Beiträge von Larry

    ich findes guet! punkt! :geil:

    Klar! Erinnert mich an die Saison im Hardturm: Spiel gegen den FCB, ich auf der Haupttribüne, hinter mir paar FCB Fans: "Dzemaili ist der meistüberschätzte Spieler der Schweiz" - bum, Goal Dzemaili zum 2:0, am Ende 3:2 Sieg!8):geil:

    Ob die Ultra-Szene dies ebenso tun wird? We will see.

    "Mit den Jubos hat sich eine der drei großen Dortmunder Ultra-Gruppierungen bereits in diesem Jahr aufgelöst. Als Begründung wird in erster Linie der aussichtlose Kampf gegen den modernen Fußball angeführt. "

    Von was träumen die Nachts?:nixwiss:

    ZSC Lions – HC Davos: Man mag es kaum glauben, aber sie spielen wieder. Die ZSC Lions haben die zweite Quarantäne der Saison und die anschliessende Return-to-play-Phase hinter sich und können nach mehr als zwei Wochen Zwangspause wieder in die Meisterschaft eingreifen. Von den Spielern sind allerdings noch längst nicht alle wieder fit. So dürften Lukas Flüeler, Dario Trutmann, Phil Baltisberger, Christian Marti, Garrett Roe, Justin Sigrist, Simon Bodenmann, Fredrik Pettersson und Marco Pedretti fehlen. Das sind neun Stammspieler.:shock::(

    Aufgefüllt wird das Kader mit Spielern der GCK Lions. Angesichts dieser Umstände dürfte die Favoritenrolle im Duell gegen den HC Davos weit weniger klar sein als sonst. Bei den Bündnern hat sich derweil Joe Thornton in Richtung Nordamerika aufgemacht, sein temporäres Gastspiel in der zweiten Heimat ist beendet. Wie wird sich der in dieser Saison strauchelnde HCD ohne Thorntons Routine schlagen? Im Hallenstadion treffen auf jeden Fall zwei Mannschaften aufeinander, die im Moment auch ziemlich mit sich selber zu tun haben. (pic.) (NZZ)

    Lucien Favre hat einen exzentrischen Hang zum lauten Abschied

    Schnell verliess der bekannteste Schweizer Fussballtrainer seine Klubs nie, aber meist waren die Zäsuren geräuschvoll. Sie hinterliessen Scherben und waren von Unberechenbarkeit, Zwängerei, Solo-Einlagen und gegenseitiger Enttäuschung geprägt, sei es in Yverdon oder Dortmund.

    Stefan Osterhaus, Peter B. Birrer (NZZ)

    Es war ein plötzlicher Abschied, den Lucien Favre am Sonntag von Borussia Dortmund nahm. Freiwillig war er nicht, der Klub vollzog die Trennung, da die Exponenten nicht mehr daran glauben, ihr Minimalziel – einen Rang in der Champions League – mit Favre erreichen zu können. Die Kulisse war durchaus geräuschvoll: Mats Hummels und Marco Reus setzten nach der 1:5-Niederlage gegen den VfB Stuttgart zu dem an, was sich als eine Generalabrechnung mit der fussballerischen Idee Favres bezeichnen lässt; Hummels stellte sogar die Sinnhaftigkeit der jüngeren Arbeit Favres infrage.

    Insofern steht auch die Dortmunder Episode in einer Tradition: Wenn Lucien Favre einen Klub verlässt, geschieht dies selten geräuschlos. Auf fast jeder seiner Stationen war der Weggang des Romands von undurchsichtigen Komplikationen begleitet. Mal wogen sie schwerer, mal weniger, mal war der Anteil Favres grösser als derjenige des Klubs, mal war es umgekehrt. Selbst in Nizza gab es 2017 Diskussionen, weil der quengelnde Favre den Klub bereits nach einer Saison vorzeitig Richtung Dortmund verlassen wollte, ihm dies aber zu dem Zeitpunkt verwehrt wurde.

    Echallens, Yverdon, Servette, FC Zürich, Hertha BSC, Mönchengladbach, Nizza und der BVB sind die Stationen einer Trainerkarriere, die nun schon weit über 25 Jahre währt. Wahllos hat Favre nie einen Arbeitgeber gewechselt: Jede Entscheidung schien wohlüberlegt, zudem war jeder Schritt einer nach vorn. Dortmund hätte die Krönung sein können.

    Mindestens blieb Favre zwei Jahre bei den jeweiligen Klubs, in Mönchengladbach, Yverdon und Zürich waren es sogar vier oder mehr. Dass Trainer sich in der dritten Saison verschleissen, ist nicht ungewöhnlich, häufig geschieht es noch viel früher. Ungewöhnlich ist allerdings das Getöse, das um Favre gemacht wird – oder das dieser selber veranstaltet.

    Der Vorwurf der Unehrlichkeit

    So war es auch beim Wechsel im Jahr 2000, als er vom Kleinklub Yverdon zum damals von Canal Plus geführten Servette FC wechselte. Es war ein logischer Schritt für den früheren Servette-Spieler, der in der «Fussballprovinz» Yverdon über Gebühr Erfolg vorzuweisen hatte. Früh im Jahr 2000 unterschrieb er in Genf, erste Gerüchte um seinen Fortgang wurden dementiert, nicht zuletzt von ihm. Dass es doch so war, erfuhr man hinter vorgehaltener Hand. «Unehrlichkeit» war der Vorwurf in Yverdon. Als es nicht mehr zu verbergen war, trennte sich Yverdon vor dem Saisonschluss von Favre.

