden.

    In einer früheren Version war die Rede davon, dass Denis Malgin im Lausanne HC auch für 2021/22 unter Vertrag steht. Das ist nicht der Fall.



    Wirklich, s’KLO verliert und niemand freut sich darüber

    Abwarten! Sie haben eine Schlacht aber (noch) nicht den Krieg verloren!

    Ausserdem: Seit wir 2014 im Schluefweg den Pott geholt haben (und ich war dabei!) läuft Kloten bei mir "unter ferner liefen", die alten Geschichten kratzen mich null und nichts mehr!

    Warum reizt Hütter Gladbach, wenn er mit Frankfurt in der kommenden Saison sehr wahrscheinlich in der Champions League antreten könnte? Weil er dann etwas zu verlieren hätte und der Erfolg mit der Eintracht in der kommenden Spielzeit kaum zu toppen sein dürfte? (SGE4ever.de)

    Ouuu ich sehe gerade auf FB wie meine Freunde aus Frankfurt, lebenslange SGE Fans, angepisst sind! Da wird einmal mehr über etwas geflucht das längst "Business as usual" ist, aber es wird verlangt das Verträge und Aussagen eingehalten werden, es wird von heuchlerischen, scheinheiligen, verlogenen Typen geredet.....denen man aber gestern noch zugejubelt hat notabene. Ob in Gladbach, Frankfurt oder wo auch immer: Wenn euch das nicht passt geht nicht mehr an die Spiele oder aber heult leise!

    hütter von frankfurt zu gladbach. ist das tatsächlich ein weiterer schritt in der karriereleiter? :nixwiss:

    Ja was könnte der Grund sein? 1. Geld, funktioniert eigentlich immer, 2. er weiss das er in Frankfurt über dem Limit spielt und es eigentlich nur noch abwärts gehen kann, 3. es stimmt für ihn in Frankfurt trotz dem Erfolg nicht (mehr):nixwiss:

    Denke Vaduz wird weiter regelmässig punkten und einer aus dem Trio Luzern, St. Gallen und FCZ muss wohl in den sauren Apfel Barrage beissen.

    Es geht so weiter. Sion fast schon abgestiegen, die vier machen den Barrage Platz unter sich aus. Dort kann man (gegen Thun?) auch absteigen.....

    So planen die Klubs die neue Saison

    Zürich

    Novem Baumann (25): Der dritte Goalie wird gehen müssen.

    Lasse Sobiech (30): Kehrt nach Schulter-OP zu Köln zurück, FCZ will ihn aber halten.

    Fabian Rohner (22): Tendenz: Man verlängert mit dem schnellen Aussenspieler.

    Hekuran Kryeziu (28): Hat die Erwartungen als Leader nicht erfüllt, kann wohl gehen.

    Toni Domgjoni (22): Verhandlungen stocken, ablösefreier Abgang wird wahrscheinlicher.

    Adrian Winter (34): Die Zeichen stehen auf Abschied.

    Benjamin Kololli (28): Packt er seine Chance auf einen Auslandtransfer nicht, verlängert der FCZ sofort.

    Marco Schönbächler (31): Die Klublegende! Beide Seiten wollen eigentlich verlängern, aber man ringt um die Bedingungen.

    FC Zürich in der Super League

    Wegen Corona – der FCZ verliert seinen Hauptsponsor

    Weil die Pandemie das Geschäft verhagelte, stellte Sponsor Antepay den Betrieb ein. Der FCZ muss nun mitten in der Krise einen neuen Geldgeber suchen. Und nicht nur er.


    Christian Zürcher (TA)

    Es sah schon länger nicht mehr gut aus. Nun hat es Antepay, den Hauptsponsor des FCZ, erwischt. Auf der Website liest man, dass der Verkauf eingestellt wurde. Auf der Telefon-Hotline hört man: «Unseren Geschäftsbetrieb haben wir Corona-bedingt eingestellt.» Besitzer Giancarlo Tottoli sagt: «Ich will kein Corona-Jammerer sein, doch Corona hat uns das Genick gebrochen.» Durch den ersten Lockdown habe man sich noch durchgemurkst, der zweite sei dann aber verhängnisvoll gewesen.


    Die Firma hat Prepaid-Kreditkarten angeboten, bis zu 10’000 Menschen hätten den Service laut Tottoli genutzt, mit den geschlossenen Läden brachen die Einnahmen ein. «Als Start-up hat man keine Mordsreserven», sagt Tottoli. Er habe selbst Geld nachgeschüttet, doch es brachte nichts. Seit dem 1. April ist Schluss.

