Kopf kurzfristig aus der Schlinge gezogen, aber es folgt ein happiges Programm: In der Meisterschaft YB / Thun / Basel / Servette / YB / Lugano / Basel.
Mal schauen wie es dann aussieht.
Kopf kurzfristig aus der Schlinge gezogen, aber es folgt ein happiges Programm: In der Meisterschaft YB / Thun / Basel / Servette / YB / Lugano / Basel.
Mal schauen wie es dann aussieht.
Die Treppe nach dem Eingang und dann im Stadion auch noch die Treppe auf die Tribüne denn unten am Eis sieht man aus dem Rollstuhl nichts!
Aus dem FCZ Forum:
Sekunden vor dem Anpfiff zum Match schrie er schon aufs Feld. Da gab es doch noch gar nichts zu sagen, das er bei einer überlegten Matchvorbereitung nicht längst hätte gesagt haben können.
Und gopferteckel Ludo: Warum ist es so schwierig, das Gehampel am Spielfeldrand einzustellen?? Alle, inklusiv dir selber haben eingesehen und ausgesprochen, dass das kontraproduktiv und dumm ist. Und trotzdem hört es einfach nicht auf. Ich kann es nicht verstehen.
Nichts gegen Emotionen eines Trainers, aber Ludos Gehampel und Gemotze sind kontraproduktiv. Kein Wunder, dass ein solches Getue keine Ruhe ins Team bringt. Und genau diese Ruhe und Abgeklärtheit braucht es, damit man gute Ausgangslagen nicht verspielt und keine unnötigen Punkte verschenkt.
Ich bleibe bei meiner Meinung: Ludos Galgenfrist soll spätestens nach einem Viertel der Saison enden. Falls bis dahin keine klaren Fortschritte erkennbar sind und keine Siege gelandet werden können, muss die Reissleine gezogen werden. Je nach Art und Weise der nächsten Auftritte muss eventuell schon früher gehandelt werden.
Ich war auch lange Pro Magnin, aber mittlerweile bin ich überzeugt, dass er weg muss, und zwar so schnell wie möglich! Wie schon einige erwähnt haben, erreicht er die Mannschaft wohl wirklich nicht mehr, es braucht einen neuen Impuls und neues Selbstvertrauen für die Spieler. Kein Wunder reihen wir Fehler an Fehler, wenn dieser fast schon cholerische Hampelmann an der Linie rumschreit - und nein, er trägt bestimmt nicht die alleinige Schuld an der aktuellen Situation, aber einen grossen Anteil daran.
Ludo, Ludo, ich weiss nicht, ob das was wird! Gestern werfe ich ihm drei Dinge vor:
- Was war eigentlich in der Pause los? Die Mannschaft war nicht mehr wiedererkennbar. Das dauerte bis zum obligaten Ausgleich. Das war schon in Sion so! Gegen Lugano kam nach einem 3:0 (!) Null Reaktion in der zweiten Hälfte. So, was machen wir da eigentlich in der Garderobe? Eine Rauchen wie im Amateurbereich?
- Wieso bringt man kurz vor Schluss bei Überzahl einen Innenverteidiger für Marchesano? Das war das falsche Signal an kämpferische Xamaxiens und an den fragilen FCZ. Als hätte man in der Phase nach der Pause nicht gesehen hat, dass man sich nicht schadlos zurückziehen kann.
- Die defensive Anfälligkeit - gerade nach Standards - hat er nicht in den Griff bekommen. 9 Tore nach 4 Spielen spricht eine deutliche Sprache.
Das wird garantiert nichts mit Magnin! Raus, je früher je besser!
Warum Canepa (noch) nicht reagiert steht weiter oben im NZZ Artikel:
Es ist absehbar, dass Canepa länger zuwarten und geduldiger sein könnte als in früheren Fällen. Anfang Jahr sagte Magnin über die Canepas im Interview mit der NZZ: «Sollten sie mich einmal nicht mehr wollen – wir werden es trotzdem gut haben.» Dennoch ist die Trennung von Magnin für Canepa noch ein verbotener Gedanke, weil er auch persönlich so viel riskiert hat und eine gewagte Wette auf ihn einging. Aber wie man auch immer zu einer Trennung steht: Die Frage, wie es mit Magnin weitergehen wird, kommt ohnehin bald aufs Tapet, und sie wird die ganze Saison nicht mehr verschwinden, weil sein Vertrag im nächsten Sommer ausläuft. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird sich Canepa entscheiden müssen: Für Magnin. Oder gegen ihn.
