Beiträge von Larry

    den ist-zustand bezüglich grossveranstaltungen bis im märz 2021 zu verlängern, ist für mich durch nichts zu rechtfertigen. die stadions nur zu 50% auszulasten eigentlich auch nicht, muss aber wohl akzeptiert werden.

    personifizierte tickets, nur noch sitzplätze, keine gästefans.

    Den IST Zustand würde sie wohl nur zu gerne verlängern, werden aber 30-50% der Sitzplätze akzeptieren. Tippe auf 30%. Das mit den personalisierten Tickets, keine Stehplätze und Gästefans könnte sich bewähren und beibehalten werden.....Ironie off.

    Konzept für die neue Super-League-Saison

    SFL will durch Maskenpflicht wieder halb volle Stadien

    Die Swiss Football League arbeitet an den Vorbereitungen für die neue Saison, teilt die SFL in einer Medienmitteilung mit. Mit einem Schutzkonzept, das die Maskenpflicht sowie den Verzicht auf Gästefans und Stehplätze umfasst, soll die Zuschauerzahl erhöht werden.


    Der Bundesrat hat im März zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie Massnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit angeordnet, darunter das Verbot von Grossveranstaltungen. Damit wurde der Fussball in der Schweiz in seinen Grundfesten erschüttert. Seine wichtigsten Einnahmequellen brachen dadurch weg.

    Zwar finden seit dem 19. Juni 2020 wieder Fussballspiele statt, an denen bis zu 1000 Personen im Stadion zugelassen sind. Doch hat diese Massnahme die wirtschaftliche Situation der Fussballclubs nicht verbessert und zusätzliche Kosten verursacht. Eine möglichst rasche Normalisierung ist deshalb von zentraler Bedeutung für das Überleben der Clubs. Deshalb arbeitet die SFL in einer Taskforce mit Clubvertretern an der einheitlichen Umsetzung und einem angepassten Schutzkonzept mit einem detaillierten Leitfaden für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen ab der neuen Saison, die am 11. September 2020 beginnt.

    Die Grundpfeiler dieses neuen Schutzkonzepts sehen eine Maskenpflicht in allen Stadionbereichen vor sowie einen Verzicht auf Gästefans in beiden Ligen und Stehplätze in der Super League. Mit diesen übergeordneten Massnahmen, die mit verschiedenen weiteren Begleitmassnahmen ergänzt werden sollen, können in jedem Stadion mindestens 50 Prozent der jeweiligen Sitzplatzkapazität ausgelastet werden.

    Die SFL bietet allen involvierten Stellen ihre Unterstützung an. Die Fussballspiele sollen ab der neuen Saison wieder einem breiteren Publikum zugänglich sein. Denn bleiben die dringend benötigten Einnahmen aus, droht vielen Fussballclubs die Zahlungsunfähigkeit. Von einem funktionierenden Profibetrieb hängen auch andere Institutionen und Bereiche (Nationalmannschaft, Frauenfussball, Junioren- und Breitensport) ab. Ob die vom Bund angekündigten Notkredite kommen und greifen werden, ist noch sehr unsicher.

    Es ist das oberste Ziel der SFL, dass alle Clubs die Covid-19-Pandemie überstehen. Sollte die derzeit geltende Personenbeschränkung in den Stadien nicht gelockert werden, werden viele Fussballclubs jedoch nicht überleben. Auf dem Spiel stehen nicht nur 3000 Arbeitsstellen, sondern auch ein wichtiger Teil unserer Schweizer Kultur. (TA)

    Als UF gehen musste hatte man ein gutes Jahr als amtierender Aufsteiger und ein folgendes Halbjahr mit "bescheidenem" Fussball, doch die Resultate stimmten.

    Man lag mit UF auf Platz 3 als er entlassen wurde! Man muss sich das einfach mal wieder vorstellen! Nun ist LM unfähig Platz 3 oder 4 zu erreichen und somit seinem Boss und Förderer Geld in die Kasse zu bringen, nun muss Canepa wieder selber zahlen. Aber he, wer zahlt befiehlt. Irgendwann lupft es ihm den Hut.

    Niemand bekommt mehr Tore als der FCZ, und dies mit einem "Trainer" der Verteidiger war! LM ist einfach total unfähig! Das erinnert mich doch an den Finnen, der konnte auch nichts rüber bringen. Nicht jeder Spieler taugt zum Trainer, auch nicht wenn man in der BuLi oder in Liverpool spielte!

