Beiträge von Larry

    Also wenn Pius das Team schafft bin ich am 19.1. gegen die Panthers wohl im Stadion....mit dem ZSC Pullover! Vermutlich auch sonst, mein Hockey Buddy arbeitet daran, wir haben noch Guthaben bei StubHub.


    guet ich gibs zue, bin pissed will eus dä meister letscht saison nöd gä worde isch, obschon mir en minerer meinig nah hetted müesse übercho, nachdem mer eifach abbroche hät! eigentlich will ich ja au meister werde nachem playoff

    Der Abbruch war falsch! Die Fussballer haben es richtig gemacht und die Saison nur unterbrochen und dann fertig gespielt. Im Hockey haben sie das m.E. total falsch gemacht! Alle grossen Ligen egal welcher Sport haben durchgezogen nur die Hockey Ligen in Europa haben aufgegeben. Mit den geplanten Ligaänderungen ist man einmal mehr auf dem Holzweg. Keine guten Zeiten für das Hockey in der Schweiz!

    Bild könnte enthalten: Text „DAS PASSIERT BEI EINEM SAISONABBRUCH DIE KLUBS HABEN AN DER LIGAVERSAMMLUNG DAS SZENARIO EINES SAISONABBRUCHS BESPROCHEN: Ein Meister wird nur gekürt, wenn alle Teams mindestens 75% aller Spiele absolviert haben (NL: 39, SL:35) SL: So wird die Tabelle ermittelt 1. Punkte Spiel 2. Punkte aus den Direktbegegnungen 3. Tordifferenz Anzahl Spiele 4. Geschossene Tore Anzahl Spiele Wird die Saison während der Playoffs abgebrochen, ist der Erstplatzierte der Regular Season Meister, sofern er noch im Playoff-Renner ist. Ist er bereits ausgeschieden, gibt es keinen Meister.“


    und da no uf ein Blick.

    ich verstah nöd, weshalbs überhaupt en meister brücht wänn d'Saison abbroche würd!?

    Nomal kein Meister? Dänn chönds de Seich grad für immer abschaffe! Isch scho en riese Fehler gsi letscht Saison nöd fertig spiele! Ich frög mich wieso söll d Saison abgseit werde???? Händ Ziit bis im Summer! Langsam hani kei Bock meh uf das Affetheater!

    Im EV Zug stellt sich die Frage: Was darf ein Titel kosten?

    Der EVZ hat sich in der National League zum souveränen Leader aufgeschwungen. Der Klub trotzt internen Unruhen und dem Umstand, dass er momentan nur mit drei Ausländern antritt. Gelingt dem Sportchef Reto Kläy ein Wunder?

    Nicola Berger (NZZ)

    Die produktivste Offensive der Liga, fünf Siege aus den letzten sechs Spielen, Platz 1 in der Tabelle: Eigentlich könnte der EV Zug gerade die Leichtigkeit des Seins geniessen. Doch es ist ein turbulenter Winter für den EVZ, nicht nur Corona-bedingt: Die Zuger werden im Sommer zwei ihrer wichtigsten Spieler verlieren. Santeri Alatalo wird wohl in Richtung Lugano weiterziehen, und Rafael Diaz wechselt zu Gottéron.

    Es gibt die alte Weisheit, dass jeder Spieler ersetzbar sei, und vielleicht stimmt das sogar bei Diaz und Alatalo, obwohl es keinesfalls kommode Abgänge sind. Alatalo reifte in Zug während acht Jahren vom ungestümen Mitläufer zum Nummer-1-Verteidiger. Und der Captain Diaz war das Aushängeschild des Klubs; der Verteidiger stand für die Seriosität des Standorts Zug, dem er über die Jahre mit öffentlichen Liebesbekundungen («Die schönste Stadt der Welt») huldigte. Trotzdem verabschiedet er sich, mit 35 Jahren, nach Freiburg, weil es dort mehr Geld und Vertragsjahre gibt. Der Zuger Sportchef Reto Kläy sagte, der Klub sei bis an die Grenzen gegangen, doch er trage eine wirtschaftliche Verantwortung.

    Was bleibt von der Ära Diaz?