Noch ein Satz für Snowcat (und mich):
Vor dem Spiel wurde Alain Nef geehrt, die zurückgetretene Clublegende wurde nachträglich als «Spieler der Saison 2018/19» ausgezeichnet. Manch ein FCZ-Supporter würde sich derzeit wünschen, der Vertrag mit ihm wäre um ein Jahr verlängert worden. Es fehlt ein Leader.
Er sieht sich weiter als Spitzenverein, das bekräftigte der Präsident Canepa vor dem Spiel in der Matchzeitung: «So weit kommt es noch, dass wir den Schwanz einziehen und auf öffentlichkeitswirksame ‹Bescheidenheit und Demut› machen.» Präsident und Trainer besitzen ein offenbar unerschütterliches Selbstbewusstsein. Es steht im Gegensatz zur fragilen Verfassung ihres Teams.
https://www.nzz.ch/sport/zuercher…amax-ld.1501232
Aus dem FCZ Forum:
Naja ich weiss nicht, von einem Präsidenten, der im Matchmagazin den FCZ mit seinem Hund vergleicht, ist nicht viel zu erhoffen
Wie weiter mit Ludovic Magnin?
Beim FC Zürich gibt es schon früh in der Saison eine Trainer-Diskussion. Das liegt nicht nur am schlechten Saisonstart.
Flurin Clalüna (NZZ)
Seit bald eineinhalb Jahren ist Ludovic Magnin Trainer des FC Zürich. Es ist vielleicht nur eine maliziöse Zufälligkeit: Aber genau so lange können sich die Trainer beim Präsidenten Ancillo Canepa im Durchschnitt im Job halten. Und nach nur drei Runden und zwei Niederlagen in der neuen Saison wird nun tatsächlich über Magnins Zukunft diskutiert. Vor 15 Jahren war der FCZ letztmals nach drei Runden Tabellenletzter. Schon im Frühling hatte Magnin eine Bewährungschance benötigt, um eine Krise durchzustehen, die erste als Profitrainer. Und jetzt braucht er wieder einen Vertrauensvorschuss. Das sind viele Krisen in wenig Zeit.
Am Anspruch gescheitert
Canepa sagt zwar im «Blick»: «Nach drei Runden in Panik zu verfallen, wäre wohl das Dümmste, was wir tun könnten.» Aber abgesehen davon, dass Canepa mit Urs Meier im Sommer vor vier Jahren schon einmal einen Trainer nach bloss drei Spieltagen freigestellt hat: Der schlechte Saisonstart ist gar nicht einmal Magnins grösstes Problem. Denn Magnin hat ja recht, wenn er sagt, dass der FCZ phasenweise gut gespielt hat. Diese Analyse muss man Magnin zugestehen, ohne ihm gleich Schönfärberei zu unterstellen.
Aber Magnin ist bereits angezählt in die neue Saison gegangen, und nun läuft der Countdown einfach weiter, denn es sind nicht diese letzten drei Runden, die ihn krisenanfällig machen, sondern die Gesamtbilanz der letzten Monate. Da braucht es nicht viel, ein paar Blackouts der Spieler, ein neuer Trainer-Staff, der sich noch nicht gefunden hat, eine offensiv kommunizierte Erwartungshaltung der Vereinsführung oder einen gedanklich abwesenden Spieler wie Benjamin Kololli, der während der Woche in Kosovo heiratet. Und schon ist sie wieder da, die Vertrauenskrise.
Im Jahr 2019 hat Magnin nur fünf von 21 Meisterschaftspartien gewonnen. Seit Mitte Mai ist er sieglos. Wie man seine Bilanz auch liest, und was man auch beurteilt, die Spielkultur, die Jugendförderung oder bloss die Resultate: Der FCZ hat sich mehr von Magnin erhofft. Aus dem Insidertipp ist kein neuer Lucien Favre geworden. Es ist ein Wunderglaube, dass welsche Trainer wie Favre, Bernard Challandes oder Daniel Jeandupeux in Zürich besonders gut funktionieren. Aber bei Magnin klappt es nicht.