    Im FCZ Forum denke sie der angepisste Canepa zieht nun doch die Reissleine, bevor er ein zweites mal absteigt.

    Wir werden sehen! Denke er ist stur wie immer.

    Pläne des Bundesrats

    Grossanlässe könnten bis März 2021 verboten bleiben

    Die Regierung erwägt, die 1000-Personen-Limite für Sportevents und Konzerte um ein halbes Jahr zu verlängern. Sportclubs zeigen sich alarmiert.


    Fabian Renz, Jérôme Reynard (TA)

    Die Vorfreude dürfte verfrüht gewesen sein, wie sich nun zeigt. Der Bundesrat erwägt nämlich, die 1000-Personen-Limite bis März 2021 zu verlängern. Publik wurde die Information am Dienstag an einer Medienkonferenz des Hockeyclubs Lausanne. Patrick de Preux, der Verwaltungsratspräsident des Clubs, sprach vor den Medien von einer «unerträglichen» Perspektive: Ein strenges Verbot bis im nächsten Frühjahr sei «für uns unmöglich». Finanziell könnte der Club unter diesen Bedingungen nicht überleben, betonte de Preux.

    Konkret sind es gemäss zuverlässigen Quellen derzeit drei Varianten, die geprüft werden:

    – Als strengste Variante schlägt das Bundesamt für Gesundheit ein vollständiges Verbot für alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis zum 31. März 2021 vor.

    – Eine zweite Option besteht darin, Anlässe mit über 1000 Personen bewilligungspflichtig zu machen. Auch diese Regelung wäre bis 31. März befristet.

    – Bei Variante 3 schliesslich würde das Verbot per 31. August vollständig aufgehoben.

    «Das Ende des professionellen Sports»

    Die Vorschläge befinden sich derzeit bei Kantonen und Verbänden in Vernehmlassung. Entscheiden wird der Bundesrat wohl frühestens am 12. August, wenn er sich zur ersten ordentlichen Sitzung nach der Sommerpause trifft. Dass er dabei auf Variante 3, also eine vollständige Öffnung, setzen wird, ist gemäss Insidern unwahrscheinlich. Zu zahlreich sind dafür im Moment die Neuinfektionen. Und auch Mitglieder der bundesrätlichen Corona-Taskforce rieten von einer ersatzlosen Streichung der 1000er-Grenze zuletzt verschiedentlich scharf ab.

    Bessere Chancen werden der Variante 2 eingeräumt, also einer Bewilligungspflicht für Grossanlässe. Damit bliebe es wohl primär den Kantonen überlassen, wie streng die Limite angewandt würde. Viele Epidemiologen wiederum sähen eine konsequente Weiterführung des Verbots am liebsten. Freilich steht der Bundesrat unter grossem Druck von Wirtschaft und Verbänden, die Regeln wenigstens teilweise zu lockern.

    Tatsächlich zeigt man sich nicht nur beim Hockeyclub Lausanne über die kursierende Variante 1 alarmiert. Aus Sicht von Christian Constantin, Präsident des FC Sion, bedeutete die vorgeschlagene strikte Obergrenze über viele weitere Monate hinweg «das Ende des professionellen Sports». Constantin sieht Befürchtungen bestätigt, die er von Beginn der Krise an hegte, wie er auf Anfrage sagt. Statt bloss 1000 Personen zu einem Spiel zuzulassen, fände er es sinnvoller, pro Tribüne nur 1000 Leute zu erlauben.

    Die Swiss Football League, die seit zehn Tagen von den Vorschlägen des Bundesrats weiss, wird am Mittwoch offiziell Stellung beziehen. Sie hofft, dass die Kantone einen gewissen Spielraum erhalten. Die Liga hat das Ziel, dass 50 Prozent der Stadionkapazität genutzt werden können, immer unter Berücksichtigung von Abstands- und Hygienevorschriften. Auch sie geht davon aus, dass die Clubs um ihre Existenz fürchten müssen, wenn der Plan des Bundesrats in seiner strengsten Form umgesetzt wird.

    ---------------------------------------------

    Mein Senf: Gute Nacht!

    Es ist aber durchaus auch möglich, dass Thun und/oder Sion nicht mehr alle Punkte holen. Aus meiner Sicht - auch ohne FCZ-Brille - sogar wahrscheinlich ...

    Ja klar! Das "dümmste" was passieren könnte wäre.....wenn der FCZ noch den vierten Platz macht! Dann ändert Canepa todsicher nichts!

    Als Fan "hoffe" ich aber nicht auf Niederlagen und schon gar nicht auf einen Abstieg.

