Beiträge von Larry

    Schweizer Fussball in Sorge

    Jetzt geht es darum, die Hoffnung und die Fans nicht zu verlieren

    Corona hinterlässt tiefe Spuren in der Super League. Exponenten machen sich Gedanken über die Verschiebung von Spielen und die Zukunft.


    Thomas Schifferle, Peter Birrer, Florian Raz (TA)

    Es war erst Mittwoch, als Claudius Schäfer Alarm schlug. Dabei waren da für dieses Wochenende immerhin noch drei von fünf Spielen der Super League angesetzt. Trotzdem blickte der CEO der Swiss Football League bereits sorgenvoll auf die Zahl der Mannschaften, die in Quarantäne gesetzt wurden: «Wenn wir hier keine Lösung finden, kann das den Meisterschaftsbetrieb vor grössere Probleme stellen.»


    Zwei Tage später waren neben Sion und Vaduz auch Lugano und Servette auf die Liste jener Teams gekommen, die vorerst keine Spiele bestreiten können. Vier von fünf Partien sind damit verschoben. Spätestens jetzt ist klar: Die Ausweichdaten bis Weihnachten gehen schneller weg als Smarties am Kindergeburtstag.

    Schäfer stört sich vor allem an den Kantonsärzten, die seiner Meinung nach zu häufig eine zu grosse Zahl an Spielern in Quarantäne schicken: «Es ist für mich unverständlich, wie das hierzulande trotz anderslautender Absprache mit den Gesundheitsbehörden im Vergleich mit anderen Ländern gehandhabt wird.» Ihm schwebt eine Lösung vor, wie sie in Österreich trotz eines Lockdowns ab kommendem Dienstag gilt. Dort werden nur positiv getestete Spieler isoliert. Der Rest des Teams kommt in eine spezielle Quarantäne, die Trainings und Matchs erlaubt.

    Ob ein «Modell Österreich» auch in der Schweiz denkbar ist?

    Die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren sagt auf Anfrage dazu nichts Konkretes und verweist auf die zuständigen Kantonsärzte. Für diese hält Thomas Steffen, Kantonsarzt von Basel-Stadt, fest: «Ein Schutzkonzept per se bedeutet keine Quarantänebefreiung.»

    Steffen benennt auch ein Problem in den Konzepten der Clubs: «Oft ist das gemeinsame Essen ein Schwachpunkt.» So sind derzeit mehrere Luganesi in Quarantäne, weil sie gemäss Kantonsarzt beim Mittagessen zu nahe nebeneinander gesessen haben. Inzwischen hat die Liga in ihrem Schutzkonzept neue Vorgaben für die Mahlzeiten festgeschrieben.

    Wenn Steffen jedoch erklärt, warum er vor zwei Wochen fast das ganze Team des FC Basel in Quarantäne schickte, wird ein grundsätzliches Problem sichtbar: «Es fanden mehrere gemeinsame mindestens einstündige Trainings mit engem Körperkontakt statt.» Um das zu verhindern, müsste die Liga eigentlich in die Trainingsgestaltung ihrer Clubs eingreifen.

    Trainer Maurizio Jacobacci: Mit Feuereifer gegen die Sorgen

    Im Hotel gleich beim Bahnhof Bellinzona sitzt Maurizio Jacobacci. Er trägt ein kurzärmliges Leibchen, weil es ein wunderbarer Sonnentag ist ennet des Gotthards. Mit dem Velo ist er vorgefahren, seine Wohnung liegt nur ein paar Minuten entfernt.

    Eigentlich sitzt er da, um über sein Trainerleben zu erzählen, die vielen Stationen, die er bisher gehabt hat, das lange Warten, bis er endlich die Chance bekommen hat, Cheftrainer in der Super League zu sein. 55 musste er werden, bis es Anfang 2018 bei Sion so weit war. Sieben Monate dauerte das Intermezzo.

    Seit genau zwölf Monaten ist er beim FC Lugano. Jacobacci erledigt seine Arbeit unaufgeregt und erfolgreich. Als er am Donnerstag hinter seinem Cappuccino sitzt, müsste er sich normalerweise auf den Sonntag freuen: Lugano gegen YB, unbesiegter Dritter gegen unbesiegten Leader.

    Aber er kann es wegen Mattia Bottani nicht. Sein Stürmer meldete sich am Montag mit Fieber und Rückenschmerzen beim Verein, er wurde auf Corona getestet und war positiv; es stellte sich heraus, dass er sich am Sonntag bei einem Familientreffen angesteckt haben musste. Aber damit war es nicht getan. Weil die Kantonsärzte 48 Stunden ab dem Moment zurückrechnen, ab dem jemand Symptome verspürt, wurden auch Bottanis Kontakte am Samstag überprüft.

    WEITER NACH DER WERBUNG

    Da sass er vor dem Spiel gegen St. Gallen beim Essen mit Noam Baumann, Jens Odgaard und Jonathan Sabbatini am Tisch – «an einem grossen runden Tisch», sagt Jacobacci, «wo acht Leute Platz haben, sitzen bei uns immer nur vier». Den Kantonsarzt hat das offensichtlich nicht beruhigt. Er schickt die drei Tischnachbarn Bottanis ebenfalls in Quarantäne.

    Das erfährt Jacobacci am Donnerstag, als er das Handy stets griffbereit vor sich auf dem Tisch hat. Da vernimmt er auch, dass Sebastian Osigwe, sein Goalie, positiv ist, ohne dass er Symptome hat. Und weil Marcis Oss mit ihm am Dienstag beim Training kurz engeren Kontakt hatte, muss er ebenfalls in Isolation. Das gilt ebenso für zwei Nachwuchsspieler, die mit der 1. Mannschaft trainieren, aber am Samstag mit der U-21 gespielt hatten, wo einer ihrer Kollegen positiv getestet wurde. «Das ist alles kompliziert», sagt Jacobacci. Er ist froh, dass Baumann, Odgaard und Sabbatini wenigstens in einer Blase trainieren können, bis sie am Dienstag wieder zur Mannschaft stossen dürfen.

    In Lugano tun sie alles, um die Schutzmassnahmen einzuhalten. Davon erzählt Jacobacci im Detail. Er tut das mit dem Feuereifer, der ihm eigen ist. Und weil er den hat, will er trotz allem positiv denken. «Ich würde zugrunde gehen, wenn ich Pessimist wäre», sagt er, «darum versuche ich, so optimistisch wie möglich durchs Leben zu gehen.» Eine Sorge hat er trotzdem: Die betrifft seine Eltern, 85 und 83 Jahre alt, sie leben drei Autostunden von Bellinzona weg in Vicenza. Er hätte sie gerne zu sich in die Schweiz geholt. Bürokratische Hindernisse haben das verhindert.

    Goalie David Zibung: Vertrauen in den Bundesrat

    Am Mittwochnachmittag sass David Zibung daheim vor dem Fernseher, als in Bern über die neuen Beschlüsse informiert wurde. Für Zibung ist der Bundesrat nicht irgendein Gremium, sondern die Instanz, die Verantwortung trägt in der Krise. Er sagt sich: «Dem Bundesrat vertraue ich. Was er erzählt, nehme ich ernst. Trotzdem habe ich jetzt nicht das Gefühl, dass mein Leben total eingeschränkt ist.» Und: «Ich wüsste nicht, wieso ich mich über Massnahmen aufregen sollte. Die werden ja nicht zum Spass erlassen.»