    Als erfolgreich kann auch die Arbeit in Genf gelten. Aber Servette und auch Favre waren in Machtspiele und Intrigen verstrickt, in die selbst Spielervermittler involviert waren. Favre hatte im Team vor allem den Routinier Sébastien Fournier gegen sich, dem der Klub eigenartigerweise einen langfristigen Vertrag gab – die Empfehlung Favres war es nicht gewesen. Das Klima war von Misstrauen und Spannungen geprägt.

    Ebenfalls hitzig ging es zu und her, als er 2007 dem FC Zürich den Rücken kehrte und zur Hertha nach Berlin wechselte. Es war wie eine Kampfscheidung, zumal Favre die Spieler Raffael und Steve von Bergen sowie den Trainerassistenten Harald Gämperle mitnahm. Der damalige FCZ-Sportchef Fredy Bickel fühlte sich hintergangen und beklagte bitterlich, dass sich Favre nach dem Wechsel entgegen seinen Versprechungen nie mehr bei ihm gemeldet habe.

    Auch der Klubpräsident Ancillo Canepa war erzürnt. Der FCZ prangerte die Vorgehensweise an, die Verantwortlichen fühlten sich hinters Licht geführt. Der Sportchef Fredy Bickel sagte seinerzeit: «Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass Lucien mich derart an der Nase herumführt.»

    In der Bundesliga setzte Favre seine Arbeit erfolgreich fort. Nach einer mittelmässigen ersten Saison mit den Berlinern trumpfte die Hertha in der zweiten Spielzeit auf. Favre war zeitweilig sogar ein ernsthafter Herausforderer der Bayern, was überraschend genug war. Im Saisonfinish verzockte er sich, setzte den Captain Arne Friedrich auf die Bank. Die Spannungen nahm der Klub mit in die nächste Saison, erschwerend kam hinzu, dass auch der Goalgetter Marko Pantelic den Klub verlassen hatte. Nach einer Serie von Niederlagen wurde Favre Ende September 2009 entlassen.

    Sechs Wochen später sorgte er für eine Premiere in der Bundesliga: Er lud zu einer Pressekonferenz ins Berliner Hotel Adlon – und legte dar, warum Hertha mit der Entlassung falsch gehandelt habe. «Niemand hat gegen den Trainer gespielt, inbegriffen Arne Friedrich», war eine Behauptung, die Transferpolitik seines früheren Arbeitgebers kommentierte Favre ungewohnt offensiv.

    Der Anruf bei der Nachrichtenagentur

    Favre habe eine Gelegenheit verpasst, zu schweigen – so lautete der einhellige Tenor in der Berichterstattung. Nicht wenige Experten glaubten, Favre habe sich damit für alle Zeiten in der Bundesliga unmöglich gemacht. Doch die Chance zur Rehabilitation kam schnell. Im Januar 2011 erhielt er einen Anruf von Mönchengladbachs Manager Max Eberl. Die Borussia war nicht nur abstiegsbedroht, sie galt vielen als unrettbar. Favre sagte zu, schaffte den Klassenerhalt, spielte darauf eine erfolgreiche Saison. Als einige Stützen den Verein verliessen, musste er gewissermassen ein neues Team aufbauen. Auch dieses hatte Erfolg, die Borussia qualifizierte sich sogar für die Champions League.

    Im September 2015 aber folgte die Trennung nach einer Serie von Niederlagen. Nicht die Borussia hatte sie vollzogen, sondern Favre gab entnervt auf. Am Morgen informierte er eine Nachrichtenagentur, gab dieser seine Demission bekannt. Der Manager Eberl erfuhr davon, als er am Sonntag mit seinem Hund spazieren ging. «Wir sind nach wie vor total davon überzeugt, dass Lucien der perfekte Trainer für Borussia ist», so der fassungslose Eberl.

    Obschon Favre seinen Abgang in Mönchengladbach alles andere als professionell gestaltete, ist die Borussia noch immer gut auf ihn zu sprechen. Auch in der Dortmunder Krisensituation hatte er in Eberl einen Verteidiger, der darauf hinwies, wie überzogen die Anwürfe an Favre doch seien. Er schätzt seinen ehemaligen Angestellten als das, was er ist: als einen Fachmann – mit dem Hang zum spektakulären, vom Affekt bestimmten, unberechenbaren, verschlungenen und einsamen Abschied, der oft Scherben zurückgelassen hat.

    Es scheint von aussen wirklich so zu sein, wie wenn aktuell der SCB und der HCD aufgrund ihrer aktuellen Situation auf diese Regelung hoffen.

    Die beiden Clubs haben ein cleveres Päckli geschnürt das auch Zückerli für die Kleinen enthält, so z.B. kein Absteiger mehr! So wird das Mehrheitsfähig! Was mich sehr wundert ist das Zug da auch dabei ist.

    Das Unauffällige wird auffällig – der FC Zürich agiert derzeit so zuverlässig wie lange nicht mehr

    Der FCZ gewinnt dank dem 1:0 erstmals seit fast 20 Jahren in Lugano. Die wiedergewonnene Stabilität des Teams verdankt sich dem Interimstrainer Massimo Rizzo – er dürfte demnächst ein neues Arbeitspapier unterschreiben.