Punktuell war er zwar erfolgreich, im Cup-Final 2018 gegen die Young Boys oder im Europacup vor allem gegen Bayer Leverkusen. Aber verpflichtet hat man ihn vor allem dafür: Um den anspruchsvollen Fussballstil des Klubs wiederzubeleben und ihn wieder näher an die Spitze mit Basel und YB heranzuführen. Daran ist Magnin bisher gescheitert, so wie die meisten seiner Vorgänger. Seit dem letzten Meistertitel vor zehn Jahren haben sich die Zürcher nur zwei Mal in den Top 3 klassiert. Und viele Nachwuchsspieler mehr als sein Vorgänger Uli Forte hat Magnin bisher nicht zu Stammspielern gemacht.
Magnin erlebte mit dem FCZ einen goldenen Herbst 2018, einen Indian Summer, als die Mannschaft so schön leuchtete wie ein bunter Laubwald. Aber insgesamt waren es wenige gute Monate und viele mittelmässige oder schlechte. Und dafür gab es immer wieder andere Erklärungen: Anfangsschwierigkeiten, Verletzungssorgen, Europacup-Belastungen, die Formschwäche einzelner Spieler. Nur an einem wollte Magnin nie zweifeln: dass seine Mannschaft eigentlich gut ist.
Er sagt es auch jetzt wieder und nimmt dafür in Kauf, dass man sich im Umkehrschluss fragen muss: Wenn die Spieler gut genug sind, muss es dann also am Trainer liegen? Es ist die Kardinalfrage beim FCZ: Ob der Klub für eine – gemäss Selbsteinschätzung – talentierte Mannschaft erst noch den passenden Trainer finden muss. Oder ob es diesen Trainer gar nicht gibt, weil diese Mannschaft doch nicht genügt, um die hohen Ansprüche des Klubs zu rechtfertigen.
Oder noch weiter gedacht: Ob der FCZ mit seiner Struktur und seinen Möglichkeiten solche Ambitionen überhaupt haben darf. Alle fünf neuen Spieler kamen in diesem Sommer ablösefrei nach Zürich. Anderes, teureres Personal konnte oder wollte sich der Verein nicht leisten. Und so wie Canepa kommuniziert, öffnet sich immer wieder ein Gap zwischen Erwartungen und Realität.
Aus Canepas Reagenzglas
Sollte sich Canepa bei anhaltendem Misserfolg von Magnin trennen wollen, ist eines absehbar: Es könnte emotional die schwierigste Entlassung seiner bald 13-jährigen Amtszeit werden. Das Timing einer solchen Massnahme ist immer schwierig, oft erfolgt sie zu spät wie bei Sami Hyypiä oder zu früh wie bei Urs Fischer. Aber bei Magnin fällt etwas anderes noch stärker ins Gewicht: Er ist so etwas wie der Adoptivsohn des Ehepaars Heliane und Ancillo Canepa. Und wenn jemand zur Familie gehört, ist eine Trennung besonders schmerzhaft und die Enttäuschung grösser als sonst.
Kommt hinzu, dass ein Experiment gescheitert wäre: Magnin war gewissermassen ein Trainer im Reagenzglas, einer, den die Canepas während mehrerer Jahre behutsam im eigenen Nachwuchs aufgebaut hatten. Sie hatten sich vorgestellt, ihn als Cheftrainer weiter formen und seine Emotionalität eindämmen zu können. «Ich habe mich in den letzten Jahren dort verbessert, wo sie es wollten, sagte Magnin bei seiner Vorstellung im Februar vor einem Jahr. Sie: Das sind die Canepas. Die Neigung zum Cholerischen war vom ersten Tag Magnins klare Schwäche, und sie ist bisher nicht derart abgeflaut, wie es nötig wäre, um aus einem talentierten Jungtrainer einen anderen, einen besseren Coach zu machen.
Als Magnin damals Chefcoach wurde, lief seine Wahl ohne Gegenkandidaten oder grössere Vernehmlassung ab. Und seither fühlt sich Magnin verpflichtet, dieses ungewöhnliche Vertrauen zurückzuzahlen. Das ist eine emotional aufgeladene Situation in einem emotionalisierten Verein.