    Die Abgänge treffen den EVZ hart, das Duo ist auf dem Schweizer Markt nicht zu ersetzen, und selbst wenn: Es wird eine neue Ära anbrechen, im Herbst 2021, weil sich mit den Abgängen vieles verändert: der Kern dieser Mannschaft, die Hierarchie. Die Frage ist, welches Vermächtnis Diaz und Alatalo hinterlassen. Darüber werden die nächsten Monate Aufschluss geben. Sie sind Eckpfeiler in einem teuren Konstrukt, das für einen einzigen Zweck aufgebaut wurde: den Gewinn einer Meisterschaft. Zwei Mal war der EVZ in der Ära Diaz nahe dran, 2017 und 2019, im Play-off-Final fehlten gegen Bern einmal zwei und einmal drei Siege. Das ist keine schlechte Bilanz, doch gemessen an den Investitionen ist sie nicht gut genug – schliesslich hat sich der Klub neben Diaz und Alatalo auch noch Spieler wie Leonardo Genoni und Grégory Hofmann geleistet. Und selbst Mitläufer wie Jesse Zgraggen und Jérôme Bachofner mit Salären von über 300 000 Franken vergoldet, damit sie bei der Mission Titelgewinn eine Rolle spielen.

    Noch immer ist das möglich, denn in einem Championat, in dem nach knapp der Hälfte der Qualifikation kein Team unwiderstehlich wirkt, ragt Zug bis jetzt heraus. Der EVZ ist souveräner Leader, was die Konkurrenten zu ärgern scheint. Nicht wenige äussern sich dieser Tage kritisch zum EVZ. In Bezug auf das hochmoderne Trainingszentrum Oym in Cham unken Funktionäre anderer Klubs, dort sei ein «Polizeistaat» erschaffen worden, so rigoros würden die Sportler und ihre Trainingswerte kontrolliert. Vielleicht entspricht das der Wahrheit, vielleicht ist es einfach Eifersucht. Sicherlich aber ist den Zugern die Aufmerksamkeit der Branche gewiss.

    Die Ausländerfrage

    Was den Widersachern Sorge bereiten muss, ist das massive Steigerungspotenzial des EVZ; längst nicht alle Spieler haben sich bisher entfaltet. Die schwedischen Stürmer Carl Klingberg und Erik Thorell waren so unproduktiv, dass unter normalen Umständen längst ihre Ablösung in Erwägung gezogen worden wäre. Auch Lino Martschini fand den Tritt wochenlang nicht.

    Und dann ist da noch der Fakt, dass die Zuger derzeit mit nur drei Ausländern spielen. Der Angreifer Ryan MacLeod, eine Leihgabe der Edmonton Oilers, ist abgereist. Und einen Ersatz wird es offenbar nur geben, wenn dieser ebenso für Kost und Logis spielt wie MacLeod, dessen Lohn von den Oilers bezahlt wurde. Als die Lokalpresse den Manager Kläy fragte, ob denn Ausgaben in der Höhe von 5000 Franken pro Monat bezahlt werden könnten, lautete dessen Antwort: Nein, gratis muss er sein. Es ehrt die Zuger, dass sie sich einer so rigiden Sparpolitik verschrieben haben. Angesichts des Lohnverzichts quer durch das Unternehmen hindurch ist das nur konsequent. Und doch ist es eine eigenwillige Strategie, fast 400 000 Franken für Spieler in der vierten Linie auszugeben und dann keine 5000 pro Monat in einen Ausländer investieren zu wollen.

    Bis zum Transferschluss bleiben knapp zwei Monate. Das ist Zeit genug, den Sportchef Kläy zumindest versuchen zu lassen, ein Wunder zu erwirken. Und wenn das nicht gelingt, bleibt vielleicht ja doch noch die elegante «Langnauer Lösung». Die SCL Tigers haben sich den exzellenten Marcus Nilsson fremdfinanzieren lassen, ein Verwaltungsrat übernimmt die Kosten. Rund um den EVZ gibt es genügend solvente Menschen, die nach mehr als 20 Jahren des Wartens auf einen Meistertitel gewillt sein dürften, 5000 Franken pro Monat zu sponsern.

    ZSC-Niederlage in Langnau

    Simon Bodenmanns Pausen, die nicht enden wollten

    Lange fiel der ZSC-Stürmer mit einer Gehirnerschütterung aus. Kaum genesen, musste er zwei Mal in Quarantäne. Nun erlebte er in Langnau einen persönlichen Albtraum-Match.