    Zibung ist 36, der Goalie steht in seiner 18. Profi-Saison beim FC Luzern, mehr als 500 Spiele hat er bestritten. Jetzt ist er hinter Marius Müller zwar nur die Nummer 2, aber Einfluss im Team hat er auch in dieser Rolle. Es ist nicht so, dass er Spass daran hätte, in der Garderobe die Maske zu tragen, «aber wenn ich von den Behörden eine Vorgabe erhalte, befolge ich sie. Das mag für einige bünzlihaft klingen, für mich ist das normal.» Er bemüht sich, das Bewusstsein bei Kollegen zu schärfen, indem er vereinzelt auf die Maskenpflicht aufmerksam macht: «Es muss jetzt einfach sein.»

    Für den Luzerner hat sich der Alltag verändert, er ist vorsichtiger geworden. In seinen Worten: «Ich plane mein Handeln bewusster.» Das hat vor allem damit zu tun, dass er auf keinen Fall derjenige sein will, der mit einem positiven Corona-Befund den Betrieb beim FC Luzern zum Erliegen bringt. «Die Mannschaft in Quarantäne wegen mir, möglicherweise eine Spielverschiebung – das ist wahrlich keine schöne Vorstellung», sagt Zibung. «Darum versuche ich alles, um das Risiko zu minimieren.» Konkret: soziale Kontakte via Handy pflegen, Einkäufe nur höchst selten erledigen «und wenn, dann eile ich durch den Laden, dazu desinfiziere ich vor- und nachher die Hände».

    Er verzichtet auch darauf, die Jüngere seiner zwei Töchter zum Turnen zu begleiten wie sonst. Das übernimmt nun die Frau. «Natürlich schliesst das eine Ansteckung nicht komplett aus», sagt er, «aber wir verhalten uns so, dass ich guten Gewissens behaupten kann: Viel mehr kann ich nicht mehr tun.»

    Präsident Matthias Hüppi: Die Fans im Rücken

    Als der Bundesrat Anfang Oktober die Stadien wieder zu zwei Dritteln öffnete, gab es in St. Gallen gleich ein erstes Fest. 9244 Zuschauer kehrten in den Kybunpark zurück. Nach dem Sieg gegen Servette rannten die Spieler auf die gut besetzte Fankurve los, um sich für die lautstarke Unterstützung zu bedanken. An der Seitenlinie filmte Präsident Matthias Hüppi die Szene. Über sieben Monate hatte auch er auf einen solchen Moment warten müssen, darum wollte er ihn festhalten.

    Am Sonntag ist die Tristesse zurück, nur 50 Leute dürfen für den Match gegen Basel noch ins Stadion. Wenigstens kann in St. Gallen noch gespielt werden. «Wenn die Spieler auf dem Platz stehen, ist Corona kein Thema», sagt Trainer Peter Zeidler, «der Fussball hat die Kraft, das kurz zu vergessen.»

    Auch in St. Gallen tun sie alles, die Vorschriften einzuhalten. Die Spieler ziehen sich in verschiedenen Kabinen um, auch wenn dadurch das gemeinsame Leben, das für eine Mannschaft wichtig ist, kaum mehr stattfindet. «Das Bewusstsein ist vorhanden, dass sie sich in dieser Lage vorsichtig verhalten müssen», sagt Simon Storm, Leiter Physiotherapie und Athletik in St. Gallen.

    Wer Symptome hat oder sich nicht gut fühlt, muss sich umgehend bei Storm melden. Dann darf er auch nicht ins Stadion kommen, sondern muss einen Corona-Test machen. Anfang dieser Woche war das bei drei Spielern der Fall, sie sind alle negativ.

    In St. Gallen ist der Rückhalt der Fans auch in dieser schwierigen Zeit ungebrochen. Präsident Matthias Hüppi erzählt von der Solidarität, die er bei ihnen spürt: «Dabei geht es nicht um Franken und Rappen. Es geht um Vertrauen. Das bringt emotional enorm viel und sorgt für Sicherheit.»

    0:5 verlor St. Gallen Ende Juli daheim gegen Basel und damit die Hoffnung auf den Meistertitel. Zeidler will deshalb jetzt nicht von Revanche reden, er sagt lieber: «Wir wollen kämpfen, fighten, alles reinlegen.» Er redet, als wären die Zeiten normal.

    Die neue Normalität beim ZSC

    Geisterspiel statt Halloween im Hallenstadion

    Anfang Oktober starteten die ZSC Lions vor Publikum und voller Hoffnung in die Saison, gegen Davos spielen sie erstmals wieder vor leeren Rängen. Impressionen.


    Simon Graf (TA)

    Es ist dunkel geworden vor dem Hallenstadion. Und einsam. Dort, wo vor 28 Tagen noch Zuschauermassen anstanden, um der Saison-Heimpremiere gegen Fribourg beizuwohnen, ist alles wie leer gefegt. Ein einziger Passant schlendert vorbei, die Türen zur Halle sind geschlossen, das Licht dringt vom Foyer nach draussen.


    War man vor einem knappen ­Monat noch voller Hoffnung gewesen, allen zeigen zu können, wie das funktioniert mit Tausenden von Zuschauern zu Coronazeiten, wird nun wieder in leeren Stadien gespielt. Früher schrieb man über den Hallenstadiongeist, nun über Geisterspiele. Vielleicht passt das zu Halloween. Doch die Kinder dürfen ja heute auch nicht an fremden Türen klingeln, um Süsses zu sammeln.

    Laute Musik in der Leere

    Als ob es helfen würde, die ­Leere zu füllen, wird die Lautstärke der Musik, die aus den Boxen in der Halle dröhnt, fast aufs Maximum gedreht. Ein Journalist aus dem Bernbiet hält sich jeweils die ­Ohren zu, wenn das Spiel unterbrochen ist und Musik erklingt. Irgendwann lässt er es sein. Man gewöhnt sich an alles.

    Nein, nicht an alles, findet ­Peter Zahner, der CEO der ZSC Lions. «An Geisterspiele werde ich mich nie gewöhnen. Wenn du in der Halle bist und 11’200 ­leere Sitze siehst, tut das weh. Am Fernsehen merkst du das vielleicht nicht so sehr, aber das vor Ort zu erleben, ist eindrücklich.»

    50 Zuschauer sind offiziell ­zugelassen, doch da nicht eingerechnet sind das Management der Clubs und der Verwaltungsrat. «Wir hätten vielleicht noch 20 Fans zulassen können», rechnet Zahner vor. «Aber dann hätten wir von unseren 7019 Saisonkarten-Inhabern 6999 enttäuscht.» Deshalb gab es gegen den HCD keine «normalen» Fans im Stadion.