    Flurin Clalüna (NZZ)

    Der FCZ-Präsident Ancillo Canepa sass am Sonntagabend gutgelaunt im Fernsehstudio von Blue in Volketswil. Sein FC Zürich hatte in Lugano 1:0 gewonnen, Canepa hatte am TV zugesehen, bei einer vergebenen Torchance «fast einen Herzinfarkt erlitten», etwas gezittert – und sich schliesslich gefreut. Es geht dem FCZ ziemlich gut, mit dem Interimstrainer Massimo Rizzo hat er in acht Spielen fünf Mal gewonnen. Und eigentlich warten alle nur, bis Canepa nun sagt, dass Rizzo auch nach Weihnachten FCZ-Chefcoach sein werde.

    Im Studio wurde eifrig über Rizzo diskutiert, der Trainer sprach von einem «Vertrauensverhältnis» zwischen ihm und dem Präsidenten. Und schliesslich sagte Canepa auf die Frage, ob es einen Grund gebe, nicht mit Rizzo zu verlängern: «Es gibt keinen Grund. Ich denke schon, dass wir uns in dieser Richtung einigen werden.» Die Vertragsverlängerung sei zwar noch nicht offiziell, aber Rizzo sei an der Kaderplanung und bei der Suche nach einem Assistenztrainer beteiligt. Wie lange Rizzos Vertrag dauere, sei noch offen, sagte Canepa. Es ist also alles nur Form- und Verhandlungssache. Noch mehr Argumente für sich sammelte Rizzo am Sonntag in Lugano.

    Luganos Serie reisst

    Fast 20 Jahre lang sind die Fussballteams des FC Zürich immer wieder durch den Gotthard ins Tessin gefahren. Sie kehrten kurz im Stadio di Cornaredo in Lugano ein, gewannen nie und gingen wieder nach Hause. Gilbert Gress, fast schon ein Trainer der Vormoderne des FCZ, war der letzte Zürcher Coach, der in Lugano gewinnen konnte, im März 2001, vor einer kleinen Ewigkeit.

    Doch an diesem Dezembersonntag war die Heimreise durch den Tunnel für den FCZ wieder einmal eine Vergnügungsfahrt. Er gewann 1:0, weil der Lugano-Goalie Noam Baumann im entscheidenden Moment nicht der hervorragende Torhüter war, der er zuvor so lange gewesen war: Breitbeinig dazustehen, war beim Siegtreffer des FCZ keine gute Idee. Der Ball rutschte ihm zwischen den Füssen durch und machte eine Serie zunichte, auf die die Luganesi so stolz gewesen waren: 13 Monate hatten sie im Cornaredo nicht mehr verloren. Aber diesmal trafen sie auf einen Gegner, der neuerdings ähnlich solid spielt wie sie. Man habe sich lange gegenseitig neutralisiert, sagte der FCZ-Trainer Massimo Rizzo, «aber am Ende haben wir verdient gewonnen».

    Magnins Einsicht

    Das Auffälligste am neuen Stil ist: Rizzo hat seiner Mannschaft die Unberechenbarkeit ausgetrieben, auf die sein Vorgänger Ludovic Magnin so geschworen hatte, um die Gegner zu verwirren. Mit Rizzo ist der FC Zürich verantwortungsbewusster geworden, und niemand wird es langweilig nennen wollen, dass man sich nun wieder mehr auf ihn verlassen kann. Der FCZ weiss, was er spielt. Er weiss, was er kann – und was eben nicht. Vielleicht lässt sich das bei niemandem besser ablesen als bei Toni Domgjoni, dem lange Zeit unscheinbaren Mittelfeldspieler, der inzwischen Tore erzielt und elegante Pässe spielt, so wie beim 1:0 von Blaz Kramer. So ist das derzeit beim FCZ: Das Unauffällige wird auffällig. In der Schlussviertelstunde fiel noch etwas anderes auf: dass bei den Zürchern auch ein Goalie im Tor steht. Erst dann musste Yanick Brecher den einen oder anderen Ball halten.

    Canepa sagte am Sonntag im Fernsehstudio auch, wie aus seiner Sicht die Trennung von Rizzos Vorgänger Ludovic Magnin vonstattengegangen war. Nach der 0:4-Niederlage gegen Lausanne im Oktober hätten sich Magnin und Canepa zusammengesetzt, und der Trainer habe von sich aus gesagt: «Präsi, es ist Zeit. Die Mannschaft braucht neue Impulse.» Die Spieler haben sie dankbar aufgenommen. Und der neue Trainer Rizzo wird für diese Arbeit höchstwahrscheinlich mit einem neuen Arbeitspapier belohnt.

    Borussia Dortmund entlässt den Trainer Lucien Favre – es ist das Ende einer Zweckbeziehung

    Lucien Favre ist nicht länger BVB-Coach. Der Zeitpunkt der Entlassung mag überraschen, die Gründe für die Trennung sind allerdings nachvollziehbar.

    Stefan Osterhaus, Berlin (NZZ)

    Nun ist es zu Ende, das dritte Bundesliga-Engagement des Fussballtrainers Lucien Favre. Am Sonntag, am Tag nach der 1:5-Niederlage im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, vollzog Borussia Dortmund die Trennung. Warme Worte begleiteten den Trainer; für die Stilnote war Hans-Joachim Watzke, der Klubchef, zuständig. Für zweieinhalb Jahre «hervorragende Arbeit» dankte der Sauerländer: «Als Fachmann und als Mensch ist Lucien Favre über jeden Zweifel erhaben.»