    Kristian Kapp (TA)

    Es war so ein Spiel für Simon Bodenmann in Langnau, eines so richtig zum Vergessen. Eines, in dem eigentlich lange alles gar nicht so schlecht aussah, auch für seine Linie nicht. Bodenmann stürmt an der Seite Marcus Krügers und des Topskorers Denis Hollenstein, und das Trio tat auch das, was von ihm erwartet wird: Chancen kreieren. 14 Mal kam es an diesem Sonntagnachmittag zum Abschluss.


    Aber die Tore fielen immer nur auf der falschen Seite.

    «Das war bitter, unsere Linie war am Ende Minus-3, und es fühlte sich an, dass bei jedem Angriff gegen uns auch gleich ein Tor fiel», rekapitulierte Bodenmann das Geschehen in einem Spiel, das mit einer 3:5-Niederlage des Grossen gegen den Kleinen endete. Und dies, obwohl die ZSC Lions nach 26 Minuten noch standesgemäss 3:1 führten und am Ende auch in der Schussstatistik deutlich (48:25) vorne lagen.


    Eine Minus-3-Bilanz ist das eine. Doch Bodenmann erlebte auf dem Eis auch mit, wie ein slapstick-artiger Ausrutscher seines Verteidigers Patrick Geering am Ursprung des Langnauer 3:3 stand. Und weil es eben so ein Spiel zum Vergessen war, reichte das noch nicht. Bodenmann bereitete ungewollt den 4:3-Gamewinner des Gegners mit einem nicht minder komischen Zusammenstoss mit Langnaus Junior Patrick Petrini vor – halber Salto vorwärts inklusive.

    «Das zu akzeptieren war schwierig»

    Für Bodenmann gibt es derzeit aber auch andere Blickwinkel. Sorgen um seine Mannschaft macht er sich keine, auch wenn die Niederlage in Langnau nun die zweite hintereinander war. Denn zuvor hatten die Lions immer nur gewonnen: Acht Mal in der Meisterschaft, drei Mal im Cup. Und für ihn persönlich gilt derzeit vor allem auch dies: Froh sein, spielen zu können.

    Bodenmann spielte in Langnau erst zum achten Mal in dieser Saison, er ist immer noch mitten in seinem Comeback nach langer Pause. Acht Wochen lang konnte er zu Saisonbeginn nicht mittun, nachdem er sich in der Vorbereitung eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte. Acht lange Wochen, nachdem er zunächst gedacht hätte, nach spätestens deren zwei wieder zurück zu sein. Weil diese Art der Verletzung aber die wohl unberechenbarste und vielleicht auch gefährlichste überhaupt ist, wurde das Warten länger und länger. «Zu akzeptieren, dass es mehr als diese ein oder zwei Wochen geht, war für den Kopf schwierig», sagt Bodenmann.

    Immerhin hatte sein Weg zurück Struktur. «Das Schlimmste wäre gewesen, wenn ich zuhause untätig hätte sein müssen. Weil du dann nur herum studierst und nicht einmal weisst, ob es dir überhaupt wieder besser geht», sagt Bodenmann. Er begab sich sofort in das Swiss Concussion Center in der Schulthess Klinik in Zürich. Es war für ihn ein bereits bekannter Weg: «Mir hilft das sehr, dorthin zu gehen, du erhältst einen Plan, du siehst die Fortschritte, das gibt dir Vertrauen und ein gutes Gefühl.»


    «Jedes Spiel wird mir gut tun»

    Was Bodenmann noch nicht wusste: Die mental grössere Herausforderung stand ihm erst bevor. Nach acht Wochen war das Comeback zum Greifen nahe, die ersten beiden Trainings mit der Mannschaft hatten ihm Zuversicht verliehen. Doch dann hatten die Lions ihre ersten Coronafälle, die ganze Mannschaft, inklusive Bodenmann musste für zehn Tage in Quarantäne. Und kaum war diese überstanden, kam bereits Fall 2 – wieder hiess es, zehn Tage untätig zuhause sein zu müssen. «Das nervte mich eher noch mehr», sagt Bodenmann. «Aber es gehört diese Saison dazu, auch mit solchen Dingen umgehen zu können.»