    Man überlege sich, den Fanclubs jeweils ein Kontingent von wenigen Tickets zur Verfügung zu stellen, sagt Zahner. Aber das sei noch nicht spruchreif. Die Zürcher haben nun etwas Zeit, sich eine Regelung zu überlegen: Das Sonntag-Nachmittagsspiel gegen die SCL Tigers wurde verschoben, weil sich die Emmentaler in Quarantäne befinden. Das nächste Heimspiel findet erst am 10. November statt, gegen ebendiese Tigers.

    Waren in den ersten fünf Heimspielen jeweils alle Verpflegungsstände geöffnet, um Menschenansammlungen vorzubeugen, ist man jetzt mit einem ­Minimalaufgebot unterwegs. «Wir hatten an Matchabenden 150 Leute im Einsatz und machten an den Ständen einen Umsatz von rund 40’000 Franken», sagt Stefan Burri, der Gastro-Verantwortliche im Hallenstadion. «Jetzt sind alle Stände geschlossen und noch fünf Mitarbeiter da, weil wir die eigene Mannschaft und das Gästeteam verpflegen.» Die Leidtragenden sind die Teilzeit-Arbeitenden auf Abruf. Immerhin kann das Hallenstadion nun für diese rückwirkend auf September Kurzarbeit beantragen.


    Spiele ohne Zuschauer sind ein finanzieller Hosenlupf für die Clubs. Zahner kann den Schaden, der pro Abend entsteht, nicht genau beziffern. Aber falls dieser Zustand andauere, müsse er in der Summe mit einem Fehlbetrag zwischen acht und zehn Millionen Franken rechnen. Wobei er auf die Kulanz von Saisonkarten-Inhabern und Sponsoren hoffen darf.


    Trotzdem war der ZSC-Mann ein vehementer Befürworter, dass weitergespielt wird. Vorerst bis zum 1. Dezember. Nur Lausanne und Zug sprachen sich in der ­Videokonferenz vom Mittwochabend dagegen aus. «Wenn wir nicht spielen, verlieren wir auch viel Geld», sagt Zahner. «Wenn wir spielen, retten wir einen Teil der Einnahmen. Und erhalten unser Produkt.» Er wolle nicht jammern. «Es ist, wie es ist. Jetzt müssen wir Lösungen suchen.»

    Das gelingt den ZSC Lions an diesem Abend zumindest auf dem Eis. Sie siegen 6:3 und verbessern ihre Hallenstadion-­Bilanz in Geisterspielen auf 2:0. «Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, so mache es mega Spass», sagt Goalie Lukas Flüeler. «Es fehlen die Emotionen. Aber es geht jetzt um etwas Grösseres als um Eishockey.» Wenn das Spiel laufe, nehme er die leeren Ränge kaum wahr, ergänzt Chris Baltisberger. Aber vorher, nachher oder in den Pausen fühle es sich extrem seltsam an. «Das Eishockeyherz blutet.»

    Dem Eishockey droht Kollaps

    «Gewisse Spieler verdienen mehr als ein Bundesrat, das ist Wahnsinn»

    Teams in Quarantäne, keine Fans, kaum Geld: Das Schweizer Eishockey steckt in Schwierigkeiten. Langnaus Präsident Peter Jakob kritisiert die jahrelange Misswirtschaft in der Liga.


    Philipp Rindlisbacher (TA)

    Kann ein Virus einen Eishockeyclub zerstören?

    Auf jeden Fall.

    Werden in der Saison 2021/22 noch alle Vereine dabei sein?

    Ich würde nicht darauf wetten. In der Schweiz braucht jeder den anderen. Sollten Clubs verschwinden, wäre das tragisch, weil die Liga an Attraktivität verlieren würde. Und die Basis des Nationalteams könnte bröckeln. Ohne Zuschauereinnahmen geht eher früher als später alles den Bach runter. Jetzt müssen alle ihren Beitrag leisten, Gemeinden, Kantone, Regierungstatthalterämter, Spieler, Trainer. Und vielleicht braucht es sogar Steuergelder.


    In Langnau machen die Zuschauer- und Gastronomie-Einnahmen zwei Drittel des Budgets aus. Wie fatal sind Geisterspiele?

    Inklusive Saisonkarten, Einzeleintritten und den Einnahmen aus dem Catering machen wir normalerweise rund 350’000 Franken Umsatz pro Partie. Dieser ist um über 80 Prozent zusammengebrochen. Um auf eine schwarze Null zu kommen, würden wir durchschnittlich 4500 Zuschauer brauchen. Nach 3500 verkauften Saisonkarten stoppten wir, im Wissen, dass wir die versprochene Leistung kaum werden erfüllen können. Im Courant normal hätten wir 1000 weitere Abonnemente abgesetzt. Das hätte uns eine Million eingebracht.

    Nun können nicht einmal mehr die VIPs ins Stadion.

    Das macht mir Sorgen. Unsere Partner geben viel Geld aus, haben für Cateringleistungen bezahlt. Nun kriegen sie nichts. Ich spüre eine grosse Solidarität im Emmental, die SCL Tigers sind Kulturgut. Aber wer garantiert uns, dass nicht doch ein grosser Teil der Partner oder Saisonkartenbesitzer Geld zurückwill? Oder zumindest erwartet, dass es für die nächste Meisterschaft angerechnet wird? Kommt es so weit, ist die Liquidität schnell gefährdet.


    Weshalb laut gerufen wird: Es brauche A-fonds-perdu-Beiträge, sofort, und möglichst hohe.

    Kredite können problematisch sein. Zwei Millionen auf fünf Jahre rückzahlbar: Macht 400’000 Franken pro Saison, dann fehlt gleich die vierte Linie. Mit Krediten verschiebt man einfach das Kopfweh. Die meisten Clubs schreiben schon im Normalfall rote Zahlen. Zusätzliche Schulden würden erst recht zum Kollaps führen.

    Also keine Kredite, sondern Subventionen?

    Ich frage mich, inwieweit A-fonds-perdu-Beiträge vermittelbar sind. Sinnvoller wäre ein Entgegenkommen bei der Kurzarbeitsregelung (Obergrenze: 148’000 Franken Jahreslohn, die Red.). Wir brauchen ein vereinfachtes Verfahren, und zwar auch dann, wenn wir die Saison zu Ende spielen sollten. Wir würden zwar arbeiten, aber unser Produkt könnten wir ja nicht wie gewohnt verkaufen. Die Löhne sind der grösste Aufwandsposten, mit einer markanten Entlastung hätten wir wieder etwas Schnauf.


    Weshalb werden etwa Theater und Konzerte von den Kantonen derart stark unterstützt, der Sport aber nicht?

    Mir wurde gesagt, dass ein bekanntes Stadttheater 38 Millionen Unterstützung bekommt, bei 48 Millionen Einnahmen. Ich will keine Bereiche gegeneinander ausspielen, aber da habe ich schon leer geschluckt. Kriegen sie jetzt in der Krise noch mehr? Was wird dafür auf sich genommen? Werden auch Löhne gekürzt? Das ist für mich der springende Punkt: Wer Geld will, muss bereit sein, etwas dafür zu tun.

    Was wären denn faire Bedingungen für geschenktes Geld?

    Die Notbremse müsste gezogen werden. Wir taten dies bereits im Frühling, verzichteten auf den dritten und den vierten Ausländer, kürzten die Löhne ab 75’000 Franken um 15 Prozent. So sparten wir ein Viertel der Personalkosten ein. Wir können in den Spiegel schauen.

