Beiträge von Larry

    Ohne Basels Punkte wäre die Schweiz ein Entwicklungsland

    Die Schweiz liegt im Uefa-Ranking auf Platz 17, weit hinter Österreich, das wir gerne belächeln, und selbst hinter Zypern, das wir vorzugsweise als Ferienland wahrnehmen. Platz 17 bedeutet für die Zukunft: Nur der Meister hat eine Chance, sich über drei Runden für die Champions League oder mindestens für die Europa League zu qualifizieren. Alle anderen müssen sich mit dem mühsamen Weg in die drittklassige Conference League begnügen, die auf 2021/22 eingeführt wird.

    Gäbe es den FC Basel nicht, wäre die Schweiz noch schlechter dran. Er hat allein fast so viele Punkte fürs Uefa-Ranking geholt wie YB, Zürich, Lugano, Sion und Luzern zusammen. Wie er am Donnerstag beim 2:1 in Osijek auftritt, zumindest eine Halbzeit lang, verrät er die internationale Reife, die bei allen Problemen weiter in seiner DNA steckt. Und die YB halt spürbar abgeht, wenn es keinen Guillaume Hoarau mehr auf dem Platz hat, der im entscheidenden Moment die Nerven bewahrt. Ohne Basel wäre die Schweiz im europäischen Vergleich ein Entwicklungsland.

    Das alles soll nicht weiter erstaunen. Die Clubs leiden darunter, dass ihre Spieler ins Ausland wechseln, sobald sie die Gelegenheit dazu haben. 17 Schweizer sind allein in der Bundesliga unter Vertrag, und viele gehören da in ihren Mannschaften zum Stamm. Wenigstens gibt es einen Profiteur des Reifeprozesses dieser Spieler: Das ist das Nationalteam, bei dem Sommer, Schär, Akanji, Xhaka, Embolo und Shaqiri den Kern bilden, es sind alles ehemalige Basler.

    Die nationale Liga, so super ihr Name auch tönen mag, hat noch ein anderes Problem. Sie ist weitgehend unattraktiv geworden für Talente aus dem Ausland, um hier einen Zwischenschritt in ihrer Entwicklung machen zu wollen. Die gehen lieber direkt dahin, wo das grosse Geld lockt. Einen Mohamed Salah werden wir hier nie mehr sehen können. (TA)

    Analyse zum FC Zürich

    Der selbst ernannte Spitzenclub gibt sich unbeirrt

    Nach zwei schlechten Jahren in der Meisterschaft tut Präsident Ancillo Canepa alles, um seinen Trainer Ludovic Magnin zu verteidigen, und gibt sich der Überzeugung hin, die Mannschaft sei besser als vergangene Saison.


    MEINUNG

    Thomas Schifferle (TA)

    Ancillo Canepa ist ein feuriger Präsident. Darum kann er wie jüngst auch genervt auf die Frage reagieren, ob denn der FCZ ein Spitzenclub sei: «Ich weiss nicht, wo Sie in den letzten 15 Jahren waren. Hatten Sie einen anderen Beruf oder den Fussball nicht verfolgt?»

    Auch die Fragen nach dem Trainer können ihn langweilen, wie zum Beispiel nach dem blamablen Aus am vergangenen Sonntag im Cup beim kleinen Chiasso. Jetzt ist Freitag, Canepa sitzt im Museum des FCZ am Stauffacher, um über den Ausblick auf die neue Meisterschaft zu reden. Und die Frage an ihn ist: Wieso ist er derart überzeugt von Magnin?


    An seiner Seite sitzen Marinko Jurendic, der neue Sportchef, und auch Magnin. Canepa lacht und sagt: «Es ist eine beliebte Journalistenfrage, wenn man ein paar Spiele verloren hat.» Bei Magnin ist es eben der Fall, dass er mehr verliert als gewinnt. Auf die ganze Amtszeit gerechnet, die im Februar 2018 begann, sind es 36 Niederlagen bei nur 27 Siegen. Besonders schlecht ist die Rückrunde der vergangenen Saison. Die sei «verschissen» gelaufen, sagt Canepa und entschuldigt sich umgehend für seine Wortwahl. Aber sie trifft ja auch den Kern. Schlechter als der FCZ mit seinen 13 Punkten war nur noch Xamax.