    Und darum sagt Bodenmann nun: «Du musst froh sein, spielen zu dürfen.» Das Spiel in Langnau war der Auftakt in eine intensive Phase mit vielen, vielen Spielen für die Lions. Es gilt auch, das in zwei Quarantänen Verpasste wieder nachzuholen. «Noch produziere ich zu wenig, ich habe höhere Ansprüche an mich», sagt Bodenmann, dem bislang ein Tor und drei Assists gelangen. «Aber jedes dieser vielen Spiele wird mir nun gut tun.» Und für ihn gilt erst recht auch dies: «Mit meinem Kopf ist wieder alles gut. Und das ist das Wichtigste.»

    Backhand

    Als wären die Schweizer eine Bande von Hockey-Exoten

    Ohne NHL-Draftees wurde die U-20-WM zur Enttäuschung, die Schweiz war so schlecht wie schon lange nicht mehr. Die geplanten Reformen im Schweizer Eishockey werden kaum Besserung bringen.


    MEINUNG

    Kristian Kapp (TA)

    Es war schon fast eine Tradition für Schweizer Hockeyfans: das Mitfiebern mit der U-20 zu Jahresbeginn, die Träume vom Coup im WM-Viertelfinal. Doch daraus wurde 2021 nichts, erstmals seit 2016 scheiterten die Junioren in der Gruppenphase, wurden Letzte. In der schwächeren Gruppe, mit der Slowakei und Deutschland. Mit null Punkten. Mit 5:20 Toren. ­Wobei diese Bilanz mit vier späten, aber nutzlosen Toren im letzten Spiel massiv geschönt wurde.

    Nie seit dem Aufstieg in die A-Gruppe 2009 war die Schweiz so schlecht. Der Niveau-Unterschied zu den Topspielern der anderen Nationen war erschreckend gross. Der Vergleich ist einerseits unfair, aber die beiden besten deutschen Stürmer, J. J. Peterka (Zweitrunden-Draftee Buffalos 2020) und vor allem Tim Stützle (Nummer-3-Overall-Draftee von Ottawa 2020) liessen es teilweise aussehen, als spielten da Profis gegen Kinder.

    Mit nur einem einzigen Stammspieler

    Andererseits ist der Vergleich zulässig: Deutschland ist auf allen Stufen einer der direkten Konkurrenten der Schweiz im ewigen Kampf um die Ränge 7 und 8 in der Weltrangliste. Natürlich spielte bei der Schweiz ein schwächerer Jahrgang, mit einigen 17- und 18-Jährigen, die in einem Jahr wieder dabei und besser sein werden. Doch das ist nicht der Grund fürs Scheitern.

    Als einziges WM-Team hat die Schweiz überhaupt keine NHL-Draftees. Nur zwei ihrer Spieler werden in der National League eingesetzt. Und das in der «Corona-Saison», in der es keinen Absteiger, es nichts zu verlieren gibt.

    Besonders beschämend: Mit Simon Knak gibts gar nur einen einzigen 18-jährigen Stammspieler. Selbst das ist Zufall: Knak spielt in Davos, weil sein Junioren-Team in Kanada wegen Corona noch nicht ran darf. Kaum Zufall ist, dass Knak im auf WM-Niveau hin und wieder überfordert wirkenden Schweizer Team einer der wenigen Stürmer war, die der Herausforderung gewachsen zu sein schienen. All das tönt wie die Beschreibung der Zustände bei einem Eishockey-Exoten.

    Nun muss natürlich die Frage auch umgekehrt gestellt werden: Sind die Jungen, die da nachrücken sollten, schlicht nicht gut genug, um sofort auf NL-Niveau ins kalte Wasser geworfen zu werden? Spricht man gerade mit Coaches aus dem skandinavischen Raum, die in der Schweiz arbeite(te)n, kommt, solange die Diskussion «off the records» bleibt, regelmässig dieselbe Analyse: Ja, die Schweizer Junioren haben teilweise wirklich sehr gute Einzelskills, sie sind in der Regel aber nicht gut genug ausgebildet fürs Männer-Eishockey, weder einzeltaktisch noch körperlich.