    Das Durchschnittseinkommen in der National League beläuft sich schätzungsweise auf eine Viertelmillion Franken. Das ist irrsinnig – und kein gutes Argument, um die hohle Hand zu machen.

    Fragen Sie in der Stadt Passanten, was sie von 20 bis 30 Gratismillionen fürs Eishockey halten. Sie werden einen Sturm der Entrüstung ernten. Auch deshalb halte ich ein Entgegenkommen bei der Kurzarbeitsregelung für sinnvoller als A-fonds-perdu-Beiträge. Es brauchte dazu nicht einmal ein neues Gesetz. (überlegt) In Langnau liegen wir wesentlich unter dem Durchschnittslohn. Aber ich stehe dazu: Unternehmerisch war unsere Leistung in der Vergangenheit sicher alles andere als gut.

    Das heisst?

    Bis jetzt war die National League die drittteuerste Liga der Welt, es wurden fast doppelt so hohe Löhne gezahlt wie im umliegenden Ausland. Jahr für Jahr jammerten wir den Sponsoren vor, wie alles teurer wird. Dabei waren wir es, die die Sache nicht im Griff hatten.

    Die finanziellen Probleme sind also hausgemacht?

    Gewisse Eishockeyspieler verdienen in der Schweiz mehr als ein Bundesrat. Das ist doch der Wahnsinn, das kann doch nicht sein! Stellen wir in unserer Firma einen Ingenieur ein, kriegt er zwischen 7000 und 9000 Franken. Will man jemanden unbedingt, dann legt man ein paar Hunderter obendrauf. Aber es käme niemandem in den Sinn, ihm 30’000 Franken pro Monat zu zahlen! Das ist grotesk. Würde man die Hälfte des Geldes, das im Hockey zu viel verteilt wird, in die Basis investieren, könnte man vieles bewirken. Ich denke an den Nachwuchs, an Spesen für Juniorentrainer, an die Infrastruktur. Die Clubs machten keinen guten Job. Es ist wie beim Zuckerstock: Anzünden, hurra, vorbei. Das ist nicht nachhaltig.

    Ein «Chlapf zum Gring», wie es der Berner sagt, hätte also auch etwas Gutes?

    Jede Krise ist auch eine Chance. Bei uns gibt es viele auslaufende Verträge, die Löhne werden sinken, weil die Nachfrage geringer, die Unsicherheit überall grösser sein wird. Vielleicht gibt es bald nicht mehr drei Assistenztrainer, und es ist nicht mehr alles Hochglanz. Die Welt ginge nicht unter.

    Könnte es zum Umdenken kommen?

    Ja, ich gehe davon aus. Aber noch immer glauben fast alle, dass man ohne vier Ausländer nicht Eishockey spielen kann. Vernunft ist gefragt, wir sollten ein Signal der Bescheidenheit aussenden. Denn was in den letzten Jahren getan wurde, war nicht zielführend. Es gibt viele reiche Leute, die Freude haben am Sport und sich von den Emotionen leiten lassen – sie wollen den Clubs helfen und machen das Portemonnaie zu weit auf.


    Werden die Finanzen von der Liga zu wenig stark kontrolliert?

    Das Problem ist, dass alle Clubs Tochterfirmen haben. Und zwischen diesen kann problemlos Geld hin und her geschoben werden. Am Ende muss das Ergebnis einfach für die erste Mannschaft stimmen. Das Ganze würde nur Sinn machen, wenn man jede Nebenrechnung einreichen müsste.

    Das muss man nicht?

    Nein. Was wir der Liga einreichen müssen, ist eine Farce. Darauf könnte man verzichten, weil man das Ergebnis so «büschele» kann, bis es passt.

    Auch in Langnau gab es schon Spieler, die sagten, sie könnten mit weniger als 150’000 Franken Jahreslohn nicht leben …

    ... es ist höchste Zeit, dass jeder lernt, mit weniger zu leben. Und wer diese Einstellung hat, wird nach der Karriere Mühe bekunden.

    Tigers-Stürmer Julian Schmutz weinte letzte Woche, als er nach einem Spiel gefragt wurde, wie stark ihn die angespannte finanzielle Lage des Vereins belaste. Was sagt Ihnen das?

    Auch Eishockeyprofis sind nur Menschen, mit Familien, mit Zukunftsängsten. Wir müssen uns gut kümmern um die Mitarbeiter, die sich viele Gedanken machen. Deshalb ist bei uns ein Informationsanlass geplant, an dem über die Sorgen gesprochen und Perspektiven aufgezeigt werden sollen.

    Die National League verkündete, bis Anfang Dezember weiterspielen zu wollen. Nicht alle Clubs stehen hinter diesem Entscheid – können Sie das nachvollziehen?

    Nein. Ist denn tatsächlich jemand davon überzeugt, dass im Januar alles besser sein wird? Das wird wohl erst im Frühling so sein, wenn es wärmer wird. Und vielleicht gibt es im zweiten Quartal einen Impfstoff. Vorerst sollten wir spielen, um wenigstens den TV-Vertrag zu erfüllen und den Sponsoren Präsenz zu garantieren. Ein Unterbruch macht keinen Sinn. Zumal die Massnahmen kaum so schnell gelockert werden. Wir waren zu lasch im Sommer, nun haben wir den Salat.

    Reaktion nach Niederlagenserie

    Der ZSC ist zurück in der Spur

    Die Lions haben auf die letzten drei Niederlagen reagiert. Sie besiegten den HC Davos im Hallenstadion verdient 6:3.

    Marco Keller (TA)

    Plötzlich wurde es noch einmal eng. Andres Ambühls Tor konnte noch als Betriebsunfall taxiert werden, als Luca Hischier drei Minuten später auf 2:4 verkürzte, kam aber noch einmal etwas Nervosität auf, zu instabil hatten sich die Zürcher zuletzt präsentiert, zu anfällig defensiv. Erleichterung brachte schliesslich das 5:2 von Chris Baltisberger, der zum zweiten Mal traf. Er lenkte einen Schuss von Maxim Noreau aus dem Slot ab.

    In gewöhnlichen Jahren sind die ZSC Lions ligaintern ein Paradebeispiel für Sicherheit und Stabilität, die Verteidiger oft derart gut positioniert, dass die Nachfolger von Ari Sulander dem Abend zuversichtlich entgegensehen können. Doch was ist schon normal in diesem Jahr des Wahnsinns?


    Gegentore en masse

    Auch in dieser Saison war der Meisterschaftsaspirant Nummer 1 den Erwartungen entsprechend gestartet – stilsicher und mit durchschnittlich nur zwei Gegentoren aus den ersten sieben Partien. Nun waren die Zürcher aber innert Wochenfrist von der Mauer zur Schiessbude der Liga mutiert. 19 Gegentore in nur 3 Partien, das hatte es in Zürich-Nord seit Menschengedenken nicht mehr gegeben. Zwischen dem 24. Januar und dem 6. März 2010 war der Defensivverbund letztmals noch löchriger gewesen, 30 Minustreffer hatten damals in 7 Partien resultiert. Einzig Flüeler und Captain Geering waren vor einem Jahrzehnt schon im Team, Wick und Hollenstein stürmten derweil noch für Kloten.