Vertrag endet 2020
Es ist absehbar, dass Canepa länger zuwarten und geduldiger sein könnte als in früheren Fällen. Anfang Jahr sagte Magnin über die Canepas im Interview mit der NZZ: «Sollten sie mich einmal nicht mehr wollen – wir werden es trotzdem gut haben.» Dennoch ist die Trennung von Magnin für Canepa noch ein verbotener Gedanke, weil er auch persönlich so viel riskiert hat und eine gewagte Wette auf ihn einging. Aber wie man auch immer zu einer Trennung steht: Die Frage, wie es mit Magnin weitergehen wird, kommt ohnehin bald aufs Tapet, und sie wird die ganze Saison nicht mehr verschwinden, weil sein Vertrag im nächsten Sommer ausläuft. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wird sich Canepa entscheiden müssen: Für Magnin. Oder gegen ihn.
Ist für mich auch Plicht, so etwas wie das einläuten der neuen Saison, Freude herrscht !
Definitive, hat der Matsch keine Relevanz aber ich möchte die neuen Spieler und Trainer sehen und natürlich meine Hockey Freunde !![]()
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Genau so!
Bin dieses Jahr aber nicht dabei. ![]()
schalamütss jammered ja nöd, sondern seit nur d‘Wahrheit:
im alternde Nörglerforum dured de Summerschlaf halt e gwüssi Ziet + erst Rächt, wänn er so früeh afaht wie das Jahr...
Positiv sehen: Das Nörgelforum ist zurück! :razz:
de Nachwuchs kännt weder die alte Trikots vo de Waldbuebe, no dass es irgendwo i de nöchi vo Züri mal en Dorf-Verein söll geh ha, wo eus vor emne gfühlte Jahrhundert demüetigt hät.
He he! :twisted: ![]()
INTERVIEW
Timo Meier: «Es gab ein paar Morddrohungen»
Der Ostschweizer Timo Meier ist der Aufsteiger im Schweizer Eishockey. Im Gespräch mit Nicola Berger spricht er über seine rasante Karriere in der NHL, schlimme Anfeindungen in sozialen Netzwerken und die Bedeutung seines Millionensalärs.
Nicola Berger (NZZ)
Timo Meier, die San Jose Sharks bezahlen Ihnen in den nächsten vier Jahren 24 Millionen Dollar. Was macht das Geld mit einem?
Es sind einfach ein paar Gedanken weniger, die ich mir machen muss. Das Geld verändert mich nicht. Ich bin immer noch der bodenständige Timo aus der Ostschweiz und kurve nicht mit dem Lamborghini herum. Geld ist für mich kein Antrieb, ich spiele Eishockey, weil es mir Spass macht. Das Gefühl ist immer noch das gleiche wie in meinem ersten Jahr in Nordamerika, als ich in Halifax 60 Dollar pro Woche erhalten habe. Ich gebe wenig auf Statussymbole. Was ich mir leiste, ist zum Beispiel, meinen Eltern etwas zurückzugeben und sie in die Ferien einzuladen.
Ihr Ansehen ist heute ein anderes als in Halifax. Der Begriff «Timo-Time» für den Moment, wenn Sie einen Treffer erzielen, ist in San Jose innert kürzester Zeit Standardvokabular geworden.
Die Aufmerksamkeit ist grösser geworden, ja. Ich geniesse das. Es freut mich, wenn ich erkannt werde, wenn ich mit Menschen plaudern kann, ich bin da ziemlich offen. Und man muss es schon relativieren: Eishockey ist in Kalifornien ein Nischensport. Wenn ich sehe, was bei den Basketball- oder Baseballprofis abgeht, dann ist das eine andere Liga.
Haben Sie Bezugspunkte zu Profis aus diesen Sportarten?
Ich war ein paar Mal bei Spielen der Oakland Athletics. Und zu einer unserer Play-off-Partien kamen ein paar Spieler des American-Football-Teams San Francisco 49ers. Sie waren bei uns in der Garderobe, da war ziemlich Rambazamba. Das sind körperlich schon noch einmal andere Apparate, ich habe mein Shirt ziemlich schnell angezogen.
Sie haben sich in den letzten zwei Jahren enorm entwickelt. Woher kommt diese Rasanz?
Mein erstes Jahr in der NHL war schwierig, auch weil ich unter Pfeifferschem Drüsenfieber litt. Seither werde ich besser. Diesen Anspruch habe ich an mich selber. Es kommt eigentlich selten vor, dass ich mit einem Spiel wirklich zufrieden bin.