    Natürlich nicht! Das ist ja die Krux! War aber schon beim letzten Abstieg so, passiert ist es dann eben trotzdem weil Canepa viel zu spät reagiert hat. Er scheint nichts gelernt zu haben! Auch dort wurde viel zu lange nach vorne geschielt!

    Die Realität zeigt beim FCZ nach unten. Es kann sein, bei allen Eventualitäten, wenn es wirklich mit dem Teufel zugeht, dass der FCZ noch in die Barrage muss. Magnin hat das schon am Freitag vor dem St.-Gallen-Spiel vorgerechnet. Wenn Thun und Sion unentschieden spielen (was geschehen ist), dann könnte Sion mit drei Siegen und Thun mit zwei am FCZ mit seinerseits drei Niederlagen vorbeiziehen.

    Magnin wurde am Freitag beim Orakeln schräg angeschaut. Nach dem Spiel gegen St. Gallen spricht er wieder davon. Bevor man in das Vierte-Platz-Blabla einstimme, müsse man erst einmal dafür sorgen, dass die Barrage nicht noch zur Realität werde. Man stelle sich ein Relegationsduell gegen GC vor. Damit es nicht dazu kommt, reicht dem FCZ ein Punkt aus den restlichen drei Spielen gegen Sion, Luzern und Thun.(TA)

    Man stelle sich vor wir steigen ab gegen GC! Sehen unterdessen auch einige im FCZ Forum als nicht unrealistisch!

    Man könnte immer noch vierter werden, dann könnte man sagen das man hinter YB und Basel nur von SG überholt wurde. Ist aber nur die halbe Wahrheit: Man ist einfach nicht besser als Servette (Aufsteiger!), Luzern oder Lugano. Sind das jetzt die Ansprüche in Zürich?

    Beim FCZ ist seit den Coronafällen der Faden gerissen. Seit der Quarantäne hat der Club in vier Spielen vier Niederlagen erlitten. Und die Mannschaft schwächt sich dabei immer wieder selbst. Nathan macht bei allen drei Gegentoren keine gute Figur. Marco Schönbächler holt kurz vor Schluss eine Rote Karte – wegen Schiedsrichterbeleidigung. (TA)

    Der FC Zürich verlor zum vierten Mal in Folge, es war am Samstagabend wie zuletzt in Lugano: Eine Halbzeit lang spielten die Zürcher so, als hätten sie sich von der Corona-Quarantäne erholt. Aber was sie nach der Pause aufführten, war sehr weit weg von ihren eigenen Ansprüchen. (NZZ)

    Schade FCSG, das wars wohl! Es wird wohl wieder Ebay werden und Xamax geht direkt runter. Aber war wieder mal etwas spannend und zeigt auf das man mit einer sehr guten Leistung vorne mitspielen kann wenn die zwei grossen schwächeln. Aber eben nur dann....

    Will die Schweiz weiterhin Profisportligen, müssen Fussball und Eishockey wieder vor Zuschauern stattfinden können

    Mitte September sollen die Fussball- und die Eishockeysaison neu beginnen. Doch unter welchen Voraussetzungen, ist unklar. Die Profiligen hoffen, dass der Bundesrat am 12. August das Verbot für Grossveranstaltungen lockert oder ganz aufhebt. Sie arbeiten vorsorglich bereits an Schutzkonzepten.

    Daniel Germann (NZZ)

    Die Fussballmeisterschaft 2019/20 steckt in der finalen Phase. Und doch beschäftigt sich die Swiss Football League bereits intensiv mit der kommenden Saison. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Liga und der Klubs arbeitet an einem übergeordneten Schutzkonzept, das mit einem Leitfaden ergänzt werden soll. Der Liga-CEO Claudius Schäfer sagt, die kantonalen Unterschiede stellten eine grosse Herausforderung dar.

    Die Eishockey-National-League ist da schon einen Schritt weiter. Seit letztem Mittwoch ist auf ihrer Website nachzulesen, unter welchen Richtlinien und nach welchen Verhaltensregeln am 18. September in die neue Saison gestartet werden soll. Überbordender Jubel etwa ist unerwünscht. Sitzen mehr als zwei Spieler desselben Teams gleichzeitig auf der Strafbank, gilt dort die Maskenpflicht. Diskussionen mit Schiedsrichtern sind tabu.