    In der Erklärung des Sportchefs Michael Zorc überwog dagegen Skepsis. Gewiss sei dem BVB der Entscheid, Favre zu entlassen, schwergefallen: «Gleichwohl sind wir der Meinung, dass das Erreichen unserer Saisonziele aufgrund der zuletzt negativen Entwicklung in der gegenwärtigen Konstellation stark gefährdet ist und wir deshalb handeln müssen.»

    Zwar mag Favres Entlassung so kurz nach einer Niederlage selbst Insider überraschen. Doch unbegründet ist sie nicht. In elf Saisonspielen in der Liga hat der BVB bereits viermal verloren, gegen den Abstiegskandidaten aus Köln ebenso wie gegen den Aufsteiger aus Stuttgart. Zum einen war die von Zorc skizzierte Tendenz deutlich genug, zum anderen ist die Konkurrenz zahlreicher als in den Jahren zuvor. Nicht nur Bayern und Leipzig, sondern auch Gladbach und Leverkusen drängen in die Champions League.

    Harte Kritik aus dem Team

    Er sei überzeugt gewesen, erneut eine erfolgreiche Saison zu spielen, so lässt sich Favre in einer Mitteilung zitieren: «Ich finde es sehr schade, dass sich unsere Wege hier trennen.» Eine Verabschiedung von der Mannschaft hat es nicht gegeben. Dass Favre danach der Sinn gestanden hätte, ist nach den Reaktionen seiner Leader allerdings zu bezweifeln. Marco Reus, der Captain, nahm die Entlassung Favres vorweg, indem er das Team nach dem Desaster gegen Stuttgart für nicht titeltauglich erklärte: «Jeder weiss, dass wir eine Mannschaft sind, die nicht gut verteidigen kann. Das muss man so klar sagen. Wenn wir die nächsten drei Spiele so spielen, holen wir nichts mehr.»

    Mats Hummels, dem als Innenverteidiger die Organisation ebenjener Defensive obliegt, formulierte die Kritik an Favres System auf Sky ebenso drastisch. Er sprach der Spielidee schlicht die Sinnhaftigkeit ab: «Es geht darum, Automatismen zu haben und sinnvollen Fussball zu spielen. Sinnvoll heisst: Risiken da, wo es angebracht ist, und nur da, wo es einen Ertrag gibt, wenn es klappt.» Stattdessen versuche das Team «immer, klein-klein durch enge Räume durchzuspielen. Das klappt in den seltensten Fällen. Es war einfach zu viel Geschnicke.»

    Eine solche Fundamentalkritik hat Seltenheitswert. Sie stellt dem Trainer ein ungenügendes Zeugnis aus. Erfolgreich, so Hummels, ist die Mannschaft nicht wegen der Idee, das Spiel zu organisieren, sondern allein der Geistesblitze der meist jungen Individualisten wegen: «Oft können wir das irgendwie kaschieren, durch individuelle Klasse etwa.»

    «Geschnicke»: das Sich-Verlieren in Details, das unablässige Tüfteln, das das grosse Ganze aus dem Blick geraten lässt. Dabei galt doch gerade Favre als ein Trainer, der sich glänzend darauf versteht, einem Team eine Idee zu vermitteln. An jeder seiner Stationen wurde diese Fähigkeit des Trainers gepriesen, der zudem nicht zu Unrecht im Ruf stand, grössten Wert auf eine solide Defensive zu legen. Auch in Dortmund stellten sich in seinem ersten Jahr bald Effekte ein. Nicht die Bayern, sondern die Borussia spielte den besten Fussball in der Bundesliga – und zwar bis zu jenem Zeitpunkt, als es darum ging, Ansprüche auf den Titel zu formulieren.

    Nun aber sind die Ansprüche in Dortmund nicht eben gering. Sich als Konkurrent der Bayern zu begreifen, bedeutet auch: bald einmal wieder den Titel zu gewinnen. Hierzu unternimmt die Borussia allerhand Anstrengungen. Das Scouting-System gilt nicht nur in Deutschland als vorbildlich. Immer wieder erspähen die Dortmunder früh brillante Talente.

    Nur zweiter Sieger

    In dieser Saison konnte der 18-jährige Giovanni Reyna ebenso auf sich aufmerksam machen wie der ein Jahr jüngere Jude Bellingham. Ein anderer aus dem Kreis der Hochbegabten ist längst eine feste Grösse: der Norweger Erling Haaland. Es lässt sich also durchaus behaupten, dass der BVB alles Erdenkliche tat, um Favre das bestmögliche Team zur Verfügung zu stellen für einen Titelkampf, der zwar ambitioniert, aber sicher nicht aussichtslos ist.

    Favre hingegen gab immer wieder recht unmissverständlich zu verstehen, dass er zwar ein passables Kader habe, die Borussia mit ihrem Personal aber dennoch bloss zweiter Sieger sein könne. Das kann auch als ein Affront gegenüber dem Management begriffen werden, das seine Anstrengungen nicht gewürdigt sah. Der einzige Trainer in der Liga, der bessere Voraussetzungen vorfindet als Favre, ist Hansi Flick in München.