«Ich hatte diese innere Überzeugung, dass es klappen würde. Ich war, ehrlich gesagt, auch nicht der beste Schüler.»
Es gibt genug andere Menschen, die Sie loben. Was war das wertvollste Kompliment bisher?
Logan Couture hat mich einmal «Beast» genannt. Das war cool. Zu ihm habe ich aufgeschaut, als ich noch ein Junior war. Und jetzt redet er so über mich.
Woher kommen Ihr Ehrgeiz und Ihr robustes Selbstvertrauen?
Vielleicht von zu Hause? Ich weiss es nicht. Ich hatte nie einen Mentaltrainer. Ich habe einfach immer an mich geglaubt und dem Ziel, in der NHL zu spielen, alles untergeordnet.
Gab es einen Plan B, wenn es mit dem Eishockey nicht geklappt hätte?
In meinem Kopf nicht, nein. Ich hatte diese innere Überzeugung, dass es klappen würde. Ich war, ehrlich gesagt, auch nicht der beste Schüler. Eishockey war mir einfach wichtiger.
Inzwischen ist Nordamerika seit mehr als sechs Jahren Ihr Lebensmittelpunkt. Behagt Ihnen die Kultur?
Schon, ja, der Sport ist dort ein Erlebnis. Ich liebe Amerika, auch wenn es seine Schattenseiten hat. Rund um das Stadion in San Jose gibt es so viele Obdachlose, das ist brutal. Ich habe so etwas vorher nie erlebt, da macht man sich schon seine Gedanken. Und man schätzt, was man in der Schweiz hat. Meine Heimat bedeutet mir viel.
Sie gehören zu einer Generation, für die es selbstverständlich ist, Aufgebote der Nationalmannschaft anzunehmen, obwohl es weder Geld noch Prestige zu holen gibt. Woher kommt diese Lust auf das Nationalteam?
Es ist für mich selbstverständlich, für die Schweiz zu spielen. Es stimmt schon, dass der WM in der NHL kaum Bedeutung beigemessen wird. Ich könnte Torschützenkönig werden, und es würde bei den Sharks niemanden interessieren. Aber darum geht es nicht. Es ist mir wichtig, für mein Land zu spielen. Und natürlich ist es ein Antrieb, Geschichte zu schreiben. Das Ziel ist eine Goldmedaille.
Die nächste Gelegenheit bietet sich an der Heim-WM im Mai. Aber eigentlich müssen Sie hoffen, dann mit San Jose im NHL-Play-off aktiv zu sein.
Der Gewinn des Stanley-Cups steht über allem, da gibt es keine Diskussion. Mein ganzer Fokus liegt darauf. Ich träume von dieser Trophäe, seit ich ein kleines Kind war.
Woher kommt die Faszination?
Ich habe mich früh für die NHL begeistert und jeden Tag auf Youtube die Highlight-Videos geschaut und versucht, die Tricks zu kopieren. Im Sommer habe ich jeweils mit den Kollegen auf dem Parkplatz die Play-offs nachgespielt. Dort bin ich schon oft Stanley-Cup-Sieger geworden.
Die Sharks haben noch nie einen Titel gewonnen; in den Play-offs scheinen dem Team regelmässig die Nerven zu versagen. Wie stark wird dieser Umstand intern thematisiert?
Eigentlich nicht gross, es gibt keinen Komplex. In diesem Jahr haben uns sechs Siege gefehlt. Je näher man dran ist, desto grösser wird der Hunger. Ich sehe es auch als Chance: Wir können etwas Einmaliges schaffen. Und unsere Chancen stehen nicht so schlecht.
Sie schossen im Western-Conference-Final gegen den späteren Champion St. Louis Blues per Handpass ein kontroverses Tor und wurden danach teilweise heftig angefeindet. Wie gingen Sie damit um?
Da war ziemlich etwas los. Ich erhielt einige Morddrohungen und Beleidigungen mit nicht druckreifen Ausdrücken.
Überlegen Sie in solchen Momenten, sich aus den sozialen Netzwerken zurückzuziehen?
Ich kann das gut ausblenden. Darum: Nein. Ich mag die Interaktion mit den Fans. Und finde sie wichtig.
Es gibt in der Schweiz weiterhin kaum Eishockeyprofis mit Individualsponsoren. Haben Sie den Hintergedanken, Ihre Beliebtheit zu kapitalisieren?
