Lehmann hat Kloten in die Swiss League gespart – und dabei erst noch viel zu viel Geld ausgegeben. Er schlug Erfahrungen der Spezialisten und der ersten Saison in den Wind. Wieder sparte er im Herbst bei den Ausländern, wieder kam ihn das Nachbessern viel teurer. Er schickte sein Team schon mit einem Handicap an den Start, und während der ganzen Saison lief Kloten der Konkurrenz hinterher. Manche Spieler unterschrieben für die Zukunft schon früh dort, wo noch sportliche Ziele zuoberst stehen. Vernünftiger sparen wäre billiger gewesen und hätte die Qualität der Equipe erhöht.
Die sportliche Kompetenz ist im Verein vorhanden, doch mit der eigenmächtigen Verpflichtung Kevin Schläpfers, den er mit Langzeitvertrag und Allmacht ausstattete, hat Lehmann einen Ast abgesägt, auf dem Kloten sass. Die meisten merkten schnell, dass Schläpfer und Kloten nicht funktioniert. Nur der Präsident wollte das nicht sehen. Als er es nach fünf trostlosen Monaten doch tat, war es zu spät.
Was all jene ärgern muss, denen der Verein etwas bedeutet, ist dieses ohnmächtige Gefühl: Mit Kompetenz im Sportbereich – also ohne Alleingänge des Präsidenten – könnte sich Kloten weiterhin dienstältester Verein der National League nennen. Mit dem Abstieg aber steht die Existenz der ganzen Organisation auf dem Spiel, die gerade daran ist, im Nachwuchs Fehler der Vergangenheit zu korrigieren.
Nur wenn die sportliche Verantwortung in kompetente Hände gelegt wird, kann der weitere Zerfall verhindert werden. Denn die Spielerverträge haben gestern ihre Gültigkeit verloren, es drohen weitere Abgänge. Die SCRJ Lakers sind das aktuelle Beispiel: Wer in die National League zurückkehren will, braucht Qualität im Kader. Die Klotener Führung steht in der Schuld. (Tages-Anzeiger)
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Dem ist nichts hinzuzufügen!