    Verständlich, setzte Trainer Rikard Grönborg im Klassiker gegen den HC Davos in erster Linie auf eine verlässliche Defensive. Doch dann kam natürlich wieder einmal alles anders, als man gedacht hatte: 21 Sekunden dauerte es nur gerade bis zum 1:0 durch Chris Baltisberger. Der Vorkämpfer stand dort, wo er meistens zu stehen pflegt: unmittelbar vor dem gegnerischen Tor. Ideal postiert, um einen Pass von Garrett Roe in die hohe Ecke zu versenken. Und hätte es noch eines weiteren Beweises bedurft, dass die Lions wieder auf dem Damm sind, so lieferte ihn Raphael Prassl: Das Talent lenkte nach knapp sechs Minuten einen Distanzschuss von Phil Baltisberger unerreichbar ab. 2:0 – leistungsgerecht. Die Bündner bekundeten Mühe, ins Spiel zu finden, wenn ab und an ein Schuss Genialität aufblitzte, dann war dieser Joe Thornton zu verdanken. Die NHL-Legende verkörpert am Stock immer noch Sonderklasse, schneller ist Thornton verständlicherweise in den letzten Jahren nicht geworden.:oldie:

    Lange ein solides, aber unspektakuläres Debüt gab Marco Rossi. Der Vorarlberger, der mit Beginn der NHL-Saison nach Übersee wechseln wird, ist sehr schnell und auch willens, eigene Fehler auszubügeln. Allerdings begeht er deren noch deutlich zu viele, den zweiten Treffer schenkte er praktisch dem HCD mit einem katastrophalen Abspielfehler vor dem eigenen Tor. Offensiv konnte der Jungstar noch nicht die gewünschten Akzente setzen, seine Anlagen sind aber unverkennbar. Nach der Nationalmannschaftspause wird das ZSC-Offensivpotenzial noch grösser, dann kehrt wohl auch Pius Suter ins Team zurück.

    Überhaupt keine Akzente setzen konnte Fredrik Pettersson. Der Schwede war am Freitag nur 13. Stürmer in Grönborgs Dispositiv, zu Eiszeit kam er fast ausschliesslich in Überzahl.:shock:

    Mal schauen, ob sie das dann wirklich machen: da wirst Du def. nicht der Einzige sein, der sich das nicht dauerhaft anschauen möchte.

    Die Frage ist dann auch, ob sich all die Leute das teure TV Abo noch leisten können, um sich diese Spiele anzuschauen.

    So wie in der Champions League: aus den Augen (öffentliches TV), aus dem Sinn....

    Ja in Europa schon. In den USA kann ich die CL gratis im TV gucken wenn ich möchte, das Interesse verlagert sich halt dann nach China, etc. Die NBA hat in China mehr Abonnenten als in den USA.....die NHL will Bandenwerbung einbauen die Regional/National gesteuert werden kann, also Appenzeller Käse in der Schweiz, etc. pp. Die grossen Top Ligen werden weiter absahnen, ich denke noch viel mehr als vorher. Eine Fussball Liga wie die Schweizer wird weiter absacken, aber falls der Meister wieder mal nicht YB oder FCB heisst werde ich eher wieder mal ins Stadion gehen! Im Hockey haben wir eine andere Position, nach NHL und KHL kommt in Sachen verdienen bereits die CH, aber unsere Clubs können leider finanziell nicht profitieren, da der TV Markt viel zu klein ist und sich im Ausland niemand dafür interessiert.

    in der Premier League usw., wo die ollen Ölscheiche mit ihrem Geld um sich werfen.

    Eigentlich schade drum. Eine gewisse Rückbesinnung auf ein normales Mass wäre aus Fan-Sicht schon wünschenswert (gewesen).

    Im Gegenteil, Europas Spitzenclubs planen ja die Superliga! Immer die gleichen Teams, immer noch mehr Kohle! Für mich ein Grund sich von diesem Fussball für alle Zeiten zu verabschieden!

    Tatsache ist doch das der Markt die Löhne die im Schweizer Hockey und Fussball bezahlt werden in der Mehrheit nicht hergibt! Clubs in denen Mäzene das Defizit decken müssen dürften diese Löhne gar nie bezahlen! Darum bin ich schon der Meinung bevor Steuergelder fliessen sollen die Clubs mal ihre strukturellen Defizite beseitigen, sprich, die Löhne müssen massiv sinken bzw. die Spieler müssen im Moment auf diese Gagen verzichten und mit einem (massiven!) Lohnverzicht zur Lösung des Problems beitragen! Nach Corona können die Mäzene ja wieder ihr Geld verbrennen!

    KOMMENTAR

    Beträge à fonds perdu? Die Fussball- und Eishockeyklubs stellen illusorische Forderungen

    Weil die Eishockey- und Fussball-Meisterschaften erneut ohne Zuschauer ausgetragen werden müssen, fordern die betroffenen Klubs nun A-fonds-perdu-Beiträge. Solche dürften politisch keine Chance haben. Die Klubs sollten darum die bereitgestellten Darlehen nehmen und endlich beginnen, ihre strukturellen Probleme zu lösen.

    Daniel Germann (NZZ)

    Die neuerliche Schliessung der Sportstadien entzieht den Schweizer Eishockey- und Fussballklubs die Existenzgrundlage. Ohne konsumierendes Publikum auf den Tribünen können sie die Spielerlöhne bald schon nicht mehr bezahlen. Es mag im Moment noch schwer vorstellbar sein: Doch Institutionen des Schweizer Mannschaftssports wie der FC Basel, der FC Zürich, der SC Bern oder der HC Davos könnten bald schon zu existieren aufhören. Solche Szenarien galten bis vor kurzem als fadenscheinige Versuche der Betroffenen, Druck auf die Politik aufzubauen. Bald schon könnten sie zur Realität werden.

    Entsprechend hektisch fielen ihre Reaktionen auf das erneute Zuschauerverbot aus. Die Präsidenten der Eishockeyklubs forderten in einem offenen Brief an den Bundesrat schon vorsorglich A-fonds-perdu-Beiträge zur Rettung. Die Fussballklubs verhielten sich zurückhaltender und klüger. Doch es ist eine Frage der Zeit, bis auch sie auf Direkthilfe drängen werden.

    Das Coronavirus stellt nicht nur das Wirtschaftssystem, sondern die Gesellschaft als Ganzes auf die Probe. Was bis vor kurzem garantiert schien, ist plötzlich ernsthaft infrage gestellt. Auf den Sozialstaat kommen in den nächsten Monaten Herausforderungen zu, die zu meistern selbst ein wohlhabendes Land wie die Schweiz an die Grenzen treibt. Es gibt kaum eine Branche, die nicht mit empfindlichen Einbussen konfrontiert ist. Das Mittel der Kurzarbeit hat bisher verhindert, dass die Arbeitslosenzahlen in die Höhe schossen. Doch niemand garantiert, dass das so bleibt.