    Warten auf den Bundesrat

    Doch die wichtigste Frage bleibt vorerst unbeantwortet: Wie viele Zuschauer dürfen die Klubs in die Stadien lassen? Bis mindestens Ende August liegt die Grenze bei 1000 Personen pro Match. Sollte der Bundesrat daran festhalten, ist die Grosszahl der Klubs eher früher als später in ihrer Existenz bedroht. Sowohl Schäfer als auch der National-League-Direktor Denis Vaucher gehen davon aus, dass beim Saisonstart wieder mehr Zuschauer zugelassen sein werden. Gespannt warten sie auf den 12. August. Dann trifft sich der Bundesrat zu seiner ersten ordentlichen Sitzung nach den Sommerferien.

    Vaucher sagt: «Wir wären dankbar, wenn der Bundesrat am 12. August das bestehende Verbot für Grossveranstaltungen aufheben und gesamtschweizerisch einen verbindlichen Rahmen für mindestens sechs Monate vorgeben würde. Wir brauchen jetzt unbedingt Planungssicherheit. Wir müssen wissen, vor wie vielen Zuschauern wir spielen dürfen, um entsprechende Schutzkonzepte ausarbeiten zu können. Am schlimmsten wäre für uns, wenn der Entscheid weiter hinausgezögert beziehungsweise zeitlich gestaffelt würde.»

    Längst haben die Klubs im Hintergrund begonnen, potenzielle Schutzkonzepte vorzubereiten. Die erforderlichen Massnahmen hängen stark von den jeweiligen Stadien ab. Doch mittlerweile zeichnet sich zumindest im Eishockey ein grundsätzliches Konzept ab. Seine Kernpunkte: Es werden nur persönliche Sitzplätze verkauft, im Stadion gilt eine allgemeine Maskenpflicht, und Anhänger der Gastmannschaft sind nicht zugelassen.

    Vaucher geht davon aus, dass die Stadien auf diese Weise mit bis zu 60 Prozent ihrer Kapazität genutzt werden könnten. Das würde den Klubs eine wirtschaftliche Basis geben und ihnen ermöglichen, auf die Corona-Hilfe des Bundes zu verzichten. Im Fussball und im Eishockey ist man sich einig: Das im Mai vorgestellte Hilfspaket ist nutzlos. Sollte ein Klub darauf zugreifen, könnte er wegen der Solidarhaftung seine Konkurrenten mit in den Abgrund reissen. Trotz sanftem Druck aus dem Bundesamt für Sport haben weder die Swiss Football League noch die National League die Vereinbarung bisher unterschrieben. Wortführer wie der ZSC-CEO Peter Zahner warnen inständig davor, die Scheinhilfe anzunehmen.

    Claudius Schäfer sagt, über die Frage, wie es mit dem Hilfspaket weitergehen solle, werde an einer ausserordentlichen Generalversammlung im August entschieden. Gleiches gilt für die National League. Doch lieber als Bundeshilfe in Anspruch zu nehmen, würde man sich selber helfen. «Es ist Zeit, dass wir einen Schritt zurück zur Normalität machen und ab September mit einem entsprechenden Schutzkonzept in den Stadien auch wieder vor mehr als 1000 Zuschauern spielen können. Sonst gehen wir alle kaputt», sagt Vaucher.

    Die Bundesliga als Vorbild

    Grosse Bedeutung werden die Schutzkonzepte in den Stadien haben. Die Ligen orientieren sich hier an der Deutschen Fussball-Liga (DFL), die in der Corona-Krise als erste Profiliga den Spielbetrieb wieder aufgenommen und europaweit eine Führungsrolle übernommen hat. Die Bundesliga ist mit einem Durchschnitt von 42 000 Zuschauern die zugkräftigste Liga Europas. Die 18 Bundesligisten haben in der Saison 2018/19 520 Millionen Euro über den Ticketverkauf eingenommen. Entsprechend wichtig ist auch für sie, bald wieder vor Zuschauern spielen zu können.