    Antepay ist seit Juli 2019 der Hauptsponsor des FCZ, knapp eine Million Franken pro Jahr war Tottoli der Werbeeffekt wert. Der Vertrag mit Antepay wäre diesen Sommer ausgelaufen – die Option auf eine Verlängerung ist mit dem Niedergang Antepays hinfällig geworden. Tottoli ist vor allem eines wichtig: Gelder sind keine ausstehend.

    Der FCZ kommt mit blauem Auge davon

    So oder so betrifft Antepays Ausstieg den FCZ nur indirekt. Seit Juli 2018 lässt sich der Club von Ringier Sports vermarkten. Die Vermarktungsfirma und der FCZ teilen sich die Werbeeinnahmen mit einem branchenüblichen Schlüssel, zugleich ist dem FCZ ein Mindestbetrag garantiert, es dürfte sich um einen tiefen einstelligen Millionenbetrag handeln (mehr Informationen dazu hier).

    FCZ-Präsident Ancillo Canepa ist zuversichtlich, dass man zusammen mit Ringier-Sports auf nächste Saison hin wieder einen Hauptsponsor finden werde. «Das Sponsoring ist für einen Profiverein wichtig, nicht nur finanziell, sondern auch für den Ausbau des Netzwerks.»

    Doch die Suche könnte zur Herausforderung werden. Der FCZ spielte vor Antepays Engagement bereits während zwei Jahren ohne Werbung auf der Brust, weil er keinen passenden Hauptsponsor fand. Mit Corona ist die Aufgabe noch einmal schwieriger geworden. Martin Blaser ist der CEO von der Vermarktungsagentur Ringier Sports, er wählt markante Worte für die aktuelle Situation. «Bildlich gesprochen: Es brennt lichterloh. Sport-Sponsoring ist ein Luxusgut höchster Kategorie. In der Krise verzichtet man auf solches.»


    Das lässt sich auch bei Energiekonzern Axpo beobachten. Dieser ist zurzeit Sponsor der Super League und unterstützt auch mehrere Clubs direkt (YB, Basel und den FCZ). Nun beendet Axpo sein ganzes Engagement im Fussball, Blaser bestätigt das. Der Ausstieg macht seine Arbeit nicht einfacher, Ringier Sports vermarktet neben dem FCZ auch die Liga.

    Die Liga will eine Perspektive

    Für den Liga-CEO Claudius Schäfer kommt der Fall Antepay nicht überraschend. «Auch wenn ich die Gründe für den Fall Antepay nicht kenne, gehe ich davon aus, dass sich das Problem in der Liga akzentuieren wird. Fehlen die Zuschauer im Stadion, dann schlägt das irgendwann voll auf die Sponsoren durch», sagt er. Schäfer rechnet damit, dass sich die Fälle von Sponsoren häufen, die sich entweder aus wirtschaftlichen Gründen zurückziehen müssen, oder nicht mehr zahlen wollen. Lange habe man auf die Solidarität der Geldgeber zählen können, doch irgendwann höre diese Solidarität auf. «Sie wollen eine Gegenleistung. Verständlicherweise», sagt Schäfer.

    Darum müsse man alles daran setzen, dass möglichst bald wieder Zuschauer in die Stadien kommen. Spätestens ab nächster Saison, sonst… Schäfer will nicht daran denken. «Wir brauchen unbedingt eine Perspektive.» Aus diesem Grund wartet er vonseiten des Bundesamts für Gesundheit (BAG) auf ein Zeichen, wie es für den Profifussball weitergehen soll. Das BAG hat ihn auf Ende April vertröstet.

    Schäfer trägt folgende Überlegung mit sich: Wenn alle impfwilligen Menschen geimpft sind, dann sind die meisten Massnahmen nicht mehr gerechtfertigt – etwas, das bereits Bundesrat Alain Berset angetönt hat. Für dieses Szenario möchte Schäfer einen Plan. Darin enthalten: der Umgang mit Geimpften und negativ getesteten Menschen. «Das können wir nicht als privates Unternehmen beschliessen, das muss der Staat machen.»

    Bis dahin müssen die Fussballclubs kämpfen. Canepa beschreibt die finanzielle Situation mit der Farbe Orange. Für Schäfer neigt die Farbe bereits ins Rote.