    Es ist deshalb unklug, wenn ein einzelner Bereich wie der Eishockeysport im momentanen Umfeld mit Maximalforderungen an die Öffentlichkeit tritt. Kaum jemand zweifelt an der sozialpolitischen Bedeutung des Sports. Niemand zieht ernsthaft in Zweifel, dass er unter Corona leidet. Doch das tun andere auch. Das Parlament hat einen Hilfsschirm von 350 Millionen Franken über der Eishockey- und Fussballliga aufgespannt und Fehler aus der ersten Vorlage wie die Solidarhaftung korrigiert. Die Nachrangigkeit der Darlehen sorgt dafür, dass das geborgte Geld als Eigenkapital gilt. Das verhindert, dass die als Aktiengesellschaften organisierten Klubs in die Überschuldung geraten und ihre Bilanzen beim Konkursrichter deponieren müssen.

    Es ist deshalb weder realistisch noch zielführend, wenn Eishockey- und Fussballklubs nun in ultimativem Ton A-fonds-perdu-Beträge vom Staat fordern. Solche sind politisch in der jetzigen Krise eine Illusion. Es ist gut möglich, dass die angebotenen Darlehen vom Bund dereinst abgeschrieben werden, sollten einzelne Klubs ihre Schuld nicht bedienen können.

    Die Klubs sollten das ihnen angebotene Darlehen nehmen und umgehend beginnen, die Hausaufgaben zu machen. Die Löhne der Spieler mögen nicht so hoch sein, wie das populistisch oft kolportiert wird. Tatsache ist aber: In kaum einem anderen Wirtschaftsbereich sind sie in den vergangenen Jahren so ungehemmt gestiegen wie im Eishockey und im Fussball.

    Der professionelle Sport steht nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit vor einer Korrektur, die dringend nötig ist. Das Geschäftsmodell, auf dem er fusst, hat schon vor Corona nicht funktioniert. Ein Business, das nur dank der Eitelkeit und dem Geld von Mäzenen funktioniert, ist nicht gesund. Im Schweizer Eishockey laufen Bestrebungen, die Spielregeln zu ändern und neue Leitlinien aufzustellen, die es den einzelnen Klubs zumindest ermöglichen, kein Geld zu verlieren. Sollte die Corona-Krise dazu beitragen, dass das gelingt, dann hätte sie zumindest einen positiven Nebeneffekt für den Sport gehabt.

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    An diesem Artikel des Berners Daniel Germann dürfte Chole Marc keine Freude haben. Er hat aber recht!

    Ich behaupte, dass Reto Sturzenegger, "Sturzi", der erste Schweizer Eishockeyprofi war.

    Im Frühling 1979 beendete er seine Maurerlehre in Arosa und wurde danach Hockeyprofi beim EHC Arosa.

    Ich lasse mich aber gern eines besseren belehren.........

    Ich sehe das auch so!

    Lasst hören aus alten Zeiten: Lasse Lilja war auch mal ZSC Coach

    Die Legende der Woche: Lasse Liljas Wirken und Wüten im EHC Arosa

    Lasse Lilja feiert mit dem EHC Arosa den Meistertitel (24. Februar 1982).

    gen. Das Coronavirus stellt das morsche Geschäftsmodell des professionellen Eishockeysports auf die Belastungsprobe. Doch es ist noch gar nicht so lange her, dass Eishockeyspieler ein Beruf geworden ist, von dem sich tatsächlich leben lässt. Der Appenzeller Jörg Eberle gilt nach offizieller Lesung als erster Profi in der Geschichte des Schweizer Eishockeys. Er unterschrieb seinen ersten Vertrag Anfang der 1980er Jahre beim SC Herisau, wo der spätere Bundesrat und Finanzminister Hans-Rudolf Merz Vereinspräsident war.

    Die professionelle Art, Eishockey zu lehren und zu trainieren, kam aber aus Schweden in die Schweiz. Landläufig gilt John Slettvoll beim HC Lugano als Eisbrecher. In Tat und Wahrheit begann aber bereits sein Landsmann Lasse Lilja mit der professionellen Arbeit auf und neben dem Eis. Er stiess 1979 vom damals B-klassigen Zürcher SC zum EHC Arosa und führte die Bündner auf Anhieb zum Titel. Als Erstes führte Lilja im Schanfigg das Mittagstraining ein und stellte damit die Flexibilität seiner Spieler auf die Probe. Sie alle arbeiteten daneben noch in einem sogenannten «richtigen Beruf».

    Lilja war eine farbige Gestalt, laut und deutlich auf und neben dem Eisfeld. Stand er nicht in den Schlittschuhen auf der Eisbahn, dann stolzierte er in karierten Hosen über den Golfplatz und kommentierte die eigenen Schläge und die seiner Begleiter. Die Umgangsformen des Schweden entsprachen nicht der strengen Etikette des elitären Sports. Er sprach, wie ihm der Schnabel gewachsen war.

    Bei allem Erfolg, den Lilja nach Arosa brachte, war er auch eine äusserst streitbare Erscheinung. Nach einem Auswärtsspiel in Biel ohrfeigte er einmal den Buschauffeur, weil der Minuten zu spät zum vereinbarten Treffpunkt gekommen war. Der damalige Klubpräsident Peter Bossert hielt den Skandal unter dem Deckel, indem er dem Geohrfeigten eine neue Uhr schenkte. Legendär ist auch Liljas handstreichartige Übernahme des Nationalteams, das er 1981 und 1982 im Nebenamt führte. Als Assistent vorgesehen, füllte er auf der Reise zur B-Weltmeisterschaft den eigentlichen Headcoach, seinen Landsmann Arne «Ätti» Strömberg, mit Alkohol ab und liess ihn bei einer Pause auf einer Autobahnraststätte zurück.:rofl::suff:

    Liljas Wirken als Nationaltrainer war allerdings nicht ganz so erfolgreich wie jene im Klub. An seiner zweiten Weltmeisterschaft 1982 in Klagenfurt verhinderten die Schweizer den Sturz in die B-Gruppe nur dank einem abgesprochenen 3:3 gegen Rumänien. Absteigen musste Japan. Schliesslich überspannte Lilja den Bogen auch in Arosa. Er missachtete die Weisungen seiner Vorgesetzten und entwickelte immer mehr ein Eigenleben im Klub. In einer Filmdokumentation sagt der damalige Präsident Bossert, am Ende sei der Schwede trotz allem sportlichen Erfolg nicht mehr tragbar gewesen.

    Lilja arbeitete danach noch in Rapperswil-Jona, Ambri-Piotta und Chur, ohne allerdings die Erfolge in Arosa noch einmal wiederholen zu können. Wie prägend er für den Bündner Traditionsklub war, zeigt die Tatsache, dass das Kündigungsschreiben, mit dem Bossert sein Wirken und Wüten in Arosa beendete, Teil des Museums ist, in dem die grosse Geschichte des Klubs gewürdigt wird.