    Favres Scheitern in der Bundesliga folgt einem Muster: Er ist zwar – wie in Berlin und Gladbach – in der Lage, binnen kurzer Zeit ein Team voranzubringen. In den wegweisenden Momenten allerdings fehlen dem Coach die richtigen Worte. Den entscheidenden Schritt Richtung Titel vermochte er in Dortmund nicht zu tun. Der Hinweis, dass das Team nicht die Qualität dafür habe, ist gleichsam ein Alibi: Wer wollte bestreiten, dass die Bayern ein Kader von aussergewöhnlicher Klasse haben? Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Borussia ihre Titelchancen nicht in Matches gegen direkte Konkurrenten einbüsste. Es war vor allem der Alltag, in dem jene Punkte verloren wurden, die die Meisterschaft kosteten. So lässt sich trefflich darüber spekulieren, ob Favre am Ende nicht eine sich selbst erfüllende Prophezeiung ausgesprochen hat.

    Ambivalent wie das Verhältnis des Trainers zu seinem Personal war auch jenes zur Klubspitze. Schon in seiner ersten Saison, als Favre den Bayern um neun Punkte enteilte, diese aber Meister wurden, war die Enttäuschung in Dortmund gross; eine Entlassung galt als nicht unwahrscheinlich. Die Begeisterung, die der zeitweilig dynamische Stil des Teams hervorrief, wurde immer wieder kontrastiert durch Niederlagen gegen Abstiegskandidaten.

    Im Schatten Klopps

    Die Beziehung zur Klubführung korrespondierte mit den bisweilen erratischen Auftritten des Teams. Im Oktober 2019 brachte es der Klubchef Watzke fertig, seine Biografie vor BVB-Fans zusammen mit der Überfigur des Dortmunder Gegenwartsfussballs zu präsentieren: Jürgen Klopp. Die folkloristisch-sentimentale Art, mit der Watzke den zweimaligen Meistercoach idealisierte, hatte manche Irritationen hervorgerufen. Favre schwieg dazu in der Öffentlichkeit.

    Allerdings bemerkten die Dortmunder offenbar, was sie damit angerichtet hatten – und schwenkten um. Rückhalt für ihren betreuungsintensiven Strategen liessen sie seitdem nicht mehr vermissen. Wann immer Favre Gefahr lief, falsch verstanden zu werden: Er konnte sich auf den BVB verlassen. Und noch am Tag des Debakels gegen Stuttgart war in den «Ruhr-Nachrichten» zu lesen, dass der Klub mit dem Trainer Ende Januar über eine Vertragsverlängerung reden wolle.

    Der Überzeugung, dass beide Parteien ideal zusammenpassen, dürfte dies weniger entsprochen haben als der Einsicht, dass eben keine passendere Lösung verfügbar ist als der fachlich hochangesehene Trainer, der schon im Augenblick der Vertragsunterzeichnung vor allem eines war: nicht der Wunschkandidat, sondern der am besten verfügbare Trainer. Nun soll Favres Assistent Edin Terzic das Team übernehmen, zunächst bis zum Saisonende. Wie weit man mit einer solchen Lösung kommen kann, hat in der letzten Saison Bayern München mit dem früheren Co-Trainer Hansi Flick gezeigt.

    Schweizer Eishockey vor dem Umbruch

    Neue Ausländerregel: Was dafür und was dagegen spricht

    Es ist ein hoch emotionales Thema: Schon ab 2022/23 sollen in der höchsten Schweizer Eishockeyliga pro Team zehn statt vier Ausländer eingesetzt werden dürfen.


    Kristian Kapp, Philipp Muschg (TA)

    Es dürfte erst im Frühling definitiv beschlossen werden. Und im Raum steht auch eine schrittweise Erhöhung. Aber es zeichnet sich dennoch ab, dass schon ab der Saison 2022/23 in der National League zehn statt vier Ausländer pro Partie eingesetzt werden dürfen. Das sportliche Niveau dürfte besser werden. Aber diese Lockerung birgt auch viele Gefahren. Und die Clubs wollen sie nicht aus sportlicher Sicht. Sie erhoffen sich, nicht zuletzt wegen der Krise mit dem Coronavirus, tiefere Spielerlöhne. Vor allem die gut verdienenden Schweizer in den hinteren Reihen sollen zur Kasse gebeten werden und durch billigere und mindestens so gute, wenn nicht gar bessere Imports ersetzt werden. Ist das bloss Wunschdenken oder tatsächlich umsetzbar? Die Diskussionen rund um dieses Thema sind teilweise hochemotional, es geht im Extremfall auch um gut 70 Arbeitsplätze von Schweizer Spielern in der National League.


    Was den Fans nicht passt

    Es brodelt im Publikum, und keiner merkt es. «Wenn wir jetzt ins Stadion dürften, könnten wir unsere Meinung mit Choreos kundtun», sagt der Fan-Delegierte eines grossen Schweizer Clubs. «Und ich gehe davon aus, dass alle Fans in der Schweiz sich untereinander abgesprochen und Spruchbänder gemacht hätten.» In diesen Worten steckt Sprengkraft. Denn die geplante Ausländerregelung verstärkt bei den Fans die Furcht, dass ihr geliebtes Eishockey nie mehr sein wird, was es einmal war. Dass nach dem Virus nun die Clubbosse gefährden, was den eigenen Verein so besonders macht.

    «Man kann doch nicht Ausländer einem eigenen Junior vor die Nase setzen», formuliert es ein Saisonkartenbesitzer, «das macht die Identifikation mit dem Club schwieriger.» Dass er jüngst gebeten wurde, auf die Rückerstattung seines Abos zu verzichten, verstärkt das Gefühl der Isolation. «Ich finde schon, dass die Fans in dieser Sache ein Wort mitreden sollten.» Geschehen ist das bisher allerdings nicht, Clubs und Liga diskutieren ihre Reformpläne im ganz kleinen Kreis. Umso stärker das Echo, wenn bruchstückhaft doch etwas nach aussen dringt. Zehn Ausländer, diese Zahl macht Angst: 2,5-mal so viele wie bisher, die halbe Mannschaft.