    Die Erinnerung an die seltenen Hochs

    Im Januar setzte sich Canepa gegen alle internen Widerstände durch, um Magnins Vertrag vorzeitig um zwei Jahre zu verlängern. Sein Entscheid pro Magnin steht für die Unverbrüchlichkeit der Beziehung zwischen Präsident und Trainer, das mag den einen ehren und den anderen beruhigen. Es ändert nichts an der Realität, dass der FCZ keine Fortschritte macht – zumindest keine, die spürbar wären.

    Wenn sich Canepa für Magnin in die Bresche wirft, weiss nur er, mit welcher Überzeugung er das macht. Oder ob er getrieben ist von der Idee, allen zu beweisen, wie viel in diesem Trainer steckt. Für Canepa entscheiden nicht nur die nackten Ergebnisse, er will auch die Arbeit unter der Woche auf dem Trainingsplatz werten. Es geht ihm dabei um Innovation, Arbeitseinsatz, Erfahrung. «Und die Intelligenz spielt eine grosse Rolle», fügt er bei. «Von daher sind wir mit Ludovic sehr zufrieden.»

    Er will die Hochs nicht vergessen, die er mit diesem Trainer erlebte: den Cupsieg im Mai 2018, die Qualifikation für die Sechzehntelfinals in der Europa League im folgenden November, die sechs Siege in sieben Runden im vergangenen Herbst. Da macht er ganz den Eindruck, als wiege das mehr als die 7. Plätze in den letzten beiden Saisons. Er findet für sich auch da den Ausweg: «Wir versuchen die Problematik differenziert anzuschauen.»

    Ancillo Canepa hält eine lange Verteidigungsrede auf Trainer Magnin. Und fragt ihn dann: «Habe ich das richtig gesagt, Ludo?»

    Darum erzählt er noch von der Ausbildungsarbeit, die unter Magnin geleistet werde, von den jungen Becir Omeragic und Simon Sohm, die zuletzt ein Aufgebot für die Nationalmannschaft erhielten. Er sagt, der Trainer könne die Tore manchmal nicht selber verhindern, er habe auch Corona und die Quarantäne nicht verhindern können. Als die Verteidigungsrede schliesslich beendet ist, schaut Canepa zu Magnin und fragt ihn: «Habe ich das richtig gesagt, Ludo?»

    Magnin lobt sich, dass er in seiner Zeit beim FCZ 15 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs nachgezogen habe. Der Clubführung dankt er dafür, dass sie bei seiner täglichen Arbeit zugegen ist. «Euch Journalisten sehe ich selten auf der Allmend», sagt er, «ihr schreibt über mich, ohne beim Training zu sein.» Im nächsten Satz sagt er trotzdem: «Ich kenne den Mechanismus. Ich werde aufgrund der Resultate gelobt oder angezählt.» Die letzte Saison endete mit zwei Punkten aus acht Runden und 72 Gegentoren, die neue begann mit dem 2:3 in Chiasso, obschon der Trainer davor verkündet hatte, sie würden diesen Match «souverän dominieren».

    Der nächste Anlauf, es besser zu machen, startet am Samstag in Bern. 0:4, 0:4, 0:4, 2:3 und 0:5 verlor der FCZ in den letzten zwölf Monaten gegen die Young Boys. Magnin geht mit dem nächsten Versprechen in dieses Spiel: «Ich bin voller Elan, um es den Kritikern zu zeigen, dass sie falschliegen.»

    Der FCZ hat weiter seine Ansprüche. Er hat ja auch das Selbstverständnis, ein Spitzenclub zu sein, auch wenn er sich in der Super League längst alle Mühe gibt, um das Gegenteil zu beweisen. Ambitioniert werde man bleiben, sagt Canepa und ruft darum das gemeinsam mit Führung und Spielern ausgearbeitete Saisonziel aus: europäisch werden.