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    Beim ZSC war Lasse 1977/78 und bis Dezember 1978. Der Aufstieg wurde gegen Lausanne um einen Punkt verpasst. Kann mich erinnern das wir nach einem grossen Sieg im Stadthof 11 noch ein Bier genommen haben, dort kam das Team immer noch zum Essen zusammen. Als Lasse durchs Lokal schritt brandete spontan Applaus auf. :applaus:Die alten Zeiten:oldie:

    Die ZSC Lions befinden sich auf der Geisterbahn: Hinter jeder Ecke hüpft ein Schreckgespenst hervor – und jedes Mal fallen die Zürcher darauf herein

    Nach gutem Saisonstart fallen die Zürcher innert einer Woche von der Rolle: 3 Niederlagen, 19 Gegentore. Nun soll Marco Rossi den strauchelnden Löwen neuen Schwung bringen – und Pius Suter wird ihm bald folgen.

    Ulrich Pickel (NZZ)


    Bisweilen gerät fast vergessen, dass in diesen Tagen ja auch noch Sport getrieben wird. Vor einer Woche zum Beispiel war die Welt der ZSC Lions in Ordnung: sieben Spiele, fünf Siege. Seither sind sie im Sturmtief: drei Spiele, drei Niederlagen. So eine negative Serie hatten sie letztmals Anfang 2019. Besonders erstaunt die Art, wie es zu den Niederlagen mit insgesamt 19 Gegentoren kam. Die zwei Ohrfeigen gegen Zug wie auch das 2:5 am Dienstag in Ambri waren eine Fahrt durch die Geisterbahn: An jeder Ecke hüpfte ein Schreckgespenst hervor – und die Zürcher fielen jedes Mal herein.

    Bereits hat sich Verunsicherung eingeschlichen, das war in Ambri nicht zu übersehen. Im Schlussabschnitt schossen Rikard Grönborgs Spieler mehr als doppelt so oft aufs Tor wie der Gegner, aber selbst in einer längeren Phase in doppelter Überzahl gelang ihnen nichts. Grönborg ist bekannt als jemand, der nicht um den heissen Brei redet. Er sagt, das 2:8 in Zug sei «ein superenttäuschendes Spiel» gewesen. «Wir begannen Freistil zu praktizieren und hielten uns nicht an unseren Plan.» In Ambri aber will er im letzten Drittel einen «Schritt in die richtige Richtung» gesehen haben. Grönborg wird seine Gründe haben, weshalb er sich vorderhand in Zuversicht übt und alles vermeidet, was man verbale Eskalation nennen könnte. Im Ruf, ein Polterer zu sein, steht er ohnehin nicht.

    Auch Waeber ist hart gelandet

    Dennoch bleibt bemerkenswert, wie die ZSC Lions innert einer Woche von der Rolle fielen und fragil wie ein rohes Ei wurden. Dass schon vor diesen Niederlagen nicht alles zum Besten stand, war allerdings auch zu sehen. Die Zürcher überzeugten nur teilweise. Gegen den SCB zum Beispiel gewannen sie, obwohl dieser viel aktiver war. Defensiv waren sie oft anfällig, in der Vorwärtsbewegung fiel mangelnde Präzision auf. Und sie schafften es oft nicht, über die ganze Spieldauer ein konstantes Niveau zu halten. Es hat den Anschein, dass ihnen die Siege zu leicht in den Schoss gefallen sind. Mit kurzen Tempoverschärfungen und der einen oder anderen feinen Einzelleistung wurden die Punkte ins Trockene gebracht. Dies überdeckte die Mängel im Spiel.

    Vor allem war da Ludovic Waeber mit einer Erfolgswelle von fünf Siegen in fünf Spielen. Nun ist Waeber wieder auf dem harten Boden der Realität, in Ambri wurde er nach zwei Dritteln für Lukas Flüeler ausgewechselt. Das schmälert das Gesamtbild aber nur unwesentlich. Bis jetzt hat kein Zürcher Spieler einen grösseren Beitrag zum Erfolg geleistet als der 24-jährige Goalie.

    Mit gutem Beispiel gingen auch andere voran: Garrett Roe, Sven Andrighetto, Denis Hollenstein oder Maxim Noreau. Andererseits haben Routiniers wie Fredrik Pettersson, Marcus Krüger oder Roman Wick zu wenig Einfluss aufs Spiel. Und Simon Bodenmann wird vermisst. Er fehlt seit Saisonbeginn wegen einer nicht näher spezifizierten Oberkörperverletzung. Dies alles führt dazu, dass die Zürcher über alle vier Formationen hinweg regelmässig nicht zustande bringen, was sie aufgrund ihrer Qualität eigentlich müssten. Letztlich haben die drei Niederlagen genau dieses Manko offengelegt.

    Grönborg sagt, manchmal sei es, als ob sein Team auf den Panik-Knopf drücke, «dann versuchen wir, etwas zu erzwingen, und verlieren die Geduld. Das kann man nicht machen.» Sein Rezept: ruhig bleiben, am Spielsystem festhalten. Und der Trainer kündigt Änderungen in der Aufstellung an. Er könnte auch den beiden 21-jährigen Stürmern Axel Simic und Justin Sigrist mehr Verantwortung geben. Sie bringen Schwung.

    Marco Rossi – dieser Zuzug kommt gelegen

    Und seit neuestem ist bekannt, dass die Fraktion der Jungen interessanten Zuwachs erhält. Der 19-jährige Marco Rossi stösst per sofort zu den ZSC Lions. Er ist ein Vorarlberger mit Schweizer Lizenz und spielte zwischen 2014 und 2018 für die Zürcher im Nachwuchs und für die GCK Lions. Nach zwei Jahren in Kanadas Juniorenliga OHL wurde der mit Spielintelligenz reichlich ausgestattete Mittelstürmer im Oktober von den Minnesota Wild als Nummer 9 in der ersten Runde gedraftet und mit einem Vertrag ausgestattet. Damit er Spielpraxis sammeln kann, leiht ihn das NHL-Team bis zum Saisonstart aus.

    Rossi trainierte im Sommer in Zürich und verfügt noch über einen bis Frühling 2021 gültigen Ausbildungsvertrag mit der Lions-Organisation, der auch automatisch die (bescheidenen) Konditionen regelt, zu denen er spielt. Trifft die Lizenz rechtzeitig ein, kann er bereits am Freitag eingesetzt werden. Der Sportchef Sven Leuenberger bezeichnet Rossi als «sehr überdurchschnittlichen Spieler, aussergewöhnlich komplett für sein Alter». Der Zuzug kann den ins Schwanken geratenen Zürchern nur gelegen kommen. Ihnen stehen zwei Nervenproben bevor: am Freitag gegen Davos und am Sonntag gegen Langnau.

    Darüber hinaus ist absehbar, dass auch Pius Suter wieder für die Stadtzürcher spielen wird. Sein temporäres Engagement mit den GCK Lions ist zu Ende. Ob der für Anfang 2021 geplante NHL-Saisonstart stattfinden wird, bleibt unklar. Doch auch Suter braucht Spielpraxis. Der letztjährige Liga-Topskorer wird wohl schon ziemlich bald im ZSC-Dress zu sehen sein.

    Nach der erneuten Schliessung der Stadien wollen das Schweizer Eishockey und der Schweizer Fussball Direkthilfe

    Eishockey-National- und Fussball-Super-League droht ein Winter ohne Zuschauer. Das stellt die Existenz von mehreren Klubs infrage. Deshalb machen die Ligen A-fonds-perdu-Beiträge zum Thema. Doch zwei Politiker winken ab.