    Wer dafür ist

    Marc Lüthi war stets die starke Stimme der Befürworter. Nun möchte er sich nicht mehr zum Thema äussern. Was er sagt: «Es geht um ein Paket, welches geschnürt wird. Dieses sollte man als Ganzes betrachten – es geht jetzt nicht um einzelne Themen und Bestandteile. Letztlich soll derjenige sprechen, der das Päckli verantwortet: der Ligachef.» Der angesprochene Ligadirektor will sich aber erst zum Reformprojekt äussern, wenn die À-fonds-perdu-Beiträge für die Proficlubs vom Parlament abgesegnet sind. Seine Clubs hat Denis Vaucher derweil gut im Griff: Wie Lüthi mögen die zahlreichen Befürworter von Davos über Zug bis Langnau nicht explizit über die neue Ausländer-Regelung sprechen, sondern verweisen auf den laufenden Prozess und aufs Gesamtprojekt, das auch im Detail noch zu bestimmende Faktoren wie Aufstockung, geschlossene Liga oder Lohnobergrenzen enthält.


    Wer dagegen ist

    Die ZSC Lions sind interessanterweise derzeit der einzige NL-Club, der gegen die Aufstockung Position bezieht. «Wir wissen aber, dass wir wahrscheinlich einen Mehrheitsbeschluss akzeptieren werden müssen», sagt CEO Peter Zahner. Der Grund für die Ablehnung der Lions: «Wir haben eine tolle, ausgeglichene Liga, ein gutes Produkt, den höchsten Zuschauerschnitt in Europa.» Dass die Spielerlöhne mit mehr Ausländern sinken können, glaubt zwar auch Zahner: «In der Theorie, unter dem Aspekt der Vernunft.» Er habe aber die Befürchtung, dass die Unvernunft eben dennoch zu gross wäre und die Clubs zu viel Geld ausgeben für die Ausländer. «Dann, wenn du das Gefühl hast, du brauchst doch die Besten. Und die kosten dann halt entsprechend.»

    Warum selbst «Kleine» dafür sind

    Diese Frage lässt sich relativ leicht beantworten: Weil für sie das Reformprojekt als Ganzes so existenziell ist, dass sie sich nicht alleine auf der Ausländerbegrenzung verzetteln wollen. Ambri in der Leventina, die SCL Tigers im Emmental: Nicht nur diese NL-Clubs sind längst keine lokalen Sportvereine mehr, sondern kulturell und wirtschaftlich bedeutende Unternehmen ihrer Region. Falls bei der Ligareform zum Beispiel der Abstieg abgeschafft und das sogenannte Financial Fairplay eingeführt würde, wäre das für die Stabilität dieser Sport-Unternehmen und damit Hunderte Arbeitsplätze von ungleich höherem Wert als die Anzahl Ausländer auf dem Matchblatt. Auch würde niemand gezwungen, das 10er-Kontingent auszuschöpfen. Zudem: Die SCL Tigers spielen bereits aktuell mit sechs statt vier Ausländern – dank ihrer «Lizenz-Schweizer».

    Und was passiert mit den «Lizenz-Schweizern»?

    Wer als Junior eine bestimmte Anzahl Saisons in der Schweiz spielte, gilt als «Lizenz-Schweizer» und zählt nicht zum Ausländerkontingent. Gerade für grenznahe Clubs ist und war diese Regelung schon bei der Nachwuchsrekrutierung ein wichtiger Faktor. Nun soll sie abgeschafft werden, ohne dass es deswegen bei Clubs oder Spielern zu Härtefällen kommt. Dass nur der Pass entscheidet, dürfte dennoch bloss für Leistungsträger unter den Lizenz-Schweizern wie den Österreichern Benjamin Baumgartner (Davos) und Dominic Zwerger (Ambri) oder die Letten Ronalds Kenins (Lausanne) und Ivars Punnenovs (Lettland, SCL Tigers) kein Nachteil sein. Ebenso abgeschafft würde die erst gerade eingeführte Möglichkeit, plötzliche NHL-Abgänger durch einen zusätzlichen Ausländer zu ersetzen.

    Was die Zahlen sagen

    Es lohnt sich, an dieser Stelle kurz den Durchschnittslohn in der National League zu erwähnen: 215’000 Franken pro Jahr, verteilt auf 524 Angestellte. Diese Zahlen sind öffentlich, weil das Bundesamt für Sport sie bei der Swiss Ice Hockey Federation einforderte im Rahmen der parlamentarischen Beratungen zu den À-fonds-perdu-Zahlungen für den Profisport. Und diese Zahlen zeigen das Problem im hiesigen Eishockey: Die Clubs sind unübersehbar nicht in der Lage, ihre Ausgaben zu bremsen. Jetzt, wo wegen Corona plötzlich die Einnahmen fehlen, sind die Folgen gravierend, werden Auswege gesucht. Das «Financial Fairplay» mit einer weichen Lohnobergrenze und Bussen bei ihrer Überschreitung erscheint dabei weit praxisnaher als die Aufstockung der Ausländer. Denn eines haben die Clubs in der Vergangenheit wahrlich bewiesen: dass Geld, das ausgegeben werden kann, auch ausgegeben wird. Ob für vier, sechs oder zehn Ausländer.