    Der FCZ braucht 5 Millionen vom Bund

    Der FCZ braucht das Geld aus dem internationalen Geschäft, um den Betrieb finanzieren zu können. Vorderhand ist er auf Kredite des Bundes angewiesen, um sich Liquidität zu besorgen. «Ich betone: Kredite!», sagt Canepa an die Adresse von allen, die glauben, das seien Geschenke an den Fussball und an überbezahlte Spieler, nein, «das Geld müssen wir irgendwann zurückzahlen». Im Oktober, November sollen diese Gelder fliessen, die für alle Clubs in den zwei Schweizer Profiligen «überlebensnotwendig» seien. Der FCZ braucht einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. Fünf Millionen also? «Das ist nicht ganz falsch», antwortet Canepa.

    Das sportliche Ziel strebt der FCZ mit einem Kader an, das beim Blick auf die Transfers nicht an Substanz gewonnen hat. Wahrscheinlich liegt es in der Natur der Sache, dass Canepa auch diesen Sachverhalt anders wertet als ein Journalist. Er redet von den neuen Spielern, unter anderem von Lasse Sobiech («ein toller Typ») und von Wilfried Gnonto («der geht ab wie eine Rakete»). Darum kommt er zum Fazit, sie seien von der Mentalität her auf einem «hohen Niveau».

    «Ich bin überzeugt, dass wir eine bessere Ausgangslage haben als vor zwölf Monaten.» Jetzt muss nur noch Magnin beweisen, dass sein Chef nicht falschliegt

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    Mein Senf: Den Quatsch vom guten Training hat er schon beim Finnischen Konditionstrainer erzählt, ich denke Canepa kann schlicht und einfach ein gutes nicht von einem schlechten Training unterscheiden! Ansonsten nichts neues: Blick nach hinten (es war einmal....), Beratungsresistent.:facepalm:

    NHL-Playoff

    Auch mal draufhauen: Wie die Schönspieler ihr Trauma überwanden

    Der ewige Favorit Tampa ist nun auch im Playoff erfolgreich und steht im NHL-Final. Die Erfolgsstory der Lightning ist dennoch nicht nur romantisch.


    Kristian Kapp (TA)

    4:1 gegen Columbus, 4:1 gegen Boston und nun 4:2 gegen die New York Islanders. Der Weg in den Final der Tampa Bay Lightning ist beeindruckend. Nicht nur, weil sich die Mannschaft aus dem US-Bundesstaat Florida auf sehr schnellem Weg durchgesetzt hat. Sondern weil sie dies ausschliesslich gegen Gegner tat, die im unerbittlichen Playoff-Alltag als besonders lästige Widersacher gelten, die alle Register des Spiels mit der Härte, der Provokation, der unspektakulären, aber umso effizienteren Defensive ziehen können. Oder kurz: All das in die Waagschale werfen können, was gegen die als übertalentierte Schönspieler und nervenschwache Favoriten verschrienen Tampa Bay Lightning als bestes Gegenmittel galt. Bis jetzt.


    Zu Beginn der Wandlung steht das penible Erstrunden-Aus vor einem Jahr. Mit 62 Siegen in 82 Spielen hatte Tampa den als unerreichbar geltenden NHL-Rekord von 1995/96 (Detroit Red Wings) egalisiert gehabt und scheiterte im Playoff dann prompt am krassen Underdog Columbus. Eine unglückliche Niederlage in Spiel 1 (3:4 nach 3:0-Führung) reichte, um das Nervenkostüm der Lightning nachhaltig zu schwächen, es folgten drei Pleiten mit 5:15 Toren und 1000 Fragen von Fans und Medien, ob das «System Tampa» trotz aller spielerischer Brillanz vielleicht doch nicht für den ultimativen Erfolg gemacht ist.