Ich würde mich nicht dagegen wehren, eine Werbefigur zu sein. Aber es geht mir etwa auch darum, ein Botschafter für das Eishockey in der Ostschweiz zu sein. Es darf nicht sein, dass unsere Region ausblutet. Es wäre gut, gäbe es zumindest auf der Nachwuchsebene einen starken Klub.
Apropos Geschäft: Sie hatten aufgrund des Draftsystems keine Kontrolle darüber, wo Sie spielen würden. Wie stark kann man sich als Profi mit einem Team identifizieren?
Das geschieht automatisch, bei mir in dem Moment, als ich am Draft erstmals das Trikot überstreifte. Heute fühle ich mich San Jose verbunden. Aber natürlich hat man im Hinterkopf, dass es ein Business ist und man morgen ohne Vorwarnung woanders hingeschickt werden kann. Für mich ist das weniger kompliziert als für andere. Ich bin ungebunden und habe keine Familie.
In der Organisation San Joses hatten Sie in den letzten Jahren mit Mirco Müller und Vincent Praplan Schweizer Teamkollegen. Wie lebt es sich jetzt alleine?
Ich bin beiden sehr dankbar, sie waren wichtige Bezugspersonen für mich. Manchmal hilft es, wenn man jemanden hat, dem man seine Sorgen erzählen kann. Es ist schade, sind sie nicht mehr in San Jose, aber so ist nun mal das Geschäft. Ich habe noch immer Schweizer Freunde in der Stadt. Den Fussballer François Affolter zum Beispiel, der in der Major League Soccer spielt.
Sie wechselten schon mit 17 nach Übersee. Hat Sie das gezwungen, schneller erwachsen und unabhängig zu werden?
Ja, auch wenn ich grosses Glück mit meinen Gastfamilien hatte. Aber als Lebensschule war das sehr wertvoll. Ich hätte damals bei den Rapperswil-Jona Lakers einen Profivertrag unterschreiben können. Aber ich wollte nach Nordamerika. Ich bin froh, dass der Plan aufgegangen ist.
In den letzten beiden Jahren absolvierten Sie jeweils 98 Pflichtspiele. Wie schafft man es, für ein solches Pensum genug Energie zu haben?
Es ist ein Kampf. Es gibt Spiele, bei denen einen alleine das Adrenalin rettet. Wichtig ist: Die Motivation ist immer da. Ich empfinde es als riesiges Privileg, dass Eishockeyspielen mein Beruf ist und ich in der NHL spielen darf. Joe Thornton (ehemals HC Davos, die Red.) ist ein Vorbild für mich. Er ist jetzt 40 Jahre alt und hat über 1700 NHL-Spiele bestritten. Aber ich habe ihn noch nie schlecht gelaunt erlebt, er kommt jeden Tag mit einem Grinsen in die Kabine. Solche Teamkollegen inspirieren mich.
De Vorschlag vom Larry hingäge findi super: die fette Werbeplakat uf de Brust transparänter mache, wür bestimmt niemerem schade!
Den Vorschlag hab ich von Thomi übernommen der das auf FB vorgeschlagen hat. Scheinbar macht Davos das so. Lausanne ist glaub ich auch keine solche Werbesäule. Ach hätten wir doch Leibchen wie in der NHL.....
Das Weisse: Zum kotzen.... sieht aus wie ein f..king ehemaliges Kloten-Shirt.
Der Ausrüster ist ja auch Ochsner.....ja gab schon schönere Shirts! Die Werbung von Swiss Life und hrs könnte transparent sein, das würde besser aussehen, so ist es extrem plakativ!
Ist keine Phrase! Ein guter Start bringt Ruhe in einen Club, ein schlechter Start Hektik und Unruhe, siehe S04 letzte Saison!
Oder eben jetzt der FCZ, die Medien haben sich bereits darauf eingeschossen.
selbst 14 punkte rückstand auf den leader an weihnachten, können noch für den meistertitel reichen. basel auf yb vor etwa 7 jahren.
Auch nur mit einem Clown wie Petko!
Was stimmt: Von Platz 3 bis 10 ist wieder alles sehr eng beisammen. Haben wir ja so erwartet. Es braucht einen guten Start in die Saison, gilt eigentlich für jede Liga, jeden Mannschaftssport. Den haben wir nun halt nicht. Entweder es wendet sich noch zum Guten oder......