    Der Clinch innerhalb der Clubs

    Pikant: Treiber der neuen Regelung sind vor allem die CEOs und Präsidenten. Viele Sportchefs, GMs und Junioren-Verantwortliche sehen die Aufstockung nicht gerne. Ironisches Beispiel ist der HC Davos: Sportchef Raeto Raffainer weibelte früher als Nationalmannschafts-Direktor schon gegen eine Aufstockung, nun arbeitet er bei jenem Club, der zusammen mit dem SCB und Lausanne bei einer ersten Abstimmung vor zwei Jahren der einzige Befürworter war. Auch beim Sportchef des EV Zug zeigt sich dieser Zwiespalt. «Darüber, ob die Zahl richtig ist, kann man streiten», sagt Reto Kläy. Er betont, dass sein Club weiter auf den Nachwuchs setzen will, und gelobt: «Wir haben keinerlei Interesse daran, dass diese Massnahmen dem Schweizer Hockey schaden.» Andererseits glaubt er, «dass Veränderungen immer auch Chancen bedeuten können». Und musste eine schmerzhafte Lektion lernen: «Man hat in dieser Krise gemerkt, dass die Wirtschaftlichkeit das höchste Gut ist, sie steht über allem.»

    Die Nationalmannschaft

    Denke er aus der Sicht künftiger Schweizer Spieler, seien zehn Importspieler ein haarsträubender Gedanke, sagt Patrick Fischer. Der Nationaltrainer denkt weiter: «Vielleicht sind es ja zunächst zehn, und irgendwann gibt es dann keine Beschränkung mehr.» Fischer sieht eine Motivation für junge Spieler gefährdet: «Es wird schwieriger, in die 1. Mannschaft eines NL-Teams zu kommen.» Er hat aber auch eine Gegenargumentation parat: «In der Schweiz wächst der Spieler in einem Umfeld auf, in dem es nicht so viel Konkurrenz gibt wie in anderen Ländern. Grösserer Konkurrenzkampf kann zu besseren Leistungen anspornen. Die Liga könnte mit mehr Ausländern besser werden – aber auf Kosten von vielen Schweizer Spielern.» Auf die Nationalmannschaft habe eine Aufstockung vorerst keinen Einfluss, sagt Fischer. Mit einem Einwand: «Auf der Goalieposition könnte sie Folgen haben.»

    Die Sorgen-Position Goalie

    Die Frage geht an Peter Mettler, bis letzte Saison Torhüter-Coach im Nationalteam, nun beim HC Davos tätig: Wie viele Nummer-1-Positionen wären mit zehn Imports heute sicher für Schweizer, die nicht Leonardo Genoni, Reto Berra oder Tobias Stephan heissen? Die Antwort: «Gute Frage.» Mettler hat zwei Standpunkte. Einer beinhaltet auch Kritik an Schweizer Goalies: «Die beeindruckenden Wege von Elvis Merzlikins und Ivars Punnenovs (beide Lizenz-Schweizer aus Lettland, die Red.) bewirkten nicht, dass die Schweizer noch härter an sich arbeiteten. Wir können solche Challenges nicht immer gut annehmen.» Der andere beinhaltet Sorgen, auch, was die möglichen Folgen für die Nationalmannschaft betrifft: «Werden wir die Geduld haben und Goalies wie Wüthrich, Hollenstein oder Aeschlimann weiterhin Plätze geben?» Er wolle die Situation aber auch als Chance sehen, sagt Mettler: «Wenn der Platz durch Ausländer bedroht wird, muss der Schweizer härter arbeiten, um in der Liga zu bleiben.» Als Beispiel nennt er Gilles Senn und dessen Kampf in der Organisation der New Jersey Devils: «Gilles verliess seine Komfortzone, er könnte in der Schweiz mehr verdienen. Das ist eine Frage der Persönlichkeit, das machen nicht alle.»

    Wen die Schweiz nervös macht

    Die Schweiz dürfte andere Märkte nervös machen. Rund 60 bis 70 neue Ausländer-Plätze in der NL? Das könnte vor allem die schwedische SHL und die finnische Liiga treffen. Die Schweden haben die Breite, um das einigermassen aufzufangen, in Finnland stellt sich hingegen schon die eine oder andere bange Frage. Die allerbesten Spieler verlieren beide Länder sowieso schon in einer Grosszahl nach Nordamerika oder in die KHL. Alleine in der NHL spielten letzte Saison 113 Schweden und 49 Finnen. Nun wird die in der Schweiz eh schon begehrte «Mittelschicht» der beiden Länder noch intensiver durch die Vorzüge in unserer Liga in die NL gelockt.

    Gibt noch nicht viele Berichte darüber, aber die der SDA in der NZZ bringt es zum Teil auf den Punkt wo er gut war und wo eben nicht. Die Presse hatte er eigentlich nie hinter sich. Gibt aber schon noch andere Punkte die gegen ihn sprechen: Aufstellungen, Taktik, er musste sich auch schon von den eigenen Spielern (Bürki) kritisieren lassen wegen seiner Angsthasentaktik. Ich hätte ihn auch entlassen, so läuft nun mal das Business.

    Borussia Dortmund entlässt den Trainer Lucien Favre

    Zu viel des Schlechten: Lucien Favre muss nach der 1:5-Heimniederlage gegen den Aufsteiger Stuttgart seinen Posten räumen.


    (sda) Lucien Favre ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund. Der BVB stellt den 63-jährigen Waadtländer einen Tag nach der 1:5-Schlappe in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart frei.