    Die spielerische Leichtigkeit, sie ist noch da

    Es ist nicht so, als würde Tampa ein Jahr später nicht weiterhin für spielerische Leichtigkeit oder technische Magie am Puck stehen. All dies garantiert allein schon das Sturm-Duo Nikita Kucherov und Brayden Point. Wenn die beiden bei einem längst entschiedenen Spiel den Zauberstab auspacken und Treffer wie den folgenden zum 6:1 gegen die Islanders in Spiel 1 zelebrieren, dann überschlägt sich Social Media nach wie vor mit solchen entzückten Posts: Welch zauberhafte Vorlage von Nikita Kucherov auf Brayden Point. Twitter

    Und genauso wenig haben sie den Ruf der Star-Truppe gänzlich abstreifen können, deren Protagonisten die Liga auch mit solchen, bei technisch brillanten Teams nicht selten vorkommenden Mätzchen und anderen unnötigen Dingen nerven: Volume 90%

    Um es wohlwollend zu formulieren: Tampas Nikita Kucherov und Blake Coleman versuchen gegen die New York Islanders nicht gerade zu verschleiern, dass sie soeben gefoult worden sein könnten. NBC Der Frust muss raus: Nikita Kucherov, als die erste Niederlage in der Serie gegen die Islanders feststeht. Twitter

    Etwas hat sich aber verändert. Die Lightning, von Jon Cooper gecoacht, einem Trainer, der trotz seiner 53 Jahre als modern und offen für Analytics gilt, sind zwar nicht von ihrem Weg abgekommen, sie suchen ihr Heil in erster Linie immer noch mit Tempo, Puckbesitz, Offensive und Spielkontrolle. Sie haben aber auch die andere, weniger schöne Seite des rauen Playoff-Eishockeys adaptiert.


    Sie bezwangen in der Reprise vom Vorjahr Columbus zwar scheinbar deutlich mit 4:1 Siegen. Sie überstanden dabei aber eine Serie mit lauter Unwegsamkeiten wie Spiele mit fünffachen Overtimes und trotzten dem erneut exzellent auf sie eingestellten Underdog mit viel Widerstandskraft. Es ist äusserst fraglich, ob die Lightning vom Vorjahr diese Herausforderung gemeistert hätte.

    Auch dem taktischen Hexenmeister Barry Trotz getrotzt

    Sein bisheriges Meisterstück legte Tampa aber im Halbfinal ab gegen die New York Islanders, dem vielleicht in der eigenen Zone am besten organisierten NHL-Team – eine Mannschaft, gecoacht vom schlauen Erfolgstrainer und taktischen Defensiv-Hexenmeister Barry Trotz, die auch noch ungehemmt auf alte Tugenden wie brachiale Härte setzt und damit reihenweise besser besetzte Teams mental und physisch zermürben kann.

    Spiel 2 dieser Serie, das mit 2:1 an Tampa ging, war nichts anderes als eine 60 Minuten lange Schlacht mit Bodychecks, Provokationen, Stockschlägen und anderen Aktionen nicht nur am Rande der Legalität. Das Erstaunliche: Die Lightning hielten nicht nur dagegen, sondern waren in dieser für sie ungewohnten Disziplin teilweise federführend. Das bekam zum Beispiel Brock Nelson, einer der besten Stürmer der Islanders, mehrfach zu spüren. Nur im zweiten Fall gab es eine Spielsperre: Alex Killorn und Barclay Goodrow bearbeiten Islanders-Stürmer Brock Nelson auf unsanfte Art und Weise. CBC/Twitter

    Den Wandel brachten nicht nur, aber vor allem Transfers. Vor und vor allem während der Saison verpflichtete Tampa sowohl in der Defensive wie auch in der Offensive physische Rollenspieler wie Barclay Goodrow, Blake Coleman, Zach Bogosian oder gar einen Luke Schenn, der so ziemlich alles verkörpert, was als physisches «Old School»-Hockey gilt. All diese Spieler markieren nicht in erster Linie mit Skorerpunkten oder Firlefanz ihre Präsenz …

    Die Tampa Bay Lightning standen in den letzten Jahren als Posterboys fürs moderne Eishockey und eine von Analytics getriebene Organisation einerseits. Und für die Old-School-Experten dienten sie andererseits als Beweis, dass es mit schönem Eishockey allein im Playoff nichts zu gewinnen gibt. Die Lightning haben es im Playoff 2020 geschafft, beide Welten zu vereinen. Im Final treffen sie ab Samstag auf Dallas, dem Überraschungsteam aus der Western Conference. Die Lightning sind klarer Favorit.