    Öffentlich steht natürlich keiner zu diesen Aussagen, man will ja kein schlechter Gast des Schweizer Eishockeys sein. Denn diese Kritik hört man bei uns nicht gerne. Auch Knak machte übrigens diese Erfahrung, als er 2019 zu Portland wechselte. Er musste zunächst sein Spiel in Spezialtrainings anpassen, bevor er in jene gute Rolle schlüpfte, die er am Ende der Saison innehatte. Am Mangel einzelner hervorragender Skills lag es auch bei ihm nicht, mehr an grundsätzlichen Angewohnheiten.

    Besserung ist nicht in Sicht

    Werden die NL-Teams in der Not nun aber dennoch vermehrt auf junge Spieler setzen? Wie in Schweden, wo schon 16- und 17-Jährige mittun (auch weil die rund 200 besten Schweden in anderen Ländern spielen), und wo das Niveau dennoch höher ist als in unserer NL, die wir, wohl aus reinen Spektakelgründen, ach so gerne zur drittbesten Liga weltweit hochfabulieren? Kaum.

    Geplant ist schliesslich eine Erhöhung der Ausländer, von vier auf zehn. Darum sollen bei den Junioren vereinzelt auch U-22-Spieler mittun dürfen. All das, um die Löhne der Profis zu senken. Mit Blick auf die U-20-WM wirkt das wie ein schlechter Witz. Einer, über den aber nur die anderen Hockey-Nationen lachen.

    -----------------------------------------

    Mein Senf: Wie schon gesagt: Die geplante Reform ist scheisse aber der Schweizer Nachwuchs eben auch! Einfach Pfeifen aufstellen in der NLA geht eben auch nicht!

    Bevor die anderen Spiele beginnen haben die ersten vier alle 20 Spiele. Hätte man zwei Spiele mehr gewonnen wäre man mit Zug gleich. So ist man 6 Punkte hinter Zug und ein bzw. zwei Punkte hinter Fribourg und Lausanne. Platz 4 ist aber schon so was wie das Minimum das man mit dieser Truppe erreichen muss! Da muss mehr kommen die nächsten 20 Spiele!

    ausser es würde „grossflächig“ auf die untere Liga ausgewichen, was ich mir nicht so richtig vorstellen kann.

    "Rappi, Ambri, Kloten, Davos und Langnau sollten sich der Swissleague anschliessen und den Grossen den Finger zeigen. Ich wette die Swiss League wird der National League in ein paar Jahren eh den Rang ablaufen. "

    Ich lach mich Tod ab solchen Kommentaren! Es geht doch kein SCB Fan nun Olten gucken, er nimmt höchstens seine SK nicht mehr und auch das wird wohl nur die grosse Ausnahme sein.

    Rikard Grönborgs Kritik

    «Wir haben die Demut etwas verloren»

    Der ZSC-Trainer spricht nach dem letzten Spiel des Jahres über Konstanz, den Weckruf in Zug und Frustrationen im Covid-Jahr.

    Marco Keller (TA)

    Vor dem letzten Drittel führten die ZSC Lions gegen Biel 1:0, am Schluss stands 1:3. Was ist passiert?

    Wir haben in einem dummen Moment Strafen kassiert. Der Ausgleich fiel nach einer angezeigten Strafe und dann war das Momentum, das wir für den letzten Abschnitt kreieren wollten, weg, weil wir Strafen in der offensiven Zone nahmen, und das sollte natürlich nicht passieren. Biel hat das beste Powerplay der Liga, und ich bin wirklich überrascht, dass sie nicht besser klassiert sind, sie haben eine sehr gute Mannschaft. Ja, wir haben gegen ein sehr gutes Team verloren, wir sind ihnen aber auch ein wenig in die Falle gegangen.

    Es war aber auch die erste Niederlage nach über zwei Monaten. Eine lange Zeit trotz der vielen Unterbrüche und eine beeindruckende Serie.

    Das stimmt. Es ist aber blöd, dass sie ausgerechnet im letzten Spiel des Jahres zu Ende ging. Aber wir spielen in einer guten Liga und man kann nicht erwarten, dass man einfach durchläuft, erst recht nicht, wenn man solche Fehler macht, die wir eben angesprochen haben. Es kann aber auch eine heilsame Lektion für uns sein, sodass wir einsehen, dass wir nicht einfach rausgehen und spielen und immer drei Punkte holen können. Wir müssen auch die Arbeit machen und intelligenter spielen.