    Der blutleere Auftritt am Samstag gegen den Aufsteiger brachte das Fass zum Überlaufen und veranlasste den Vereinschef Hans-Joachim Watzke zum Handeln. Die BVB-Verantwortlichen stellten den Schweizer am Sonntag per sofort frei, womit sich die angedachten Gespräche über eine mögliche Fortsetzung der Zusammenarbeit über das Ende des im nächsten Sommer auslaufenden Vertrages erübrigen.

    Das 1:5 gegen Stuttgart war das dritte sieglose Spiel der Dortmunder in der Bundesliga in Folge. Watzke sprach von einem «schwarzen Tag», für Captain Marco Reus war es ein «beschämender Auftritt». Favre nannte das Debakel eine «Katastrophe». Bereits bei der 1:2-Niederlage vor zwei Wochen gegen Köln und beim 1:1 vor einer Woche in Frankfurt war die Mannschaft unter den eigenen Ansprüchen geblieben, der Rückstand der fünftklassierten Dortmunder auf den Titelverteidiger Bayern München beträgt nach elf Runden fünf Punkte.

    Trotz der jüngsten Krise liest sich Favres Bilanz seiner gut zweijährigen Schaffenszeit in Dortmund positiv. Sowohl 2019 als auch 2020 führte er den BVB in der Bundesliga souverän auf Platz 2 hinter Bayern München, das derzeit beste Team Europas, mit dem besten Punkteschnitt eines Dortmund-Trainers in der BVB-Historie. In der Champions League erreichte der BVB mit Favre jeweils die Achtelfinals, in denen er im vergangenen Frühjahr am späteren Finalisten Paris Saint-Germain knapp scheiterte. Die am Mittwoch zu Ende gegangene Gruppenphase schlossen die Dortmunder auf Platz 1 ab.

    Unter Favre wurde die Borussia zur europäischen Top-Adresse für Ausnahmetalente. Jadon Sancho entwickelte sich zu einem der meist umworbenen Spieler, ehe der Engländer in diesem Herbst in ein Leistungsloch fiel. Der derzeit verletzte Norweger Erling Haaland gilt bereits jetzt als der Mittelstürmer der Zukunft, beim BVB erzielte er im Durchschnitt mehr als einen Treffer pro Spiel. Auch der von Favre geförderte Amerikaner Giovanni Reyna und der erst vor wenigen Wochen 16 Jahre alt gewordene Youssoufa Moukoko dürften dem BVB dereinst Millionen einbringen. Der Engländer Jude Bellingham oder der Brasilianer Reinier sind weitere vielversprechende Talente, die dem exzellenten Ruf Favres als Ausbildner gefolgt sind.

    Trotz der guten Arbeit geriet Favre im Ruhrpott bereits früh in die mediale Kritik. Auslöser war die erste Saison unter dem Romand, als der BVB einen zwischenzeitlichen Vorsprung von neun Punkten auf Bayern München noch aus der Hand gab. Zudem zogen die Dortmunder in den Direktduellen mit dem Rekordmeister fast immer den Kürzeren; vier von fünf Partien gegen die Bayern mit Favre verlor der BVB, zwei davon sehr deutlich. Auch deswegen flachte das mediale Getöse um Favre nie ab, obwohl das Dortmunder Kader qualitativ deutlich schwächer besetzt ist als dasjenige der Bayern.

    Vor seinem Wechsel nach Dortmund im Sommer 2018 trainierte Favre den Ligue-1-Klub Nizza. In der Bundesliga war der ehemalige Meistertrainer des FC Zürich bereits bei Hertha Berlin und Borussia Mönchengladbach tätig.

    Eine Vision ist aber auch nicht, der NHL nachzueifern... Wir haben bei uns in der Schweiz glücklicherweise ein gutes Arbeitsrecht und nicht Hire&Fire Politik bzw. modernen Sklavenhandel wie in den USA, wo die Spieler wie Ware zu einem anderen Club gegen ihren Willen verschoben werden können!

    Bullshit! In der NHL haben die Spieler im Gegensatz zur Schweiz eine Gewerkschaft die ihre Rechte vertritt (NHLPA). Die handelt mit der NHL die Spielregeln aus. Der Spieler kann sich No Trade Klauseln in seinen Vertrag schreiben lassen, etc. pp.

    Muss keiner in der NHL spielen! Ist freiwillig!

    Habe gerade in unseren lokalen News gelesen das die Preds, deren Affiliate die Florida Everblades sind, gewisse Spieler dort platzieren wollen solange die AHL nicht spielt. Werde am SA mal den Roster studieren. Die Spiele hier können also nur besser werden!8)

    So, heute Abend endlich wieder mal Hockey Live im Stadion mit Fans!:geil:8)

    Im Kader der Everblades fünf Spieler die mal durch den NHL Draft gegangen sind, aber nie dort gespielt haben. Zwei Spieler gehören Nashville und sind noch für ein Jahr dort unter Vertrag: Harper (925'000$) und Novak (817'000$). Schöne Zahlen für Leute die nie NHL gespielt haben! Mal schauen was die so drauf haben!

    Würde mich mal wunder nehmen wer denn ausser Bern und Davos wirklich dafür ist? Ganz sicher nicht Zug mit seiner Academy und der OYM Hütte! Und die anderen Teams kann ich mir auch nicht vorstellen! Denke die haben sich einfach noch nicht negativ geäussert im Gegensatz zum ZSC. Meine Prognose: Kommt nicht!