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    Wow! Ein Artikel über die Bolts im Tagi! Na ja klarer Favorit: Tampa zweiter im Osten, Dallas vierter im Westen mit 10 Punkten weniger in der Regular, aber die beiden Direktbegegnungen gewann Dallas beide in der OT. Denke es wird eng, 6-7 Spiele.

    Wie ich soeben auf FB erfahre ist heute unser altes Forumsmitglied und ZSC Fan Otto "Otti" Strickler im Alter von 67 Jahren gestorben.

    Rest peacefully!

    Ehre wem Ehre gebührt, gratulliere Larry, congrats!!.

    Ich habe kein Tor geschossen!:mrgreen:

    Die Bolts waren auch bei den zwei Niederlagen überlegen, bei der zweiten 37:24 Schüsse, nur bei der ersten war es mit 37:35 etwas knapp.

    Varlamov hat die Isles immer lange im Spiel gehalten. Tampa ohne Stamkos!

    The 2021 IIHF World Junior Hockey Championships will take place in a Edmonton Bubble, rather than be split between Edmonton and Red Deer.

    All U20 Men’s Championships under the main tournament have been canceled for 2021 due to COVID-19.

    All 2021 IIHF Women’s U18 Championships have also been canceled.

    Personalisierte Sitzplätze, Spiele ohne Gästefans, ohne Stehplätze – diese Massnahmen sind für Fans nichts Neues. Sicherheitspolitiker bringen sie immer wieder ins Spiel, wenn sie etwas gegen Pyrofackeln oder Ausschreitungen im Umfeld von Eishockey- oder Fussballspielen unternehmen möchten. Bisher scheiterten solche Massnahmen stets am Widerstand der Fans, die um Freiräume in den Fankurven kämpfen.

    Nun bestimmt aber eine globale Pandemie den Alltag. Und die Fans zeigen Verständnis für die neuen Regeln. Zwar gehen sie nicht geschlossen als Gruppierung an die Spiele, aber sie verzichten auch auf einen Boykott-Aufruf aus Protest.

    Die Fussballfans stellen in ihrer Mitteilung allerdings klar, dass diese Akzeptanz mit der Pandemie ende. Die Massnahmen dürften ausschliesslich an die Bekämpfung der Ausbreitung des Coronavirus gekoppelt sein. «Wir werden sie entschieden bekämpfen, sollten sie von dieser Zielsetzung entkoppelt und schleichend in Repressionsinstrumente überführt werden.»

    Keine Ausschreitungen mehr, keine Polizei rund ums Stadion, keine Polizeikosten......ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Wisst ihr, wie das eigentlich bei uns in der "Kurve" aussehen wird? Was ist der Standpunkt

    von SU02, etc.? Ist man mit dem Verein im informellen Austausch wegen Choreos, etc.?

    Nicht ZSC aber YB, FCB, FCZ:

    Nun haben sich die Ultras – darunter auch die Anhänger des FCZ, des FC Basel und der Young Boys – zu den neuen Regeln geäussert. In einer Mitteilung schreiben sie: «Die grossen Schweizer Fanszenen haben gemeinsam beschlossen, unter diesen Voraussetzungen bis auf Weiteres nicht im Stadion in Erscheinung zu treten.»

    https://www.tagesanzeiger.ch/wie-schweizer-…en-520499083350

    Eishockey-Saison 2020/21

    Der Appell an die Intelligenz

    Die ZSC Lions blicken auf eine Spielzeit mit vielen, vielen Fragezeichen. Am 1. Oktober beginnt die spezielle Saison 2020/21.