Der FCZ ist schon wieder in der Krise: Wie lange darf Magnin noch verlieren?
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Xamax hat Nuzzolo, was hat der FCZ?
Was mich auch stört: Die Spiele in Luzern und in Sion werden mit "hätte, wenn und aber" entschuldigt was ich für sehr gefährlich halte!
Erinnert mich sehr an die Abstiegssaison oder auch die letzte Saison, beide mal hiess es lange "mit einem Sieg sind wir auf Platz 3!" - Resultat bekannt!
Der FC Zürich muss sich bereits wieder fragen: Wer sind wir?
Die schwer erklärbare 1:3-Niederlage in Sitten spiegelt die Verunsicherung im FC Zürich. Und sie korrigiert fürs Erste das Selbstbild des Klubs.
Samuel Burgener (NZZ)
Die Saison 2019/2010 in der Schweizer Super League ist gut zwei Wochen und exakt drei Spiele alt, und der FC Zürich muss sich schon wieder fragen, wer er eigentlich ist und wohin er will.
Vor der Saison hatte der Präsident Ancillo Canepa wiederholt gesagt, der FC Zürich sei ein Spitzenverein und wolle die europäischen Plätze anvisieren. Nach dem 1:3 am Samstagabend im Tourbillon in Sitten darbt der FCZ am Tabellenende. In drei Spielen hat er einen einzigen Punkt gewonnen, ein einziges Goal erzielt. Spitzenklub? Europacup? Tabellenletzter? Wo in dieser Skala liegt die Wahrheit?
Der FC Zürich verlor in Sitten ein Spiel, von dem der Trainer Ludovic Magnin im Anschluss sagte: «Ich habe jetzt drei Stunden Zeit, darüber nachzudenken, wie wir dieses Spiel verlieren konnten.» Magnin meinte die Busfahrt, die quälend lang gewesen sein muss. In der 70. Spielminute hätte der FCZ den Match entscheiden können, doch Benjamin Kololli verschoss einen Penalty. Als der Sittener AyoubAbdellaoui just danach des Feldes verwiesen wurde, bot sich dem FCZ die nächste Chance. Doch er scheiterte wieder, wurde erdrückt vom Aufbäumen des FC Sion und den zwei Toren Pajtim Kasamis.
Der FCZ-Sportchef Thomas Bickel sagte nach dem Match: «Ich habe in der ersten Halbzeit viele gute Sachen gesehen. Ballbesitz, Pressing, Steilpässe. Aber uns fehlt die Basis. Uns fehlen Disziplin, Konzentration, Souveränität.»
Wo waren die Führungsspieler?
Wie sehr dem FCZ in der Schlussphase Umsicht und Ruhe abgingen, war eklatant. Da fehlte ein Spieler, der das Team mit auratischer Präsenz, natürlicher Autorität und starker Kommunikation hätte mahnen und antreiben können. Der den urplötzlichen Sittener Aufschwung mit einem Foul, einem Ballwegschlagen oder einem taktischen Geplänkel hätte ersticken können. Und der das Team schliesslich zu einem Sieg gegen die dezimierten Walliser hätte führen können.
«Ab und zu fehlte es an Leadership», hatte der FCZ-Präsident Canepa vor der Saison gesagt. Deshalb habe man bei der Kaderzusammenstellung eine Achse mit erfahrenen Führungsspielern bilden wollen. Auf die Frage, ob der FC Zürich ausschliesslich Topspieler und Leader verpflichtet habe, sagte Canepa in einem Interview mit der NZZ: «Absolut. Das war die Vorgabe.» Doch die Wahrheit ist eine andere, mindestens vorläufig.
Der FC Zürich wirkt noch immer wie ein Kollektiv mit sehr flacher Hierarchie, wie ein fragiles Bündnis von durchaus begabten Fussballern. Als Captain steht der Goalie Yanick Brecher in der Verantwortung, der weiter im Durchschnitt verharrt und seinem Team gegen Sitten keine Hilfe war. Und: Die Geltung der neuen Spieler, dieser «Topspieler und Leader», ist gering.