    Die DFL hat Mitte Juli einen 41-seitigen «Leitfaden für die Konzepterstellung zwecks Wiederzulassung von Stadionbesuchern» veröffentlicht. Der Kern des Papiers: Die Stadionkapazität wird aufgrund der jeweiligen Fallzahlen angepasst. Sie orientiert sich nicht nur an den verfügbaren Zuschauerplätzen, sondern auch an logistischen Kriterien wie der Leitung der Zuschauerströme bei der An- und der Abreise bei den Spielen. Im Konzept steht: «Die realistische Gesamtkapazität ist die Anzahl an Personen, die mit dem vorhandenen Platz und in der verfügbaren Zeit unter Einhaltung eines Mindestabstands bewältigt werden kann.»In der Schweiz sind die Zuschauereinnahmen zwar geringer, aber trotzdem noch wichtiger, weil der Erlös aus der Vermarktung der medialen Rechte massiv kleiner ist. Fussball und Eishockey fussen in der Schweiz auf fünf Säulen: auf den Zuschauereinnahmen, der Gastronomie in den Stadien, Sponsorenverträgen, Donatorenbeiträgen und der medialen Vermarktung. Ohne Zuschauer brechen zwei dieser Säulen (Zuschauer, Gastronomie) ganz weg. Die Sponsoren- und Mäzenenbeiträge werden geschmälert, weil Hospitality-Pakete Teil der Vereinbarungen sind.

    Der SC Bern in der Existenz bedroht

    Um in den spielfreien Sommermonaten zu Liquidität zu kommen, haben die Eishockeyklubs trotz der unsicheren Situation mit dem Verkauf der Saisonkarten begonnen. Der SC Bern hat bis heute rund 8000, die ZSC Lions gegen 5000 Karten abgesetzt. Sollte die Saison ohne Publikum beginnen, müssen sie ihre Anhänger entschädigen.

    Vor allem für den SCB, der dank seinen hohen Zuschauerzahlen und den Gastronomieerträgen über Jahre der wirtschaftliche Musterknabe der Liga war, wird die Corona-Pandemie zur Nagelprobe. Die Umwandlung der Stehplätze in der Postfinance-Arena in Sitzplätze würde die Kapazität von 17 000 auf rund 11 000 Zuschauer reduzieren. Der Einnahmeausfall würde für die gesamte Saison rund zwei Millionen Franken betragen. Dank den in den vergangenen Jahren getätigten Rückstellungen wäre das für den Klub gerade noch verkraftbar. Alles andere hingegen würde seine Existenz bedrohen.

    Trennung vollzogen: Die National League kapselt sich von Swiss Ice Hockey ab

    Die Klubs der National League gründen eine eigene AG. Für den Verband Swiss Ice Hockey wird die Abspaltung finanzielle Konsequenzen haben.

    Daniel Germann (NZZ)

    Vor Wochen wurde der Schritt angekündigt, nun ist er vollzogen: Die Eishockey-National-League trennt sich vom Verband. Per 16. Juli ist im Handelsregister die National League AG eingetragen worden. Das Aktienkapital beträgt 120000 Franken und wird zu gleichen Teilen von den zwölf aktuellen National-League-Klubs gehalten. Als Präsident des Verwaltungsrats ist Matthias Berner eingetragen. Der ehemalige CEO des EHC Kloten war im Frühjahr aus dem VR des Verbandes zurückgetreten.

    Unter dem Zweck ist im Handelsregister aufgeführt: «Die Gesellschaft bezweckt die Förderung und Entwicklung des auf höchster Ebene professionell ausgeübten Eishockey-Sports in der Schweiz. Sie ist Mitglied der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF).» Damit verhindert die Liga den Bruch mit dem Verband und verhindert eine offene Konfrontation, wie ihn die Deutsche Eishockey-Liga bei ihrer Gründung Anfang der 1990er Jahre mit dem deutschen Eishockey-Bund eingegangen ist.

    Trotzdem ist die AG-Gründung für die Liga ein wichtiger Schritt in die Unabhängigkeit. Sie beendet die Strukturreform des ehemaligen Verbandspräsidenten Philippe Gaydoul und schafft den rechtlichen Spielraum der Liga zu tiefgreifenden Reformen, die im Raum stehen. Angedacht sind nicht nur die Einführung einer Lohnluxussteuer und die Erhöhung oder vollständige Aufhebung der Ausländerbeschränkung, sondern auch die Abschaffung des Auf- und Abstiegs nach rein sportlichen Kriterien. Diese Themen diskutieren die zwölf Klubs am kommenden Donnerstag und Freitag an einer Klausur.

    Die formaljuristische Trennung der Liga vom Verband hat aber auch für Swiss Ice Hockey einschneidende Konsequenzen. Künftig wird der Verband die Testspiele der Nationalmannschaft selber und nicht mehr im Paket mit den Meisterschaftspartien ausschreiben müssen. Weil die Rechte der WM-Partien bei der Agentur Infront liegen, dürfte der Verband massive Einnahmeeinbussen gewärtigen. Derzeit partizipiert er mit 6,7 Millionen Franken am laufenden TV-Vertrag.

    ---------------------------

    Mein Senf: Find ich gut!