    Kristian Kapp (TA)

    Los geht es erst in zwei Wochen, doch die ZSC Lions haben bereits eine Art ersten Höhenflug hinter sich. Im 31. Stock des swissotel in Oerlikon orientierten sie am Dienstagnachmittag über die kommende Saison im Meeting-Raum «Davos» – betont nicht des Namens, sondern der Aussicht wegen. Höhenflug und der ZSC? Da war doch was. Das letzte Spiel, am 29. Februar, bevor Corona kam, es war der 4:1-Sieg gegen Zug im leeren Hallenstadion, er bescherte den Zürchern den Qualifikationssieg – doch statt Playoff war alles vorbei.

    Hätte alles im zehnten Meistertitel der Clubgeschichte gegipfelt? Solche Gedanken verfolgten die Lions noch im März. «Ich versuche eigentlich stets, nur vorwärts zu blicken», sagt Trainer Rikard Grönborg. «Aber ich denke, dass ein Gefühl da war, vor allem bei den Spielern, dass wir etwas verpasst hatten. Wir hatten 6 der letzten 7 Spiele gewonnen, unsere Leistungen schienen zur richtigen Zeit auf dem Peak zu sein.»


    Doch dann kamen die ersten Hiobsbotschaften, plötzlich war Eishockey nur noch ein Nebengedanke. Wie es Stürmer Chris Baltisberger sagt: «Du lernst unter diesen Umständen zu schätzen, was wirklich wichtig ist.» Und irgendwann, als die spielfreie Zeit immer länger, die Zukunft immer ungewisser wurde, kam bei Captain Patrick Geering auch diese Einsicht: «Trotz aller Umstände wurde mir noch mehr bewusst, wie gerne ich mache, was ich am liebsten mache: Mit den Jungs zusammen Eishockey spielen.»

    Fragezeichen auch rund um die Champions Hockey League

    Die Lions blicken wie alle Teams auf eine Saison der Ungewissheiten. Wobei sie in einem Bereich kleinere Challenges bewältigen müssen als die Gegner. 7012 Saisonkarten hat der ZSC bislang verkauft, das ist fast perfekt, denn die Lions werden mit dem Corona-Konzept nur noch 7500 Leute ins Hallenstadion lassen können. Andere Clubs haben bereits mehr Karten verkauft, als Platz in der Halle ist. Nächste Woche wollen die Zürcher ihre Zuschauer im Detail informieren, wie ein Matchbesuch im Hallenstadion in Corona-Zeiten möglich sein wird. Was schon feststeht: Jeder Zuschauer wird nebst Ticket und Ausweis auch noch auf einer App einen QR-Code vorweisen müssen.

    Ungewiss bleibt dennoch einiges. Die Lions spielen nebst Meisterschaft und Cup auch in der Champions Hockey League. Und in der CHL sind viele Fragen offen, die unterschiedlichen Einreisebestimmungen in all den Ländern der teilnehmenden Teams bieten Herausforderungen. Im November soll es losgehen, doch schon gestern schied ein Team freiwillig aus: Da in Grossbritannien wegen Corona die ganze Saison abgesagt wurde, werden die Cardiff Devils auch bei der CHL nicht antreten. «Das Wichtigste ist darum die Meisterschaft, wir wollen in die Top 4 und im Playoff mindestens in den Halbfinal», formuliert Zahner die Zielsetzungen. Doch auch er weiss, dass auch in der National League Fallen lauern: «Was passiert, wenn Spieler in Quarantäne müssen? Oder ganze Teams?»

    Spieler und Trainer versuchen, diese Gedanken von sich fernzuhalten. Weil sie ihm nichts bringen würden, wie Grönborg sagt: «Und weil sie mich stören würden bei der Arbeit mit der Mannschaft.» Das Privileg in dieser speziellen Konstellation sei für Spieler und Trainer, dass sie «bloss Eishockey spielen» müssten. «Und wir müssen Vorbilder sein.» Der Club habe keine Verbote erlassen, doch die Mannschaft habe ihre eigenen Regeln aufgestellt, sagt Grönborg. Captain Patrick Geering nennt ein Beispiel: «Wir müssen intelligent sein. Zum Beispiel uns nicht in Clubs und Bars herumtreiben, um dann dort irgendetwas aufzuschnappen.»