Denis Popovic soll der neue Koordinator im Mittelfeld sein. Bickel sagte vor der Saison, man habe bewusst einen «ballsicheren und strategischen» Spieler verpflichtet. «Wir wollten keinen Abräumer à la Gennaro Gattuso.» Gattuso war mit der AC Milan italienischer Meister und Champions-League-Sieger und mit dem italienischen Nationalteam Weltmeister. Popovic hingegen sucht seine Form und die Anbindung ans Team. Er sagte nach dem Spiel in Sitten, er sei bei «70 oder 80 Prozent».
Der Stürmer Blaz Kramer spielte zuletzt bei den Reserven von Wolfsburg. Er verstolperte in Sitten mehrmals den Ball und blieb stets an den gegnerischen Abwehrspielern hängen. Anzahl Torchancen: null. Der Aussenverteidiger Willie Britto kam im Sommer aus Abidjan in die Schweiz; der FC Zürich ist seine erste Station in Europa. Gegen Sitten blieb er in der Offensive wirkungslos, und vor dem 3:1 durch den Sittener Pajtim Kasami missriet ihm eine Grätsche. Der Offensivspieler Mimoun Mahi schoss zwar das erste Saisontor des FCZ, hatte sonst aber kaum gute Aktionen. Und der Verteidiger Nathan, der mit einer Verletzung von GC zum FCZ stiess, ist erneut angeschlagen.
Bereits unter Druck
All diese Spieler brauchen Zeit für die Adaption an das Land, die Stadt, den Klub, die Teamkollegen, den Schweizer Fussball. Der Trainer Magnin braucht Zeit, um ihre Stärken richtig einzusetzen. Der FC Zürich als Ganzes braucht Zeit, sich zu finden. Es ist verwunderlich, dass sich die Klubführung diese Zeit rhetorisch nicht ausbedungen, dass sie vor der Saison so offensiv kommuniziert hat. Nach drei Spielen ist bereits eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem verlauteten Selbstbild des FCZ und der Wirklichkeit entstanden. Es ist die Geschichte der missratenen vergangenen Saison, dass sich der FCZ unaufhörlich besser machte, als er eigentlich war.
Der Sportchef Bickel sagte in Sitten: «Wenn man ein gutes Gefühl hat, darf man das sagen. Aber ich bin tendenziell immer zurückhaltend. Wie unser Präsident kommuniziert, muss er entscheiden.» Und der Trainer Magnin sagte: «Wenn wir weiter Fussball spielen, werden wir punkten.»
Nun folgen für den FC Zürich die Heimspiele gegen Xamax und St. Gallen. Dann muss er auswärts gegen den Meister YB antreten. Der FCZ ist, wie im Fussball gesagt wird, unter Druck.
definitiv nicht!
Doch:
"Und da war die Szene des verschossenen Penaltys, die etwas aussagt über das fehlende Leadership im FC Zürich: Mit Kololli war ein Spieler angetreten, der kurz zuvor eingewechselt worden war, der mit negativer Körpersprache auffiel und dem die Bindung ans Spiel völlig fehlte. "
"Kololli war heute mit dem Kopf nicht auf dem Platz. Das sah man bereits beim reinlaufen.
Ob es an der Hochzeit (unter der Woche) oder an den Transfergerüchten liegt, weiss ich nicht. Ich denke aber, das hätte man erkennen können/müssen und ihm eine Pause geben. Ist ja auch nicht so, dass er in den letzten Spielen uns überzeugt hat.
Nach einer solchen Woche braucht es einen solchen "diva" Spieler nicht auf dem Feld. Das hätte Magnin doch erkennen sollen..."
"Fringer hatte es nach dem Spiel richtig gesagt. Wenn du nicht zu 100% für den Verein stehst und dabei bist, dann hast du eigentlich auf dem Platz nichts zu suchen. Auch sei er mit seiner negativen Energie nicht gerade untersützend für das Team."
de magnin hät bi mier kredit bis wiehnachte, usser nach de erschte 10 meisterschaftsspiel isch immer no s‘gliche gegurke wie i de letschte rückrundi. dh. 8 spiel lueg ich no wohlwollend zue. dänn isch au bi mir färtig!
Denke nicht das er Weihnachten erlebt da ich nicht glaube das er das Team langfristig auf Erfolg trimmen kann. Verliert er auch gegen Xamax dürfte er zu 90% weg sein, ev. rettet er sich noch eine Weile über die Runden. Aber das wird nix mehr mit Magnin. Just my two cents.