    Daniel Germann, Benjamin Steffen (NZZ)

    Die Schweizer Eishockey- und Fussballmeisterschaften werden ab sofort wieder ohne Zuschauer ausgetragen werden. Der Bundesrat beschränkte die Besucherzahl am Mittwoch erwartungsgemäss auf symbolische 50 Zuschauer. In Wahrheit müssen die Klubs erneut ohne Publikum spielen.

    Die Swiss Football League (SFL) schreibt in einer Stellungnahme, sie werde alles unternehmen, um die Meisterschaft fortzusetzen. Im Eishockey werden die Klubs der National League und der Swiss League in den nächsten Tagen darüber beraten und entscheiden, welche Konsequenzen die bundesrätlichen Beschlüsse für den Spielbetrieb haben. In einer Konsultativabstimmung sprachen sich bisher einzig Biel, Lausanne und Zug für einen Unter- oder Abbruch der laufenden Saison aus.

    Der Ruf nach Hilfe

    Der Ruf nach staatlicher Hilfe wird immer lauter. Die Eishockeyliga lässt wissen: «Um Konkurse im Schweizer Profi-Eishockey vermeiden zu können, sind die National-League- und Swiss-League-Klubs auf finanzielle Soforthilfen sowie die Möglichkeit auf Kurzarbeitsentschädigungen auch bei befristeten Arbeitsverträgen angewiesen.» Es gehe nun darum, professionelle Strukturen und damit auch Tausende von Arbeitsstellen zu erhalten.

    Die Argumente sind nicht neu. Bereits am Dienstag hatten sich die Klubpräsidenten der zwölf National-League-Klubs in einem offenen Brief an den Bundesrat gewandt. Sie forderten in diesem Schreiben A-fonds-perdu-Beiträge für den Fall, dass sie ohne Zuschauer weiterspielen müssen.

    Die Swiss Football League schreibt: «Die SFL-Klubs sind seit März dieses Jahres mit fast komplett ausbleibenden Zuschauereinnahmen konfrontiert. Während in den ersten Monaten die Kurzarbeit half, Konkurse zu verhindern, sind die Klubs nun dringend auf die zinslosen Darlehen des Bundes angewiesen. Damit sollte die kurzfristige Liquidität gesichert werden können. Falls die Situation länger andauert, müssten weitere finanzielle Hilfsmassnahmen ins Auge gefasst werden.»

    Der SFL-CEO Claudius Schäfer bestätigt auf Anfrage, dass damit A-fonds-perdu-Beiträge gemeint sind – wenn monatelang ohne Zuschauer gespielt werden müsse, werde es ohne derartige Hilfe gar nicht möglich sein. Schäfer meint, dass der Rückhalt für solche Anliegen im eidgenössischen Parlament gewachsen sei. Und er betont, dass die Fussballklubs ihren Teil für die Zukunftsbewältigung sehr wohl leisten würden. Die SFL habe die Löhne der letzten Saison mit den neu eingereichten Verträgen verglichen – die Mehrheit der 20 SFL-Klubs habe die Löhne «zwischen 20 und 50 Prozent gesenkt», sagt Schäfer, «wir machen, was die Politik immer wieder fordert».

    Dennoch fragt sich, wie gross die politischen Chancen für A-fonds-Beiträge wirklich sind. Matthias Aebischer, SP-Nationalrat und Mitglied der Parlamentarischen Gruppe Sport, sagt: «Ich bin gegen A-fonds-perdu-Beiträge. Wir haben das Hilfspaket für die Profiligen ins Covid-Gesetz integriert und die Latte, um Zugriff auf die Kredite zu haben, massiv gesenkt. Muss man längere Zeit in leeren Stadien spielen, werden wohl verschiedene Klubs die Kredite beanspruchen. Sollte einer danach nicht imstande sein, diesen zurückzuzahlen, werden wir im Parlament schauen, was wir machen können. Dafür ist die Politik da.»

    Auch der SVP-Nationalrat Roland Büchel spricht sich gegen A-fonds-perdu-Beiträge aus. Es gebe genug Überbrückungshilfen, sagt Büchel und meint etwa das 350-Millionen-Franken-Darlehenspaket für Eishockey und Fussball. Sogar in der zweithöchsten Eishockeyliga gebe es zu viele überbezahlte Profis, die vor einigen hundert Zuschauern spielten. «Es ist nie der Moment, derartige Forderungen zu stellen», sagt Büchel, «und jetzt schon gar nicht. Diese Profisportler sollen sich bewusst werden, wer privilegiert ist und wer nicht.»

    «Verliert nicht Sympathien»

    Büchel vertritt die landauf, landab oft gehörte Meinung der überbezahlten Mannschaftssportler. Gerade die Eishockeyliga müsse damit aufhören, zweitklassigen Spielern Hunderttausende Franken pro Jahr zu bezahlen, sagt er – von den beliebt gewordenen Bekenntnissen zu Lohnreduktionen lässt er sich nicht überzeugen. Büchel arbeitete früher in der Sportvermarktung. Er sagt, gerade wegen seiner Liebe zum Sport ärgere er sich so. Am liebsten möchte er den Sportlern zurufen: «Verliert mit euren Forderungen nicht Sympathien bei den Leuten.» Und ja, er nähme in Kauf, dass auch Klubs mit vielen Zuschauern Konkurs gingen – «aber ich bin überzeugt, dass es nicht passiert. Es gibt Sponsoren, die sie am Leben halten.»

    Die beiden Profiligen und die Spitze von Swiss Olympic trafen sich noch am Mittwochabend nach der Medienkonferenz mit der Sportministerin Viola Amherd zu einem runden Tisch. Die Protagonisten erhielten dort die Gelegenheit, ihre Situation direkt und ohne den Umweg über das Bundesamt für Sport vorzutragen. Sie stiessen auf Verständnis. Doch an der unmittelbaren Lage ändert das nichts.

    Der Bundesrat Alain Berset sagte an der Medienkonferenz: «Wir sind uns bewusst, dass die Massnahmen für die Profiklubs schwierig sind. Die Klubs haben sich eingesetzt und Schutzkonzepte entwickelt. Doch die Corona-Situation hat sich seit Anfang Oktober markant verschlechtert. Natürlich ist es unser Ziel, diese Massnahmen so schnell als möglich wieder aufzuheben. Doch bevor wir das erwägen können, müssen wir die Lage in den Griff bekommen. Im Moment braucht es Verständnis von allen.» Es droht ein langer Winter ohne Eishockey- und Fussballzuschauer in den Stadien.

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    Mein Senf:

    Einerseits haben die Clubs die Kohle aus dem Verkauf der Saisonkarten eingenommen, und wie Klaus Zaugg richtig bemerkt hat wird diese Kohle kaum ein Fan zurück fordern. Nach Steuergelder schreien wenn das Personal Top Saläre bis zu 800k oder mehr bezieht halte ich für sehr fragwürdig. Einer der 800k bezieht soll auf 75% verzichten und mal ein Jahr mit 200k auskommen!