    Wie lange werden Sie sich mit dieser Niederlage beschäftigen?

    Für mich geht es um den Prozess. Ihr Journalisten schaut auf solche Serien, für mich ist aber der Prozess wichtiger. Wir haben elf Spiele in Serie gewonnen, drei im Cup, acht in der Meisterschaft, und dann waren da all diese Unterbrüche. Es ist schwierig, zu planen für einen Coach, aber das geht allen Teams so. Wir sind auf der Suche nach Konstanz, und für mich ist Konstanz der Effort und dass wir uns an unseren Gameplan halten.

    Blicken wir zwei Monate zurück. Was ist nach den zwei klaren Niederlagen gegen Zug und jener gegen Ambri passiert?

    Eine Saison verläuft ein wenig in Wellen, man muss einfach schauen, dass die Tiefen nicht zu lange andauern, dafür die Höhen länger. Wir hatten schon in der Vorbereitung neun Spiele gewonnen und gingen dann mit viel Selbstvertrauen zum Startspiel nach Lugano, wo wir dann verloren. Danach spielten wir ziemlich gut, haben dann aber etwas nachgelassen und speziell das eine Spiel in Zug war unser Tiefpunkt in diesem Jahr. Wenn man aber ein solches Spiel hat, muss man sich fragen: Was machen wir hier? Das ist eine Art Erinnerung, dass es eine gute Liga ist, mit anderen starken Teams und Spielern. Wir müssen demütig sein und zwar jedes Mal. Das ist uns oft sehr gut gelungen. Heute haben wir diese Demut ein wenig verloren.


    Die vielen langen Unterbrüche waren nervenzehrend. Was ist der Schlüssel, wieder bereit zu sein, wenn es endlich wieder einmal zählt?

    Ich weiss nicht, ob jemand den Schlüssel hat. Wir wollen einfach die Konstanz von unserer Seite her zeigen und den Fokus auf die Sachen lenken, die wir kontrollieren können, und nicht die ganze Zeit über Covid-19 reden. Wir schätzen uns glücklich, dass wir unseren Job immer noch ausüben können. Natürlich hätten wir sehr gerne unsere Fans hier im Hallenstadion, aber wir spielen auch für die Fans, die uns jetzt zu Hause zuschauen.

    Wie frustrierend war dieses Eishockeyjahr insgesamt?

    Wenn ich Frustration zulassen würde, wäre ich kein sehr guter Coach. Auch ich muss jeden Tag Konstanz zum Team bringen. Wir sind jeden Tag gerne miteinander zusammen, wir mögen das Umfeld, das wir schaffen. Wir verlangen viel von den Spielern, aber damit wir dies tun können, müssen auch wir vom Coachingstaff mit gutem Beispiel vorangehen. Bis jetzt ist uns dies ziemlich gut gelungen, aber wir klopfen uns jetzt nicht auf die Schulter. Im Moment werden keine Trophäen vergeben.

    Wo möchten Sie weitere Fortschritte sehen?

    Man kann sich immer überall verbessern. Wichtig ist aber, dass man, wenn man nicht gut spielt, dennoch die Grundlage aufrechterhält und sich daran anlehnen kann. Das war ein grosser Faktor bei unseren bisherigen Erfolgen, und das wollen wir jedes Mal erreichen.

    Wenn alles optimal läuft, stehen bis zum Ende der Qualifikation in 80 Tagen 33 Spiele an. Sind die ZSC Lions bereit dafür?

    Ich denke, ja. So bereit, wie man sein kann. Lassen Sie mich Holz anfassen, wir brauchen natürlich auch etwas Glück mit Verletzungen und Erkrankungen. Aber auch das können wir nicht kontrollieren. Die Konstanz wird wieder entscheidend. Und wenn Sie mich oder die Spieler fragen: Wir spielen lieber, als dass wir trainieren.

    Was wünschen Sie sich für 2021?

    Für alle Leute auf diesem Planeten wünsche ich mir viel Widerstandsfähigkeit und die Rückkehr zur Normalität – oder zur neuen Normalität, wie diese auch immer aussieht.